Dienstag, 07 März 2017 12:00

Wo ist die SVP-Basis?

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s7 40684860 MVinschgau - Mit 3.024 Mitgliedern hat die SVP im Vinschgau einen historischen Tiefstand erreicht. Mit aktuell 38.034 Mitglieder südtirolweit hat die Südtiroler Volkspartei ihr Tief vom Jahr 2014 (37.300 Mitglieder) zwar überwinden können, aber von den guten alten Zeiten ist die Partei weit entfernt.

von Erwin Bernhart

Am 17. März 2017 werden im Vinschgau die Bezirksgremien der SVP neu bestellt, der Obmann und sein Vize werden neu gewählt, die Bezirksleitung wird neu bestellt, die Mitglieder für den Parteiausschuss werden gewählt.

Ändern, so ist es ausgemacht, wird sich an der Parteispitze im Bezirk nicht viel. Denn Albrecht Plangger und Helmut Fischer haben ihre Zusage gemacht, wiederum als Bezirksobmann bzw. als Bezirksobmann-Stellvertreter zur Verfügung zu stehen.
Für die SVP-Bezirksleitung kandidieren Renate Laimer aus Schlanders, Kurt Ziernhöld aus Reschen, Gerhard Dietl aus Kortsch, Werner Kiem aus Latsch, Alois Lechner aus Prad und Ralf Muther aus Laas.
Für den Parteiausschuss stellen sich Dieter Pinggera, BM aus Schlanders, Sonja Platzer aus Morter, VizeBMin in Latsch und die Tauferer BMin Roselinde Gunsch Koch zur Verfügung. Die größte Änderung wird es also bei der Entsendung der Vinschger SVP-Mandatare in den SVP-Parteiausschuss geben. Einzige Konstante ist der Schlanderser BM Dieter Pinggera. Denn Heidi Gamper Altstätter aus Martell und der Malser BM Ulrich Veith kandidieren nicht mehr.

In der Gemeinde von Ulrich Veith hat sich parteimäßig regelrecht eine Wüste aufgetan. In Burgeis wurden 2016 keine Parteimitglieder angeworben - 0 Mitglieder also. In Schlinig Amberg wurden schon seit zwei Jahren keine Mitglieder mehr akquiriert. Im Dorf Mals selbst gibt es im Jahr 2016 noch 27 Mitglieder - ein Jahr zuvor waren es noch 101. Die Malser hatten im Jahr 2013, also bevor der Rentenskandal auch den Mitgliedern in die Knochen gefahren ist, noch 6 Stimmrechte (pro 25 Mitglieder gibt es je ein Stimmrecht in den Parteigremien). Heute ist es noch eines. Matsch hat fast die Hälfte seiner Mitglieder verloren und hat jetzt gleich viele Stimmrechte wie der Ort Mals. Tartsch und Schleis haben einige Mitglieder verloren. Da hilft es nichts, dass Laatsch und Planeil gegenüber 2015 bescheidene Mitgliederzuwächse verzeichnen.
Steht also die Gemeinde Mals stellvertretend für den generellen SVP-Mitgliederschwund im Vinschgau? Wohl kaum. Aber Mals steht für das Sprichwort „In der Not frisst der Teufel Fliegen“ - denn zur SVP-Vizeortsobfrau ist in Mals Christine Taraboi gewählt - die ehemalige Oppositionsfrau im Gemeinderat der Union für Südtirol.
„Wenn die Gesinnung passt“, weicht SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger der Frage nach der Glaubwürdigkeit der Partei vor Ort aus.

Aber es müsse etwas geschehen, sagt der amtierende SVP-Bezirksobamnn Plangger. Die Basis sei für die politische Arbeit wichtig. Wenn man Rückhalt in der Parteibasis habe, sei es viel leichter, den Kampf für Themen aufzunehmen. Die Vinschger Themen habe man, so Plangger, im Griff. Die Forderung beim Krankenhaus etwa, dass die Geburtenstation offen bleibe. Oder die Elektrifizierung der Vinschgerbahn, oder die Umfahrung von Kastelbell. Da säßen immer alle drei Mandatare, er selbst, Richard Theiner und Sepp Noggler mit am Tisch der Bezirks-SVP.
Dass die Ortsobleute nach dem Rentenskandal, nach dem SEL-Skandal äußerst frustriert seien, das weiß auch Plangger allzugut. Die zu „Kartlsammlern“ degradierten Ortsobleute haben in einigen Orten das Sammeln eingestellt. Zu sehr mussten sie sich vor den Mitgliedern für Dinge rechtfertigen, für die sie am wenigsten können. Überhaupt ist die kapillare Struktur der Partei in den letzten Jahren zu einer reinen Wahlkampfmaschinerie geworden. Denn, wenn’s um Wahlen gegangen ist, um Landtagswahlen, auch um Parlamentswahlen, dann waren die Ortsobleute plötzlich wichtig.
Das soll sich ändern. Plangger und auch der SVP-Bezirksobmann-Stellvertreter Helmut Fischer sind der Meinung, dass die Ortsausschüsse samt ihren Mitgliedern wieder politisch aktiver werden müssen. „Relevante Themen sollen vor Ort aufgegriffen werden“, sagen Plangger und Fischer. Auch wenn ein Thema noch nicht von den Gemeindeverwaltern auf’s Tapet gebracht worden ist, dann sollen sich die Ortsausschüsse darum kümmern. Man werde vermehrt Stammtische einrichten, politische Diskussionen und vor allem Initiativen fördern. „In diesem Rahmen können dann die Mitglieder das Gespräch suchen“, sagt Plangger. Plangger nennt ein Beispiel aus seiner Heimatgemeinde: Bei den Galerien am Reschensee soll etwas in Richtung Aufschüttung geschehen. „Dieses Thema werden wir in den Parteigremien aufnehmen“, sagt Plangger.

Normalerweise geht die Sammlung von SVP-Mitgliedern im Frühling eines jeden Jahres über die Bühne und sie wird rasch abgeschlossen. Für das Jahr 2016 wurde diese Sammlung erst im Februar 2017 abgeschlossen - die Stimmrechtezuteilung erfolgte am 6. Februar 2017. Neben dem schleppenden Anwerben von Mitgliedern hat das auch etwas damit zu tun, dass man im Vinschgau mit allen Mitteln die 3.000er Marke knacken wollte. Denn pro 1000. Mitglieder kann vom Bezirk jeweils ein Mitglied in den SVP-Ausschuss entsandt werden. Der Vinschgau hat dieses Ziel mit aktuell 3.024 Mitgliedern erreicht - drei dürfen in den Parteiausschuss.

s7 tab svpFür das laufende Jahr 2017 beginnt man in der SVP-Parteizentrale vorzusorgen. Die Ortsobleute sollen vom Sammeln des Mitgliedsbeitrages weitgehend entbunden werden. Ersatz soll ein Brief bringen, den der SVP-Obmann Philipp Achammer, der jeweilige SVP-Bezirksobmann und auch Arno Kompatscher unterzeichnen wird. Kompatscher ohne Nennung seiner Funktion als Landeshauptmann. Eine Art Bettelbrief wird es werden, denn die Partei ist bis über die Ohren verschuldet und benötigt auch aus dieser Optik viele zahlende Mitglieder. „Nachdem es keine öffentlich staatliche Parteienfinanzierung mehr gibt, benötigen wir umso mehr die Unterstützung durch Privatbeiträge“, heißt es in dem Brief. „Aus diesem Grund möchten wir im heurigen Jahr auf die Möglichkeit hinweisen, die Partei auf freiwilliger Basis mit einem einmaligen Solidaritätsbeitrag in Höhe von 50,00 Euro zu unterstützen. Davon werden 15,00 Euro als Mitgliedsbeitrag und 35,00 Euro ale einmalige (steuerlich absetzbare) Spende verbucht, welche zu Umsetzung des Finanzplanes der Partei verwendet wird. (...)“

Der Mitgliederschwund im Tal habe nichts mit der Volkstumspolitik der SVP zu tun, sagt Plangger. Der rechte Rand, der patriotische, der volkstumspolitische ist innerhalb der SVP schwach bis gar nicht besetzt. Polemiken à la Roland Atz sind in den letzten Jahren ausgeblieben. Die Einwanderungsproblematik wird innerhalb der SVP ausgesessen und überwiegend der schreienden Opposition, den Freiheitlichen, überlassen. Die Problematik rund um die Ortsnamen etwa - die Toponomastik - werde im Tal weniger gefühlt als anderswo, sagt Plangger. Ob der Grauner Berg auch Monte Curon heiße, interessiere die Leute nicht. Die Palla Bianca solle ruhig weiterhin Palla Bianca heißen. Schließlich habe man auch italienische Gäste und müsse entsprechendes Kartenmaterial vorrätig haben. Wichtig seien auf der anderen Seite Landkarten mit den wissenschaftlich erhobenen alten  Flurnamen. Die volkstumspolitische Seite trage demnach nicht zu einem Schwund der Mitgliederanzahl der SVP bei.

Dass Plangger die Bezirks-SVP weiterhin an der Spitze führen will, hat neben der Parteitreue auch eigennützige Gedanken zugrunde. Plangger benötigt für eine Wiederkandidatur und für eine mögliche Wiederwahl bei den Parlamentswahlen in einem Jahr eine solide Parteibasis im Tal. Auch um sich im Burggrafenamt als Kandidat für die italienische Kammer  empfehlen zu können. Die Parteiarbeit sei sehr aufwändig, sagt Plangger. Aber, „wenn ich irgendwo politisch dreinhaue und dabei weiß, dass die Bezirkspartei hinter mir steht, habe ich kein Problem“, sagt Plangger. Da brauche er dann auch auf die Landesregierung keine Rücksicht zu nehmen. Sonst würde er sich das nicht so getrauen. Plangger nennt als Beispiel die Problematik um das Bezirkskrankenhaus in Schlanders. In vielen Sitzungen und mit vielen Briefen haben man da schon etwas erreicht. Rom sei nicht immer Schuld an allem. „Ich sehe mehr Probleme intern. Weil wir uns die Dinge intern nicht ausreden, geben wir oftmals Rom die Schuld“, beklagt Plangger den parteiinternen Umstand, dass jeder als Besserer, als Tüchtigerer glänzen möchte. Dieser Umstand wird den Parteimitglieder bzw. den Ortsobleuten den Frust nicht nehmen.
Dennoch, bislang hat die SVP immer wieder Steherqualitäten bewiesen. Ob die anstehenden Bezirkswahlen neuen Aufschwung vermitteln?


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Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
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Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

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Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
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Weltkulturerbe der UNESCO. Bald sollen auch die aus Schluderns stammenden Haflinger dazukommen. Die Waale auf der Malser Haide, die Transhumanz der Schafe in Schnals sind schon dabei. Aber die Liste kann unendlich verlängert werden: Die Stilfserjoch-Straße, das Scheibenschlagen, ....
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Die Nachtfotografie. Da ich immer weniger Schlaf brauche, bin ich öfters bei Dunkelheit unterwegs. So habe ich die Nachtfotografie entdeckt. Damit meine ich nicht nur den Himmel und seine leuchtenden Bewohner. Der schwarze Mantel der Nacht verdeckt vielen Unfug, lässt aber hier und dort einige schöne Sachen durchblicken...
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Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
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Impressionen 2024

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Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
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Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
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Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
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Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
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Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
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Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
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Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
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Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

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Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
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Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
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Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
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Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
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Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
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Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
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Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
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Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
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Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
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Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

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Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
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Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
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Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
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Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
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Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
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Impressionen 2023

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Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
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Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
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Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
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Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
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In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
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Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
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Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
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Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
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Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
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Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
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In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
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Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
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Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
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Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
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Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
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Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
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Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
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Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
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Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
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Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
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St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Winterwind 2024

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