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Jugend: Was steckt hinter deinem Outfit?

  • Dachzeile: Fashion on Street:
  • Weitere Fotos - 1:

Mit dieser Frage setzten sich das Jugendzentrum Freiraum Schlanders und der Jugenddienst Mittelvinschgau gemeinsam mit der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt und mit Unterstützung vom Bildungsausschuss Schlanders beim Langen Freitag in Schlanders am 24. Juli 2026 auseinander.
Die Schlanderser Fußgängerzone wurde dabei zur Bühne für Mode, Musik und Begegnungen. Zahlreiche Besucher*innen waren eingeladen, Mode einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Im Mittelpunkt stand die Frage, was eigentlich hinter unserer Kleidung steckt. An verschiedenen Stationen konnten sich Interessierte mit Themen wie Fast Fashion, fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Konsum auseinandersetzen. Einige nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu testen, Neues zu erfahren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Andere wiederum ließen die übergroßen T-Shirts mit spannenden und teils überraschenden Informationen rund um die globale Kleidungsindustrie auf sich wirken. Für eine lockere Atmosphäre sorgte zudem das vom Jugendzentrum Freiraum angebotene Popcorn, das viele Besucher*innen zum Verweilen und Austauschen einlud. Außerdem konnten selbstgemachte Stoffanhänger bestaunt und mitgenommen werden. Sie zeigten auf kreative Weise, wie vermeintlich alte Stoffe und Materialien neu interpretiert und weiterverwendet werden können.
Für die besondere Atmosphäre sorgten die Modeschauen der Schlanderser Modegeschäfte sowie die musikalischen Beiträge, die zahlreiche Besucher*innen in die Ortschaft lockten und den Abend bereicherten. Die Verbindung von Unterhaltung und Sensibilisierung machte „Fashion on Street“ zu einem gelungenen Beispiel dafür: Mode kann nicht nur gut aussehen, sondern auch Anlass sein, über Fairness, Nachhaltigkeit und die eigene Verantwortung als Konsument*in nachzudenken.

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Musical setzt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ein Denkmal

  • Dachzeile: Graun

Die KVW Ortsgruppe Graun hat für das laufende Jahr für ihre Aktivitäten das Motto Frieden gewählt, ein Thema, das viele Menschen in der aktuellen Weltlage sehr beschäftigt. In diesem Zusammenhang organisierte das Organisationskomitee des KVW mit Andrea Frank, Maria Luise Folie, Irmhild Eller, Renate Stecher und Rosmarie Steiner kürzlich eine Tagesfahrt zum Musical „Weiße Rose“ in Füssen. Das Musical war im Juni 2025 im Festspielhaus uraufgeführt worden und erhielt in sieben Kategorien den Deutschen Musical Theater Preis 2025. Die „Weiße Rose“ ist eine der bekanntesten deutschen Widerstandsgruppen aus München um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Die Gruppe kämpfte in den Jahren 1941/42 unter anderem mit Flugblättern gegen den menschenverachtenden Terror des nationalsozialistischen Regimes. Die jungen Widerstandskämpfer wollten aufrütteln und appellierten aus humanistischen Motiven an die Verantwortung jedes Einzelnen. Sie setzten sich für Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Gruppe wurde von einem Nazi-Spitzel denunziert. Viele der jungen Leute, darunter die Geschwister Scholl, wurden 1943 hingerichtet. In der heutigen Zeit, in der sich rechtes Gedankengut zunehmend verbreitet und immer mehr Gehör findet, ist eine Auseinandersetzung mit den Gräueln des Nationalsozialismus und seiner Schreckensherrschaft wichtiger denn je. Denn die Geschichte könnte sich angestachelt von populistischer Lügenhetze wiederholen. Das Musical „Weiße Rose“ zeigt auf berührende Weise, dass es junge Menschen gab, die sich der Diktatur widersetzten, die nicht wegschauten und die für ihre Überzeugungen sogar ihr Leben aufs Spiel setzten. Dass in den Gesichtern vieler Musicalbesucherinnen und Besucher abschließend Tränen schimmerten, machte die gelungene und tiefgreifende Inszenierung des Themas deutlich. (mds)

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Ein musikalischer Abend voller Emotionen

  • Dachzeile: Schlandersburg/Konzert

Im Rahmen der Schlandersburger Sommerabende gab es am 21. Juli bei sommerlichen Temperaturen ein besonderes Konzert, eine virtuose Begegnung mit Gesang, Klavier- und Flötenmusik. Auf der Bühne standen die junge Südtiroler Pianistin, Flötistin und Sängerin Chantal Ramona Veit (geboren 2008), mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe und der Organist, Musikpädagoge und Klavierlehrer Andreas Benedikter (geboren 1981) aus Brixen. Chantal Ramona Veit aus Bozen studiert Klavier am Conservatorio di Musica „F. A. Bonporti“ Trento (Klasse Prof. Massimiliano Mainolfi). Seit 2021 absolviert sie zudem das Vorbereitungsstudium im Fach Querflöte bei Prof. Michael Cede am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck, seit 2022 darüber hinaus auch jenes im Fach Gesang bei Prof. Maria Erlacher, ebenfalls am Tiroler Landeskonservatorium. In der Schlandersburg spielte Veit auf der Querflöte, Piccolo-Flöte und bei der Zugabe außerdem auf dem Klavier. Mit ihrer klaren und bezaubernden Stimme sang sie Chanson d‘amour Op. 27/1 von Gabriel Fauré und aus der Oper „Der Waffenschmied“ das Lied „Wir armen, armen Mädchen sind gar so übel dran; ich wollt, ich wär kein Mädchen, ich wollt, ich wär ein Mann!“, sowie By Strauss von George Gershwin und aus dem Musical Phantom der Oper „Think op me“ von Andrew Lloyd Webber. Am Ende des zweistündigen Konzertes erklang als zweite Zugabe „Nella fantasia“ des unvergessenen Ennio Morricone. Mit der ersten Zugabe wurde das zahlreiche Publikum mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms überrascht. Chantal Ramona Veit hat im malerischen Innenhof der Schlandersburg vor einiger Zeit das Gesangsvideo „Ich gehör nur mir“ aufgenommen, das auf YouTube jederzeit anzuhören und anzusehen ist. (hzg)

 

Gesangsvideo „Ich gehör nur mir“ auf YouTube: https://youtu.be/3JUNEw9S3-o

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Wanderausstellung in Schlanders - Baukulturpreis 2025

  • Dachzeile: Schlanders/Euregio
  • Redakteur: Peter Tscholl
  • Redakteur Bild:
  • Weitere Fotos - 1: Hofer Zwischenraum Atelier, Laas Lasa (Foto: Gianni Bodini)

Baukultur ist mehr als Architektur oder einzelne Gebäude. Sie prägt unsere Umwelt und unseren Alltag und bildet den Rahmen für unser Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben. Sie ist Teil unserer Identität und fest mit den regionalen Besonderheiten verbunden. Um in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino das Bewusstsein für Baukultur zu stärken und einen verantwortungsvollen Umgang zu fördern, wurde 2025 erstmals der von Dr. Wendelin Weingartner (Landeshauptmann von Tirol 1993-2002) gestiftete Euregio-Baukulturpreis vergeben. Die Initiative ist vom Kuratorium für Technische Kulturgüter unter der Direktorin Wittfrida Mitterer ausgegangen.
Bei der ersten Ausgabe zum Thema “Weiterbauen in Bestand und Umgebung” wurden 55 Projekte aus Tirol, Südtirol und dem Trentino eingereicht. Alle Projekte werden nun in der Euregio in einer Wanderausstellung gezeigt. Zu den “Vinschger Projekten”gehören: Abt Markus Spanier- Arch. Werner Tscholl: Revitalisierung Marienberg, Burgeis Burgusio, MMM Firmian, Bozen Bolzano, Hofer Zwischenraum Atelier, Laas Lasa und Arch. Lukas Wielander, Arch. Martin Trebo: Fiegele-Prieth Haus, Glurns Glorenza, Ideenwettbewerb Kortsch an der Lahn, Kortsch Corzes, Kita, Kortsch Corzes.

Am 21. Juli fand im Haus der Bezirksgemeinschaft in Schlanders die Eröffnung der ersten Wanderausstellung statt. Roselinde Gunsch Koch, die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, begrüßte alle recht herzlich und sagte: “Es ist eine Freude, wenn im Tal so eine Ausstellung zustande kommt. Baukultur ist ein Thema, das uns Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Tal heute alle beschäftigt. Im Zuge des neuen Gemeindeentwicklungsprogrammes für Raum und Landschaft ist es zu einem Hauptthema geworden. Gerade bei uns im Vinschgau, wo es fast in jedem Dorf noch viel alte Bausubstanz gibt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie diese bestmöglichst verbaut werden kann. Wenn ich mir die Ausstellung hier anschaue, was für schöne Projekte da entstanden und zu sehen sind, dann ist das schon eine Freude.” Arthur Scheidle, der in Vertretung von Dr. Wendelin Weingartner kam, sprach ebenfalls von der Bedeutung der Wanderausstellung und des Baukulturpreises. “In den letzten Jahren ist trotz unseres relativen Reichtums nicht oft schön und gut gebaut worden”, sagt er. “In diesem Sinne sind so eine Ausstellung und der Preis wichtig, weil damit die Sensibilität für die Baukultur gestärkt, gepflegt und gefördert wird.” Hannes Götsch sprach aus seiner Erfahrung von der Basis Vinschgau Venosta und Simon Laganda, freischaffender Architekt aus Mals, gab aus seiner Sicht einen Einblick, wie Weiterbauen am Bestand und in Umgebung erfolgen sollte.
Anschließend erklärte Witti Mitterer die Symbolik des Preises. “Die Idee war, den Preis nicht in Form von Geld zu verleihen, sondern in Form einer Skulptur, die sich als Geste versteht, bei der eine Hand am Boden, oder im freien Raum, ein Zeichen setzt. Sozusagen wird mit der kleinen Bronzeskulptur das ausgedrückt, was der Mensch im Kopf ersinnt, im Herzen spürt und mit der Hand ausführt.” Der Bildhauer Lois Anvidalfarei, der die Skulptur geschaffen hat, schreibt dazu folgendes: “Mit meinen Händen habe ich angefangen. Etwas was in mir ist, seit immer, in letzter Zeit präsenter und seit mehreren Jahren arbeite ich intensiv, voll absorbiert von dieser Thematik. “Ich mich selber zeichnend” habe ich meine Hand, mein Arm beobachtet: wie er sich bewegt und live meine Geschichte, meine Gedanken: mein Wesen von der ich nur manche Impulse spüre am Papier aufzeichnet. Mit Leere beginnt die Arbeit an der Skulptur – Luft … Eisen mit Eisen verbinden, Gips hinzufügen, abreiben und weiter hinzufügen … vom Herzschlag bis zur Oberfläche, die die äußerste Grenze erahnen lässt, … Haut spiegelt die Seele wider. In dieser meine Zeit bin ich da und hinterlasse ein Zeichen. Genau so lässt Architektur Zeichen: möge der Baukulturpreis beitragen ein starkes positives Zeichen zu setzen.”

Die Wanderausstellung in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Schlanders ist von 21. Juli bis 12. August 2026 zu Bürozeiten zugänglich. Anschließend wird sie noch in Sterzing, Bruneck, Brixen, Salten Schlern, Kampill-Bozen und Neumarkt zu sehen sein. Die Ausstellung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und lädt ein, sich über Baukultur zu informieren und eventuell Inspiration für eigene Vorhaben zu holen. Die Besucher:innen sind eingeladen, über den eigenen Lebensraum und dessen Gestaltung nachzudenken.

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