Administrator

Administrator

Schluderns/Vinschgau - Am 15. und 16. Juni 2024 fand in Schluderns das Bezirksschützenfest statt. Der Auftakt am Samstag stand wetterbedingt unter einem schlechten Stern. Beim „Großen Österreichischen Zapfenstreich“ auf dem Rathausplatz regnete es in Strömen. Doch die Schützen der Ehrenkompanie Prad, die Musikantinnen und Musikanten der Musikapelle Schluderns und die Marketenderinnen standen das lange, zeremonielle Musikstück tapfer durch. Am Sonntag hellte das Wetter auf. Die Formationen marschierte mit Musikbegleitung zum Festakt auf dem Rathausplatz, wo Pfarrer Werner Maier den Gottesdienst zelebrierte. Bezirksmajor Hansjörg Eberhöfer und BM Heiko Hauser begrüßte die Gäste, darunter den Festredner Altlandeshauptmann Luis Durnwalder. Was es heißt Schützen zu sein, erklärte der Ehrenleutnant der Schützenkompanie Schluderns Josef Trafoier. „Schützen zu sein, heißt schützen, heißt Altbewährtes zu erhalten, sich zu besinnen, dass Menschen ihre Würde haben, egal ob arm oder reich, ob schwarz oder weiß. Lasst uns Lebensschützer sein.“ Trafoier erinnerte - gewissermaßen anstelle des entschuldigten Altlandeshauptmannes von Tirol Herwig von Staa und an die Jugend gerichtet - auch an das Wirken des in Schluderns geborenen ehemaligen Landeshauptmann und Ehrenbürger des Ortes Eduard Wallnöfer. Dieser hatte die Verbindung zwischen den beiden Teilen Tirols stets gepflegt und für seinen Heimatort und für das Heimattal vieles getan hatte. Dass die Grenzen zwischen Nord- und Südtirol mittlerweilen fast aufgehoben sind, daran erinnerte Durnwalder. Es gelte, das Erreichte zu bewahren, Traditionen zu pflegen, wachsam zu sein und auch weiterhin für die Freiheit zu kämpfen. Nach Dankesworten durch Eberhöfer und den Hauptmann von Schluderns Markus Kofler, defilier-ten die Schützenformationen an der Ehrentribüne vorbei zum Festgelände, wo Geselligkeit angesagt war. Die Musikkapellen Schluderns, Oberbozen, Taufers i. M. und Otterfingen spielten auf. Zu den Klängen der Band „Olmanrausch“ wurde bis spät in die Nacht getanzt. (mds)

Tarsch - Ein besonderer Literaturabend fand am 21. Juni im Gasthof Zum Riesen in Tarsch statt. Der Bildungsausschuss Tarsch mit Sandra Kuppelwieser hatte den Schriftsteller Sepp Mall zur Buchpräsentation seines Romans „Ein Hund kam in die Küche“ eingeladen. Der Roman ist erst vor fast 10 Monaten erschienen. Mall wurde mittlerweile schon 36-mal zu einer Lesung eingeladen (Graun, Schluderns, Schlanders). Sepp Mall war erfreut über die Einladung bei Alexandra Dell‘ Agnolo. Schon zweimal hatte er im Herrenzimmer gelesen, und er kommt immer wieder gerne hierher zurück. In gemütlicher Atmosphäre las Mall einige Ausschnitte aus seinem Roman mit dem historischen Hintergrund Optionszeit. Erzählt wird die Geschichte vom Auswandern und Heimkehren einer Südtiroler Familie aus der Sicht des elfjährigen Ludi. Auf ärztliche Anweisung muss sein behinderter Bruder Hanno in eine „Heil- und Pflegeanstalt“ bei Hall gebracht werden, aus der er nicht mehr zurückkehrt. Vor zwei Wochen, am 7. Juni wurde Sepp Mall im Pavillon des Fleurs in Meran der internationale Literaturpreis Meran/o 2024 verliehen. Eine Jury, bestehend aus Ferruccio Delle Cave , Katrin Klotz, Robert Huez (Literaturhaus Wien) und Klemens Renoldner (Leiter des Stefan-Zweig-Zentrums, Salzburg) hatte aus der Vielzahl an Einsendungen drei Romane ausgewählt. Ferruccio Delle Cave schrieb in der Jurybegründung über Malls Roman: „Sepp Mall gelingt es, ein Stück Geschichte aus der Perspektive eines Kindes auf extrem bewegende und literarisch herausragende Art zu erzählen“. Aus dieser engeren Auswahl ermittelte eine Leser:innenjury, bestehend aus 50 ausgewählten Leser:innen der Bibliotheken Südtirols, den*die Preisträger:in. Der Roman von Sepp Mall gewann die meisten Stimmen der deutschen Sektion für sich. Mall dazu: „In Südtirol für diesen Roman, der ja zentrale Südtiroler Themen bearbeitet, gewürdigt zu werden, ist sowohl eine große Freude für mich als auch eine Ehre. Mein Dank gilt vor allem den Leser:innen, die in großer Zahl für meinen, Hund‘ gestimmt haben. Und dass ich fast gleichzeitig mit diesem Preis vernommen habe, dass der Roman nächstes Jahr von den VBB in Bozen als Bühnenstück aufgeführt wird, war dann das Tüpfelchen auf dem i.“ (pt)

Montag, 24 Juni 2024 13:41

Idee wird Tradition

Martell - Bereits zum achten Mal wurde in Martell ein Jahrgangsbaum gepflanzt. Das Elki Martell, die Gemeindeverwaltung und der Pfarrgemeinderat luden gemeinsam zur Jahrgangsbaumfeier ein. Pfarrer Johann Lanbacher segnete den Baum und das dazugehörige Schild mit der Aufschrift „Jahrgangsbaum 2023“. Marika Gurschler vom Elki-Martell begrüßte die Anwesenden: „Es ist sehr schön, dass viele Eltern mit ihren Kindern und deren Paten der Einladung gefolgt sind. Diese Feier soll auch eine Gelegenheit sein, sich kennen zu lernen und auszutauschen.“ Im Anschluss wurde bereits zum achten Mal gemeinsam mit den Eltern ein Baum oberhalb der Kapelle St. Maria in der Schmelz gepflanzt. In Zukunft können die Eltern mit ihren Kindern das Bäumchen besuchen und gemeinsam pflegen.

Montag, 24 Juni 2024 13:41

Lange Nacht der Kirchen

Schlanders/Südtirol - Unter dem Motto „Dein Herz ist gefragt!“ fand auch dieses Jahr in Südtirol und Österreich am Freitag, den 7. Juni die „Lange Nacht der Kirchen“ statt. Es geht darum, die spirituellen, musikalischen und künstlerischen Schätze der Kirche sichtbar und auch für kirchenferne Menschen erfahrbar zu machen. Ein vielfältiges Programm wurde wiederum vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei Maria Himmelfahrt Schlanders angeboten. Neben der traditionellen Kirchturmbesichtigung, gab es das gemeinsame Spielen und Singen, einen Friedensmarsch, mehrere besinnliche Treffen und Andachten, geistliche Abendmusik mit dem Vinschger Chor und Begegnungen im Pfarrtreff. Kunsthistorische Einblicke von Matthias Oberhofer wurden am Nachmittag bei der Besichtigung der Bürgerheimkapelle und der Krankenhauskapelle angeboten. Der aus Kortsch stammende Künstler Robert Scherer, geboren 1928, hat die Kapelle im Bürgerheim in den 90er Jahren gestaltet und 2000 ein Fresko mit Franz von Assisi an der Nordwand fertig gestellt. Die Kapelle wirkt farbenfroh und lebendig, besonders durch das wechselnde Lichtspiel im Laufe des Tages. Die Kapelle ist dem Schweizer Nationalheiligen Nikolaus von der Flüe geweiht und in einigen Bildern wird aus seinem Leben erzählt. Die Glasfenster an der Ostseite hat Monika Mahlknecht gestaltet. Geplant wurde die Kapelle vom Architekten Willi Gutweniger. Einen meditativen Eindruck strahlt die Krankenhauskapelle im vierten Stock des Krankenhauses aus. Nach dem Umbau und der Erweiterung des Krankenhauses unter dem Architekten Kurt Stecher wurde auch die Krankenhauskapelle vom Fotografen und Künstler Ulrich Egger, geboren 1959, aus St. Valentin neu gestaltet und im Jahre 2000 fertig gestellt. Egger arbeitet vor allem mit Metall, Glas und Holz. Es finden sich viele runde und halbrunde Formen als Symbol für den Kreislauf des Lebens. Vor dem Eingang muss man am Boden eine kreisförmige Glasplatte mit Kieselsteinen, Symbol der Erde, überschreiten, um in einen spirituellen Raum einzutreten. An den Seitenwänden sind Texte aus der Bibel, von Religionsstiftern und Philosophen. (hzg)

Gomagoi - Mit einer Vielzahl an Baumarten wie Bergahorn, Bergulme, Birken, Vogelbeere, Fichte, Esche, Vogelkirsche, Kiefer und andere soll ein klimatauglicher Schutzwald auf „Übergrimm“ bei Gomagoi entstehen, um dem Borkenkäferbefall entgegenzuwirken. Dass die Bäumchen wachsen, ist der Wunsch aller, die kürzlich beim Aufforsten Hand angelegt haben.

von Magdalena Dietl Sapelza

Der traurige Anblick der dürren Waldflächen im ganzen Land stimmen nachdenklich und machen besorgt. Der Borkenkäfer hat vielerorts ganze Arbeit geleistet. Diese Tatsache machte kürzlich auch 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisenkasse Prad-Taufers betroffen. Sie informierten sich über die Funktion von Schutzwäldern und boten sich an, beim Aufforsten auf „Übergrimm“ oberhalb von Gomagoi mitzuhelfen.
Am 27. Mai 2024 machten sie sich in Begleitung der Försterin und Stationsleiterin Barbara Folie, dem Förster Stefan Sprenger, (beide Forststation Prad), mit Schaufeln und Pickeln zu der brach liegenden Waldfläche auf „Übergrimm“ auf. Mit sich führte sie 180 Aufforstungspflanzen (Laub- und Nadelbäumchen aus den sieben Forstgärten des Landes). Armin Angerer, der Vertreter der Fraktion Stilfs, in deren Besitz sich die Aufforstungsfläche befindet, gesellte sich dazu. Unterwegs legte die Gruppe eine Pause ein, nicht weil die freiwilligen Helferinnen und Helfer müde waren, sondern, weil ihnen die Försterin und der Förster einiges über die Borkenkäfer erzählten, über Befall, Entwicklung und Strategien zur Bekämpfung. Unzählige Waldflächen müssen saniert werden. Die Ausholzungen schreiten zwar voran. Doch die Arbeiten gehen nicht von heute auf morgen. Eine Strategie zur Bekämpfung des Borkenkäfers ist die Schaffung eines Mischwaldes. Die brachliegenden Flächen auf „Übergrimm“ führte den Freiwilligen dann die ganze Problematik vor Augen. Auf der Aufforstungsflächen, einer sog. „Rotten“, erklärten die Forstbeamten, wie diese angelegt werden müssen, damit künftig ein gesunder Waldbestand heranwachsen kann, der Schutz vor Erosionen bieten kann. Dann begannen die Freiwilligen mit der Handarbeit. Motiviert gingen alle ans Werk. Die Forstpflanzen wurden hinter quer liegenden Holzstämmen gepflanzt, die der Befestigung dienen.
Der Tag war für die Bankangestellten ein Ausgleich zum Büroalltag, eine neue Erfahrung und eine wertvolle Investition in das Projekt Schutzwald, der in ferner Zukunft Menschen und deren Infrastrukturen vor Steinschlag, Murgängen oder Lawinen schützen kann. Es braucht allerdings seine Zeit, bis der Mischwald seine Schutzstärke voll entfalten kann.
Die Aktion ist nachahmenswert. Capeau!

Montag, 24 Juni 2024 13:39

Ein Platz für Kinder (Teil 2)

Kolping im Vinschgau - Anlässlich der Internationalen Kolpingfriedenswanderung im Mai d.J. in Rumänien -die nächste findet im Mai 25 in Bozen statt – durften die Südtiroler Kolpinger auch ein interessantes Projekt für Kinder - sogenannte Eurowaisen - kennenlernen.
Wir erfuhren, dass eine halbe Million Kinder in Rumänien Eltern haben, die im Ausland leben und arbeiten. Die Kinder brauchen also Verwandte oder Institutionen die sie unterstützen und begleiten. Kolping führt so ein Zentrum in Oituz im Osten des Landes in der Provinz Bacau.
s18sp1 kolpingDieses Zentrum wird vom sehr aktiven Mitarbeiter und Initiator dieser Tätigkeit Corneliu Bulai geführt – er ist gleichsam die Seele dieser Kolping Einrichtung. Neben ihm und weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern, bildet dort auch die Kolpingjugend eine tolle, dort entstandene Gemeinschaft. Die jungen Leute unterstützen das Zentrum bei der Durchführung der Sommer-Ferienfreizeiten. Zudem treffen sich jeden Samstag rund 30 Jugendliche, um ehrenamtlich Gutes zu tun: Unterstützung von Senioren, aber auch der Kinder, wie z.B. das Vorlesen von Gute- Nacht-Geschichten, im Zentrum. Dieser Vorleseservice begann während der Pandemie und wird nun weitergeführt. Dieses Vorlesen wird auch in den Sozialen Medien, wie z.B. im Kirchensender, übertragen. So strahlt der Kolpinggeist aus Oituz in die ganze Region. So wird die Kolpingaussage „Die Tat ziert den Mann/die Frau“ Wirklichkeit!
Otto von Dellemann

Frau Marianna feiert am 21. Juli 2024 ihren 100sten Geburtstag. 40 Jahre lang war sie als Lehrerin tätig. Sie war eine der vielen jungen Frauen, die mitgeholfen haben, die deutsche Schule in Südtirol nach dem Faschismus wieder aufzubauen.

von Magdalena Dietl Sapelza

Noch bis vor einem halben Jahr stand Frau Marianna am Herd und kochte für sich und ihre Betreuerin. Doch nun sitzt sie im Rollstuhl. Geistig frisch verfolgt sie die Nachrichtensendungen, obwohl ihre Augen und ihr Gehör sie im Stich lassen. „Dass ich kaum noch höre, belastet mich sehr, weil man den Kontakt verliert“, sagt sie. „Ich bin dankbar, dass mein Kopf noch funktioniert.“ Mit Hilfe einer Schreibtafel kann sie sich unterhalten. Man kann ihr eine Frage hinschreiben und sie erzählt.
Marianna wuchs als älteste von acht Kindern auf einem Hof im Weiler Gschwell in Langtaufers auf. Ihr Vater starb an Lungenentzündung als sie 10 Jahre alt war. Sie unterstützte ihre Mutter. Es begann eine schwere Zeit. Ihr Schulbesuch fiel in die Faschistenzeit. „Wir haben die Italienischlehrerin nicht verstanden und alles auswendig gelernt, ohne zu wissen, was wir lernen“, erklärt sie. Als 14-Jährige durfte sie in Österreich, wo ihre Tante lebte, ein Jahr lang die deutsche Schule besuchen. Das ermöglichte ihr kurz nach der Option bei einer Prüfung für Deutschlehrer in Mals anzutreten. Sie bestand und erhielt die Ermächtigung, die Kinder der Optanten zu unterrichten. In Tanas begann sie im Herbst 1941 als Hilfslehrerin. „Der Mussolini hat zwei Stunden Deutsch erlaubt, Rechnen war verboten“, betont sie. In den folgenden Jahren wechselte sie von einer Schulstelle zu nächsten. Es waren anfangs entlegene Bergschulen. „Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen“, meint sie. „Der Unterricht war vor allem in den Anfangsjahren nach dem Krieg nicht einfach, weil in den Klassen oft bis zu 50 Kinder aller Altersstufen saßen, von denen viele nie Deutsch gelernt hatten.“ Belastend war später immer auch die Sorge, mangels fehlender regulärer Ausbildung keine Stelle mehr zu bekommen. Marianna besuchte Fortbildungskurse und auch die Hauswirtschaftsschule in Dietenheim, wo sie sich ihre hervorragenden Kochkünste und das Wissen über das Gärtnern aneignete. Während ihrer Zeit als Lehrerin in Ulten lernte sie den Tischler Franz Staffler (Jg.1927) kennen, zu dem sie sich schon bald hingezogen fühlte. 1951 feierte sie mit ihm Hochzeit. Da sie kurz zuvor in der Gemeinde Graun die Stelle zugesprochen bekommen hatte, bezog mit ihm dort eine Mietwohnung. Franz arbeitete als selbständiger Tischler, musste aber bald aufgeben, weil den meisten Auftraggebern das Geld fehlte, ihn zu bezahlen. Er fand Arbeit in einer Tischlerei in Zams. Nur noch am Wochenende kam er heim. Er hätte Marianna gerne nach Österreich nachgeholt. In Zams wurde ihr sogar eine Stelle als Lehrerin angeboten. Doch sie lehnte ab: „Ich bin eine Südtirolerin und bleibe eine Südtirolerin.“ Marianna wurde zwischen 1952 und 1967 achtmal Mutter. Mit großer Anstrengung gelang es ihr, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Die kleinen Kinder habe ich oft mit in die Schule genommen, die Größeren waren in der Obhut von Verwandten oder zeitweise auch bei meinem Mann in Österreich“, sagt sie. Nebenbei lernte sie für die große Prüfung, die den Hilfslehrerinnen eine fixe Stelle zusichern sollte. 1968 hielt sie endlich das Diplom in der Hand und bekam 1970 die Stammrolle in der Grundschule Goldrain zugesprochen. Dort zog die Familie nach längerer Zeit in einer Mietwohnung in das Eigenheim mit angeschlossener Tischlerei ein. Große Sparsamkeit und ein Bankkredit hatten das ermöglicht. „Endlich wurde unsere Familie zusammengeführt“, meint sie. Langsam baute sie den Kredit ab. „Ich habe immer gespart und alle Kleider meiner Kinder selbst genäht“, betont sie. 1980 ging Marianna in Pension. Bei der Verabschiedung ehrte sie der Schulinspektor mit folgenden Worten, die sie sehr gefreut haben: „Sie haben die deutsche Schule aus der Taufe gehoben.“ Den Ruhestand nutzte Marianna zur Mithilfe in einer Gasthausküche, und sie verwöhnte ihre Familienmitglieder mit leckeren Gerichten. Sie genoss Reisen und Meeraufenthalte. „Damit kann man Stresssituationen ausgleichen“, erklärt sie. Seit dem Tod ihres Mannes 2016 wird sie von Betreuerinnen unterstützt. Marianna ist eine große Verehrerin der Gottesmutter. „Die hat schon oft geholfen. Wenn ich sie nachts anflehe, spüre ich eine leichte Wärme“, verrät sie. Marianna legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und auf eine ausgewogene Ernährung. „Jetzt kann ich der Badante nur noch erklären, wie sie das Essen kochen soll“, schmunzelt sie.

Montag, 24 Juni 2024 13:37

Frederick singt und liest

Prad - „Ich war gerade eben ein Leben und einen Tag alt geworden und hatte begonnen zu schreiben. Dann sind Songs entstanden, zuerst, dann Geschichten, dann Bücher …“ Das schreibt der aus Stilfs stammende Helmuth Pinggera über sich selbst.
Unter dem Namen Frederick hat der Oberschullehrer den Weg eines vielseitigen Künstlers, Sängers und Poeten eingeschlagen. Am 30. Mai 2024 war Frederick Helmuth Pinggera im Hauptsitz der Raiffeisenkasse Prad-Taufers in Prad zu Gast. Eingeladen hatten die Verantwortlichen der Bank um Direktor Werner Platzer. Im Foyer gab Frederick seine Lieder zum Besten und las Passagen aus seinem Roman „Maria Marsala“ vor, eine Saga in drei Büchern, die sich um die Lebensgeschichte seine Großmutter rankt. Dazu eröffnete er eine Bilderausstellung. Musikalisch begleitet wurde Frederick vom ebenfalls aus Stilfs stammenden Musiker Wolfgang Paulmichl. Das Publikum genoss den besonderen Abend. Der anschließende Plausch in illustrer Runde wurde ausgiebig zum gegenseitigen Austausch genutzt. Der Abend war für alle ein besonderes Erlebnis. 

Rabland - Der neuen Bürgerliste Partschins/Rabland/Töll ist es gelungen, den ehemaligen SVP-Parlamentarier Oskar Peterlini nach Rabland zu bringen. Peterlini hat Beziehungen zu Partschins, weil ihn Heinz Tappeiner dazu gewinnen konnte, als presserechtlich Verantwortlicher für das Gemeindeblatt „Zielerwind“ zu fungieren. Peterlini zeichnete in der überparteilichen Veranstaltung, bei der auch BM Luis Forcher und VizBM Walter Laimer zugegen waren, seine Sicht von Europa, von den mythologischen Anfängen (Zeus entführte in Stiergestalt die bildhübsche Europa) bis zu seinen Befürchtungen über einen möglichen EU-Wahlsieg der rechten Parteien. Europa sei ein großes Friedensprojekt, denn eine so lange Friedensperiode von 75 Jahren seit dem Ende des 2. Weltkrieges habe es in Europas Geschichte noch nie gegeben. Europa stehe allerdings auch aus geopolitischer Sicht vor großen Herausforderungen. Peterlini erinnerte an die Wahlen in den USA, an die wirtschaftlichen Herausforderungen mit China, an Russland, an die Migrantenströme aus Afrika. Es bestehe die Gefahr, dass jene Parteien zunehmen, die gegen ein vereintes Europa und für mehr Nationalstaat sind, warnte Peterlini. Mit Verve sprach er sich gegen die Koalition der SVP mit den Postfaschisten aus, die allein dazu diene, Giorgia Meloni salonfähig zu machen.
In der Diskussion wurden die Forderungen nach mehr politischer Bildung in den Schulen, nach mehr Einbindung der Jugend in die Politik und nach besserer Rentenabsicherung der Frauen erhoben. Peterlini erinnerte an die Vorteile, die in Europa erarbeitet worden sind, an das groß angelegte Friedensprojekt, an die offenen Grenzen und an die offene Kommunikation, an den Verbraucherschutz. Peterlini kritisierte auch lokale Politentscheidungen, etwa die „irrsinnige Wohnbaupolitik“, auch weil der Fremdenverkehr die Preise hochtreibe.
Peterlini wollte allerdings auch nach öfterem Nachfragen aus den Zuhörerreihen partout keine Wahlempfehlung abgeben. Wählbar seien jene, die für ein Mehr Europas eintreten. (eb)

Martell - Das Baugrundstück perfekt ausgenutzt, mehr noch, die Natur ins Gebäude geholt und eine unvergleichliche Wohnqualität geschaffen: Jede Wohneinheit in der Wohnsiedlung Kirchacker gleicht einer Aussichtsterrasse. Das Gebäude ist das Siegerprojekt eines vom Institut für sozialen Wohnbau, kurz WOBI, ausgelobten Wettbewerbs, aus dem das Architektenteam Theodor Gallmetzer, Alessandro Scavazza und Carlos Latorre als Sieger hervorging. Am vergangenen 10. Juni wurde die WOBI-Wohnungen Kirchacker an fünf Familien übergeben. Die feierliche Schlüsselübergabe fand im Beisein der Präsidentin des Instituts für sozialen Wohnbau Francesca Tosolini, dem Direktor der Mieterservicestelle Meran Werner Stuppner, dem Bürgermeister Georg Altstääter, Vizebürgermeisterin Heidi Gamper und dem technischen Team vom WOBI statt. „Die Familien, die bei uns Bedarf anmelden, sind gestiegen“, sagte Tosolini und nannte das Gebäude „ein wunderbares Projekt mit einem unvergleichlichen Panorama.“ Man gebe Antworten auf Bedürfnisse. „Wenn wir ein Haus übergeben, dann steht dahinter viel Einsatz und auch Herausforderungen.“ Auf diese blickte Georg Altstätter zurück: „Nach vielen Jahren ist es endlich gelungen dieses Projekt zu Ende zu führen. Vor 12 Jahren hat die Diskussion angefangen. Neue WOBI-Wohnungen waren ein Wunsch, um der Abwanderung entgegen zu treten. Aber: Es gab zu wenig Ansuchen. Die Landesregierung habe dann neue Regelungen für die Gemeinden mit Abwanderungsproblemen gefunden. Martell ist damit neu ins WOBI-Programm aufgenommen worden. Nach langem Hin und Her wurde beschlossen das Gebäude in der neuen Zone Kirchacker zu realisieren. Der Durchführungsplan wurde geändert, das WOBI hat den Grund gekauft und ist in die Planung gegangen. Acht Projekte wurden eingereicht und das Siegerprojekt ermittelt. Hiesige Unternehmen kamen in der Ausführungsphase zum Zug. Altstätter: „Wir sind froh, dass die Firma Baumänner als Generalunternehmen die Ausschreibung gewonnen hat, weil wir wissen, dass diese Firma gut arbeitet.“ Alle fünf Wohnungen konnten nun übergeben werden. Das Ergebnis ist gelungen.
Es braucht ein gutes Miteinander und Füreinander, das betonten alle Anwesenden. Tosolini: „In Harmonie zusammenzuleben ist sehr wichtig, gute Harmonie bedeutet Lebensqualität und Wohlbefinden und ist sehr, sehr wichtig.“ (ap)


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00fb819/vinschgerwind.it/templates/purity_iii/html/com_k2/templates/default/user.php on line 260

SÜDTIROL AKTUELL

AKTUELLE AUSGABE

  • Wer darf/kann BMin?

    Wer darf/kann BMin?

    Schlanders - In der Marktgemeinde Schlanders stehen bei den Gemeinderatswahlen im Mai die größten Änderungen im Vinschgau an. Schlanders bekommt in

    Read More
  • Alpoma gegründet

    Alpoma gegründet

    Vinschgau/Burggrafenamt/Südtirol - Alpoma nennt sich der Zusammenschluss zwischen VIP, VOG und VOG Products. Am vergangenen 27. März erfolgte der „Start in

    Read More
  • Zwei WM-Helden und ihr Moment für die Ewigkeit

    Zwei WM-Helden und ihr Moment für die Ewigkeit

    Die Weltmeisterschaften im Engadin werden für zwei heimische Sportler unvergessen bleiben: Snowboarderin Jasmin Coratti holte sich die Silbermedaille, während Skicrosser

    Read More
  • 1

KLEINANZEIGEN

kla icons

BILDER

Impressionen 2025

impression_1-25

Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-25

Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-25

Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-25

Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-25

Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-25

Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-25

Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2024

impression_1-24

Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-24

Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-24

Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-24

Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-24

Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-24

Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-24

Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-24

Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-24

Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-24

Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-24

Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-24

Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-24

Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-24

Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-24

Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-24

Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-24

Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-24

Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-24

Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-24

Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-24

Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-24

Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-24

Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-24

Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2023

impression_1-23

Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-23

Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-23

Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-23

Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-23

In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-23

Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-23

Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-23

Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-23

Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-23

Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-23

Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-23

In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-23

Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20bis-23

Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-23

Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-23

Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-23

Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-23

Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-23

Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-23

Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-23

Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-23

Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-23

„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-23

Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-23

Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_9-23

St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

WINDMAGAZINE

  • Warm und trotzdem atmungsaktiv. Funktionsbekleidung ermöglicht es uns, selbst bei klirrenden Temperaturen den Schnee und die traumhafte Winterlandschaft zu genießen, ohne ins Frösteln zu kommen. Baumwolle, Fleece oder Daunen? Was…
    weiterlesen...
  • Die tierischen Protagonisten aus der Weihnachtsgeschichte an den Futterkrippen anzutreffen, war einigermaßen überraschend. Weniger unerwartet war, dass ihre Landwirte auch im Winter tüchtig sind. Ein bisschen Zeit für die Ofenbank…
    weiterlesen...
  • Der junge Vinschger Martin Fahrner ist seit 2018 Chef der World Racing  Academy WRA. In der Skisaison 2024/2025 ist er mit 12 Athleten im  internationalen Skizirkus unterwegs. Sein Vater Hans…
    weiterlesen...
  • Promenaden verfügen standesgemäß über besondere Flanierqualitäten, bieten interessante Blickbeziehungen und dienen in der Regel dem Lustwandeln.  Der fünf Kilometer lange Rundweg um den Haider See im Vinschger Oberland vereinigt diese…
    weiterlesen...
  • Ein paar winterliche Überlebensstrategien von Alpentieren und -pflanzen stelle in diesem Beitrag vor. Vereinfacht und in einer systematisierenden Übersicht kann man aktive und passive Überwinterer unterscheiden. Von Wolfgang Platter, dem…
    weiterlesen...
  • Un racconto per immagini di Gianni Bodini   La Val Venosta offre agli amanti degli sport invernali diversi centri ben attrezzati, ma anche per chi si “accontenta” della natura non…
    weiterlesen...
  • Die magische Geschichte der „VALANGA AZZURRA“ („blaue Lawine“),  dem damals erfolgreichsten Ski-Team der Welt rund um Gustav Thöni wurde  verfilmt. Vorgestellt wurde der Kino-Film jüngst am Filmfestival in Rom. von…
    weiterlesen...
  • Unvergessliche Pistenerlebnisse Atemberaubendes Panorama und 44 bestens präparierte Pistenkilometer: In Sulden sind Wintersportträume Wirklichkeit.   Das Skigebiet in Sulden ist kein Geheimtipp, Sulden ist höchstes Niveau, Sulden ist „First Class“:…
    weiterlesen...
  • Schließen Sie die Augen und träumen Sie vom perfekten Winterurlaub mit der Familie … Text: Stephan GanderFotos: Lucas Pitsch / Sebastian Stip In Trafoi, mitten im Nationalpark Stilfserjoch erlebt man…
    weiterlesen...
  • Eine Oase der Ruhe, ein Ziel für Wanderungen, ein beliebter Treffpunkt für Genießer, auch zum Feiern, Ausgangspunkt für Skitouren, eingebettet in einer wunderbaren Bergkulisse: das ist die Berghütte Maseben. Die…
    weiterlesen...
  • Wusstest du, dass die Nährstoffe in Äpfeln die gesundheitliche Wirkung von anderen Lebensmitteln verstärken? VIP hat spezielle Kombinationen mit Vinschger Apfelsorten entwickelt, die überraschend gut schmecken und die Gesundheit fördern.…
    weiterlesen...
  • Die Tage werden kürzer, die Luft frischer, und die Landschaft erstrahlt in reinem Weiß – der Winter in der Ferienregion Reschensee ist da! Eingebettet im malerischen DreiländereckItalien-Österreich-Schweiz erwartet euch ein…
    weiterlesen...
  • Wo die heimischen Alpen in ein winterliches Wunderland verwandelt werden! Dieses Gebiet bietet nicht nur erstklassige Skimöglichkeiten, sondern ist auch ein Ort, der Tradition und Gemeinschaft inmitten der atemberaubenden Natur…
    weiterlesen...
  • Latsch-Martelltal Zwischen kristallklaren Bergseen, dem ursprünglichen Martelltal, dem kargen Sonnenberg und dem sattgrünen Nörderberg liegt das Feriengebiet Latsch-Martell - unterschiedlicher könnte es nicht sein. Als wahres Skitouren Eldorado ist das…
    weiterlesen...

Winterwind 2024

zum Blättern

Winter Magazin - Winterwind 2024 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Skigebiete Skifahren Rodeln Langlaufen Winterwandern Schneeschuhwandern Eislaufen Schöneben Haideralm Sulden Trafoi Watles Ferienregion

KULTURHAUS

THEATER

VERANSTALTUNGEN

interreg banner

BILDUNGSZUG

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.