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Blues im Schloss

  • Dachzeile: Bildungshaus Schloss Goldrain

Handgemachte Bluesrhythmen, kühle Getränke und die stimmungsvolle Kulisse von Schloss Goldrain an einem lauen Sommerabend: Bessere Voraussetzungen für ein Konzert hätte man sich kaum wünschen können. Mit Moritz Gamper & Friends ging am 29. Mai die kulturelle Frühlingssaison des Schlosses zu Ende. Die Wahl war auf den aus Meran stammenden, heute in Wien lebenden Musiker Moritz Gamper gefallen, der dort sein zweites Studioalbum „Dressed in Edelweiß“ produziert hat. In seinen Liedern verbindet er unterschiedliche Stilrichtungen und Sprachen. Typische Blueselemente treffen dabei mit einem Augenzwinkern auf Dialektfragmente. Begleitet wurde Gamper von Musikerkollegen aus verschiedenen Landesteilen: Dominik Told am Kontrabass, Bernd Schroffenegger an der Blues Harp (Mundharmonika), Andreas Schwärzer an der Trompete und David Frank an der Steirischen bereicherten die Arrangements mit ihren unterschiedlichen musikalischen Handschriften. Zwischen den Stücken gewährte Gamper Einblicke in deren Entstehungsgeschichte und führte mit kurzen Erklärungen durch das Programm. Dabei wurde auch sein oft ironischer Blick auf die Dinge deutlich – etwa in Liedern wie „König von Südtirol“ oder „Not Your Day“.
Das Publikum im Schlosshof dankte den Künstlern mit viel Applaus. Wer den Abend musikalisch nachklingen lassen möchte, findet die Werke von Moritz Gamper auf Vinyl, CD und auf den gängigen Streaming-Plattformen. Im September kehrt das Kulturprogramm des Bildungshauses mit einem Jodelkonzert von Claudia Schwab und einem Tennessee Williams-Theaterabend des Vereins KultTour zurück.

Maria Raffeiner

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Festival suido – 2026 - a viecherei

  • Dachzeile: Mals/Tartscher Bichl

In der letzten Septemberwoche, vom 21. bis 26. September, veranstaltet die Bürgergenossenschaft Obervinschgau (BGO) ein ganz besonderes Festival in Schluderns und den umliegenden Ortschaften. Unter dem Titel „suido – a viecherei“ d.h. Sui do (di Obervinschger), ladet die BGO alle ein, miteinander zu feiern, nachzudenken und sich kreativ mit der Region Obervinschgau auseinanderzusetzen. Eine Viehausstellung wird das Herzstück, drumherum gibt es Musik und geführte Wanderungen. Bei einem Pressegespräch am 28. Mai wurde die Initiative auf dem Tartscher Bichl vorgestellt. Michael Hofer von der BGO erinnerte daran, dass vor 10 Jahren, am 29. Februar 2016 die Bürgergenossenschaft gegründet wurde mit dem Ziel, gemeinsam an einer ökologischen und nachhaltig ökonomischen Entwicklung des Oberen Vinschgaus zu arbeiten. Seit 2019 führt die BGO die Bio-Dorfsennerei in Prad und seit 2022 das Kulturcafé Salina in Glurns. Wie Konrad Meßner, der Kurator dieser neuen Initiative erklärte, ist das SUIDO-Festival der Auftakt eines 12-jährigen Kulturprogramms der BGO. 2026 steht das Festival unter dem Thema „a viecherei“ und meint damit weit mehr als Landwirtschaft. Und es wird nicht nur angeboten, sondern zum Mitmachen animiert. In Musikwerkstätten werden Stücke erlernt, die am Abend in Wirtshäusern, Altenheimen, Schulen und im Dorf, lebendig und nicht immer vorhersehbar, dargeboten werden. Angeboten werden geführte Wanderungen rund um Schluderns und im Obervinschgau. Raphael und Alexander Agethle vom Englhof in Schleis berichteten, dass in einem dreitägigen Symposium Fachleute aus Landwirtschaft, Architektur, Klimaforschung und Veterinärmedizin über den Stallbau der Zukunft diskutieren werden. Am letzten Festivaltag gibt es eine besondere Viehschau. Bäuerinnen und Bauern bringen ihre schönsten Tiere nach Schluderns. Bewertet wird nicht nach bestehenden Richtlinien, sondern nach dem Triple-A-System, einem Modell, das langlebige und ausgeglichene Tiere in den Vordergrund stellt. Adrian Gamper ist der Koordinator des Festivals. (hzg)

 

Nähere Infos:
https://www.suido.bz/

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„Zauberlehrling“ bis zum 21. Juni zu sehen

  • Dachzeile: Latsch

Arthur Rinner Hornbacher, ein “Latscher Original”, hat in den Jahren 2015/2016 eine eindrucksvolle Bilderreihe zu den 14 Strophen der Ballade “Der Zauberlehrling” von Johann Wolfgang von Goethe geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem jungen Latscher Lion Raffeiner Kerschbaumer entstand eine interessante digitale Inszenierung, die Hornbachers 21 Bilder, seine Stimme und die Atmosphäre seines Ateliers in Goldrain zu einem lebendigen Gesamterlebnis vereint.
Goethes “Der Zauberlehrling” ist im gewissen Sinne als existenzphilosophische Parabel zu verstehen, über die Risiken, die mit der Bildung, Herrschaft und Arbeit des Menschen verbunden sind. Sie wirft unter anderem die Frage auf: Inwieweit können die Menschen von ihren eigenen Schöpfungen überfordert werden? Die Zeilen “Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los”, in denen der Lehrling den zurückkehrenden Zauberer anflieht, ihm aus dem Schlamassel, den er angerichtet hat, zu helfen, sind im deutschsprachigen Raum zu einem Klischee bzw. Redewendung geworden, die heute noch verwendet wird, um jemanden zu beschreiben, der Hilfe oder Verbündete herbeiruft, welche der Einzelne dann selbst nicht mehr kontrollieren kann.
Zu sehen ist diese sehenswerte, spannende und gleichzeitig lehrreiche Kombination aus Malerei, Literatur und digitalem Medium nur noch bis zum 21. Juni, von Montag bis Freitag, um 9:00, 11:00 und 17:00 Uhr im Eingangsbereich der Raffeisenkasse Latsch. (pt)

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Die Payerhütte zu Gast in Partschins

  • Dachzeile: Die Payerhütte zu Gast in Partschins

Die Payerhütte zu Gast in Partschins: Buch von Karin Ortler unter großem Publikumsandrang im Schreibmaschinenmuseum vorgestellt.
Die Freude war groß, als nicht nur Autorin Karin Ortler zum Internationalen Museumstag ins Schreibmaschinenmuseum kam, um ihr im letzten Jahr anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Payerhütte erschienene Buch zu präsentieren: ihre Schwester Filomena, die zusammen mit ihrem Mann Hermann Wöll lange Jahre die Hütte führte, kam zusammen mit ihrem Sohn Bernhard Wöll, dem aktuellen Hüttenwirt, ins Museum.
Weitere Gäste waren Gerald Holzer vom Ortler Sammlerverein 1. Weltkrieg, der über die Rolle der Hütte während des 1. Weltkrieges berichtete, sowie Horst Ortler, Bruder der Autorin, der von seinen Erfahrungen als „Mulibua“ erzählte. Museumsleiterin Maria Mayr begrüßte außerdem Felix von Sölder, Obmann des AVS Partschins, der die Sektion Partschins kurz vorstellte.
Bindeglied zum Museum, so betonte Maria Mayr, ist zum einen die Tatsache, dass die Hütte zu Lebzeiten Peter Mitterhofers entstanden ist und Julius Payer ein Zeitgenosse des Schreibmaschinenerfinders war, zum anderen die Person des vor 6 Jahren verstorbenen Museumsbauers Ewald Lassnig, der als 16jähriger einen Sommer lang mit dem Muli Proviant auf die Hütte brachte.
Karin Ortler, deren Familie die Hütte schon über 100 Jahre führt, berichtete über ihre persönlichen, während vielen Sommern gesammelten Erlebnisse, während Bernhard Wöll den Hüttenalltag mit den verschiedenen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die es zu meistern gibt, schilderte. Am Ende gab es noch einen Überraschungsgast, nämlich (Horst Ortler in der Rolle des) Julius Payer, der über seine Pionierleistungen und Erstbesteigungen im Ortlergebiet berichtete.

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