Administrator

Administrator

Der heute (30. November) ausklingende Monat war relativ kalt und nass, fassen die Meteorologen im Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz zusammen.

Nach den vorhergehenden zu warmen Monaten lagen die Temperaturen in diesem November um rund 0,5 Grad Celsius unterhalb des langjährigen Durchschnitts des Zeitraums 1991 bis 2020, legt Dieter Peterlin vom Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz in seinemRückblick dar.

Höchste und niedrigste Temperatur

Die höchste Temperatur des Monats wurde am 15. November in Meran mit 18,7 Grad gemessen; am kältesten war es am 29. November in Sexten mit minus 10,6 Grad.

Niederschlagsmengen über dem Durchschnitt

Starke Niederschlagsereignisse zu Beginn des Monats sorgten dafür, dass dieser November insgesamt zu einem "nassen Monat" wurde. Die Regenmengen lagen meist 20 bis 40 Prozent über dem Mittel, nur im Westen des Landes kam durchschnittlich viel Regen zusammen, berichtet Meteorologe Peterlin.

Wie geht es weiter?

Der Dezember beginnt unbeständig: Am morgigen Freitag (1. Dezember) bleibt es trüb, im Laufe des Tages breiten sich Niederschläge aus, die am Abend teils kräftig werden. Die Schneefallgrenze steigt tagsüber auf über 1500 Meter und sinkt gegen Abend und in der Nacht auf 500 bis 1000 Meter. Am Samstag (2. Dezember) ist noch mit Niederschlägen zu rechnen, bevor Nordföhn die Luft in den Tälern allmählich abtrocknet. Länger schneit es noch auf den Bergen. Am Sonntag scheint im ganzen Land die Sonne von einem meist wolkenlosen Himmel. Am Montag nehmen die Wolken wieder zu, es bleibt kalt.

Täglich aktualisierte Klimadiagramme

Die Angaben zu den Temperaturen und den Niederschlagsmengen für Bozen, Auer, Meran, Schlanders, Brixen, Sterzing, Bruneck und Toblach können den Klimadiagrammen entnommen werden: Diese werden unter Wetter Südtirol auf der Internetseite des Landes Südtirol täglich aktualisiert und zeigen auf, ob die aktuellen Daten über oder unter dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Daten der 95 Wetterstationen in Echtzeit

Das Messnetz der Wetterstationen in Südtirol umfasst insgesamt 95 automatische Messstationen, davon stehen 58 Wetterstationen im Siedlungsraum und 37 auf den Bergen. Die Daten der einzelnen Wetterstationen können in Echtzeit abgelesen werden: von den Wetterstationen im Tal und den Wetterstationen am Berg.

Mit dem Niederschlagsradar werden die Niederschläge erfasst; die Bilder werden im Fünf-Minuten-Takt aktualisiert, die Farbe zeigt die Intensität an.

Wetterbericht online und App "Wetter Südtirol"

Informationen über die allgemeine Wetterlage und die weitere Entwicklung des Wetters in Südtirol gibt es laufend aktualisiert im Onlineportal Wetter Südtirol. Die App "Wetter Südtirol" kann für Apple-Geräte beziehungsweise für Android-Geräte heruntergeladen werden.

mac

Rund 484.000 Personen in Südtirol sind ab Montag, 4. Dezember 2023 um 9 Uhr aufgerufen, an der Sprachgruppenzählung teilzunehmen. Erstmals findet die Erhebung in einem ersten Schritt online statt.

Unter dem Motto "Du zählst" startet am kommenden Montag, 4. Dezember 2023 um 9.00 Uhr in Südtirol die Sprachgruppenzählung. Die Südtirolerinnen und Südtiroler werden aufgerufen, ihre Sprachgruppe - deutsch, italienisch oder ladinisch – anzugeben, das heißt entweder ihre Zugehörigkeit oder ihre Angliederung zu erklären. Damit wird die prozentuelle Zusammensetzung der drei Sprachgruppen in Südtirol auf Landesebene und auf Gemeindeebene erhoben.

Welche Bedeutung diese Erhebung hat, erklärte im Rahmen der heutigen (30. November) Pressekonferenz Landeshauptmann Arno Kompatscher: "Die Sprachgruppenzählung ist im Autonomiestatut verankert und die Basis unserer Autonomie. Das Ergebnis bildet die Grundlage für viele Aspekte des Zusammenlebens und für den Minderheitenschutz in Südtirol: etwa für die Verteilung der Stellen im öffentlichen Dienst auf die deutsche, italienische oder ladinische Sprachgruppe, für die Aufteilung der Landesgelder und für die Vertretung der Sprachgruppen in den Kollegialorganen des Landes." Es gebe eine große politische Debatte darüber, ob die Sprachgruppenzählung noch zeitgemäß oder notwendig sei, erklärte Kompatscher: "Letztlich ist es aber dieses System des Proporzes, das garantiert, dass eine Gruppe nicht mehr bekommt als ihr zusteht und das zur Befriedung unserer Situation geführt hat."

Erstmals getrennt von Volkszählung

Bisher erfolgte die Sprachgruppenzählung gemeinsam mit der Volkszählung alle zehn Jahre. Zuletzt war dies 2011 der Fall, als sich 69,4 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler zur deutschen Sprachgruppe, 26,1 Prozent zur italienischen Sprachgruppe und 4,5 Prozent zur ladinischen Sprachgruppe zugehörig erklärt haben. Da die Volkszählung seit 2018 als Dauerzählung vorgenommen wird, musste die Sprachgruppenzählung abgekoppelt werden und findet erstmals getrennt von der Volkszählung statt.

Erstmals online

Neu ist auch, dass die Sprachgruppenzählung in der ersten Phase erstmals online erfolgt. "Wir legen einen großen Fokus auf die Online-Erhebung, weil sie den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bietet, schnell, anonym und bequem von zu Hause aus an der Zählung teilzunehmen. Zudem hilft sie uns, Zeit und Ressourcen einzusparen", erklärt Timon Gärtner, Direktor des Landesinstituts für Statistik (ASTAT), das die Sprachgruppenzählung durchführt. "Aber wir möchten niemanden zurücklassen und daher wird es in einer zweiten Phase auch die Möglichkeit einer Papiererhebung geben." 
Die digitale Erhebungsphase läuft vom 4. Dezember 2023 bis 29. Februar 2024. Alle Personen, die online nicht teilgenommen haben, werden zwischen 1. April und 30. Juni 2024 kontaktiert, um die Erklärung auf Papier auszufüllen.

Stichtag für Teilnahme ist der 30. September 2023

Jede in Südtirol ansässige Familie bekommt ein Einladungsschreiben für die Online-Teilnahme. Diese ist über die Internetseite sprachgruppenzaehlung.provinz.bz.it möglich, die in deutscher, italienischer und ladinischer Sprache zur Verfügung steht und ab 4. Dezember auch in leichter Sprache einsehbar sein wird. Der Zugang erfolgt mit SPID, Elektronischer Identitätskarte (EIK) oder Bürgerkarte.

Es nehmen alle teil, die am Stichtag 30.09.2023 im Besitz der italienischen Staatsbürgerschaft waren und ihren Wohnsitz in Südtirol hatten. Unter 18-Jährige geben die Erklärung mit Hilfe der Eltern oder Erziehungsberechtigten ab. Zusätzlich erhalten alle 14- bis 17-jährigen Jugendlichen ein eigenes Schreiben mit einem persönlichen PIN, der ihre Mitbestimmung bei der Abgabe der Erklärung garantiert.

Nicht mit Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung verwechseln

"Wichtig ist es, zwischen Sprachgruppenzählung und Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung zu unterscheiden", betont ASTAT-Direktor Gärtner. "Die Sprachgruppenzählung ist eine anonyme statistische Erhebung für die Berechnung des Proporzes. Sie ersetzt nicht die individuelle Erklärung über die Sprachgruppenzugehörigkeit, die bei der zuständigen Gerichtsstelle hinterlegt ist und von der bei Bedarf – etwa bei der Teilnahme an einem öffentlichen Wettbewerb – eine Kopie angefordert werden kann." Die Teilnahme an der Sprachgruppenzählung ist eine Bürgerpflicht.

Landesweite Informationskampagne

Begleitet wird die Sprachgruppenzählung von einer landesweiten, dreisprachigen Informationskampagne. "Damit wollen wir in einer einfachen und ansprechenden Sprache die Bürgerinnen und Bürger informieren und zur Teilnahme an der Sprachgruppenzählung motivieren", erklärte Karen Hackl, Koordinatorin Zentralbereich des Landesinstituts für Statistik (ASTAT). Alle Werbemaßnahmen, die sich auf einen Mix an Online- und Offline-Medien verteilen, weisen auf die dreisprachige Webseite hin: Dort sind sämtliche Informationen zur Sprachgruppenzählung zu finden, zudem gibt es ein Erklär-Video sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Darüber hinaus bietet das ASTAT den Bürgerinnen und Bürgern weitere Unterstützung bei der Sprachgruppenzählung: Diese können sich bei Fragen auch an das Call Center unter der Rufnummer 0472 973860, an die E-Mail-Adressen sprachgruppenzaehlung@provinz.bz.itcensimento-linguistico@provincia.bz.itoder cumpededa-linguistica@provinzia.bz.it sowie an die Bürgerschalter der Gemeinden wenden.

mpi

Dienstag, 28 November 2023 16:20

Kein Carrara in Laas

Laas - Die Lasa Marmo scheucht mit ihrer Ankündigung, 30 Angestellte in die Lohnausgleichskasse schicken zu müssen, viele Geister auf. Der Ball wird auch in Richtung Fraktion Laas geschossen. Es geht darum, für die Zukunft des Marmorabbaues diverse Nüsse zu knacken.

von Erwin Bernhart

Es ist ungewöhnlich und irritierend, dass ein Betrieb bekannt gibt, dass er plant, Mitarbeiter in den Lohnausgleich überstellen zu wollen. Die Lasa Marmo lässt es über ihren Betriebssprecher Thomas Sigmund so formulieren: „Lasa Marmo GmbH plant Lohnausgleich für Mitarbeiter“.
Wir geben die Stellungnahme der Lasa Marmo GmbH vollinhaltlich wieder:
„Die Entscheidung, einen Teil der Belegschaft in die Lohnausgleichskasse zu überstellen, ist schmerzhaft, aber notwendig, um das Überleben des Unternehmens und den Produktionsstandort in Laas zu sichern. Die Lasa Marmo GmbH setzt alles daran, Lösungen zu finden, um die Zukunft des Laaser Marmorwerks zu sichern und die Geschichte des „Weißen Goldes“ von Laas fortzusetzen.
Das Marmorvorkommen in Laas ist bekanntermaßen eines der größten und schönsten weltweit. Die Lasa Marmo GmbH, bekannt für den Abbau und die Verarbeitung des wertvollen weißen Marmors in Laas. Im Weißwasserbruch (1.550 m) ist der begehrte weiße Marmor die Grundlage des Produktionsstandorts Laas, wo die Lasa im Laufe der Jahre hohe Kompetenzen und Fertigkeiten aufgebaut hat und sich international auf dem Weltmarkt einen Namen gemacht hat.
Der derzeit als einziger Bruch im Laaser Tal aktiv bewirtschaftete Weißwasserbruch (im Besitz der s7 2168Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte Laas/Hauptort), leidet bereits seit mehreren Jahren unter massiver Ressourcenknappheit an weißem Marmor.
Diese Situation ist seit 2019 bestens bekannt und dokumentiert. Aufgrund des Mangels an ausreichendem Mengenvorkommen von weißem Marmor im Weißwasserbruch konnten bereits zwei Großaufträge nicht in der geforderten Qualität garantiert und angenommen werden. Der entsprechende Umsatz fehlt nun. Die Lasa spürt aber auch deutlich die Folgen der Krise in der globalen Baukonjunktur sowie die veränderte weltwirtschaftliche Lage.
Um den Produktionsstandort Laas und die Arbeitsplätze zu sichern, ist es jedoch unerlässlich, dass sich die Lasa Marmo wieder Zugang zum klassischen „Weißen Gold“ verschafft. Probebohrungen haben ergeben, dass im hinteren Bereich des Weißwasserbruchs das „Weiße Gold“ wieder zu finden ist. Derzeit treiben wir mit Hochdruck Stollen in diese Bereiche vor.
Die Erschließung weiterer Brüche mit einem erheblichen Vorkommen des „Weißen Goldes“ ist für den Produktionsstandort Laas unverzichtbar. Sie ermöglicht eine Absicherung der Laaser Marmorindustrie und die Absicherung von Arbeitsplätzen über Generationen hinweg. Die Lasa Marmo GmbH betont die Dringlichkeit der Situation und schlägt vor, dass die Eigenverwaltung B.N.R. und die Gemeinde Laas mit einem Schulterschluss zur Bewältigung der ernsten und s6 3575prekären Lage konstruktiv auf die Bedürfnisse und Notwendigkeiten des Unternehmens zur langfristigen Sicherung der Marmorgewinnung in ihrer Gemeinde eingehen.“

Im letzten Absatz sind zwei erklärungsbedürftige Feststellungen enthalten und diese bedürfen einer Nachforschung. Was heißt „Die Erschließung weiterer Brüche (...) ist unverzichtbar.“? Tatsächlich hat die Lasa Marmo bereits eine Neuerkundung vorangetrieben und zwar einen Tunnel bis zum Tarneller Brigglbruch. Allerdings, so sagt es Thomas Sigmund, wurden dort geologische Verwerfungen sichtbar, mit zerklüftetem Material. Ein Vorkommen von „weißem Gold“, also von rein weißem Marmor oder zumindest eines „venato“ konnte nicht festgestellt werden. Der Brigglbruch ist demnach eine wirtschaftliche Sackgasse. Dahinter liegt die Nesslwand. Eine Erschließung dieses Vorkommens über eine Straße in Richtung Laaser Tal wurde 2022 abgelehnt. Mit dabei bei diesen Verhandlungen waren Forstbehörden und der Nationalpark und der Landesgeologe Volkmar Mair.
Die einzige Alternative an den Marmor der Nesslwand zu kommen ist ein interner Stollen von einer Länge von rund 800 Metern. Um an den oberen Teil des Marmors zu kommen, müsste da eine Steigung von 70 % überwunden werden. „Man müsste eine Art Spirale nach oben anlegen“, formuliert es Sigmund, der seit 7 Jahren als Berater in freier Mitarbeit bei der Lasa tätig und zum Unternehmenssprecher für die aktuelle Situtation ernannt ist. Das Spiral-Unterfangen wird auf Erschließungskosten von rund 6 Millionen Euro veranschlagt und würde einen geschätzten Zeitraum von 6 Jahren in Anspruch nehmen. Zudem ist die Qualität des Marmors in der Nesslwand ungewiss. Es gibt keine Probebohrungen. Man müsste sich da auf historische Quellen stützen.
Also ist die Erschließung der Nesslwand nicht wirklich im Fokus der Lasa Marmo.

Im Fokus der Lasa ist ein ganz anderes Vorkommen: die Jennwand. Dort hat die Lasa Marmo über die Lechner Marmor AG die Mehrheit an einem privaten Schürfrecht mit einer Bergbaukonzession mit einem unglaublichen Abbauvolumen von 400.000 m3 in zehn Jahren. Diese Bergbaukonzession verfällt im Mai 2024. Von daher wird das vehemente Drängen der Lasa erst verständlich. Seit 2019 sind Gemeinde und Eigenverwaltung Laas von den Wünschen der Lasa in Kenntnis. Die Lasa stellt sich einen Forstweg hinauf auf die Jennwand vor. Der Grund auf dem diese Straße verlaufen sollte, gehört der Fraktion Laas. Die Lasa hat der Fraktion um Fraktionspräsident Oswald Angerer den Vorschlag unterbreitet, die Fraktion solle die Straße bauen und finanzieren und im Gegenzug soll die Fraktion finanziell in die Wertschöpfung des Jennwand-Marmors finanziell eingebunden werden.
„Von der Eigenverwaltung haben wir bis heute keine Antwort auf unser Angebot bekommen“, sagt Thomas Sigmund. Deshalb wohl die Formulierung „Die Lasa Marmo (...) schlägt vor, dass Fraktion und Gemeinde mit einem Schulterschluss auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingehen.“ Dazu muss man wissen, dass sich die Lasa einen möglichen Weg zur Jennwand durch die Stilllegung der Schrägbahn selbst verbaut hat. Denn mit einer bereits vorhandenen Seilbahn zum Jennbruch und mit der Auflage in der Bergbaukonzession, für den Abtransport die Schrägbahn benutzen zu müssen, wäre ein Abtransport vorhanden gewesen.
„Wir haben den Aktionären vor einem Monat geschrieben und ein Gesamtkonzept - alle Problematiken des Marmorabbaues, des Transportes, des Abraumes usw. - angefordert. Wir haben keine Antwort erhalten“, sagt Oswald Angerer. Damit hat Angerer den Ball wieder an die Lasa zurückgeschossen.
Angerer war mit seinem Fraktionsausschuss am Dienstag, den 21. November bei einer Lagebesprechung mit dem Lasa-Generaldirektor Graf Paul (per Video zugeschaltet), dem Lasa-Betriebsdirektor Erich Tscholl und BMin Verena Tröger und Gemeindereferentin Elfi Kirmair dabei. Es sei zunächst sehr emotional zugegangen. Angerer habe seinem Ärger Luft gemacht, dass man die Kurzarbeitspläne aus der Presse erfahren musste.
Aus der Lasa-Chefetage heißt es, dass es nichts nütze, heiße oder faule Kartoffeln hin- und herzuschieben. Ziel sei es, im Schulterschluss mit Gemeinde und Fraktion die Probleme zu lösen.
Ein nächstes Treffen ist anberaumt. Am 7. Dezember soll in Präsenz aller Beteiligten über die Problematik weitergesprochen werden. Geht es nach den Verantwortlichen in der Lasa, soll eine Entscheidung noch vor Weihnachten getroffen werden.
Die Lasa möchte die Nuss knacken und mit einer Straße die Jennwand erschließen. In Laas wird entgegengeschleudert: man wolle kein zweites Carrara.

Vinschgau - Das Wichtigste vorab: Es gibt im Vinschgau eine Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen. Jeden letzten Donnerstag im Monat werden in der Göflanerstraße 28 von 9 – 11 Uhr ohne Terminvereinbarung und natürlich kostenlos Frauen in Gewaltsituationen beraten. Zudem ist eine Telefonnummer 24 Stunden aktiv: 800014008. Die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Vinschgau haben reagiert und Beratungsstelle und Telefonnummer eingerichtet. Anonymität und Verschwiegenheit sind selbstverständlich garantiert. „Es gibt mit diesen Angeboten Hilfe im Vinschgau“, betonte Barbara Wopfner am vergangenen 25. November. Sie war die Initiatorin der Veranstaltung „Nein zu Gewalt an Frauen“ in Kastelbell. Kastellbell stand still am vergangenen Samstag. Schlanders stand still. Der Vinschgau und Südtirol standen still. Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Um 12 Uhr Mittag heulten Sirenen und läuteten die Glocken. Als Zeichen wurden Symbole, wie rote Stühle, rote Stöckelschuhe und ähnliches ausgestellt. Und: Innegehalten. Denn Stille sagt oft mehr als tausend Worte. (ap/hzg)

 

Dienstag, 28 November 2023 16:07

Marmor und mehr

Göflan/Vinschgau - Die Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Göflan hat vergangenen Montag zur Bürgerversammlung geladen. Die Göflaner kamen zahlreich. Wohl auch weil Burkhard Pohl am Podium saß.

von Angelika Ploner

Die Göflaner Marmorwerk GmbH wird 2033 wiederum um die Abbaukonzession für den Göflaner Marmor ansuchen. „Vielleicht nicht mehr ich, aber meine Familie wird weitermachen und bei der Ausschreibung mittun und wir hoffen, dass wir es wieder kriegen“, kündigte Burkhard Pohl vergangenen Montag bei der Bürgerversammlung in Göflan an. Geladen hatte zu dieser die Fraktion Göflan unter dem Vorsitz von Kurt Tappeiner. Pohl fand gewohnt klare Worte: „Es ist euer Marmor, ich bau ihn nur ab und verkauf ihn. Ihr könnt stolz sein auf euren Marmor.“ Die Werkshalle an der Staatsstraße wird Pohl mit Jahresende um 970.00 € von der Gemeinde Schlanders kaufen. Alle Streitigkeiten rund um den Marmor sind beigelegt. Georg Sagmeister, Göflaner Fraktionssekretär und Schlanderser Gemeindesekretär in Personalunion sagte vor vollen Stühlen im Vereinshaus: „Insgesamt haben uns die Streitigkeiten 650.000 € gekostet. 17 Verfahren waren in den Spitzenzeiten anhängig. Aber man muss sagen: Wir haben uns nur gewehrt.“ Zusätzlich zu den vier Raten à 70.000 € pro Jahr, zahlte Pohl im Jahr 2022 89.000 € als Inflationsausgleich an die Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Göflan. Die Gemeinde Schlanders und die Göflaner Marmorwerk GmbH bemühen sich seit langem für eine längerfristige Abtransportverfügung. BM Dieter Pinggera erklärte stolz: „Wir haben zum 1. Mal eine 5 jährige Abtransportgenehmigung bekommen. Der Fuhrpark soll in Zukunft auf Elektrolaster umgestellt werden. Damit würden wir den saubersten und schönsten Stein im Nationalpark mit der schönsten und saubersten Lösung abtransportieren.“
Der Ausschuss der Göflaner Fraktion ist ein fleißiger: Der alte Alpbruch, der seit 1897 still steht, soll zugänglich gemacht werden. Die Projektausarbeitung läuft. Das Dach der Kantine wird mit einem Kunststoffdach erneuert. Eine Sommerfrischhütte für alle Göflaner soll die Kohlplätzhütte werden. Das Vinschger Marmorsymposium 2024 wird Laas und Göflan gemeinsam ausrichten.
Für Kritik unter den zahlreichen Bürgern sorgten die Gasleitung, das verstopfte Glasfasernetz und der Wendeplatz des Citybusses, der gut als Parkplatz gebraucht werden könnte. Pinggera: „Die Gasleitung war eine Entscheidung, die ich heute rückgängig machen würde. Beim Glasfasernetz wird man Verantwortliche finden. Der Wendeplatz war Bedingung für die Citybus-Haltestelle.“
Die Verlängerung der FF-Halle Göflan in Richtung Etsch samt unterirdischer Erschließung kostet 1,8 Mio. €. Die Errichtung von neun Stellplätzen auf der orografisch rechten Seite der Etsch 372.000 €.
Andreas Noggler von der Forststation Schlanders informierte außerdem über den Wald der Fraktion Göflan und den Borkenkäfer.

 

Dienstag, 28 November 2023 13:17

„Übergangsstraße“

s4 wappenSchluderns - Einen skurrilen Beschluss fasste kürzlich der Gemeindeausschus von Schluderns: „Einführung einer fiktiven, territorial nicht existierende Straße namens „Übergangsstraße“ für die Registrierung von Obdachlosen“. Die Schludernser haben damit eine Straße eingerichtet, die es nicht gibt. Ziel und Zweck des Beschlusses ist es, bei der Volkszählung auch Obdachlose berücksichtigen zu können. Obdachlose haben bekanntlich keine Adresse, ein direkter Aufenthaltsort kann also nicht zugeordnet werden. Als letzte Verankerung dient so die Geburtsgemeinde. Schluderns stellt seinen Beschluss auf die Basis eines Ministerialdekretes von 2010 und die dazugehörigen Anweisungen kommen vom ISTAT.
Die Definition des Begriffs „Obdachlosigkeit“ in der Sprache des Gesetzgebers, so wird es im Beschluss 381 vom 13. November angemerkt, bezieht sich auf zwei unterschiedliche Fälle: Jene „ohne festen Wohnsitz“ werden als „Künstler, Wanderer, umherziehende Handwerker, Zirkusleute usw.“ bezeichnet und „der so genannte „Obdachlose“, d. h. eine Person, die aus freien Stücken oder aufgrund einer subjektiven sozialen Notlage nicht in der Lage ist, eine herkömmliche Wohnung zu finden, in der sie ihren gewöhnlichen Wohnsitz einrichten kann, auch mit oder ohne Titel nutzt.“ Aus der Skurrilität wird so zumindest ein demografisches Auffangbecken. (eb)

Dienstag, 28 November 2023 13:13

Geldspritze für Hallenbad in Mals

Die Gemeinde Mals hat über die 12. Zusatzvereinbarung zur Gemeindenfinanzierung 105.819,00 Euro für die Abdeckung der erhöhten Energiekosten für das Hallenbad erhalten. Das Hallenbad in Mals wird über die E-AG verwaltet. Der Malser Gemeindeausschuss hat kürzlich beschlossen, die 105.819 Euro in voller Höhe an die E-AG weiterzugeben. Um der E-AG Liquidität zu verschaffen, werden 85.000,00 Euro sofort liquidiert, der Restbetrag nach erfolgter Haushaltsänderung.

Dienstag, 28 November 2023 13:12

Abt Philipp folgt auf Abt Markus

Marienberg - Am 21. November 2023 hat das Kapitel der Benediktiner von Marienberg P. Prior Philipp Kuschmann OSB (Bild) zum 51. Abt von Marienberg gewählt. Abt Philipp folgt auf Abt Markus Spanier, der aus Ottobeuren kommend 12 Jahre lang dem Konvent als Abt vorgestanden hat. Abt Markus übergibt nach einer regen Bautätigkeit - mit Neubau der Bibliothek und Bar, mit Neugestaltung des Museums, iüngst mit der Wiederherstellung des Festsaales und mit einem wohldurchdachten Rundgang für Besucher und Gäste außerhalb des Klausurbereiches, um nur einige herausragende Beispiele der Um- und Neubautätigkeiten zu nennen, ein wohlbestelltes Kloster.
Am Samstag, den 9. Dezember 2023, findet die Abtsbenediktion von P. Philipp Kuschmann OSB statt. Die Benediktion wird durch Diözesanbischof Ivo Muser um 10:00 Uhr in der Stiftskirche von Marienberg im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes gespendet. Alle Gläubigen, Freunde und Wegbegleiter des Klosters sind zu diesem besonderen Anlass herzlichst eingeladen. (r/eb)

Dienstag, 28 November 2023 13:11

Der Nahostkonflikt

Vom wind gefunden - Beim Nahostkonflikt geht es um Auseinandersetzungen bzw. Kriege zwischen zwei Völkern (Juden und Palästinensern) mit zwei Religionen (Juden und Muslime) in einem Land (die Region Palästina). Es geht um das Existenzrecht Israels und der Palästinenser, um Einwanderung der Juden, Flucht und Vertreibung der Palästinenser und der Juden. Es geht um die Siedlungspolitik der Juden und die Idee einer Zwei-Staaten-Lösung. Der UN-Teilungsplan von 1947 wurde von den Arabern abgelehnt und nach der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 kam es zum Krieg. 1967 folgte der Sechstagekrieg und 1973 der Jom-Kippur-Krieg. Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), von 1969 bis 2004 unter der Führung von Jassir Arafat, später unter Mahmud Abbas, verübte Terroranschläge. Als Dachorganisation der Palästinenser wurde die PLO nach 1974 durch die UNO anerkannt. 1978 kam es zum Camp-David-Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten und 1993 zum Osloer Friedensvertrag zwischen der PLO und Israel. 1987 folgte der Aufstand der Palästinenser (Erste Intifada) und 2000 die zweite Intifada. 1987 wurde die Hamas, eine islamistisch-sunnitische Terrororganisation mit dem Ziel gegründet, den Staat Israel zu vernichten. 1982 entstand im Libanon die Hisbollah (Partei Gottes), eine islamistisch-schiitische Partei, die Teile im Südlibanon kontrolliert und Terrorakte gegen Israel ausführt. Am 7. Oktober 2023 bombardierte die Hamas Israel und tötete über 1.000 Juden. Israel reagierte mit Bombenanschlägen auf den Gazastreifen. Damit begann der nächste Krieg. (hzg)


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00fb819/vinschgerwind.it/templates/purity_iii/html/com_k2/templates/default/user.php on line 260

SÜDTIROL AKTUELL

AKTUELLE AUSGABE

  • Wer darf/kann BMin?

    Wer darf/kann BMin?

    Schlanders - In der Marktgemeinde Schlanders stehen bei den Gemeinderatswahlen im Mai die größten Änderungen im Vinschgau an. Schlanders bekommt in

    Read More
  • Alpoma gegründet

    Alpoma gegründet

    Vinschgau/Burggrafenamt/Südtirol - Alpoma nennt sich der Zusammenschluss zwischen VIP, VOG und VOG Products. Am vergangenen 27. März erfolgte der „Start in

    Read More
  • Zwei WM-Helden und ihr Moment für die Ewigkeit

    Zwei WM-Helden und ihr Moment für die Ewigkeit

    Die Weltmeisterschaften im Engadin werden für zwei heimische Sportler unvergessen bleiben: Snowboarderin Jasmin Coratti holte sich die Silbermedaille, während Skicrosser

    Read More
  • 1

KLEINANZEIGEN

kla icons

BILDER

Impressionen 2025

impression_1-25

Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-25

Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-25

Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-25

Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-25

Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-25

Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-25

Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2024

impression_1-24

Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-24

Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-24

Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-24

Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-24

Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-24

Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-24

Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-24

Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-24

Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-24

Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-24

Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-24

Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-24

Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-24

Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-24

Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-24

Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-24

Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-24

Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-24

Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-24

Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-24

Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-24

Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-24

Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-24

Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2023

impression_1-23

Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-23

Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-23

Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-23

Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-23

In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-23

Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-23

Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-23

Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-23

Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-23

Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-23

Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-23

In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-23

Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20bis-23

Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-23

Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-23

Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-23

Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-23

Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-23

Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-23

Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-23

Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-23

Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-23

„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-23

Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-23

Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_9-23

St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

WINDMAGAZINE

  • Warm und trotzdem atmungsaktiv. Funktionsbekleidung ermöglicht es uns, selbst bei klirrenden Temperaturen den Schnee und die traumhafte Winterlandschaft zu genießen, ohne ins Frösteln zu kommen. Baumwolle, Fleece oder Daunen? Was…
    weiterlesen...
  • Die tierischen Protagonisten aus der Weihnachtsgeschichte an den Futterkrippen anzutreffen, war einigermaßen überraschend. Weniger unerwartet war, dass ihre Landwirte auch im Winter tüchtig sind. Ein bisschen Zeit für die Ofenbank…
    weiterlesen...
  • Der junge Vinschger Martin Fahrner ist seit 2018 Chef der World Racing  Academy WRA. In der Skisaison 2024/2025 ist er mit 12 Athleten im  internationalen Skizirkus unterwegs. Sein Vater Hans…
    weiterlesen...
  • Promenaden verfügen standesgemäß über besondere Flanierqualitäten, bieten interessante Blickbeziehungen und dienen in der Regel dem Lustwandeln.  Der fünf Kilometer lange Rundweg um den Haider See im Vinschger Oberland vereinigt diese…
    weiterlesen...
  • Ein paar winterliche Überlebensstrategien von Alpentieren und -pflanzen stelle in diesem Beitrag vor. Vereinfacht und in einer systematisierenden Übersicht kann man aktive und passive Überwinterer unterscheiden. Von Wolfgang Platter, dem…
    weiterlesen...
  • Un racconto per immagini di Gianni Bodini   La Val Venosta offre agli amanti degli sport invernali diversi centri ben attrezzati, ma anche per chi si “accontenta” della natura non…
    weiterlesen...
  • Die magische Geschichte der „VALANGA AZZURRA“ („blaue Lawine“),  dem damals erfolgreichsten Ski-Team der Welt rund um Gustav Thöni wurde  verfilmt. Vorgestellt wurde der Kino-Film jüngst am Filmfestival in Rom. von…
    weiterlesen...
  • Unvergessliche Pistenerlebnisse Atemberaubendes Panorama und 44 bestens präparierte Pistenkilometer: In Sulden sind Wintersportträume Wirklichkeit.   Das Skigebiet in Sulden ist kein Geheimtipp, Sulden ist höchstes Niveau, Sulden ist „First Class“:…
    weiterlesen...
  • Schließen Sie die Augen und träumen Sie vom perfekten Winterurlaub mit der Familie … Text: Stephan GanderFotos: Lucas Pitsch / Sebastian Stip In Trafoi, mitten im Nationalpark Stilfserjoch erlebt man…
    weiterlesen...
  • Eine Oase der Ruhe, ein Ziel für Wanderungen, ein beliebter Treffpunkt für Genießer, auch zum Feiern, Ausgangspunkt für Skitouren, eingebettet in einer wunderbaren Bergkulisse: das ist die Berghütte Maseben. Die…
    weiterlesen...
  • Wusstest du, dass die Nährstoffe in Äpfeln die gesundheitliche Wirkung von anderen Lebensmitteln verstärken? VIP hat spezielle Kombinationen mit Vinschger Apfelsorten entwickelt, die überraschend gut schmecken und die Gesundheit fördern.…
    weiterlesen...
  • Die Tage werden kürzer, die Luft frischer, und die Landschaft erstrahlt in reinem Weiß – der Winter in der Ferienregion Reschensee ist da! Eingebettet im malerischen DreiländereckItalien-Österreich-Schweiz erwartet euch ein…
    weiterlesen...
  • Wo die heimischen Alpen in ein winterliches Wunderland verwandelt werden! Dieses Gebiet bietet nicht nur erstklassige Skimöglichkeiten, sondern ist auch ein Ort, der Tradition und Gemeinschaft inmitten der atemberaubenden Natur…
    weiterlesen...
  • Latsch-Martelltal Zwischen kristallklaren Bergseen, dem ursprünglichen Martelltal, dem kargen Sonnenberg und dem sattgrünen Nörderberg liegt das Feriengebiet Latsch-Martell - unterschiedlicher könnte es nicht sein. Als wahres Skitouren Eldorado ist das…
    weiterlesen...

Winterwind 2024

zum Blättern

Winter Magazin - Winterwind 2024 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Skigebiete Skifahren Rodeln Langlaufen Winterwandern Schneeschuhwandern Eislaufen Schöneben Haideralm Sulden Trafoi Watles Ferienregion

KULTURHAUS

THEATER

VERANSTALTUNGEN

interreg banner

BILDUNGSZUG