Freude in Tschars/Bauplatz

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Das neue Mehrzweckhaus in Tschars spiegelt die Lebendigkeit des Dorfes wieder: ein Kindergarten mit hellen Räumen, ein Musikprobelokal, Archiv, Büro und Aufenthaltsraum für die Musikkapelle Tschars, eine Kindertagesstätte, eine Mensa, ein Mehrzweckraum, eine Schützenstube. Die rege Teilnahme der Vereine und der Bevölkerung an der Segnung am 11. Mai zeugt von viel Anerkennung.

Text und Fotos: Erwin Bernhart

Zwei schöne und wie Terrassen angelegte Plätze, die Musikkappelle und der Mehrzwecksaal im obersten Stock, im mittleren der Kindergarten, die Küche und die Mensa und im untersten Stock die Kita und die Schützenstube: Der Glurnser Architekt Jürgen Wallnöfer hatte den Planungswettbewerb ursprünglich für einen Umbau gewonnen, aus dem dann wegen statischer Überlegungen ein Neubau geworden ist. Das Innenleben in allen Räumen ist, wo es wichtig ist, von Helligkeit geprägt, funktionell, mit gediegenen Materialien gebaut und bestückt. Das neue Gebäude schmiegt sich in den Hang, kommuniziert in der Formensprache mit den umgebenden alten Höfen und Häuser, fällt also nicht auf. Andreas Gottlieb Hempel, der Architekurprofessor und Publizist hat jüngst gesagt, gute Architektur ist auch, wenn man sie so wahrnimmt, als ob sie immer schon da war. In diesem Sinne ist das neue Mehrzweckhaus in Tschars gute Architektur.
s48 0015Vom Naturnser Dekan Rudolf Hilpold sind das Gebäude und die Räumlichkeiten am Samstag, den 11. Mai 2019 gesegnet worden. Bei der Segnungsfeier konnte man beobachten, wie das Gebäude und dessen Umgebung funktionieren: Auf dem oberen Platz spielte die Musikkapelle Tschars auf der neuen Bühne vor viel Publikum auf. Auf dem unteren Platz vor dem Kindergarteneingang hat der VKE Spielgeräte für die Kinder bereitgestellt, die derweil rege genutzt worden sind. Beide Plätze funktionierten unabhängig voneinander.
Die Ansprachen vor der Segnungsfeier waren von Respekt und Dank geprägt. BM Gustav Tappeiner konnte viele Ehrengäste, darunter den Schullandesrat Philipp Achammer und den Landtagspräsidenten Sepp Noggler begrüßen. Die Kinder, sagte der Bürgermeister, haben das Recht, dass ihnen viel Gutes zukommt. BM Tappeiner spannte einen Bogen von der Kindertagesstätte beginnend, über den Kindergarten, der die erste Station in die Gemeinschaft sei bis hin zu den Vereinen, in die der Einzelne als Teil der Dorfgemeinschaft für das Dorf viel einbringen und erreichen könne.
3,5 Millionen Euro habe man in die Struktur investiert, finanziert in Teilen vom Land, aus dem zinslosen Rotationsfonds und von Gemeindegeld für Investitionen.

Ziel sei es ursprünglich gewesen, den im Jahr 1983 errichteten Kindergarten den heutigen gesetzlichen Gegebenheiten anzupassen, eine Mensa einzurichten, der Musikkapelle ein modernes Probelokal zu errichten, den Schützen einen Versammlungsraum und den Vereinen einen Mehrzweckraum zur Verfügung stellen zu können. Der Bau sollte das vorhandene Jugendhaus und den Bolzplatz ergänzen. Wallnöfer habe unter den 6 Projekten im Jahr 2013 das beste geliefert. Tappeiner lobte auch die Baufirmen und hob besonders die Bietergemeinschaft unter Federführung der „Baumänner“ von Ulrich Linser hervor. Nicht unerwähnt ließ Tappeiner, dass es der Gemeinderat war, der die Weichen für diese Investition gestellt habe. In der vorigen Legislatur habe sich Johannes Kofler als Referent um das Weiterbringen des Projektes bemüht.
s48 0081Um den Bau selbst, um die Koordination, um die Bedürfnisse des Kindergartenteams, um die Wünsche aller hat sich die amtierende Referentin Monika Rechenmacher unermüdlich gekümmert. Rechenmacher schilderte in ihrem Rückblick die notwendigen Umquartierung während des Baues. Die Musikkapelle zog zum Proben ins Josef-Maschler-Haus, der Kindergarten kam im Widum unter, was wiederum der Pfarrgemeinderat unter Präsident Herbert Blass möglich gemacht habe. Dafür mussten der Chor, die Jungschar und der Seniorenclub umziehen. Indirekt beteiligt am Bau waren demnach viele Tscharser.
Am 2. Februar 2017 gab es die erste Bausbesprechung vor Ort. Vom ersten Tag, sagte Rechenmacher, war viel Flexibilität vom Architekten und von den beteiligen Baufirmen gefordert. Für die Gemeinde war es wichtig, die Vorstellungen und die Wünsche des Kindergartenteams um die Leiterin Eleonora Alber und jene der Musikkapelle miteinzubinden. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Kindergarten am 5. September 2018 pünktlich eingezogen, die Musikkapelle konnte ihre Räume bald darauf nutzen und seit November 2018 erfreut sich der Mehrzweckraum großer Beliebtheit, derzeit vor allem bei der Krabbelgruppe „Max und Moritz“. Die zwei Sektionen des Kindergartens seien nach neuesten Erkenntnisse eingerichtet worden, der helle Mensaraum biete Platz für 30 Grundschüler, in der 1. Kita in der Gemeinde sei Platz für 10 Kinder (die Vergabe werde heuer noch erfolgen), vor dem Haus befindet sich ein großzügiger Spielplatz, die wichtige Plattergasse ist neu gepflastert, der Platz vor der Remise unterm Jugendhaus ist nivelliert und somit leichter nutzbar. Mit viel Erleichterung bedankte sich Monika Rechenmacher beim Architekten, beim Kindergartenteam, namentlich bei der Kindergartenleiterin Eleonora „Norri“ Alber, bei Peter Dibiasi als Vertreter der Musikkapelle und bei den Gemeindearbeitern . „Möge das Haus zu einem kulturellen und sozialen Treffpunkt werden“, wünschte sich Rechenmacher.
Die Kindergartenkinder lockerten mit Gesangseinlage die Zeremonie auf. Eleonora Alber bedankte sich ihrerseits im Namen des Kindergartenteams unter anderem bei der Gemeindeverwaltung und vor allem bei Monika Rechenmacher für ihren „unermüdlichen und beharrlichen Einsatz“ für die Belange des Kindergartens.
s46 0074Als einen Platz für alles Tscharser bezeichnete Jürgen Wallnöfer das neue Mehrzweckzentrum. Er habe sich mit seiner Architektursprache an die schönen, alten Häuser in der Umgebung angelehnt. Als „gute Seele“ bezeichnete er die Gemeindereferentin Rechenmacher - es habe 100 offizielle Baubesprechungen gegeben, und 50 weitere. Mit den Firmen habe man Glück gehabt und die Gemeindesekretärin Carmen Götsch habe im Hintergrund darauf geschaut, dass alles gesetzeskonform abgelaufen sei.

Landesrat Philip Achammer sagte, dass nur eines teurer sei, als in Bildung und Kultur zu investieren, nämlich keine Investitionen zu tätigen. Soziale Neztwerke, Plätze für Begegnungen und Kindergärten und Schulen seien Mittel erster Klasse gegen die Abwanderung. Er hoffe, dass „das Engagement in diesem Haus nie zur Selbstverständlichkeit wird.“ In der für die Tscharser Dorfgemeinschaft wichtigen Feier kamen Lob- und Dankesworte von der Kindergarten-Bezirksdirektorin Silvia Baumgartner, vom Bezirksobmann der Musikkapellen VSM Florian Müller und vor allem von den Betroffenen selbst, von der Obfrau der MK Tschars Christine Ilmer und von der Tscharser VKE Obfrau Karin Weitlaner.
Nach der Segnung durch Dekan Hilpold und nach dem Durchschneiden des Bandes machte die Tscharser Bevölkerung regen Gebrauch von der Möglichkeit, die vielen Räumlichkeiten besichtigen zu können. Ein unter anderem von Köchin Ida Lanbacher zubereitetes Buffet lud zum Plausch und zum Staunen über Bau und Ausstattung des neuen Mehrzweckgebäudes ein.
Ulrich Linser von den „Baumännern“ hat im Gespräch mit dem Vinchgerwind die Gemeinde Kastelbell-Tschars dafür gelobt, dass es Konsens gewesen sei, einheimische Firmen beim Bau zu fördern. So sei auch die Wertschöpfung in der nahen Umgebung geblieben. Auch die Bietergemeinschaft, an der neben s46 0056den federführenden „Baumännern“ auch die Zimmerei Pohl und Heiss-Fenster beteiligt waren, war bestrebt, lokale Firmen mit einzelnen Gewerken zu beauftragen. Die Verlässlichkeit, das Vertrauen und die Qualität in lokale und spezialisierte Firmen rechtfertigen diese Vorgangsweise in jedem Fall. Vor allem dann, wenn es um Flexibilität am Bau geht, weil aufgrund der Begebenheiten mehrere Varianten zum Ziel geführt haben. Kurze und effektive Kommunikationswege waren während der Bauphase dauernd gefragt und so konnten anfallende und unvorhersehbare Probleme rasch bewältigt werden. Der Bau konnte so insgesamt ohne große Probleme über die Bühne gebracht werden.
Auch BM Gustav Tappeiner sagte, es sei ein gelungenes Bauwerk, qualitativ gut ausgeführt, ansprechend, vorzeigbar und für die ganze Gemeinde nutzbar.

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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
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Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
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Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
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