kampfgeist - Spielzeit 2020/21

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Es ist mittlerweile lieb gewordene Tradition, dass pünktlich zum Start der Theatersaison des Südtiroler Kulturinstituts eine Kulturdelegation beim Vinschgerwind vorbeischaut, namentlich waren das heuer: Monika Holzner Wunderer, Monika Habicher, Martin Trafoier, Hans-Christoph von Hohenbühel und Peter Silbernagl. Das Motto „Kampfgeist“ wurde heuer bewusst gewählt. Hans-Christoph von Hohenbühel: „Dass wir Ihnen in dieser Saison ein Programm vorlegen, das unter dem Motto „Kampfgeist“ steht, hat nichts damit zu tun, dass das Südtiroler Kulturinstitut besonders streitlustig wäre. Jeder von uns braucht – zumal in schwierigen Zeiten – etwas, wofür es sich zu leben lohnt, wofür man brennt und wenn nötig auch kämpft.“ In welche Rolle würden Sie gerne schlüpfen? Das hat der Vinschgerwind in die Runde gefragt. Herausgekommen ist ein doppelter Einblick: Ein Einblick in die heurige Theatersaison unter dem Motto „Kampfgeist“ und ein persönlicher Einblick.

 

s10 01 der gott des gemetzels 05

Der Gott des Gemetzels
Ein Gastspiel des Schauspiels Leipzig

27.10.2020 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 silbernaglPeter Silbernagl: Als Vater zweier Söhne berührt mich natürlich Yasmina Rezas Komödie „Der Gott des Gemetzels“. Zwei Elternpaare treffen sich in dem Stück zur Aussprache, da ihre Söhne einander verprügelt haben. Ich war selbst Gott sei Dank noch nicht in so einer Situation und hoffe auch, dass meine Frau und ich die Nerven besser bewahren könnten als die Eltern des Stückes. Aber gerade das macht es so unterhaltsam, sich die Inszenierung anzuschauen.

 

s10 02 Clementi Martenstein Foto Leo Fellinger

Martenstein liest & Clementi singt
Zeit-Kolumnen und Zeitlieder

10.11.2020 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 wunderer1Monika Wunderer: Die Stücke dieser Spielzeit erzählen spannende Geschichten. Spannend wird es gewiss auch, wenn Harald Martenstein, der Kolumnist der Wochenzeitung „die Zeit“ geniale Glossen liest und dabei den Tücken und Tiefen des Alltags, den Themen und Tabus unserer Tage nachspürt. Schlüpfen möchte ich allerdings lieber in die Rolle des Liedermachers Georg Clementi, der einige Texte von Martenstein zu Zeitliedern veredelt- und „Seine Lieder sind so schön, dass die Zeit still steht“. Das fasziniert mich.

 

s10 03 Der Sohn Herbert Knaup und Dennis Svensson 1 Hochformat c Kerstin Schomburg

Der Sohn
Ein Gastspiel des St. Pauli Theaters, Hamburg

19.01.2021 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 trafoierMartin Trafoier: Am liebsten würde ich natürlich eine Rolle spielen, die meinem komödiantischen Naturell entspricht und das Publikum zum Lachen bringt, eine Rolle mit viel Situationskomik, mit Wortwitz und haarsträubenden Verwechslungen. Andererseits ist es aber auch reizvoll und die größere Herausforderung, auf der Bühne jemanden überzeugend darzustellen, der einem wesensfremd ist, einen garstigen Charakter oder einen hintertriebenen Bösewicht.
Das Stück „Der Sohn“ des französischen Autors Florian Zeller hat weder Rollen für Clowns noch für Schurken zu bieten, aber große Charakterrollen. In dieser Familientragödie fällt der lebenslustige Sohn in eine schwere Depression, die ihn tief verzweifeln lässt und seine Eltern völlig überfordert.
Wenn ich über dreißig Jahre jünger wäre, wäre ich gerne in die Hauptrolle geschlüpft und hätte den Sohn gespielt. Die zweite Hauptrolle, die des Vaters, ist aber genauso spannend darzustellen. Dieser hat Frau und Sohn verlassen und ist mit seiner neuen Partnerin gerade wieder Vater geworden. Sein erster Sohn, kurz vor der Matura und in einem dunklen seelischen Loch, zieht nun zu ihm, und der Vater, schwankend zwischen Zuneigung, Hilfsbereitschaft, Verständnis- und Hilflosigkeit, weiß nicht, wie er mit den Problemen, den Ausrastern, der Verzweiflung, der Lust- und Antriebslosigkeit seines Sohnes umgehen soll und wie er ihm wieder Lebensfreude vermitteln kann.
Was ich in der Rolle des Vaters erreichen möchte? Dieses Wechselspiel von Gefühlen, das der Junge im Vater auslöst, so überzeugend auf die Bühne zu bringen, dass der Zuschauer am Ende mit dem Vater genauso mitfühlt wie mit dem Sohn.

 

s10 04 KohlhaasPressefotoMarianneMenke1

Michael Kohlhaas
Ein Gastspiel der Bühne Cipolla

01.03.2021 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 hohenbuHans-Christoph von Hohenbühel: Mein Herz schlägt für „Michael Kohlhaas“, die Hauptfigur von Heinrich von Kleists Novelle. Die Bühne Cipolla verarbeitet den Stoff in einer Mischung aus Schau- und Puppenspiel mit Live-Musik. Wenn einem Menschen großes Unrecht geschieht, so wie Michael Kohlhaas, dann ergreift mein Gerechtigkeitssinn Partei. Dass seine Suche nach Gerechtigkeit letztlich in einen fürchterlichen Rachefeldzug mündet, zeigt, wie zerbrechlich Gesellschaften sind, in denen es nicht gerecht zugeht.

 

s10 05 Romy Schneider chris pichler Foto Jessica Brauner

Romy Schneider - Zwei Gesichter einer Frau
Von und mit Chris Pichler

24.03.2021 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 wielanderMonika Wielander: Ich kann nichts im Leben, aber alles auf der Leinwand“, urteilt Romy Schneider über sich selbst. Im Solo-Abend „Romy Schneider-Zwei Gesichter einer Frau“, gekonnt interpretiert von der wunderbaren Schauspielerin Chris Pichler werden die nur schwer zu beschreibenden Charakterzüge der Ausnahmekünstlerin Romy Schneider aufgezeigt. Sie wird als Frau mit zwei Gesichtern dargestellt: verletzlich und aufbegehrend, naiv und intellektuell, lebenshungrig aber müde von ihrem Leben. Während Romy Schneider beruflich Unglaubliches geleistet hat und große Erfolge erzielen konnte, war sie über weite Strecken ihres Privatlebens eine zutiefst unglückliche Frau. Auch konnte sie ihre immense Trauer über den schrecklichen und allzu frühen Tod ihres Sohnes nie überwinden.
Ich verehre diese außergewöhnliche Frau sehr und verneige mich in großer Ehrfurcht vor einer großartigen Schauspielerin, der es gelungen ist, die allzu engen Fesseln ihrer Sissi-Anfänge abzustreifen um in Frankreich zur großartigen Schauspielerin zu reifen.

 

s10 06 Corinna Harfouch c Dirk Dunkelberg

Eros, Weisheit, Unvernunft
W. A. Mozart in Musik, Wort und Szene

28.04.2021 20.00 Uhr Karl-Schönherr-Schlanders

s10 wunderer2Monika Wunderer: Genial, leidenschaftlich, unvernünftig – einfach Mozart. Mich hat Mozart immer schon fasziniert und seine Musik begeistert, neben den hochkomplexen Meisterwerken vor allem seine edle Unterhaltungsmusik.
Ich bin gespannt, wie sich die Schauspielerin Corinna Harfouch und die Pianistin Hideyo Harada diesem Genie nähern und wie es ihnen gelingt diese schillernde Persönlichkeit mit schauspielerischen Elementen, Puppenspiel, Rezitation, Gesang und Improvisation facettenreich zu präsentieren.
Ich kann gut verstehen, dass das Wunderkind Mozart auf seinen Konzertreisen bewundert und gefeiert wurde, dass die ganze musikalische Welt ihn liebte und verwöhnte. Heute noch gilt er als das vielseitigste Musikgenie aller Zeiten. Seine Musik klingt jung, erfrischend und zeitlos, verbindet das scheinbar Leichte mit dem musikalisch Anspruchsvollen, beschwingte Heiterkeit mit tiefem Empfinden.

 

ACHTUNG! Die Corona-Regeln. Die Abonnent*innen des Südtiroler Kulturinstituts hatten die Chance, auch in dieser Saison auf ihrem üblichen Platz zu sitzen. Wer wollte, konnte sein Abonnement auch für eine Spielzeit aussetzen, diese Sitzplätze bleiben nun ein Jahr lang leer. Durch diese Vorgangsweise gibt es „Löcher“ in den Reihen, aber kein durchgehendes Schachbrettmuster. Das gibt es nur in jenen Reihen, deren Plätze mit Einzelkarten belegt sind. Während der Aufführungen muss das Publikum einen Mund-Nasen-Schutz tragen, aber der Saal ist nicht voll belegt ist. Alle Abonnent*innen erhalten eine Stoffmaske mit gutem Tragekomfort, die per Zertifikat dem Schutzstandard einer chirurgischen Maske entspricht. Wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen, werden wir auch diese Spielzeit sicher meistern.

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Impressionen 2025

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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
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Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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