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Schluderns/Vuseum - In der Zusammenarbeit zwischen den Museen im Obervinschgau wurde mit der Wahl des Namens MU.SUI und mit der Erstellung eines gemeinsamen Folders ein erster wichtiger Schritt gemacht. Das erklärte der Präsident des Vintschger Museum Vereins Toni Patscheider bei der Vollversammlung am 12. April 2024. MU steht für Museen, SUI ist ein typisches Vinschger Dialektwort. Dem Kooperationsprojekt gehören folgende musealen Einrichtungen an: Vintschger Museum/VUSEUM/Ganglegg in Schluderns, Pfarrmuseum St. Michael und Kirche St. Johann in Taufers i. M., Heimatmuseum Laaatsch/Mals, Museum Vinschger Oberland und Förderverein Oculus Graun. Patscheider, der wie alle Vorstandsmitglieder ehrenamtlich arbeitet, hatte sich auf politischer Ebene dafür eingesetzt, um eine Fachkraft bezahlen zu können, die sich um die unterschiedlichen Belange der Kooperation kümmert. Denn das Ehrenamt stößt angesichts der ständig steigenden bürokratischen Anforderungen an seine Grenzen. Alexander Lutt ist seit Juli 2023 die neue Kraft und nun dafür verantwortlich, das Pilotprojekt, das bis 2025 läuft, mit Leben zu füllen. Das Ziel ist es, die Museumsarbeit langfristig zu institutionalisieren. 80 Prozent der Kosten übernimmt das Land, 20 Prozent die Gemeinden. Das Vuseum konnte im vergangenen Jahr 3.766 Besucherinnen und Besucher verzeichnen, das sind 200 mehr als im Jahr zuvor. Die Anfragen der Schulen um Führungen sind gestiegen. Bewährt hat sich die Zusammenarbeit mit der Ferienregion Obervinschgau und die gemeinsame Betreibung des Büros. In die Pension verabschiedet hat sich Gabi Obwegeser. Anna Tschenett ersetzt sie. Verbessert wurde die Akustik im Saal des Museums, der nun für diverse Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Kellergeschoss wurde der Raum für die Römerausstellung adaptiert, die von Helene Dietl Laganda konzipiert, am 19. April 2024 eröffnet wurde.
Derzeit arbeitet das Team des Vuseums an der Haflinger Austellung, die ebenfalls im Kellergeschoss ihren Platz haben wird. Ein Dank ging an die Landesverwaltung, an das Amt für Archäologie, an die Gemeinde Schluderns und an die Raiffeisenkasse Prad-Taufers. (mds)

 

Am Internationalen Museumstag am Sonntag, 19. Mai 2024 dreht sich im VUSEUM für Kinder und Erwachsene alles um Haflingerpferde

Montag, 29 April 2024 12:46

„Hantesiass“

Buchbesprechung - Ein Liedermacher, wie es der gebürtige Stilfser Frederick Helmut Pinggera ist, komponiert Texte und Melodien. Nun hat er zu einem mächtigen Lied ausgeholt und als Autor die Geschichte seiner Großmutter Maria, genannt Marsala, zu Papier gebracht. „Alles, was du dir vorstellen kannst, mein Bub, ist wahr.“, spricht das Mischwesen aus Erinnerung und Vorstellungskraft zum Ich-Erzähler. Pinggera bedient sich einiger Kunstgriffe, um die Großmutterfigur zu literarisieren. So erscheint sie in der Gegenwart auf Sizilien und beauftragt den Erzähler mit dem Schreiben. Wohlfühlen wird man sich in Band 1 erst, wenn sich Pinggera in die Kindheit, ins „Dorf am Hang“ und den vertrauten Singsang zurückerzählt hat. Das dauert ein bisschen, doch dann, auf der Gasse liegend, wird die tiefe Verbindung zwischen Kind und Nandl fühlbar. Gelegentlich bricht der Junge aus, etwa wenn er wie ein Stilzer Ikarus mit Mutter Mine ein Flügelpaar baut und abhebt. So verfährt auch Pinggera. Einerseits bleibt er nah am Bergdorf im engen Kreis von wenigen Menschen und Tieren. Andererseits holt er zu Welten aus, in denen Marsala als Teil einer eigentümlichen Mythologie auftritt. Glücklicherweise erkennt der Autor meist, wann es zu verworren wird. Bevor die Ikarusflügel in der Poesiewelt und durch Kunstsprache zu schmelzen beginnen, stellt er die Beine der Leser:innen erneut auf den Boden. Wer noch ein bisschen torkelt, kann sich an Dialogen festhalten und wird sich in Flurnamen (das ist Musik!), bekannten Ritualen und dem Stilfser Dialekt mit der e- Endung einfinden. Ab dem gemeinsamen Ausflug in die Prader Sand kündigt sich schon an, wie es der Marsala und dem Enkel ergehen wird: „ootschappiert“ wie Treibholz. Ein Buch für alle, die etwas Geduld mitbringen, langsam in die oft lyrische, verspielte Prosa einzusickern. Irgendwann verschwindet man in den Spiralen der rhätischen Sonnen von Marsalas Glockenrock und möchte wissen, wie sich die Familiensaga fortsetzt.
Maria Raffeiner

Montag, 29 April 2024 12:44

Mental Load - Die unsichtbare Last

Latsch/Vinschgau - Schluss mit Schuldgefühlen. Und Schluss mit Perfektionismus. Denn Perfektionismus ist das Gegenteil von Leben. Das gab Monika Kompatscher, Counsellor und Psychologin, den Anwesenden in der Mittelschule Latsch mit auf den Weg. Kompatscher referierte am 18. April auf Einladung des Elternrates zum Thema: Mental Load – die unsichtbare Last.
Counsellor, das sei vorausgeschickt, sind professionell ausgebildete Ansprechpersonen für Menschen, die in eine Krise kommen, ohne gleich eine Psychotherapie zu starten. Counselling ist ein begleitender Prozess. Doch was ist Mental Load? Kompatscher: „Das sind alle sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben rund um das Familienleben. Hab ich alles für den Maiausflug? Sind die Versicherungen bezahlt? Was koche ich morgen zu Mittag? Was ist noch einzukaufen? Es sind im Monika KompatscherGrunde alle Aufgaben, damit das Familienleben funktioniert.“
Alle Aufgaben, die geplant, organisiert, erinnert und umgesetzt werden. Auch das daran Denken ist ein To-Do. Diese mentale Last entsteht durch unbezahlte Fürsorgearbeit und liegt meist auf den Schultern einer Person – und das ist vielfach die Frau. Kompatscher: „Wir haben in unserem Gehirn ein Arbeitsgedächtnis mit begrenzter Kapazität. Wenn die Speicherplatte voll ist, dann geht nichts mehr. Dann muss man löschen, priorisieren – im schlimmsten Fall droht: game over.“
Die Folgen von Mental Load sind Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Vergesslichkeit, ein geschwächtes Immunsystem, Depression, Burn out, fehlender Lohn, Verzicht auf Karriere, finanzielle Abhängigkeit. Beziehungen werden durch Mental Load belastet. Doch was kann man gegen die Mental Load Falle tun? Kompatscher: „Alles sichtbar machen - das Bündel zusammentragen (siehe Tipp).“ Und dann aufteilen. Denn: „Frauen können die Dinge nicht besser, sie tun sie nur bereits länger, sie haben einen Kompetenzvorsprung.“ Weg von Vergleichen. Kompatscher: „Wir sind von Rollen und Erwartungen geprägt. Was definiert eine gute Mama? Eine Mama macht es nie recht. Die eine ist zu bio, die andere zu locker, die eine zu viel Glucke usw.“ Mum-Shaming nennt sich das – ganz nebenbei bemerkt.
Lernen Nein zu sagen. Kompatscher: „Nein sagen ist eine der wichtigsten Kompetenzen überhaupt.“
Social media nicht mehr folgen, wenn es nicht gut tut. Es werden nur perfekte Ausschnitte gezeigt. Und: Partnerschaftlich die Verantwortung teilen. „Wieso ist der Haushalt meist nur der Frau überlassen? Ein Paar, eine Familie, wohnt ja gemeinsam darin.“ (ap)

 

Tipp: Mental Laod Test:
https://mental-load-test.org/at-home/
oder
https://www.froehlichimtext.de/mental-load-1/steuerboard-liste/

Dienstag, 30 April 2024 16:02

Wertgeschätzt

Tschars - Mit der Anwesenheit von LH-Stellvertreterin Rosmarie Pamer, mit den BMinnen Verena Tröger, Dieter Pinggera, Georg Altstätter, Mauro Dalla Barba und aus der Gastgebergemeinde Gustav Tappeiner, mit Landesfeuerwehrpräsident Wolfi Gapp und vielen FF-Funktionäre war es ein Zeichen hoher Wertschätzung gegenüber den Feuerwehrleuten.

von Erwin Bernhart

Der Präsident des Feuerwehrbezirks Untervinschgau Roman Horrer konnte am 13. April im Josef-Maschler-Haus in Tschars neben den Mitgliedern der 18 Wehren äußerst zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Die Feuerwehrmitglieder werden wertgeschätzt. Als lebendiges Beispiel für Tradition und Innovation hieß BM Gustav Tappeiner die Feuerwehren willkommen: „Euer Dienst ist hochgeschätzt. Es ist beruhigend zu wissen, dass jemand da ist, wenn man ihn braucht“, so Tappeiner.
Die 820 aktiven Mitglieder, darunter 30 Frauen, haben 2023 11.600 Stunden an Einsätzen und ebensoviel Stunden an Ausbildungen vorzuweisen. Roman Horrer wies aber auch auf jene 30,000 Stunden hin, die Gerätewarte, die Ausschüsse usw. im Hintergrund geleistet haben. Dank zollte Horrer dem LH als obersten Zivilschützer, allen unterstützenden Organisationen wie Gemeinden, Banken und Verbänden, allen Blaulicht- und Bergrettungsorganisationen, allen staatlichen Behörden und auch der Bevölkerung, die hinter dem Ehrenamt im Zivilschutz stehe.
Der Bezirksfeuerwehrinspektor Stephan Kostner erläuterte detailliert die Einsätze und der Bezirksjugendreferent Herbert Kaserer verwies auf den Nachwuchs. Mit der Neugründung der Jugendgruppen Kortsch, Galsaun und Tschars gebe es im Bezirk 10 Jugendgruppen mit 95 sehr aktiven Mitgliedern.
In seinen lobenden Grußworten betonte Landesfeuerwehrkommandant Wolfi Gapp, dass sich der Landesverband vehement dafür einsetze, Bürokratie so gut wie möglich abzuwenden. „Wir filtern, was geht“, sagte Gapp. Unser Land ohne Feuerwehrwesen sei unvorstellbar. Landesrätin Pamer wartete mit der Aussage auf, dass die Finanzierungen gesichert seien, dass die Feuerwehren das staatliche Register bräuchten, auch wenn derzeit ein neues Gesetz geschrieben werde. „Die Zivilschutzorgane funktionieren ausgezeichnet“, lobte Pamer und erinnerte auch an die Patinnen. Der Amtsdirektor vom Straßendienst Vinschgau, Stephan Bauer, dankte stellvertretend für alle Ämter den Feuerwehren. Man habe wegen diverser Steinschäge ein intensives 2023 hinter sich.
Nach den Ehrungen verabschiedete sich der langjährige Leiter der WK-Sektion Schlanders Helmut Fischer, der nach 45 Jahren in den Ruhestand tritt. Fischer erinnerte an den holprigen Start Ende der 70er Jahre. Damals gab es unzählige tödliche Verkehrsunfälle. Es war der Hartnäckigkeit aller zu verdanken, dass der 3. Notarzt im Lande in Schlanders angesiedelt werden konnte und dass es heute eine exzellente Zusammenarbeit aller Beteiligten gebe.

Montag, 29 April 2024 12:40

Kleinkredite ermöglichen besseres Leben

Kolping im Vinschgau - Dank Spenden kann sich KOLPING INDIEN um ausgegrenzte Menschen wie die 37jährige Anjalai und ihre Töchter kümmern. Sie gehören zur indigenen Gemeinschaft der Irular, die stark diskriminiert wird und in ärmsten Verhältnissen lebt. Anjalais Familie durchlitt extreme Not, ihr Mann starb an Alkoholmissbrauch. Doch KOLPING INDIEN hat sich der 45 Irular- Familien- dieser verfolgten indigenen Gemeinschaft – ohne Einkommensmöglichkeiten angenommen und fördert sie. Durch Kleinkredite erhalten sie Startkapital für eine eigene, autonome Existenz. 2017 wurde auch Anjalai Spargruppenmitglied bei Kolping und bekam bald einen Kleinkredit. Seitdem ist alles anders: „Das Geld habe ich in Kunstschmuck zum Verleihen investiert,“ erzählt sie. Der Verdienst daraus reiche endlich zum Leben. „Wir haben keine Angst mehr vor der Zukunft und möchten einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten.“ Ihre Tochter unterrichtet mittlerweile die Kinder der Irular-Gemeinschaft.
Kolping kleinkrediteÄhnliches kann auch von KOLPING SÜDAFRIKA berichtet werden. Dort betreiben Kolpingmitglieder ein Gartenbauprojekt in den Townships von Johannesburg für eine bessere Ernährung von Stadtfamilien. In Soweto z.B. nutzen Kolpingmitglieder verwilderte Parks oder Teile von Gemeindegrundstücken, um mit Hilfe von rückzuzahlenden Krediten Obst und Gemüse anzubauen und Geld zu verdienen und so ihre eigene Familie zu ernähren.
Es braucht also Phantasie, aber auch Anschub- Starthilfen. Kolping International hilft dabei!
Otto von Dellemann

Montag, 29 April 2024 12:39

„Perloggen tua i gearn“

 „Rudl“, Rudolf Pöder aus Tschengls, war Gründungsmitglied der Schützenkompanie, jahrelanges aktives Mitglied der FF und SBB Tschengls. Heute noch geht er mit seinen 84 Jahren gern den anstehenden Arbeiten auf Hof und Feld nach. Er genießt kleine Tagesausflüge und macht gern „a Karterle“.

von Christine Weithaler

Rudl“ wurde am 01.01.1940 in Tschengls geboren und wuchs dort auf. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder verstarb als Kleinkind an Diphterie. Sein Vater musste 1942 einrücken und fiel im zweiten Weltkrieg. So blieb Rudl mit seiner Mutter allein zurück. Seine Mutter heiratete ein zweites Mal, und es gingen vier Kinder aus dieser Ehe hervor. Er kann sich noch gut an den Namen seiner ersten Lehrerin erinnern, Petra Geiger. In seiner Klasse waren viele Jungs, und sie machten auch manchen Unfug. Nur einer von seinem Jahrgang in Tschengls lebt noch, erzählt Rudl.
Nach der Pflichtschule ging er mit 16 Jahren nach Tarnell und war dort vier Jahre lang Knecht auf einem Hof. 1961 ging er in die Schweiz und verbrachte dort einen Sommer in Ander auf einer Alm. Es war eine große Alm. Es waren an die 120 Kühe zu melken, damals noch von Hand. Zudem galt es, die Milch zu Butter und Käse zu verarbeiten und die Tiere gut behalten im Herbst an die Bauern zurückzubringen. 1962 ging Rudl für ein Jahr nach Deutschland und arbeitete dort in der Käsefabrik Meggli. Danach war er für zwei Jahre in Sent, in der Schweiz. Dort war er ein Jahr auf einer Viehalm und das zweite Mal hütete er Schafe. Dies war weniger anstrengend, erzählt er, da ihm das Melken und die Milchverarbeitung erspart blieben. 1965 war er einen Sommer lang auf der Nufaner Alm. Er verbrachte die Sommermonate immer auf den Almen und die Winter zu Hause auf dem Hof seines Onkels mütterlicherseits. Früher musste man, wenn man in der Schweiz arbeitete, immer wieder für vier Monate in die Heimat zurückkehren. In der Schweiz hatte Rudl eine Freundin. Diese hätte es gerne gesehen, wenn er zu ihr ziehen würde. Doch zu Hause warteten auf Rudl die Arbeit und der Hof, den er 1967 übernahm. Die junge Frau blieb in der Schweiz. Auch aus einer zweiten Bekanntschaft wurde nichts Festes.

Rudl führte die Bauernschaft in Tschengls mit den Familienmitgliedern, die am Hof lebten, weiter. Gern denkt er an die Sommermonate auf den Almen zurück. Er hatte immer eine gute Verbindung zu den Tieren. Er selbst hielt sechs bis sieben Kühe, einige Kälber und Schafe. Diese verbrachten den Sommer auf den Tschenglser Almen. Zum Hof gehörten gut sieben Hektar Wiesen, einige pachtete er dazu und stellte täglich Milch. Arbeit hatte er genug, und so vergingen die Jahre mit der täglichen Arbeit. Oft bangten er und seine Verwandten bei Unwettern vor der Mure des Tschengelser Baches. 1971 bei der großen Mure stand das Wasser bei ihrem Haus neben der Kirche bis zum „Solder“, und eine Kuh wurde an der Stalltür von den Schlammmassen erdrückt.

2019 übernahm Thomas, Rudls Neffe, den Hof. Dieser stellte den Betrieb ganz auf Obstbau um. So brachte Rudl 2019 seine letzte Kuh zur Versteigerung nach Bozen. Der passionierte Bauer hielt immer Braunvieh. Das Vieh und die damit verbundene Arbeit vermisst der rüstige Rentner. Heute erledigt er die anstehenden Handarbeiten im Obstbau. Im Herbst transportiert er mit dem Traktor die Äpfel in die Genossenschaft und hilft wo er kann. Manchmal nimmt er sich frei, schmunzelt er, und unternimmt kleinere Tagesausflüge mit seiner Bekannten und ihrer Tochter. Sie fahren nicht weit, aber es ist immer eine nette Abwechslung zum ruhiger gewordenen Arbeitsalltag. Bis auf die Sommer auf den Almen war Rudl immer zu Hause. In jungen Jahren ging er auf Unterhaltungen und spielte lange Zeit selbst Ziehharmonika. Wenn er nicht spielte, tanzte er. Heute macht er gern „a Karterle“ und ist Stammspieler bei den Perloggerabenden im Kulturgasthaus Tschenglsburg. Im April nimmt er an den Landesmeisterschaften des Südtiroler Perlogger Vereins teil.

Er ist froh in seinem Alter noch den verschiedensten Arbeiten nachgehen zu können und gut bei Kopf zu sein. Zufrieden legt er sich jeden Tag schlafen.

Montag, 29 April 2024 12:38

Acht Frauen

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

ACHT FRAUEN – Kriminalkomödie von Robert Thomas
In einer verschneiten, abgelegenen Villa erscheint der Hausherr nicht zum festlichen Familienfrühstück. Die jüngere Tochter entdeckt den Vater ermordet im Bett. Die sensiblen Anwesenden, von Angst gelähmt, wagen keinen Blick auf den Toten. Es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt mehr, und als unzweifelhaft klar wird, dass nur eine der anwesenden Frauen die Mörderin sein kann, bricht Panik aus.
Die energiegeladenen Choreografien von Lesley Higl, der gute Schuss Erotik, den Thomas Luft in diese Mischung gießt und die grandiose Bühnenmusik von Franz Wittenbrink tun ihr Übriges, um das geschickte Intrigenspiel zu einem spannenden Theatererlebnis werden zu lassen. Allein die Titel der Songs von „Papa, der Wind hat sich gedreht“ bis „Wäre das Leben ein Märchen“ sprechen Bände und rücken die hintergründige Kriminalkomödie in eine angenehme Nähe zum Musical.
Freuen Sie sich auf ein vortrefflich unterhaltsames und geschickt gebautes Stück, das als Krimi, Komödie und Psychodrama überzeugt und bisher weltweit das Publikum begeisterte!

Eintritt: € 20,00, € 15,00 für Senioren ab 65 J. und € 10,00 Schüler und Studenten (bis 26 J.)
Die Eintrittskarten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse erhältlich. Vormerkungen: T +39 0473 737777, kulturhaus@schlanders.it

Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, Nidum – Casual Luxury Hotel, Fa. Karl Pedross AG und Fa. Recla AG

 

Montag, 29 April 2024 12:37

„Reisen und Rasten zur Römerzeit“

Schluderns/Vuseum - Mit der Dauerausstellung „Reisen und Rasten zur Römerzeit“ hat das Vintschger Museum/VUSEUM in Schluderns eine neue Besonderheit zu bieten. Der Ausstellungsraum im Untergeschoss konnte die zahlreichen Gäste bei der Eröffnung am 19. April 2024 kaum fassen. Überrascht und darüber erfreut zeigten sich der VUSEUM Präsident Toni Patscheider und seine Stellvertreterin, die Historikerin Helene Dietl Laganda. Sie ist die Kuratorin der Ausstellung. Bereits 2014/2015 hatte sie das Konzept für die Ausstellung erstellt und zusammen mit Patscheider um dessen Verwirklichung gekämpft. Zu sehen sind römische Funde aus dem Raum Obervinschgau. Diese belegen die Präsenz der Römer im Tal, die auf der Via Claudia Augusta die Alpen überquert haben. Die ausgestellten Stücke, übersichtlich hinter Glas präsentiert, stammen von Grabungen am Ganglegg bei Schluderns, am Paulihof in Mals, an der St. Cäsariuskirche bei Laatsch, von oberhalb Prämajur und auf der Malser Haide. Unter den Exponaten befinden sich bemerkenswerte Stücke, wie zum Beispiel ein Bronzemesser aus der Zeit 1.200 vor Christus, das beim Ausbessern von Wandersteigen nahe „Plantapatsch“ am Watles gefunden wurde, mehrere Fibeln, darunter eine karolingische Fibel aus Silber und Gold, Gefäße für arm und reich, Silber- und Bronzemünzen aus der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) und einiges mehr. „Die Funde wurden uns freundlicherweise als Dauerleihgabe vom Landesdenkmalamt Bozen und vom Amt für Bodendenkmäler zu Verfügung gestellt“, erklärt Dietl Laganda.. Ein großer Dank ging an Catrin Marzoli vom Amt für Archäologie und an den Archäologen Hubert Steiner, die beide anwesend waren. Marzoli wies darauf hin, dass historische Funde der Allgemeinheit gehören und wichtige geschichtliche Zeugen der Vergangenheit sind. Jede/jeder habe die Pflicht Fundstücke abzugeben, damit sie zeitlich eingeordnet und gesichert werden können. Die Römerausstellung ist die fünfte Dauerausstellung im Vuseum neben Archäologie, WassrWossr, Schwabenkinder und Fahrende - die Korrner. (mds) 

Montag, 29 April 2024 12:36

Bunte Bilder in den Malser Schaufenstern

Mals - Viele Besucherinnen und Besucher des Malser Georgmarktes am 24. April 2024 waren überrascht und gleichzeitig erfreut, als sie die bunten Malereien in den Schaufenstern der Geschäfte und Gastbetriebe sahen. Die Künstlerin Annegret Polin hatte die Werke geschaffen und bereitgestellt. Hinter der Aktion stehen in erster Linie die Kaufleute des Ortes, die immer wieder bemüht sind, den Ortskern mit unterschiedlichen Vorhaben zu beleben. „27 Betriebe haben sich bereit erklärt meine Bilder auszustellen“ freut sich Polin. „Mein Dank gilt allen Inhaberinnen und Inhabern. Ein spezieller Dank dem Obmann der Kaufleute Johann Zwick, der mir sehr geholfen hat.“ Annegret Polin ist gebürtige Malserin. Als Leiterin der Seniorenstruktur St. Antonius in Prad findet sie beim Malen Ausgleich zu ihrer Arbeit in der Pflege. Beim Malen taucht sie in die Welt der bunten Farben, Formen und Figuren ein. Sie malt abstrakte Bilder mit großer expressiver Aussagekraft. „Ich habe immer geglaubt, abstrakt zu malen sei einfach, doch das Gegenteil ist der Fall“, erklärt sie. Die Herausforderung bestehe darin, eine Struktur zu finden, loslassen und auch etwas stehen lassen zu können. „Ein Bild braucht seine Ordnung genauso wie das Leben“, beschreibt sie. Die Ausdruckskraft ihrer Bilder entsteht oft durch mehrere übereinander liegende Schichten. Den Betrachtern öffnen sich dann bei jedem Bild individuelle Sichtweisen. Kurzum, Anne, wie die Künstlerin auch genannt wird, gelingt es, auf eine weiße Leinwand aus ihrem Innersten heraus ein Kunstwerk zu schaffen. Ihre ersten Bilder waren Seidenmalereien. Sie besuchte Malkurse und bildete sich laufend weiter, unter anderem im Bildungshaus Schloss Goldrain. Gerne malt sie in ihren Lieblingsfarben braun, rostbraun, weinrot und gelb. Sie hat festgestellt, dass die Vinschgerinnen und Vinschger vor allem gelb und orange mögen.
Die bunten Bilder in den Schaufenstern von Mals laden Besucherinnen und Besucher noch bis Ende Mai ein, sich daran zu erfreuen und auch die Geschäfte zu besuchen. (mds)

 

Richtig gestellt

Die in Prad wohnhafte Künstlerin Annegret Polin, die in Zusammenarbeit mit dem Malser Kaufleuten die Schaufenster mit ihren hre Bildern verschönert hat, ist nicht mehr - wie fälschlicherweise in der VINSCHDERWIND Ausgabe 9/24 berichtet - Leiterin der Seniorenstruktur St. Antonius in Prad. Seit Juli 2023 arbeitet sie in der Einrichtung der Bezirksgemeinschaft zu Arbeitsrehabilitation in Latsch. (mds)

Montag, 29 April 2024 12:34

Für die Bevölkerung

Schleis/Vinschgau - Die 69. Versammlung des Feuerwehr Bezirksverbandes Obervinschgau am 14. April in Schleis begann mit einem Gottesdienst, der Segnung eines neuen Stromaggregats und einem Frühshoppen. Dann folgte der offizielle Teil im Grundschulgebäude.

von Magdalena Dietl Sapelza

Der Bezirksfeuerwehrpräsident Klaus Obwegeser begrüßte die Anwesenden , darunter auch BM Josef Thurner, der die Marktgemeinde Mals vorstellte. Obwegeser betonte, dass die Feuerwehrmänner und -frauen viele Dienste für die Bevölkerung verrichten, ohne dass diese gesehen werden. Die 821 Aktiven, 37 Frauen und 784 Männer in den 21 Wehren im Bezirk Obervinschgau mit den Gemeinden Graun, Taufers im Münstertal, Stilfs, Glurns, Schluderns, Prad und Mals, waren rund 9.000 Stunden ehrenamtlich im Einsatz, 68 mal bei Bränden, darunter mehrfach bei der Brandserie in Prad. 413 mal leisteten sie technische Hilfen, vor allem bei Verkehrsunfällen. Das sind nur einige der vielen statistischen Daten, die, mit Bildern und Grafiken untermauert, bekannt gegeben wurden. Unzählige Stunden entfallen auf Übungen und auf Die GeehrtenFortbildungsveranstaltungen. Besonders ärgerlich sei es für die Feuerwehren im Obervinschgau, wenn bei Schneefall immer wieder Lastkraftwagen auf der Malser Haide hängen bleiben, weil die Winterausrüstung fehlt, erklärt Bezirksfeuerwehrinspektor Peter Theiner. Die Feuerwehrleute haben auch ein Herz für Tiere, die sie aus misslichen Situationen retten. Und sie sind bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen in den Dörfern unverzichtbar, beispielsweise auch bei größeren Sportevents, als Park-Lotsen bei Theaterveranstaltungen und dergleichen. Der Bezirksjugendreferent David Waldner freute sich über die steigende Zahl der Jugendlichen (insgesamt 101) in den Jugendgruppen. Es gab 18 Neuzugängen. Höhepunkte waren der 45. Landes Jugendfeuerwehrleistungswettbewerb in Prad und die Challenge in Schleis. Eine gute Zusammenarbeit pflegen die Feuerwehren mit dem Weißen Kreuz, dem Alpenverein, der Forstbehörde, der Wildbachverbauung, der Finanzpolizei, den Carabinieri, den Gemeindeverwaltern und auch mit den Wehren im benachbarten Ausland.


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Impressionen 2025

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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
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Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
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