Alpoma gegründet

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o. v. l. LR Luis Walcher, Georg Kössler (VOG), Thomas Oberhofer (VIP) und Johannes Runggaldier (VOG Products) unten: Vinschger Obmänner und Geschäftsführer in der ersten Reihe o. v. l. LR Luis Walcher, Georg Kössler (VOG), Thomas Oberhofer (VIP) und Johannes Runggaldier (VOG Products) unten: Vinschger Obmänner und Geschäftsführer in der ersten Reihe

Vinschgau/Burggrafenamt/Südtirol - Alpoma nennt sich der Zusammenschluss zwischen VIP, VOG und VOG Products. Am vergangenen 27. März erfolgte der „Start in eine neue Zukunft“, sagte VOG- und Alpoma-Obmann Kössler in Terlan.

von Angelika Ploner

VIP-Direktor Martin Pinzger kündigte das Ganze im Vinschgerwind-Interview im Oktober bereits an: Die Gründung einer VEO, einer Vereinigung von Erzeugerorganisationen. Seit zwei Jahren laufen Gespräche zwischen VIP, VOG und VOG Products. „Es war eine lange und keine leichte Diskussion“, sagte Georg Kössler im Haus des Apfels in Terlan. Aus gutem Grund. Vor 35 Jahren, 1990, traten zehn Vinschger Genossenschaften aus dem VOG aus, weil man sich nicht ausreichend berücksichtigt gefühlt hat und gründeten die VIP. Vor diesem Hintergrund war das auch die wesentliche Bedingung der Vinschger bei den Verhandlungen: Dass man sich auf Augenhöhe begegnet, wenngleich die Mengenverhältnisse verschieden sind. Gleichberechtigte Partner stehen nun am Ende der Verhandlungen und am Beginn von Alpoma.
Landesrat Luis Walcher: „Es war ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Apfelanbaus. Wenn man sich einigt, dann zeigt man Größe. Die Obstwirtschaft ist ein wesentlicher Bereich in der Wirtschaft. Mit Alpoma haben wir auch den besseren Stand, wenn es um‘s Kraut geht. Damit haben wir eine Garantie für die Zukunft der vielen Obstbauern.“
Apropos Kraut: Die EU-Marktordnung für Obst und Gemüse fördert Erzeugerorganisationen, die sich zu einer VEO zusammenschließen und „gewähren damit für sieben Jahre eine Planungssicherheit“, so Kössler.
Wichtig für die Vinschger Obstbauern ist zu wissen, dass die Eigenständigkeit der Organisationen, sprich Genossenschaften bleibt. Mit anderen Worten: Für die Bauern ändert sich nichts. Die Alpoma wird sich mit Synergiethemen beschäftigen. Diese sind: Sorteninnovationen und gemeinsames Forschen und Entwickeln. Thomas Oberhofer, Obmann der VIP: „Unsere Bauern stehen vor großen Herausforderungen, weil der Druck durch Schädlinge und Krankheiten zunimmt.“ Die Apfelblutlaus bereite Kopfzerbrechen, mit der Laimburg wolle man nach Lösungen suchen.
Johannes Runggaldier, Obmann von VOG Products: „Die VEO ist auch bei Umweltmaßnahmen von Nutzen.“ Der Name Alpoma steht für „alp“, also die Alpen als Herkunftsregion und „Poma“, was lateinisch Äpfel heißt. Kössler abschließend: „Wir haben heute einen Apfelbaum gepflanzt. Es liegt an uns, dass er gedeiht und süße Früchte trägt.“

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