Die Autonome Region Trentino-Südtirol hat mehr als 12 Millionen Euro für landwirtschaftliche Betriebe bereitgestellt, um die Berglandwirtschaft zu unterstützen und die Produktionstätigkeiten in ungünstig gelegenen Gebieten zu erhalten.
Die Regionalregierung hat auf Vorschlag des Assessors für Sozialvorsorge Carlo Daldoss einen jährlichen Beitrag für Bauern und Halb- und Teilpächter, die in besonders ungünstig gelegenen Betrieben im Gebiet der Region tätig sind, genehmigt. Der Beitrag ist Teil der von den Autonomen Provinzen Trient und Bozen vorgesehenen Maßnahmen zur Ergänzungsvorsorge.
Der Beitrag im Detail
Der Beitrag sieht die teilweise Rückerstattung der beim NIFS eingezahlten Rentenbeiträge vor, wobei die Höhe des Beitrags davon abhängt, wie ungünstig die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe ist.
Daten zu den eingereichten Gesuchen
Laut der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) wurden zum 25. Februar 2025 in Südtirol 3.471 Gesuche eingereicht (+136 im Vergleich zum Vorjahr) mit einem ausgezahlten Gesamtbetrag in Höhe von 7.536.269,53 Euro.
Im Trentino gehen aus den Daten der Agentur für Fürsorge und ergänzende Vorsorge (APAPI) folgende Zahlen hervor: 2.050 Gesuche (- 12 im Vergleich zum Vorjahr) mit einem ausgezahlten Gesamtbetrag in Höhe von 4.648.641,00 Euro.
Der Regionalassessor für Sozialvorsorge Carlo Daldoss erklärte: „Diese Beiträge sind eine konkrete Hilfe für landwirtschaftliche Betriebe, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten, und garantieren ihnen eine grundlegende finanzielle Unterstützung zum Fortführen ihrer Produktionstätigkeit in den Berggebieten.“
SOSTEGNO ALL’AGRICOLTURA: LA REGIONE STANZIA FONDI PER AZIENDE IN CONDIZIONI SVANTAGGIATE
La Regione autonoma Trentino – Alto Adige/Sudtirol ha stanziato oltre 12 milioni di euro per le aziende del territorio. L’iniziativa mira a sostenere l’agricoltura di montagna e preservare le attività produttive nelle zone più difficili.
La Giunta regionale, su proposta dell'assessore alla previdenza Carlo Daldoss, ha approvato un contributo annuo a favore dei coltivatori diretti, mezzadri e coloni operanti in aziende agricole che si trovano in condizioni particolarmente difficili sul territorio regionale. L'intervento rientra nelle misure di previdenza integrativa previste dalle normative delle Province autonome di Trento e Bolzano.
Dettagli del contributo
Il contributo prevede il rimborso parziale della contribuzione previdenziale versata all'INPS, con percentuali diverse a seconda delle condizioni di svantaggio delle aziende agricole.
Dati sulle domande presentate
Secondo l'Agenzia per lo sviluppo sociale ed economico (ASSE), al 25 febbraio 2025 in Alto Adige sono state presentate 3.471 domande (+136 rispetto all'anno precedente), per un totale di 7.536.269,53 euro erogati:
In Trentino, i dati dell'Agenzia provinciale per l'assistenza e la previdenza integrativa (APAPI) indicano 2.050 domande (-12 rispetto all'anno precedente) per un totale di 4.648.641,00 euro erogati:
“Questi contributi rappresentano un aiuto concreto per le aziende agricole che operano in contesti difficili – ha dichiarato l’assessore regionale alla previdenza Carlo Daldoss – garantendo loro un sostegno economico fondamentale per la continuità delle attività produttive nelle zone di montagna.
INTERVISTA VIDEO CARLO DALDOSS
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INTERVISTA AUDIO CARLO DALDOSS
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IMMAGINI DI COPERTURA
Bozen, 21. März 2025 – Im Rahmen der Kampagne "Mahlzeit" der OEW fand gestern im Filmclub Bozen eine besondere Veranstaltung zum Thema Wasserknappheit und Gletscherschmelze statt. Der Abend begann mit der Vorführung des Kurzfilms The Ice Builders, der eine kleine Realität im Himalaya beleuchtet und zeigt, wie Dorfbewohner in der abgelegenen Zanskar-Region versuchen, Wasser für den Sommer zu speichern. Ohne Pumpen sind sie vollständig von Regen, Schnee und Gletschern abhängig. Doch das Klima verändert sich – es wird nicht mehr so kalt wie früher. Die Botschaft eines Bewohners aus der Hochgebirgsregion: “People in cities should live simply so that we simply can live” Die Menschen in den Städten sollten einfacher leben, damit jene in höheren Lagen weiterhin existieren können.
Gletscher spielen eine essenzielle Rolle im globalen Wasserkreislauf. Sie speichern 75 % des weltweiten Süßwassers, doch bis 2100 könnten sie zwischen 20 % und 50 % ihrer Masse verlieren – mit gravierenden Folgen für Wasserverfügbarkeit und Biodiversität. Diese Thematik stand im Zentrum der anschließenden Diskussionsrunde mit renommierten Experten:
Während der Diskussion wurde deutlich, dass es für die Gletscher in Südtirol bereits zu spät sein könnte. Roberto Dinale sprach von den noch rund 166 existierenden Gletschern, doch Georg Kaser betonte, dass es in Südtirol nichts mehr zu schützen gäbe – die Schmelze sei bereits voll im Gange. Dinale hob hervor, dass Klimaanpassungsmaßnahmen notwendig sind und sie mit allen InteressensvertreterInnen abgestimmt werden müssen. Eine Frage aus dem Publikum bezog sich auf die geplanten Speicherbecken in Kaltern: Es sei essentiell, die verschiedenen Standpunkte und die Dringlichkeit abzuwägen und geeignete Lösungen gemeinsam zu definieren.
Auch Gottfried Leitgeb, mit über 40 Jahren Erfahrung als Hüttenwirt der Rieserfernerhütte, betonte die Notwendigkeit, sich für die Zukunft zu rüsten. Er stellte in den Raum, ob es auf hochgelegenen Hütten wirklich Duschen mit Warmwasser und sonstigem Luxus benötige. Schließlich handle es sich um Schutzhütten und keine Hotels. Brigitte Gritsch, die im Vinschgau einen Selbstversorgergarten für Freunde und Familie betreibt, merkte an, dass in Zeiten der Wasserknappheit Selbstversorgergärten in der Verteilerhierarchie ncht vorkommen.
Linda Schwarz wurde gefragt, ob es nicht egoistisch sei, "das zu schützen, was man liebt, aus reiner Vergnügung". Ihre Antwort bewies das Gegenteil: Der Outdoor-Sport biete eine Plattform, um eine privilegierte Gesellschaftsschicht zu erreichen und für den Klimaschutz zu mobilisieren. Aktivismus nehme heute neue Formen an und werde von bekannten SportlerInnen unterstützt und nach außen getragen. Georg Kaser ergänzte, dass genau solche Organisationen in dieser Phase der Erderwärmung nötig seien, um auf schwerwiegende Folgen für Mensch und Natur aufmerksam zu machen. Die Politik sei bislang nicht in der Lage gewesen, dieses Problem zu lösen – es müsse ein Umdenken auf Wählerseite stattfinden.
Den zweiten Teil des Abends bildete die Vorführung des Films Downstream, produziert von POW in Zusammenarbeit mit Icebreaker. Der Dokumentarfilm thematisiert die globalen Auswirkungen des Klimawandels auf Flüsse und die Gesellschaft vor Ort. Er zeigt auf, welche Verantwortung sowohl Einzelpersonen als auch die Outdoor-Industrie tragen, um dem drastischen Klimawandel entgegenzuwirken.
Die Problematik des Gletscherschwunds hat inzwischen auch auf internationaler Ebene hohe Relevanz erlangt. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2025 offiziell als "Internationales Jahr des Gletscherschutzes" ausgerufen. Der Film Downstream wurde kürzlich auf der renommierten Sustainability Week des Economist in London präsentiert und beim UNESCO Headquater in Paris, anlässlich des Welt-Gletscher- und Weltwassertags gezeigt. Auch in New York wird der Trailer zum Film im UN-Hauptquartier, mit der Alpinistin Angela Hawse, präsentiert. Ein weiterer Höhepunkt: Am 8. April wird Downstream im EU-Parlament gezeigt, um auf die Relevanz der Thematik aufmerksam zu machen.
Die Outdoor-Community fordert Europa dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft zu ergreifen. Der Schutz der Gletscher ist nicht nur eine Frage der Bergwelt, sondern eine globale Krise, die Trinkwasserversorgung, Nahrungsmittelproduktion und Energiegewinnung betrifft.
Zum Abschluss rief Linda Schwarz als Aktivistin dazu auf, sich aktiv in die Gemeindeentwicklungsprogramme für Raum und Landschaft einzubringen. Der partizipative Prozess sei eine gute Möglichkeit, dem Klimawandel vor Ort entgegenzuwirken. Durch ko-kreative Ansätze könnten die Menschen selbst die Veränderungen der nächsten 15–20 Jahre mitgestalten.
"Ghiacciai in trasformazione: serata cinematografica al Filmclub di Bolzano illumina il cambiamento climatico e la scarsità d'acqua"
Bolzano, 21 marzo 2025 - Nell'ambito della campagna "Mahlzeit" della OEW, si è svolto ieri al Filmclub di Bolzano un evento speciale sul tema della scarsità d'acqua e dello scioglimento dei ghiacciai. La serata è iniziata con la proiezione del cortometraggio The Ice Builders, che mostra una piccola realtà dell'Himalaya e racconta come gli abitanti del remoto Zanskar tentino di immagazzinare acqua per l'estate. Senza pompe, dipendono interamente dalla pioggia, dalla neve e dai ghiacciai. Ma il clima sta cambiando: non fa più così freddo come un tempo. Il messaggio di un abitante della regione d'alta montagna: "People in cities should live simply so that we simply can live" - le persone nelle città dovrebbero vivere in modo più semplice affinché noi possiamo semplicemente sopravvivere.
I ghiacciai svolgono un ruolo essenziale nel ciclo idrico globale. Essi immagazzinano il 75% dell'acqua dolce del mondo, ma entro il 2100 potrebbero perdere tra il 20% e il 50% della loro massa, con gravi conseguenze per la disponibilità idrica e la biodiversità. Questa problematica è stata al centro della tavola rotonda successiva, che ha visto la partecipazione di rinomati esperti:
Durante la discussione è emerso che per i ghiacciai dell'Alto Adige potrebbe essere già troppo tardi. Roberto Dinale ha parlato dei circa 166 ghiacciai ancora esistenti, ma Georg Kaser ha sottolineato che non c'è più nulla da proteggere: lo scioglimento è già in atto. Dinale ha sottolineato che sono necessarie misure di adattamento climatico e che devono essere concordate con tutte le parti interessate. Una domanda dal pubblico ha riguardato i bacini di accumulo previsti a Caldaro: è essenziale valutare i diversi punti di vista e l'urgenza della questione, definendo insieme soluzioni adeguate.
Anche Gottfried Leitgeb, con oltre 40 anni di esperienza come gestore del rifugio Vedrette di Ries, ha sottolineato la necessità di prepararsi per il futuro. Ha sollevato la questione se sia davvero necessario avere docce con acqua calda e altri comfort in alta quota, considerando che si tratta di rifugi e non di hotel. Brigitte Gritsch, che gestisce un orto autosufficiente per amici e famiglia in Val Venosta, ha osservato che, in tempi di scarsità d'acqua, gli orti autosufficienti non rientrano nella gerarchia di distribuzione.
A Linda Schwarz è stato chiesto: "Non è egoistico proteggere solo ciò che si ama, per puro piacere personale?" La sua risposta ha dimostrato il contrario: lo sport outdoor offre una piattaforma per sensibilizzare una fascia privilegiata della società e mobilitarla per la protezione del clima. L'attivismo oggi assume nuove forme ed è supportato da atleti noti che diffondono il messaggio. Georg Kaser ha aggiunto che organizzazioni come POW sono necessarie in questa fase del riscaldamento globale per evidenziare le gravi conseguenze per l'uomo e la natura. La politica finora non è stata in grado di risolvere il problema: è necessario un cambiamento di mentalità tra gli elettori.
La seconda parte della serata ha visto la proiezione del film Downstream, prodotto da POW in collaborazione con Icebreaker. Il documentario affronta l'impatto globale del cambiamento climatico sui fiumi e sulle comunità locali, evidenziando la responsabilità sia degli individui che dell'industria outdoor nel contrastare il drastico cambiamento climatico.
La problematica dello scioglimento dei ghiacciai ha ormai rilevanza a livello internazionale. Le Nazioni Unite hanno ufficialmente proclamato il 2025 "Anno Internazionale della Protezione dei Ghiacciai". Il film Downstream è stato recentemente presentato alla rinomata Sustainability Week dell'Economist a Londra e presso la sede UNESCO a Parigi, in occasione della Giornata Mondiale dei Ghiacciai e dell'Acqua. Anche a New York il trailer del film verrà mostrato presso la sede ONU, con la partecipazione dell'alpinista Angela Hawse. Un altro momento significativo sarà l'8 aprile, quando Downstream verrà proiettato al Parlamento Europeo per sensibilizzare sulla rilevanza della questione.
La comunità outdoor chiede all'Europa di assumersi la responsabilità e di adottare misure per un futuro vivibile. La protezione dei ghiacciai non riguarda solo le montagne, ma è una crisi globale che coinvolge l'approvvigionamento di acqua potabile, la produzione alimentare e la generazione di energia.
A conclusione dell'evento, Linda Schwarz ha esortato tutti a partecipare attivamente ai programmi di sviluppo comunale per il territorio e il paesaggio. Il processo partecipativo è un'ottima opportunità per contrastare il cambiamento climatico a livello locale. Attraverso approcci co-creativi, le persone possono contribuire direttamente alle trasformazioni dei prossimi 15-20 anni."
Euregio-Fachvorstand für Familie hat in Bozen getagt – Vorschlag für Verlängerung der Vorteilskarte für Familien in Tirol, Südtirol und Trentino um drei Jahre – Angebot ausbauen und harmonisieren
BOZEN (LPA). Der EuregioFamilyPass soll bei den Familien in Tirol, Südtirol und im Trentino noch bekannter werden und noch mehr Vorteile bringen. Dieses Ziel verfolgt ein neues Abkommen der drei Euregio-Länder, auf das sich der Euregio-Fachvorstand für Familie am 24. März in Bozen geeinigt hat und das der Euregio-Vorstand am 21. Mai offiziell beschließen wird.
Der EuregioFamilyPass ist eine Karte für Familien mit minderjährigen Kindern aus allen Ländern der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. In ihr fließen der "Tiroler Familienpass", der "EuregioFamilyPass Südtirol" und die Trentiner "Family Card" zusammen. Die Familien können nicht nur die Vergünstigungen des eigenen, sondern auch der anderen beiden Euregio-Länder in Anspruch nehmen. Seit dem Start im Jahr 2017 wurde das Angebot laufend ausgebaut. Heute umfasst es mehr als 1000 Vorteile bei öffentlichen und privaten Vorteilsgebern.
"Den eingeschlagenen Weg wollen wir mit neuer Kraft weiter gehen", sagte der Euregio-Präsident, Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher in seinen Grußworten: "Unser Ziel geht weit über die finanzielle Hilfestellung hinaus: Wir wollen das Gemeinschaftserlebnis der Familien stärken und sie dazu anregen, die anderen Euregio-Länder aktiv zu erleben und deren Grenzen zu überwinden."
Das aktuelle Drei-Jahres-Abkommen läuft am 4. Juli 2025 aus. Die Vorsitzende des Fachvorstandes, Südtirols Familienlandesrätin Rosmarie Pamer erklärt: "Wir verlängern das Abkommen nicht nur, sondern wollen mit einer neuen Strategie in verschiedenen Schwerpunkten, beispielsweise Mobilität und Kultur, Freizeit, Gastronomie und Beherbergung, weitere Vorteilsgeber gewinnen und die Vergünstigungen harmonisieren."
Die Tiroler Familienlandesrätin Astrid Mair ergänzt: "Grenzüberschreitende Projekte wie der EuregioFamilyPass bringen der Bevölkerung einen echten Mehrwert – gerade in Zeiten der Teuerung. Durch eine noch stärkere Einbindung von Gemeinden, Bildungseinrichtungen und anderen Entscheidungsträgerinnen und -trägern wollen wir das Angebot weiter ausbauen."
Die online zugeschaltete Trentiner Familienlandesrätin Francesca Gerosa erklärt: "Aufbauend auf der bisherigen Zusammenarbeit setzen wir in den nächsten Jahren neue Impulse, um den Familien noch breitere und vielfältigere Dienstleistungen anzubieten und zwischen unseren Ländern noch stärker zusammenzuarbeiten."
Die Familienlandesrätinnen sind sich einig, dass viele Familien die Vorteile des EuregioFamiliyPass gar nicht kennen und rufen dazu auf, ihn aktiv zu nutzen.
Voraussetzungen,Antragsmodalitäten und Vorteile auf der Euregio-Website unter EuregioFamilyPass.
Ob beim Wandern (im Bild), Einkaufen, Kulturbesuch und vielem mehr: Mit dem EuregioFamilyPass gibt es mehr als 1000 Vergünstigungen in Tirol, Südtirol und im Trentino. (Foto: LPA/Familienagentur/Harald Wisthaler)EuregioFamilyPass im Detail
Werdegang: Gestartet war der EuregioFamilyPass im Jahr 2017 als Projekt des EU-Interreg-Programms Italien-Österreich. In einem Abkommen am 5. Juni 2022 hat die Euregio beschlossen, die Familienkarte als eigenständiges Projekt der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino für drei Jahre weiterzuführen. Nun schlägt der Euregio-Fachvorstand für Familie dem Euregio-Vorstand die Verlängerung um weitere drei Jahre und eine Strategie zum Ausbau der Angebote vor.
Übersicht: Alle aktuellen Angebote des EuregioFamilyPass auf einen Blick liefert eine eigene virtuelle Euregio-Karte auf der Euregio-Website. Die familienfreundlichen Aktionen reichen von ermäßigten Freizeit- und Kulturangeboten über Vergünstigungen im Handel bis hin zu Rabatten bei diversen Dienstleisterinnen und Dienstleistern sowie Verkehrsbetrieben.
Broschüre: Auf Fragen zur Nutzung der zahlreichen Angebote sowie zu diversen landesspezifischen Akzenten gibt auch die EuregioFamilyPass Informationsbroschüre kompakte Antworten.
Kriterien: Anspruchsberechtigt sind alle Familien, die in der Euregio ansässig sind und mindestens ein Kind unter 18 Jahren haben. Die genauen Kriterien sind hier zu finden: Für Tirol, Südtirol, Trentino
Anträge: Beantragen kann man den EuregioFamilyPass im jeweiligen Wohnsitzland: Tirol, Südtirol, Trentino
gst
Das dritte und letzte Wochenende der Meraner Kabarett Tage 2025 steht bevor: Am 23. März kommt Sonja Pikart nach Meran – sie hat 2024 den Österreichischen Kabarettpreis gewonnen. Drei Anarcho-Brüder aus Bayern beschließen die diesjährige Festivalausgabe: Die Well-Brüder aus’m Biermoss besingen in „Alpinismo Tropical“ die Absurditäten der Alpenregion – Musikkabarett vom Feinsten am Sonntag, 30. März um 18 Uhr im Kursaal.
Das zweite Wochenende der Meraner Kabarett Tage ist Geschichte: Nach Eva Maria Marold und Dominic Deville zum Festivalauftakt, haben am letzten Wochenende Kabarettlegende Andreas Vitasek (vor ausverkauftem Haus im Meraner Kursaal) und Simone Solga, die freche Schnauze aus Leipzig, das Meraner Publikum begeistert – freut sich das Team der Meraner Kabarett Tage mit Robert Asam, Meinhard Khuen, Roland Klotz und Marion Thöni.
Mit Sonja Pikart gibt sich am Freitag, 28. März die Trägerin des österreichischen Kabarettpreises 2024 die Ehre. In „Halb Mensch“ seziert sie die Welt messerscharf und macht doch Mut. Die Süddeutsche Zeitung hat über das Programm geschrieben: „Das kluge Kabarett lebt.“ Und die Jury des Österreichischen Kabarettpreises hat geurteilt: „Pikart versteht es wie keine Zweite, den grassierenden Untergangsfantasien die Zähne zu zeigen. Wo steht geschrieben, dass man sich den allgegenwärtigen Herausforderungen nicht mit Witz und Fantasie stellen kann?” Also kratzt Sonja Pikart am Lack des Patriarchats und tanzt auf den Trümmern einer trostlosen Gegenwart. Doch keine Angst, schneller als das Publikum glauben kann, findet es sich auf einem Trip wieder, der einen die Zukunft mit anderen Augen sehen lässt. Themen wie Feminismus und Patriachat, Klimaschutz und Hedonismus, Veganismus und Humanismus ringen miteinander. Ein irrwitziges und brillantes Programm am Freitag, 28. März um 20 Uhr im Pavillon des Fleurs.
Musik zum Anfang und zum Schluss: Am Sonntag, 30. März sind die Well-Brüder aus’m Biermoos im Meran zu Gast. Mit Ihrem Programm „Alpinismo Tropical“ sorgen die Anarcho-Brüder aus Bayern für einen fulminanten Abschluss der 5. Meraner Kabarett Tage. Es ist ein Ausflug in die Absurditäten der Alpenregionen:
Heimatverbrechen, Scheinheiligkeit, Skilifte und noch mehr Beton. Stofferl, Karl und Michael Well haben schottische Vorfahren, bayerische Wurzeln und ein weltoffenes Gemüt. Sie singen an gegen Stumpfsinn und Populismus. Ein bairischer Rap trifft auf einen herzergreifenden Jodler - nonkonform, satirisch und stets humorvoll. Und wenn die Well-Brüder zur „Lesung aus dem Buche Bayerns“ ansetzen, riecht man den Weihrauch förmlich. Das alles in bewährter Biermösl-Tradition mit vertrauten musikalischen Klängen, mehreren Instrumenten und satirisch-scharfen Texten im heimatlichen Dialekt. Sonntag, 30. März um 18 Uhr im Kursaal Meran.
Programm-Info Meraner Kabarett Tage www.art.kallmuenz.it
Tickets: www.ticket.bz.it
Kasse Stadttheater Bozen, Verdiplatz 40 Tel. 0471 05 38 00 – info@ticket.bz.it
PROGRAMM
Sonja Pikart (D/A)
„Halb Mensch”
Freitag | 28.03.2025 | 20.00 Uhr | Pavillon des Fleurs
Well Brüder aus’m Biermoos (D)
„Alpinismo tropical“
Sonntag | 30.03.2025 | 18.00 Uhr | Kursaal
Über 30 Vereine und Verbände richten einen Appell an die Politik
Südtirol will mit seinem Klimaplan bis 2040 die Klimaneutralität, also netto-null-CO2-Emissionen, erreichen. Dieses Ziel ist wertvoll, aber nur mit klaren verlässlichen Regeln erreichbar. Dazu brauchen wir ein verbindliches Landesklimagesetz. Darin sind sich über 30 Vereine und Verbände aus den unterschiedlichen Sektoren, wie Jugend, Soziales, Gewerkschaften, biologische Landwirtschaft, Kultur, Umweltschutz und ein kirchliches Institut einig. Daher präsentierten sie am 21. März gemeinsam ihr Manifest für ein Landesklimagesetz.
Obwohl schon zahlreiche Maßnahmen zur Energiewende und CO2-Minderung in Gang gesetzt worden sind, steigen die Treibhausgasemissionen weiter an. Laut Plan müssten sie in 5 Jahren gegenüber 1990 halbiert werden. Im Klimaland Südtirol hat der Klimaschutz zu Recht einen hohen Stellenwert, doch die konkrete Klimaschutzpolitik scheint zu kurz zu greifen. Dies liegt auch daran, dass weder der Klimaplan noch die CO2-Minderungsziele gesetzlich verankert und daher für die Politik und Planungstätigkeit des Landes nicht allgemein verbindlich sind.
Daher fordern Vertreter*innen von über 30 Vereinen und Verbänden aus den Sektoren Jugend, Soziales, Gewerkschaften, biologische Landwirtschaft, Kultur, Umweltschutz und ein kirchliches Institut in einem am Freitag, den 21. März im Naturmuseum Bozen vorgestellten Manifest ein Landesklimagesetz als Ergänzung und Grundlage zu den bestehenden Maßnahmen für wirksamen und zielführenden Klimaschutz. Ein Landesklimagesetz soll klare Ziele und Zwischenziele festlegen, regelmäßige Berichte und notwendige Korrekturen vorschreiben sowie Verfahren und Verantwortlichkeiten regeln. Zudem sollen Beratungs- und Beteiligungsgremien geschaffen und bestimmte Klimaschutzpflichten für Gemeinden und Bürger*innen eingeführt werden.
Der Klimaschutz als ressortübergreifende und langfristige Aufgabe muss in einem Landesgesetz verankert werden, um zu greifen, betonte Elisabeth Ladinser Präsidentin des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz für die Initiatoren des Vorschlags und Manifests. Thomas Benedikter ergänzte in Vertretung des Heimatpflegeverbands: „Südtirol kann sich dabei an zahlreichen Beispielen in verschiedenen Bundesländern Deutschlands, Schweizer Kantonen und anderen Regionen orientieren“. Auch wenn Italien noch kein nationales Klimagesetz hat, stünde es den Regionen und Autonomen Provinzen frei, ihre Zuständigkeiten für konsequenten Klimaschutz zu nutzen und die entsprechenden Regelungen in einem Landesgesetz zu bündeln. David Hofmann von Climate Action South Tyrol zeigte sich überzeugt: „Ein Landesklimagesetz schafft nicht nur für Unternehmen und öffentliche Hand mehr Planungssicherheit. Es verleiht dem Klimaschutz auch in der Bevölkerung insgesamt wieder den notwendigen höheren Stellenwert. Der Klimawandel schreitet voran, unabhängig von politischen Konjunkturen.“
Neben den Initiatoren plädierten weitere 6 Vertreter*innen von Verbänden für eine landesgesetzliche Verankerung des Klimaschutzes in Südtirol: für den ASGB Tony Tschenett, für den Dachverband Gesundheit und Soziales Georg Leimstädtner, für den VKE Maria Larcher, für den AVS Cristian Olivo und für den CAI Carlo Zanella. Don Paolo Renner vom Institut De Pace Fidei schloss den Reigen der Unterstützer mit einem beherzten Aufruf ab.
Alle Unterstützer*innen sehen sich geeint in der Forderung, rasch ein Landesklimagesetz zu verabschieden, weil sonst die Weichen in Richtung CO2-Reduktion nicht rechtzeitig oder nicht ausreichend wirksam gestellt werden. Es geht um ein Gesetz, das der Nachhaltigkeitsstrategie von 2019 und dem Klimaplan von 2023 einen tragfähigen normativen Boden verleiht und die die sozial gerechte Umsetzung der Maßnahmen gewährleistet. Die Unterstützer*innen verweisen auf die vielfachen Chancen, die der Ausstieg aus der fossilen Energie eröffnet, von der Selbstversorgung mit Energie über bessere Umwelt- und Lebensqualität bis hin zu wirtschaftlichen Standortvorteilen Südtirols. Der Vorschlag wird nun gemeinsam mit der Einladung zur Fachtagung am 11. April allen Fraktionen im Landtag und der Landesregierung übermittelt.
Bei der Fachtagung am 11. April 2025 in Bozen wird die Thematik Klimagesetz mit internationalen Experten vertieft und einer breiten interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
„Brand aus“ konnten Bürgermeister Mauro Dalla Barba und Feuerwehrkommandant Alexander Mantinger bei der Sitzung der Leitstelle am Donnerstag, 20.03.25 im Rathaus von Latsch verkünden. Der Waldbrand am Sonnenberg bei St. Martin im Kofel hat somit sein offizielles Ende gefunden. Laut dem Vizekommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Latsch, Felix Weitgruber, haben am Sonntag, 16.03.25 letzte Drohnenflüge durch die FF Burgstall stattgefunden. Mittels Wärmebildkamera sollte so sichergestellt werden, dass keine weiteren Glutnester vorhanden sind. Dass bereits seit Montag kein Rauch mehr zu sehen war und auch kein Feuer mehr ausgebrochen ist, zeigt dass die Nachlöscharbeiten sehr erfolgreich und professionell durchgeführt wurden. Bis zum Schluss hat der Zug St. Martin im Kofel der Freiwilligen Feuerwehr Latsch die Brandstellen täglich kontrolliert. Sämtliches Löschmaterial, wie Schläuche und Pumpen, werden in den kommenden Tagen von den Feuerwehren aus dem Gelände abtransportieren.Die Forstbehörden des Landes Südtirol beginnen sofort mit den Säuberungs- und Aufräumarbeiten im Gelände. Instabile Bäume müssen gefällt, lose Steine entfernt und Wanderwege gesäubert werden. Die Zufahrtsstraße nach St. Martin im Kofel ist deshalb aus Sicherheitsgründen bis auf Wiederruf von 8:00 bis 13:00 Uhr und von 13:30 bis 16:30 für den Verkehr gesperrt. Die Seilbahn St. Martin im Kofel ist ab Freitag, 21.03.25wieder für den normalen Personentransport zugänglich. Sämtliche Wanderwege und Biketrails werden ebenso wieder geöffnet sein. Eine Ausnahmen bildet der Weg Nr. 9, der durch das Brandgebiet führt und auch weiterhin gesperrt bleibt. Der Montesole/Sunny Benny-Biketrail wird, vorbehaltlich Änderungen, ab Freitagnachmittag befahrbar sein.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten achtsam zu sein. Sollte aus dem Brandgebiet wieder Rauch aufsteigen, oder sogar Feuer zu sehen sein, ist umgehend die Feuerwehr zu verständigen.
„Nur durch vereinte Kräfte und den Einsatz aller konnte Schlimmeres verhindert und der Fortbestand der Höfe in St. Martin im Kofel gesichert werden“, so Bürgermeister Mauro Dalla Barba abschließend.
Landesforstdienst zählt in Zusammenarbeit mit Jägerschaft Rotwild, um Entwicklung der Bestände zu beobachten - Zahlen des Rotwildes in 20 Jahren verdoppelt
BOZEN (LPA). Seit dem Jahr 2000 führt der Landesforstdienst jährlich in ganz Südtirol systematische Rotwildzählungen durch, um die Entwicklung der Bestände im Auge zu behalten. Im Falle eines Anstiegs oder Rückgangs der Population kann die forstliche, landwirtschaftliche und jagdliche Bewirtschaftung schnell mit geeigneten Maßnahmen reagieren. Die ersten Zählungen sind diese Woche im Bezirk Brixen vorgenommen worden. Rotwild gehört zur Familie der Hirsche und zu den größten in Europa freilebenden Wiederkäuern. Der Name kommt vom rotbraunen Sommerfell.
"Die Zählung von Wildtieren gehört zu den grundlegenden Aufgaben im Wildtiermanagement," unterstreicht Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Das Wildtiermanagement umfasst Bereiche wie Ökologie oder Naturschutz sowie den Ausgleich zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belangen. "Es hat das Ziel, die gemeinsame Nutzung der Kulturlandschaft durch Wildtiere und Menschen in Einklang zu bringen", betonte Walcher.
Gezählt wird mittels Scheinwerfertaxation bei Nacht, wobei die offenen Flächen mit Scheinwerfern und zunehmend auch schonender mittels Wärmebildkameras beleuchtet und das vorhandene Wild erfasst wird. "Um zu vermeiden, dass Wild doppelt gezählt wird, müssen alle Reviere beziehungsweise Revierteile, die einer Populationseinheit angehören, zum selben Zeitpunkt gezählt werden", berichtet Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement. Dies bringt großen organisatorischen Aufwand mit sich: Pro Revier werden mehrere Zählteams benötigt, die sich aus Bediensteten des Landesforstkorps beziehungsweise der Landesabteilung Forstwirtschaft sowie Jagdaufsehern und Jägerinnen und Jägern zusammensetzen und koordiniert werden müssen.
"Insgesamt lässt sich, wie in ganz Mitteleuropa, über die vergangenen zwei Jahrzehnte ein Aufwärtstrend der Rotwildpopulationen erkennen", legt Landesforstdirektor Günther Unterthiner dar. Rotwild profitiert von den offenen Kulturlandschaften und letztendlich auch vom globalen Klimawandel: Der erhöhte Nährstoffeintrag und das dadurch zunehmende Wachstum von pflanzlichem Material fördert diesen Trend. Wurden im Jahr 2005 circa 5000 Stück Rotwild landesweit gezählt, waren es in den vergangenen Jahren bei sehr guten Bedingungen knapp 10.000 Stück. Der Anstieg war vor Jahren noch vor allem in der westlichen Landeshälfte zu erkennen. "In den vergangenen Jahren stiegen die Zahlen zunehmend auch in den zentralen und östlichen Landesteilen, was nicht nur die Jägerschaft, sondern auch die Land- und Forstwirtschaft vor große Herausforderungen stellt. Aus Erfahrung wissen wir, dass reine jagdliche Maßnahmen nicht wirksam sind. Vielmehr muss ein integrales Management angewandt werden, in dem die Interessen der verschiedenen Landnutzer miteinbezogen werden", erklärt Unterthiner.
Rotwildzählungen
Die Rotwildzählungen erfolgen immer im Frühjahr, abhängig von Vegetationsfortschritt, Wetter und Schneelage, im Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte April. Dazu wird Südtirol in zwölf Populationseinheiten unterteilt: Obervinschgau, Mittelvinschgau, Nationalpark Stilfser Joch, Ulten-Meran Süd, Sarntaler Alpen, Passeier, Bozen-Unterland, Wipptal, Brixen-Bruneck, Zillertaler Alpen, Oberpustertal und Überetsch. Populationseinheiten sind zusammenhängende Lebensräume, die aufgrund der Orographie so abgegrenzt sind, dass der Großteil des Rotwildes ganzjährig in diesem Gebiet verbleibt.
Die erhobenen Daten werden im Landesamt für Wildtiermanagement gesammelt und digitalisiert und jährlich als Bericht auf der Website des Landesamtes für Wildtiermanagement veröffentlicht: forstdienst.provinz.bz.it/de/wildtiermanagement/rotwild.
Die Tendenz der Zählung über mehrere Jahre bildet eine wichtige Grundlage für die jährliche Abschussplanung, die in den acht Jagdbezirken abgehalten wird.
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Neues Südtiroler Gletscherinventar – Gletscherschwund im Osten stärker ausgeprägt – Jahr 2025 zum Internationalen Jahr zur Erhaltung der Gletscher erklärt – 21. März seit heuer Welttag der Gletscher
BOZEN (LPA). Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2025 zum Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher erklärt und den 21. März zum Welttag der Gletscher. Damit soll weltweit auf die fundamentale Rolle der Gletscher im globalen Klimasystem und ihre Bedeutung für den Wasserkreislauf hingewiesen werden. "Im Laufe dieses Jahres werden zahlreiche internationale, aber auch nationale und lokale Veranstaltungen die Aufmerksamkeit auf diese Themen lenken. In Südtirol werden zahlreiche Initiativen vom Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen in der Agentur für Bevölkerungsschutz, der für Glaziologie zuständigen Stelle des Landes Südtirol, koordiniert", fasst der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger zusammen: Dazu gehört etwa die Neuauflage der Wanderausstellung Goodbye Glaciers, die in Zusammenarbeit mit Eurac Research, der Universität Innsbruck und dem Museum der Wissenschaften Muse in Trient erstellt wurde und im Sommer in Trient, Bozen und Innsbruck zu sehen ist. Zudem wurde der Weißbrunnferner symbolisch in die weltweite Liste der Opfer des Klimawandels aufgenommen: glaciercasualtylist.rice.edu. Im Ultental wird ein Lehrpfad eingerichtet, der sich mit der von den Gletschern geformten Landschaft und ihrer jüngsten Entwicklung befasst.
"Gletscher sind Seismographen für den Klimawandel", sagt Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher und verweist auf Südtirols Klimaplan 2040: "Der Klimaplan ist ein wichtiger Wegweiser für eine zukunftsfähige Entwicklung. Er verknüpft zentrale Lebensbereiche wie Energie, Verkehr und Landwirtschaft auf dem Weg der notwendigen Veränderungen. In einem gemeinsamen gesellschaftlichen Prozess wird er kontinuierlich weiterentwickelt, damit wir unser Ziel, in 15 Jahren klimaneutral zu sein, auch erreichen."
"Seit dieser Woche liegen die vorläufigen Ergebnisse des neuen Südtiroler Gletscherinventars 2023 vor", berichtet der Direktor des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen Roberto Dinale: "Erstellt hat ihn der österreichische Glaziologe Stephan Galos im Auftrag des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen, ausgehend von zwischen dem 7. und 9. September 2023 aufgenommenen Luftaufnahmen und vor allem aus den Orthofotos und dem daraus abgeleiteten digitalen Geländemodell. Gleichzeitig wurden auch die Daten von 1997, 2005 und 2017 überarbeitet."
Im Jahr 2023 hat sich die Fläche der Südtiroler Gletscher auf 72 Quadratkilometer reduziert, während sie 2017 noch 85,9 Quadratkilometer und 1997 122 Quadratkilometer betrug, was eine Flächenreduktion von 16,2 beziehungsweise 41,0 Prozent bedeutet. Der Rückgang der Gletscherflächen hat seit 2003 rasant zugenommen, in den vergangenen zehn Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit. Und das, obwohl sich die Gletscher in immer höhere Lagen zurückziehen, was darauf hindeutet, dass sie von einem Gleichgewicht weit entfernt sind.
Der Gletscherschwund ist in ganz Südtirol signifikant, aber im Osten stärker ausgeprägt, wo die Gletscher im Durchschnitt dünner und weniger strukturiert sind als im Westen. Die einzige Ausnahme bildet die Texelgruppe, wo sehr kleine Gletscher schneller auf den Klimawandel reagieren. Genau in diesen Gebieten hat der neue Gletscherkataster auch das Verschwinden zweier Gletscher offiziell festgehalten: des Rotsteinferners in der Rieserfernergruppe und des Blaulackferners im Zieltal. Das Schwinden der Gletscher geht mit ihrer fortschreitenden Fragmentierung einher und mit einem Anstieg der Anzahl der Gletscherteile von 325 im Jahr 1997 auf 549 im Jahr 2017 und auf 729 im Jahr 2023 sowie einem Anstieg des Anteils der Gletscherfläche in der kleinsten Größenklasse (unter 0,1 Quadratkilometer) von 5 Prozent (1997) auf 10 Prozent (2023).
Die Zunahme der Schuttbedeckung der Gletscher ist ebenfalls offensichtlich, was auch mit Hilfe der neuen Fernerkundungsmethoden von Eurac Researchermittelt wurde. Die größten Masseverluste treten auf Gletschern mit geringerer Schuttbedeckung auf. Die durchschnittliche Masseabnahme der Südtiroler Gletscher seit dem letzten Inventar im Jahr 2017 beträgt minus 8,7 Meter, das sind etwa minus 1,4 Meter pro Jahr. Der Obere Ortler Ferner, der höchstgelegene Gletscher Südtirols, hat in nur sieben Jahren einen Masseverlust von nicht weniger als 5,1 Meter erfahren.
Südtiroler Gletscher gehören zu den am stärksten gefährdeten Gletschern
BOZEN (LPA). Auf der Grundlage aktueller Emissionsszenarien sagen Klimamodelle eine globale Erwärmung von 2,7 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 im Vergleich zur Zeit vor der Hochindustrialisierung (1850-1900) voraus. Im Alpenraum wird dieses Szenario zum Verschwinden von mehr als 95 Prozent der Gletscher bis zum Ende des Jahrhunderts führen, die meisten von ihnen werden bereits viel früher verschwinden. "Die Südtiroler Gletscher gehören zu den am stärksten gefährdeten Gletschern, da sie im Durchschnitt nicht sehr groß sind und sich auf geringer Meereshöhe am Südhang der Alpen befinden: Sie können daher nicht mehr gerettet werden", unterstreicht der Direktor des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen Roberto Dinale: "Südtirols Gletscher werden daher ein Symbol für die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels sein." Eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius statt auf 2,7 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts würde bedeuten, dass über 100 Gletscher in den Westalpen erhalten bleiben.
"Auch wenn wir uns in jedem Fall von den Gletschern der Ostalpen verabschieden müssen, könnte durch eine deutliche Verringerung der Emissionen immer noch ein großer Teil des weltweiten Gletschervolumens erhalten werden", führt Amtsdirektor Dinale aus, "wie etwa die Gletscher im asiatischen Binnenland oder in den tropischen Anden, wo der Beitrag der Gletscher nach wie vor von entscheidender Bedeutung für den Wasserhaushalt der Regionen ist, die von den von ihnen gespeisten Flüssen versorgt werden. Somit entwickeln sich die Gletscher auch immer mehr zu Indikatoren unseres Erfolges in der Begrenzung der globalen Erwärmung."
In Südtirol wird der Wasserkreislauf stattdessen von Niederschlägen und nivalen Akkumulations- und Schmelzprozessen bestimmt, während der durchschnittliche jährliche Beitrag der Gletscher im Vinschgau nur in heißen und trockenen Phasen signifikant ist, wie in der Vergangenheit in den Sommern 2022, 2017, 2007 oder 2003. In Zukunft werden solche Situationen häufiger auftreten und mit dem Rückzug der Gletscher auch potenziell kritischer werden, wenn keine wirksamen Klimaanpassungsmaßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ergriffen werden, unterstreicht Amtsdirektor Dinale.
Ein weiteres Problem des globalen Gletscherrückgangs ist der Einfluss auf den Anstieg des Meeresspiegels, zu dem das Abschmelzen der Gletscher mit mehr als vier Millimetern pro Jahr beiträgt.
Was die Gefahren durch Instabilitätsphänomene und die daraus resultierenden Massenbewegungen – Eis- oder Felsstürze, Erdrutsche und Murgänge – betrifft, so werden diese in glazialen und periglazialen Umgebungen zunehmen. Dies gilt vor allem in den Phasen und Gebieten mit den größten und schnellsten Veränderungen, auch im Hinblick auf das Auftauen des Permafrosts. Die Massenbewegungen werden abnehmen, wenn die Gletscher verschwinden oder den Folgen der zunehmenden Niederschlagsintensität und der immer höher werdenden Schneegrenzeweichen.
Das Abdecken von Gletschern mit Folien oder Kunstschnee verlangsamt das Abschmelzen des Eises, aber diese Ansätze sind teuer und nur in kleinem Maßstab durchführbar. Außerdem haben sie negative Auswirkungen auf die lokale Umwelt, etwa aufgrund des Abbaus von Kunststoffschutzmaterialien oder der Notwendigkeit, Speicherbecken zu bauen, die nicht immer leicht in die hochgelegene Landschaft zu integrieren sind. Für Amtsdirektor Dinale steht fest: "Die einzige Möglichkeit, den Gletscherrückgang wirksam zu beeinflussen, ist der Klimaschutzdurch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen."
mac
Martell, 20. März 2025 – Der ISMF-Weltcup im Skibergsteigen in Martell hat am Donnerstag mit den Einzelwettkämpfen (Individual) begonnen. Die Favoriten konnten sich durchsetzen: Bei den Männern gewann bei Kaiserwetter der Schweizer Remi Bonnet , bei den Frauen war einmal mehr Axelle Gachet Mollaret (Frankreich) erfolgreich. Zu feiern hatte im Südtiroler Skitouren-Paradies auch das italienische Team, denn mit Matteo Eydallin und Alba De Silvestro schafften es auch zwei „Azzurri“ auf das Podium.
Remi Bonnet hat in seiner extrem erfolgreichen Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Ein Sieg bei der Marmotta Trophy, mit der Trophäe aus Laaser Marmor, fehlte dem 30-jährigen Schweizer aber noch in seiner eindrucksvollen Sammlung. Dass er diesen Erfolg am Donnerstag im Rahmen der 17. Ausgabe des renommierten Südtiroler Skitouren-Rennens klar machen wollte, war Bonnet sofort anzumerken.
Denn Remi Bonnet feierte im Herzen des Nationalparks Stilfserjoch einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Der sechsmalige Weltmeister setzte sich nach dem Start am ehemaligen Hotel Paradiso bereits beim ersten Aufstieg vom Rest des Feldes ab und baute seinen Vorsprung in der Folge sukzessive aus. Beim zweiten Aufstieg lag der Eidgenosse bereits über eine Minute vor seinen Verfolgern. Nach 15,12 Kilometern und 1509 Höhenmetern erreichte Remi Bonnet das Ziel mit einer Siegerzeit von 1:23.45,9 Stunden und war damit 1.29,1 Minuten schneller als der zweitplatzierte William Bon Mardion (Frankreich).
Auf dem dritten Rang positionierte sich der Aostaner Matteo Eydallin, Sieger des Einzels bei der Marmotta Trophy im Jahr 2023. Der 39-Jährige wiederholte damit sein Vorjahresergebnis, als er ebenfalls Dritter geworden war. Das starke Ergebnis der „Azzurri“ rundeten Davide Magnini (4.), Michele Boscacci (5.) und Robert Antonioli (6.) ab. Der einzige Südtiroler im Teilnehmerfeld – Alex Oberbacher aus Gröden – belegte hinter Vorjahressieger Xavier Gachet aus Frankreich den guten achten Platz.
Bei den Damen führte indessen wenig überraschend kein Weg an Axelle Gachet Mollaret vorbei. Zunächst schien es so, als würde der Französin, die Siegerin von 2021 – Tove Alexandersson aus Schweden – das Wasser reichen können. Doch Gachet Mollaret, die im Weltcup in der Einzelwertung in Führung liegt, erhöhte ab der Mitte des Rennens die Schlagzahl und ließ ihre Verfolgerinnen klar hinter sich. Die 32-Jährige legte die 13,8 Kilometer und 1289 Höhenmeter am Ende in 1:25.07,3 Stunden zurück und machte damit ihren vierten Erfolg en suite in Martell klar.
Kurioses spielte sich dann im weiteren Kampf um das Podium ab. Zwar erreichte Tove Alexandersson nach der letzten Abfahrt als Zweite die Wechselzone, um dort noch einmal für den Zieleinlauf aufzufellen. 20 Sekunden danach kamen Emily Harrop aus Frankreich und Alba De Silvestro (Italien) herein. Harrop (+1.19,1 auf Gachet Mollaret) und De Silvestro (+1.20,8) zogen hier an der Schwedin vorbei und gingen in dieser Reihenfolge kurz darauf auch über die Ziellinie. Alexandersson blieb nur der vierte Rang, mit Respektabstand folgte die Spanierin Ana Alonso Rodriguez auf dem fünften Platz.
Die 17. Marmotta Trophy wird am Samstag, 22. März im Biathlonzentrum Grogg fortgesetzt, und zwar mit der Mixed Staffel. Das ist jenes Wettkampf-Format, das auch ins Olympische Programm für Mailand Cortina 2026 aufgenommen wurde. Der Wettbewerb beginnt um 9.20 Uhr mit den Qualifikationen, gefolgt von den B-Finals (10.45 Uhr) und den A-Finals (11.45 Uhr). Dieser Wettkampf ist für Zuschauer besonders interessant, da so gut wie die gesamte Rennstrecke gut einsehbar ist. Am Ende des Rennens findet in Zielnähe die Blumenzeremonie statt. Um 12.40 Uhr steigt dann, ebenfalls im Biathlonzentrum Grogg, die offizielle Siegerehrung, welche den feierlichen Abschluss der 17. Marmotta Trophy bildet.
17. Marmotta Trophy, Einzel Männer (15,12 km/1509 hm)
1. Remi Bonnet SUI 1:23.45,9
2. William Bon Mardion FRA 1:25.15,0
3. Matteo Eydallin ITA 1:25.43,9
4. Davide Magnini ITA 1:25.45,6
5. Michele Boscacci ITA 1:26.08,5
17. Marmotta Trophy, Einzel Frauen (13,8 km/1289 hm)
1. Axelle Gachet Mollaret 1:25.07,3
2. Emily Harrop FRA 1:26.26,4
3. Alba De Silvestro ITA 1:26.28,1
4. Tove Alexandersson SWE 1:27.21,1
5. Ana Alonso Rodriguez ESP 1:31.06,8
Die Süd-Tiroler Freiheit schlägt Alarm: Die deutsche Schule in Süd-Tirol wird systematisch ausgehöhlt, weil die Landesregierung die Realität ignoriert und notwendige Maßnahmen verweigert. Ohne deutsche Sprache und deutschsprachige Schüler verliert die Autonomie ihre Grundlage. Doch genau das passiert gerade – und die Politik schaut tatenlos zu.
Ein Bürger hat der Süd-Tiroler Freiheit berichtet, dass es an der Grundschule „Albert Schweitzer“ in Meran Klassen gibt, in denen kein einziges Kind deutscher Muttersprache mehr eingeschrieben ist. Wir wollten es genau wissen und haben eine Landtagsanfrage gestellt und direkt bei der Schule um Auskunft angefragt. Die Antwort des zuständigen Bildungslandesrates Philipp Achammer ist ein Skandal: Die Muttersprache wird bei der Einschreibung nicht erhoben und ist daher im Schulsystem nicht erfasst. Eine Antwort von Seiten der Schule steht noch aus.
„Wie kann man eine deutsche Schule schützen, wenn man nicht einmal weiß, ob dort noch deutsch gesprochen wird?“, fragt die Süd-Tiroler Freiheit.
Gleichzeitig heißt es im Schreiben des Landesrates, die Einteilung der Kinder erfolge nach „ausgewogener Verteilung“. Doch was genau soll da ausgewogen werden? Wie kann eine Schule „ausgewogen“ deutsche und nicht-deutsche Schüler auf Klassen aufteilen, wenn es darüber gar keine Daten gibt? Die Realität ist, dass Lehrpersonen längst vor einer unhaltbaren Situation stehen, Schulführungskräfte völlig im Stich gelassen werden und das Bildungsniveau massiv leidet.
Anstatt endlich gegenzusteuern, verweist der Landesrat auf bereits jahrzehntelang angebotene Sprachförderkurse und behauptet, es sei „fast noch wichtiger, die Kinder sozial und emotional zu integrieren, als die nackte Sprachförderung“. Doch wie soll Integration funktionieren, wenn die Kinder nicht einmal eine gemeinsame Sprache haben? Ohne Sprache gibt es keine Integration, keinen Austausch, kein gemeinsames Lernen – und genau das passiert gerade, denn „Sprache ist der Schlüssel zur Welt (Wilhelm von Humboldt)“ und so bleibt den zu integrierenden Kindern unsere Welt verschlossen.
Einheimische Schüler werden auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie als „schulreif“ gelten, während es zugleich nicht von Belang scheint, ob die anderen Schüler überhaupt die Unterrichtssprache beherrschen.
Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie realitätsfremd und verantwortungslos die Bildungspolitik in Süd-Tirol geworden ist. Schulführungskräfte werden allein gelassen, aber sobald sie Eigeninitiative zeigen, werden sie gerügt oder gar bestraft. Die Süd-Tiroler Freiheit wird nicht schweigen, wenn unsere Schulen und damit unsere Autonomie an die Wand gefahren werden. Stirbt die deutsche Schule, stirbt die Autonomie!
Wir fordern alle Eltern, Lehrpersonen und Schulverantwortlichen auf, sich bei uns zu melden, wenn sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie jene an der "Albert Schweitzer" Grundschule in Meran beschriebene. Wenn die Politik keine Informationen erhebt, dann werden wir selbst aufzeigen, was wirklich passiert. Wir werden nicht locker lassen!
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