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Dienstag, 18 Februar 2025 14:52

Die Schule für’s Leben öffnet die Türen

Kortsch/Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung

Informieren, zusehen, ausprobieren: Die Einladung zum Tag der offenen Schule an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch hat sich inhaltlich an den Schulalltag orientiert. Das Schul- und Heimgebäude und die Klassen- und Praxisräume wurden geöffnet, praxisnahe Einblicke in den Schulalltag gegeben, Kostproben aus der Küche offeriert, Matura-Projekte vorgestellt, kurzum den Interessierten – und es waren zahlreiche gekommen – einen vielfältigen Schulrundgang geboten, der in der Fachschule naturgemäß bei Kaffee und Kuchen endet. Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung empfiehlt sich als Schule fürs Leben. Die Türen der Schule an einem Freitag Nachmittag zu öffnen, hat sich bewährt. (ap)

 

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Montag, 17 Februar 2025 13:52

Internationale Autorenlesung

Mals - Eine besondere literarische Begegnung fand auf Initiative des a.réa Kreativkollektivs am 7. Februar in der Bibliothek von Mals statt. Achim Stegmüller aus Kyoto, der sich dank des Franz Edelmaier Stipendiums für kurze Zeit in Südtirol aufhält, las aus dem Buch „Von Hängen fallen“, in dem er seinen ersten Aufenthalt in Meran verarbeitete. Christa Issinger aus Natz-Schabs stellte eine Auswahl ihrer Gedichte vor, die teilweise ihrem Buch „Die Liebe ist nicht rot“ entnommen waren. Passend zum Gast aus Japan trug Helga Maria Gorfer aus Vetzan Haikus vor, die sie mit kurzen Informationen zum Entstehungs- und Bedeutungshintergrund beleuchtete. Den Abschluss bildete eine dialogische Lesung des Vorarlberger Autors Karl Johann Müller und Anita Prugger aus Mals. Für einen angenehmen Rahmen sorgten die beiden jungen Instrumentalistinnen Lina Winkler und Annalena Steck.

Montag, 17 Februar 2025 13:51

100 Palabirbäume für Glurns und Umgebung

Glurns - Zwei Jahre lang wurden rund hundert Palabirabäume und weitere seltene Obstsorten in der gemeindeeigenen „Reiseisen-Wiese“ am alten Söleserweg im Rahmen des Projektes „Generationenbaum“ gehegt und gepflegt. 2023 wurden in der Winterruhe passende Edelreiser von Glurnser Palabirabäumen entnommen und auf schwach bzw. starkwüchsigen Unterlagen (Mostbirne/Quitte) aufgepelzt und anschließend ausgepflanzt, damit ein ortstypischer Jungbaum wachsen kann. Beim heurigen Jahrestreffen des „OK Palabir“ mit den BesitzerInnen der Jungbäume konnte Stefan Winkler stolz verkünden, dass diese Bäume nun „schulreif“ bzw. so gut an- und gewachsen sind, dass sie im Frühjahr die Baumschule verlassen und an ihren Bestimmungsorten angepflanzt werden können. Und auch bei diesem Schritt überließ man nichts dem Zufall. Der Fachmann Dominik Greis vom Sortengarten Südtirol gab wertvolle Tipps, was man bei Neuanpflanzungen allgemein und besonders bei Palabirabäumen beachten soll. Im Laufe des Projektes wurde immer theoretisches und praktisches Wissen vermittelt, wie zum Beispiel über den ökologischen Wert der Bäume, den Erziehungsschnitt, Pflege- und Bindungsarbeiten, Herbst und Winterpflege, biologische Unkrautbekämpfung und die richtige Bewässerung. Die „Generationenbaumwiese“ wurde Treffpunkt für die Mitarbeit, aber auch für gesellige Feiern. Um die so entstandene kleine „Baumschule“ wird nun ein Streifen mit Wildblumen und Kräutern im Rahmen des Projektes Blühender Vinschgau angelegt und die Aktion nahm auch am Ökologiepreis Vinschgau teil. Nun sind die Besitzer und zukünftigen Generationen am Zug, den richtigen Standort auszuwählen, die Bäume zu pflegen und so das Ziel, den Palabirabaum als Nutz- und Kulturgut zu schätzen, umzusetzen. Das „OK-Palabir“ steht dabei weiterhin gerne beratend zur Seite. (lu) 

Montag, 17 Februar 2025 13:47

„Ich werde mein Bestes geben“

Vinschgau - Der 22-jährige Jurist Sebastian Prieth aus Reschen hat am 25. Jänner 2025 das Amt des langjährigen VSM Bezirksobmannes Manfred Horrer für die nächsten drei Jahre übernommen.
Vinschgerwind: Manfred Horrer war 33 Jahre lang im Bezirksvorstand des VSM Bezirk Schlanders tätig, den Großteil davon als Obmann. Sie treten in große Fußstapfen?
Sebastian Prieth: Ja, mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen trete. Manfred hat den VSM-Bezirk Schlanders über Jahrzehnte erfolgreich geleitet und auf allen Ebenen vorangebracht. Der Bezirk setzt sich aus 23 Musikkapellen zusammen, welche gut aufgestellt sind. Es ist mir eine große Ehre dieses Amt übernehmen zu dürfen und ich werde mein Bestes geben, um den Stellenwert der Musik im Vinschgau zu festigen und weiter auszubauen.
Vinschgerwind: Welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Sebastian Prieth: Ich komme aus einer musikbegeisterten Familie, mein Vater und alle meine drei Geschwister sind Mitglieder der Musikkapelle Reschen. Musik begleitet mich daher seit meiner Kindheit. Bereits mit sieben Jahren begann ich in der Musikschule Oberer Vinschgau Blockflöte zu lernen. Seit dem zweiten Jahr in der Musikschule spiele ich Bariton. Mein Musikschullehrer, Tobias Blaas aus St. Valentin, begleitete mich 10 Jahre lang bis zum Leistungsabzeichen in Gold. Seit 11 Jahren bin ich Mitglied der Musikkapelle Reschen und ich bin bereits seit 9 Jahren im Vereinsvorstand. Drei Jahre lang war ich Notenwart und seit sechs Jahren bin ich Jugendleiter und zuständig für die Jugendkapelle Reschen.
Vinschgerwind: Die Jugendarbeit - ein Schwerpunkt?
Sebastian Prieth: Ja, die Förderung der Jugend ist mir sehr wichtig, und ich möchte gerne die Jugendarbeit auf Bezirksebene weiter ausbauen, so wie es auch die vorhergehenden Bezirksvorstände getan haben. Dabei denke ich vor allem an die Fortführung von diversen Weiterbildungsveranstaltungen, wie zum Beispiel die seit Jahren erfolgreichen Jungbläsertage in der Fürstenburg in Burgeis und auch an das Bezirksjugendblasorchester, welches im Herbst 2025 wieder ansteht. Wichtig ist mir nicht nur die Jugendarbeit, sondern mir sind die Musikantinnen und Musikanten aller Altersklassen sehr wichtig. Denn ich hatte bei der Musikkapelle die Möglichkeit zu lernen, dass das Zusammenwirken von Menschen in verschiedenen Altersklassen eine Bereicherung für alle darstellt und deshalb etwas ganz Besonderes ist. Zudem ist es mir wichtig den Dialog mit den einzelnen Kapellen zu führen, um die Anliegen der einzelnen Funktionäre besser zu kennen und um an Lösungen für vorhandene Probleme zu arbeiten. Wichtig ist mir auch die Zusammenarbeit mit den Musikschulen. Denn die Musikschulen sind der zentrale Baustein in der Ausbildung der Jungmusikantinnen und Jungmusikanten und sorgen so, neben der fleißigen und wertvollen Arbeit in den Vereinen, für das aktuell hohe Niveau der Musikkapellen. Aber auch Weiterbildungsangebote für erfahrene Musikantinnen und Musikanten und für Funktionäre in den verschiedenen Positionen, insbesondere für Kapellmeister und Stabführer, sind mir wichtig.
Vinschgerwind: Ihre Visionen für die Zukunft?
Sebastian Prieth: Meine Vision für die Zukunft ist es, den Stellenwert der Musik zu festigen und als Bezirk einen Beitrag dazu zu leisten, um das Niveau der einzelnen Musikkapellen beizubehalten und, wenn möglich, sogar auszubauen. Auch bezirksweite Feste und Veranstaltungen können zum Zusammenhalt und Austausch zwischen den einzelnen Musikkapellen beitragen. Ich glaube, dass die neu gewählten Funktionäre im Bezirksvorstand sehr motiviert sind. Auch alle Fachkompetenzen werden vom neu gewählten Vorstand mitgebracht. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Funktionären passt. Somit sind also ideale Voraussetzungen für die Zukunft gegeben.
Interview: Magdalena Dietl Sapelza

 

Neuer VSM Bezirksvorstand und Ehrung

s20 musikkapellen vorstandEin Höhepunkt der VSM Bezirksversammlung in Glurns war die Ehrung von Dietmar Rainer. Er erhielt das Verdienstabzeichen in Silber für seine langjährige Tätigkeit im Bezirksvorstand. Gewählt wurde auch der neue VSM Bezirksvorstand. Sebastian Prieth löste Manfred Horrer ab, der sich nicht mehr für das Amt zur Verfügung gestellt hatte. Prieth würdigte die große Leistung von Manfred Horrer, Dieser hatte den VSM Bezirk Vinschgau über drei Jahrzehnte lang entscheidend mitgestaltet. Mit stehenden Ovationen dankten ihm die Anwesenden im Saal.

Montag, 17 Februar 2025 13:45

Gemeinden als Rettungsanker der Demokratie

Schloss Goldrain/Podiumsdiskussion - Im Bildungshaus Schloss Goldrain wurde am 7. Februar ein Lehrgang für angehende und amtierende Gemeindepolitiker:innen vorgestellt, außerdem gab es ein Impulsreferat des Politikwissenschaftlers Günther Pallaver und eine Podiumsdiskussion mit Gemeindepolitiker:innen. Pallaver betonte, dass die Wahlbeteiligung sinkt und die liberale Demokratie von verschiedenen Seiten angegriffen wird und deshalb in einer Krise steckt. Vertrauen ist ein zentraler Faktor für jedes politische System. Die Gemeinden können eine wichtige Rolle spielen und zum Rettungsanker der Demokratie werden. Durch ihre Nähe zu den Bürgern können sie für Identifikation und Integration sorgen, die Kommunikation mit den Bürgern gestalten und Partizipation ermöglichen. So kann verlorenes Vertrauen wieder hergestellt werden. Wichtig ist auch der politische Wettbewerb als Motor der Demokratie. An der Podiumsdiskussion beteiligten sich Mauro Dalla Barba, BM von Latsch, Gustav Tappeiner, BM von Kastelbell, Andrea Perger, Gemeinderätin von Laas, Michaela Platzer, Vize-Bürgermeisterin von Prad und Benjamin Pixner, Gemeinederat von Kastelbell. In der von Markus Pircher moderierten Diskussion wurde hervorgehoben, dass alle kandidieren können, die politisch interessiert und bereit sind sich für das Allgemeinwohl einzusetzen und das Dorfleben mitzugestalten. Man muss für Ziele kämpfen und darf es nicht jedem recht machen. Die Sprache und der Umgang miteinander sind härter geworden, auch der Verwaltungsablauf ist schwerfällig. Das frustriert viele und trägt zur Politikverdrossenheit bei. Es wurde aber auch betont, dass man als Gemeinderat bzw. Ausschussmitglied viel lernen und für die Menschen und das Dorf etwas gestalten kann, was auch Freude macht. Es ist wichtig mit den Menschen im Dialog zu treten, selbstbewusst aufzutreten, im Team zu arbeiten und ein Netzwerk aufzubauen, um zielstrebig, gut organisiert und strukturiert Gemeindepolitik zu betreiben. Maria Raffeiner vom Bildungshaus Schloss Goldrain stellte den Lehrgang „ So gelingt politische Mitgestaltung“ vor. An vier Samstagen wird Basiswissen über die Gemeinde vermittelt, ein Rhetorikseminar abgehalten und über Social Media, Strategisches Denken, Urbanistik und die Gemeindefinanzen informiert. (hzg)

Dienstag, 18 Februar 2025 16:02

50 Jahre kfb Rabland

Rabland - Die Zweigstelle der katholischen Frauenbewegung (kfb) von Rabland hat kürzlich ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. „Werft die Netze aus“, hat Pfarrer Hermann Senoner beim Festgottesdienst in seiner Predigt den Frauen zugerufen. „Wir sind gut vernetzt“, sagte die Rablander kfb-Vorsitzende Annemarie Erlacher beim Fest im Geroldsaal.

von Erwin Bernhart

Feststimmung herrscht am Samstagnachmittag, den 8. Februar 2025, im Geroldsaal in Rabland. Der Andrang ist größer als erwartet, es müssen kurzfristig mehr Tische und Stühle hergerichtet werden. Es gibt Kaffee und einen Jubiläums-Kuchen. 50 Jahre katholische Frauenbewegung Rabland ist Anlass und Grund zurück- und vorauszublicken. Die kfb-Vorsitzende von Rabland, Annemarie Erlacher, die zusammen mit ihrem Ausschuss die Feier vorbereitet, die Tische geziert und Kaffee und Kuchen gereicht hat, lässt aus dem Gründungsprotkoll vom 5. Februar 1975 zitieren. Von einer „Hilfs- und Weggemeinschaft auf katholischer Basis“ war da die Rede, von Mitarbeit in der Seelsorge unter der Leitung des Pfarrers. Klara Gasser ist als Gründungsmitglied im Geroldsaal anwesend. Als „Stütze im Pfarrleben“, wie es Pfarrer Senoner ausgedrückt hat, sind die kfb-Frauen seit 50 Jahren unterwegs, organisieren Ausflüge, Pilgerfahrten, gestalten Gottesdienste, liturgische Feiern und musikalische Abende tatkräftig mit. „Wir begeistern heute genauso Frauen für den Glauben“, sagt Annemarie Erlacher.
Die Diözesanvorsitzende Irene Vieider lobt den 50-jährigen Einsatz für das Gemeinwohl mit ungezählten Ehrenamtsstunden und bezeichnet die Pfarrgruppe als „unsere Keimzelle“. „Die Welt ist schön, weil ihr drauf seid“, rief Vieider in die fröhlichen Frauenrunde und überreichte eine Kette mit 50 Süßigkeiten und einem Herzen. Ein großes „Vergelt’s Gott“ kam von BM Luis Forcher, der gemeinsam mit Kulturreferent Hartmann Nischler an der Feier teilnahm. Isabella Engl, langjähriges Mitglied im Diözesanvorstand, erläuterte den Rablander Frauen das kfb-Projekt „Ein Bleistift für Bildung“. Mädchenbildung werde in verschiedenen Ländern mit Spendengeldern gefördert. Vor 10 Jahren habe man das Projekt ins Leben gerufen. In Uganda (Ausbildung von Frauen als Krankenpflegerinnen und Hebammen), in Kenja (Schülerinnenheim), in Argentinien (kleine Schulzentren) und in Indien (Schulgeld für 50 Mädchen) habe man in den vergangenen 10 Jahren Projekte verwirklichen können. Das Spendengeld komme an, resümiert Annemarie Erlacher.
Die Rablander kfb-Frauen haben am 8. Februar eine wunderbare 50-Jahr-Feier begehen können, im Kreis der rührigen Vorstandsfrauen und in der Gewissheit einer verbindenden Gemeinschaft.

Montag, 17 Februar 2025 13:38

Beerenobst liegt im Trend

Beerenobst liegt im Trend. Trotzdem ist die Anbaufläche in Südtirol rückläufig. Um sich auf den neuesten Stand zu bringen, trafen sich die Beerenobstanbauer am 7. Februar im Raiffeisenhaus in Terlan zur 2. Beerenobstbautagung. Die Tagung wurde vom Beratungsring Berglandwitschaft (BRING) zusammen mit dem Versuchszentrum Laimburg organisiert. „Die Beerenobstfläche in Südtirol beträgt insgesamt 150 Hektar, wobei die Erdbeeren an erster Stelle stehen, gefolgt von Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren“, erklärte BRING-Geschäftsführer Christian Plitzner.

Montag, 17 Februar 2025 13:37

Schäferhunde

Morter - Am 1. Februar 2025 wurde die alljährliche Vollversammlung in unserem Vereinshaus in Morter abgehalten. Im Bericht des Präsidenten Roman Lechthaler wurde vor allem die gute Zusammenarbeit bei der Landesmeisterschaft und des Montani Turniers hervorgehoben, auch über die Teilnahme im In- und Ausland wurde berichtet. Kuen Helga verlas das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung und mit Spannung wurde der Bericht unserer Kassierin Dietl Sabine erwartet, was vor allem dem Montani Turnier geschuldet war. So konnte sie zur Freude mitteilen, dass das Tournier sportlich sowie finanziell ein Erfolg war. Übungswart Zischg Kurt berichtete über die Ergebnisse unserer Hundesportler, wie immer war der Bericht unseres Zuchtwartes Pircher Josef “Jumbo“ kurz und knackig. Heuer standen auch Neuwahlen im Raum, zur Erleichterung aller erklärte sich Roman Lechthaler bereit ein weiteres Mal das Amt des Präsidenten zu übernehmen, das er bereits 24 Jahre inne hat. Der neue Ausschuss: Vize-Präsidentin: Kerschbaumer Siglinde, Kassierin: Dietl Sabine, Schriftführerin: Spechtenhauser Julia, Hauptübungswart: Zischg Kurt, Zuchtwart: Pircher Josef „Jumbo“ Anschließend dankte der wiedergewählte Präsident, den scheidenden Vizepräsidenten Tarneller Adelbert und der Schriftführerin Kuen Helga für die gute Zusammenarbeit. Für die 30-jährige Tätigkeit als Schriftführerin überreichte Lechthaler Roman, Kuen Helga ein kleines Präsent (Bild). Bei Allfälligen bedankte sich das Mitglied Klotz Walter bei dem Verein Such- und Rettungshunde Vinschgau für die Hilfe beim Montani Turnier. 

Dienstag, 18 Februar 2025 15:02

„I hon Enrico Corradore ghoaßn“

Heinrich Renner, genannt „Plazi Heini“, ist der Dorfälteste von Lichtenberg. Er wuchs dort im elterlichen Hof mit fünf Geschwistern auf. Als rühriger Bauer gestaltete er die Geschicke im Dorf aktiv mit. Er war Theaterspieler und jahrzehntelang Chorsänger.

von Magdalena Dietl Sapelza

Seinen 18-monatigen Militärdienst anfangs der 1950er Jahre verlängerte Heini um zwei Wochen. Auf Wunsch seines Vorgesetzten half er als Dolmetscher mit, die neuen Rekruten aus den Tälern Südtirols in Empfang zu nehmen, die alle kaum italienisch sprachen. Heini hatte Italienisch in der faschistischen Schule gelernt.
„I hon Enrico Corradore ghoaßn“, erinnert er sich. Seine Lehrerin aus Süditalien hatte vor allem bei den älteren Schülern einen schweren Stand. Denn ihnen wurde daheim vermittelt, die Sprache der Besatzer zu boykottieren. „Di Leahrerin hot oft hintr dr Tofl greart“, sagt er. Er selbst habe sie recht gerngehabt. Deutschunterricht erhielt er zusammen mit anderen Kindern heimlich in wechselnden Verstecken. In Lichtenberg waren ein Dutzend italienische Soldaten stationiert, darunter ein hochrangiger Offizier mit seiner Frau und der kleinen Tochter. Die Kleine freundete sich mit den Lichtenberger Kindern an, und deren Vater sorgte daraufhin dafür, dass die Lichtenberger Bevölkerung gut behandelt wurde. Nach dem Einmarsch der Hitler Truppen landeten die italienischen Soldaten als Gefangene hinter den Mauern von Schloss Lichtenberg. Die Bevölkerung versorgte sie täglich durch eine Fensterluke mit Essen. Nachdem ihnen eines nachts der Ausbruch gelungen war, übergab Heini die Suppe an einen ausgehungerten deutschen Wachsoldaten. „I hon nou nia an Mensch sou essn gsechn“, meint er. Die Deutschen verschwanden, und die Amerikaner rollten mit Panzern an. Heini begegnete erstmals einem Schwarzen, der ihm eine Schokolade anbot. Nur zögerlich nahm er die Süßigkeit an und war erstaunt, wie gut sie schmeckte. Als ein Lastwagen der Amerikaner in der Häuserenge am Dorfeingang stecken geblieben war, staunte er über die Menge an darin gestapelten Lebensmitteln und Kleidern. „Noch zwoa Tog isch nichts mehr ummer gwesen“, lacht er. Drei Wochen waren anschließend nötig, um das Gefährt zu zerlegen und die Straße freizubekommen. Noch heute seien eiserne Bestandteile im Dorf zu finden und die amerikanischen Socken seien unverwüstlich gewesen. Heini träumte davon Lehrer zu werden. Doch nachdem sein älterer Bruder den Tischlerberuf ergriffen hatte, wurde er der Hoferbe. Ein Jahr lang fuhr er mit dem Fahrrad zur Landwirtschaftsschule nach Moles bei Mals.
Seine Militärausbildung absolvierte Heini in Verona und war dann in mehreren Kasernen Südtirols stationiert. Er versah seinen Dienst vorbildlich und durfte an einer Reise nach Rom teilnehmen. Beeindruckt war er vom Vatikan und von der Audienz beim Papst. Er wunderte sich über die vielen Springbrunnen in der Stadt, aber auch über den Müllhaufen im Kolosseum. Als er wieder daheim war, hieß es in der Landwirtschaft anpacken. Ausgleich bot ihm das Theaterspielen und das Chorsingen. „60 Johr bin i afn Kirchnchor gwesen“, betont er. Dort freundete er sich mit der zwölf Jahre jüngeren Aloisia Gander an. Im Mai 1965 heiratete er sie in der Kirche von Trens. Eigentlich hatte er geplant, mit seiner Loisa die Hochzeitsreise zur Tante nach Reutlingen anzutreten, doch daraus wurde nichts. „Du konnsch schun geahn, obr di Kiah nimmsch mit, hot dr Votr gsog“, schmunzelt er. Mit Loisa kam eine tüchtige Bäuerin auf den Hof. Neben Heinis Eltern lebte dort auch sein Onkel. Loisa schenkte ihrem Heini sechs Kinder. Froh war sie über die Hilfe ihrer Schwiegermutter, die es ihr möglich machte, ihren Mann bei der Feldarbeit zu unterstützen. Dort kamen jahrelang zwei Haflinger zum Einsatz, bis Heini Ende der 1960er Jahre einen Traktor kaufte. Es war einer der ersten im Dorf. „Der Porsche Traktor war haint a morts Gelt wert“, meint er. Heini war ein tüchtiger Bauer und auch ein rühriger Mitgestalter des Dorflebens, vor allem in den Bereichen der Landwirtschaft. Die Jahre vergingen und schließlich übergab Heini den Hof an seinen Sohn Karl, dem er jedoch weiterhin zur Seite stand. Glück hatte er, als er dank schneller ärztlicher Hilfe den Biss einer Giftschlange überlebte. Und dankbar ist er, dass er vor einem Jahrzehnt den Darmtumor besiegen konnte. Heinis großes Interesse gilt seit jeher den Himmelskörpern. „Weil i wissen will, wia di Welt geaht“, erklärt er. Heute hat er viel Zeit sich damit zu beschäftigen. Täglich verfolgt er den Sonnenauf- und Untergang anhand der Aufzeichnungen im Kalenderblatt. „I bin froah, dass i nou denkn unt olla Tog aufsteahn konn“, betont er.

Mals - Mit dem Vortrag über Elektrosmog, mit der Suche nach Bachkrebsen, mit einer Exkursion in die Schludernser Au und den 5 Vorschlägen zur Erhaltung, mit dem Erhalt der „bandiera verde“ in Chiavenna, mit Fridays for Nature im Englisch Moos in Naturns und vielem mehr hat die Umweltschutzgruppe Vinschgau eine vielfältige Tätigkeit im vergangenen Jahr Revue passieren lassen. Im Bistrot Vinterra in Mals wurde Bilanz gezogen und Vorschau gehalten. Nicht gelugen sei es, die Lokalität Praviert im Avingatal und eine Feuchtwiese in Tschengls unter Schutz stellen zu lassen. Passiver auf der einen und großer Widerstand auf der anderen Seite von Seiten der Bauern hätten eine Unterschutzstellung verhindert.
Unter der Moderation des USGV Vorsitzendem Josef Gruber gab es auch andere Themen: So sei der Schutz der Prader Sand immer aktuell. Das Zuparken bei Events oder das Ablagern von Schneemassen müsse eingedämmt werden. Für die vom E-Werk Prad veranlassten Baggerarbeiten habe es immerhin Strafen gegeben. „Die Prader Sand sind Biotop, und dort kann nicht so einfach gebaggert werden“, sagte der Geschäftsführer des Dachverbandes für Natur und Umwelt Hanspeter Staffler. Staffler wies darauf hin, dass er als damaliger Zivilschutzdirektor das Geschiebe des Suldenbaches auf jährlich 8.000 m3 geschätzt habe. Heute gehe die Wildbach wegen des Auftauens von Permafrost von 50.000 bis sogar 100.000 m3 aus. Evi Prantl erinnerte an die illegale Rodung in der Lichtenberger Au. Obwohl die Einwände der USGV auf Gemeindeebene nicht berücksichtigt worden sind, habe die Landesregierung die Wiederherstellung beschlossen. Der BM hat dies mit Schreiben veranlasst, ohne ein konkretes Datum zu nennen. Es werde diesbezüglich eine Aussprache geben. Karl Zerzer, der die USGV durch den Bürokratiedschungel lotst, wies auf den Widerstand beim Bau einer mit vielen Serpentinen und Zyklopenmauern geplanten Zufahrt zur Flimmalm in Martell hin. An die Vergabe des Ökologipreises wurde ebenso erinnert, wie an Teilnahmen am Samengutfest am Sunfolthof und am Nachhaltigkeitsfest in Schlanders. Einige Diskussionen gab es über die geplanten Vorhaben für 2025. (eb)


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Impressionen 2025

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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
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Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
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