Administrator

Administrator

Auf dem „Gruberhof“ in der Fraktion Ulten-Alsack betreibt Ernst Patscheider mit seiner Familie die Hofkäserei „Aft Mult“. Er hält auch eine größere Anzahl Schweine und produziert Speck und Wurstwaren.

von Magdalena Dietl Sapelza

Ob Käse, Speck oder Wurstwaren, alles was Ernst Patscheider ab Hof oder auf Märkten verkauft, sind hofeigene Produkte. Dazu kann indirekt auch der Almkäse von der Bruggeralm im Zerzertal gezählt werden, wo in den Sommermonaten die Milch seiner Kühe verarbeitet wird. Jahrelang war Ernst dort selbst als Senner tätig. Doch mittlerweile konzentriert er sich nur noch auf seinen eigenen Hof, wo er das ganze Jahr über Milch in seiner Hofkäserei veredelt, mittlerweile unterstützt von einer Sennin als Mitarbeiterin. Zusätzliche Milch bezieht Patscheider bei einem Bauern in Mals. Das Fleisch, das er zu Speck und Würsten veredelt, stammt ausschließlich von den Schweinen, die in einem neuen luftigen Stall mit Auslauf nahe dem „Gruberhof“ aufwachsen beziehungsweise von heimischen Rindern. Er bietet nur geräucherte Trockenware an.
Mit dem Käse hat alles begonnen
s49 1459Nachdem Ernst den elterlichen Hof übernommen und auch das Senner-Diplom in der Tasche hatte, schaffte er mit der Errichtung der Hofkäserei „Aft Mult“ die Voraussetzung für die Käseproduktion. Um die dabei anfallende Molke, das so genannte „Kaswasser“, verwerten zu können, kaufte er mehrere Schweine. In der Hofkäserei kreierte er nach und nach neue Käsesorten in unterschiedlichen Größen (800 Gramm, 2 kg und 5 kg). Je nach Jahreszeit produziert er heute bis zu zehn unterschiedliche Käsesorten. Es sind vor allem die kleinen, schmackhaften Käselaibchen, die typisch für die Hofkäserei „Aft mult“ sind. Neben den Käsesorten mit traditioneller Rezeptur treffen vor allem jene Sorten den Geschmack der Kunden, denen Patscheider Gewürze, Kräuter oder Früchte beimischt. Denn Ernst experimentiert gerne.
Mutta, Leit, Tanzabell….
Diese Namen tragen die Käselaibchen in Anlehnung an die Flurnamen rund um den „Gruberhof“. Und diese Laibchen sind speziell auch als kleine Geschenke beliebt. Die Kühe auf dem „Gruberhof“ leben auf der Weide oder im Laufstall. Die Zahl der Schweine hat er mittlerweile aufgestockt. Diese leben in den abgetrennten Stallabteilungen des neuen Stalles. 70 – 100 Tiere sind es im Laufe eines Jahres. Die Ferkel bezieht Ernst aus dem Pustertal. Er füttert sie dann acht bis zehn Monate mit der Molke, Heublumen und einer Getreidemischung. Ist eine Stallabteilung leer, ziehen junge Ferkel ein. Es kann vorkommen, dass ihm der Speck ausgeht. Dann müssen seine Kunden/innen ein wenig Geduld haben. An Arbeit fehlt es dem Ernst nicht. Tatkräftig unterstützt wird er von seiner Frau Sonja und den Söhnen Luis und Franz.

Vor genau 30 Jahren - im Jahr 1990 - ist die VIP gegründet worden. Das Jubiläum nahmen
wir vom Vinschgerwind zum Anlass, um über Höhen und Tiefen, Auszahlungspreise,
600-Euro-Coronageld, Erntehelfer und die Pestiziddebatte mit dem Direktor der VIP
Martin Pinzger und dem Obmann der VIP Thomas Oberhofer zu sprechen.

Interview: Angelika Ploner
Fotos: Erwin Bernhart

 

Vinschgerwind: Die VIP feiert heuer 30 Jahre: Ein Resümee über Höhen und Tiefen, Herr Obmann.
Thomas Oberhofer: Eine der Höhen war sicher 2007 die Umsetzung des VIP-3-Konzepts, die einheitliche und gemeinsame Vermarktungsstrategie.

Vinschgerwind: Und eine Tiefe?
Thomas Oberhofer: Die Auszahlung im vergangenen Jahr (Ernte 2018, Auszahlungspreise 2019 Anm. der Redaktion) war sicher nicht berauschend, wobei die Rahmenbedingungen, die unsere Verkäufer vorgefunden haben, nicht beeinflussbar waren. Aber: Wir Bauern, wie alle Unternehmer dürfen nie nur ein Jahr sehen. Wenn wir drei Jahre – Ernte 2017, 2018 und 2019 – zusammennehmen, dann stimmt die Rechnung wieder. Aus menschlicher Sicht war das plötzliche Ableben unseres damaligen Qualitätsleiters Hans Tscholl im Jahr 2004 die größte Tragödie.
Vinschgerwind: War 2019 der tiefste Auszahlungspreis, seit VIP-Bestehen?
Martin Pinzger: Nein, aber der tiefste in den vergangenen zehn Jahren.

Vinschgerwind: Herr Direktor, Höhen und Tiefen?
Martin Pinzger: Also, was mir positiv auffällt ist, dass der Obmann bei den Tiefen eindeutig länger nachdenken musste, als beim positiven Highlight. 30 Jahre sind natürlich ein langer Zeitraum, wo man riskiert, dass...
Vinschgerwind:... ganz spontan.
Martin Pinzger: Anstellung des Sepp Wielander und Bau dieses Sitzes mit einem klaren Signal: Wir sind eine starke Struktur, die langfristig denken und investieren wird.

Vinschgerwind: Zwei Höhepunkte, nun ein Tiefpunkt.
Martin Pinzger: Immer wieder enttäuschende Auszahlungsjahre, weil man zur Kenntnis nehmen muss, dass wir nicht marktentscheidend sind, sondern leider Gottes die Marktsituation von Angebot und Nachfrage vom Obst akzeptieren müssen.

Vinschgerwind: Feierstimmung gibt es heuer unter den Bauern nicht wegen des 30 jährigen Jubiläums, sondern wegen der Auszahlungspreise. Diese waren noch nie so hoch. Stimmt das?
Martin Pinzger: Nein, das stimmt nicht. 2017 war jene Ernte, wo die unmittelbaren Mitkonkurrenten unterbestückt waren und wir die besten Auszahlungspreise erzielt haben. Man kann aber mit Befriedigung sagen, dass die Auszahlungssumme für die Ernte 2019 die zweitbeste war.

Vinschgerwind: Wo bewegt man sich bei den Auszahlungspreisen von Roten Sorten, Golden Delicious und Bio....
Martin Pinzger: Das hohe Auszahlungsergebnis ist vor allem bedingt durch eine äußerst gute Situation im Bereich Clubsorten und im Bereich Bio. Und: Faire Preise bei den freien Sorten im IP-Bereich.

Vinschgerwind: Wo bewegen wir uns konkret?
Martin Pinzger: Der durchschnittliche Auszahlungspreis an die Produzenten auf angelieferte Kilogramm IP (Integrierte Produktion, Anmerkung der Redaktion) beläuft sich auf 44 Cent. Der durchschnittliche Auszahlungspreis an die Produzenten auf angelieferte Kilogramm BIO liegt bei 73 Cent. Da gibt es keine Geheimnisse. Es gibt auch keine Neidsituation, weil wir von einer grottenschlechten Situation 2018 herauskommen und aus unternehmenswirtschaftlichem Aspekt viele Mitglieder nicht im grünen Bereich waren.

Vinschgerwind: Die heurige Ernte – eine Einschätzung.
Martin Pinzger: 2020 haben wir extrem unterschiedliche Situationen. Mittel- und Untervinschgau haben wir schwache Behänge, weil im Frühjahr ganz einfach die Blüte gefehlt hat, speziell bei den Golden und dann noch Frost und Hagel dazugekommen sind. Wir haben Produzenten, die zum Teil 30, 40 bis 50 Prozent weniger an Ernte haben. Das 2020er Jahr wird deshalb – als erste Einschätzung – sicher enttäuschend sein. Im Schnitt zwischen 2017, 2018, 2019 und 2020 haben wir ein Wellental und es gibt sicher einige Mitglieder, die sich schwer getan haben und sich schwer tun.

Vinschgerwind: Die Apfelwirtschaft hat nichtsdestotrotz von Corona profitiert, zählt zu den Gewinnern der Krise...
Martin Pinzger: Es gibt kurzfristig weniger starke Verlierer durch die Coronakrise und da zählen wir sicherlich dazu. Kurzfristig hat sich das Konsumverhalten verändert, der Apfel wurde verstärkt nachgefragt, weil er natürlich haltbar ist, vor allem die abgepackte Ware war gefragt, soweit, dass wir Engpässe bei den Verpackungskapazitäten gehabt haben. Das hat sich auf unsere Abwicklungsprozesse ausgewirkt und dank der Zusammenarbeit der Mitarbeiter haben wir das ganz gut gemeistert. Ob das jetzt langfristig anhält, muss man schauen, weil wir auf internationaler Ebene komplexe Situationen haben. Wir verkaufen in Indien kaum Äpfel, in Brasilien ebenso. Nordafrika ist schwieriger geworden, weil sich die Wechselkurse verschlechtert haben. Mittelfristig werden sich die internationalen Märkte nicht gut entwickeln, und jetzt muss man schauen, ob der positive Konsum der letzten sechs Monate in Europa anhält und die Probleme auf internationaler Ebene auffängt.

Vinschgerwind: Eine Frage an den Obmann: Die Apfelbauern sind in der Gesellschaft arg unter Druck. Die Pestiziddebatte, 600 Euro Coronageld ohne finanzielle Einbußen, Erntehelfer, die das Corona-Virus importieren. Was antworten Sie Kritikern?
Thomas Oberhofer: Pestiziddebatte ist ein Thema, das leider Gottes von gewissen Exponenten wirklich aufgekocht worden ist, Stichwort Schiebel und Bär.

Vinschgerwind: Da kommen wir später noch dazu. Ist die Kritik gerechtfertigt?
Thomas Oberhofer: Nein. Der Vinschgau und Südtirol allgemein ist seit Jahrzehnten ein Vorreiter beim Thema „schonenden Anbau“. Ich darf erinnern 1988 Start Agrios – integrierte Produktion in Südtirol. Wir waren dem Rest von Europa damals schon voraus. Logisch werden wir uns auch in den nächsten zehn Jahren weiter entwickeln. Ich glaube aber, dass es absolut ungerechtfertigt ist, mit dem Finger auf die Obstwirtschaft in Südtirol zu zeigen, denn das tut uns weh.

Vinschgerwind: Lassen wir die Pestiziddebatte beiseite. Sind die 600 Euro Coronageld gerechtfertigt?
Thomas Oberhofer: Die 600 Euro sind nicht beeinflussbar von uns, aber sicher nicht eine geschickte Entscheidung vom italienischen Staat.

Vinschgerwind: Und die Erntehelfer?
Thomas Oberhofer: So wie ich es aus den Zeitungen lese, haben wir eine ähnliche Situation an positiv getesteten Erntehelfern wie allgemein in der Bevölkerung, deswegen sehe ich das nicht als gefährlich. Es ist von der Landesregierung, der Sanität und dem Bauernbund richtig organisiert worden, dass im Herkunftsland getestet wurde und dann erst die Einreise erlaubt wurde und hier weiter getestet wurde. Und: Die Erntehelfer haben den Hof nicht verlassen bzw. die positiv getesteten wurden sofort isoliert.

Vinschgerwind: Also die Kritik, dass Erntehelfer das Coronavirus importieren, ist absolut ungerechtfertigt?
Thomas Oberhofer: Ich glaube man hat das Beste aus der Situation gemacht. Wir sind auf Erntehelfer angewiesen.
Martin Pinzger: Gegenfrage: Hat es wirklich Kritik gegeben wegen der Erntehelfer?

Vinschgerwind: Massive.
Thomas Oberhofer: Wirklich?

Vinschgerwind: Bewegen Sie sich nur unter Bauern?
Martin Pinzger: Die Hoteliere haben auch nie den Vorwurf bekommen, dass sie Ausländer anstellen müssen, oder?

Vinschgerwind: Die Hoteliere holen keine 20.000 ausländische Arbeitskräfte in kürzester Zeit nach Südtirol.
Thomas Oberhofer: Also ich habe Gegenteiliges erlebt. Die Erntehelfer wollten zum Teil gar nicht kommen, weil Italien wesentlich die schlechteren Zahlen hat als Litauen zum Beispiel.

Vinschgerwind: Es ist nicht möglich mit einheimischen Erntehelfern die Ernte einzubringen?
Thomas Oberhofer: Nein, absolut nicht. Wir hatten einige tragische Fälle unter unseren Mitgliedern, wo die Erntehelfer abgesagt haben und händeringend nach Ersatz gesucht wurde. Der Markt ist leer, das ist so. Im Vinschgau ist die Situation dramatischer als im Rest von Südtirol. Wir haben sortimentsbedingt eine kurze Erntezeit.
Martin Pinzger: Zudem muss man bedenken die VOG hat 10.000 Hektar und 5.000 Mitglieder, also hat jedes Mitglied im Schnitt 2 Hektar. Wir haben 1.600 Mitglieder bei 5.300 Hektar. Wir haben im Schnitt über 3 Hektar pro Mitglied. Wir haben sortimentsbedingt und strukturell bedingt einen viel höheren Bedarf an Erntehelfern.

Vinschgerwind: Themenwechsel. Die Weinbauern sind den Apfelbauern weit voraus: Vor dem Hintergrund von Corona und der Forderung der Konsumenten nach Nachhaltigkeit ist „Die Südtirol Wein Agenda 2030“ entstanden mit konkreten Umsetzungsschritten. Ich zitiere: „Wenn die Interessen von Produzenten und Konsumenten im Weinbau in den letzten Jahren auseinanderzudriften drohten, dann war es im Bereich des chemischen Pflanzenschutzes....auf den Einsatz synthetischer Herbizide im Unterstockbereich soll künftig verzichtet werden, um den natürlichen Nährstoffumsatz nicht zu gefährden. Wo bleibt „Die Vinschgau Apfel Agenda 2030“?
Thomas Oberhofer: Teilweise schon umgesetzt.
Vinschgerwind: Wo will man 2030 konkret sein?
Thomas Oberhofer: Das werden wir Ihnen jetzt nicht verraten, denn das wird offiziell auf der Interpoma in drei Wochen (Ende Oktober, Anmerkung der Redaktion) vorgestellt. Wir haben daran seit 3 Jahren gearbeitet, die Weinwirtschaft ist jetzt ein wenig schneller gewesen, wobei wir in der Umsetzung schneller sind. Denn wenn wir von diesem Herbizid-Verzicht da reden, das haben wir ja teilweise schon umgesetzt. Wir haben 2017 ein Projekt ins Leben gerufen, nämlich den freiwilligen Verzicht auf Herbizide, nicht nur auf Glyphosat, denn wir sind uns bewusst, dass das keine Akzeptanz mehr hat.
Vinschgerwind: Also kommt ein Glyphosat-Verbot im Vinschgau?
Thomas Oberhofer: Nein, wir machen wennschon, dann keine halben Sachen.

Vinschgerwind: Wenn man keine halben Sachen macht, dann kommt doch ein Glyphosat-Verbot?
Thomas Oberhofer: Wenn man ganze Sachen macht, dann verbietet man nicht Glyphosat, um es dann mit etwas anderem ersetzen. Es gibt wennschon dann den Herbizid-Verzicht. Total.

Vinschgerwind: Das heißt?
Thomas Oberhofer: Wir fördern die mechanische Unkrautbekämpfung. Wir haben auf unseren 5.000 Hektar 800 Hektar freiwilligen Herbizid-Verzicht und dann kommen noch 1.000 Hektar Bio hinzu, das heißt in Summe wird auf 1.800 Hektar kein Herbizid eingesetzt und ich betone, nicht nur Glyphosat nicht eingesetzt, sondern kein Herbizid. Es wird mechanisch gemäht. Und das auf einem Drittel der Fläche.

Vinschgerwind: Und werden sollen es drei Drittel?
Thomas Oberhofer: Es werden sicher nicht drei Drittel. Es wird schrittweise steigen, wo es möglich ist und der Markt muss uns natürlich auch Recht geben. Denn das ist ein großer Aufwand und mit großen Investitionen verbunden.
Martin Pinzger: Wir haben 2017 beschlossen ab 2018 für 5 Jahre Mitgliedern, die gänzlich auf Herbizide – zum Schutz von Boden und von Wasser - verzichten, eine Prämie zu geben. Seit 2019 haben wir eine Konfektion, also eine Kartonschale schön gestaltet auf dem italienischen Markt „coltivato senza diserbanti“ eingeführt und haben zumindest das, was wir Prämie zahlen bereits an Mehrerlös herausbekommen und das entsprechend den Genossenschaften weitergegeben.

Vinschgerwind: Die Weinbauern sind dennoch voraus: Sie machen einen sauberen Fahrplan. Der Fahrplan der VIP basiert mehr auf erfahrungsgemäße Freiwilligkeit. Ohne Verbindlichkeit von Schritten.
Martin Pinzger: Der Weg ist das Ziel.

Vinschgerwind: Vor dem Hintergrund der Pestiziddebatte nimmt man eine hartnäckige Verteidigungshaltung ein und vergisst – so scheint es – sich weiterzuentwickeln. Man mauert einfach.
Thomas Oberhofer: Wir mauern nur gegen gewisse Kreise. Gegen jene, die sich persönlich profilieren und Spendengelder generieren, da mauert man automatisch.
Martin Pinzger: Man muss schon sagen: Es gibt kein großes Apfelanbaugebiet, das 20 Prozent Bioanteil hat, da können nur die Österreicher mithalten und wo 15 Prozent der IP-Bauern freiwillig auf Herbizide verzichten. Das gibt es nicht noch einmal. Und trotzdem werden wir von Schiebel & Co angefeindet.
Thomas Oberhofer: Das ist nicht gerechtfertigt und deswegen wehren wir uns.

Vinschgerwind: Inwiefern wehrt ihr euch?
Martin Pinzger: Wir prozessieren. Leider.

Vinschgerwind: Wieviele VIP-Mitglieder sind in den Prozess von Schuler gegen Schiebel und Bär involviert?
Thomas Oberhofer: Involviert sind Vertreter des Landes Südtirol und mehr als 1.600 Landwirte haben eine Sammelklage eingereicht. 693 davon sind VIP-Mitglieder, IP-Bauern und Bio-Bauern.

Vinschgerwind: Herr Direktor, Sie selbst?
Martin Pinzger: Ja logisch.

Vinschgerwind: Herr Obmann?
Thomas Oberhofer: Logisch, wir tun nicht Wasser predigen und Wein trinken. Wenn man europaweiter Musterschüler ist und angegriffen wird, dann schmerzt das. Wir fühlen uns als grüne Anbauregion in der Welt.

Vinschgerwind: Insgesamt 1.600 Betriebshefte sind eingezogen worden und werden nun untersucht. Mit welchem Ergebnis rechnen Sie? Eine Einschätzung.
Martin Pinzger: Wir haben im Vinschgau ja schon lange die digitale Aufzeichnung. Wir waren imstande ohne großen Aufwand die Betriebshefte von der Produktion 2017 – wie von der Staatsanwaltschaft gefordert – im Auftrag von unseren Mitgliedern zu übermitteln.

 

Vinschgerwind: Mit welchem Ergebnis rechnen Sie?
Thomas Oberhofer: Dass belegt wird, dass alles den Vorschriften entspricht: Sowohl den gesetzlichen als auch unseren freiwillig auferlegten im integrierten Anbau. Dass man aber auch feststellen wird, dass der Kiloeinsatz pro Hektar nichts aussagt. Herr Schiebel stellt in seinem Buch die kg-Menge an Pflanzenschutz an den Pranger, ohne die Art der verschiedenen Mittel zu bewerten. Dies ist zu oberflächlich und auf alle Fälle irreführend für den Leser. So haben wir z.B. im Bioanbau vom Volumen her deutlich größere Mengen im Einsatz, natürlich jedoch mit einem anderen Wirkungsgrad. Diesem wird in seinem Bericht in keinster Weise Rechnung getragen.

Vinschgerwind: Haben Sie das Buch von Schiebel gelesen?
Thomas Oberhofer: Nein. Ich kenne natürlich die übertriebenen Passagen aus den Akten.
Martin Pinzger: Einzelne Ausschnitte.

Vinschgerwind: Ihre persönliche Meinung: Geht der Schuss von Schuler nach hinten los? Die mediale Aufmerksamkeit ist riesig, weil einem deutschen Bürger der Mund in Südtirol verboten wird. Was bleibt am Ende nach diesem Prozess übrig?
Martin Pinzger: Hoffentlich wird er nicht zu Ende geführt. Das ist das Ziel. Es ist festgestellt worden, dass von der Gegenseite über die rote Linie hinausgeschossen worden ist. Man muss schon sagen: Der Druck auf Schuler war vor drei Jahren sehr groß– von der Landwirtschaft aber auch vom Tourismus. Und Auslöser war nicht „Das Wunder von Mals“, sondern der Auslöser war die Plakataktion Pestizid-Tirol. Man hat reagieren müssen.

Vinschgerwind: Noch einmal: Geht der Schuss nicht nach hinten los?
Martin Pinzger: Sagen wir so: Es ist nicht hilfreich, aber es war eine Notwendigkeit.
Thomas Oberhofer: Also zuerst sagen: Landesrat mach etwas und danach: Was hast du dir da gedacht, ist einfach nur billig.
Vinschgerwind: Umgekehrt: Kann man euch nicht eine unglaubliche Empfindlichkeit unterstellen?
Thomas Oberhofer: Das wird sein. Ich muss sagen: Bei diesem Thema bin ich wirklich empfindlich geworden. Wir tun und machen und bemühen uns und bekommen immer auf die Ohren.

Vinschgerwind: Abschließend ein Blick in die Zukunft: Stimmt es, dass es Fusionspläne mit der VOG gibt, was den Verkauf anbelangt?
Martin Pinzger: Also es gibt grundsätzlich für uns absolut den Anspruch, dass wir immer wieder prüfen müssen, wohin der Weg gehen könnte. Alle Jahre und alle drei Jahre und immer wieder.

Vinschgerwind: Also ja.
Martin Pinzger: Wir haben vor zwei Jahren sehr vertiefend und gewissenhaft Allianzen geprüft und haben festgestellt, dass die Zeit zu jenem Zeitpunkt noch nicht reif war, aber wir müssen immer wieder die Dinge neu bewerten. Es gibt jedenfalls in diesem Bereich kein Tabu und es wäre ja eine gewisse Logik, das, was bis 1990 einmal zusammen war, wieder zusammen zu führen. Die Vinschger Genossenschaften sind ja damals aus der VOG ausgetreten und haben die VIP gegründet. Konkrete Pläne muss ich derzeit verneinen.

Die Vinschger Kaminkehrer verbindet eine ausgezeichnete Zusammenarbeit und ein vorbildlicher Zusammenhalt untereinander. Immer wieder sensibilisieren die Vinschger Kaminkehrer für wichtige Themen wie zum Beispiel Sanierungen und die damit in Zusammenhang stehenden Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Interview: Angelika Ploner

 

s38 kaminkehrer
Vinschgerwind:
Haben die Vinschger Kaminkehrer Nachwuchs – Sorgen?
Richard Schupfer: Wir brauchen langfristig gesehen sicher Nachwuchs und wir wären auch bereit Mitarbeiter auszubilden.
Vinschgerwind: Wieviele ausgebildete Kaminkehrer gibt es im Vinschgau?
Johannes Tappeiner: Derzeit gibt es neun ausgebildete Kaminkehrer zwischen Plaus und Reschen. Die Ausbildung verläuft wie in anderen Berufen auch: Wir haben drei Jahre Berufsschule im Blockunterricht.

Vinschgerwind: Ist der Beruf des Kaminkehrers eine reine Männerdomäne?
Richard Schupfer: Nein, wir haben mittlerweile auch Mitarbeiterinnen, es kann also genauso für Frauen ein interessanter Beruf sein. Es ist die Vielfalt, die unseren Beruf auszeichnet.
Vinschgerwind: Was ist die Vielfalt und das Schöne am Kaminkehrer-Beruf?
Hanspeter Schwemm: Der Kaminkehrer ist nicht mehr der klassische Dreckkehrer, wie er es früher war. Der technische Bereich nimmt heute einen Großteil unserer Arbeit ein: Wir machen Kamininspektionen, wir haben Messgeräte, wo man die Verbrennung oder die Abgase messen kann. Mit den gleichen Geräten können wir Unterdruckmessungen im Gebäude durchführen bzw. im Wohnraum, die 4-Pascalmessung, die Zuluftmessung, das alles fällt in unseren Tätigkeitsbereich und dafür sind wir auch ausgerüstet.
Christian Eberhart: Wir sind in den Bereichen Brandschutz und Kaminbau ausgebildet...
Helmuth Holzer: ... und in den Bereichen Heizungstechnik und Klimahaus.
Hanspeter Schwemm: Unser Berufsbild befindet sich im Wandel, wir bilden uns ständig fort. Die Technik ist schnelllebig. Wir müssen am Rad der Zeit bleiben, denn sonst können wir mit der Technik nicht mehr mithalten. Unser Fachwissen ist aber schwierig zu vermitteln. Ein bis zwei Fortbildungskurse pro Jahr sind bei uns fix. Junge technikbegeisterte Lehrlinge sind bei uns sicher gut aufgehoben.

Vinschgerwind: Aber schwindelfrei muss man als Kaminkehrer schon sein, oder?
Johannes Tappeiner: Nein, ich habe mich auch am Anfang auf dem Dach geschwindelt. Wenn man dann jeden Tag auf ein Dach steigt, dann wird es normal.
Richard Schupfer: Ich hab mich auch geschwindelt am Anfang.
Christian Eberhart: Es ist eine Sache der Gewohnheit. Die Schwindelfreiheit kommt mit der Zeit.

Vinschgerwind: Welche Kompetenzen und Interessen sollte man dann mitbringen?
Johannes Tappeiner: Verlässlichkeit und Ehrlichkeit sind zwei Voraussetzungen, die man auf alle Fälle mitbringen sollte. Man darf nicht vergessen: Man steigt in die Privatsphäre der Menschen ein.
Richard Schupfer: Pünktlichkeit.
Hanspeter Schwemm: Kontaktfreudigkeit. Denn man ist effektiv jede Stunde bei einer anderen Person und deswegen sollte man nicht verschlossen, sondern ein kontaktfreudiger Mensch sein.
Christian Eberhart: Umso offener, desto leichter tut man sich bei den Menschen.
Helmuth Holzer: Ein respektvoller Umgang ist genauso wichtig.
Richard Schupfer: Und Diskretion.

Vinschgerwind: Themenwechsel: Stichwort Sanierungen und Nutzung des 110prozentigen Superbonus. Vor diesem Hintergrund gibt es eine Neuigkeit.
Richard Schupfer: Die Sanierungen nehmen mit diesem Superbonus rasant zu. Neu und verpflichtend ist: Der Benützer oder die Benützerin der Feuerungsanlage muss den Kaminkehrer über jegliche Änderungen an der Feuerungsanlage und am Gebäude, welche sich auf die Funktionstüchtigkeit der Feuerungsanlage auswirken könnten, schriftlich in Kenntnis setzen. Schriftlich wohlgemerkt.
Helmuth Holzner: Das ist wichtig und richtig. Denn meistens wird nur an die Gebäudehülle gedacht und nicht an die Zuluft und an die Sicherheit.
Christian Eberhart: Die Kaminkehrer und Hafner haben deshalb auch eine Sensibilisierungsoffensive gestartet: Überprüfung bringt Sicherheit und wohlige Wärme.

Vinschgerwind: Seit heuer sind also die Benützer einer Feuerungsanlage verpflichtet dem Kaminkehrer schriftlich jede Änderung an der Feuerungsanlage oder am Gebäude zum Beispiel Austausch der Fenster und Türen, wenn es Auswirkungen auf die Feuerungsanlage hat, mitzuteilen?
Hanspeter Schwemm: Richtig. Da geht es ganz einfach um Sicherheit, um Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu vermeiden. Und es ist eine Entlastung von der Verantwortlichkeit her für uns Kaminkehrer.
Helmuth Holzer: Es geht um die Sicherheit und um die Gewährung der Funktionalität. Es geht darum, dass man das Haus einpackt und man nicht mehr gewährleisten kann, ob die Feuerungsanlage noch einwandfrei funktioniert. Die Feuerungsanlage muss an das Haus angepasst werden. Wenn man aber im Zuge des Superbonus die Feuerungsanlage wechselt, dann ist man auch verpflichtet den Kamin anzupassen.
Richard Schupfer: Der Kaminkehrer macht nach der Meldung eine Funktionsprüfung, eine 4-Pascal-Messung, ob die Anlagen funktionstechnisch und brandschutztechnisch in Ordnung sind. Noch idealer wäre vor dem Bauanfang den Kaminkehrer zu kontaktieren und in einem zweiten Moment macht man dann die Überprüfung der Funktionstüchtigkeit.
Johannes Tappeiner: In der Planungsphase kann man einfach viele Unkosten sparen, Geld, Zeit und Nerven, danach kann man nur mehr nach Kompromissen suchen, die meistens teuer sind.

Vinschgerwind: Eine Einschätzung: Wieviel Heizanlagen im Vinschgau sind veraltet?
Helmuth Holzer: Rund 30 – 40 Prozent.
Hanspeter Schwemm: Ja circa.
Richard Schupfer: Es hat sich schon viel getan in den vergangenen Jahren.
Johannes Tappeiner: Auffallend ist, seit dem extremen Wetter im November 2019 mit Stromausfällen usw. ist die Nachfrage nach Kaminöfen und Herden ganz stark angestiegen vor allem in Kondominien oder auch Häusern, wo keine Feuerstelle ist. Man will wieder autonom heizen. Leider passiert es immer wieder, dass die Techniker von einem Kamin abraten und das geht auf die Kosten vom Kunden. Aber: Man soll unbedingt Reservekamine vorsehen, um sich alle Möglichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt offen zu halten. Denn die wohlige Wärme und die Behaglichkeit kann nur ein Ofen spenden.

Vinschgerwind: Zum Abschluss noch ein Heiztipp von jedem...
Johannes Tappeiner: Das richtige Heizmaterial verwenden, trockenes sauberes richtig gespaltenes Brennmaterial.
Hanspeter Schwemm: Bei den neuen Stückholzanlagen, also Holzheizungen, oder Öfen und Herden muss man sich an die Bedienungsanleitung des Herstellers halten und so befeuern oder den Brennstoff so einführen, wie der Hersteller oder der Hafner vorgibt.
Richard Schupfer: Richtiges lüften, 5 Minuten lang und immer wieder Stoßlüften, damit Sauerstoff in den Raum kommt.
Helmuth Holzer: Bei den Heizkörpern den Druck checken.
Christian Eberhart: Den Kamin kontrollieren und schauen ob die Heizanlage sauber und gewartet ist.

 

HEIZTipp

Eine regelmäßige und ordnungsgemäße Reinigung und Kontrolle der Heizanlage ist der beste Brandschutz, spart Energie und vermeidet unnötige Luftverschmutzung.

Dienstag, 20 Oktober 2020 06:09

Spezial: Rund ums Auto

Tipps rund um die Wahl der Winterreifen und Serviceangebote.

 

Wintercheck bei Harry’s Tankstelle

harry 7767Will man sein Auto winterfit machen, „steht Winterreifen aufziehen natürlich an erster Stelle“, sagt Harald Trafoier von Harry’s Tankstelle in Latsch. Die richtige Adresse ist Harry’s Tankstelle – direkt an der Vinschger Staatsstraße gelegen – auch für jene, die ihre vorhandenen Autoreifen professionell montiert wissen wollen. Zu einem ordentlichen Wintercheck gehören aber noch eine Reihe weiterer Vorkehrungen: Ob das nun die Vorbereitung der Kühl- und Scheibenwaschanlage auf den bevorstehenden Winter ist oder die Kontrolle der Bremsen und der Batterie. Mit fairen Preisen sind Kundinnen und Kunden bei Harry’s Tankstelle gut bedient: Eine kurze Terminvereinbarung genügt. Und: In der Waschanlage von Harry’s Tankstelle kann zudem - auf Wunsch – ein Schutzwachs aufgetragen werden.

 

Reifenangebot bei Garage Ziernheld

195/65/15 ab 65,00 €/Stück
205/55/16 ab 70,00 €/Stück
225/45/17 ab 80,00 €/Stück
Preise inklusive Montage, Auswuchten
und Entsorgung!

s50 ZIERNHELD010128Sparen Sie sich das Reifenschleppen, wir lagern Ihre Reifen bei uns ein. Auf Wunsch werden Ihre Felgen vor der Einlagerung professionell gereinigt. Außerdem werden Ihre Reifen bei der Einlagerung einer Kontrolle unterzogen wie der Zustand der Reifen ist, damit Sie auch Sicher unterwegs sind.
Servicetipp von: Garage Ziernheld, Burgeis.

 

Dienstag, 20 Oktober 2020 06:01

Kultur: Onkel Taas Wunderkammern

Eine Reportage von Maria Raffeiner

 

Unter dem speienden Wasserkran steht er und schaut freundlich in den Himmel, ein Zigarillo hängt in seinem Mundwinkel. Ob er sich gerade eine Auszeit nimmt vom Wimmelleben in seinen Mauern s32 Janett Platinonebenan? Er ist nicht irgendwer, ihn kennt man im Meraner Raum und im Vinschgau, auch wenn man ihm noch nie begegnet ist. Er ist der Onkel Taa von der Töll, Wirt, Sammler, Museumsmacher, Schneckenzüchter, Geschichtenerzähler. Mit einer Hand rückt er seine Lederweste zurecht, die andere holt schon zu Erklärungen aus. Gegenstände haben es ihm angetan, wie ein Rundgang durch sein k. u. k. Museum zeigt. Die Stars seiner Ausstellung sind Kaiser Franz Josef und seine Frau Sisi, heuer ganz besonders, da der Monarch vor 190 Jahren geboren ist. Davon war wenig zu hören, hätte sich Onkel Taa nicht um eine Sonderausstellung s32 Gewürz Museumgekümmert, Objekte neu gruppiert und die Sammlung um einige Schätze erweitert.
In unzähligen, randvollen Holzvitrinen versammeln sich die ersten Fotografien der Kaiserfamilie, Onkel Taa zeigt auf ein Foto und gerät dabei ins Schwärmen: „Sie war schon eine schöne Frau.“ Von den 4300 Objekten im Museum, die von der Monarchie erzählen, stammen die allermeisten aus Südtirol. Onkel Taa hat zusammengekauft, was zu finden war. Vor Jahrzehnten klapperte er dafür den Vinschgau ab, um beim Abbruch alter Häuser so manches vor dem Müllkübel und der Vergessenheit zu bewahren. Bald fanden die Händler und die Dinge dann zu ihm. Ein Pferdeschuh von Sisis Lieblingspferd, zu einer Schatulle umgearbeitet, zum Beispiel. Im Museum sind nur Originale ausgestellt, von Kopien will Onkel Taa nichts wissen. Ehrensache. Einige sind echte Raritäten, die Habsburgeranhänger in Entzücken versetzen, weil sie in Wien nicht zu finden sind. Während ich die Porträts von Franzls Vorfahren nach Habsburgermerkmalen absuche, ist Onkel Taa schon in eine Ecke verschwunden. Ein gerade erst erworbener Stammbaum macht ihn besonders stolz, er sei lange Zeit im Schloss Forst gehangen und es gebe nur zwei Ausgaben von diesem besonders geschmückten Exemplar. „Schau, wie schneidig“, bewirbt er den Kaiser samt Bart im Vorbeigehen. Onkel Taa trägt Schnurrbart, in Zeiten wie diesen hinter einer Maske versteckt.
s33 badewannes33 Küchenmaschinen aller ArtDie vielen Besucher stimmen Karl Platino, so heißt Onkel Taa wirklich, zufrieden. „Jetzt kommen vermehrt auch Einheimische, oft ganze Jahrgänge.“, freut er sich. Die Passion für die Geschichte der Habsburger begleitet ihn seit Kindheitstagen. Eine ledige Tante aus seinem Heimatdorf Kuens, ihr nostalgischer Blick auf die Monarchie und die Bilder des Kaisers haben ihn nachhaltig beeindruckt. Auch die Schneckenzubereitung geht auf diese Tante zurück, für sie hat er schon als Bub Schnecken gesammelt. Der Taa war er schon damals, zum Onkel Taa wurde er später.
Mit seinem Privatmuseum huldigt er nicht nur dem Kaiserpaar. Ein zweiter, riesiger Bereich in den historischen Mauern von Bad Egart, einem ehemaligen Heilbad, ist dem bäuerlichen Alltag von anno dazumal gewidmet. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, aber ästhetisch und originell ist, findet einen Platz in Onkel Taas Kabinett. Porzellan aus aller Herren Länder, Aktfotos in der Erotikvitrine, geschmiedete Scheren und Messer, Schlösser, Weinfässer, Reggelen (Pfeifen) und weitere tausende Exponate. Wer da in Versuchung gerät, wird von einer kleinen, handbeschriebenen Tafel an das korrekte Verhalten erinnert: „Nicht untozzn!“ Onkel Taa hat den Schalk im Nacken. „Die Schnalser haben die Spaghetti erfunden!“, deutet er lachend auf einen hölzernen Nudeldrucker aus dem Schnalstal. Dass er liebt, was er zeigt, ist nicht zu übersehen. Onkel Taa strahlt, wenn er die s33 Karl Platino Ahnengalerie HabsburgerGeschichte vom Mesnerladele erzählt: 15 Jahre Geduld hat er aufgebracht, dann gehörte die Einrichtung des Krämerladens aus Katharinaberg ihm, formschön, mit vielen Schublädchen und Tiegeln bestückt, steht sie jetzt in seinem Reich. Onkel Taa ist schon bei der nächsten Attraktion. Ein Steingut-Krug ist schnell ins Licht gerückt, „siggsch, wia der schian isch“. Jeder Platz im Museum ist genützt, altes Besteck prangt sogar an der Decke. Seit 40 Jahren betreibt Onkel Taa mit seiner Familie Restaurant und Museum, seine Sammelleidenschaft ist noch älter. Seither hat er das Badl neben dem Bahnhof Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht. Auch einen Freiluftbereich richtete er ein, dort warten Gebrauchsgegenstände verschiedenster Handwerker auf die Besucher, außerdem Badewannen, Zuber, Waschbretter. Der Besitzer streicht liebevoll über einen Kupferkessel, während er von der eleganten Gesellschaft, die im Bad Egart abstieg und badete, erzählt. Da war Warmwasser gefragt, sogar Sisi soll inkognito unter den Gästen gewesen sein.
Es plätschert, gluckst und gurgelt überall vor dem Haus, drei Quellen darf Karl Platino sein Eigen nennen, eine davon gilt als Heilquelle. Die Trinkwasserquelle speist den Brunnen, in dem er Forellen züchtet. Und dann gibt es noch eine Eisenquelle. Ich ordne im Kopf noch Richtungen, Leitungen und Gewässer, da ruft er: „Das hab‘ ich gemacht!“ Dabei tätschelt er einem bemoosten Gesicht aus Stein das Köpfchen, es trägt Granaten als Augen. Onkel Taa fertigt Skulpturen aus Holz und Stein an, hat eine Vorliebe für Schneckenmotive und kümmert sich um die vielen Pflanzen auf dem großen Gelände. Sattes Grün steht im Kontrast zu den dunklen Innenräumen. Die gefiederten Blätter des Pfauenfarns neigen sich weit in den Weg hinein. Die nächste Station ist der Kräutergarten, in dem eigentlich Tochter Janett die Chefin ist. Gewürztagetes, Dahlien, Pfefferkraut, Koriander – Onkel Taa s33 fasziniertschlendert durch die schmalen Reihen und reicht ab und zu eine Kostprobe, denn „was die Schnecken essen, essen die Leute auch.“ Mit Weinbergschnecken kennt man sich in Bad Egart aus, Janett Platino bereitet die Zuchttiere auf unterschiedlichste Arten zu, genauso wie Klassiker der k. und k. Hofküche. Schnecke ist in der Küche zwar keine zu sehen, aber es dampfen schon die Töpfe für das Abendessen auf dem Herd. Blumen und Kräuter warten in kleinen Vasen auf der Anrichte. An die 400 Gartenkräuter und diverse Wildkräuter verleihen den Speisen Pfiff und saisonale Frische. Mit blitzenden Augen berichtet Janett von der Philosophie, alles zu verwerten, was eine Pflanze zu bieten hat. Ihr Blick wandert in den Raum hinter der Küche. Dort reihen sich auf Holzregalen hunderte Schraubgläser mit wunderlichsten Inhalten in bunten Farben aneinander.
In Bad Egart haben die Bewohner einen eigenen Umgang mit der Zeit entwickelt. Onkel Taa konserviert sie in seinen Wunderkammern, Janett Platino holt im Winter den Sommer aus dem Glas.

Montag, 19 Oktober 2020 14:28

Fragen an den Rheumatologen

Schlanders - Das Projekt ,,Fragen an den Rheumatologen“ wurde ins Leben gerufen, um Ihnen die Moglichkeit zu geben, mehr über Ihre Erkrankung, deren Ursachen, Diagnose und Behandlungsmoglichkeiten zu erfahren.

Vortrage in Schlanders:
Krankenhaus Schlanders - Sitzungsaal Verwaltung 2. Stock, Raum Nr. 208
Chronische Schmerzen und
Fibromyalgie (it.) 12.10.2020, 17.30 Uhr: Dr.in Alessandra Penatti
Achtung bei Alternativmedizin (dt.) 13.10.2020, 17.30 Uhr:
Dr. Peter Matzneller
Welche Ernahrung bei Rheuma? (it.) 20.10.2020, 17.30 Uhr:
Dr.in Maria Elena Azzaro
Impfung bei Patienten mit Rheuma (dt.) 27.10.2020, 17.30 Uhr:
Dr. Peter Matzneller
Behandlung bei Arthrose (it.)
28.10.2020, 17.30 Uhr:
Dr.in Alessandra Penatti

Montag, 19 Oktober 2020 14:28

Literaturmatinee

Laas - Literaturtage - Lola Randl hat 2019 beim Franz-Tumler-Literaturpreis den Publikumspreis erhalten und hätte eigentlich jetzt ihren Schreibaufenthalt auf den Rimpfhöfen genießen sollen, doch daraus wurde nichts. Die Pandemie zwang sie, in der brandenburgischen Uckermark zu bleiben. Dennoch wollten die Organisatoren der Vinschger Literaturtage die geplante Lesung nicht absagen, mit der Werkstatt in der Marmorschule von Laas stand schon ein besonderer Ort fest und mit Heiner Stecher und Hannes Ortler waren passende Musiker gebucht. Nadia Schwienbacher, Schauspielerin aus Schlanders, sprang kurzentschlossen ein und las vor einem zahlreich erschienenen Publikum am Samstagvormittag aus Randls Romanen. Das neue Buch nimmt schon auf Corona, die Virologen und auf die einschneidenden Veränderungen Bezug. Mit trockenem Humor und gänzlich ungekünstelt führt Randl ihre Leser erneut in das Dorf mit dem großen Garten und allerlei Tieren, Pflanzen und Menschen, die sich aneinander reiben. Katrin Klotz vom Südtiroler Künstlerbund stellte Randls Debütroman „Der große Garten“ und das vor kurzem erschienene Werk „Die Krone der Schöpfung“ vor und betonte den enzyklopädischen Aufbau der Texte. Neben stimmigen Melodien und der professionellen Lesung von Nadia Schwienbacher trug auch das Werkstattflair zum Gelingen der Matinee bei.
Maria Raffeiner

Montag, 19 Oktober 2020 14:27

Umstellungen ab Ende Oktober

Obervinschgau - Digital-TV der zweiten Generation: Die Fernsehnetze werden bis 2022 auf die neue Sendetechnik DVB-T2 in HD-Qualität umgestellt. Die große Umstellung des Fernsehstandards in Südtirol geht vom 20. bis 22. Oktober einen weiteren Schritt.
An den grenznahen Senderstandorten Obervinschgau/Montoni, Sulden, Trafoi, Mals, Matsch, Planeil, Graun, Rosskopf/Sterzing, Gossensaß, Brenner, Kronplatz, Innichen, Prags und Winnebach wechselt die Rundfunk-Anstalt Südtirol RAS vom 20. bis 22. Oktober von Kanal 51 auf Kanal 21. Der Fernsehstandard DVB-T wird beibehalten. In den betroffenen Empfangsgebieten müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer einen neuen Sendersuchlauf durchführen, weil die Fernsehkanäle 50 und 53 freigemacht werden.
Die Maßnahme ist einer der nächste Schritte zur Umstellung des Fernsehprogramms in Südtirol auf den neuen Standard DVB-T2 mit der Kodierung HEVC. Die Umstellung ist im Zuge der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G notwendig. Dafür müssen bis 2022 europaweit Frequenzen freigegeben werden. Ein Teil davon wird derzeit noch für die terrestrische Fernsehübertragung genutzt. Damit alle Fernsehprogramme am Ende über die verbliebenen Frequenzen ausgestrahlt werden können, wird der neue Fernsehstandard eingeführt.

Umstellung in drei Schritten
Das staatliche Ministerium für Wirtschaftsentwicklung hat für die Umstellung einen Zeitplan festgelegt. Die Umstellung erfolgt demnach in drei Schritten. Diese stellten heute (12. Oktober) RAS-Präsident Peter Silbernagl, Generaldirektor Georg Plattner und der technische Direktor Johann Silbernagl vor.
Vorgesehen ist, dass in einem Jahr, im Herbst 2021, dann sämtliche Fernsehkanäle laut der neuen Fernsehplanung umgestellt werden, damit die Kanäle 49 bis 60 für den Mobilfunk frei werden. Die RAS wird dann in ganz Südtirol die zugewiesenen Kanäle 21 und 34 in Betrieb nehmen und sämtliche Programme in hochauflösender HD-Qualität über DVB-T2 ausstrahlen. Der Simultanbetrieb in Standardqualität SD wird eingestellt. Die Empfangsgeräte müssen HD-tauglich sein und ein Sendersuchlauf ist erforderlich.
Mit Juli 2022 DVB-T2 in ganz Südtirol Standard

Montag, 19 Oktober 2020 14:26

Allerheiligen und Allerseelen

In Stille - coronabedingt stiller denn je - wird auch heuer zu Allerheiligen und zu Allerseelen den Verstorbenen gedacht. Kerzen werden angezündet, Gebete werden gesprochen, um in Gedanken und im Herzen mit den Verstorbenen verbunden zu sein. Das Totengedenken und die Gräbersegnungen am Nachmittag des 1. November werden heuer in einem anderen Rahmen stattfinden. Von Pfarrei zu Pfarrei verschieden. Nicht in der gewohnten Art und Weise, wo sich viele Familien getroffen haben und im Andenken verbunden waren.
Nichtsdestotrotz bleiben die Erinnerung und die Zeichen des Andenkens. Dazu zählt auch das Schmücken der Gräber mit Blumen, mit Gestecken, mit besonderen Kerzen oder persönlichen Andenken. Der Friedhof wird mehr als an anderen Tagen im Kalenderjahr zu einem Ort der tiefen Verbundenheit zwischen den Lebenden und den Toten. Besonders die Kerzen symbolisieren die Auferstehung und das Leben. Eine Kerze bringt als „Ewiges Licht“ Helle in die Dunkelheit.
Allerheiligen und Allerseelen sind zwei Tage, an denen jene, die zurück geblieben sind In-sich-Gehen, sich erinnern, und die Verstorbenen besonders in Ehren halten.

Glurns - Die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) und die Junghandwerker im lvh informieren auch heuer wieder die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen über die Vielfalt der Berufe im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handwerk. Kürzlich waren die Vertreter der beiden Organisationen an der Mittelschule Glurns zu Gast.
Die Vertreter der HGJ stellten zunächst die verschiedenen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Hotel- und Gastgewerbe vor. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei alles über die Bereiche Service, Hotel-Management, Rezeption und Küche erfahren. „Ob im Management oder an der Rezeption, in der Küche oder im Service: Alle Berufe im Hotel- und Gastgewerbe bieten viel Abwechslung. Mit einer Ausbildung im Gastgewerbe stehen einem viele Türen offen: in Südtirol wie in der großen weiten Welt“, sagt HGJ-Obmann Hannes Gamper.
lvh-Mitarbeiterin Elisabeth Mahlknecht informierte anschließend über die Berufsmöglichkeiten im Handwerk. Die Schülerinnen und Schüler erhielten anhand einer interaktiven Präsentation einen Überblick über die vielseitigen Ausbildungswege und möglichen Karrierechancen, die das duale Ausbildungssystem bietet. „Je mehr Informationen die Jugendlichen über die Berufe erhalten, desto besser können sie gemeinsam mit den Eltern die für sie richtige Wahl treffen“, ist Alexander Dallio, Vorsitzender der Junghandwerker im lvh, überzeugt.
HGJ-Pressemitteilung


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00fb819/vinschgerwind.it/templates/purity_iii/html/com_k2/templates/default/user.php on line 260

SÜDTIROL AKTUELL

  • Landeswetterdienst: Dieser Winter war überdurchschnittlich mild
    Landeswetterdienst: Dieser Winter war überdurchschnittlich mild Monatsrückblick des Landeswetterdienstes - Höchste und niedrigste Temperatur dieses meteorologischen Winters - Die meiste Zeit dieses Winters war trocken - Einzige kräftige Südstaulage Ende Jänner BOZEN (LPA). Der meteorologische Winter war in…
  • Südtiroler Gesundheitssystem: Stärken und Herausforderungen
    Südtiroler Gesundheitssystem: Stärken und Herausforderungen Studie des Gesundheitsministeriums - Südtirols Gesundheitssystem im Vergleich - Stärken in der wohnortnahen Versorgung, Herausforderungen bei Prävention und Krankenhausbetreuung BOZEN (LPA). Gesundheitslandesrat Hubert Messner nimmt zur kürzlich veröffentlichten Studie des Gesundheitsministeriums Stellung,…
  • Elektromobilität nimmt Fahrt auf
    Elektromobilität nimmt Fahrt auf Förderpaket zur E-Mobilität in Südtirol vorgestellt - Neuer Ladetarif von Alperia ab 1. März - Ausbau des Ladenetzes auf 1000 Ladepunkte bis Ende 2026 BOZEN (LPA). Mit einem ganzen Paket…
  • Elektromobilität / Beschlussantrag als Impulsgeber
    Elektromobilität / Beschlussantrag als Impulsgeber In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben heute Landeshauptmann Arno Kompatscher, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Alperia-Generaldirektor Luis Amort ein neues Maßnahmenpaket vorgestellt, das die Elektromobilität in Südtirol weiter vorantreiben wird. Der Landtagsabgeordnete…
  • Unterschriftensammlung für ein Tierheim im Westen – Ein starkes Zeichen der Unterstützung!
    Unterschriftensammlung für ein Tierheim im Westen – Ein starkes Zeichen der Unterstützung! Wir freuen uns heute Ihnen mitteilen zu können, dass die EO Tierheim Naturns-Canile Naturno zusammen mit der EO Tierschutzverein Vinschgau und dem Comitato UGDA ODV ALTO ADIGE morgen Freitag, den…
  • Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Kastelbell
    Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Kastelbell Kastelbell – Am Sonntag 23. März versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um im Rahmen der traditionellen Andreas-Hofer-Gedenkfeier dem Tiroler Freiheitskämpfer, den Gefallenen Soldaten der beiden WK sowie die Freiheitskämpfern der…
  • Mobbing und Cybermobbing: Schulen in Südtirol werden aktiv
    Mobbing und Cybermobbing: Schulen in Südtirol werden aktiv In den italienischen Schulen in Südtirol greifen verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung von Mobbing und Cybermobbing – Galateo: "Wir intensivieren die Aufklärung, niemand soll allein gelassen werden" BOZEN (LPA). Der Kampf gegen…
  • Bahnhof Meran: Weiteres Grundstück für Mobilitätsentwicklung angekauft
    Bahnhof Meran: Weiteres Grundstück für Mobilitätsentwicklung angekauft Die Landesregierung ergänzt ihren Beschluss zum Grundstücksankauf für den Bahnhof Meran, um die öffentliche Mobilität zu stärken und die Weichen für den Einsatz einer neuen Zugflotte zu stellen MERAN (LPA).…
  • Landesregierung genehmigt die Wohnreform 2025
    Landesregierung genehmigt die Wohnreform 2025 Damit kann der Gesetzentwurf an die zuständigen Gesetzgebungsausschüsse und anschließend an den Landtag weitergeleitet werden – Zahlreiche Maßnahmen für bezahlbaren und verfügbaren Wohnraum BOZEN (LPA). Die Wohnreform 2025 ist ein Kernpunkt der Regierungsvereinbarung.…
  • Wirtschaftsplattform 2030: Südtirols wirtschaftliche Zukunft gestalten
    Wirtschaftsplattform 2030: Südtirols wirtschaftliche Zukunft gestalten Landesregierung gibt grünes Licht für eine neue Arbeitsgruppe - Das Gremium soll die Landesregierung beim Erstellen eines strategischen Programmdokuments zur wirtschaftlichen Entwicklung beraten BOZEN (LPA). Mit der "Wirtschaftsplattform 2030", einem…
  • Schule in der Gärtnerei – Gesund wachsen - Südtiroler Gärtner laden zum Unterricht
    Schule in der Gärtnerei – Gesund wachsen - Südtiroler Gärtner laden zum Unterricht Derzeit besuchen rund 2500 Schüler der vierten Klassen Grundschule unsere Gärtnereien und begeben sich dabei auf eine faszinierende Reise in die Welt der Pflanzen. Das Projekt "Schule in der Gärtnerei"…
  • Musikschuljahr 2025/2026: Online-Einschreibungen ab 1. März
    Musikschuljahr 2025/2026: Online-Einschreibungen ab 1. März Vom 1. bis 31. März sind die Einschreibungen in alle Musikschulen des Landes möglich. BOZEN (LPA). Am 1. März 2025 um 9.00 Uhr beginnen an allen Musikschulen des Landes, an den deutschen…
  • #1: Landeshauptmann Kompatscher betont Leitlinien für Regierungsarbeit
    #1: Landeshauptmann Kompatscher betont Leitlinien für Regierungsarbeit Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Autonomie im Fokus des Mediengesprächs BOZEN (LPA). Ein Jahr nach Amtsantritt betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher am 21. Februar die gute Zusammenarbeit der Landesregierung und bekräftigte zentrale Themen: Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Autonomie. Nachhaltigkeit bedeutet…
  • II. GGA: Anhörung zu invasiven Arten
    II. GGA: Anhörung zu invasiven Arten Fachleute informierten die Ausschussmitglieder über die aktuelle Situation, die Herausforderungen für die Landwirtschaft, die Folgen für die Gesundheit und die einschlägigen Rechtsvorschriften. Initiator Leiter Reber: „Invasive Arten sind eine unterschätzte…
  • Wiederherstellung der Autonomie: Wie lange lässt sich Kompatscher noch hinhalten?
    Wiederherstellung der Autonomie: Wie lange lässt sich Kompatscher noch hinhalten? Unsere Autonomie wird weiter ausgehöhlt, während Landeshauptmann Arno Kompatscher weiterhin auf eine Einladung von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu Verhandlungen in Rom hofft. Seit 2022 verspricht er die Autonomie wiederherzustellen…
  • Lehrpersonal: 200 neue Stellen für Südtirol
    Lehrpersonal: 200 neue Stellen für Südtirol Landesregierung beschließt deutliche Aufstockung des Lehrpersonals um 200 Stellen: 120 für die italienische, 69 für die deutsche und 11 für die ladinische Schule BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat eine deutliche Aufstockung des Lehrpersonals…
  • Dank an elf herausragende Persönlichkeiten mit Landesauszeichnung
    Dank an elf herausragende Persönlichkeiten mit Landesauszeichnung Landeshauptleute Arno Kompatscher und Anton Mattle verleihen in Innsbruck an elf Persönlichkeiten Ehrenzeichen des Landes Tirol - Gedenken zum 215. Todestag von Andreas Hofer INNSBRUCK (LPA). Die Landeshauptmänner Arno Kompatscher (Südtirol) und Anton Mattle (Tirol) haben…
  • Welttag der sozialen Gerechtigkeit: "Gesellschaft zusammenführen"
    Welttag der sozialen Gerechtigkeit: "Gesellschaft zusammenführen" Anlässlich des Aktionstags hebt Soziallandesrätin Rosmarie Pamer hervor: "Gesellschaften und Volkswirtschaften funktionieren besser, wenn der sozialen Gerechtigkeit Priorität eingeräumt wird." BOZEN (LPA). Alljährlich am 20. Februar wird der Welttag der sozialen…
  • EuregioSportCamp 2025: Anmeldung ab Montag, 24. Februar, möglich
    EuregioSportCamp 2025: Anmeldung ab Montag, 24. Februar, möglich Vom 12. bis 19. Juli gibt es in Mals (Südtirol) sportliche Aktivitäten für 60 Kinder und Jugendliche aus der Euregio – Jahrgänge 2011 bis 2013 können teilnehmen – Schnelle Anmeldung…
  • Kostenlose Ausbildung zum Pflegehelfer und zur Pflegehelferin
    Kostenlose Ausbildung zum Pflegehelfer und zur Pflegehelferin Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+) finanziert Weiterbildungsangebot – Die Anmeldungen sind geöffnet – 2022 haben die Ausbildung bereits 54 Personen erfolgreich absolviert BOZEN (LPA). Personal im Sozial- und Gesundheitswesen ist knapp, deshalb setzt…
  • Zum 40jährigen Jubiläum: Segnung der neuen Erlebnistherme Naturns
    Zum 40jährigen Jubiläum: Segnung der neuen Erlebnistherme Naturns Vor kurzem konnte das Erlebnisbad Naturns sein 40jähriges Jubiläum feiern. Passend dazu ist die Segnung des Zu- und Umbaus erfolgt, wodurch die nunmehrige Erlebnistherme ein neues Kleid erhalten hat. Das…
  • Olympia 2026: Fackelträger und Fackelträgerinnen gesucht
    Olympia 2026: Fackelträger und Fackelträgerinnen gesucht Eiskunstlaufikone Carolina Kostner eröffnete in Sanremo offiziell die Bewerbungen für den Olympischen und Paralympischen Fackellauf - Am 27. Jänner 2026 kommt die olympische Flamme nach Bozen SANREMO (LPA). Einmal im…
  • Haflinger-Pferd auf dem Weg zum UNESCO-Kulturerbe
    Haflinger-Pferd auf dem Weg zum UNESCO-Kulturerbe Landesregierung unterstützt die Kandidatur des Haflingers zur Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe - Landesrat Brunner: "Anerkennung von 150 Jahre Kulturgeschichte und Würdigung für Einsatz der Züchter" BOZEN/HAFLING (LPA). Freundlich, genügsam und leistungsbereit…
  • Gemeinderatswahlen: TAR bestätigt Rechtmäßigkeit der Regionalnorm
    Gemeinderatswahlen: TAR bestätigt Rechtmäßigkeit der Regionalnorm Gemeinderatswahlen am 4. Mai - Verwaltungsgericht (TAR) bestätigt Rechtmäßigkeit der Bestimmungen der Region TRIENT (LPA). "Das Regionale Verwaltungsgericht (TAR) hat die volle verfassungsmäßige Rechtmäßigkeit der Bestimmung der Autonomen Region Trentino-Südtirol bestätigt, die…
  • Junges Ehrenamt: "Glanzleistungen 2025" bis 17. März vorschlagen
    Junges Ehrenamt: "Glanzleistungen 2025" bis 17. März vorschlagen Auch 2025 zeichnen die Länder Tirol, Südtirol und Trentino ehrenamtlich tätige junge Menschen sowie Projekte im Jugendsektor aus – Nominierung ab sofort möglich – Verleihung am 12. Juni in Trient BOZEN…
  • Interreg-Programm Italien-Schweiz: Startschuss fällt am 10. März
    Interreg-Programm Italien-Schweiz: Startschuss fällt am 10. März Ordentliche Maßnahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit können im Rahmen des Interreg-Programms Italien-Schweiz bis zum 10. Juni 2025 eingereicht werden BOZEN (LPA). Das Programm Interreg Italien-Schweiz, das von der Europäischen Union mitfinanziert wird, soll die Entwicklung und Kohäsion im Grenzgebiet…

AKTUELLE AUSGABE

  • „Wir müssen ändern“

    „Wir müssen ändern“

    Schlanders/Vinschgau - Leidenschaft für Politik, so kann man die Sitzung des SVP-Bezirksausschusses am 12. Februar in Schlanders zusammenfassen. Es wurde debattiert,

    Read More
  • Fehler im System

    Fehler im System

    Bozen/Vinschgau - Die BM Mauro Dalla Barba und Roselinde Gunsch haben sich bei der SVP-Bezirksausschusssitzung furchtbar aufgeregt. Vor allem ist es

    Read More
  • Die Playoff-Reise hat begonnen

    Die Playoff-Reise hat begonnen

    Die fünfte Jahreszeit – wie die Zeit der Playoffs in Eishockeyfachkreisen bezeichnet wird – ist nun endlich für den AHC Vinschgau angebrochen.

    Read More
  • 1

KLEINANZEIGEN

kla icons

BILDER

Impressionen 2025

impression_1-25

Jubiläumsjahr. 1525: Die Bauern waren unterdrückt und mussten so viele Steuern und Abgaben an die Regierenden (Adel & Kirche) zahlen. Das Leben wurde unerträglich und so brach der Bauernkrieg aus. 2025: Der SBB regiert das Land mit und manche Bauern holen sich mit Steuerbegünstigungen, Fördergelder und Subventionen das Geld zurück. Panta rhei: So dreht sich die Geschichte.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-25

Zuckbichl. Das Bild erweckt in mir eine sonderbare und unerklärliche Nostalgie.
Vielleicht weil die Fotografie nur das Vergangene festhalten kann?
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-25

Am Schnatzhof. Es war einmal... vor dem Hof ein besonderer Gast gelandet. Er möchte in der warmen Stube einkehren, aber er war zu groß und zu dick und konnte nicht durchschlüpfen. In wenigen Tagen aber konnte er so viel abnehmen und wurde dünn wie eine (Mond)-Sichel und klopfte an die Tür. Doch wenn er so schnell zunehmen kann, wie er abnimmt, dachte der ...

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-25

Heydorf-Loretzhof IV. Jeden zweiten Donnerstag besuche ich die Redaktion des Vinschgerwind und gehe an diesem wunderschönen Juwel, mitten in Schlanders, vorbei. Ich kann immer wieder staunen über die schönen Proportionen, die eleganten Details, ohne „kosmetische Eingriffe“, die je nach Lichtverhältnissen anders wirken. Da muss ich zwangsläufig an die zu vielen Zerstörungen, die unser Land genehmigt, denken...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2024

impression_1-24

Winterschlussverkaufszeit. Im König Laurins Gartl hat das „Land“ es uns vorgemacht, wie unsere Heimat billig verkauft werden kann. Welches ist das nächste Schnäppchen?
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-24

Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-24

Am Reschensee. Nur vor über 70 Jahren war hier soviel los. Zur Zeit ist dies nach dem Brenner-Basis die größte Baustelle im Land. Bald aber werden die Fluten, wie schon damals, alles verschlingen und nur ein paar Bilder werden die Erinnerung wach halten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-24

Künstliche Intelligenz. Ist die Landschaft ein allgemeines Gut? Die menschliche Intelligenz ist nicht nur dem ästhetischen, sondern auch dem wirtschaftlichen Aspekt unterworfen. Abzuwarten ist, ob die KI etwas Besseres anbieten kann.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-24

Vinschgau Kristallin. Das Bild erinnert mich an schöne Wanderungen, aber auch an einen Text über Marmor und Kindheit, vielleicht von Luis Stefan Stecher, ich weiß es nicht mehr so genau...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-24

Die Sprache der Blumen. Immer mehr schöne, alte, harmonisch gewachsene Dorfkerne werden durch und durch „anonymisiert“. Um so erfreulicher ist es, wenn so wie hier in Tschars, jemand seinen persönlichen Akzent setzt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-24

Die Kofelraster Seen. Eine für Körper und Seele lohnende Wanderung. Über den Seen schwebt die tragische Sage eines Liebespaares, in der auch der Zwerg „Muegg“ und der „Hohe Dieb“ vorkommen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-24

Ferragosto. Wenig begangene Gegenden soll ich nicht so oft zeigen, ansonsten könnten sie überlaufen werden. „Kritische Situatonen“ soll ich unterlassen, sonst „maulen“ die überempfindlichen Bespritzer und Gastronomen. Ich probiere es diesmal mit der Milchstraße, mal schauen ob sich die Kühe auch melden werden.

Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-24

Der Kaandlwool. Laut der Geschichtsbücher gab es eine Steinzeit, eine Bronzezeit, eine Eisenzeit, ... Aber von Holzzeit ist nie die Rede. Dieses wunderbare Holzensemble beim Greithof spricht eindeutig dafür.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-24

Das Glück der Langsamkeit. Früher bin ich mit einem schnelleren Schritt unterwegs gewesen. Jetzt aber muss ich auch öfters rasten. Und gerade bei so einer Rast, auf dem Weg zum Sällentjoch, habe ich den glücklichen Augenblick eingefangen.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-24

Kontraste. Die Grüne Oase des stattlichen Gurschlhof, schon 1262 erwähnt, vermittelt Ruhe.
Ab und zu im Inneren des Berges wacht der „Wasserdrache“ wieder auf und spuckt Unruhe und Geröll ins Tal.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-24

Am Tartscher Bichl. Eigentlich ist für die Fotografen jedes Wetter ein gutes Wetter. Aber wenn es mit der künstlichen Intelligenz so weiter geht, brauchen wir nicht mehr ins Freie zu gehen: Ein paar Klicks auf die Tastatur und „pronto“ ist jedes Bild da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-24

Kleiner Angelus Ferner. Jahr ein, Jahr aus (seit 1978) besuche ich diesen Gletscher. Auch er wird immer dürrer und runzeliger und irgendwann wird er nicht mehr da sein, oder ich schaffe es nicht mehr herauf zu kommen. Und so kann eine alte „Freundschaft“ enden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-24

Es muss nicht immer Vollmond sein. „...und der Himmel war noch in der Nacht blau, und die dünne, mädchenhafte Mondsichel, ganz silbern oder ganz golden, lag auf dem Rücken mitten darin und schwamm in Entzücken.“ R. Musil
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-24

Ohne Titel. Herbstfarben, einfach so: kein Event, keine Inszenierung, keine Spezialeffekte: die Natur ist schon speziell für sich. Ein Fest für die Sinne: Sehen, Hören, Riechen und kostet nichts.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-24

Äpfel & Trauben. Diese Früchte bestimmen die ländliche Kulturlandschaft. Aber auch die Geschichte des Abendlandes, angefangen mit Adam und Eva und der Erbsünde, bis zum ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana und und und..
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-24

Schattenspiele. Karthaus, im Hintergrund, ist schon im Schatten verhüllt. Katharinaberg wird auch gleich vom „schwarzen Drachen“ verschlungen... Was für ein herrliches Spektakel dieses Licht- und Schattenspiel.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-24

Schloss Juval. In Südtirol gibt es an die 300 Burgen und Schlösser. Gut zwei Dutzend davon befinden sich im Vinschgau. Von einigen sind nur Mauerreste geblieben, andere sind sehr gut erhalten und zum Teil dem Publikum zugänglich. Geschichte, Geschichten und Sagen wurden in den alten Gemäuern wie in einer Truhe, bis heute gut aufbewahrt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-24

Die Drachen & der Mond. Bei der Spitalkirche in Schlanders hausten zwei unersättliche Drachen. Eines Nachts wollten sie sogar den Mond verspeisen. Ich aber war schneller und habe den Mond mit meiner Kamera eingefangen. Somit können Liebespaare und Poeten den Mondschein in der
Valentinsnacht bewundern.

Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-24

Vermoi Spitz (2929m). Dieser Gipfel mit dem geheimnissvollen Namen ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Vinschgaus. Aufgepasst: das Bild mag täuschen, von St. Martin aus ist es kein Katzensprung, aber die Mühe lohnt sich.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-24

Die streitenden Blässhühner. Im Haidersee streiten sich einige Vögel um die wenigen eisfreien Flecken. Ein paar schauen zu. Aber wenn das Eis schmilzt, wird für alle Platz sein und die Ruhe wird wieder einkehren, so wie im Landtag...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-24

Beim Prälatenstein in Schlinig. Obwohl hier vorwiegend Stille herrscht, ist Rhytmus zu spüren. Fast wie in einem Musikstück und die Noten gleiten dahin.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-24

Frühlingserwachen. Auch die Bienen haben es nicht immer leicht. Mein winziger Garten, so wie viele andere, sind wie Oasen für die Bienen, die sich darüber freuen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-24

Die Haflinger. Die Rasse ist im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in Schluderns entstanden. Heuer wird das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Impressionen 2023

impression_1-23

Hommage an Laas. Der Raika-Kalender 2023-Entwicklungen (der ein kleines Dorfbuch ist) wurde gut, sachlich und emotional vorgestellt. Da mich seiner Zeit der Storch in Laas hat „fallen“ lassen, bin ich mit dem Marmordorf besonders verbunden.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_10-23

Der Schaukler. Seit Kurzem schwebt an der Osteinfahrt von Naturns ein neues Kunstwerk, das den Blick zwangsläufig nach oben zieht und je nach Lichtverhältnisse fast wie eine Erscheinung wirkt.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_11-23

Ich hab einen Vogel... gesehen. Eigentlich waren es 24 verschiedene Vogelarten, die wir in einer Stunde sehen konnten. Das war während einer von AVIMUNDUS organisierten Vogelstimmenwanderung am Rande von Schlanders. Ich war erstaunt!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_12-23

Zurück zu den Sternen. Wenn das Wetter es erlaubt, kann man jede Nacht, auch vom Balkon aus, den Sternenhimmel bewundern. Es reicht ein „Gugger“ um den Sternen näher zu kommen. Aber im Gummer, bei Karneid, erscheint das Spektakel wirklich grandios.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_13-23

In Schlanders ist es anders. Zur Zeit sind die meisten Klettersteige der Dolomiten überlastet.
Hier aber können „besondere“ Kletterer ihre Leidenschaft in Ruhe nachgehen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_14-23

Zur Gipfelkreuz Polemik schlage ich ungeachtet vor: vom Tarscher Wetter Kreuz zum Pfeiler, den alten Waalweg entlang zu wandern. Vielleicht eine Überraschung für Einige, die auf 2.500 Metern Höhe einen Waal nicht erwartet hätten.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_15-23

Erlebnis Straße. Wann sperrt unser „Immobilitäts-Landesrat“ die Strecke Trafoi-Stilfserjoch für die Einheimischen endlich zu? Dann könnten die Adrenalintouristen unbehindert Gas geben.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_16-23

Requiem für einen Gletscher. Der Laaser Ferner am 18. Juli 2010 und am 18. Juli 2023
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_17-23

Auf Failegg. Ich meide die „Erlebniswelten“, die auch bei uns immer höher-bunter-lauter werden.
Meine Erlebniswelt ist minimalistisch und doch langlebig.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_18-23

Bää, Bää, Bää ... Gleck, Gleck, Gleck. Es ist bald wieder soweit und Schafe, Treiber und Zuschauer werden wieder zusammentreffen. Es ist alles bereit. Dann ist der Sommer vorbei.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_19-23

Morgens um sieben. Die Stefanikapelle auf Platz ist wahrscheinlich eine uralte Sternwarte. Heute wie damals, hat sie im Augenblick des Sonnenaufgangs etwas Magisches.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_2-23

In Vezzan. In der Chronik des Marienberger Mönches Goswin wird schon um 1170 ein Weingut in „VETZANA“ genannt. Ein Weingarten in Vezzan zu besitzen war früher sehr begeehrt (heute sind vorallem Wohnungen gefragt). Früher waren sogar Besitzer aus 13 Dörfern aufgelistet.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20-23

Kinder Gespräch im Zug: (...) „Warum sind die Obstkisten viereckig, wenn die Äpfel rund sind?“ ... „Wenn sie rund wären, würden sie den Hang hinunterrollen.“ „Ahh, aber warum sind die Äpfel dann nicht auch vierreckig?“ Der Zug hält an, die Kinder steigen aus und ich bleibe ohne Antwort.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_20bis-23

Auf Bärenstall. Ja, ein Bild kann auch riechen! Während ich das Bild anschaue, kann ich den Duft der frischen Erde riechen und dadurch werden Kindheitserinnerungen wieder wach ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_21-23

Vintschgau. Manche Historiker, Nostalgiker oder Touristen vermissen die alte Schreibweise. Naja, angesichts des alltäglichen Wahnsinns könnte man Vinschstau schreiben und das T wäre wieder da.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_22-23

Bei Burgeis. Die Natur wechselt ihre Kleider und die Herbstkollektion ist so kurzlebig und bunt wie keine andere.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_23-23

Brot: Das Wunder. Mindestens seit 1223 wird auf Rimpf Brot gebacken. Brotbacken ist heute für einige Familien nicht nur eine ökonomische Notwendigkeit, es hat auch archaische, soziale und religiöse Komponenten: Es ist eine Art von Freiheit!
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_24-23

Benedikt, Cäsarius, Johannes, Leonhard, Lucius, Maria und Martin. Bei so vielen Heiligen, wo sonst hätte das „Wunder von Mals“ stattfinden sollen, wenn nicht hier.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_25-23

Der Mond über Annaberg. Das ist meine letzte Impression für das Jahr 2023. Ich wünsche allen meinen „Lesern:innen“ Glück, Gesundheit und Frieden für das nächste Jahr.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_3-23

Die Stilfserjoch „Schlange“. Seit 200 Jahren tut die Stilfserjoch Straße ihren Dienst: Zur Freude mancher und zum Ärger anderer. Sie ist ein Meisterwerk, das ich bevorzuge, in der Dämmerung oder in der Nachsaison zu fotografieren.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_4-23

Licht & Schatten. Die Spitalkirche von Latsch beherbergt den wichtigsten gotischen Altar des Vinschgaus. Ein Meisterwerk von Jörg Lederer. Aber die ganze Kirche ist ein organisch gewachsenes Kunstwerk und das Südportal aus Marmor mit der Schweißtuchgruppe ist ein Teil davon.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_5-23

Jubiläum. Vor 65 Jahren wurde die Seilbahn Latsch-St.Martin im Kofel gebaut und in Kürze, nach einer Generalsanierung, wird sie den Dienst wieder aufnehmen. Mit dem Ticket kann man nicht auf dem Mond landen, aber man kommt einen Schritt näher.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_6-23

„Matscher Hennen“. Wenn es so weiter geht, kann so ein Bild selten werden: Nicht wegen den Hunderten von Vögeln (die aus einem mir unerklärlichen Grund die Burg belagern), sondern wegen des mangelnden Schnees.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_7-23

Was ist Weiß? Die Wissenschaft definiert Weiß so wie Schwarz und Grau als unbunten Farben. Ist also der Laaser Marmor unbunt? Auf jeden Fall ist er schön.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_8-23

Wassersparen ist angesagt. Alle reden darüber, sogar die Politiker, aber anfangen sollen immer die anderen: Die Pistenbetreiber, die durstige Apfelindustrie, die Millionen Wellness-Touristen, mein Nachbar beim Gartelen, .... Vielleicht kann ich beim Zähneputzen anfangen.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

impression_9-23

St. Peter. Wie ein Leuchtturm thront das Kirchlein auf einem uralten Siedlungsplatz. Einmal im Jahr, seit dem Pestgelöbnis von 1635 pilgern die Matscher bis hier her.
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

WINDMAGAZINE

  • Warm und trotzdem atmungsaktiv. Funktionsbekleidung ermöglicht es uns, selbst bei klirrenden Temperaturen den Schnee und die traumhafte Winterlandschaft zu genießen, ohne ins Frösteln zu kommen. Baumwolle, Fleece oder Daunen? Was…
    weiterlesen...
  • Die tierischen Protagonisten aus der Weihnachtsgeschichte an den Futterkrippen anzutreffen, war einigermaßen überraschend. Weniger unerwartet war, dass ihre Landwirte auch im Winter tüchtig sind. Ein bisschen Zeit für die Ofenbank…
    weiterlesen...
  • Der junge Vinschger Martin Fahrner ist seit 2018 Chef der World Racing  Academy WRA. In der Skisaison 2024/2025 ist er mit 12 Athleten im  internationalen Skizirkus unterwegs. Sein Vater Hans…
    weiterlesen...
  • Promenaden verfügen standesgemäß über besondere Flanierqualitäten, bieten interessante Blickbeziehungen und dienen in der Regel dem Lustwandeln.  Der fünf Kilometer lange Rundweg um den Haider See im Vinschger Oberland vereinigt diese…
    weiterlesen...
  • Ein paar winterliche Überlebensstrategien von Alpentieren und -pflanzen stelle in diesem Beitrag vor. Vereinfacht und in einer systematisierenden Übersicht kann man aktive und passive Überwinterer unterscheiden. Von Wolfgang Platter, dem…
    weiterlesen...
  • Un racconto per immagini di Gianni Bodini   La Val Venosta offre agli amanti degli sport invernali diversi centri ben attrezzati, ma anche per chi si “accontenta” della natura non…
    weiterlesen...
  • Die magische Geschichte der „VALANGA AZZURRA“ („blaue Lawine“),  dem damals erfolgreichsten Ski-Team der Welt rund um Gustav Thöni wurde  verfilmt. Vorgestellt wurde der Kino-Film jüngst am Filmfestival in Rom. von…
    weiterlesen...
  • Unvergessliche Pistenerlebnisse Atemberaubendes Panorama und 44 bestens präparierte Pistenkilometer: In Sulden sind Wintersportträume Wirklichkeit.   Das Skigebiet in Sulden ist kein Geheimtipp, Sulden ist höchstes Niveau, Sulden ist „First Class“:…
    weiterlesen...
  • Schließen Sie die Augen und träumen Sie vom perfekten Winterurlaub mit der Familie … Text: Stephan GanderFotos: Lucas Pitsch / Sebastian Stip In Trafoi, mitten im Nationalpark Stilfserjoch erlebt man…
    weiterlesen...
  • Eine Oase der Ruhe, ein Ziel für Wanderungen, ein beliebter Treffpunkt für Genießer, auch zum Feiern, Ausgangspunkt für Skitouren, eingebettet in einer wunderbaren Bergkulisse: das ist die Berghütte Maseben. Die…
    weiterlesen...
  • Wusstest du, dass die Nährstoffe in Äpfeln die gesundheitliche Wirkung von anderen Lebensmitteln verstärken? VIP hat spezielle Kombinationen mit Vinschger Apfelsorten entwickelt, die überraschend gut schmecken und die Gesundheit fördern.…
    weiterlesen...
  • Die Tage werden kürzer, die Luft frischer, und die Landschaft erstrahlt in reinem Weiß – der Winter in der Ferienregion Reschensee ist da! Eingebettet im malerischen DreiländereckItalien-Österreich-Schweiz erwartet euch ein…
    weiterlesen...
  • Wo die heimischen Alpen in ein winterliches Wunderland verwandelt werden! Dieses Gebiet bietet nicht nur erstklassige Skimöglichkeiten, sondern ist auch ein Ort, der Tradition und Gemeinschaft inmitten der atemberaubenden Natur…
    weiterlesen...
  • Latsch-Martelltal Zwischen kristallklaren Bergseen, dem ursprünglichen Martelltal, dem kargen Sonnenberg und dem sattgrünen Nörderberg liegt das Feriengebiet Latsch-Martell - unterschiedlicher könnte es nicht sein. Als wahres Skitouren Eldorado ist das…
    weiterlesen...

Winterwind 2024

zum Blättern

Winter Magazin - Winterwind 2024 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Skigebiete Skifahren Rodeln Langlaufen Winterwandern Schneeschuhwandern Eislaufen Schöneben Haideralm Sulden Trafoi Watles Ferienregion

KULTURHAUS

THEATER

VERANSTALTUNGEN

interreg banner

BILDUNGSZUG

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.