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Latsch

„Zauberlehrling“ bis zum 21. Juni zu sehen

veröfftl. am 10. Juni 2026

Arthur Rinner Hornbacher, ein “Latscher Original”, hat in den Jahren 2015/2016 eine eindrucksvolle Bilderreihe zu den 14 Strophen der Ballade “Der Zauberlehrling” von Johann Wolfgang von Goethe geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem jungen Latscher Lion Raffeiner Kerschbaumer entstand eine interessante digitale Inszenierung, die Hornbachers 21 Bilder, seine Stimme und die Atmosphäre seines Ateliers in Goldrain zu einem lebendigen Gesamterlebnis vereint.
Goethes “Der Zauberlehrling” ist im gewissen Sinne als existenzphilosophische Parabel zu verstehen, über die Risiken, die mit der Bildung, Herrschaft und Arbeit des Menschen verbunden sind. Sie wirft unter anderem die Frage auf: Inwieweit können die Menschen von ihren eigenen Schöpfungen überfordert werden? Die Zeilen “Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los”, in denen der Lehrling den zurückkehrenden Zauberer anflieht, ihm aus dem Schlamassel, den er angerichtet hat, zu helfen, sind im deutschsprachigen Raum zu einem Klischee bzw. Redewendung geworden, die heute noch verwendet wird, um jemanden zu beschreiben, der Hilfe oder Verbündete herbeiruft, welche der Einzelne dann selbst nicht mehr kontrollieren kann.
Zu sehen ist diese sehenswerte, spannende und gleichzeitig lehrreiche Kombination aus Malerei, Literatur und digitalem Medium nur noch bis zum 21. Juni, von Montag bis Freitag, um 9:00, 11:00 und 17:00 Uhr im Eingangsbereich der Raffeisenkasse Latsch. (pt)