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Die Hits kamen gut zur Geltung

  • Dachzeile: Glurns/Vinschgau
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Als Vorband durfte als erstes die Band „Bluatschink“ aus dem Tiroler Lechtal Stimmung machen.
Danach heizten dann die „Schick Sisters x Opus Band“ richtig ein. Mit viel Charme brachte die Band stimmungsvolle Lieder und auch das Lied „life is life“ war bei dieser Porfarmance dabei. Mit den drei Mädels und zwei Männern bekam der Abend schon einen guten Charme. Die Sängerin betonte bei der Verabschiedung auch, dass eine ihrer Bandkolleginnen einen Glurnser Mann hätte und ungewollterweise nun alle drei ein wenig an der Backe hätte. Mit diesem Scherz verabschiedeten sie sich und übergaben der Band Münchener Freiheit die Bühne, die dann nach einer kurzen Pause auf die Bühne kamen. Die Band legte mit vollem Schwung los.Nach den ersten Liedern gab es leider eine längere technische Störung, die aber von dem Sänger Tim Wilhelm sehr gut mit witzigen Statements überbrückt wurde. Zu dem lustigen Facts über die Band gehört auch, dass es bisher anscheinend keinen einzigen Münchner bei der Münchener Freiheit gegeben hätte. Die Störung wurde baldmöglichst behoben und das Konzert konnte ohne weitere Probleme weitergeführt werden.
Die Besucher warteten vor allem auf den bekanntesten Hit „Ohne dich“ ,der dann schlussendlich auch gespielt wurde.
Nach zwei Zugaben wurde das Konzert dann mit guter Stimmung und reichlich Applaus beendet und man konnte den restlichen Abend noch mit ein wenig Musik vom DJ Donchi aus Mals genießen, der übrigens auch für die Hintergrundmusik und während des Aufbaus der verschiedenen Acts für Musik zuständig war.
Alexandra Salutt

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Sakrale Kunst im Mittelpunkt

  • Dachzeile: Schlanders/Ausstellung
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Am 5. September wurde in den Räumlichkeiten des früheren Vogelmuseums (ex avimundus) in der Kapuzinerstraße eine besondere Ausstellung eines außergewöhnlichen Künstlers eröffnet. Der Bildungsausschuss Schlanders präsentierte einen Querschnitt der Arbeiten von Hubert Piccolruaz, einem vielseitigen Künstler aus St. Ulrich in Gröden. Piccolruaz stammt aus einer Grödner Schnitzerfamilie. Sein Vater war Holzbildhauer, genauso wie zwei seiner Brüder. Hubert Piccolruaz, geboren 1938, besuchte die Kunstschule in St. Ulrich und war anfangs als Holzbildhauer tätig. 1968 kam er nach Schlanders und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung 1989 an der Mittelschule in Schlanders. Neben seinen Arbeiten mit Holz, beschäftigte er sich auch intensiv mit der Töpferei und nach seiner Pensionierung entdeckte er die Ikonenmalerei, eine besondere Maltechnik von Heiligenbildern besonders in den Ostkirchen. Die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass Piccolruaz nicht nur als Künstler seine handwerklichen und kreativen Fähigkeiten zeigte, sondern auch über 30 Jahre als Präsident des Pfarrgemeinderates wirkte und beim Kirchenchor als Kantor und Geigenspieler tätig war. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stand und steht die sakrale Kunst, die intensive Auseinandersetzung mit der Heiligen Familie und verschiedenen Heiligen. Für seine langjährige künstlerische Arbeit und den Einsatz in der Gemeinde und in der Kirche wurde er in der Gemeinde und vom Land Südtirol geehrt. Edith Rechenmacher Schweizer erinnerte in ihren Ausführungen daran, dass Hubert Piccolruaz zusammen mit Karl Grasser viele Jahre in Naturns den Amateurmalerkurs leitete. In weiteren Kursen führte er interessierte Personen in die Ikonenmalerei ein. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit Geigenmusik von Nadja Geneth aus Kortsch. (hzg)

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„Brunch & Dolce Vita“ in Plaus

  • Dachzeile: Plaus
  • Redakteur: Anna Pfitscher
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Einen entspannten Vormittag verbringen und dabei Gutes tun: Unter dem Motto „Brunch & Dolce Vita“ fand am 29. August bereits zum zweiten Mal der „Woman und Kids“-Flohmarkt in Plaus statt.
Am Flohmarkt beteiligten sich 20 Ausstellerinnen und sorgten somit, im Sinne der Nachhaltigkeit, für ein breitgefächertes Angebot. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher konnten gemütlich zwischen den Ständen schlendern, nach Schnäppchen stöbern, gut erhaltene Kinder- und Erwachsenenkleidung sowie verschiedene Gebrauchsgegenstände günstig erwerben. Außerdem wurden leckere Häppchen, Kuchen und Cocktails angeboten, welche bei schönstem Sommerwetter im Garten des Pixnerhauses genossen werden konnten.
Wie bereits im vorigen Jahr wird auch heuer der Reinerlös der Veranstaltung an die Stiftung für krebskranke Kinder „Peter Pan“ gespendet. Dabei können sich die Organisatorinnen Nadja Eisenkeil, Jaqueline Tappeiner und Daniela Gerstgrasser besonders freuen, denn ihre aufwendige Arbeit hat sich gelohnt: Im Vergleich zum Vorjahr wurde der gesammelte Betrag fast verdoppelt, sodass am Ende die stolze Summe von 2.000 Euro an die Stiftung der Kinderkrebshilfe übergeben werden kann.
Maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben neben den Ausstellerinnen, Besucherinnen und Besuchern des Flohmarktes vor allem die großzügigen Sponsoren. Sie haben die Getränke, Pizzas und Kuchen kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass der gesamte Erlös gespendet werden kann.

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Karl Plattner: der Vinschgau in seiner Bildsprache

  • Dachzeile: Schloss Kastelbell
  • Redakteur: Peter Tscholl
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Das Kuratorium Schloss Kastelbell widmet seine diesjährige Herbstausstellung dem Maler Karl Plattner anlässlich seines 40. Todestages. Es ist bereits die dritte Plattner-Ausstellung auf Schloss Kastelbell: Die erste fand im Jahr 2000 zu Beginn der Tätigkeit des Kuratoriums statt, die zweite 2019 anlässlich seines 100. Geburtstages. Im Mittelpunkt der aktuellen Schau steht Plattners öffentliches Werk. Zu sehen sind unter anderem Entwürfe für sein Fresko im Südtiroler Landtag – mit der Darstellung “schöpferischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Tätigkeiten sowie Motiven aus der Südtiroler Landschaft” – sowie Arbeiten für das Festspielhaus in Salzburg, die Kapelle an der Europabrücke und die Kapelle in Alsack/Mals. Die Ausstellung “Karl Plattner – Karussell des Lebens” ist ein Stück Vinschgau und ein Besuch ist für jeden Vinschger empfehlenswert.
Karl Plattner wird zu Recht als eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Südtiroler Nachkriegszeit bezeichnet. Dass er heuer, vierzig Jahre nach seinem Tod, vom Südtiroler Landtag mit einer eigenen Veranstaltungsreihe gewürdigt wird, zeigt zudem, dass seine Bedeutung längst über eine regionale Erinnerung hinausgeht. Worin besteht das „Phänomen Plattner“ und was macht den Künstler für den Vinschgau so besonders? Karl Plattner ist und bleibt in vielerlei Hinsicht ein Rätsel. Um sein Werk halbwegs zu verstehen, lohnt sich jedoch der Blick auf seine Biografie. Karl Plattner wurde als letztes von 10 Kindern in Mals geboren. Als Karl vier Jahre alt war, starb sein Vater. Karl wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf. Sein Traum war es schon immer Maler zu werden. Nach Kriegsende erfüllte sich sein Traum. Er inskribierte sich zuerst in Florenz, und studierte dann an der Akademie von Brera in Mailand. 1950 übersiedelte Plattner nach Frankreich, wo er seine zukünftige Frau kennenlernte. An der Seite seiner Frau führte er in den folgenden Jahren ein bewegtes Künstlerleben zwischen Mailand, Paris, Brasilien und Südtirol. „Ich habe ein Zigeunerleben geführt“, sagte Plattner einmal über sich selbst. Trotz ständiger Veränderung kehrte er stets in seine Heimat zurück: „Ich habe das Fremde dazugenommen, ohne dabei das Eigene zu verlieren.“ Vor allem die Landschaft des Obervinschgaus, der Kontakt mit der Natur, mit der Struktur dieser Landschaft, mit den Menschen, mit den Farben, blieb für Plattner ein ständiger Begleiter und emotionaler Hintergrund seines künstlerischen Schaffens. Plattner übersetzte seine Wahrnehmung des Vinschgaus in eine moderne, eigenständige und unverwechselbare Bildsprache. Er schuf aus seiner konkreten Heimat universelle Kunst, ohne sich je von seinen Wurzeln zu lösen. Vielleicht liegt hier das „Phänomen Plattner“. Und das macht ihn auch für den Vinschgau so besonders. Der Vinschgau offenbart sich in seiner Bildsprache - geformt von Landschaft, Licht und Atmosphäre, von Menschen, Erinnerungen, Sehnsüchten und Träumen. Karl Plattner ist eine Ikone der Vinschger Kunst. Seine Fresken und Bilder im Tal sind unzertrennlich mit dem Vinschgau verbunden und inzwischen fester Bestandteil des lokalen, kulturellen Gedächtnisses.
Bei der Vernissage der Ausstellung „Karussell des Lebens“ am 5. September konnte Gerold Tappeiner zahlreiche Besucher bei herrlichem Wetter im Schlosshof begrüßen. Eva Gratl, Ursula Schnitzer und Alessandro Casciaro führten in die Ausstellung ein. Zur Freude aller anwesenden Gäste richtete anschließend Karl Plattners Tochter, Anna Silvia, sichtlich bewegt einige Worte an das Publikum. “Gentili ospiti. È una grandissima emozione essere qui oggi in questo splendido castello. Sono passati 40 anni da quando mio padre ci ha lasciati, ma guardando i suoi quadri, mi sembra che ci sia ancora oggi. Questa mostra è un regalo immenso per mio padre.” Nach Dankesworten an die Organisatoren der Ausstellung sagte sie: “E infine vorrei rivolgere l’ultimo e il più importante ringraziamento a lui, a mio padre, per la bellezza che ci ha lasciato, per le emozioni e la meraviglia, che le sue opere suscitano ancora oggi. Mio Padre diceva che l’arte non deve solo decorare, ma deve scuotere, far riflettere e connettere le persone. Buona mostra.”

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