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Ludwig Fabi leitet seit 20 Jahren die Bezirksservicestelle für die Bildungsausschüsse im Vinschgau. Mit immer neuen bunten Bausteinen bereichert er seither den Bildungs- und Kulturbereich. Ludwig Fabi leitet seit 20 Jahren die Bezirksservicestelle für die Bildungsausschüsse im Vinschgau. Mit immer neuen bunten Bausteinen bereichert er seither den Bildungs- und Kulturbereich.

Vor 20 Jahren wurde die Bezirksservicestelle Vinschgau als erste Plattform für die Bildungsausschüsse ins Leben gerufen. Ludwig Fabi ist seither Ansprechpartner und Begleiter der Verantwortlichen in den Bildungsausschüssen im Tal. Und er hat Pionierarbeit für ganz Südtirol geleistet. Mittlerweilen gibt es sieben weitere Bezirksservicestellen im Lande.

von Magdalena Dietl Sapelza

Mit der Ausbildung zum „Akademisch geprüften Erwachsenenbildner“ von 1996 bis 1998 stieg Ludwig Fabi in die Erwachsenenbildung ein. Zuvor war er hauptamtlicher Mitarbeiter im Jugenddienst Obervinschgau. Die Universitätsausbildung war in Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Bozen und den Universitäten von Innsbruck und Freiburg angeboten worden. Im Jänner 2000 startete Fabi dann im Rahmen eines Pilotprojektes mit der Betreuung der Bildungsausschüsse im Vinschgau. Er war damit der erste hauptamtlicher Begleiter in Südtirol. Heute betreut er in 17 Vinschger Orten 14 Bildungsausschüsse, die ehrenamtlich wertvolle Bildungs- und Kulturarbeit leisten. „Für mich war immer klar, dass Bildungsausschüsse eine Begleitung brauchen, damit sie ihre anspruchsvolle Arbeit in der Bildungs- und Kulturarbeit für das dorfbezogene Gemeinwesen durchführen können“, so Fabi. „Denn wie kaum ein anderer gesellschaftlicher Bereich wird die Kultur- und Bildungsarbeit von Idealismus und Begeisterung für die Sache getragen.“

So hat alles begonnen
Im Rahmen seines Universitätslehrganges führte Fabi viele Gespräche mit Verantwortlichen in den Kultur- und Bildungsbereichen im Vinschgau und im Amt für Weiterbildung. Dort zeigte sich Amtsdirektor Isidor Trompedeller sehr aufgeschlossen, auch weil Vertreter der Bildungsausschüsse seit längerem eine Stütze wünschten. Es wurde nach einer Möglichkeit gesucht, den Ehrenamtlichen einen hauptamtlichen Betreuer/eine Betreuerin zur Seite zu stellen. Damit sollten auch die vielfältige Tätigkeiten im Bildungs- und Kulturbereich aufgewertet werden. Ende 1998 fand ein erstes Treffen der Arbeitsgruppe „Bildungsausschüsse“ statt. Mit dabei waren neben Trompedeller Ludwig Fabi für den Bezirk Vinschgau, Georg Leimstädter für das Burggrafenamt und Anna Webhofer für das Pustertal. Es folgte 1999 eine vertiefende Klausur im Schloss Goldrain. Dabei ging es um die Ausarbeitung von Inhalten und um organisatorische Rahmenbedingungen. Fabi, Webhofer und Leimstätter waren daraufhin aufgefordert, ein Umsetzungskonzept zu erstellen.

Bezirksservicestelle Vinschgau - die erste landesweit
Fabis Konzept mit dem Titel „Mobiler Beratungsdienst für die Bildungsarbeit im Vinschgau“ überzeugte. Und er wurde mit der Durchführung einer Pilotphase im Vinschgau beauftragt. Damit war der Startschuss für die erste landesweite Bezirksservicestelle gefallen.
In der Pilotphase nahm Fabi - wie im Konzept vorgesehen - mit den Ehrenamtlichen in den Bildungsausschüssen Kontakt auf. Er fragte sie, was sie brauchen, wie er ihnen helfen kann. „Ich bin zu den Ehrenamtlichen in den Orten hingegangen“, sagt Fabi. „Denn unter mobilem Beratungsdienst verstehe ich, dass ich mich zeitlich an sie anpasse“. Nach erfolgreicher Erprobungsphase 2000/01 wurde die Servicestelle 2002 im Bildungshaus Schloss Goldrain angesiedelt. Von 2007 bis 2012 betreute Fabi die Bildungsausschüsse als externer Freiberufler, direkt beauftragt vom Amt für Weiterbildung. Seit 2013 ist die Bezirksservicestelle ein Teilprojekt der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig. Mit der Verankerung der mittlerweile acht Bezirksservicestellen Südtirols im Weiterbildungsgesetz wurde 2018 ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt, bei der Trompedellers Nachfolger Amtsdirektor Hubert Bertoluzza maßgeblich beteiligt war.

Hebamme und Hintermann
Von der Bezirksservicestelle aus unterstützt Ludwig Fabi die Ehrenamtlichen der Bildungsausschüsse bei der Ideenfindung, bei der Entwicklung von Projekten, bei der Koordination, bei der Abwicklung von bürokratischen Vorgaben, bei der Bewerbung der Veranstaltungen, so zum Beispiel im „Bildungszug“ des „Vinschgerwind“. Er betreut Internetauftritte und entwickelt Werkzeuge für MitarbeiterInnen in den Bildungsausschüssen. So legte er Protokoll- und Mitarbeitermappen an, die nach Neubestellungen der Bildungsausschüsse Kontinuität ermöglichen. Fabi bietet also einen Rundumservice von A bis Z an. „Ich bin Hebamme und Hintermann“, erklärt er. Bildungsarbeit bedeutet für ihn, Leute zusammenzubringen, Netzwerke zu knüpfen und auch Projekte alleine laufen zu lassen. Seine Dienstleistungen passt er immer wieder den aktuellen Erfordernissen an.
Auf seine Anregung hin wurde auch eine landesweite Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Bildungsausschüsse ins Leben gerufen.

Nachhaltige Vorzeigeprojekte
Fabi ist stolz auf die vielen gelungenen Projekte wie die Quetschkommode in Prad, das Pfluagziachn in Stilfs, die Palapiratage in Glurns, Marmor & Marille in Laas, der Oberländer Advent um nur einige zu nennen. Einen besonderen Status haben der „Franz Tumler Literaturpreis“ und der „Gabriel Grüner Schülerpreis“ sogar auf internationaler Bühne erreicht. Fabi freut sich, dass es immer wieder neue Leute gibt, die sich der Bildungs- und Kulturarbeit widmen, wenn sich andere zurückziehen. Zuversichtlich stimmt ihn, dass die Verantwortlichen in den Bildungsausschüssen trotz derzeitiger Pandemiekrise optimistisch in die Zukunft schauen. Denn alle 14 Bildungsausschüsse im Vinschgau haben Programme für 2021 erstellt und um deren Finanzierung angesucht.

 

Gut vernetzt vor Ort - seit 20 Jahren


s7 annika michelon135 Bildungsausschüsse sind in Südtirol aktiv. 680 Frauen und Männer leisten in Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort Bildungsarbeit in Gemeinden und Dörfern. Vor fast 40 Jahren trat das entsprechende Gesetz in Kraft und seitdem ist es eines der großen Anliegen des Amtes für Weiterbildung, die Ehrenamtlichen in ihrem Tun, in ihrer Begeisterung für dorfspezifische Themen, ihrer Kreativität und ihrem geschärften Auge dafür, was das Dorf in diesem Moment braucht, zu unterstützen. Genau aus diesem Grunde gibt es seit 20 Jahren die Bezirksservicestellen, mit denen alle Bezirke Südtirols abgedeckt werden. Die BetreuerInnen vernetzen, koordinieren, beraten und betreuen die Bildungsausschüsse vor allem im pädagogischen Bereich. Sie motivieren, sind Impulsgeber und Ansprechpartner für die Bildungsausschüsse, aber auch für die Gemeinden und nicht zuletzt wichtige Partner für unser Landesamt. Die BetreuerInnen der Bezirksservicestellen kennen ihr Territorium, sie sind gut vernetzt mit den Ak-teurInnen und dem Geschehen vor Ort, offene Ohren und wissen meist, was läuft. Im Vinschgau ist Ludwig Fabi seit Anfang dabei. Er setzt sich mit Begeisterung und unermüdlichem Einsatz für „seine“ 14 Bildungsausschüsse ein. In dieser Zeit konnten wir viel voneinander lernen und viel miteinander bewegen.

Anika Michelon
Amtsdirektorin/Aut. Prov. Bozen-Amt für Weiterbildung

 

20 Jahre Bezirksservice Vinschgau bedeutet 20 Jahre erfolgreiche Bildungstätigkeit im Vinschgau!

s7 schoenthaler„Die Bezirksservicestellen vernetzen, koordinieren, beraten und betreuen die Bildungsausschüsse vor allem im pädagogischen Bereich“ heißt es auf der Seite der Südtiroler Landesverwaltung. Die Servicestelle im Vinschgau ist für die Bildungsausschüsse und die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen jedoch weit mehr: Sie ist Ansprechpartner in organisatorischen, rechtlichen und finanztechnischen Fragen, sie ist Auskunftstelle für die Umsetzbarkeit von Ideen und Projekten, sie ist Servicestelle, die an sieben Tagen in der Woche erreichbar und im Einsatz ist. Das alles ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden und nicht mehr wegzudenken, um erfolgreiche und breit gefächerte Bildungstätigkeiten anzubieten. Besonders für jemanden, der ohne jedes Vorwissen die Leitung eines Bildungsausschusses übernommen hat, ist der Bezirksservice und die unkomplizierte Art des Informationsaustausches Gold wert. Die Bezirksservicestelle im Vinschgau wurde vor 20 Jahren als erste im Lande gegründet, ein Konzept ausgearbeitet und seit dem Gründungstag von einem Mann erfolgreich geführt und geleitet: Ludwig Fabi. Ludwig Fabi ist der Bildungsmann im Vinschgau. Als leidenschaftlicher Theatermann behält er den Überblick, engagiert sich für kleine und große Rollen pardon Vorhaben, lenkt mit Geschick und Takt Versammlungen, Dorfentwicklungsgespräche und vieles mehr; er ist vielseitig interessiert und immer offen für neue Ideen, zeigt als passionierter Langläufer aber auch die notwendige Ausdauer in der Entwicklung und Umsetzung. Ludwig lebt für seine Bildungsausschüsse und ihre Veranstaltungen, für den Vinschgau und uns Vinschger*innen.
Ein herzliches Dankeschön für diesen Einsatz und auf weitere erfolgreiche Jahre!

Brigitte Schönthaler
Vorsitzende Bildungsausschuss Laas

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Impressionen 2025

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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
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Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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