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Dienstag, 10 Oktober 2023 08:10

Groß der Unmut ist

Südtirol/Vinschgau - Weiterhin groß ist der Unmut über die vielzählig abgelehnten Anträge auf Winterlohnausgleich von Seiten des NISF/INPS (nationales Institut für soziale Fürsorge). Heute fand ein Treffen der Wirtschaftsverbände lvh.apa, dem Unternehmerverband, dem Baukollegium, dem CNA-SHV, Landesrat Philipp Achammer und dem Arbeitsinspektorat mit dem NISF/INPS statt. Die Unternehmen fordern umgehende Lösungen.
Der Lohnausgleich stellt eine Unterstützungsmaßnahme für Betriebe dar, die sie in Anspruch nehmen können, um den Arbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern ein Ersatzeinkommen zu gewährleisten, selbst wenn beispielsweise aufgrund winterlicher Wetterbedingungen Arbeitsunterbrechungen auftreten. In Südtirol sind unerwartete Arbeitsausfälle aufgrund solcher Umstände keine Seltenheit. Entsprechend sollten solche Ersatzzahlungen für Arbeitsausfälle auch von den Unternehmen in Anspruch genommen werden können. Dies war der Tenor der heutigen Sitzung mit dem NISF/INPS, zu der Landesrat Philipp Achammer eingeladen hatte. An dem Treffen nahmen der Direktor des Arbeitsinspektor Sieghart Flader, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak sowie Markus Kofler, Vizepräsident des Südtiroler Unternehmerverbandes und Michael Auer, Präsident des Südtiroler Baukollegiums und Vertreter des NISF/INPS teil.
Für Unmut unter den Südtiroler Unternehmen sorgen die vielen abgelehnten Anträge auf Winterlohnausgleich – trotz ausführlicher Dokumentation.

Dienstag, 10 Oktober 2023 08:05

Interesse

Psychologie

Alle meine Gefühle
Gefühle geben uns Orientierung für uns selbst und beeinflussen so die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen pflegen. Je deutlicher und differenzierter es gelingt, Gefühlen nachzuspüren, sie zu benennen und mitzuteilen, umso lebendiger fühlen wir uns.

 

Interesse
„Das klingt ja spannend; das könnte was für mich sein.“ Interesse drückt einen angenehmen Gefühlszustand aus, der uns dazu motiviert, etwas zu lernen und zu verstehen. Wir sind angeregt, angetan, aufgeregt, bezaubert, motiviert, fasziniert oder schlicht neugierig.
Von klein auf wollen wir die Welt erkunden und erleben alles Neue als spannend und interessant. Selbst im Alter dürfen wir Menschen uns diese kindliche Neugier bewahren und unser Leben farbig und abwechslungsreich gestalten. Die Auseinandersetzung mit einem Sachthema oder einer Person wird als freudvoll erlebt durch den Gewinn von neuen Erkenntnissen. Gedanken darüber, etwas verstehen, wissen und herausfinden zu wollen spornen den eigenen Forschergeist geradezu an. Mit gespitzten Ohren nehmen wir Neues auf und brennen förmlich danach, mehr über diese für uns vielleicht ganz neue Welt zu erfahren. Etwas angehen oder Zeit für jemanden aufwenden trägt dazu bei, den eigenen Horizont zu erweitern. Dem zu Grunde liegt unser Grundbedürfnis nach Abwechslung, welches im Widerstreit steht zum Bedürfnis nach Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Tatsache ist allerdings, dass sich das Leben nicht konservieren lässt und wir mit ein wenig Risikofreude und Wagemut die naturgegebenen Veränderungen leichter annehmen können.
Also: Neugierig bleiben und raus aus dem Alltagstrott.

 

Elisabeth Hickmann
Einzel-, Paar- und Familienberatung
www.beratung-hickmann.it
Tel. 333 269 0799
beratung@hickmann.it

Dienstag, 10 Oktober 2023 08:04

Zukunftsprojekt Kornanbau auf Unterfrinig

Unterfrinig/Laas/Tanas/Tschengls - Am 02. und 03.09.2023 wurde auf Unterfrinig, Tanas, seit langem wieder, Korn geschnitten. Es wurde mit Sichel und Hangl hantiert, Bandlen gebunden, Garben gemacht und Hocker aufgestellt. Für viele der ca. 30 Personen war es eine neue Erfahrung. Für andere eine Bestätigung: „mir kennen es nou!“. Alle waren sich einig: es ist eine harte und anstrengende Arbeit, aber auch ein interessantes Erleben am steilen Berg. „Eine Verbundenheit mit der Natur, den Menschen, Zusammenhalt und Gemeinschaft, war zu spüren, was man so heutzutage nicht mehr kennt.“ beschreiben es die Kornschneider:innen. An den Nachmittagen wurde über Ideen, Visionen und deren Umsetzbarkeit diskutiert.
Ein Drittel des Sommergetreides wurde von Hand und der Rest zwei Wochen später mit einem geländetauglichen Mähdrescher geerntet. Nun liegen ca. eine Tonne Fisser Imperial Gerste und eine Tonne Sommerweizen in der Möhrenhütte zum trocknen. Im Spätherbst wird dann auf insgesamt 10 ha Wintergetreide angesät. Es werden verschiedene alte Getreidesorten auf 1700 Meter Meereshöhe ausprobiert. Damit der Getreideanbau im Vinschgau gelingen kann, braucht es ein Umdenken bei den Konsumenten. Die Realitäten auf den Bergbauernhöfen sind andere als bei den großflächigen Getreidefeldern in den Ebenen. Dieser Unterschied muss sich in einem würdigen Preis und in einer neuen Wertigkeit ausdrücken. Denn mit Nostalgie allein kommen die Bergbauern nicht weiter, sind sich Karl und Andreas einig. Der Erfolg des Projektes hängt von Faktoren wie der maschinellen Bearbeitungsmöglichkeiten und die Bereitschaft der Konsumenten, für diese Produkte mehr zu bezahlen ab. Insbesondere sind die lokalen Gastgeber in der Hotellerie und Gastronomie eingeladen eine neue Begeisterung für die heimischen Produkte zu bekommen. Karl Perfler, der Kulturwirt in der Tschenglsburg, wird in den Wintermonaten die Sensibilisierung der Konsumenten in den Mittelpunkt stellen und versuchen die Menschen für das Eigene zu begeistern. (chw)

Dienstag, 10 Oktober 2023 08:02

Vinschger Almkäse auf höchstem Niveau

Galtür/Vinschgau - 29. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2023 - Jedes Jahr stellen sich in Galtür im Paznauntal die besten Almkäse aus dem deutschsprachigen Alpenraum dem Wettbewerb. Die Qualität ist sehr hoch, das Rennen eng. Die Südtiroler Almen können sich über 8 Gold-, 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen freuen.
Die Internationale Almkäseolympiade in Galtür gilt als Treffpunkt der besten Almkäserinnen und Almkäser der Alpen. Rund 140 Almen aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Südtirol stellten sich vergangenen Samstag mit 375 Käsen der strengen Fachjury – ein absoluter Teilnahmerekord.
Bertram Stecher, zuständig für den Bereich Almen und Hofkäsereien im Sennereiverband: „Die gute Qualität der Südtiroler Almkäse wurde bestätigt, aber es gibt immer Luft nach oben. Für eine gute Qualität braucht es neben viel Können, Wissen und Geschick viel Begeisterung und den Ehrgeiz, immer das Beste zu geben. Das Führen einer Sennalm wirkt nach außen oft romantisch, ist jedoch mit täglich harter Arbeit verbunden. Die Almberatung unterstützt die Senninnen und Sennen, ein wichtiges Element dabei ist die regelmäßige Kontrolle der Produkte im Labor des Sennereiverbandes.“
Aus Südtirol nahmen 24 Almen mit 45 Käsen teil, 16 Produkte wurden für herausragende Qualität mit einer Medaille ausgezeichnet.
In der wichtigen Kategorie „vollfette Schnittkäse“ erhielten die Südtiroler Almen 8 Medaillen.
Zahlreiche Südtiroler Almen wurden mehrfach prämiert und viele konnten an ihre Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen; eine Bestätigung dafür, dass die hohe Qualität die gesamte Almproduktpalette vom Frischkäse bis zum jährigen Almkäse umfasst und dass das hohe Niveau gehalten werden kann.
Bernadette Gostner von der Laatscher Alm erhielt zwei Goldmedaillen (Almmozzarella und Frischkäse „Gamskäse“) und eine Silbermedaille (jähriger Schnittkäse). Erich Schaffler von der Obisell Alm in Vernuer holte ebenfalls zwei Goldmedaillen (Vollfetter Schnittkäse und Schnittkäse s10 tabkasunter 45 % F. i. T.) sowie eine Bronzemedaille (Schnittkäse mit grünem Pfeffer und Dill). Eine Goldmedaille für den Lagreinkäse sowie eine Bronzemedaille für den Almschnittkäse bekam Christian Leitner von der Äußeren Schwemmalm in Ulten. Zwei Auszeichnungen gab es auch für Ernst Feichtinger von der Reschner Alm für seinen Rescher Almziger (Gold) und für seinen vollfetten Schnittkäse (Bronze). Ebenfalls zwei Trophäen holte Florian Plattner von der Kortscher Alm mit seinem Vollfetten Schnittkäse (Silber) und dem Ziegenkäse (Bronze).
Über eine Auszeichnung konnten sich auch Nadia Abart von der Melager Alm in Langtaufers (Gold Kategorie Vollfetter Schnittkäse), Dominik Paulmichl von der Brugger Alm in Burgeis (Gold Kategorie Vollfetter Schnittkäse), Paul Ortler von der Gonda Alm in Matsch (Bronze Kategorie Vollfetter Schnittkäse) und Josef Ladurner von der Schliniger Alm (Bronze Kategorie Vollfetter Schnittkäse) freuen.
In der 40-köpfigen Fachjury waren neben Fachleuten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Liechtenstein Andreas Österreicher und Bertram Stecher vom Sennereiverband Südtirol vertreten.
Insgesamt haben die Almkäsereien weniger Auszeichnungen mit nach Hause genommen als im Vorjahr. „Das motiviert dranzubleiben und die Produktqualität weiterhin intensiv im Blick zu haben“, ist für Bertram Stecher das Ziel für den kommenden Almsommer. 

Dienstag, 10 Oktober 2023 16:00

„Vorzugsstimmen für unsere Kandidaten“

Nur 1 Vorzugsstimme von 4 möglichen für unsere Kandidaten/innen im Tal ist einfach zu wenig! Es braucht mehr (!!), damit auch ein kleiner Bezirk seine Vertreter hat und politisch mitmischen kann.
Sonst geht die Rechnung für uns Vinschger nie und nimmer auf.

 

Ein Interview mit Plangger „Abi“ dem ehemaligen Grauner Bürgermeister, fast ein Jahrzehnt Parlamentarier in Rom und nun als „nur“ SVP Bezirksobmann Mit-Organisator des SVP Wahlkampfes im Vinschgau.

 

In 10 Tagen wird der Landtag neu gewählt – der Vinschgau hatte 5 Jahre lang nur einen Landtagsabgeordneten und niemand in der Landesregierung - wie läuft es diesmal?
Albrecht Plangger: Als Vinschger wollen wir unbedingt wieder in die Landesregierung und auch im Landtag mit mindestens zwei Mandataren vertreten sein. Als Einzelkämpfer ist man in jedem Gremium auf verlorenem Posten, während man aber zu Zweit oder noch besser zu Dritt schon mitbestimmen und mitverwalten kann. Der Vinschgau braucht Ansprechpartner vor Ort, die mit den Vinschger Problemen wie Durchzugsverkehr, Trockenzonen, Nähe zur Schweiz oder einem Nationalpark leben müssen und tagtäglich damit konfrontiert sind. Im fernen Bozen werden diese Probleme meist gar nicht ernst genommen. Dies versuchen wir jetzt unseren Mitbürger:innen zu vermitteln. Der Vinschgau muss wieder in erster Linie Vinschger:innen wählen, als kleiner Bezirk zusammenschauen und sich auch bei Wahlen auf die vorrangigen Interessen des Tales konzentrieren.

Wie wollt ihr dies bei soviel politischer Konkurrenz erreichen ?
Albrecht Plangger: Unsere Wählerinnen und Wähler, 2018 waren es mehr als 10.000, haben es eigentlich in der Hand. Wir müssen aber eben, anders als bei den Wahlen 2018, statt nur eine von 4 möglichen Vorzugsstimmen, mindestens 2 Vorzugsstimmen bei unseren Kandidat:innen im Tal belassen. Damit verliert noch niemand die Wahlfreiheit. In einem kleinen Bezirk ist dies keine Einschränkung, sondern ein Muss, wenn man mitreden und mitentscheiden will. Unsere Kandidat:innen bekommen eben die Vorzugsstimmen hauptsächlich im eigenen Bezirk. Sie brauchen 6.000 bis 7.000 Vorzugsstimmen, um überhaupt eine Chance zu haben, gewählt zu werden und dann für uns arbeiten zu können. Wir Vinschger Wähler haben es aber in der Hand und müssen eben „patriotischer“ werden.

 

Was heißt in der Hand ?
Albrecht Plangger: Ich hoffe fest , dass unsere 10.000 treuen SVP Wähler:innen von 2018 „mehr“ und nicht „weniger“ werden, weil sie trotz aller Probleme und offenen Baustellen unseren Einsatz über die Jahre anerkennen und uns – bzw. der SVP als Mehrheits- und Regierungspartei - zutrauen, dass wir – wenn schon - die „ Löcher stopfen“ und unser Tal weiter nach vorne bringen, nicht Andere. Diese 10.000 Wähler haben 40.000 Vorzugsstimmen in der „Tasche“ und damit kann man etwas bewegen, wenn bei diesen Wahlen mehr als nur eine Vorzugsstimme bei unseren Kandidat:innen im Tale bleibt .

Und genügt dies?
Albrecht Plangger: Es ist eine gute Ausgangsposition für unser primäres Ziel, wieder mehr als nur eine/n Abgeordnete/n im Landtag zu haben und möglichst wieder in der Landesregierung vertreten zu sein.
Als kleiner Bezirk können wir es uns nie und nimmer leisten, wie 2018 nur 2,75 von den möglichen 4 Vorzugsstimmen zu vergeben. Wir müssen unser Vorzugsstimmenpotential voll ausnutzen. Da sollte sich im Interesse des Tales unbedingt im Vergleich zu den letzten Wahlen etwas ändern.
Aber wir dürfen eben auch nicht zuviele Vorzugsstimmen nach außen in die anderen Bezirke vergeben. Schauen Sie, im Vinschgau sind 2018 über 5.000 Stimmen an die Burggräfler Kandidat:innen gegangen und umgekehrt nur 2.000 vom Burggrafenamt in den Vinschgau. Das Verhältnis müsste genau umgekehrt sein, zumal das Burggrafenamt mehr als doppelt so viele SVP Wähler:innen hat. Da muss sich etwas ändern! Ändern können dies aber nur wir Vinschger.

Glaubst Du , dass sich diesbezüglich im Vinschgau das Wahlverhalten ändern kann?
Albrecht Plangger: Ich hoffe fest. Es ist in unserem ureigensten Interesse. Als kleiner Bezirk haben wir sonst keine Chance…
Der Vinschgau hat ja wirtschaftlich gegenüber anderen Landesteilen sicherlich aufgeholt. Wenn man durch die 13 Gemeinden fährt, sieht man, dass wir ganz gut dastehen. Unsere Bürgermeister:innen machen eine gute Arbeit. Es ist viel passiert. Der Schul- und Bildungsstandort Vinschgau zum Beispiel ist gesichert. Das 21 Millionen teure Schülerheim in Mals kommt auch, ebenso die dringend notwendige moderne Tiefbauhalle für die Ausbildung der Lehrlinge im Tiefbausektor.
Aber für die ganz großen Themen in der Mobilität, bei der Energie oder beim Dauerbrenner Nationalpark braucht es mehr Unterstützung und politische Lobbyarbeit in Bozen, damit auch diese Dauerbrenner endlich aufgearbeitet sind und Neues angegangen werden kann. Wenn wir niemand in der Landesregierung haben, können wir nicht richtig das Land mitgestalten. Wir erfahren die Dinge erst, wenn schon alles entschieden ist.

Was tut sich denn bei der Energie? Es ist letzthin eher still geworden…
Albrecht Plangger: Nicht unbedingt. Das Kraftwerk in Schnals/Naturns und das Karlinbach- Kraftwerk in Graun/ Langtaiufers sollen neu ausgeschrieben oder vergeben werden -und auch bei der Rechenseekonzession dauert es nicht mehr lange.
In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass es in diesem Frühjahr unter der Federführung von unserem Vinschger Abgeordneten Sepp Noggler gelungen ist, im Landesgesetz zur Energie mit wichtigen Abänderungsanträgen die Interessen des ländlichen Raums zu schützen und, z.B., den betroffenen Ufergemeinden die Möglichkeit zu geben, eine Beteiligung an der Produktion zu erhalten. Damit können die Gemeinden Strom vergünstigt beispielsweise an die Mitglieder von Konsortien abgeben. Wie wertvoll dies für die Bevölkerung ist, haben wir im vergangenen Jahr gesehen, als die Strompreise sehr hoch waren. Trotzdem müssen wir beimThema „Klimaschutz“ durch einen Ausbau der erneuerbaren Energien, die Effizienzverbesserung und durch Energieeinsparungen neuen Schwung zu geben. Seit einem Jahr arbeitet eine Vinschger Initiativgruppe und hofft nun auf mehr Interesse in der neuen Landesregierung, in welcher wir unbedingt wieder dabei sein wollen. Wir haben bei den erneuerbaren Energien noch ein sehr interessantes Ausbaupotenzial im Tal und wir arbeiten an Initiativen zur Förderung der Speichertechnologien, der nachhaltigen Mobilität und der Bereitstellung „von sauberer Wärmeenergie“. Wir brauchen dazu aber „Zugpferde“ im Landtag und in der Landesregierung.

 

Wie geht’s denn mit der Baustelle „Krankenhaus“ weiter?
Albrecht Plangger: Die Sicherung des Grundversorgungskrankenhauses Schlanders ist der „Garant“ für eine qualitativ hochwertige, flächendeckende und wohnortsnahe Grundversorgung besonders auch in Zusammenarbeit mit dem Schwerpunktkrankenhaus in Meran.
Wir haben – wie auch alle anderen Bezirke – Pflegepersonalprobleme und das Problem der Wartezeiten. Aber wir haben trotzdem ein schönes und gut funktionierendes Spital mit Ärzten und Pfleger:innen, die ihr Bestes geben. Diesbezüglich haben wir im Vinschgau auch in den vergangenen Jahren nix „anbrennen“ lassen. Die Vinschger können immer noch im Vinschgau zur Welt kommen. Grade heuer sind dort wieder zwei meiner Enkelkinder unter besten Bedingungen geboren. Das freut mich besonders. Lasst uns auch das Gute sehen. Der Rettungs-Hubschrauber in Laas ist übrigens auch nicht von alleine gekommen oder „vom Himmel gefallen“, dafür haben sich Vinschger SVP-Mandatare massiv und über Jahre mit Ausdauer eingesetzt.

Und was ist Deine Botschaft an Deine Landsleute ?
Albrecht Plangger: Ich hoffe fest, dass die Vinschger vor dieser „Schicksalswahl“ gut überlegen, meine obigen Zahlen auch ernst nehmen und uns nicht ins „Leere laufen lassen“. Ich kann nur Eines raten: Bitte nicht über offene Baustellen jammern und auf die Pusterer neidisch sein, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen und unsere Kandidat:innen mit einem guten Vorzugsstimmenergebnis ausstatten. Sie brauchen den Vertrauensvorschuss. Mit etwas Glück haben wir dann wieder jemand in der Landesregierung und im Landtag nicht nur eine/n Vinschger/in. Es ist ein Versuch wert. Ich bin dabei …….

Eine gerechtere Tarifstaffelung der Ortstaxe mit Euro für die Berglandwirtschaft, Agri-Photovoltaik als Mosaikstein zur Energie-Autarkie Südtirols, ein grüner Stern für die Abnahme lokaler Produkte zu fairen Preisen - dies sind nur einige der Vorschläge des Abgeordneten Peter Faistnauer, Landtagsfraktion Perspektiven Für Südtirol, doch die Landesregierung hatte sie zurückgewiesen, ohne auch nur weitere Studien oder Vertiefung zuzulassen. Eine Ausnahme bildete der Vorschlag zur Einrichtung eines Experten-Arbeitstisches zum Schutz vor dem Abverkauf von geschlossenen Höfen. Doch auch wenn angenommen, scheint dessen Umsetzung am politischen Willen zu scheitern. Nun finden sich einige, manchmal sogar kategorisch abgelehnte Thematiken - teilweise nur wenige Monate nach Diskussion im Landtag - auf dem Wahlprogramm von SVP und SBB wieder.

“Höfe und damit Heimat vor Ausverkauf schützen” ist ein Punkt auf dem Programm. Hierzu wirkte die Landesregierung bisher massiv bremsend: Nicht nur die Umsetzung des bereits erwähnten Experten-Arbeitstisches wird von LR Arnold Schuler  auf die lange Bank geschoben, im GGA II wurde zudem ein vom Abgeordneten Peter Faistnauer eingebrachter Gesetzentwurf zur Vertiefung der rechtlichen Grundlagen abgelehnt. Doch nun hat es sich die SVP auf die Fahne geschrieben, also besteht Hoffnung, dass sich endlich etwas tut.

Möglicherweise kommt auch hinsichtlich besserem Schutz für landwirtschaftliche Produktion und Produkte Bewegung auf: “Gerechte Preise für unsere Produkte“ sowie  “Herkunft von Lebensmitteln auf Speisekarten gemäß Gesetz ausweisen” stehen jedenfalls auch als Punkte auf dem Programm. Faire Preise für lokale Produkte hatte der Abgeordnete Peter Faistnauer bereits im März dieses Jahres gefordert. Denn dem Gast ist nicht länger egal, woher z.B. die Milch im 4*Hotel kommt. Auch bei den Südtiroler Gastwirten ist das Bewusstsein für lokale Produkte meist groß, doch oft bleibt es beim Lippenbekenntnis. Die angeregte Diskussion dazu zeigte eindeutig die Bedeutung des Grundgedankens, der Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt.

Der Schutz für Feldgut wäre allemal längst gesetzlich zu verankern. Punkt des Wahlprogramms: “Freizeitnutzung auf landwirtschaftlichem Grund in geregelte Bahnen lenken, mehr Respekt vor Grundeigentum”. Dabei war der Vorschlag des Abgeordneten Peter Faistnauer für ein, auf Basis des Tiroler Feldschutzgesetzes auf Südtirol angepasstes Feldschutzgesetz - trotz positivem Gutachten des Rates der Gemeinden - abgelehnt worden. Die SVP selbst hatte hierzu bisher lediglich Vorschläge diskutiert und es versäumt, konkret zu werden. Ein weiterer Punkt also, für den nun Hoffnung auf Konkretisierung besteht.

Beinahe unglaublich erscheint der Punkt “mehr erneuerbare Energien wagen, Agri-PV im Obstbau auf ausgewählten Flächen zulassen”. Die mehrfachen Vorschläge des Abgeordneten Peter Faistnauer hierzu waren auf das Strikteste verworfen worden.  Auch jenen zur Initiierung eines Pilotprojektes, um die Vor- und Nachteile von Agri-PV für Südtirol zu evaluieren, lehnte die Landesregierung ab. Zu kurz greift dabei die Haupt-Argumentation hinsichtlich Schutz des Landschaftsbildes. Die heute verfügbaren, modernen PV-Paneele würden sich in gedeckten Farben bei Weitem harmonischer in der Umgebung integrieren, als z.B. weißen Folientunnels. Vieles spricht für Agri-PV in Südtirol. Potenzial, aber auch Notwendigkeit sind vorhanden. 

Und lässt sich von dem Punkt “Offenheit gegenüber Zu- und Nebenerwerben” eine indirekte Zusagen an Camping auf dem Bauernhofableiten, auch wenn man das Kind (noch) nicht beim Namen nennt? Bekanntlich ist der SBB dafür. Diesbezüglich hatte der Abgeordnete Peter Faistnauer sowohl einen Beschlussantrag als auch einen Vorschlag zur Anpassung der Gesetzesgrundlage eingebracht. Denn Agri-Camping ist bereits in ganz Italien möglich, nur in Südtirol nicht. Dies bedeutet einen großen Wettbewerbsnachteil für die lokalen landwirtschaftlichen Betriebe. Agri-Camping wäre zeitnah wie kostengünstig umsetzbar, um einen bedeutenden Zuerwerb zu generieren, und würde eine substanzielle Hilfe für die Berglandwirtschaft bedeuten, um u.a. dem Höfesterben entgegenzuwirken. Aber wenn auch der SBB eine starke Lobby mit starker Vertretung im Landtag ist, scheinen hier die Interessen des HGV noch stärker, der lieber weitere Campingstrukturen erlauben möchte, trotz LTEK 2030.

Eine zeitgemäße Politik muss die Lobbys eindämmen. Aber in Südtirol scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Der SBB jedenfalls macht Stimmung bei über 40.000 stimmberechtigten Mitgliedern des SBB und der bäuerlichen Organisationen.

“Wer die Diskussionen im Landtag verfolgt und nun das bäuerliche Wahlprogramm gelesen hat, wird wohl bei einigen Punkten gestaunt haben. Jahrelang haben die Bauernvertreter der SVP im Landtag bei Thematiken wie Agri-PV massiv dagegen gestimmt. Jetzt machen sie sich diese und andere zu eigen und präsentieren sie auf ihrem Wahlprogramm - wie kohärent ist so ein Verhalten? Hätte die Mehrheit die Vorschläge der Opposition gelegentlich mitgetragen, könnte Südtirol in der Umsetzung wichtiger Prozesse zur ökologischen Wende bereits viel weiter sein.”, so der Abgeordnete Peter Faistnauer.

 

Politischer Akt Beschlussantrag Nr. 693/23-XVI Ortstaxe: gerechtere Tarifstaffelung und Euro für die Berglandwirtschafthttp://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_683251.pdf

Politischer Akt Nr. 558/22-XVI Agri-Photovoltaik - Ein Mosaikstein zur Energie-Autarkie Südtirolshttp://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_641143.pdf 

Politischer Akt Beschlussantrag Nr. 685/23-XVI Ein grüner Stern für die Abnahme lokaler Produkte zu fairen Preisenhttp://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_680779.pdf

Politischer Akt Landesgesetzentwurf Nr. 137/23-XVI Schutz vor Ausverkauf geschlossener Höfe: Änderung Landesgesetz vom 28.11.2001, Nr. 17, Höfegesetz und Begleitberichthttp://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/IDAP_683679.pdf

Politischer Akt Beschlussantrag Nr. 661/22-XVI Abverkauf von geschlossenen Höfen an Nicht-Landwirte: regionale Produkte ade?http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_677794.pdf

Politischer Akt Nr. 98/21-XVI Feldschutzgesetz: http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/IDAP_627510.pdf  und Begleitbericht des Einbringers: http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_627529.pdf

Politischer Akt Landesgesetzentwurf Nr. 123/22-XVI Agri-Camping | Camping auf dem Bauernhof: Änderung Landesgesetz vom 19. September 2008, Nr. 7, Regelung des _Urlaub auf dem Bauernhof_ http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_669732.pdf ; Begleitberichthttp://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_669741.pdf

Politischer Akt Beschlussantrag Nr. 591/22-XVI Camping auf dem Bergbauernhof - könnte dies eine substanzielle Hilfe für Südtirols Berglandwirtschaft sein?  http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/IDAP_650321.pdf

Dienstag, 10 Oktober 2023 07:33

Zur Wahl gehen, weil …

Das Katholische Forum und die Consulta delle aggregazioni laicali rufen die wahlberech8gten Wähler*innen dazu auf, anlässlich der Landtagswahlen am 22. Oktober 2023 von ihrem S8mmrecht Gebrauch zu machen,

- weil demokra8sche Verhältnisse keine Selbstverständlichkeit sind und nicht leich}er8g aufs Spiel gesetzt werden dürfen;

- weil eine Demokra8e nur lebendig bleibt, wenn sich viele Bürger*innen auch an Wahlen - den besonderen Weichenstellungen demokra8scher Willensbildung – beteiligen;
- weil wir bei den bevorstehenden Wahlen unsere S8mme nicht „abgeben“, sondern einbringen wollen, um gehört zu werden;

- weil wir uns unserer Verantwortung nicht entziehen wollen;
- weil wir uns vor den großen poli8schen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit nicht gleichgül8g oder resigniert zurückziehen wollen;

- weil wir zur „Unterscheidung der Geister“ imstande sind und weil wir die poli8schen Entscheidungen nicht den Nichtwählern, den Populisten, Marktschreiern und Selbstdarstellern überlassen wollen;

- weil wir nur durch unsere Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung deutlich machen, dass wir demokra8efeindlichen Tendenzen entgegentreten wollen und können;

- weil wir durch eine hohe Wahlbeteiligung auch die Gewählten stark in die
Verantwortung ziehen;

- weil wir durch unsere Wahlbeteiligung auch klar zum Ausdruck bringen, dass wir eine Weiterentwicklung der Demokra8e über die periodische Wahl von Abgeordneten hinaus für notwendig und möglich halten;

- weil….

 

Andare a votare, perché...

 

La Consulta delle aggregazioni laicali e il Katholisches Forum invitano tu? coloro che sono abilita8 al voto a esercitare il loro diriLo di voto alle elezioni regionali del 22 oLobre 2023. Ma perché dovres8 farlo?

- Perché la democrazia non è scontata e non dovremmo meLerla a rischio con leggerezza.

- Perché la democrazia rimane viva quando mol8 di noi partecipano alle elezioni: sono ques8 i momen8 in cui prendiamo decisioni importan8 per il nostro paese.

- Perché alle prossime elezioni non vogliamo solo "cedere" il nostro voto, ma desideriamo farci sen8re.

- Perché non vogliamo sfuggire alla nostra responsabilità.

- Perché non vogliamo ri8rarci indifferen8 o rassegna8 di fronte alle grandi sfide poli8che, sociali ed ecologiche del nostro tempo.

- Perché siamo capaci di "discernere gli spiri8" e non vogliamo lasciare le decisioni poli8che ai non votan8, ai populis8, agli urlatori e agli auto-promotori.

- Perché vogliamo dimostrare di opporci a tendenze che minacciano la democrazia.

- Perché aLraverso un'elevata partecipazione alle elezioni me?amo fortemente soLo pressione i prescel8.

- Perché aLraverso la nostra partecipazione alle elezioni esprimiamo chiaramente la nostra convinzione che sia necessaria e possibile un'evoluzione con8nua della democrazia oltre alla periodica elezione
dei rappresentan8.

- Perché ...

Heute um 5.36 Uhr ist die erste Garnitur der Vinschger Bahn vom Bahnhof Meran in Richtung Mals abgefahren. Damit fährt die Vinschger Bahn nun wieder auf der gesamten Strecke.

Seit Montagmorgen fährt die Vinschger Bahn wieder auf der gesamten Strecke. Aufrecht bleibt die Teilsperre der Vinschger Bahn in den Abendstunden. Es entfallen jeweils die drei letzten Abendzüge in Richtung Mals sowie die letzten zwei Abendzüge in Richtung Meran. Auch an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen fährt die Vinschger Bahn weiterhin nicht, wobei ein Schienenersatzdienst angeboten wird. 

Alle Informationen, auch zum Fahrrad-Transport, können auf der Webseite www.suedtirolmobil.info nachgelesen werden.

Sicherheitsarbeiten

In den letzten Monaten war die Vinschger Bahn im Abschnitt Meran-Töll aufgrund von Sicherheitsarbeiten gesperrt, wobei das Tunnelprofil erweitert und im Tunnelinneren ein Fußweg samt Handlauf errichtet wurde.

Elektrifizierung der Vinschger Bahnlinie


Die Arbeiten zur Elektrifizierung der Vinschger Bahn schreiten derweil weiter voran. So werden derzeit entlang der Strecke die Mastfundamente errichtet. "Von den rund 1500 Fundamenten wurde bereits ein gutes Drittel gesetzt. Im Jahr 2025 sollen die Arbeiten zur Elektrifizierung der Bahnlinie abgeschlossen sein", sagt Joachim Dejaco, Generaldirektor der Sta – Südtiroler Transportstrukturen AG. Dann wird die Vinschger Bahn im Halbstundentakt fahren, der gerade für die vielen Pendlerinnen und Pendler interessant ist.

pt

Dienstag, 03 Oktober 2023 13:12

Europa in meiner Region - Europe in my region

Europa ist für uns oft weit weg. Europa ist aber auch präsent in unserem Alltag.
Die Abschaffung der Grenzen und die Einführung des Euro sind nur zwei Beispiele. Um sichtbar zu machen, wo und wie Europa auch in unserer Region wirkt, gab es am 22. und 23. September eine EU-Projektmesse und ein vielfältiges Rahmenprogramm in der Basis Vinschgau in Schlanders.

von Heinrich Zoderer

Europa ist ein großes Friedensprojekt, aber auch eine Vision der Zusammenarbeit auf unserem Kontinent mit den rund 50 Staaten, den über 300 Regionen, den vielen Sprachen, Traditionen, Kulturen und Religionen. Aus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit (EWG) der sechs Gründerstaaten entstand im Laufe der Jahre eine große Staatengemeinschaft (EU) mit 27 Staaten. Die 450 Millionen Einwohner der EU sind nur 5,6% der Weltbevölkerung, die EU ist aber die zweitgrößte s7 Sevvi Thaler Thurin GaerberVolkswirtschaft der Welt und repräsentiert 22,8 % der globalen Wirtschaftsleistung. Ob aus der EU ein loser Staatenbund mit starken Nationalstaaten oder ein Bundesstaat bzw. die Vereinigten Staaten Europas werden, das ist noch offen. Offen bleibt auch, wie stark Europa nicht nur als Wirtschaftskraft, sondern auch in kultureller und sozialer Hinsicht zusammenwächst. Das Motto „In Vielfalt geeint“ drückt die Stärke und zugleich auch die Schwäche Europas aus. Die kulturelle, sprachliche und politische Vielfalt soll bewahrt werden, gleichzeitig soll Europa mit einer gemeinsamen Sicherheitspolitik, Außenpolitik, Sozialpolitik und Umweltpolitik zusammenwachsen. Viele Herausforderungen wie die Klimapolitik und die Migrationspolitik sind nur in einem europäischen Kontext zu bewältigen. Andererseits spricht Europa sehr oft nicht mit einer Stimme, große Nationalstaaten sind mächtiger als die EU Kommission bzw. die Präsidentin der EU Kommission. Trotzdem hat die EU vieles auf den Weg gebracht im Bereich der Forschung, der Zusammenarbeit, der Förderung und des Erfahrungsaustausches. Mit dem Green Deal bzw. dem Aufbau- und Investitionsplan NextGenerationEU und dem nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) soll die große Umgestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft hin zu einem klimaneutralen Kontinent erfolgen. Die EU unterstützt viele Projekte und betreibt Förderprogrammen für die Landwirtschaft (ELER), strukturschwache Gebiete (LEADER), regionale Entwicklungen (EFRE), europäische Sozialfonds zur Integration und Schaffung neuer Arbeitsplätze (EFS+) für Forschung und Innovation (Horizont Europa), für nachhaltiges Bauen und Zusammenleben (NEB), für Bildung (Erasmus+) und grenzüberschreitende Zusammenarbeit (Interreg), um nur einige Investitionslinien zu nennen. Im Vinschgau wird die EU vor allem mit LEADER und INTERREG verbunden. Weniger bekannt ist die Terra Raetica, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck zwischen dem Vinschgau, Graubünden und Nordtirol. Die Terra Raetica gehört zu einem der vier CLLD-Gebiete des Programms Interreg Italien-Österreich. CLLD ist die Abkürzung für Community Led s7 Gasser Thaler GuflerLocal Development. Hierbei handelt es sich um ein Instrument zur Förderung der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen lokalen Entwicklung, das die Bürger:innen mit seinem partizipativen Konzept auf lokaler Ebene in die Entwicklung notwendiger Maßnahmen zur Bewältigung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen einbindet.

1 Milliarde an Fördermitteln erhielt Südtirol im Zeitraum 2014 – 2020 von der EU. Rund 7 Millionen Euro bekam der Vinschgau in dieser Zeit über Leader- und Interreg-Projekte.

Die EU macht vieles möglich, meinte LH Arno Kompatscher bei der Projektmesse. Auch der ländliche Raum ist der große Nutznießer. Um zu zeigen, dass die Gelder gut verwaltet werden, wird von der Landesabteilung Europa und Landwirtschaft diese Projektmesse organisiert. Martha Gärber, die Abteilungsdirektorin der Landesverwaltung Europa erinnerte an die zwei Projektmessen in Bozen. Die dritte Messe wird ganz bewusst in Schlanders in der Basis Vinschgau abgehalten, weil dieses Projekt ebenfalls mit EU Mitteln (EFRE) finanziert wurde, so die Direktorin. Viele Projektträger präsentierten einige ihre Arbeiten: Forstinspektorat Schlanders (Schutzwaldsanierung, Lawinenverbauung und Aufforstung an verschiedenen Orten, Psurengasse Tanas, Marmor Rundweg, Kuahtrei Matsch, Trockenmauer Allitz), Amt für Geologie und Baustoffprüfung (Steinschlagschutzdamm), STA-Südtiroler Transportstrukturen AG (Digitalisierung der öffentlichen Mobilität), Bezirksgemeinschaft Vinschgau und Terra Raetica (PNRR, Leader, CLLD und Interreg Projekte), Kräuterschlössl (Ankauf einer Maschine zur Herstellung von Nudeln), Sozialgenossenschaft Promos (Projekte zur Vorbeugung von Schulabbrüchen), Sozialgenossenschaft Independent L. (GroWin - Selbstbestimmte Lebenswege und SMART - virtueller Rundgang im Schreibmaschinenmuseum Partschins).

Leader- und Interreg-Projekte und CLLD Terra Raetica

Verena Gufler, die Koordinatorin der Leader Projekte in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau präsentierte verschiedene Projekte, die im Vinschgau in der Periode 2014 – 2020 eingereicht und teilweise bereits durchgeführt wurden. Bewertet und begleitet werden die eingereichten Leader Projekte von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), bestehend aus 7 Personen (3 Bürgermeister und 4 Vertreter von Verbänden). Insgesamt wurden 34 Projekte bis zu 80% gefördert und 3,5 Millionen Euro an öffentlichen Geldern vergeben. Projektträger sind die Gemeinden, Eigenverwaltungen, Tourismusvereine, die Bürgergenossenschaft Obervinschgau, das Forstinspektorat oder einzelne Betriebe. Einige vorgestellte Projekte: Almenweg Martell, Umbau Schliniger Alm, Bruggeralm, Schlanderseralm und Furglesalm, Sanierung der Stadtmühle Glurns und der alten Mühle Vallatsches in Stilfs, Hängebrücke über den Fallerbach bei Vetzan, Themenweg Soyalm, Informationssäulen in Trattla, Archaikweg Agums-Stilfs, Hängebrücke am Ganglegg, Wiederherstellung Badhaus Zufall, Restaurierung Kalkofen Schmelz, Studien zum Göflaner Alp Bruch und über eine Modellregion Obervinschgau. Peter Luis Thaler von der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR Spondinig) berichtete über die verschiedenen Interreg Projekte Italien-Österreich und Italien-Schweiz, sowie über CLLD Terra Raetica Projekte zur Regionalentwicklung durch lokale Akteure im Dreiländereck. Die Projekte werden vom Interreg Rat Terra Raetica, sowie von verschiedenen Arbeitskreisen begutachtet und begleitet. Im Interreg Rat sind Vertreter:innen aus dem Vinschgau, der Region Imst, Landeck und dem Unterengadin bzw. Val Müstair. Der GWR betreut die Projekte im Vinschgau. Im Dreiländereck wurden im Zeitraum 2014 – 2020 insgesamt 89 Kleinprojekte, 18 Mittelprojekte und 5 Großprojekte eingereicht und teilweise auch bereits durchgeführt. Das gesamte Projektvolumen beträgt 6,2 Millionen Euro. Insgesamt geht es bei den Projekten um ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Freizeit, Bildung, Gesundheit, Mobilität und Energie. Es geht u.a. um die Aufwertung der Ortskerne, die Erhaltung der Trockenrasen und Schmetterlingsvielfalt, ein nachhaltiges Steinwildmanagement, die Zusammenarbeit der Bergbaugebiete, die Verbesserung der öffentlichen Mobilität, Psychische Gesundheit, Stärkung der Familien, Sternbeobachtung, Klimawandel, die Bodengesundheit, die niederschwellige Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen durch das Projekt Sonnenstrahl. Als Rahmenprogramm gab es neben der Präsentation von Leader- und Interreg-Projekten auch Vorträge und Workshops über Demokratie und Partizipation, Schutzbauten und eine Präsentation des Workshops „Demilitarise Gently“, außerdem lokale Köstlichkeiten, ein DJ Set am Freitagabend, Musik mit „Kraut und Ruabm“ von der Behindertenwerkstatt Prad und viele weitere Angebote für die ganze Familie. So wurde die EU-Projektmesse im Vinschgau zu einem Spiegel des kleinen Europa mit vielen lokalen Projekten im großen Europa der Völker und Staaten.

 

Infos: Europa direct/Südtirol Abteilung Europa
https://europa.provinz.bz.it/de/unsere-partner

Infos: Terra Raetica – das Rätische Dreieck
https://www.terraraetica.eu/de/terra-raetica/willkommen.html


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BILDER

Impressionen 2025

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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
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Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
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Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
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