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“mans” im Palais Mamming Museum

  • Dachzeile: Meran/Abtei/Kortsch

So etwas erlebt man nicht jeden Tag. Am 28. Mai fand im Palais Mamming Museum in Meran die Vernissage der Kunstausstellung “mans” von Lois Anvidalfarei und seiner Tochter Anna statt. “mans”, Hände auf ladinisch, ist die sechste von insgesamt acht Ausgaben der Ausstellungsreihe Manning Now der Kuratorin Ursula Schnitzer. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. August 2026 zugänglich.
In der Ausstellung begegnen sich Vater Lois Anvidalfarei und Tochter Anna nicht nur familiär sondern auch künstlerisch. Ausgehend vom Körper wurde die Hand für beide zum gemeinsamen künstlerischen Ausdruck. Skulpturen, textile Objekte, Fotografien und Videoarbeiten von Händen werden zu einer leisen und ergreifenden Reflexion über existentielle, emotionale, schöpferische und identitätsstiftende Fragen des menschlichen Seins.
“Wir haben uns richtig in das Thema hineingesteigert. Es war für uns eine Auseinandersetzung im Kopf und auch im Tun”, sagt Lois Anvidalfarei. Auch für Tochter Anna war die Zusammenarbeit mit ihrem Vater schön und bereichernd. Zwischen Vater und Tochter herrscht spürbar gegenseitige Wertschätzung. Anna (geboren 1996) besuchte wie Lois die Kunstschule in St. Ulrich und studierte dann Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie 2025 das Diplom erhielt. Was Anna und Lois Anvidalfarei verbindet, ist vor allem, so Lois, dass der erste Impuls für eine Arbeit “von innen kommt und nach außen geht.” Ein Bauchgefühl gewissermaßen, das die Richtung vorgibt. “Nur im Kopf geht es bei mir langsamer”, lacht Lois, “da ist meine Tochter viel freier.” Auch Anna selbst bezeichnet ihren Zugang als spielerisch, bei ihr sei nichts vorprogrammiert. Dass Anna und Lois Anvidalfarei unterschiedlichen Generationen angehören, ist für ihre gemeinsame Arbeit ein zusätzlicher interessanter Faktor. “Kunst ist bei jungen Kunstschaffenden noch ein frischer, offener Diskurs, der im Laufe der Lebenszeit irgendwie verloren geht. Irgendwann ist es schwierig, sich nicht zu wiederholen”, so Lois. “Ein Freund hat mal gesagt: ‘Aller Anfang ist schwer.’ Aber ich habe ihn korrigiert, denn ich finde: Aller Anfang ist leicht”. Steht man noch am Anfang, ist alles neu und man ist noch neugierig. Vielleicht liegt die Kunst in der Kunst darin, sich diese Frische, diese Neugierde auch im Alter beizubehalten.”
Lois Anvidalfarei ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Bildhauer Südtirols. Er arbeitet nicht nur an Skulpturen, sondern gestaltet auch Kirchenräume und liturgische Orte. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Räumen in Italien und Österreich sowie in Museen und Sammlungen. 2011 war er bei der Biennale di Venezia vertreten.
Peter Tscholl

„Aussigwassrt saimr, oubr et vrlourn“

  • Dachzeile: Graun
  • Weitere Fotos - 1: Albert Maas, Michael Prenner und Roland Folie lasen Textpassagen aus „Aussigwassrt“

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens hielt der Bildungsausschuss Graun einem besonderen Kulturabend ab. Das ganze Jahr über koordinierte der Bildungsausschuss die Veranstaltungsreihe „75 Jahre Seestauung – Erinnerung und Perspektiven“. Daher wurden auch an diesem Abend zwei Programmpunkte eingebaut. Karl Platino alias Onkel Taa erzählte, warum er das Uhrwerk des Alt-Grauner Kirchturms im Besitz hat und nun der Gemeinde Graun schenkte. Die Mitglieder des Bildungsausschuss trugen Textpassagen aus dem Theaterstück „Aussigwassrt“ aus der Feder von Brigitte Maria Pircher vor. Dieses sollte anlässlich des Gedenkjahres „70 Jahre Seestauung“ vor fünf Jahren im mittlerweile abgetragenen alten Hallenbad in Graun aufgeführt werden. Die Corona-Pandemie ließ damals aber alles sprichwörtlich „ins Wasser“ fallen. Sichtlich bewegt waren die zahlreichen Gäste von den ausgesuchten Texten, die mit „Aussigwassrt saimr, oubr et vrlourn. Aussigwassert saimr, oubr et hoamatlous“ endeten. Grüße- und Dankesworte für die wertvolle Bildungs- und Kulturarbeit des Bildungsausschusses, welche er in allen Fraktionen der Gemeinde Graun seit vier Jahrzehnten leistet, überbrachten Bürgermeister Franz Prieth, Martin Peer vom Amt für Weiterbildung und Sprachen. Ludwig Fabi Bezirksservice Vinschgau und Landesrat Philipp Achammer via Video-Botschaft. Hervorgehoben wurde dabei der ehrenamtliche Einsatz der Gründer, der weiteren Verantwortungsträger und jetzigen Mitglieder im Bildungsausschuss. Der Vorsitzende Wolfgang Thöni streifte mit Fotos die letzten vierzig Jahre und berichtete über die „Oberländer Aktionstage“ und den „Oberländer Advent“, Initiativen die seit 20 Jahren ohne Unterbrechung abgehalten wurden. (lu)

„Begeisterung ist das beste Werkzeug eines Jungunternehmers“

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Was ist dein Ziel?
Mathias: Mein Ziel ist es, die Firma Vanzo Metall kontinuierlich weiterzuentwickeln – sowohl technisch als auch organisatorisch. Wir möchten ein verlässlicher Partner für individuelle Metalllösungen bleiben und gleichzeitig neue Maßstäbe in Qualität setzen.

Auf welches Projekt bist du besonders stolz?
Mathias: Besonders stolz bin ich auf das Projekt „Wohnanlage Antonianum“ in Meran. Wir durften die gesamten Schlosser- und Stahlbauarbeiten ausführen, sowie auch die fixen Beschattungslamellen, welche sehr markant hervorstechen. Es war technisch komplex und verlangte höchste Genauigkeit in Planung und Ausführung – genau solche Herausforderungen zeigen, was unser Team leisten kann.

Welche Materialien verwendet ihr abseits von Baustahl?
Mathias: Neben klassischem Baustahl arbeiten wir mit Edelstahl, Aluminium, Cortenstahl, Glas und Messing. Die Wahl der Materialien richtet sich immer nach den funktionalen und gestalterischen Anforderungen des Projekts. Meistens setzen wir auf eine Kombination, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Welches Projekt war dein bislang herausforderndstes?
Mathias: Ein herausforderndes Projekt war die Realisierung des Betriebsgebäudes von BSV in Schlanders. Neben den üblichen Schlosserarbeiten, fertigten wir die Stahl-Unterkonstruktion für die bis zu 11 m hohe Glasfassade beim Eingang an, sowie auch spezielle Edelstahlkonsolen, welche auf die Gläser geklebt wurden und als Punktlager für diese fungieren.

Wie viele abgeschlossene Projekte hat Vanzo Metall ungefähr?
Mathias: In den 75 Jahren sind es sicher unzählige Projekte unterschiedlichster Größenordnung:
Vom einzelnen Handlauf oder Blumentrog, über Brücken bis zum Kirchendach aus Stahlträgern. Da werden sicher tausende Projekte dabei sein.

Wie wichtig sind dir deine Mitarbeiter?
Mathias: Die Mitarbeiter sind das Fundament unseres Unternehmens. Wir haben Mitarbeiter, die schon seit mehr als 15 Jahren in unserem Unternehmen sind. Ohne ihr Fachwissen, ihren Einsatz und ihre Loyalität wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Besonders wichtig ist uns auch die Ausbildung von Lehrlingen. Gleichzeitig achte ich darauf, dass die Arbeit im Team gut koordiniert abläuft – nur so können wir effizient und qualitätsbewusst arbeiten.

Was braucht man heutzutage als Jungunternehmer, abgesehen von Hausverstand und Arbeitswillen?
Mathias: Man braucht Durchhaltevermögen, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten einen klaren Kopf zu bewahren. Außerdem ist ein Gespür für Menschen und klare Kommunikation entscheidend – intern im Team wie auch extern mit Kunden und Partnern.

 

s21 vanzoMathias Vanzo,
Jg. 1997

Gründung: 1946 vom Urgroßvater Albin Vanzo
Mitarbeiter: 9
Wann übernommen?
Zurzeit dabei
Zertifizierungen:
SOA für öffentliche  Ausschreibungen und EN 1090  für tragende Stahlbauteile
Ausbildung:
Oberschule: TFO Schlanders und dann Matura in Meran (Fachrichtung Bauwesen).
Abgeschlossenes Bachelorstudium als Bauingenieur.
Mitarbeit seit 2016 im Familienbetrieb.

„Die kleinen Seepiraten“ – neue Kita in Reschen

  • Dachzeile: Reschen

Mit einem fröhlichen Lied, gesungen von den Reschener Kindergartenkindern, wurde am Freitag, 26.09.2025 die neue Kindertagesstätte „Die kleinen Seepiraten“ im Hotel Gerstl am Ufer des Reschensees eröffnet. Zahlreiche Vertreter:innen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche nahmen an der Feier teil, darunter Landesrätin Rosmarie Pamer, der Grauner Bürgermeister Franz Alfred Prieth, Vizebürgermeisterin Hannah Waldner, die Gemeinderäte Andrea Maas und Peter Eller, Vertreter:innen der Sozialgenossenschaft LOLA sowie die Hotelbesitzer Marion und Lukas Gerstl. Auch Pfarrer Anton Pfeifer war anwesend und spendete der neuen Einrichtung den kirchlichen Segen. Für die Gemeinde Graun ist die neue Einrichtung ein wichtiger Baustein, um Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entlasten. Mit ihren vier Kindergärten, vier Grundschulen und einer Mittelschule verfügt die Gemeinde bereits über ein breites Bildungs- und Betreuungsangebot, das nun durch die neue Kita sinnvoll ergänzt wird. Bürgermeister Prieth unterstrich die Bedeutung der Einrichtung als „Basis für gemeinschaftliches Zusammenleben“.
Die neue Kita ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen und beispielhaften Kooperation. Auf Initiative der Gemeinde erklärte sich die Familie Gerstl bereit, Räume in ihrem neuen Familienhotel in Reschen zur Verfügung zu stellen und gemeinsam eine Lösung für die Betreuung zu entwickeln. „Wir wollten einen Beitrag für die Bevölkerung vor Ort leisten und Eltern das Leben erleichtern. Entstanden ist ein Ort, an dem sich Kinder und Familien wohlfühlen können“, so Lukas Gerstl.
Die operative Führung hat die Sozialgenossenschaft LOLA übernommen. Seit drei Wochen ist die Kita bereits in Betrieb. Fünf Mitarbeiter:innen kümmern sich um die Betreuung der Kinder – und es sind noch Plätze frei. Das Modell gilt als Leuchtturmprojekt für ganz Südtirol: Hier haben erstmals Gemeinde, Wirtschaft und Sozialgenossenschaft gemeinsam eine Betreuungseinrichtung aufgebaut. Die neue Einrichtung soll für die Kinder nicht nur Betreuung bieten, sondern auch ein Ort der ersten sozialen Kontakte und Erlebnisse sein – Erfahrungen, die ein Leben lang prägen. Mit der Eröffnung hat die Gemeinde Graun ein deutliches Signal gesetzt: Familienfreundlichkeit, Standortnähe und innovative Zusammenarbeit sind die Schlüssel, um den Obervinschgau als Lebens- und Arbeitsraum zu stärken.
Katja Telser

„Es zählt der Spaß“

  • Dachzeile: Schlanders/Vinschgau/Scuol

Gestrahlt haben nicht nur die Siegerinnen und Sieger, sondern alle, die teilgenommen haben. „Vielfalt bewegt“ versammelte auch heuer Athletinnen und Athleten der Lebenshilfe Schlanders, der Werkstätte Prad, des „movimento“ aus Scuol und des Berufsbildungszentrums Schlanders zum 20-Meter-Sprintlauf in der Fußgängerzone in Schlanders und zeigte eines: Sport verbindet Menschen und schafft Begegnungen.
Die Initiative dazu hatte im vergangenen Jahr der LAC Vinschgau ergriffen, die Idee war von Michael Traut gekommen. Keine Mühen wurden am vergangenen 5. November 2025 gescheut: Der Lauf fand über 20 Meter zwischen zwei Lichtschranken statt. Gelaufen werden konnte, so oft wie möglich. Rund eine Stunde hatten die Athletinnen und Athleten Zeit, keine Bestzeit, sondern eine Schnapszahlzeit (z.B. 5,5 Sekunden) aufzustellen und einen Preis zu gewinnen. Einen Hauptpreis hingegen gab es, wenn ein zugeloster PartnerIn im folgenden Lauf ebenso eine Schnapszahl-Zeit erzielen konnte.
Die Gutscheine vom Cafè Marx, der Goldenen Rose und dem Goldenen Löwe gewannen Karin, Erika und Karin und Mengia und Corinne aus der Schweiz.
Unterstützt wurde die Veranstaltung vom GWR Spondinig, von der Integrierten Volkshochschule, der Raiffeisenkassen Vinschgau und VIP Vinschgau. In gewohnt gekonnter Manier führte Sprecher Josef Platter durch die Veranstaltung. (ap)

„Fast wie kleine Kriminalgeschichten“

  • Dachzeile: Buchrezension von der Präsidentin der Uni Bozen Dr. Ulrike Tappeiner

Die Leser:innen des Vinschgerwind kennen und schätzen seit zwei Jahrzehnten die vielseitigen Beiträge von Wolfgang Platter. Nun ist mit „Ba sui – 200 Naturminiaturen“ ein beeindruckendes, reich bebildertes Buch erschienen, das 200 der zwischen 2005 und 2025 veröffentlichten Texte aktualisiert und in einer stimmigen Sammlung vereint. Entstanden ist ein faszinierendes Panorama des Vinschgaus, der angrenzenden Gebiete und des Nationalparks Stilfser Joch, wie es nur ein ausgewiesener Kenner zeichnen kann – jemand, der selbst über 20 Jahre lang leitende Funktionen im Park innehatte, der ein ausgezeichneter Biologie ist, nie die Neugierde eines Wissenschaftlers verloren hat und „seinen“ Vinschgau in allen Facetten lesen und interpretieren kann.
Das Themenspektrum ist so breit wie die Natur selbst: von Geschichte über Kultur- und Naturlandschaften bis hin zu den Nationalparkhäusern in Ulten, Schlanders, Trafoi, Martell und Prad. Hinzu kommen spannende Einblicke in Rotwildmanagement, Gletscherkataster oder die Infrarotfotografie zur Kartierung von Lebensräumen. Für wirklich jede:n ist etwas dabei.
Wolfgang Platter besitzt die seltene Gabe, fundiertes Wissen – stets am aktuellsten Stand – so packend zu vermitteln, dass sich viele Kapitel beinahe wie kleine Kriminalgeschichten lesen. Etwa, wie eine 8000 Jahre alte Lärche im Schrummsee in Ulten entdeckt und wissenschaftlich datiert wurde. Oder was die Rückkehr von Bär und Wolf bedeutet, wie gelungen die Wiederansiedlung des Bartgeiers mit seinen Bruterfolgen im Martelltal ist, und welche Spuren der Etschgletscher samt postglazialen Murkegeln in der Landschaft hinterlassen hat.
Platter stellt unbequeme, aber notwendige Fragen – wie zum Beispiel zur Gefährdung der Almwirtschaft, zum Verlust und Erhalt der Biodiversität, zu den Folgen des Klimawandels – und ordnet sie mit klarem Blick ein. Seine besondere Stärke zeigt sich jedoch in den vielen wundervollen Naturminiaturen, in denen Tiere und Pflanzen zu Protagonisten werden.
Wenn Sie wissen möchten, warum der Tannenhäher als Zirbenwaldgärtner gilt, weshalb Fledermäuse unverzichtbare Nützlinge sind, welche Pflanzen besonders hungrig nach Licht sind, welcher Baum Ötzis Bogenholz lieferte, welche Tiere sich hinter dem geheimnisvollen Namen „Harlekine“ verbergen, warum man beim Wachstum von Gewächshaus-Tomaten ein Hummelnest in das Gewächshaus platzieren sollte oder warum es auf den Gletschern Bärtierchen gibt – dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie.
Würde der Advent 200 Tage dauern, wäre dieses Buch ein idealer Adventkalender: Täglich ein Kapitel, täglich die Freude, ein neues Naturwunder zu entdecken – und die Vorfreude auf das nächste.
Mir selbst ist es beim Lesen genau so ergangen: Jede Naturminiatur eröffnet neue Perspektiven, regt zum Nachdenken an und ist zugleich ein Vergnügen. „Ba sui“ ist ein Buch, das man nicht nur liest – man erlebt es.

Ulrike Tappeiner

tappeiner ulrikeUlrike Tappeiner leitet die Forschungsgruppe „Ökosysteme und Landschaftsökologie“ am Institut für Ökologie, koordiniert das Forschungszentrum „Ökologie des Alpenraums“ an der Universität Innsbruck und ist Präsidentin der Freien Universität Bozen-Bolzano.

„Handyfrei“ ins neue Schuljahr

  • Dachzeile: OSZ Schlanders

Seit Beginn dieses Schuljahres gilt am Oberschulzentrum Schlanders eine klare und konsequent umgesetzte Neuerung: Das gesamte Schulareal ist offiziell handyfrei. Das bedeutet, dass alle Schüler*innen ihr Smartphone morgens ausgeschaltet im Spind verstauen und erst nach Unterrichtsende wieder abholen dürfen. Für unterrichtliche Zwecke kann das Handy jedoch weiterhin – nach Absprache mit der Lehrperson – als Arbeitsgerät genutzt werden.
Der Entscheidung der Schulleitung gingen intensive Beratungen und Diskussionen voraus. Direktorin Verena Rinner betont, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eine wichtige Rolle spielten. Dabei verweist sie unter anderem auf eine Zusatzfrage der PISA-Studie, in der der Zusammenhang zwischen Schülerleistungen und Medienkonsum untersucht wurde.
„Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Leistungen schlechter sind, wenn das Smartphone in greifbarer Nähe ist“, so Rinner. „Wir alle müssen lernen, das Smartphone auch einmal abzuschalten, ohne dabei nervös zu werden.“
In den letzten Jahren hätten sich zudem Fälle gehäuft, in denen Schüler*innen am OSZ problematische Nutzungsmuster entwickelten bis hin zu Anzeichen von Handysucht. Gleichzeitig beobachtete die Schulleitung eine abnehmende Konzentrationsfähigkeit und steigende Unruhe im Unterricht.
Auch Schulsozialpädagoge Benjamin Oester begrüßt das neue Handyverbot ausdrücklich. „Seit diesem Herbst ist unser OSZ Schlanders offiziell handyfrei – und ich sage es gleich: Ich bin absolut dafür. Nicht, weil wir technikfeindlich wären, sondern weil Jugendliche etwas brauchen, das kein Bildschirm dieser Welt ersetzen kann: echte Menschen und echte Beziehungen“, erklärt Oester. Er erinnert daran, dass laut Pädagogik, Psychologie und Resilienzforschung Jugendliche vor allem in der Begegnung mit anderen wachsen:
„Sie entwickeln sich nicht an Geräten, sondern an Menschen – an Blickkontakt, Konflikten, Versöhnung, Humor, Reibung, Gruppendynamik.“
Schon wenige Wochen nach der Einführung zeigten sich erste Veränderungen: „Echte Gespräche sind zurück. Die Pausen sind wieder lebendiger und lauter. Freundschaften wachsen wieder offline“, berichtet Oester zufrieden. Das Verbot ermögliche auch bessere Präventionsarbeit: „Bevor wir digitale Kompetenzen fördern, müssen wir digitale Abhängigkeit verstehen und manchmal auch unterbrechen.“ Sein Fazit: „Eine handyfreie Schule schafft Raum für Dialog, und davon profitieren am Ende alle.“
Auch die Jugendlichen selbst äußern sich nach anfänglicher Skepsis zunehmend positiv. Besonders die Umstellung, auch in den Pausen auf das Handy zu verzichten, sei gewöhnungsbedürftig gewesen.
Jonas Lampacher und Moritz Stieger aus der 2. Klasse der TFO beispielsweise berichten, dass sie eine neue Gewohnheit entwickelt haben: Seit diesem Jahr treffen sie sich täglich in der Schulbibliothek, um gemeinsam Spiele zu spielen: Schach, Watten oder Socken. „Die Auswahl ist groß, und es macht richtig Spaß“, erzählen sie. Andere spielen im Pausenhof Calcetto oder Ballwerfen. Mit der Einführung der Handyfreiheit setzt das OSZ Schlanders ein starkes Zeichen für mehr Konzentration, Gemeinschaft und Wohlbefinden. Die ersten Reaktionen zeigen: Der Schritt war mutig – und offenbar richtig.

„I spendier dr Musi a Fouhn“

  • Dachzeile: Taufers i. M.

Dass die Tauferer Musi keine Vereinsfahne besitzt, hat den ehemaligen Lehrer und Organisten Paul Warger (Jg. 1934) seit langem gestört. Und er sagte sich: „Wenn i amol a bissl Geld ibrig honn, spendier i dr Tauferer Musi a Fouhn.“ Es sollte eine Fahne werden, über die sich sowohl die Musikkapelle als auch die Dorfbevölkerung freuen kann. Und er würde die Weihe gerne noch selbst miterleben. Am Sonntag, den 16. November 2025, konnte er bei der Cäciliafeier die Übergabe mitfeiern. Die Musikkapelle spielte zum Empfang auf dem Gemeindeplatz und begleitete die verhüllte Fahne, ihren Stifter, die Bevölkerung und die Ehrengäste zur Pfarrkirche. Beim Festgottesdienst umrahmt von Blasmusikklängen segnete Pfarrer Werner die prächtige Fahne, die dann samt Stifterwimpel (mit Datum und Name des Stifters) an die Tauferer Musikantinnen und Musikanten übergeben wurde. Eine Seite der Fahne ziert das Bildnis der hl. Cäcilia, die andere das Tauferer Musi Wappen. Vorausgegengen waren vielen Besprechungen im Fahnenkomitee der Musikapelle. Es ging um die Suche nach Motiven, um fachliche Expertisen und um Kostenvoranschläge zur Anfertigung. Den Zuschlag erhielt die Firma Hofer Ritter in Bozen. Paul meinte, wichtig sei, dass in Zukunft hinter der Fahne immer Musikanten marschieren. Mit Freude trägt er neben der Verdienstmedaille des Landes Tirol nun auch das goldene „Musiwappele“, obwohl er selbst nie Musikant war. „Deis hon i epper kriag für 90 Johr Musi lousn“, scherzt er. (mds)

„Junge Handwerker sind die Zukunft“

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Welche Schritte muss ein junger Unternehmer in Südtirol unternehmen, um im Sanitär- und Heizungsbereich selbstständig zu arbeiten?
Jonas: Typische Schritte sind: Handwerksausbildung (z. B. Installateur für Heizung Sanitär), Meisterprüfung oder gleichwertige Qualifikation, Anmeldung im Berufsregister, Gründung eines Unternehmens (z. B. Einzelunternehmen oder GmbH), Genehmigungen/Versicherungen abschließen, sowie Anschaffung von Kunden durch Netzwerke, Marketing und Branchenkontakte.

Welche Herausforderungen sind typisch für Jungunternehmer im Bereich Heizung und Sanitär?
Jonas: Große Herausforderungen sind Fachkräftemangel, Beschaffung von Materialien, Aufbau eines zuverlässigen Netzwerks, Preis- und Angebotsdruck, Einhaltung lokaler Normen (z. B. Energieeffizienz, Installationsnormen) sowie die Suche nach zuverlässigen Subunternehmern und Monteuren.

Wie gewinnt man als junger Installateur Kunden?
Jonas: Erfolge erzielt man durch eine klare Positionierung (z. B. Fokus auf energetische Sanierung, regenerative Heizsysteme), hochwertige Beratung, transparente Angebote, Referenzprojekte, Online-Präsenz (Website, Bewertungen), lokale Netzwerke (Handwerkskammer, Möbelfachmessen, Bau- und Immobilienveranstaltungen) sowie exzellenter After-Sales-Service.

Welche Technologien und Trends sind für einen jungen Installateur besonders relevant?
Jonas: Relevante Trends sind erneuerbare Energien (Solarthermie, Wärmepumpen, Biomasse), effiziente Heizsysteme, smarte Thermostate, Hybridlösungen, gute Wärme- und Wassermanagement-Lösungen sowie Fördermittel für Energieeffizienz und Sanierung.

Welche Marktchancen gibt es speziell in Südtirol?
Jonas: Südtirol ist geprägt von Tourismus, Gebäudesanierung sowie ökologischen Förderungen; Chancen bestehen in energetischer Sanierung, moderne Heiz- und Sanitärinstallationen für Neubauten sowie in Smart-Home- und Wartungsdienstleistungen.

Wie kalkuliert man als Jungunternehmer Angebote fair und rentabel?
Jonas: Berücksichtige Material- und Arbeiterkosten, Anfahrtswege, Maschinen, Versicherung, Steuerabgaben sowie Puffer für Unvorhergesehenes. Nutze eine transparente Kalkulation mit klaren Stundensätzen und fixen Preisbausteinen für größere Projekte.

Welche Tipps helfen beim Aufbau eines guten Netzwerks in Südtirol?
Jonas: Trete Branchenverbänden und Kammern bei, besuche lokale Messen und Bau-Events, kooperiere mit Architekten, Immobilienverwaltungen und größeren Baufirmen, pflege Referenzen und sammle Feedback. Junge Handwerker sind die Zukunft.

 

Jonas Riedl,
s41 riedlJahrgang 1997, absolvierte in Schlanders die Technologische Fachoberschule TFO im Bereich Mechatronik und zusätzlich im Landesberufsbildungszentrum Dipl. Ing. Luis Zuegg in Meran die duale Ausbildung zum Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker.

Von 2017 bis 2020 war er Mitarbeiter der Firma Mairösl Josef in Schlanders
Anschließend arbeitete er im Betrieb seiner Eltern Bernhard und Veronika Riedl in Eyrs.

Im Dezember 2023 übernahm er die Firma Kuntner GmbH in Prad, Er gründete in diesem Zusammenhang seine eigene Firma RIEKU mit Sitz in Prad am Stilfserjoch und übernahm die Belegschaft.

Der Firmenname RIEKU ist eine Symbiose zwischen den Namen
Riedl und Kuntner.

Jonas beschäftigt 11 Mitarbeiter

„Krampus, wer bisch du?“

  • Dachzeile: Naturns
  • Redakteur: Anna Pfitscher
  • Weitere Fotos - 1:
  • Weitere Fotos - 2:

Sie gehören zur alljährlichen Tradition in der Vorweihnachtszeit: die Krampusse oder „Tuifl“, wie sie auch genannt werden. Aber sie werden nicht von allen gern gesehen und vor allem Kinder fürchten sich oft vor den schaurigen Gestalten. Um ihnen die Angst zu nehmen und um zu erklären, wer diese „Tuifl“ eigentlich sind, lud der Krampusverein Naturns am 15. November unter dem Motto „Krampus, wer bisch du?“ in den Rathaussaal ein.
Den Krampusverein gibt es bereits seit 2008 und er zählt 80 Mitglieder, darunter drei aktive Frauen. Alljährlich beteiligen sich die Mitglieder von Anfang November bis Mitte Dezember an verschiedenen Schauläufen im In- und Ausland, außerdem helfen sie bei Veranstaltungen im Dorf mit und haben zwei eigene Stände an den Abenden der „Nacht der Lichter“ im Juli.
Zu Beginn erklärten Mitglieder des Vereins, woher die Tradition der Krampusse stammt: Im Mittelalter zogen ledige Männer, welche von den Höfen vertrieben wurden, da sie für die Bauern eine Last waren, maskiert von Haus zu Haus, um die bösen Geister und den Winter zu vertreiben. Als Lohn dafür bekamen sie Essen, Trinken und oftmals auch eine Übernachtungsmöglichkeit. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Gestalt zum Begleiter des Heiligen Nikolaus, um durch Furcht und Schrecken Gehorsam und Tugendhaftigkeit zu fördern.
Durch das Anziehen eines vollständigen Kostüms aus Hose, Weste, Glocke und Maske wurde den Kindern dann Schritt für Schritt vorgezeigt, wie es zur „Verwandlung“ in einen Krampus kommt. Ein hochwertiges Kostüm, z. B. aus Hirschleder, mit einer Maske aus Buchenholz wiegt dabei bis zu 20kg und hat mit circa 4500 Euro auch einen stolzen Preis.
Anschließend durften die Kinder die Kostüme anfassen und die lauten, großen Glocken ausprobieren. Dadurch gelang es erfolgreich, dass die Kinder etwas die Angst vor den unheimlichen Gestalten verloren und wagten, sich einem Krampus zu nähern oder sogar ein gemeinsames Foto zu machen.

„Kunst in der Kartause“ – Stiller Ort des Dialogs

  • Dachzeile: Karthaus
  • Weitere Fotos - 1: Während die Welt sich dreht, Caroline Profanter

Fünf Künstlerinnen, fünf Herangehensweisen an das diesjährige Ausstellungsthema „Fisch“. Wer zukunftsweisende Kunst hautnah erleben möchte, taucht am besten in die Ausstellung „unterOberwasser“ im ehemaligen Kartäuserkloster Allerengelberg ein. In der Kartause, dem ersten Kartäuserkloster Tirols, gegründet 1326, gab es seit 2011 diverse Kunstausstellungen. Die von Gerhard Gensch ins Leben gerufene Initiative fruchtet, die Kunstobjekte befruchten und laden diesmal ein zum achtsamen Eintauchen in das Leben unter Wasser. Dabei ist die Geschichte des ehemaligen Klosters hautnah spürbar und sichtbar, wenn die Ausstellungsbesucher*innen im Kreuzgang an Haustüren der Dorfbewohner vorbeikommen. Denn 1782, als die Klostergemeinschaft aufgelöst wurde, sind Bauern aus dem Tal in der ehemaligen Klosteranlage eingezogen und aus dem Kloster wurde das Dorf Karthaus.
Eva Kot’átková, Martina Steckholzer, Ingrid Hora, Linda Jasmin Mayer und Caroline Profanter laden mit ihren Werken dazu ein, hinzuspüren, wie es sich anfühlt, wenn der Fisch auf dem Trockenen liegt. Es ist eine Einladung über unseren Umgang mit den Ressourcen nachzudenken, denn einmal auf dem Trockenen gelandet, geht es ums nackte Überleben. Alle Exponate lassen Raum für Eigeninterpretation.
Simone Mair und Lisa Mazza, BAU-Institut für zeitgenössische Kunst und Ökologie, haben die Ausstellung kuratiert. Der Kulturverein Schnals freut sich über die positive Resonanz und das Interesse für die „Kunst in der Kartause“.
Astrid Fleischmann

„Musikalische Rosinen“ zum Jubiläum

  • Dachzeile: Glurns/Langtaufers
  • Weitere Fotos - 1: der Leiter des Glurnser Kirchenchores Martin Moriggl, der mit seinem Team die organisatorischen Fäden für das Konzert  gezogen hat, mit der WuM-Obfrau Eva Kiefer

Die Musikerinnen und Musiker der Musikakademie „Wandern & Musik“, abgekürzt WuM, feierten ihr 10-jähriges Jubiläum mit einem bunten Sinfoniekonzert am Freitag, 22.August 2025 im Stadtsaal von Glurns. WuM ist aus der Orchesterakademie „Ski & Musik SuM“ hervorgegangen, die es seit über 50 Jahren gibt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus ganz Europa. Sie logieren bei den Familien Fliri in Langtaufers nun nicht nur im Winter, sondern seit 2015 auch im Sommer. Sie wandern bzw. fahren Ski, musizieren gemeinsam und bereiten sich auf das Abschlusskonzert vor. „Wir haben uns aus den Musikwerken die Rosinen herausgepickt, weil wir sie gerne mögen“, erklärte der Dirigent Martin Lill. Gespielt wurden teilweise einzelne Passagen aus Kompositionen bekannter Meister. Auf dem Programm standen klassische beziehungsweise moderne Werke von Peter I. Tschaikowsky, Edvard Grieg, Peter Warlock, Ottorino Respighi, Benjamin Britten Gerald Finzi, Evaristo F. Dall’Abaco, Isaac Albeniz und Filmmusik von C. Patrick. Der musikalische Bogen spannte sich von Russland über Norwegen, England, Spanien bis nach Hollywood und der Filmmusik von Star Wars und James Bond. Und der Applaus zeigte, dass auch das Publikum von den musikalischen Rosinen begeistert waren. Organisiert wurde das Konzert vom Kirchenchor Glurns, unterstützt vom Bildungsausschuss Glurns-Taufers i. M. und von Glurns Marketing. Dessen Vertreter Elmar Prieth begrüßte die Gäste und er dankte abschließend für die einmalige Musik. Ein großes Dankeschön der Musizierenden ging an den Chorleiter Martin Moriggl, der sich seit Jahren als Organisator der Konzerte einsetzt. Moriggl seinerseits überreichte den Verantwortlichen des Orchesters blaue Tirolerschürzen. (mds)

„Olles isch Klong“

  • Dachzeile: Bildungshaus Schloss Goldrain
  • Redakteur: Maria Raffeiner
  • Weitere Fotos - 1: Am Buch über die drei Madln waren viele Frauen beteiligt. Von links Irene Hager, Heidi Clementi, Eva Simeaner (Verlag), Vera Schwarz (Illustrationen) und Brigitte Knapp.

In Zusammenarbeit mit der Bibliothek Latsch fand im Bildungshaus Schloss Goldrain die Erstpräsentation des Lese- und Singbuches „Horchen und Lauschen“ statt, das soeben in der Edition Raetia erschienen ist. Verfasst wurde es von Heidi Clementi und Brigitte Knapp, die gemeinsam auch das Duo huja bilden und singend wie jodelnd auftreten. So verband sich an diesem Abend in der Kapellenstube des Schlosses Konzert und Lesung zu einer stimmigen Einheit.
Museumspädagogin Irene Hager ordnete die Neuerscheinung in den mythischen Kontext ein, denn das Buch widmet sich weiblichen Gottheiten, die häufig in Dreiergestalt auftreten und Urkräfte der Natur versinnbildlichen. Zu ihnen gehören die Schicksalsgöttinnen Moiren im antiken Griechenland oder die Parzen im alten Rom. Darauf anspielend, hatten Clementi und Knapp ein Spinnrad und einen roten Faden, den Lebensfaden, dabei.
Im Alpenraum ist die göttliche Dreiheit unter den Namen Aubet, Cubet und Quere als „die drei Beten“ überliefert. Im christlichen Kontext wurden ihre Eigenschaften auf die heiligen drei Madln Katharina, Margaret und Barbara übertragen, die im Mittelpunkt des Live-Hörspiels standen. Ihre Attribute Rad, Drache und Turm verbanden die Gesänge und Texte. Entstanden sind sie bei Erkundungsreisen quer durch Südtirol und beim Besuch von Dorfkapellen. Auch der Vinschgau diente den Autorinnen als Inspirationsquelle: Die Heiligen Drei Brunnen in Trafoi, der Tartscher Bühel und St. Johann in Taufers waren ihnen Kraft- und Klangorte. Sie inspirierten zu Kompositionen und mehrsprachigen Texten, die im Buch abgedruckt sind und über einen QR-Code auch hörbar werden. Damit das ausdrücklich erwünschte Nachsingen der vertonten und verjodelten Stücke gelingt, stellt das Duo im Buch zudem Noten bereit.
Das Publikum nahm die druckfrische Südtiroler Publikation mitsamt den neuen Volksliedern mit begeistertem Applaus auf.

„Unsere Stunde schlägt wieder“

  • Vorspann: Am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Mals setzte man ein Zeichen für Verantwortung und Empathie für die Würde allen Lebens: „Hand in Pfote“ – Einsatz für den Tierschutz in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Vinschgau
  • Dachzeile: Kortsch/Vinschgau

Der Präsident der „Königlichen und altehrwürdigen Eisbärengesellschaft“ mit Sitz in Hammerfest in Norwegen ist Martin Trafoier aus Kortsch. Begonnen hatte alles bei einem Schüleraustausch im Jahr 2002 in der „nördlichsten Stadt der Welt“. Trafoier gründete einen Ableger der Gesellschaft im Vinschgau und wurde schließlich weltweiter Präsident und Chef von 250.000 Mitgliedern. Es wurden Aktivitäten zum Umweltschutz gestartet, wie zum Beispiel Sensibilisierung der Mächtigen in der Welt und regelmäßige Baumpflanzaktionen. Das zur Erinnerung. Die Mitglieder im Vinschgau trafen sich bis 2019 jährlich im Jänner auch zur Vollversammlung. Dann unterbrach die Coronapandemie diese Tradition. Und auch nachher lag alles auf Eis bis zum 4. Jänner 2026. Der als Lehrer im Schlanderser Realgymnasium inzwischen pensionierte Präsident lud in den Gasthof Sonne in Kortsch ein. In den vergangenen Jahren habe die Eisbärengesellschaft deshalb etwas an Strahlkraft verloren, weil sie von anderen Umweltschutzorganisationen wie beispielsweise Friday for future und Greta Thunberg in den Hintergrund gedrängt worden waren, erklärte Trafoier. Da es mittlerweile um diese Bewegungen ruhig geworden ist, könne die Eisbärengesellschaft wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Unsere Stunde schlägt wieder“, betont der Präsident. Und er kündigte erneute Aktivitäten an, um den Umweltschutz, der auch Eisbärenschutz ist, voranzubringen. Ein Brief soll unter anderen Papst Leo erreichen. Einige Mitglieder regten an, Influencer einzusetzen, um den Eisbärenschutz in den sozialen Netzwerken voranzubringen. Per Akklamation wurde Trafoiers Präsidentschaft bestätigt. Seine erste Aktion ist ein Staatsbesuch in Neuseeland, wo er das Thema Klimaerwärmung bewusst machen will. (mds)

„Wenn Helfer zu Opfern werden“

  • Vorspann: Sophia Pfitscher, Schülerin des Realgymnasiums Schlanders, hat am 15. April 2026 den Südtiroler Redewettbewerb in der Kategorie „Klassische Rede“ Rede gewonnen. Neben dem Preisgeld von 300€ wird sie nun Südtirol beim österreichischen Bundes-Jugendredewettbewerb (01. bis 03.06.2026) in Wien vertreten.
  • Dachzeile: Sophia Pfitscher im Interview
  • Redakteur: Nicole Kuppelwieser (Interview)

Warum hast du dich entschieden, am Redewettbewerb teilzunehmen?
Sophia Pfitscher: Als wir im vergangenen Jahr in der Schule die klassische Rede behandelt haben, hat mich meine Deutschlehrerin, Frau Götsch, gefragt, ob ich nicht am Redewettbewerb teilnehmen möchte. Ich habe mir daraufhin Ausschnitte des letztjährigen Wettbewerbs im Internet angesehen und beschlossen, heuer selbst daran teilzunehmen. Ich stelle mich gern neuen Herausforderungen.

Wie bist du auf dein Redethema gekommen?
Ich bin Mitglied der Jugendgruppe des Weißen Kreuzes und interessiere mich sehr für Themen, die mit dieser Organisation, aber auch mit anderen Hilfsorganisationen zusammenhängen. Deshalb habe ich mich für ein Thema entschieden, das momentan sehr aktuell ist.

Worum geht es in deiner Rede - und warum ist dir dieses Thema wichtig?
Der Titel meiner Rede lautet „Wenn Helfer zu Opfern werden“. Es geht um Gewalt gegen Rettungskräfte. Dieses Thema ist mir wichtig, weil Rettungskräfte täglich für andere da sind und dafür Respekt und Schutz verdienen.

Wie lange hast du dich auf deine Rede vorbereitet?
Nachdem ich mich für das Thema entschieden hatte, musste ich zunächst Fakten recherchieren und anschließend den Text schreiben. Das hat einige Stunden in Anspruch genommen. Danach habe ich die Rede gelernt und sie in meiner Klasse meinen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie meiner Lehrerin vorgetragen. Ihre Rückmeldungen waren für mich sehr wertvoll, da das für mich eine Art Generalprobe war. In den zwei Tagen vor dem Redewettbewerb habe ich die Rede zu Hause noch einmal meiner Familie präsentiert.

Was war die größte Herausforderung beim Schreiben deiner Rede?
Die größte Herausforderung war für mich, die Zuhörerinnen und Zuhörer anzusprechen und das Thema durchgehend spannend zu gestalten, sodass sie bis zum Schluss aufmerksam bleiben. Außerdem wollte ich bestimmte Stilmittel, die wir in der Schule gelernt haben, bewusst einsetzen. Gleichzeitig war es mir wichtig, meine Meinung klar und verständlich zu formulieren und die richtigen Worte zu finden, um das Thema sensibel und respektvoll darzustellen.

Was sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer aus deiner Rede mitnehmen?
Sie sollen darüber informiert werden, dass es dieses Problem gibt, und verstehen, wie wichtig ein respektvoller und angemessener Umgang mit Helfenden ist.

Warst du vor deinem Auftritt nervös?
Auf der Fahrt nach Bozen war ich schon nervös, aber zwei Freundinnen haben mich begleitet und mich gut abgelenkt. Seltsamerweise war ich dann kurz vor und während der Rede gar nicht mehr nervös, was mir beim Sprechen sehr geholfen hat.

Hast du einen Trick, um ruhig und überzeugend zu sprechen?
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass das, was ich sage, für mich eine Bedeutung hat und ich wirklich dahinterstehe. Dann ist es auch einfacher, es überzeugend zu vermitteln. Sehr wichtig ist außerdem eine gute Vorbereitung, weil sie mir Sicherheit gibt. Ich durfte eine Stichwortkarte dabeihaben, die ich aber nicht gebraucht habe. Allein das Wissen, im Notfall nachsehen zu können, hat mir Sicherheit gegeben.

Welche Rolle spielt deiner Meinung nach Rhetorik in der heutigen Gesellschaft?
Ich denke, Rhetorik spielt in der heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle, weil Menschen eher zuhören und überzeugt werden, wenn etwas gut und verständlich präsentiert wird. Wer sich klar ausdrücken kann, wird oft ernster genommen. In sozialen Netzwerken fällt mir allerdings auf, dass nicht immer die Art, wie etwas gesagt wird, im Vordergrund steht, sondern eher der Inhalt oder wie schnell etwas verbreitet wird.

Glaubst du, dass junge Menschen genug Gehör bekommen?
Durch solche Redewettbewerbe haben junge Menschen die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen und über Themen zu sprechen, die ihnen am Herzen liegen.
Auch in sozialen Medien gibt es viele Möglichkeiten, seine Meinung zu äußern – manchmal vielleicht sogar fast zu viele.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob jungen Menschen wirklich zugehört wird und ob ihre Meinungen auch ernst genommen werden, selbst wenn sie gehört werden. Ich denke, es ist wichtig, dass Erwachsene und verschiedene Plattformen Jugendliche dabei unterstützen, wenn sie ihre Meinung öffentlich äußern möchten.

Welche Tipps würdest du zukünftigen Teilnehmerinnen geben?
Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, am Redewettbewerb teilzunehmen, kann ich ihn nur ermutigen. Es ist eine wertvolle Erfahrung, bei der man viel über sich selbst lernt.
Wichtig ist, früh genug mit der Vorbereitung zu beginnen und sich gut mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem hilft es, die Rede mehrmals laut zu üben, am besten vor der Familie oder vor Freunden. Dadurch wird man sicherer und das Feedback hilft einem, den Text zu verbessern und kleine Unsicherheiten zu erkennen. Und man sollte sich nicht zu sehr unter Druck setzen, sondern versuchen, die Rede als Chance zu sehen.

„Wir haben Glück gehabt, dass es dich gibt“

  • Dachzeile: Prad am Stlfserjoch/Taufers i. M.

Es gib normal, obnormal und dia mit Down Syndrom. Dia mit Beeinträchtigung gibs a. Manche moanen sie sein normal, derweil fahlts groub“. So beginnt die Glosse „Normal sein olle gearn“ in der Publikation „Elmars Blick auf die Welt“. Die Texte hat Elmar Rufinatscha, genannt Elli, mit seinem Betreuer Dietmar Raffeiner in der Werkstatt mit Menschen für Behinderung in Prad im Laufe von fünf Jahren erarbeitet. Elmar wollte berühmt werden. „Wenn ma berühmt isch, norr kennt oan a jeder“, so Elmar. „Selm mecht jeder a Autogramm hobm. Wenn a viel int Zeitung drin bisch, norr bisch berühmt“. Und Elmar ist nun berühmt. Er ist der erste Preisträger des „Georg Paulmichl Preises“. Er gibt Autogramme, schaut aus den Zeitungen und sogar aus dem Fernseher heraus. Der Preis ist nach dem bekannten Prader Schriftsteller und Künstler Georg Paulmichl (1960 - 2020) benannt, der ebenfalls von Raffeiner gefördert worden ist. Elmar erhielt eine Marmor Medaille überreicht mit dem Aufdruck „Wir haben Glück gehabt, dass es dich gibt“ - eine Abwandlung des Paulmichl Zitates „Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“. Elmar ist 38 Jahre alt. Er wuchs mit drei älteren Geschwistern in Taufers i. M. auf und lebt dort bei seinen Eltern. „I wohn iatz in Pradatsch“ erklärt er. Dort fand die Familie ein neues Zuhause, nachdem 2015 ein Brand ihren Hof zerstört hatte. Damals erlitt Elmar einen Schock, der bei ihm noch heute nachwirkt. Elmar besuchte die Grundschule in Taufers, die Mittelschule in Glurns und die Landesberufsschule in Schlanders. Stets erfuhr er spezielle Betreuungen. „I hon die Lehrer oft a bissl tratzt“, scherzt er. Nach der Pflichtschule fand er eine Beschäftigung als Gemeindearbeiter in Taufers i. M. „Selm hots miar gonz guat gfolln“ betont er. Doch leider machten ihm epileptische Anfälle einen Strich durch die Rechnung. Elmar kam in die Werkstatt in Prad. Dort traf er seiner Freundin Ladina und seinen Betreuer Raffeiner, der ihn unter seine Fittiche nahm. In seinem Heimatort ist Elli voll integriert. Er liebt die Musik der „Jungen Pseirer“, und er ist Fan der Tauferer Musikkapelle. Bereit von klein auf durfte er beim „Silvesterblasen“ die große Trommel ziehen. Er wurde dafür sogar mit dem „Trommelzieher Diplom“ geehrt. Elli liebt das Theater und schaut sich gerne bayrische Komödien an. Bei der Heimatbühne Taufers i. M. ist er eine feste Größe. Als „Zettelkontrolleur“ steht er am Eintritt, und zur Verneigung zieht er den Souffleur aus dem Kasten. Elmar war bereits öfters als Filmstatist im Einsatz, so bei den Dreharbeiten „Das finstere Tal“. Und er träumt davon, einmal im Trachtenkleid als Trommler auftreten zu können. Elli liebt die Geselligkeit und hie und da auch ein Bier. Am liebsten isst er Pizza, Cordon Blue und heiße Würste. „Als Londeshauptmann tat i in jedn Dorf a Würstlbude aufstellen“, meint er. Willkommene Abwechslung bietet ihm die Sonntagsbetreuung im Haus der Lebenshilfe in Schlanders. Sein größter Wunsch wäre es, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Und er möchte weiterhin Literat sein. Elli schöpft aus Erfahrungen und Beobachtungen. Seine Texte halten den Menschen humorvoll den Spiegel vor, so auch mit dem treffenden Zitat: „Wenn die Leit bsoffn sein, norr sein sie olle nimmer normal.“ (mds)

„Wir reparieren Maschinen“

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Was ist unter Elektromechaniker zu verstehen?
Fabian: Als Elektromechaniker repariert, installiert und wartet man eine Vielzahl von elektrischen Maschinen und Anlagen. Wir haben uns auf Kompressoranlagen, Pumpenstationen von Fernheizwerken und diversen anderen Anlagen in entsprechenden Bereichen spezialisiert.

Was muss man für den Beruf Elektromechaniker mitbringen?
Fabian: Mitzubringen ist technisches Verständnis, aufmerksames, gewissenhaftes und genaues Arbeiten, denn wir arbeiten mit elektrischen Maschinen.

Du hast nach dem Besuch der Gewerbeoberschule in Innsbruck Erziehungswissenschaften studiert und mit dem Bechelor abgeschlossen. Was hat dich bewogen, den Betrieb deines Vaters zu übernehmen?
Fabian: Bereits von klein auf habe ich meinem Großvater und meinem Vater bei den Arbeiten im Betrieb über die Schultern geschaut. Beim Praktika nach dem Studium im sozialen Bereich wurde mir bewusst, dass dies nicht meines ist. Nachdem dann im Betrieb ein Mitarbeiter ausgefallen ist, bin ich eingesprungen. Daraufhin bin ich eingestiegen und habe mir das fachliche Rüstzeug auch bei Aus- und Weiterbildungen geholt.

Du hast den Betrieb 2024 übernommen. Ein mutiger Schritt und ein Glück für die Eltern, die die Betriebsnachfolge gesichert wissen?
Fabian: Ja (lacht). Meine Eltern begrüßten die Entscheidung und standen immer hinter mir. Sie haben meinen Einstieg in die Firma aktiv begleitet. Es war zwar eine Umstellung für mich, aber es lief dann reibungslos. Ich habe es noch nie bereut.

Was ist das Schöne an deinem Beruf?
Fabian: Am meisten gefällt mir die Herausforderung, wenn ich zu unvorhergesehenen Problemen gerufen werde und die Maschine oder Anlage im Anschluss wieder ordnungsgemäß funktioniert.

Eure Dienstleistungen sind speziell in Handwerksbetrieben gefragt? Können auch Private zu euch kommen?
Fabian: In erster Linie arbeiten wir mit verschiedensten Handwerksbetrieben, Fernheizwerken und Kläranlagen zusammen. Aber auch Heimwerker kommen zu uns mit ihren defekten Elektromaschinen oder nutzen unsere Verleihmaschinen.

Was wünscht du dir von der Politik?
Fabian: Als Jungunternehmer fühlt man sich manchmal überfordert mit der ganzen Bürokratie, den vielen Vorschriften und verpflichtenden Kursen, die vielleicht in größeren Betrieben Sinn machen, aber in kleinen oft unnötig erscheinen. Auch bei den Förderungen müssten Unterschiede zwischen kleineren und größeren Betrieben gemacht werden.

 

s33 OlivottoFabian Olivotto,
Jg. 1993

Im Jahr 2024 übernahm Fabian Olivotto die Leitung des Familienbetriebes in Tartsch. Den Betrieb hatte sein Großvater Angelo Olivotto einst gegründet und an seinen Vater Tommaso übergeben, der nach wie vor im Unternehmen mitarbeitet.
Die Firma Olivotto setzt auf Qualitätsarbeit. Sie hat sich mit schnellem und flexiblem Reparaturservice in Südtirol und im angrenzenden Ausland längst einen Namen gemacht.

„Wissenswertes über Osteoporose“

  • Dachzeile: Latsch

Auf Initiative der Südtiroler Bäuerinnenorganisation und des Bildungsausschusses Latsch fand kürzlich ein Vortrag mit Dr. Peter Matzneller, Rheumatologe am Krankenhaus in Meran und Schlanders, zum Thema Wissenswertes über Osteoporose im sehr gut besuchten CulturForum in Latsch statt. Nach der Begrüßung durch die Bäuerinnenorganisation stellte die Rheuma-Liga Südtirol die umfangreiche Tätigkeit des Vereins vor. Besonders das Angebot, eine Selbsthilfegruppe Osteoporose im Vinschgau zu gründen, wurde besprochen. Die Rheuma-Liga Südtirol ermuntert hiermit nochmals alle Betroffenen, sich im Büro der Rheuma-Liga oder bei der Bezirksleiterin Marianne Pircher zu melden, um eine Selbsthilfegruppe im Vinschgau zu ermöglichen. Die Krankheit Osteoporose betrifft viele Menschen, was sich auch am regen Besucherinteresse zeigte. Der Rheumatologe, Dr. Peter Matzneller, führte aus, dass es sich hierbei um eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels handelt. Er beleuchtete die Frage, ob Osteoporose gefährlich sei und hinterfragte wie häufig diese sei. In Italien geht man alle 6 Minuten von einer Oberschenkelfraktur aus. Osteoporose muss behandelt beziehungsweise vorgebeugt werden, mit dem Ziel osteoporotische Brüche zu vermeiden. Hierzu bietet die Rheuma-Liga spezielle Osteoporose-Kurse an. Das neue Kursprogramm startet wieder Ende Oktober. Risikofaktoren können Alter und Geschlecht, Bewegungsmangel, Medikamente und viele weitere Faktoren sein. Osteoporose verursacht keine Symptome – bis zum Eintritt einer Fraktur. Wobei zu sagen ist, dass nicht jede Osteoporose eine Behandlung erfordert. Dies ist abhängig von der Einschätzung des Frakturrisikos. Dr. Matzneller erwähnte auch die Medikamente und deren Nebenwirkungen. Die erste Knochendichtemessung sollten Frauen über 65 und Männer über 70 Jahre vornehmen, sofern keine begleitenden Risikofaktoren vorliegen. Im Anschluss beantwortete Dr. Matzneller noch die offenen Fragen. „Wir bedanken uns von Herzen bei der Bäuerinnenorganisation und beim Bildungsausschuss für die tolle Zusammenarbeit im Sinne der vielen Betroffenen. Wir möchten den Osteoporose-Betroffenen eine Anlaufstelle bieten.“, so abschließend der Präsident der Rheuma-Liga Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.

300 Jahre Benediktinergymnasium Meran

  • Dachzeile: Marienberg
  • Weitere Fotos - 1: Hermann Raffeiner
  • Weitere Fotos - 2: die Präsidentin des Freundeskreises Marienberg Sibille Tschenett

300 Jahre Benediktinergymnasium Meran“ war Thema der heurigen Klausurtagung des Freundeskreises Marienberg. Am 15. März 2026 sind der Einladung viele Mitglieder gefolgt. Es war Hermann Raffeiner, der 40 Jahre seines Professorenberufes am klassichen Gymnasium „Beda Weber“ verbracht hatte, der einen geschichtlichen Überblick über die Gründung des Gymnasiums 1724, dessen allmählichen Ausbau in den folgenden Jahrzehnten bis zu dessen Aufhebung in der Zeit des Faschismus nach dem Schuljahr 1927/28. Als staatliches Gymnasium wurde der Betrieb in deutscher Sprache 1946 wieder aufgenommen. Das Gründungsversprechen „bis in alle Zeiten“ konnte zwar nicht eingehalten werden, dafür hat das älteste Gymnasium des Landes einen entschiedenden Bildungsimpuls für das Land, für die Stadt Meran und im Besonderen auch für den Vinschgau gebracht. Im Anschluss an den Vortrag gab es eine emotionale Diskussion über Wertehaltung in der Gesellschaft auch gegenüber der Bildung und den Lehrer:innen, über Wertevermittlung in den Schulen, über die Konkurrenz der Oberschulen. Abt Philipp lud passend zum Vortrag zur Besichtigung der Lehrmittelsammlung in den Klosterteil, der „Schlaratsch“ genannt wird. Die Lehrmittel sind vom alten Gymnasium in Meran in das Stift Marienberg verbracht worden.
Die neue Präsidentin Sibille Tschenett bedachte den Vortragenden Raffeiner mit einem Korb lokaler Produkte und lud zur von der Vinterra hergerichteten Marende, zu der sich mit Abt Philip, mit Pater Pius und Pater Urs und mit Bruder Aemilian der Großteil des Konvents gesellte. (eb)

35 Jahre Amateurfilmer Verein Vinschgau

  • Dachzeile: Latsch/CulturForum

Seit 35 Jahren sind sie aktiv, dokumentieren Feste und wichtige Dorfereignisse, machen Natur- und Tierfilme, erzählen Geschichten über Menschen, Vereine, Sportarten, Wallfahrten, Bergtouren und Tauchgänge. Sie produzieren Spielfilme, Sketche, praktische Anleitungen übers Kochen und nachdenkliche Kurzfilme. Sie organisieren Workshops, tauschen sich aus, bilden sich weiter und präsentieren jedes Jahr im CulturForum Latsch die neuesten Filme. Am 25. April, bei der 33. Filmvorstellung wurden 10 ganz unterschiedliche Filme von 2 bis 28 Minuten gezeigt. Nach der Begrüßung durch den Obmann Leo Lanthaler gratulierte BM Mauro Dalla Barba für 35 Jahre Einsatz und Leidenschaft beim Festhalten von besonderen Momenten und Ereignissen in unserem Land. Die Filmvorstellung begann mit einer beeindruckenden „Tour zum Piz Bernina 2011“ von Anton Blaas. Leo Lanthaler präsentierte „Schätze im Wald“. Gezeigt wurden zwei Pilzesammler. In drei Minuten wurde von Christian Lintner die ganze Buntheit der „Ritterspiele Schluderns 2024“ vorgeführt. „Der Koffer“ ist ein Gemeinschaftsprojekt unter der Regie von Christian Lintner über einen geheimnisvollen Koffer mit magischen Zeichen. Witzig und ernsthaft war der 2-Minutenfilm „Bis dass der Tod uns scheidet“ von Siegfried Schnitzer. Lustige Bilder wurden im Gemeinschaftsfilm über den „Faschingsumzug Latsch 2025“ gezeigt. Beeindruckend war der Film „Abenteuer unter dem Eis“ von Thomas Tutzer über das Eistauchen am Haidersee. Der erst 12 Jahre alte Felix Kofler erstellte zusammen mit seinem Vater Daniel den Tierfilm „Balz der Raufußhühner“. Informativ war der Film „Such- und Rettungshunde Vinschgau“ von Ulrich Schwienbacher über den jungen Verein, der bei der Suche von vermissten Personen mithilft. Zum Abschluss wurde in neun Minuten der Film „35 Jahre Amateurfilmer Verein Vinschgau“ vorgeführt. Die Obmänner A. Josef Steinkeller, Helmut Pöhl, Josef Gufler und Leo Lanthaler, das Gründungsmitglied Norbert Gurschler und andere Vereinsmitglieder erzählen über die Gründung, die verschiedenen Tätigkeiten und über besondere Momente aus dem Vereinsleben. (hzg)

4. Glurnser Orgelherbst 2025

  • Dachzeile: Glurns/Konzerte

Nach der Restaurierung der Mauracher Orgel in der Pfarrkirche St. Pankratius im Jahre 2022 wird jedes Jahr vom Kirchenchor Glurns als Einstimmung auf Allerheiligen der Glurnser Orgelherbst organisiert. Geboten werden jeweils drei Konzerte, ein Orgelkonzert mit bekannten Organisten in Kombination mit anderen Instrumenten, ein Gottesdienst mit besonderer Festmusik und zum Abschluss ein Barockkonzert in Zusammenarbeit mit der Musikschule Oberer Vinschgau. Viele Organisten wie Marian Polin, Maximilian Haller, Lukas Punter, Peter Waldner, Roland Nitzbon, Mario Pinggera und Myriam Tschenett spielten bereits auf der Orgel. Eröffnet wurde der Orgelherbst 2025 am 31. Oktober mit einem Orgelkonzert mit Fagott und Euphonium und besinnlichen Texten von Christof Anstein. Auf der Orgel spielte Stefanie Dietl aus Taufers. Sophia Sagmeister aus Glurns spielte Fagott und Markus Lantschner aus Völs am Schlern Euphonium. Gespielt wurden Werke von J. S. Bach, J. Pachelbel, J. Boismortier, W. A. Mozart und F. Devienne. Zum Abschluss des Glurnser Orgelherbstes gab es auch dieses Jahr wiederum ein Barockkonzert in der voll besetzten Pfarrkirche unter der Leitung von Lukas Punter von der Musikschule Oberer Vinschgau, in Zusammenarbeit mit weiteren Musiklerer:innen und vielen Musikschüler:innen. Junge Musiker spielten auf der Orgel, gemeinsam mit Posaune, anschließend erklang ein Gitarrentrio. Eine Flötengruppe mit unterschiedlichen Flöten spielte Air und das Minuett aus der Wassermusik von G. F. Händel. Ein Querflötentrio wurde von Lukas Punter auf dem Cembalo begleitet. Das junge Streichorchester, bestehend aus 18 Geigen, Violoncelli, Cembalo und Pauken, spielte ein Minuett aus der Wassermusik. Zum Abschluss des Barockkonzertes spielten alle 50 Musiker:innen gemeinsam mit den Lehrpersonen der Musikschule die Hornpipe, ein traditionelles englisches Tanzstück, von Georg Friedrich Händel. Martin Moriggl vom Kirchenchor Glurns dankte allen für das gelungene Konzert. (hzg)

50 Jahre Naturpark Texelgruppe

  • Dachzeile: Naturns

Besonders wertvolle Landschaftsräume unter Schutz stellen – das war das Ziel, als die Landesregierung in den 1970er-Jahren ein Programm zur Ausweisung großflächiger Naturparks initiierte. Am 15. März 1976 wurde der Naturpark Texelgruppe offiziell seiner Bestimmung übergeben. Anfangs gab es viel Widerstand, vor allem von den Vertretern der Landwirtschaft, die Einschränkungen und Bürokratie befürchteten, und Ablehnung aus den Gemeinden.
„Vor 50 Jahren war die Einrichtung des Naturparks Texelgruppe ein mutiger Schritt“, erinnerte Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzlandesrat Peter Brunner bei der Jubiläumsfeier am 9. Mai im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns. Mittlerweile sei die Skepsis gewichen und die positiven Effekte des Naturparks anerkannt, so Brunner: „Heute sind wir stolz darauf, dass Schutz und Bewirtschaftung hier Hand in Hand gehen.“
Dass der Naturpark Texelgruppe aus der Region nicht mehr wegzudenken sei, unterstrich auch der Bürgermeister von Naturns Zeno Christanell: „Acht Gemeinden - Schnals, Naturns, Partschins, Algund, Tirol, Riffian, St. Martin in Passeier und Moos in Passeier - tragen gemeinsam Verantwortung für dieses lebendige Schutzgebiet. Es zeigt, wie ein gutes Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur gelingen kann.“
Valentin Schroffenegger, im Landesamt für Natur verantwortlich für den Naturpark Texelgruppe, betonte: „Mit über 31.000 Hektar und 2.857 Höhenmetern ist Südtirols größter Naturpark auch ein Park der Arbeit: So müssen jedes Jahr über 470 Wanderkilometer instandgehalten werden. Ein 14-köpfiges Team arbeitet im Schnitt rund 60 Tage pro Saison daran.“
Klimaforscher Georg Kaser skizzierte in seinem Impulsreferat „Klimawandel 1976 - 2026 -...“ die Klimageschichte der letzten 50 Jahre: „Wir befinden uns derzeit ganz stark in der Phase der Klimawandelanpassung, die sehr teuer, aber unumgänglich geworden ist. Sie erfolgt in vielen Teilen jedoch ohne Transformation, das heißt ohne etwas am gesellschaftlichen System zu ändern“, so Kasers Schlussfolgerung. „Dabei wird vergessen, dass wir weiterhin das Klima anheizen. Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn die Klimaanpassungsfähigkeit wird bald erschöpft sein. Oberste Priorität muss es also sein, mehr für den Klimaschutz zu tun“, mahnte er.

70 Jahre Hasenohr und Zwölferkreuz

  • Dachzeile: Latsch
  • Weitere Fotos - 1: Matthias Pircher ist Mitglied der Bergrettung Latsch, Tourenbegleiter beim AVS und Wegmarkierer in der Gemeinde Latsch für den Alpenverein. Er war schon über 100 mal auf dem Hasenohr, seinem Hausberg.

Heuer jährt sich zum 70. Male der Tag, an dem das Zirmholzkreuz von der Dorfjugend Tarsch in mühevoller Arbeit gezimmert und zum Gipfel des Hasenohr (3257 m) getragen wurde.1955 wurde auch das Kreuz auf der 2512 m hohen Zwölferspitze von der Latscher Jugend neu errichtet und 1956 durch Hochw. Josef Schönauer eingeweiht.
Im Jahre 1895 bestieg der Deutsche Alexander Buckhardt als erster dokumentierter Tourist das Hasenöhrl. Zwei Steinmännchen auf dem Gipfel sagten ihm jedoch, dass jemand schon vor ihm hier gewesen war. Jahrelang wurde der Gipfel durch eine Holzstange markiert, ab 1948 war es ein Birkenkreuz, zum Gedenken an die gefallenen Kriegskameraden, welches dann durch ein 8 Meter hohes Holzkreuz ersetzt wurde. Bei der Einweihung des Gipfelkreuzes durch Hochw. Kooperator Franz Weber im Jahre 1956 zählte man 70 Teilnehmer.
Matthias Pircher aus Tarsch (Jahrgang 1950), hat bereits die 40-, 50-, und 60-Jahrfeier am Gipfelkreuz des Hasenöhrl organisiert. Bei der 40-Jahrfeier im Jahre 1995 wurde der neue Herrgott von Luis Kofler durch Pater Peter Brugger eingeweiht. Die 50Jahrfeier wurde sogar von Musikanten aus Latsch musikalisch umrahmt.
Heuer fand die 70-Jahrfeier wetterbedingt am Tarscher Wetterkreuz statt, wieder organisiert von Matthias Pircher und dem Alpenverein. Hochw. Eugen Runggaldier feierte die Hl. Messe. Für Pircher ist es nach wie vor wichtig, diese Gedenkfeier abzuhalten: “ Um jenen zu gedenken, die in mühevoller Arbeit das Gipfelkreuz errichtet haben, zudem ist es immer ein richtiges Bergerlebnis, bei schönem Wetter, mit anderen unterwegs zu sein, und gemeinsam diesen Tag feiern zu können” sagt er.
Das Hasenöhrl (Hasenohr) ist der östlichste vergletscherte Dreitausender der Ortlergruppe und zählt zu den schönsten Aussichtsbergen des Vinschgau. Es gibt heute 7 markierte, mehr oder weniger anspruchsvolle Anstiege zum Gipfel. “Durch den Permafrost und die Abbrüche müssen ständig Routenänderungen gemacht werden. Zudem müssen Absicherungen mit Ketten und Seilen angebracht werden. In den letzten Jahren ist der Gletscher gewaltig zurückgegangen. In 10 Jahren wird er wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein“, so Matthias Pircher. (pt)

75 Jahre A. R. Hornbacher hautnahe Bilder

  • Dachzeile: Latsch
  • Weitere Fotos - 1: Frauenkörper
  • Weitere Fotos - 2: Landschaftsbild

Herzlich willkommen im Garten der Sünde“, so die Begrüßungsworte von A.R. Hornbacher zur Ausstellung in seiner Ackerfreiluftgalerie. Bereits zu seinem 70sten Geburtstag hatte er zu einer Bilderausstellung in seinen Acker, Tieftal, Feldstrasse Nr. 69 zwischen Latsch und Kastelbell eingeladen. Jetzt zu seinem 75. Geburtstag hat er es noch einmal gewagt. „Die Herausforderung ist gelungen. Ich habe es geschafft. Und ich bin auch ein bisschen stolz auf mich“, erzählt er.
Für A.R. Hornbacher ist es eine große Freude, so etwas noch einmal erleben zu dürfen. Er hätte auch ein Angebot für eine Ausstellung von der Heilsarmee Hamburg in St. Pauli erhalten, hat sich aber für seine Ackerfreiluftgalerie entschieden. Er sagt: „Zuhause in meinem Atelier habe ich nur einen kleinen Raum zur Verfügung. Hier habe ich genug Platz, um viele meiner Bilder aufzuhängen. Es ist für mich eine riesige Genugtuung, hier alle betrachten zu können. Ich habe mir mit der Ausstellung selber eine Freude gemacht.“.
A. R. Hornbacher hat versucht, so wenig Bilder wie möglich von seiner ersten Ausstellung zu nehmen. Viele Bilder hat er in den letzten 5 Jahren neu gemacht. Er hat seine Arbeitskleidung verarbeitet und viele erotische Bilder gemalt. „Erotik ist für mich, durch mein Vorleben in St. Pauli, ein riesiges Potential an Kraft und Fantasie“, sagt er. Neu hinzugekommen sind noch einige Landschaftsbilder. „Thematisch geht es vor allem um die schönen Körper der Frauen und unsere schöne Landschaft“, so Hornbacher. (pt)

75 Jahre ASC Schlanders - Ein Jubiläum bewegt

  • Vorspann: Der ASC Schlanders-Raiffeisen feiert im Jahr 2026 sein 75-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das die Bedeutung des Vereins für das sportliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben im Vinschgau eindrucksvoll unterstreicht. Wir haben mit Präsident Georg Hasenburger über das Jubiläum, die Geschichte des Vereins und die Herausforderungen gesprochen.
  • Dachzeile: Schlanders
  • Redakteur: Angelika Ploner (Interview)
  • Redakteur Bild:

Vinschgerwind: 75 Jahre: Dieses Jubiläum nimmt der ASC Schlanders zum Anlass, um zu feiern. Was ist geplant?
Georg Hasenburger: Wir haben ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm zusammengestellt, das am 22. Januar mit der Auftaktveranstaltung in der BASIS in Schlanders beginnt. Dort findet ein Vortrag zum Thema „Vereinssport zwischen Spaß, Leistung und psychischer Gesundheit“ statt. Eingeladen sind alle Mitglieder, Trainer, Sponsoren, Fans, Partner, Sportler und Interessierte. Im Anschluss soll es einen gemütlichen Austausch geben. Über das gesamte Halbjahr läuft außerdem unsere Jubiläums-Lotterie, die vom 22. Januar bis 4. Juli dauert. Sie umfasst drei attraktive Hauptgewinne, welche beim Festakt verlost werden.
Dazu kommen zahlreiche Veranstaltungen der einzelnen Sektionen: vom Gemeindeskitag am 1. Februar in Schöneben über Vorträge, Präsentationen und Wettkämpfe bis hin zu Familien- und Aktionstagen. Den Abschluss bildet der große Festakt mit Sporttag am 4. Juli in der Matscher Au, der das Jubiläumsjahr würdig abrundet.

Vinschgerwind:Der ASC Schlanders-Raiffeisen steht für....
Hasenburger: Für Gemeinschaft, Engagement und sportliche Vielfalt. Unser Verein ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich bewegen, Ziele verfolgen und Freundschaften schließen. Wir stehen für Nachwuchsförderung, für ehrenamtliche Arbeit und für ein Miteinander, das weit über den Sportplatz hinausgeht. Der ASC ist ein Stück Dorfkultur und ein wichtiger sozialer Anker.
Vinschgerwind:Wie viele Mitglieder zählt der Verein?
Hasenburger: Der ASC Schlanders zählt aktuell rund 650 Mitglieder in sieben aktiven Sektionen (Fußball, Yolleyball, Yoseikan Budo, Tauchen, Wintersport, Fitness und Tischtennis. Diese Zahl zeigt, wie breit der Verein aufgestellt ist und wie stark er in der Bevölkerung verankert bleibt.
Vinschgerwind:Ein Blick in die Historie.
Hasenburger: Die sportlichen Wurzeln in Schlanders reichen bis in die Vorkriegszeit zurück – damals standen Turnen, Leichtathletik und Radfahren im Mittelpunkt. Die offizielle Vereinsgründung erfolgte im März 1950 unter Präsident Ernst Moser, der trotz schwieriger Rahmenbedingungen Großes leistete. 1962 wurde der Verein neu gegründet – getragen von Persönlichkeiten wie Luis Schuster, Luis Wielander, Robert Privora und Rudi Schuster. In den 1960er-Jahren folgte eine Phase des Aufbruchs: der Ausbau der Sportinfrastruktur, die Stärkung des Fußballsports, 1964 der Gewinn der Vinschgauer Fußballmeisterschaft und der Ankauf von Grundstücken für Sportplatz und Schwimmbad. Diese Entwicklung zeigt, wie viel Idealismus, Mut und Gemeinschaftsgeist in diesem Verein steckt.

Vinschgerwind:Ein besonderer Höhepunkt?
Hasenburger: Der Festakt am 4. Juli 2026 wird sicher ein festlicher Höhepunkt. Dort wollen wir die Geschichte des Vereins würdigen, die Menschen feiern, die ihn geprägt haben, und gemeinsam in die Zukunft blicken. Außerdem sind den ganzen Tag sportliche Wettkämpfe aller Sektionen geplant.
Wenn man 75 Jahre Vereinsgeschichte betrachtet, wird einem bewusst, wie viel Leidenschaft, Zeit und Herzblut unzählige Menschen investiert haben. Ohne diese Begeisterung wäre der ASC nicht das, was er heute ist.
Vinschgerwind:Ein herausfordernder Moment in der Vereinsgeschichte?
Hasenburger: Es gab mehrere Phasen, die uns gefordert haben. Die sog. Reform des Sports und die damit verbundenen strukturellen Anpassungen und bürokratischen Aufwände sowie die statutarischen Anpassungen an nationale Vorgaben waren für viele Vereine eine Herausforderung – auch für uns.Die Corona-Pandemie war zweifellos eine der schwierigsten Zeiten: Trainingsausfälle, Unsicherheiten, fehlende Begegnungen – all das hat uns als Verein stark belastet. Und natürlich gab es auch Konflikte innerhalb einzelner Sektionen, wie sie in jedem großen Verein vorkommen.
Vinschgerwind:Ein Blick in die Zukunft: Wie motiviert man Kinder und Jugendliche in Zukunft für einen sportlichen Verein?
Hasenburger: Indem man ihnen Räume gibt, in denen sie sich entfalten können. Sport bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Fähigkeiten zu entdecken, Ziele zu setzen und Verantwortung zu übernehmen. Wichtig sind gute Trainerinnen und Trainer, Freude am Training, Gemeinschaftserlebnisse und ein Umfeld, das Leistung anerkennt, aber nicht über alles stellt. Wir möchten zeigen, dass Sport nicht nur körperlich, sondern auch mental stärkt – und dass ein Verein ein Ort ist, an dem man wachsen kann.

Vinschgerwind: Abschließend eine persönliche Frage: Was ist für Sie wahre Größe im Sport?
Hasenburger: Wahre Größe im Sport zeigt sich für mich in der Art und Weise, wie jemand mit Leistung, Erfolg und Niederlagen umgeht. Sie zeigt sich in Fairness, Professionalität, Disziplin, Verlässlichkeit und der Fähigkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein Sportler oder eine Sportlerin beweist Größe, wenn er oder sie klare Ziele verfolgt, konsequent arbeitet und auch unter Druck strukturiert und fair bleibt. Größe bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für das eigene Handeln, für das Team und für den sportlichen Prozess.

Abschied von der Filmwerkstatt

  • Dachzeile: Naturns/Meran
  • Weitere Fotos - 1: Kurt Hofer und Hansjörg Waldner beim Imbiss
  • Weitere Fotos - 2: Karl Prossliner und Hubert Scheibe zu später Stunde

Anlässlich seines Abschieds zum Jahresende lud der Filmemacher Karl Prossliner am 7. Dezember 2025 Freunde und Freundinnen in seine Filmwerkstatt nach Meran. Gezeigt wurde das 7.5-stündige Meisterwerk Satanstango“ (1994) von Bèla Tarr. Der in Schwarzweiß gedrehte Film gilt als einer der längsten Kinofilme aller Zeiten und basiert auf dem gleichnamigen Roman des ungarischen Autors Làszlò Krasznahorkai, der kurz vor Weihnachten 2025 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Hubert Scheibe kommentiert den Film so: „Nach sieben Stunden Film wissen wir, wo oben und unten ist“. Auf die Frage an Karl Prossliner, warum er für seinen Abschied gerade diesen Film ausgewählt habe, antwortet er: „Weil es ein schöner Film ist!“ Hansjörg Waldner, der ebenfalls eingeladen war, sah in dem Film Ähnlichkeiten mit seiner Zeit im Obervinschgau in den 1950er Jahren. „In der Stube sitzen, nix reden. Nur langsam verging die Zeit. Leben musstest du halt - oder gehn“, so Waldner.

Karl Prossliner wurde 1953 in Mals geboren und ist in Glurns aufgewachsen. Prossliner hat als freischaffender Filmemacher eine Unzahl von Features produziert. Vor allem widmete er sich dem dokumentarischen Film. Einer seiner ersten Dokumentarfilme war „Sonderurlaub ohne Bezüge“ mit Roman Moser (1989). Ein Film, der dem Spielfilm Satanstango von Bèla Tarr ähnelt, ist der Film „Das seltsame Haus“ (1986). „Es war auch so ein langsamer Film, wo man langsam hineinkommen musste. Man muss sich darauf einlassen“, so Prossliner. Bekannt wurde Karl Prossliner mit seinen Filmreihen für das Fernsehen: Sprechen über Südtirol in 7 Folgen (1994/95), Archiv des Alltags, Bildbeschreibung und Menschenbilder. Für seine Dokumentationen erhielt Prossliner zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Prof. Klaus Gatterer Preis (2009) für sozial engagierten Journalismus, den „Goldenen Enzian“ beim Trientner Bergfilmfestival oder den „Fuji-Preis“ beim Dokumentarfilmfestival in München. (pt)

Abschluss: „Hond in Hond – Freizeit mitnond“

  • Dachzeile: Mals/Vinschgau

Der Abschluss des Projektes „Hond in Hond – Freizeit mitnond“ wurde am Mittwoch, den 6. Mai 2026 mit einem kleinen Fest in der Malser SportWell-Kegelbar gefeiert. Mit dabei war neben dem Projektteam auch die Direktorin der Sozialdienste Karin Tschurtschenthaler. Sie sprach dem verantwortlichen Team ihren Dank aus.
„Hond in Hond -Freizeit mitnond“ gilt als ein Vorzeigemodell für Integratio. Es wurde heuer schon zum 16. Mal umgesetzt. Beim Projekt geht es darum, Kindern und Jugendlichen - vielfach aus Migrantenfamilien - die Möglichkeit zu geben, mit jungen Erwachsenen Zeit zu verbringen.
Im vergangenen Schuljahr trafen sich 29 Oberschüler/innen aus den Schulen in Schlanders, Mals und Burgeis in ihrer Freizeit abwechslungsweise mit den 18 Kindern und Jugendlichen, die sich gemeldet hatten. Bei den Treffen wurden je nach Interesse und Fähigkeiten der Kinder/Jugendlichen, aber auch je nach den Interessen der Oberschlüler/innnen unterschiedliche Freizeitaktivitäten geplant und umgesetzt - zum Beispiel Besuch des Jugendzentrums, der Bibliothek, des Kinos, oder gemeinsames Kochen. Die Kinder und Jugendlichen, lernen außerhalb ihrer Familie und der Schule neue Menschen kennen. Dadurch verbessern sich ihre sozialen und ihre sprachlichen Fähigkeiten. Die Oberschüler/innen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Doch auch sie können ihre Kompetenzen durch die Begleitung von Kindern und Jugendlichen erweitern. Durch das Kennenlernen von vorher nicht bekannten Menschen, durch Erfahrungen und gemeinsame Aktivitäten entsteht etwas Neues: Vorurteile werden abgebaut und Grenzen überwunden. Mittlerweile wird das Projekt von Sponsoren mitgetragen, wie zum Beispiel der Pizzeria Fantasy, Sportwell Mals, der Nationalpark Stilferjoch und einige mehr. Nach einem gemütlichen Umtrunk bei Spiel und Spaß, verabschiedeten sich die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer in die Sommerferien. (mds)

Abschlussfeier im Chalavaina in Müstair

  • Dachzeile: Müstair
  • Weitere Fotos - 1: Hubert Scheibe: „Keine Lesung, eher eine Betrachtung, besser eine Erzählung“.

Am 26. Oktober schloß die Ausstellungstrilogie „+/- FOLK“ ihre Türen. Organisator Othmar Prenner und Kurator Daniel Costa schauen mit Freude auf den Sommer zurück, auf die vielen schönen Begegnungen und Gespräche. „Damit verbunden eine große Motivation, die nächste Ausstellung anzugehen“, so Prenner und Costa. Um alles noch fein und genüsslich abzurunden, luden sie zu einem genüsslichen Mittagessen nach Müstair in die Schweiz. Am 29. Oktober trafen sich mehrere Künstler:innen, Kunstfreunde und Unterstützer der Ausstellungstrilogie im Hotel Chalavaina in Müstair im Münstertal. Ulrich Veith, der Geschäftsführer der Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair, und am Aufbau des Chalavaina maßgeblich beteiligt, führte durch die Räume des geschichtsträchtigen Hauses und erzählte dessen Geschichte. Nach der Hausführung wurde in der historischen Gaststube ein köstliches Mittagessen serviert. Und wie sollte es anders sein, wenn Künstler:innen sich treffen, gib es meistens auch eine künstlerische Einlage. Der Reschner Künstler Hubert Scheibe, der in Fondo am Nonsberg seinen „Ansitz“ gefunden hat, versuchte in seiner Performance eine Antwort zu geben auf die Fragen: Was ist ein Haus? Warum baut der Mensch?
Wenn Künstler:innen und andere Kreative gemeinsam feiern, ist dies immer auch eine großartige Möglichkeit, sich kennen zu lernen, sich auszutauschen, gemeinsam etwas tun, und sich so gegenseitig zu fördern und zu unterstützen. Die Abschlussfeier im Chalavaina in Müstair hat sicherlich dazu beigetragen. (pt)

Abschlussprojekt der 4. Klasse Metalltechnik

  • Dachzeile: Berufsbildungszentrum Schlanders
  • Weitere Fotos - 1:

Die 4. Klasse Metalltechnik mit Robotik hat in Zusammenarbeit mit dem Betrieb Berges ein praxisorientiertes Projekt umgesetzt, das die Schüler fachlich wie handwerklich gefordert hat. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Tischbohrmaschine mittels Verstellscheibengetriebe, die von der Klasse selbst konstruiert und gefertigt wurde. Berges ist ein führender Hersteller von stufenlosen Getrieben, in welchen einige Abgänger der Fachschule Metalltechnik einen guten Arbeitsplatz erhielten bzw. erhalten. Besonders wichtig war dabei die Umsetzung des Getriebes, das als zentrales Element für eine präzise Regulierung der Drehzahl dient. Durch diese Feinjustierung der Drehzahl kann die Maschine flexibel an unterschiedliche Materialien angepasst werden. Was ihre Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Die exakte Herstellung dieser Komponente zeigte die hohen technischen Möglichkeiten der Ausbildung in der Fachschule Metalltechnik in Schlanders, fordert aber auch eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise der Schüler.
Die Zusammenarbeit mit dem Betrieb Berges bot den Jugendlichen wertvolle Einblicke in reale Fertigungsprozesse und stärkte ihre praktischen Fähigkeiten. Das Projekt gilt als gelungenes Beispiel dafür, wie Theorie und Praxis im technischen Unterricht sinnvoll verbunden werden können.

Aktion für ein sauberes und lebenswertes Dorf

  • Dachzeile: Naturns
  • Redakteur: Anna Pfitscher
  • Weitere Fotos - 1:
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Das Projekt „Naturns Vision 2030+“ ist ein umfassender Bürgerbeteiligungsprozess zur strategischen Entwicklung der Gemeinde Naturns. Ziel ist ein nachhaltiges, lebenswertes und gemeinschaftlich gestaltetes Dorf. Ein wesentlicher dort verankerter Punkt ist eine saubere und grüne Gemeinde Naturns. Das Ziel der Müllsammelaktion am 21. März war somit nicht nur, den oft achtlos weggeworfenen Müll aufzusammeln, sondern auch eine Sensibilisierung zum Thema Umweltschutz und Natur.
Dass dieser Gedanke bereits von vielen Bürgerinnen und Bürgern aktiv mitgetragen wird, zeigte die große Beteiligung an der Müllsammelaktion: Neben den Vereinen wie AVS Untervinschgau, Jungschar, Jugendfeuerwehr, Pfadfinder und Fischereiverein Seeforelle beteiligten sich, wie bereits in den vergangenen Jahren, auch zahlreiche weitere Freiwillige an der Aktion. Somit konnte durch ihren Beitrag nicht nur der Dorfkern gesäubert, sondern auch in den umliegenden Fraktionen Staben, Tschirland, Tabland sowie im Biotop Wangerau Müll gesammelt werden.
Ein Dank der Gemeinde geht an alle fleißigen Helfer, sowie an die Raiffeisenkasse Untervinschgau, welche als Zeichen für den Umweltschutz einen Baum pflanzte und zudem alle Freiwilligen nach der Aktion mit Speis und Trank versorgte.

Applaus für die Obervinschger Böhmische

  • Dachzeile: Burgeis

Die Obervinschger Böhmische erfreute das Publikum am 25. Oktober 2025 im vollbesetzten Kulturhaus von Burgeis wiederum mit schwungvollen Polkas, mit schmissiger Marschmusik und mit tanzeinladenden Walzerklängen. Kapellmeister Benjamin Blaas gab nicht nur den Takt vor, sondern erheiterte die Gäste auch mit seiner humorvollen Moderation. Damit sich die älteren Herren, laut Blaas, während des Konzertes immer wieder ausruhen können, spielten abwechslungsweise das Trio „Schean dahin“ mit Fabian Alber Kapellmeister Benjamin Blaasmit der Ziehharmonika, Lea Niederfriniger mit der Harfe (beide aus Eyrs) und Kathrin Kofler (Matsch) mit dem Saxophon, sowie Steffi Dietl (Taufers i. M.) als Solistin mit der Ziehharmonika. Obmann Toni Punt stand dem Kapellmeister in seinen lustigen Bemerkungen in nichts nach und ergriff ebenfalls laufend das Wort, was für Lacher sorgte. Für die Ehrungen holte er BM Josef Thurner auf die Bühne. Für die zehnjährige Mitgliedschaft in der Kapelle erhielt Walter Kaserer eine Urkunde. Gedankt wurde ihm auch für seine Taxidienste. Steffi Dietl, die die Obervinschger Böhmische bei Konzerten auch seit 10 Jahren unterstützt, konnte sich über Tonis Gratulation zur jüngst abgelegten Staatsprüfung in Pharmazie freuen. Die Verteilung der vielen Dankesgeschenke wie Blumen, Käse, Speck, Wein und „Engalotti“ an verdiente Mitwirkende und andere Gäste zelebrierte Obmann Punt wie immer mit viel Spaß und Humor. (mds)

Auf zur Kälberalm in Sulden

  • Dachzeile: Winterwanderung | Ferienregion Ortler
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Sulden ist bekanntlich ein schneesicherer Ort und in Sulden ist der Frühling noch weit. Wer also Wanderungen im Schnee, mit oder ohne Schneeschuhe, sucht, ist in Sulden goldrichtig. Willkommen also zu einer feinen Wanderung von Sulden aus auf die Kälberalm. Die Wanderung auf schneebedeckten Wegen ist aufgrund ihrer angenehmen Länge von rund 3 Kilometer (insgesamt 6 Kilometer) für alle Schuhgrößen und Wanderer machbar, erfordert aufgrund der 350 Höhenmeter trotzdem Kondition und Ausdauer.. Natürlich ist eine winterfeste Ausrüstung vonnöten. Die Wanderung ist am Fuße des Ortlers eine der einfachsten, aber dafür nicht weniger lohnend. Denn mit der imposanten Bergkulisse des Dreigestirns im Rücken lässt sich mutig in frischer und sauberster Luft voranschreiten.

Parkmöglichkeiten gibt es in Sulden mit den kostenpflichtigen Parkplätzen am Eingang von Sulden reichlich.
Wer nicht mit dem Privatauto nach Sulden fahren möchte, hat die Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Mit dem Bus der Linie 271, gelangt man in einer guten halben Stunde von Prad/Spondinig nach Sulden. Die Bushaltestelle befindet sich direkt gegenüber dem Hotel Post.

Ausgangspunkt ist das darüberliegende Hotel Marlet. Denn von dort führt der Wandersteig Nr. 19 auf die Kälberalm. Zu Beginn führt die Wanderung durch den schön verschneiten Wald bis zur Kälberhütte.
In ca. 1,5 Stunden erreicht man die Kälberhütte auf 2.248 Metern. Wer einen Rundwanderweg bevorzugt, folgender Tipp: Zurück geht’s auf dem Weg Nr. 24, der bis zum Gasthof Waldruhe führt. Weiter dem Weg Nr. 6 folgend kommt man zurück nach Sulden.

Die Kälberalm ist bewirtschaftet und
verwöhnt Euch mit kleinen Leckereien wie einen Alm Toast, verschiedene Suppen, Südtiroler Speckbrettl und natürlich mit leckeren Kuchen. Dazu werden Kaffee und hausgemachte Säfte serviert.

 

Geöffnet ist die Kälberalm von 11 bis 15 Uhr
Montag / Donnerstag Ruhetag

Für Infos und Vormerkungen: 0473613042

Infos:

Von Spondinig über die
Stilfserjoch Straße SS 38 bis Gomagoi,
dort links nach Sulden,
bis zum Parkplatz beim Dorfeingang.
Bis nach Sulden sind es ca. 20 km.

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Ausstellungseröffnung: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

  • Dachzeile: Glurns/Freiwillige Feuerwehr
  • Weitere Fotos - 1: Ausstellungskuratorin  Helene Dietl Laganda im Schludernser Torturm

Die Stadt Glurns feiert dieses Jahr das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr mit verschiedenen Veranstaltungen. Am 12. April fand der 71. Bezirksfeuerwehrtag der Feuerwehren des Obervinschgau in Glurns statt und am 9. Mai wurde im Stadtsaal das umfangreiche Buch über die Geschichte und das Wirken der Freiwilligen Feuerwehr Glurns, verfasst von den beiden Autoren Helene Dietl Laganda und Christoph Anstein, vorgestellt. Am Sonntag, den 31. Mai wurde im Rahmen einer etwas verspäteten Florianifeier (Gedenktag ist der 4. Mai) die Ausstellung über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr im Schludernser Torturm eröffnet. Nach einer Messfeier in der Pfarrkirche marschierten die Feuerwehrleute zusammen mit der Stadtkapelle zum Festival Gelände. Dort gab es kurze Ansprachen von Armin Windegger, dem Präsidenten von Glurns Marketing, von Bürgermeister Erich Wallnöfer, der Kuratorin der Ausstellung Helene Dietl Laganda und von Stefan Winkler, dem Kulturreferenten von Glurns.
Anschließend konnte die Ausstellung im dritten Stock des Stadtturms besichtigt werden. Eine weitere Veranstaltung fand am Samstag, den 6. Juni statt. Am Nachmittag gab es ab 14:00 Uhr Schauübungen der verschiedenen Blaulichtorganisationen. Die Feuerwehren von Glurns, Schluderns und Taufers, das Weiße Kreuz Mals, die Bergrettung Mals, die Wasserrettung Meran und die Such- und Rettungshundestaffel Vinschgau führten Schauübungen durch und gaben so wertvolle Einblicke in die verschiedenen Rettungsaktionen: bei Verkehrsunfällen, Löschversuche mit Feuerlöscher und Löschdecke, Menschenrettung mit der Drehleiter u.v.m. Ab 18.00 Uhr gab es Live-Musik und um 20:00 Uhr ein Open-Air-Konzert der deutschen Coverband HOTSPOT. (hzg)

Austausch, Geschichte und gelebte Landwirtschaft

  • Dachzeile: Burggrafenamt/Vinschgau

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der westlichen Bildungsausschüsse trafen sich am 17. April 2026 zum traditionellen „Treffen WEST“. Ziel der Veranstaltung entlang der Linie Etsch–Passer ist es, den Austausch zu fördern, Netzwerke zu stärken und gemeinsame Impulse für die Bildungsarbeit im ländlichen Raum zu setzen. Eingeladen hatte der Bildungsausschuss Dorf Tirol unter Vorsitz von Lizzi Khuen gemeinsam mit den Bezirksservicestellen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, das vom Tourismus geprägte Dorf aus neuen Perspektiven kennenzulernen. Ein besonderer Höhepunkt war der humorvolle Dorfrundgang mit der Frauentheatergruppe „Maultaschen“, die Geschichte und Geschichten Dorf Tirols lebendig vermittelte. Dabei erhielten die Gäste Einblicke in die Entwicklung des Ortes – von der einst landwirtschaftlich geprägten Gemeinde bis hin zur heutigen Tourismusdestination. Im Anschluss führte Jungbäuerin Bettina Laimer über ihren Bio-Bachguterhof. Dort präsentierte sie eindrucksvoll nachhaltige Landwirtschaft und Artenvielfalt mit rund 90 biozertifizierten Obst- und Gemüsesorten. Den Abschluss bildeten kulinarische Spezialitäten, Musik und geselliges Beisammensein. Gleichzeitig wurde das 40-jährige Bestehen des Bildungsausschusses Dorf Tirol gewürdigt – verbunden mit einem Dank an die vielen ehrenamtlich Engagierten, die die Bildungs- und Kulturarbeit in Südtirols Dörfern tragen. (lu)

Auszeichnung Agitu Ideo Gudeta 2026 an Malserin

  • Dachzeile: Mals/Bozen

Der Förderpreis „Agitu Ideo Gudeta“ wurde 2026 zum fünften Mal in Bozen verliehen, um das Vermächtnis der Namensgeberin lebendig zu halten. In diesen fünf Jahren wurden rund 15 Frauen mit insgesamt über 20.000 Euro ausgezeichnet, bei mehr als 60 Bewerberinnen. Der Preis würdigt Frauen in Südtirol, die als innovative Pionierinnen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum tätig sind. Im Fokus stehen Vielfalt, neue Ideen und die Verbindung von Landwirtschaft mit Bereichen wie Kultur, Soziales, Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung. Den Förderpreis Agitu Ideo Gudeta 2026 erhielt Sabine Schrott, Felderhof, Uttenheim und den Spezialpreis Margareth Kaserer, Aspmayrhof, Ritten. Zudem erhielten Lisa Maria Kager (Eppan) und Sonja Proserpio (Mals) eine Auszeichnung. Sonja Proserpio vom Greilhof in Mals, hat mit viel Geduld, Fachwissen, Zeit und Kraft einen frühmittelalterlichen Hof samt romanischer Kirche und brachliegenden Wiesen, Weiden und Anbauflächen mit ihrem Mann nach Jahrzehnten wieder zum Leben erweckt. Sonja Proserpio als gelernte Landvermesserin hat ihre Begeisterung für historische Gebäude in angewandte Denkmalpflege investiert und sich in nachhaltiger Landwirtschaft und Tierhaltung qualifiziert. Heute leitet sie den historischen Greilhof. Was hier geschaffen wurde, ist ein einzigartiger Ort und ein wertvoller Beitrag zum materiellen und immateriellen Kulturerbe des Landes, so die Begründung der Jury. Finanziert werden die Förderpreise von Ethical Banking und privaten Unterstützern. (lu)

Auszeichnung für die Biblioteca Jaura Valchava

  • Dachzeile: Valchava

Die Schweizerische Gesellschaft für Kulturgüterschutz (SGKGS) zeichnet die Biblioteca Jaura Valchava mit dem Förderpreis 2025 aus. Den zweiten Platz belegt die Lia Rumantscha.
Die SGKGS verleiht ihre Förderpreise 2025 an zwei Institutionen, die sich beispielhaft für die Sicherung, Erschliessung und Vermittlung des immateriellen Kulturerbes in Form der rätoromanischen Sprache einsetzen. Der Hauptpreis geht an die Biblioteca Jaura Valchava , ein Kulturarchiv, welches das kulturelle Gedächtnis des Tals bewahrt.
Der zweite Preis wird der Lia Rumantscha, dem Dachverband aller romanischen Sprachvereine, für die Projekte «Sprachwettbewerb» und «Lehrgang Literarisches Schreiben» verliehen.
Mit dieser Auszeichnung würdigt die SGKGS nicht nur den Erhalt wertvoller Kulturgüter, sondern auch das Engagement, diese lebendig zu halten und weiterzugeben. Die Biblioteca Jaura und die Lia Rumantscha zeigen, dass Kulturerbe dann seine Bedeutung behält, wenn es erforscht, geteilt und im Alltag gelebt wird.
Am 22. November 2025 fand die Würdigung und Preisverleihung in der Biblioteca Jaura in Valchava vor zahlreichem Publikum statt. Hans-Peter Schreich-Stuppan und Christiane Stemmer wurden für ihr grossartiges Wirken mit Anerkennungsurkunden geehrt. Schreich überliess das Preisgeld in der Höhe von CHF 4‘000.00 dem heutigen Trägerverein Archivs culturals da la Val Müstair (ACVM).
In seiner Laudatio anlässlich der Generalversammlung im Frühjahr 2025 betonte Jürg Goll, der Präsident des ACVM, dass es ohne das enorme Engagement von Pfarrer Hans-Peter Schreich die Biblioteca Jaura nicht geben würde. Über die vergangenen 50 Jahre hat er in akribischer Arbeit die Biblioteca aufgebaut.
«Wir sind Hans-Peter Schreich dankbar für seine gewaltige Leistung und sind glücklich über die Biblioteca Jaura, wo er der schriftlichen und immateriellen Kultur des Münstertals eine Heimstatt geschaffen und damit die Identität der Jauer* gestärkt hat. Wir hoffen, dass diese gelebte Vergangenheit Wertschätzung in der Gegenwart und viel Inspiration in der Zukunft auslöst. Wir wollen ihm die Anerkennung schenken, die er verdient.» In Würdigung seines Wirkens wurde Hans-Peter Schreich als Ehrenmitglied in den Verein ACVM aufgenommen und nun auch verdientermassen mit einem gesamtschweizerischen Preis ausgezeichnet.
Ein besonderer Dank ging mit der Auszeichnung auch an Christiane Stemmer, welche das Archiv Cultural Val Müstair seit zwei Jahren betreut und dazu Sorge trägt, dass dieses Erbe für die nachfolgenden Generationen erhalten bleibt und weiterwirkt.
*Jauer ist der romanische Dialekt, der im Val Müstair gesprochen wird. Die Bezeichnung leitet sich vom Wort «jau» = ich ab. Ein Einheimischer des Tales ist somit ein «Jauer».

Annelise Albertin

Automatisierung und KI in der Landwirtschaft

  • Dachzeile: Startbase Stories #1
  • Weitere Fotos - 1: Edwin Pircher und Michael Chang

Mit einer voll besetzten Veranstaltung startete am Dienstagabend im BASIS Vinschgau Venosta die neue Reihe „Startbase Stories“, die innovativen Gründer:innen und Start-ups aus Südtirol eine Bühne bietet. Die erste Ausgabe stand unter dem Thema „Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft“ und zeigte, wie digitale Technologien und Forschung neue Chancen für nachhaltige und effiziente Produktionsweisen eröffnen.
Im Mittelpunkt des Abends standen zwei Unternehmen, die eng mit BASIS verbunden sind: Feldfühler und Arbor Insight. Beide präsentierten praxisnahe Anwendungen von Technologie im landwirtschaftlichen Alltag – von Bodensensorik bis zu Drohnendatenanalyse.
Feldfühler, gegründet von Dr.-Ing. Christian Stolcis, entwickelt intelligente Sensoren und eine App zur Bodenanalyse und Pflanzenüberwachung. Ziel ist es, Landwirt:innen datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen – etwa bei Bewässerung, Frostschutz und Pflanzenschutz – und so Ressourcen zu schonen und Prozesse zu automatisieren. Das Start-up hat seinen Sitz in der BASIS Vinschgau Venosta.
Das zweite Start-up, Arbor Insight, gegründet von Michael Chang (CEO) und Edwin Pircher (COO), nutzt Drohnentechnologie und künstliche Intelligenz zur präzisen 3D-Erfassung und Analyse von Baumkulturen. Die daraus gewonnenen Daten unterstützen Obst- und Forstbetriebe dabei, den Zustand ihrer Pflanzen besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Erträge und der Pflanzengesundheit zu treffen. Das Unternehmen wurde vom NOI Techpark Bozen inkubiert und teilweise in der BASIS angesiedelt, Michael Chang arbeitet im Coworking Space von BASIS und profitiert vom Austausch mit der Community und weiteren Tüftlern.
Zwei Beispiele dafür, wie BASIS Vinschgau Venosta Innovationskraft anzieht und Gründer:innen die passende Infrastruktur bietet, um Ideen in marktreife Produkte zu verwandeln – und damit den Vinschgau als Wirtschaftsstandort weiter stärkt. Beide Unternehmen arbeiten bereits erfolgreich mit lokalen Landwirt:innen zusammen.
Ein ergänzender Impuls kam von Florian Pircher von der Abteilung Innovation & Energie des Südtiroler Bauernbundes, der Einblicke in Fördermöglichkeiten und laufende Projekte im Bereich Smart Farming und Energieeffizienz gab. Er betonte die Bedeutung von Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Forschung und Start-ups für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Agrarwirtschaft in Südtirol.
In der anschließenden Diskussion wurden Chancen, Herausforderungen und konkrete Anwendungsfelder von KI und Automatisierung lebhaft erörtert.
Mit Startbase Stories etabliert BASIS Vinschgau Venosta ein neues Format zur Förderung von Unternehmertum, Innovation und Wissenstransfer. In regelmäßigen Abständen werden Start-ups und Gründerinitiativen vorgestellt, die aus der Region stammen oder bei BASIS angesiedelt sind. Dabei stehen Zukunftsthemen wie Energie, Mobilität, Handwerk, Kreislaufwirtschaft oder Kultur im Fokus.

Avimundus mit aktueller Fotoausstellung

  • Dachzeile: Schlanders/Vinschgau
  • Weitere Fotos - 1: Tannenhäher; (Foto: Christian Kofler)
  • Weitere Fotos - 2: Kernbeißer (Foto: Aldo Comincioli)

Etwas versteckt und unauffällig liegt der Eingang des Besucherzentrums „avimundus“ in der Fußgängerzone von Schlanders, doch wer das Nationalparkhaus dennoch besucht, wird von der gebotenen Vielfalt überrascht sein.
Aufgeteilt über drei Etagen können 500 qualitativ hochwertige Vogelpräparate, vorwiegend einheimischer Vögel, vom großen Steinadler bis hin zum kleinen Rotkehlchen, aus der privaten Sammlung von Götsch Hansjörg, bewundert werden. Zusätzlich erhalten die Besucher, auch mittels moderner Computeranimation, umfassende Informationen zum Nationalpark Stilfserjoch, darüber hinaus zu Brut und Aufzucht, Stimme und Gesang der Vögel. Dabei ist das avimundus aber nicht nur ein Museum, sondern durch regelmäßig angebotene Fachvorträge, ornithologische Exkursionen und geführte Wanderungen ein aktives Erlebnis- und Bildungszentrum. „Außerdem ist das Nationalparkhaus Ansprechpartner rund um aktuelle Vogelsichtungen. Es dokumentiert die Beobachtungen von Einheimischen und Urlaubern, wie z.B. das Vorkommen seltener Vogelarten und erteilt diesbezüglich auch Auskunft.
Vom 12. Jänner bis zum 28. Februar findet im Besucherzentrum, in Kollaboration mit der Bibliothek Schlandersburg, eine Fotoausstellung statt, in welcher heimische Vogelarten in ihrem Habitat gezeigt werden. Die Bilder der beiden südtiroler Fotografen Christian Kofler und Aldo Comincioli ergänzen auf wertvolle Art die 500 Vogelpräparate, da sie Aspekte vermitteln können, wie nur Momentaufnahmen dies können: Flug, Verhaltensmuster, Fressgewohnheiten und soziale Interaktion wurden fotografisch festgehalten und vermitteln somit eine realistische Darstellung der Lebensweise einheimischer Vogelarten. „Mit meinen Aufnahmen versuche ich, die Schönheit von Tieren, Landschaften und natürlichen Details einzufangen und so authentische Geschichten und einzigartige Momente festzuhalten“, so Aldo Comincioli über seine Werke.
Zudem ist die aktuelle Fotoausstellung eine Möglichkeit, die Tätigkeit von Privatpersonen, welche sich für Natur und Umwelt einsetzen, für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und deren wertvolles Wissen und Erfahrung an die Bevölkerung weiterzugeben.
Anna Pfitscher

BA Partschins bringt buntes Programm

  • Dachzeile: Partschins/Rabland

Die Vollversammlungen des Bildungsausschusses Partschins sind immer von Wertschätzung geprägt, die sich unter anderem in der Anwesenheit von vielen Vereinsobleuten äußert. Von den 48 Stimmberechtigten haben sich 28 eingefunden und so die Unterstützung des Bildungsausschusses ausgedrückt. Die Gemeindepolitik war mit Bildungsreferntin Jasmin Ramoser, VizeBM Walter Laimer und BM Alois Forcher prominent vertreten. So war auch die Vollversammlung am 22. Januar 2026 im „Spotti“ gut bestückt und die Vorstandsmitglieder Barbara Rechenmacher, Walter Kaserer, Christine Schönweger, Walter Zorzi, Andrea Schweigl und Hartmann Nischler haben die wegen Krankheit abwesenden Vorsitzende Wally Nardelli durch Vielfalt der Stimmen gut ersetzen können.
Im Rückblick auf 2025 wurde ein bunter Blumensstrauß an Veranstaltungen aufgezählt, die gemeinsam mit vielen Vereinen über die Bühne gegangen sind und so zum blühenden Dorfleben beigetragen haben. „Partschins und seine Gassen“ war dabei eine zentrale Veranstaltung vom Bildungsausschuss, die gemeinsam mit dem Heimatpflegeverein Partschins, der JUPA Partschins, den Hellntoltuifl, den Chronisten, der Heimatbühne Partschins und mit mehreren Experten, darunter Johannes Ortner und Claudia Gilli, zahlreichen Interessierten schöne und informative Einblicke in ein kulturelles Dorfinventar gegeben hat.
Dieses Projekt soll, so wurde in der Vorschau auf 2026 betont, auch im laufenden Jahr fortgesetzt und ausgebaut werden. Im heurigen Jahr steht unter anderem 700 Jahre Schloss Spauregg auf dem Programm, mit einer geplanten Jubiläumsbroschüre und einem Festakt.
Jedenfalls stehen auch 2026 weit mehr als 1000 Fortbildungsstunden auf dem Programm, die sich aus den verschiedenen Veranstaltungen der Vereine zusammensetzen und die der Bildungsaussschuss begleitet und ankündigen wird.
Großer Raum wurde dem Projekt gegen Mobbing vom Jugendzentrum gewidmet. Mit einer beachtenswerten Kampagne, mit Videos und Liedern geht vom Jugendzentrum ein großer Impuls gegen Mobbing aus, der sich im Dorf und möglicherweise weit darüber hianus ausdehnen wird. (eb)

BACK 2 BASICS FESTIVAL 2025 – coming home for christmas!

  • Dachzeile: Basis Vinschgau
  • Weitere Fotos - 1:

Das große Weihnachtsfest des Wiedersehens im neu gebrandeten Kulturclub KASINO der BASIS Schlanders
Das Back 2 Basics Festival 2025 im Kulturclub KASINO der BASIS Vinschgau Venosta war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg. In festlicher, zugleich ausgelassener Atmosphäre wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, getanzt und vor allem eines gepflegt: das Wiedersehen.
Back 2 Basics bestätigte erneut seine besondere Bedeutung als Treffpunkt in der Weihnachtszeit. Viele Vinschger:innen, die über das Jahr hinweg im In- und Ausland leben, nutzten die Feiertage, um sich in Schlanders zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und alte Kontakte aufleben zu lassen. Das Festival wurde so einmal mehr zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs über Generationen hinweg.
Musikalisch bot das Festival ein vielfältiges Programm aus Live-Musik und Clubformaten, verteilt auf mehrere Räume des BASIS-Areals. Auf der Mainstage im Kulturclub KASINO sorgten Bands und DJ-Sets für durchgehend lebendige Stimmung. Ein besonderer Moment war die Mitternachtseinlage auf dem Dach mit Kitty and the Cat (D), die dem Abend eine eigenständige und eindrucksvolle Note verlieh.
Großen Zuspruch erhielt auch die Werkstatt Stage, kuratiert vom Hospiz Kollektiv, ebenso wie die Italo-Disco- und Trash-Party im Backstage. Für Entschleunigung und Rückzug sorgte die liebevoll gestaltete Ruheoase des sonder kollektivs, während das Glücksrad und weitere Interventionen für spielerische Akzente im gesamten Areal sorgten.
BASIS Vinschgau Venosta bedankt sich bei allen Besucher:innen, Künstler:innen, Kollektiven, Helfer:innen und Partner:innen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Das Back 2 Basics Festival 2025 hat erneut gezeigt, wie wichtig Orte für Nachtkultur, Begegnung und gemeinsames Erleben für den Vinschgau sind.

Bauen ist mehr als Beton

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Wie sieht ein typischer Tag bei euch aus?
Unsere Tage starten meist im Büro mit Mails, Telefonaten und viel Organisation. Dazu kommen Bausitzungen und Besprechungen – kein Tag gleicht dem anderen. Langweilig wird es nie, weil man ständig auf neue Aufgaben reagieren muss.

Was ist die wichtigste Eigenschaft, um erfolgreich zu sein.
Entscheidungsstärke, Lernbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit sind ausschlaggebend für den Erfolg. Gerade im Bau müssen täglich Entscheidungen getroffen werden – wer klar kommuniziert, bereit ist dazuzulernen und auf die Projektbeteiligten eingeht, führt Bauten erfolgreich zum Ziel.

Wenn man als Jungunternehmer in die Fußstapfen tritt, wie schafft man es den eigenen Weg zu gehen?
Am Anfang ist es wichtig, die bestehenden Abläufe kennenzulernen. Nur so kann man Schritt für Schritt eigene Ideen und das Wissen aus dem Studium einbringen. Unser Vater war dabei immer offen für Veränderungen und hat uns von Anfang an unterstützt. Diese Mischung aus Erfahrung, Vertrauen und neuen Impulsen macht es möglich, den eigenen Weg zu gehen, ohne Bewährtes aus den Augen zu verlieren.

Was ist das Spannendste, was gefällt euch als Jungunternehmer in eurer Position?
Besonders spannend ist der Moment, wenn man ein großes Angebot abgegeben hat und auf das Ergebnis wartet. Genauso gefällt uns, dass wir viele Entscheidungen selbst treffen können. Und am schönsten ist es, nach Abschluss eines Bauvorhabens auf das Ergebnis zu schauen und stolz sagen zu können: Das haben wir umgesetzt.

Wie wichtig sind euch eure Mitarbeiter?
Unsere Mitarbeiter sind für uns extrem wichtig. Wir sind stolz auf unser Team, denn jeder Einzelne bringt sein Wissen und seine Erfahrung ein, um am Ende die „Baumänner“ zu bilden. Uns ist wichtig, fair miteinander umzugehen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen – denn am Ende steht und fällt alles mit den Menschen, die täglich auf der Baustelle, im Baumarkt und im Büro ihr Bestes geben.

Welches der realisierten Projekte macht euch besonders stolz?
Besonders stolz sind wir auf zwei Projekte, die wir von der Angebotsphase bis zur schlüsselfertigen Übergabe begleitet haben. Zum einen der Neubau der Wohnanlage „Residence Elisabeth“ mit 23 Wohnungen in Galsaun, zum anderen die Sanierung von 36 bewohnten WOBI-Wohnungen in Meran. Beide Projekte waren anspruchsvoll und können sich nach der Fertigstellung wirklich sehen lassen. Umso mehr freut uns der positive Zuspruch der Beteiligten und auch von Außenstehenden.

Öffentlicher Bau versus privater Bau: Wo seht ihr jeweils die Vor- wo die Nachteile?
Beide Bereiche haben ihren Reiz, aber auch ihre Herausforderungen. Im privaten Bau sind die Wege kürzer und Entscheidungen fallen meist schneller, jedoch kommt es öfter zu kurzfristigen Planänderungen, auf die man reagieren muss. Im öffentlichen Bau sind Abläufe und Vorgaben klar geregelt, was Sicherheit gibt – gleichzeitig braucht es mehr Geduld und einen höheren Verwaltungsaufwand. In den letzten Jahren haben wir uns verstärkt auf öffentliche Aufträge spezialisiert und sind somit für die bürokratischen Vorgaben bestens gerüstet.

Was ist euer Zuruf an die Politik? Was ist gut? Was muss sich ändern?
Unser Zuruf an die Politik ist klar: weniger Bürokratie und wieder leistbares Wohnen. Es gibt bereits gute Ansätze und Modelle für leistbaren Wohnraum – jetzt geht es darum, diese konsequent und praxisnah umzusetzen. Aus unserer Sicht liegt das Problem darin, dass die reinen Baukosten heute oft nicht einmal zwei Drittel der gesamten Projektentwicklung ausmachen. Hohe Abgaben, immer strengere Vorschriften und Dokumentation sowie zunehmend komplexe und zeitintensive Planungen treiben die Kosten massiv in die Höhe.
Was es braucht, sind mehr Baurechte für Wohnungen und schlankere Prozesse. Wenn mehr Wohnraum entstehen kann, wirkt sich das langfristig auch positiv auf die Preise aus.

 

s18 baumaennerValerian Linser,
Jg. 1998

Lenard Linser,
Jg. 2000

Die Baumänner GmbH ist ein seit 60 Jahren bestehendes Bauunternehmen mit Sitz in Kastelbell-Tschars. Neben der Umsetzung von Hochbauprojekten betreibt das Unternehmen auch einen Baumarkt sowie einen Baustoffhandel.


Valerian Linser absolvierte die TFO Meran mit Schwerpunkt Bauwesen und schloss anschließend das Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen Bau ab. Seit 2019 ist er im Betrieb tätig und übernimmt die Bauleitung der Neubauprojekte, wozu auch die Koordination von Subunternehmern und Lieferanten gehört. Valerian ist außerdem verantwortlich für die Kostenkontrolle und Nachkalkulation sowie die Sicherheits- und Qualitätsdokumentation.

Lenard Linser besuchte ebenfalls die TFO Meran in der Fachrichtung Bauwesen und schloss das Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen Bau ab. Seit 2021 ist er im Unternehmen tätig und leitet vor allem Sanierungsprojekte. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Organisation und Steuerung der Subunternehmern und Lieferanten sowie die Verantwortung für Ausschreibungen und die Erstellung der Angebotskalkulationen.

Beetles on Tour in Südtirol

  • Dachzeile: Kastelbell
  • Weitere Fotos - 1: Beetle-Freunde und Beetle Treff in Kastelbell

Am Pfingstwochenende waren im Vinschgau einzigartige, personalisierte Beetles zu sehen. Die Beetlefreunde Deutschland waren auf Einladung der Kastelbellerin Lisa Stricker zu Besuch. Die Friseurin und Künstlerin fährt selbst einen schwarz-weiß-rosa Beetle, den sie liebevoll nach ihrem Geschmack gestaltet hat. Wie alle Beetle-Liebhaber legt sie Wert auf individuelles Design, spezielle Lackierungen und Accessoires. Jeder Beetle hat Kultstatus.
Als absoluter Beetle-Fan ist Lisa vor Jahren zum Beetle-Treffen nach Sulzberg gefahren. Dort traf sie auf Menschen, die ihre Leidenschaft teilten. Auf Wunsch, einmal ein Treffen in Südtirol zu veranstalten, hat Lisa das organisiert. Heuer fand bereits das zweite Treffen in Kastelbell statt. Beelte-Freunde von der Nordsee bis Berlin, Baden Würtenberg, Hessen und der Paul aus dem Pustertal kamen angereist und trafen sich am Freitagabend im Gstirnerhof zum nostalgischen, geselligen Beisammensein.
Das Programm war vielseitig. Los ging es am Samstag mit einer Führung im Schreibmaschinenmuseum Partschins. Dann ging es hinauf zum Dursterhof, wo die Beetle-Fahrer die Steinskulpturen sowie den Felsenkeller bestaunten. Bei einer Weinverkostung mit Peter auf dem Rebhof in Galsaun ließ die Truppe den Tag ausklingen.
Der Sonntag mit herrlichem Sommerwetter bot bei der Marmolata-Umrundung atemberaubende Ausblicke. Drei Regionen, 22 Leute in 9 Beetles fuhren 300 km. Am Montag stand noch die anspruchsvolle Stilfserjochstraße an, bevor es für die Beetle-Fans wieder nach Hause ging und das kultige Wochenende seinen Abschluss fand.
Astrid Fleischmann

Besonderes Aufeinandertreffen in Wien

  • Dachzeile: Vinschgau/Wien
  • Weitere Fotos - 1: die Abordnung der Schützenkopanie Schlanders

Der Schützenbezirk Vinschgau hat heuer die Wienfahrt zum Tiroler Ball im Wiener Rathaus organisiert. Neben anderen Delegationen war eine Abordnung der Schützenkompanie Schlanders unter Hauptmann Joachim Frank mit 14 Schützen und Marketenderinnen mit dabei. Im Rahmen des Tiroler Balles 2026 im Wiener Rathaus kam es dann auch zu einem besonderen Aufeinandertreffen. Der Ehrenhauptmann der Schützenkompanie Schlanders, Karl Pfitscher, begegnete dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, mit dem er bereits schon eine lange Freundschaft pflegt. Der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle hatte zu einem Empfang Tiroler Studentinnen und Studenten eingeladen, um mit ihnen über ihre Anliegen zu sprechen.
Bei den Reden von Politikern, Vertretern des Tiroler Bundes Wien und der Studenten kam auch Ehrenhauptmann Pfitscher von der Schützenkompanie Schlanders zu Wort. Er hat sich dabei beim Land Tirol und beim Vaterland Österreich für die Begünstigungen für die Studenten und Studentinnen Südtirols, die bei ihrer Ausbildung in Innsbruck, sowie anderen Universitäten in Österreich seit Jahrzehnten gewährt werden, bedankt.
Dies sei nicht selbstverständlich, aber sehr wichtig für die deutschsprachigen Jugendlichen Südtirols. Dieser Dank und das Vergelt’s Gott wurde von Seiten der Tiroler gerne zur Kenntnis genommen, da man dies von Seiten der Südtiroler nicht so oft hört, wie man in der anschließenden Diskussion auch hörte.

Bezirksfest zum 30-jährigen Bestehen

  • Dachzeile: Lichtenberg/Vinschgau
  • Weitere Fotos - 1: Bei wunderschönem Wetter und vor wunderbarer Kulisse fand das „Bezirksfestl“ mit 30-Jahr-Feier auf dem „Grissemannplatz“ in Lichtenberg statt.

Das „Bezirksfestl“ mit 30-Jahr-Feier des Bezirks Vinschgau der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund wurde mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem „Grissemannplatz“ in Lichtenberg/Prad eröffnet. Pfarrer Konrad Gasser sagte: „In der bäuerlichen Welt war es stets üblich, vor und nach der Arbeit zu beten. So wollen wir es auch heute handhaben und für die Tätigkeit der bäuerlichen Senioren im Vinschgau in den vergangenen drei Jahrzehnten danken und um einen weiterhin tatkräftigen Einsatz bitten.“ In diesem Zusammenhang gedachten die Anwesenden auch der verstorbenen Mitglieder, insbesondere jener, die sich im Bezirksausschuss eingebracht haben.
Nach einer Stärkung begrüßten die Bezirkspräsidentin Martina Plörer und der Ortspräsident der Ortsgruppe Prad-Lichtenberg, Hubert Pinggera, die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Einen besonderen Gruß richteten sie an die Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher und ihren Stellvertreter Hansi Weissensteiner, den Bezirksobmann des Bauernbundes Joachim Weiss, Marlene Veith und Manuela Wallnöfer von der Bäuerinnenorganisation, Bürgermeister Rafael Alber sowie die beiden Fraktionsvorsteher Gilbert Stecher und Florian Wallnöfer. Weiters dankten sie allen, die sie bei der Organisation dieses „Festls“ unterstützt haben bzw. unterstützen.
„Fast auf den heutigen Tag genau vor 30 Jahren, am 17. Mai 1996, wurde der Bezirksausschuss Vinschgau unserer Vereinigung gegründet. Die Initiative ging dabei von den Ortsgruppen aus, die es zu diesem Zeitpunkt im Bezirk schon gab“, erklärte die Bezirkspräsidentin. „Heute haben wir im Vinschgau zehn Ortsgruppen, wobei es schön wäre, wenn in Zukunft noch weitere dazukommen würden. Unsere Tätigkeit ist sehr vielseitig und sehr wertvoll für die Seniorinnen und Senioren im Bezirk und in den Orten“, ergänzte sie.
Anschließend stellte Bürgermeister Rafael Alber Prad und Lichtenberg vor. Prägend für das Gemeindegebiet sind insbesondere der Nationalpark Stilfserjoch, die Stilfserjochstraße und die Naherholungszone „Prader Sand“, die Industriezone mit über 80 Betrieben, der Markt, der nach der Ernennung zur Marktgemeinde im Jahr 1984 wöchentlich stattfindet, und die Landwirtschaft. Eine besondere Aufmerksamkeit wird auch der Kultur geschenkt. „Eines unserer Wahrzeichen ist Schloss Lichtenberg, unter dem wir uns heute aufhalten.
Es ist um 1200 erbaut worden und kann nach der Renovierung in den letzten Jahren wieder besichtigt werden“, erklärte der Bürgermeister.

Bezirkstreffen der Chronisten im Vinschgau

  • Dachzeile: Schlanders/Bibliothek

Alexander Lutt lud am 5. März die Vinschger Chronisten zu einem Bezirkstreffen in die Bibliothek Schlandersburg ein. Anwesend waren Chronisten aus Graun, Schluderns, Stilfs, Glurns, Laas, Schlanders und Partschins, sowie der Landeschronist Wolfgang Thöni und Ulrike Stubenruß, die Referentin für das Chronikwesen am Südtiroler Bildungszentrum. Der Landeschronisten berichtet über die gute Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Südtiroler Bildungszentrum und vor allem mit dem Geschäftsführer Klaus Tumler. Geplant ist, dass die Chronisten einen eigenen Verein gründen. Damit können sie dann um Landesbeiträge ansuchen und auch Gelder von verschiedenen Sponsoren in Empfang nehmen. Stubenruß sieht ihre Aufgabe darin, den Chronisten und der Chronistenarbeit nach außen hin mehr Sichtbarkeit zu geben durch gezielte Pressearbeit, u.a. auch über Whatsapp, Facebook und Instagram. Um die interne Kommunikation und Vernetzung zu verbessern, wurde ein eigener WhatsApp Kanal eingerichtet. Die Vertreter:innen der einzelnen Gemeinden berichteten über ihre Arbeit, über die Arbeitsweise und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Einige sammeln sehr fleißig Zeitungsartikel, Plakate von Veranstaltungen und machen Fotos von verschiedenen Aktivitäten in der Gemeinde, ohne Dorfchronisten zu sein. Andere gestalten mit dem gesammelten Material eine Jahreschronik, eine Fotochronik, Bau- oder Vereinschronik. Einige Dorfchronisten haben von der Gemeinde einen eigenen Raum zur Archivierung des gesammelten Materials erhalten, andere haben bereits eine Vereinbarung mit der Gemeinde abgeschlossen und in einigen Gemeinden wie in Mals und Prad fehlen Chronisten. Es gibt mehrere Dorfchronisten, die als Einzelpersonen arbeiten und es gibt Gemeinden wie Schlanders, wo sich ein Chronistenteam die Arbeiten aufteilt und unter der Koordination vom Bibliotheksleiter Raimund Rechenmacher erledigt. Das Ziel wäre, dass es in jeder Gemeinde einen Dorfchronisten oder ein Chronistenteam gibt, das einen eigenen Raum für das Sammeln erhält und auch auf die Unterstützung der Gemeinde bauen kann. (hzg)

Bildungsausschuss: Buntes Programm

  • Dachzeile: Schlanders/Jahresversammlung

Bei der Jahresversammlung vom Bildungsausschuss Schlanders am 13. Jänner konnte die Präsidentin Gudrun Warger im Landhotel Anna neben den Vorstandsmitgliedern auch mehrere Vertreter:innen der verschiedenen Vereine, Verbände und Institutionen begrüßen. Anwesend waren die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner, die ehemalige Kulturreferentin Monika Wielander und Ludwig Fabi, der Koordinator der Bezirksservicestelle Vinschgau, außerdem u.a. auch Vertreter vom Circolo culturale Val Venosta, der italienischen Bildungseinrichtung UPAD, Vertreterinnen vom KVW, der Bäuerinnen, vom Elki, der Schlanderser Tafel, der Bibliothek, vom Familienverband, dem Jugenddienst und den KVW-Senioren. Gudrun Warger und andere Vorstandsmitglieder berichteten über die umfangreichen Tätigkeiten im letzten Jahr und die Vorhaben in diesem Jahr, welche vielfach in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen durchgeführt werden. Im April wurde eine Kulturfahrt nach Saló und Gardone organisiert, im Mai gab es den Pflanzentauschmarkt und eine Vogelstimmenwanderung mit Hansjörg Götsch und im Juni eine ornithologische Wanderung am Sonnenberg. Im Ex-Avimundus wurde wiederum eine Ausstellung von Freizeitkünstlern präsentiert. Bereits zum 6. Mal wurde zusammen mit anderen Vereinen der „Märchenherbst“ durchgeführt. Anfang November beteiligte sich der BA am Filmabend „Die Nacht der Naturbilder“ in der Basis Vinschgau. Zusammen mit dem KVW wurde im Dezember die Buchvorstellung „Endometriose-Sprechstunde“ organisiert. Im Jahr 2026 wird das 40-jährige Bestehen des Bildungsausschusses gefeiert. Dazu gibt es am 5. Juni im Kulturhaus eine Feier. Ende Februar findet wiederum die Hobbyausstellung statt und Mitte Mai wird eine 3-tägige Fahrt nach Triest angeboten. Das Sprachencafé wird weitergeführt. Neben Deutsch, Italienisch und Englisch, wird auch Vinschger Dialekt und Spanisch angeboten. Am Ende der Berichte informierten einzelne Vereine über ihre Vorhaben und die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner bedankte sich bei allen für die wertvollen Arbeiten. (hzg)

Blues im Schloss

  • Dachzeile: Bildungshaus Schloss Goldrain

Handgemachte Bluesrhythmen, kühle Getränke und die stimmungsvolle Kulisse von Schloss Goldrain an einem lauen Sommerabend: Bessere Voraussetzungen für ein Konzert hätte man sich kaum wünschen können. Mit Moritz Gamper & Friends ging am 29. Mai die kulturelle Frühlingssaison des Schlosses zu Ende. Die Wahl war auf den aus Meran stammenden, heute in Wien lebenden Musiker Moritz Gamper gefallen, der dort sein zweites Studioalbum „Dressed in Edelweiß“ produziert hat. In seinen Liedern verbindet er unterschiedliche Stilrichtungen und Sprachen. Typische Blueselemente treffen dabei mit einem Augenzwinkern auf Dialektfragmente. Begleitet wurde Gamper von Musikerkollegen aus verschiedenen Landesteilen: Dominik Told am Kontrabass, Bernd Schroffenegger an der Blues Harp (Mundharmonika), Andreas Schwärzer an der Trompete und David Frank an der Steirischen bereicherten die Arrangements mit ihren unterschiedlichen musikalischen Handschriften. Zwischen den Stücken gewährte Gamper Einblicke in deren Entstehungsgeschichte und führte mit kurzen Erklärungen durch das Programm. Dabei wurde auch sein oft ironischer Blick auf die Dinge deutlich – etwa in Liedern wie „König von Südtirol“ oder „Not Your Day“.
Das Publikum im Schlosshof dankte den Künstlern mit viel Applaus. Wer den Abend musikalisch nachklingen lassen möchte, findet die Werke von Moritz Gamper auf Vinyl, CD und auf den gängigen Streaming-Plattformen. Im September kehrt das Kulturprogramm des Bildungshauses mit einem Jodelkonzert von Claudia Schwab und einem Tennessee Williams-Theaterabend des Vereins KultTour zurück.

Maria Raffeiner

BRD-Jugendgruppe Trafoi gegründet

  • Dachzeile: Trafoi
  • Weitere Fotos - 1:

In der Ortstelle der Bergrettung Trafoi (C.N.S.A.S) sind seit kurzem zehn junge Bergretterinnen und Bergretter ab elf Jahren auf den Spuren ihrer erwachsenen Vorbilder aktiv. „Mit der Gründung der BRD-Jugendgruppe in Trafoi versuchen wir die Weichen für künftigen Nachwuchs zu stellen“, erklärt Ortstellenleiter Patrick Gentilini. „In diesem Zusammenhang haben wir als erste Ortsstelle in Südtirol einen Weg gefunden, die Kinder und Jugendlichen regulär zu versichern.“ Diese können nun spielerisch in die Arbeit der Bergretter hinein schnuppern. Der positive Nebeneffekt ist, sie finden eine interessante und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung. Großen Spaß machte beispielsweise die „Baumpflanz Challenge“ im vergangenen Herbst, bei der die Kinder und Jugendlichen in Bergrettungsmanier professionell einen kleinen Baum aus dem vermurten Suldenbach retteten und in der Nähe der Hl. Drei Brunnen wieder einpflanzten. Zu den Aktivitäten der jungen Bergretter und Bergretterinnen zählen Eisklettern, Gletscherwanderungen, unterschiedliche Ausflüge und natürlich regelmäßige Übungen - alles in Begleitung und unter Aufsicht der erwachsenen Trafoier BRD-Männer und Frauen. Die BRD Gruppe Trafoi besteht aus neun Aktiven. An dem Alter von 18 Jahren können die Jugendlichen nach entsprechender Ausbildung als aktive Mitglieder in der Gruppe der Bergretter aufgenommen werden. Wer sich der BRD-Kinder- und Jugendgruppe in Trafoi anschließen möchte, kann sich melden. (mds)

 

Infos unter Telefon 0039 347 79 59 838

Brigitte Dietl – Meine Bilder

  • Dachzeile: Schlanders/Schaufenster #26
  • Weitere Fotos - 1: Bilder von Brigitte Dietl, ausgestellt im Schaufenster von Basis Vinschgau.

Im kleinen, heimeligen Atelier, dem Schaufenster von Basis Vinschgau in der Fußgängerzone in Schlanders, gibt es jeden Monat eine neue Ausstellung. Bekannte und unbekannte Künstler, Hobbykünstler und kreative Personen, können drei Wochen lang ihre Arbeiten präsentieren. Vom 8. bis 29. November stellt Brigitte Dietl, aufgewachsen in Göflan und Bozen, nun wohnhaft in Meran, ihre Bilder aus. Seit 2009 besucht die ehemalige Kindergärtnerin verschiedene Mal- Töpfer- und Zeichenkurse. Intensiv beschäftigte sie sich mit Aquarell-, Acryl- und Aktmalerei. Von 2009 bis 2016 war Brigitte Dietl die Obfrau des Vereins der Südtiroler Freizeitmaler im Burggrafenamt und 2016 gründete sie zusammen mit Waltraud Hochgruber den Kunstwerkladen - Haus Nr. 13 im Steinachviertel, dem ältesten Stadtteil von Meran. Seit 2010 beteiligt sie sich an Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Südtirol, u.a. in der Tschenglsburg, in der Bibliothek Schlandersburg und beim Weihnachtsmarkt „Lametta“ im Steghof in Naturns. Die Ausstellung im Schaufenster der Basis ist die erste Einzelausstellung im Vinschgau. Unter dem Titel „Meine Bilder“ werden ausdrucksstarke Bilder in abstrakter Malerei, verschiedene Köpfe in schwarz/weiß, bunte Männchen mit schwarz/weißen Köpfen und Arbeiten auf Marmorsand gezeigt. (hzg)

Öffnungszeiten: jeden Donnerstag 9 – 12 Uhr + 15 – 17 Uhr, jeden Freitag und Samstag 10 – 14 Uhr

Bunter Märchenherbst in Schlanders

  • Dachzeile: Schlanders
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Auch heuer fand Anfang November in Schlanders der Märchenherbst „Schlanders erzählt…; Silandro racconta…“, ein Projekt des Bildungsausschusses in Zusammenarbeit mit Mittelpunktbibliothek Schlandersburg, Kulturhaus Schlanders, ELKI und VKE statt. Bei der Eröffnung zog „die Goldenen Gans“ durch das Dorf und ließ sich im Kulturhaus nieder, wo der gleichnamige Film gezeigt wurde. Zwei Wochen hindurch konnte Groß und Klein Papier- Figuren- Tisch- Puppen- theater miterleben. Geschichten wurden erwandert, gelesen und erzählt. Beim Abschlussfest in der FUZO lebten alte Handwerke auf, im „Avimundus“ konnten sich alle beim Zuhören aufwärmen, es gab eine Bastel- und Lebkuchenecke. Das Wetter, Musik von „Basui“ und sanfte Räucherdüfte am Dorfplatz trugen zur harmonischen, märchenhaften Stimmung der Veranstaltung bei. (chw)

Buntes Familienfest der Nationen

  • Dachzeile: Plaus
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Ein Dorf lebt durch Zusammenhalt und gemeinsame Projekte. Das zeigte Plaus bei FOOD.FAMIGLIA.VIELFALT. am Samstag, 23. Mai auf dem Festplatz hinterm Pixnerhaus. Eltern, Großeltern und Kinder waren gekommen, um bei dem vielfältigen Familienfest dabei zu sein. Es war sommerlich heiß; der Duft unterschiedlichster Gewürze lag in der Luft.
In Plaus leben 16 Nationen. Um diese Vielfalt kennenzulernen und ein bereicherndes Miteinander ging es an diesem Tag. Elf Nationen haben voller Freude Spezialitäten aus ihrer Heimat gekocht: Knödel, Frühlingsrollen, Apfelstrudel, Quarkbällchen, Tolma, Paella, Tajine, Cuscus, gegrillte Shrimps und anderes mehr aus Armenien, Deutschland, Indien, Italien, Mazedonien, Marokko, Nigeria, Österreich, Spanien, Thailand, Tunesien. Die kulinarische Auswahl war außergewöhnlich und der mobile Eiswagen bot süße Erfrischung.
Das Kinderprogramm war reichhaltig. Kreativstände, der Spielplatz und die kleine Rollrutsche luden dazu ein, sich auszutoben. Die Band „Genlemen‘s Club“ hat Schlager & Popmusik als Eigeninterpretationen zum Besten gegeben.
FOOD.FAMIGLIA.VIELFALT. wurde vom KFS Plaus und den Ministranten als Gemeinschaftsprojekt organisiert. Mitgewirkt haben der Jugendtreff Plaus, die Jugenddienste Naturns und Meran sowie der Bildungsausschuss Plaus. Sponsoren aus dem Dorf und der Umgebung haben das Fest unterstützt.
Der Erlös geht an die Hinterbliebenen der kürzlich verunfallten Anna Seebacher. Der soziale Gedanken ist allen Beteiligten des Familienfestes wichtig. Das möchte diese Gemeinschaft der Nationen auch mit der Spende zum Ausdruck bringen.
Astrid Fleischmann

Cäcilienfeier der Musikkapelle Martell

  • Dachzeile: Martell

Ende November gestaltete die Musikkapelle Martell zu Ehren der Schutzpatronin Cäcilia feierlich den Gottesdienst und hielt ihre traditionelle Cäcilienfeier ab.
Die Mitglieder der Kapelle umrahmten die von Hochwürden Johann Lanbacher zelebrierte Messfeier in der Pfarrkirche musikalisch und setzten dabei besondere Akzente. Ein Höhepunkt war dabei das Abschlusslied „Gabriellas Song“, wo Nadya Fleischmann mit ihrer Stimme die Klänge der Musikantinnen und Musikanten umrahmte.
Im Anschluss an den Gottesdienst ging es für die Musikantinnen und Musikanten und deren Familien zu einem gemeinsamen Aperitif ins Bürgerhaus, bevor die Feierlichkeiten traditionsgemäß im Hotel Waldheim fortgeführt wurden.
Im Rahmen der Feier wurden Mitglieder für ihre Verdienste und ihre langjährige Treue zur Musikkapelle ausgezeichnet. Diese führte der Obmann Reinhard Tscholl und seine Stellvertreterin Katharina Fleischmann gemeinsam mit Kapellmeister Christian Ratschiller und BM Georg Altstätter durch. Für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielt Elias Eberhöfer (Stabführer und Hornist) nachträglich in offiziellem Rahmen das Ehrenzeichen in Bronze. Obmann Reinhard Tscholl wurde für beeindruckende 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Ehrenabzeichen in Gold ausgezeichnet.

Zwei Neuzugänge für die Kapelle
Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Vorstellung der zwei neuen Mitglieder der Musikkapelle Martell. Lena Schwembacher (Querflöte) und Roberto D’Agostino (Schlagzeug) wurden herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.
Kapellmeister Christian Ratschiller hob in seinen Worten den Wert des gemeinsamen Musizierens hervor: „Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass unsere Marteller Musi lebt und wächst. Die Freude an der Musik und der Zusammenhalt in unseren Reihen sind das, was uns stark macht. Dafür möchte ich allen herzlich danken.“
Auch Bürgermeister Georg Altstätter würdigte das Engagement der Musikkapelle: „Die Musikkapelle ist ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Martell. Es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie viel Einsatz hier geleistet wird. Danke, dass ihr unsere Gemeinde mit Eurer Musik bereichert und zusammenhaltet.“

Cäcilienfeier und Kirchenkonzert: Musikkapelle Laatsch beschließt Jubeljahr

  • Dachzeile: Laatsch
  • Weitere Fotos - 1: Ehrungen Musikkapelle

Mit einem feierlichen Kirchenkonzert am 8. November setzte die Musikkapelle Laatsch den musikalischen Schlusspunkt unter ihr Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen. Bereits im Juni hatte das Festkonzert den Auftakt gebildet, gefolgt von den Jubiläumsfeierlichkeiten mit Sommerfest im August. Das Abschlusskonzert in der Pfarrkirche wurde von Abt Philipp Kuschmann von Marienberg moderiert. Die musikalischen Beiträge der Kapelle erfüllten den Kirchenraum und ließen das Jubiläumsjahr in festlicher Atmosphäre ausklingen.
Am Cäciliensonntag, dem 23. November, gestaltete die Musikkapelle gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Lucius die heilige Messe, die von Dekan Stefan Hainz zelebriert wurde. Am Ende des Gottesdienstes wurden verdiente Chormitglieder geehrt: Sieglinde Rauner-Habicher (40 Jahre), Christina Adam-Paulmichl (35 Jahre), Werner Brunner (20 Jahre), Hubert Rauner (20 Jahre) und Oswald Wallnöfer (20 Jahre). Dekan Hainz dankte dem Kirchenchor unter der Leitung von Chorleiter und Organist Franz Josef Paulmichl sowie der Musikkapelle mit Kapellmeister Werner Brunner und Obmann Andreas Paulmichl für ihre Tätigkeit während des gesamten Jahres. Im Anschluss an die Messfeier begaben sich Musikantinnen und Musikanten zusammen mit Ehrengästen und Familienangehörigen in das Mehrzweckgebäude, wo ein üppiges Mittagessen wartete. Obmann Andreas Paulmichl blickte auf das vergangene Jahr zurück und bedankte sich bei allen Musikantinnen und Musikanten sowie deren Familien, bei Kapellmeister Werner Brunner und den Ausschussmitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement im vergangenen Jahr. Ein besonderer Höhepunkt des Festtages war die Ehrung langjähriger Mitglieder: Monika Blaas, Rudolf Blaas, Albert Pegger, Lukas Tedoldi und Andreas Paulmichl wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Für die Musikkapelle Laatsch ging mit der Cäcilienfeier ein besonderes Jahr zu Ende.

Coira Rock in Schluderns begeistert

  • Dachzeile: Schluderns
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Die zweite Ausgabe des Coira Rock Konzertes Endes des Jahres 2025 im Kulturhaus von Schluderns war wiederum ein voller Erfolg. Die Veranstaltung ging reibungslos über die Bühne. Das Organisationsteam von Coir Rock und des Jugendhauses Phönix konnten sich über einen vollbesetzten Saal mit rund 250 Gästen aus dem ganzen Vinschgau und darüber hinaus freuen. Die Gäste genossen mehrere Stunden lang die fulminanten Auftritte der sieben Bands aus verschiedenen Rock-Genres und waren begeistert.
Zur Eröffnung spielten die Sisters Of Sound (Evergreens, Vinschgau). Es folgten Royal Breasts (Alternative Rock, Südtirol), Stubm Punks (Punk, Südtirol), Chaos Junkies (Punk, Südtirol), Circus Bizzarre (Melodic Metal, Innsbruck), Noréan (Südtirol) und Papercut (Linkin Park Tribute Band, Italien). Papercut zogen mit Linkin Park Cover Liedern die Menge vor die Bühne. Das OK-Team freut sich, dass es wiederum gelungen ist, Live Rock-Musik in den oberen Vinschgau zu holen. Und die vielen vorwiegend jungen Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern danken es ihnen. Denn die Gelegenheit zum Feiern ist im Vinschgau rar.
Ein herzlicher Dank der Organisatoren geht an alle freiwilligen Helfer und den Sponsoren, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre. Die dritte Ausgabe von Coira Rock im November 2026 bereits in Planung. (mds)

 

https://coira-rock.org/
Sponsoren: https://coira-rock.org/sponsoren-25/

Dankbarkeit mit Freude in Martell

  • Dachzeile: Martell
  • Weitere Fotos - 1:

Am 16. Mai hat Martell den Termin gefunden, an dem mit großer Freude, Dankbarkeit und Festlichkeit die umgebaute Grundschule mit Kindergarten offiziell eröffnet werden konnte. Die Kinder, die Kinderbetreuerinnen und die Lehrpersonen haben die Räumlichkeiten seit Schulbeginn in Beschlag und beteiligten sich lebhaft und mit Engagement durch musikalische Einlagen am Festtag. Der Festgottesdients, umrahmt vom “Schianbliamltol”-Chor, war Auftakt der Feierlichkeiten, die mit Einlagen der Musikkapelle und der Volkstanzgruppe Martell und eben der Kinder im Vereinssaal fortgesetzt wurden. BM Georg Altstätter, sichtlich gerührt von der freudigen Beteiligung der Vereine und der Marteller Bevölkerung, konnte mit LH Arno Kompatscher und den Landesräten Rosmarie Pamer und Sepp Walcher auch die Landtagsabgeordneten Sepp Noggler, Waltraud Deeg und Franz Locher eine beachtliche Vertretung der Landespolitik begrüßen. Mit der Kindergartendirektorin Waltraud Baumgartner, dem Schuldirektor Lukas Trafoier, dem Schulleiter Gerhard Kofler und den vielen Betreuerinnen und Lehrerinnen rahmte die Schulgemeinschaft die Feier ein. Nach Dankesworten durch BM Altstätter, der die Finanzierungsmittel (2,5 Millionen über Art. 5 vom LH, 800.000 Euro über den Nationalprak, 1,7 Millionen Eigenmittel der Gemeinde Martell) in Erinnerung gerufen hat, schilderte die ehemalige Gemeindereferntin Heidi Gamper den Werdegang des 5 Millionen-Umbaues, der mit Vorgesprächen im Herbst 2020 begonnen, mit Baubeginn im Juni 2024 baulich gestartet un im Herbst 2025 vollendet sei.
Es bereite ihm große Freude mit den Martellern zu feiern, sagte LH Arno Kompatscher. Es sei gut investiertes Steuergeld und es sei erfreulich , dass in Martell derzeit 46 SchülerInnen die Grundschule und 24 Kinder den Kinderagrten besuchten. Chor, Musikkapelle, Volkstanzgruppe und den Unterricht in deutscher Sprache - das seien Errungenschaften der Autonomie, die ein gelungenes Friedensprojekt sei, so LH Kompatscher. Bevor das obligatorische Band durchschnitten und die Räumlicheiten besichtigt werden konnten, kamen Gruß- und Dankesworte vom BM der Partnerstadt Dudenhofen Jürgen Hook, von Landesrätin Rosmarie Pamer, von der Kindergartendirektorin Waltraud Baumgartner und vom Schulsprengeldirektor Lukas Trafojer. (eb)

Das Gespenst des Populismus geht um

  • Dachzeile: Schloss Goldrain

Dass Landtagsabgeordnete ihre Redebeiträge im Landtag so zuspitzen, dass daraus ein einminütiger Instagram-Werbespot in eigener Sache werde und dass die Akteure dabei direkt in die Kamera, also den Zusehern dann direkt ins Auge sehen, mache ihr Sorgen. Dies sagte die Journalistin Elisa Tappeiner unter anderem in Schloss Goldrain vor interessiertem Publikum im voll besetzten Graf Hendl Saal. Im Rai Südtirol Fernsehen schauen die Interviewpartner nie direkt in die Kamera, sondern auf die Journalistin neben der Kamera, um zu signalisieren, dass die Journalisten als Filter dienten. Gemeinsam mit ihrem Ehepartner und ebenfalls Journalisten Patrick Rina bestritt Tappeiner einen großbogigen Vortrag, von der Arbeit des Journalismus weltweit bis zur Entwicklung in Italien und zuletzt den Zustand in der Provinz Bozen. Holland belege Platz 1 im Ranking der Medienfreiheit, die USA befänden sich auf Platz 64, Italien auf Platz 56. Das Verhältnis der Journalisten zu Trump und Orban kam ebenso zur Sprache wie die Entwicklung der öffentlich-rechtlichen „Mama RAI“ nach dem Aufkommen der Berlusconi-Sender und auch die Gefahr des sich weltweit im Vormarsch befindenden Populismus. Der Populismus gehöre zur DNA der Demokratie zitierte Rina Jörg Baberowski. Das blieb dann in der Diskussion nicht ohne Widerspruch. „Demokratie braucht einen starken öffentlichen Rundfunk“, sagten die Journalisten. Mit dem Vorwurf der „Lügenpresse“ müsse man wohl leben, allerdings nutze man diesen für eine Qualitätssteigerung. Demokratie müsse man immer wieder lernen. Die Online-Netzwerke gleichen da eher einem online-Stammtisch. Angesprochen wurde auch das Medienmonopol der Athesia in Südtirol. Es solle kein Athesia-Bashing sein, es gebe dort auch gute Journalisten, aber das Monopol habe unter anderem dazu geführt, dass sowohl der italienische Alto Adige als auch die deutsche Dolomiten in einer Hand seien. Das gebe schon zu denken. Und die Aggregatzustände der Athesia haben auch mit der Übernahme der Radiostationen zugenommen. Lob für Medienvielfalt gab es neben den RAI-Sendern auch für den Vinschgerwind.
Die Journalisten willkommen geheißen hat die Bildungsreferentin von Schloss Goldrain Maria Raffeiner im Rahmen der Aktionstage politische Bildung. (eb)

Das Schlinigtal und Skitouring von der Sesvennahütte zum Schadler

  • Dachzeile: Winterwanderung | Ferienregion Reschensee
  • Weitere Fotos - 1: Foto: Thomas Herdieckerhoff
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  • Weitere Fotos - 3: Foto: Sesvennahütte
  • Weitere Fotos - 4: Foto: Benjamin Pfitscher

Das idyllische Bergdorf Schlinig liegt auf 1.700 m im oberen Vinschgau, nahe der Schweizer Grenze. Umgeben von weiten Almwiesen und der eindrucksvollen Bergwelt der Sesvennagruppe ist Schlinig ein ruhiger und ursprünglicher Ausgangspunkt für Wander- und Skitouren.
Der Ort ist ein wahres Paradies für Langlaufbegeisterte. Die bestens präparierten Loipen führen durch die beeindruckende Winterlandschaft des oberen Vinschgaus – sonnig, schneesicher und herrlich ruhig.

Ein beliebtes Ziel ist die urige Schliniger Alm, die mit regionalen Köstlichkeiten und gemütlicher Atmosphäre zur wohlverdienten Einkehr einlädt. Noch weiter hinein in die faszinierende Bergwelt führt der Weg zur neu umgebauten Sesvennahütte. Sie verbindet modernen Komfort mit alpinem Charme und ist perfekter Ausgangspunkt für Winterwanderungen, Skitouren oder einfach zum Genießen der beeindruckenden Ruhe. Die Hütte bietet gemütliche Mehrbettzimmer, eine großzügige Sonnenterrasse mit beeindruckendem Panoramablick sowie regionale Südtiroler Spezialitäten. Sie ist ein idealer Stützpunkt für Mehrtagestouren und Gipfelziele in der Umgebung

Für Skitourengeher ist der Schadler ein Highlight. Die Tour startet an der Sesvennahütte und führt zunächst westwärts an der Materialseilbahn vorbei zu einem kurzen Steilhang, der zu einer Einsattelung hinaufführt. Über weite Hochtäler und offene Becken zieht die Route in einem großen Linksbogen zur markanten Felsformation nordwestlich des Föllakopf. Anschließend steigt der Weg südwärts zur Fuorcla Sesvenna (Sesvennascharte, 2.824 m). Von dort geht es rechts haltend nordwärts dem breiten Südrücken folgend, in langen, gleichmäßigen Kehren bis zum höchsten Punkt des Schadlers, der mit einem Steinmann markiert ist.

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Vom Gipfel des Schadlers eröffnet sich ein beeindruckender Rundblick auf die umliegenden Gipfel, allen voran den markanten Piz Sesvenna, und die gesamte Hochgebirgslandschaft der Sesvennagruppe. Die Tour umfasst insgesamt etwa 1.400 Höhenmeter bei einer Gesamtstrecke von rund 8 Kilometern (Hin- und Rückweg). Für den Aufstieg sollten etwa 2,5 bis 3 Stunden eingeplant werden, die gesamte Gehzeit inklusive Abfahrt beziehungsweise Abstieg beträgt rund 4 Stunden.

Auch im Sommer hat das Schlinigtal einiges zu bieten. Von gemütlichen Spaziergängen entlang der Almwege bis zu anspruchsvollen Touren in die Sesvennagruppe ist für jeden etwas dabei. Die Sesvennahütte lädt dabei zu einer Pause mit regionalen Spezialitäten ein und ist der perfekte Rückzugsort für eine Übernachtung mitten in der alpinen Natur.

 

Infos AVS Schutzhütte Sesvenna:
Tel. +39 348 2113562

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Die Sesvennahütte bleibt voraussichtlich noch bis zum 12. April geöffnet.
Mit dem 13. Juni startet die Hütte in die Sommersaison, die aller Voraussicht nach bis zum 18. Oktober andauern wird.

 

Ferienregion
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T +39 0473 310 600
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Den Römern auf der Spur

  • Dachzeile: Schluderns/Vintschger Museum

Stephan Leitner entführte am 24. April im Vintschger Museum ein erlesenes Publikum in die Zeit der Römer und präsentierte Ausgrabungsergebnisse der drei Grabungsorte auf der Malser Haide, bei Laatsch und vor allem beim Paulihof in Mals.
Tatsächlich kenne man aus dem Vinschgau keinen einzigen Namen einer römischen Siedlung und man kenne auch nicht den genauen Verlauf der Via Claudia Augusta. Die berühmte „Tabula Peutingeriana“ gebe zwar römische Namen entlang der Brennerroute wieder, der Vinschgau bleibe ein weißer Fleck.
Dennoch: Die Funde im Oberen Vinschgau sind bedeutend und weisen auf einen wohlfrequentierten Verkehrsknotenpunkt an der Via Claudia Augusta hin: die Abzweigung in Richtung Ofenpass und damit nach Chur, die Abzweigung ins Veltlin.
Auf der Malser Haide hat man im Zuge der Verlegung der Beregnungsleitung Mauerreste, Trockenmauern und Holzkohlereste freigelegt. Ein Magnetresonanzbild lässt mehrere Gebäude mit Gräberfeldern erkennen. „Ein Straßenvicus“, vermutet Leitner. Bei Laatsch hat man eine mögliche Umfassungsmauer mit darin liegenden Gebäuden und Hypokaustenziegel (für Fußbodenheizung) gefunden.
Beim Paulihof sind knapp unter der Oberfläche, was einemandauernden Ubermurungseffekt widerspricht, verschiedene Siedlungsphasen erkennbar, von den Rätern über den Römern bis um 1200. Über die C14 Methode bei Holzkohle lässt sich bei einem Gebäude ein Zeithorizont von 120 vor bis 20 nach Christus vermuten. Die gefundenen Scherben von „Terra sigillata“ (einer Art industrialisierte Keramikherstellung) lassen eine Datierung ins 1. Jahrhundert nach Chr. zu.
Stephan Leitner beschrieb einzelne Fundstücke, die nach dem Vortrag im Museum besichtigt worden sind.
Der Standort der „Paulihofsiedlung“, der 1260 aufgelassen worden ist, hat einige Logiken, interpretierte Stephan Leitner in freier Assoziation. Es sage schon etwas über die Lage aus, wenn in unmittelbarer Nähe mit St. Benedikt, St. Martin und St. Johannes eine karolingische Kirche und gleich zwei romanische Kirchengebäude entstanden sind. Der Verlauf des Bachbettes der Puni dürfte ebenfalls in unmittelbarer Nähe verlaufen und damit dürfte ein Brückenübergang von Bedeutung notwendig gewesen sein.
Es sei jedenfalls noch viel zu ergraben im Oberen Vinschgau, so Leitner. (eb)

denk.Mal - Festival der Kreativkultur

  • Dachzeile: Schlanders/Basis
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Basis Vinschgau lud vom 14. – 16. Mai 2026 zum 5. Festival der Kreativkultur mit dem Titel „denk.Mal“ ein. Gestartet wurde am Donnerstag, den 14. Mai im Kulturhaus mit „WACHS DUMM“, einer gesellschaftskritischen Show, eine Mischung aus Theater, Wrestling, Musik und Akrobatik. Live Musik, Informationen und Performances gab es am Freitag von 19:00 bis 2:00 Uhr im Kasino von Basis Vinschgau. Das Anti-Gewalt-Netzwerk ViA! informierte über die Situation und die Tätigkeiten im Vinschgau. Conscious Bondage präsentierte ein Spiel mit Seilen und Fesseln als achtsame, körperliche Begegnung. Eine beeindruckende Zirkusperformance lieferte das Pardalea.Collective, eine Wiener Performance- und Zirkusgruppe, die im Körpertheater RE:PRESSION eine poetische Gesellschaftsanalyse über Machtungleichgewicht, Abhängigkeit und Kontrollverhalten erzählte. Von 10 Uhr am Vormittag bis 2 Uhr in der Nacht lief das Festival am Samstag. Offen für alle Generationen, gab es vielfältige Angebote auf dem ehemaligen Kasernengelände und in den verschiedenen Räumlichkeiten: Marktstände, Infostände, Werkstätten, Workshops, offene Ateliers, Straßenmusik, Installationen, Kinderprogramme und viele kulinarische Angebote. Zum Glück war am Samstag auch das Wetter recht gut. (hzg)

Der Erste Weltkrieg in Alltagserfahrungen

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Wie war das Alltagsleben der Menschen während der Zeit des Ersten Weltkrieges? Mit dieser Frage beschäftigte sich Rafael Micheli aus Schlanders in seiner Masterarbeit, welche er an der Universität Innsbruck einreichte. Als zentrale Quelle diente die bislang unveröffentlichte Kriegschronik von Peter Gamper (1868-1956), Oberleutnant im Standschützenbataillon Schlanders, der von 1914 bis 1918 ein handschriftliches und schwer lesbares Tagebuch führte. Am 18. November stellte Micheli seine Arbeit in der Bibliothek Schlandersburg vor. Er begann mit einem historischen Überblick über den Kriegsausbruch 1914, den Kriegseintritt Italiens am 23. Mai 1915 bis zum Waffenstillstand am 3. November 1918 und den Friedensverträgen von Paris. Micheli betonte, dass es ihm nicht um das Leben an der Kriegsfront geht, sondern um den Alltag im Hinterland, das Leben der Kriegsgefangenen und der Frauen. Die Tagebuchaufzeichnungen sind immer persönliche Sichtweisen. Micheli berichtete über die Forschungsmethode und die Schwierigkeiten beim Transkribieren der Texte. Die Kriegschronik von Gamper besteht aus 150 Seiten. Peter Paul Gamper besuchte 8 Jahre die Volksschule, war Bäckermeister und später Sparkassenbeamter. Er war Mitglied der Feuerwehr und der Schützen und publizierte recht viel. Im Laufe der Tagebucheintragungen hat Micheli bei Gamper drei Perspektivenwechsel festgestellt. Am Anfang herrschte Kriegsbegeisterung, das schlug um in Frust und Kritik und endete schließlich bei Kriegsende in Zukunftsangst. In den Tagebuchaufzeichnungen schrieb Gamper über die schwierige Versorgungslage, die harte Arbeit der Frauen, die Entlausungsanstalt, den Einsatz der russischen Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft und beim Bau der Straße ins Martelltal. Er schreibt von einer Meuterei, von Deserteuren, aber auch dass die Kriegsgefangenen Saiteninstrumente spielten und russische Nationaltänze zum Besten gaben. Zu Kriegsende gab es Unsicherheiten, Plünderungen, sowie Mangel an Lebensmitteln und Kleidung und einige uneheliche Kinder russischer Kriegsgefangener. (hzg)

Der Fraueler - eine Rarität

  • Dachzeile: Schlanders/Vinschgau
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Die Ernte des Frauelers, eine uralte Rebsorte, bringen am Befehlhof in Vetzan traditionell die Frauen ein. Heuer musste man - wetterbedingt - kurzfristig eine Ausnahme machen. Mit der Rebschere in der Hand, viel gutem Willen und flankiert von Winzerin Magdalena Schuster, die den Laien genaue Anweisungen gab, machte sich heuer am 25. September 2025 eine bunte Schar daran, die Rarität Fraueler zu wimmen. Sorgfältig wurden die Trauben abgeschnitten und selektiert. Nach und nach füllten sich die Kisten.
Eine alte, uralte, Sorte ist der Fraueler, eine echte Rarität, reinsortig am Befehlhof, ein Bio-Weingut, in Vetzan vinifiziert. War der Fraueler früher eine gern angebaute Weinsorte im Vinschgau, darbte er später lange in Vergessenheit, bis Oswald Schuster vor 45 Jahren begann, sich um den Fraueler zu bemühen. Mit Erfolg. Verkauft wird der reinsortige Wein unter dem Namen Jera. „Jera“, sagt Magdalena Schuster, „ist eine solare Rune, welche den Zyklus des Jahres widerspiegelt: entstehen, werden, sein, vergehen.“ Ein Synonym für das Weinjahr. Schuster rechnet, trotz Regens, heuer mit einem spannenden Jahrgang. Das Ergebnis darf in anderthalb Jahren verkostet werden, wenn der Wein auf die Flasche gebracht wird. „Zum Teil wird der Fraueler in Holz ausgebaut und mit einem gewissen Anteil auf Maische vergoren“, erklärt Magdalena Schuster. 3.200 Quadratmeter gehören am Befehlhof dem Fraueler. Rund 2000 Flaschen pro Jahr werden gekeltert. Das neueste Produkt – ein Fraueler-Sekt – kommt erst drei Jahre nach der Ernte auf den Markt.
Und wie schmeckt der Fraueler? Der Fraueler überzeugt in der Nase und im Gaumen mit florealen Noten, Zitrus- und Kräuter-Aromen, geradlinig im Trunk, säurebetont und salzig im Abgang. (ap)

Die Arbeit in der Gärtnerei ist ein cooler Job

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Eine Gärtnerei verbindet man häufig mit Farben und Düften. Kinder fragen oft, was ist deine Lieblingsfarbe und was ist dein Lieblingsduft.
Christoph: Meine Lieblingsfarbe ist tatsächlich Grün. Ich erinnere mich an die Faschingsumzüge in der Grundschule. Da hab ich mich schon als Gärtner verkleidet. Ursprünglich wollte ich immer Konditor werden.


Und dein Lieblingsduft?
Christoph: Die Rose, auch der Lavendel. Die sind sehr aromatisch und der Lavendel hat wohlriechende ätherische Öle.

Was ist dein schulischer Werdegang, deine Ausbildung?
Christoph: Mein Vater Lorenz hat mich in die Produktion bzw. in die Aufzucht von Jungpflanzen eingeführt. Da hab ich schnell gemerkt, dass das nicht mein Bereich war. Ich konnte dann in die Gartengestaltung hineinschnuppern, das hat mir sehr gefallen. Daraufhin besuchte ich die 5-jährige Laimburg, die ich als Gärtnergeselle abgeschlossen habe. Im Betrieb hab’ ich dann einige Maschinen, wie Bagger, Fräsen usw. und einige Kleingeräte angeschafft...

... so etwas ist aus dem Fernsehen „Duell der Gartenprofis“ bekannt...
Christoph: Ja, ich hab mich dann für eine berufliche Weiterbildung entschieden und ich habe in Landshut den Meister in Garten- und Landschaftsbau absolviert. Da war viel Bautechnik, Mauerbau, Pflanzkombinationen usw. in der Ausbildung dabei. Auch Mitarbeiterführung und Betriebsmanagement waren dabei. Im Vinschgau bin ich der einzige, der eine solche Ausbildung hat. Vor zwei Jahren hab ich dann noch den „Green-Keeper“-Meister absolviert, das ist eine Spezialisierung für Golfplätze und Sportplatzpflege.

Ist diese Expertise sehr gefragt?
Christoph: Gemeinden und Vereine, die die Sportplätze betreuen, kommen dafür infrage. Die Rasenpflege ist sehr gefragt, weil das ein Bereich ist, wo sehr viel Fachwissen benötigt ist. Da sind entsprechender Bodenaufbau mit Wasserdurchlässigkeit, spezielle Rasengräser, spezielle Düngung usw. gefragt.

Du kannst aus einem stark beanspruchten sogenannten „Erdäpfelacker“ wieder einen prächtigen Rasen machen?
Christoph: (lacht) So ist es.

In welchem Bereich blühst du auf?
Christoph: Eindeutig bei der Rasenpflege und Sportplatzbau. Wenn Kinder auf einer geschlossenen Grasnarbe spielen können, das macht mir schon Freude. Von den derzeit 12 Mitarbeiter:innen ist einer für Sportplatzpflege beschäftigt. Der Garten- und Landschaftsbau und die Rasenpflege sind meine Bereiche im elterlichen Betrieb.

Ein Tipp für die Jugend in Richtung Gärtnerei?
Christoph: Man sieht, wie Pflanzen von klein auf wachsen. Wie sich Gärten entwickeln, vom Setzen kleiner Pflanzen bis hin zu einem wunderschönen Blühgarten nach drei Jahren, das ist schon faszinierend. Die Rückmeldung meiner Mitarbeiter: Sie kommen in einen Garten voller Chaos und nach einer Woche Arbeit herrscht wieder Freiraum und sogar ein prächtiger Garten ist entstanden. Wenn ein Projekt bei der Gartengestaltung abgeschlossen wird, herrscht eine Art Wow-Effekt. Deshalb ist die Arbeit in einer Gärtnerei ein cooler Job.

 

 

Christoph Rinner,
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arbeitet seit 10 Jahren im elterlichen Betrieb Gärtnerei Rinner in Latsch, absolvierte die Laimburg bis zum Gärtnereigesellen, machte den Meister in Garten- und Landschaftsbau in Landshut und seit zwei Jahren ist Christoph Rinner Meister als „Green-Keeper“ also spezialisiert auf Golfplätze und Sportplatzpflege.

In der Gärtnerei Rinner ist Christoph seit 2018 für die Kundenbetreuung, für die Projekt-Planung, für die Ausführung und Betreuung der Projekte zuständig.

Das Büro betreut Vater Lorenz Rinner, der die Gärtnerei Rinner vor 36 Jahren gegründet hat. „Wir sind ein junges Team“, sagt Christoph, „von den 12 Mitarbeiter:innen sind drei Frauen und 10 Mitarbeiter sind unter 35 Jahre.“

Die Furkelhütte in Trafoi – für die ganze Familie

  • Dachzeile: Winterwanderung | Ferienregion Ortler
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Heute stellen wir euch die vielen Möglichkeiten vor, wie ihr die Furkelhütte erreichen könnt – ein Ort, an dem sich die ganze Familie trifft und jeder auf seine Art den Winter in den Bergen genießen kann. Ob gemütlich, sportlich oder genussvoll: Die Furkelhütte auf 2.153 m oberhalb von Trafoi bietet für jeden das passende Wintererlebnis.
Wer es bequem mag, startet direkt im Dorfzentrum von Trafoi und nimmt den Sessellift hinauf. In wenigen Minuten steht man auf der Bergstation und wird von einem atemberaubenden Blick auf das Ortlermassiv begrüßt. Besonders Familien mit Kindern oder Gäste, die einfach nur die winterliche Bergwelt genießen möchten, wissen diese Variante zu schätzen. Raus aus dem Sessellift und schon ist man auf der Hütte – perfekt für eine kurze Auszeit oder einen Kaffee mit Apfelstrudel in der Sonne.
Für diejenigen, die gerne mit Schneeschuhen unterwegs sind, führt der Winterwanderweg Nr. 17 von Trafoi direkt hinauf. Die Tour dauert etwa zwei Stunden und windet sich durch verschneite Wälder und offene Hänge. Besonders praktisch: Nach dem Aufstieg kann man in der Furkelhütte die kulinarischen Köstlichkeiten genießen und dann bequem mit dem Sessellift zurück ins Tal fahren.
Eine ebenso schöne Alternative ist der Winterwanderweg ab dem Wildgehege Fragges, in Stilfs. Diese Route bietet eine abwechslungsreiche Strecke durch die verschneite Winterlandschaft und ermöglicht zwischendurch immer wieder herrliche Ausblicke auf das Tal und die Berge.
Die Furkelhütte ist auch ein beliebtes Ziel für Ski- und Tourenskifreunde. Ski- und Snowboardfahrer legen hier gerne eine Pause ein, genießen die regionale Küche und die Aussicht, bevor sie wieder ins Tal zurückfahren. Auch für Tourengeher ist die Furkelhütte ein lohnendes Winterziel: Das Panorama, die klare Bergluft und die ruhige, verschneite Umgebung belohnen jeden Schritt und machen die Einkehr zu einem besonderen Erlebnis.
Ob gemütlich, sportlich oder genussvoll – die Furkelhütte verbindet verschiedene Winteraktivitäten für die ganze Familie und ist damit ein echter Geheimtipp im Ortlergebiet. Nach der Ankunft laden die sonnige Terrasse und regionale Spezialitäten zum Verweilen ein. Hier trifft man sich gerne – ein Ort, an dem man den Winter in den Bergen von seiner schönsten Seite erlebt.

Fazit: Die Furkelhütte ist nicht nur ein Hüttenziel, sondern ein Ort, an dem Vielfalt aufeinandertrifft: gemütlicher Sessellift, Winterwanderung von Trafoi oder vom Wildgehege Fragges in Stilfs, Schneeschuhspaß oder Skitouren – hier findet jeder sein Winterglück.

 

Infos und Reservierungen:

Furkelhütte
Bis 22.03.2026 geöffnet.
Tel. +39 335 683 0144

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Die Geschichte der heiligen drei Könige

  • Dachzeile: Naturns
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Am 28. Dezember lud das Prokulus Museum in Naturns zu einem besinnlich-heiteren Stelldichein mit der Theologin und Leiterin der Caritas Hospizbewegung Renate Rottensteiner, um einen historisch-kritischen Blick auf die Geschichte der heiligen drei Könige zu werfen. Eine der vielen gotischen Fresken in der St. Prokulus Kirche zeigt die Huldigung der Sterndeuter aus dem Morgenland, welche dem Stern von Bethlehem folgten, um das neugeborene Jesuskind zu ehren und ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke zu bringen. So ist die Darstellung der heiligen drei Könige im Evangelium nach Matthäus.
Unter dem Titel „Magisch angezogen und hoffnungsvoll unterwegs“ zeigte die Theologin dabei auf, dass es über diese Könige wenig gesichertes Wissen gibt: Weder deren genaue Anzahl, deren Alter noch die Herkunft sind bekannt - tatsächlich wird im Evangelium nicht von Königen, sondern von „magoi“, also Magiern, gesprochen. Dennoch sind sie wesentlicher Bestandteil in der Erzählung über die Geburtsgeschichte von Jesus und beinhalten auch für die moderne Zeit aktuelle Themen, durch welche der heutige Zuhörer direkt angesprochen wird. Dies vor allem durch den politischen und sozialen Ansatz: Die heiligen drei Könige waren die ersten Nicht- Juden (Heiden) und zudem Fremde aus einem anderen Land (Ausländer), die Jesus huldigten und die Ankunft des Messias früher erkannten als die religiösen Führer in Jerusalem. Somit sind die heiligen drei Könige nicht nur ein traditioneller religiöser Brauch, sondern beinhalten eine sehr aktuelle und gesellschaftlich relevante Botschaft. Sie symbolisieren eine Welt, die gemeinsam auf das Licht, den Stern, schaut, ungeachtet von Hautfarbe, Kultur oder Religion. Damit liegt es an uns, die Geschichte als eine Einladung zu sehen, über die Grenzen hinauszublicken, Vorurteile abzulegen und die Vielfalt der Welt zu feiern.
Musikalisch umrahmt wurde der Vortrag vom Flötenensemble der Musikschule Naturns unter der Leitung von Sibylle Pichler.
Anna Pfitscher

Die Obere Stilfser Alm: Höhenluft und Gaumenfreuden

  • Dachzeile: Wandertour - Stilfs
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Einmalige Lage und atemberaubende Ausblicke
Die Obere Stilfser Alm befindet sich auf 2.077 Metern Höhe, hoch über dem Bergdorf Stilfs. Von hier aus eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf den majestätischen Ortler und die umliegende Bergwelt. Diese beeindruckende Kulisse zieht Naturliebhaber und Wanderer gleichermaßen in ihren Bann und sorgt für unvergessliche Erlebnisse in der Natur.

Kulinarische Höhepunkte
Die Alm ist nicht nur ein Paradies für Wanderfreunde, sondern auch ein kulinarisches Highlight. In der Küche werden Südtiroler Spezialitäten aller Art zubereitet, die den Gaumen verwöhnen.

Bequeme Erreichbarkeit
Die Obere Stilfser Alm ist bequem über den Wanderweg Nr. 2 vom Wildgehege Fragges oder über den Weg Nr. 4 vom Sessellift Trafoi in etwa 1,5 bis 2 Stunden zu erreichen. Die gut markierten Pfade sind für Wanderer aller Erfahrungsstufen zugänglich.
Alternativ kann die Alm über die Forststraße ab den Platzhöfen in etwa 2 Stunden Gehzeit erreicht werden, was diesen Weg ideal für Familien mit Kinderwagen macht.

Ausgangspunkt für Abenteuer
Von der Oberen Stilfser Alm aus starten zahlreiche Wanderungen und Gipfeltouren, darunter die beliebte Route zum Piz Chavalatsch. Die Wanderwege bieten nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern auch die Möglichkeit, die unberührte Natur des Nationalparks Stilfserjoch zu erleben.

Würzig & Herzhaft – Eine Genuss-reise auf der Alm
In den Herbstmonaten lädt die Obere Stilfser Alm zu einer kulinarischen Genussreise ein, die Feinschmecker begeistert. Zwischen den bunten Farben der herbstlichen Natur und der frischen Bergluft können Besucher eine Vielzahl köstlicher Almspezialtäten genießen.
Almwirtin Tabea verwöhnt von 4. September bis 16. Oktober 2025 jeden Donnerstag um 15:00 Uhr mit einer Verkostung von Käsespezialitäten und Gaumenfreuden aus der hauseigenen Räucherkammer. Der Aufstieg zur Alm kann eigenständig über Weg Nr. 2 in etwa 1,5 Stunden vom Wildgehege in Fragges gemeistert werden.

 

Infos und Anmeldung:

Tourismusbüro in Sulden
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+39 0473 613015

Die Payerhütte zu Gast in Partschins

  • Dachzeile: Die Payerhütte zu Gast in Partschins

Die Payerhütte zu Gast in Partschins: Buch von Karin Ortler unter großem Publikumsandrang im Schreibmaschinenmuseum vorgestellt.
Die Freude war groß, als nicht nur Autorin Karin Ortler zum Internationalen Museumstag ins Schreibmaschinenmuseum kam, um ihr im letzten Jahr anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Payerhütte erschienene Buch zu präsentieren: ihre Schwester Filomena, die zusammen mit ihrem Mann Hermann Wöll lange Jahre die Hütte führte, kam zusammen mit ihrem Sohn Bernhard Wöll, dem aktuellen Hüttenwirt, ins Museum.
Weitere Gäste waren Gerald Holzer vom Ortler Sammlerverein 1. Weltkrieg, der über die Rolle der Hütte während des 1. Weltkrieges berichtete, sowie Horst Ortler, Bruder der Autorin, der von seinen Erfahrungen als „Mulibua“ erzählte. Museumsleiterin Maria Mayr begrüßte außerdem Felix von Sölder, Obmann des AVS Partschins, der die Sektion Partschins kurz vorstellte.
Bindeglied zum Museum, so betonte Maria Mayr, ist zum einen die Tatsache, dass die Hütte zu Lebzeiten Peter Mitterhofers entstanden ist und Julius Payer ein Zeitgenosse des Schreibmaschinenerfinders war, zum anderen die Person des vor 6 Jahren verstorbenen Museumsbauers Ewald Lassnig, der als 16jähriger einen Sommer lang mit dem Muli Proviant auf die Hütte brachte.
Karin Ortler, deren Familie die Hütte schon über 100 Jahre führt, berichtete über ihre persönlichen, während vielen Sommern gesammelten Erlebnisse, während Bernhard Wöll den Hüttenalltag mit den verschiedenen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die es zu meistern gibt, schilderte. Am Ende gab es noch einen Überraschungsgast, nämlich (Horst Ortler in der Rolle des) Julius Payer, der über seine Pionierleistungen und Erstbesteigungen im Ortlergebiet berichtete.

Die Rettung des Föllakopfsees in Schlinig

  • Dachzeile: Schlinig
  • Weitere Fotos - 1: Arbeitspause im „Strandkorb“: v. l. Jannick Patscheider und Björn Angerer
  • Weitere Fotos - 2: Dietmar Bernhart bei der Abdichtung des Abflusslecks
  • Weitere Fotos - 3: So groß ist der Trichter, durch den das Seewasser abfließt.

Seit rund zwei Jahren beobachtet die „Föllakopfgruppe“, wie der Bergsee unter dem Föllakopf (2.878 m) im hinteren Schlinigtal immer kleiner und kleiner wird. „Der rinnt aus!“, sagen die jungen Schliniger. Das wollten sie so nicht hinnehmen, wie dieses hochalpine Kleinod, auf einer Höhe von 2.636 Meter gelegen, verloren zu gehen droht. Genauere Untersuchungen und Beobachtungen haben ergeben, dass der See inzwischen rund zwei Drittel der Wassermenge und die Hälfte der Wasserfläche verloren hat. Mehrere Sekundenliter sind seit einiger Zeit ungehemmt abgeflossen. Am Seeufer fanden die besorgten Schliniger Männer zwei Stellen, an denen sich das Seewasser im losen Gelände kanalartige Vertiefungen gefressen hatte. Im Geröll des Bergfußes ist es dann verschwunden. Weiter unten im Berggelände trat es als Quelle wieder an die Oberfläche.
Auf Initiative von Dietmar Bernhart bildete sich zur Rettung des Föllakopfsees eine Gruppe von jungen Burschen. Sie fuhren mit dem Traktor von Michael Moriggl zur Sesvennahütte (2.256 m) und stiegen von dort zum See auf. Material und Gerätschaften konnten auf Vermittlung der Fraktionsvorstehers Erwin Saurer mit einem Hubschrauber von Air Service Sterzing zum See hinaufgeflogen werden, begleitet vom ortskundigen Egon Bernhart. Hilfen kamen vom Landschaftsfonds im Landesamt für Raum und Landschaft (Barbara Prugger). Die Initiatoren gingen daran, nach Wegen zu suchen, um das große Leck am Seeufer abzudichten. Zehn Männer arbeiteten einen ganzen Tag lang mit Pickel, Schaufel und Schubkarren. Sie karrten vom Seeufer lehmiges Material, Schotter und Sand heran und trugen Steine herbei. Nur mit Mühe ist es gelungen, gegen den Sog des Wassers die Abflusstrichter zu schließen.
Nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten sind am Seeufer Marchsteine gesetzt worden, um daran das Steigen des Wasserpegels messen zu können. Der See bleibt nun länger unter Beobachtung. Erst im kommenden Jahr wird dann feststehen, ob und wie die Rettungsaktion in diesem sehr labilen Gelände längerfristig erfolgreich ist.
Herbert Raffeiner

Die Schöpfung von Joseph Haydn in Prad

  • Dachzeile: Prad/Pfarrkirche

Über 300 Konzertbesucher-:innen genossen am 2. Mai die zweistündige Aufführung des berühmten Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn in der Pfarrkirche „Maria Königin“ in Prad. Unter der Organisation der Bezirkschöre Burggrafenamt und Vinschgau bildete sich ein Projektchor mit 70 begeisterten Laiensänger:innen unter der Leitung von Josef Sagmeister und präsentierte zusammen mit den 35 Musiker:innen des Orchesters Cum Tempore das großartige Werk, uraufgeführt 1798 in Wien. Neben Chor und Orchester traten auch drei Solisten auf, welche das Geschehen an den sechs Schöpfungstagen erzählen. Die drei Solisten repräsentieren die Erzengel Gabriel (Sopran: Elisabeth Hofer), Uriel (Tenor: Renzo Huber) und Raphael (Bass: Hermann Kiebacher). Die Schöpfung besteht aus drei Teilen. Der erste Teil feiert die Erschaffung des Lichts, der Erde, der Himmelskörper, des Wassers und der Pflanzen. Es beginnt mit dem Chaos und der Dunkelheit, bis der Chor mit den Worten „Und es ward Licht“ den besonderen Moment der Erschaffung der Welt eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Im zweiten Teil wird die Erschaffung der Fische, Vögel, der Landtiere und des Menschen musikalisch und gesanglich dargeboten. Diese werden vielfach charakterisiert durch die sogenannte Tonmalerei. Es sind Nachahmungen von Naturerscheinungen, wie das „Donnergrollen“ durch Pauken oder „Vogelgezwitscher“ durch Flöten. Der dritte Teil erzählt über die glückliche Zeit von Adam und Eva im Paradies. Sie danken und lobpreisen die Schöpfung. Bevor es zum unheilvollen Sündenfall kommt, ist die „Schöpfung“ zu Ende. Damit steht nicht der Sündenfall am Schluss, sondern die Schönheit des Diesseits. In Wien wurde das Werk von Haydn mit großem Jubel aufgenommen. Erfolgreich war das Werk auch, weil biblische Inhalte mit Grundgedanken der Aufklärung verbunden wurden und das Werk Ausdruck einer fröhlichen, weltbejahenden Stimmung ist. Auch in Prad gab es am Ende einen großen und langanhaltenden Applaus. (hzg)

Die übermäßige Bürokratie erschwert den Arbeitsalltag oft unnötig

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Welche Fähigkeiten zeichnen einen Maler und Lackierer aus?
Matthias Wieser: Ein Maler und Lackierer zeichnet sich durch handwerkliches Geschick, ein gutes Farbgefühl sowie sauberes und präzises Arbeiten aus.

Was gefält Ihnen an Ihrem Beruf am besten?
Matthias Wieser: Am Ende eines Arbeitstages zu sehen, was ich mit meinen eigenen Händen gestaltet habe, motiviert mich immer wieder aufs Neue. Ich mag die Kombination aus handwerklicher Präzision und kreativen Aufgaben. Besonders gerne arbeite ich mit Farben und unterschiedlichen Materialien, denn damit kann ich Räumen und Oberflächen eine ganz eigene Wirkung verleihen. Zudem ist mein Beruf sehr abwechslungsreich. Jede Baustelle, jeder Auftrag und jeder Tag bring neue Herausforderungen mit sich. Und nicht zuletzt schätze ich den direkten Kontakt zu den Kunden.

Maler Wieser ist eine Traditionsunternehmen mit über 50 Jahren Erfahrung. Wie verbindet man Tradition mit Innovation?
Matthias: Wir verbinden unsere langjährige handwerkliche Erfahrung mit modernen Techniken, hochwertigen Materialien und innovativen Gestaltungslösungen. Das Tätigkeitgebiet eines Malers umfasst heute zahlreiche unterschiedliche Bereiche, darunter Trockenbau, Harzbeschichtungen, Industriebetonböden schleifen sowie dekorative Spachteltechniken.

Ein Projekt, auf das Sie besonders stolz sind?
Matthias Wieser: Ein Projekt auf das ich besonders stolz bin, ist die Arbeit für den Firmensitz-BSV. Dieses Vorhaben war eine echte Herausforderung. Wir haben den gesamten Industriebetonboden der Ausstellung- rund 1.400m²- geschliffen, poliert und anschließend versiegelt. Zusätzlich wurden die Betonfertigteile mit speziellen Silikat-Lasur lasiert, was eine besonders sorgfältige Ausführung erfordert. Auch die Spachtelarbeiten an den Mikrozementböden verlangten viel Präzision. Die Kombination aus dem großen Umfang, den unterschiedlichen Materialien und den hohen Qualitätsanforderungen machte dieses Projekt für mich zu einem echten Highlight meiner bisherigen Arbeit.

Was sind die größten Hindernisse für einen Jungunternehmer?
Matthias Wieser:Zu den größten Hindernissen zählt für mich vor allem die übermäßige Bürokratie, die den Arbeitsalltag oft unnötig erschwert. Am meisten ärgert mich, dass dadurch wertvolle Zeit verloren geht, die ich lieber in meine Kunden und mein Handwerk investieren würde.

Wie haben Sie den Generationenwechsel in Ihrem Betrieb gemeistert?
Matthias Wieser: Der Generationenwechsel verlief bei uns reibungslos, weil mein Vater und ich eng zusammenarbeiten. Er begleitet den Übergang mit seiner Erfahrung und unterstützt mich im Arbeitsalltag. So konnte ich Schritt für Schritt in die neue Verantwortung hineinwachsen.

 

s37 wieserMatthias Wieser,
Jg. 1992

Gründung: Gründung 1965 vom Großvater Walter Wieser

Mitarbeiter: 5

Wann übernommen?
Übernommen 2018 (Umwandlung der OHG Maler Meister Wieser Walter in die Wieser Maler GmbH.)

Ausbildung:
Ausbildung, HOB Schlanders, Malergeselle in Schlanders, Malermeister am WIFI Innsbruck

Die Welt der Wappen und Fabelwesen

  • Dachzeile: Schlanders
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Sei es auf Weihwasserbecken, Siegelringen oder alten Gasthofschildern, Wappen findet man überall und sie begleiten uns ständig. Das vermittelte der Historiker Michael Lochmann, beim Vortrag über Heraldik am 7. März 2026 im Avimundus in Schlanders.
In einem Raum, umgeben von rund 300 verschiedenen Südtiroler Vogelarten, erklärte Lochmann die Heraldik und sprach über die Bedeutung einzelner Fabelwesen. Unter Heraldik versteht man die Lehre, Gestaltung und Bedeutung von Wappen. Ihre Entstehung lässt sich auf ein praktisches Problem des 11. Jahrhunderts zurückführen. Im Kampf waren Ritter durch ihre Rüstungen kaum zu erkennen, weshalb ein deutliches Erkennungszeichen notwendig wurde. Das Wappen diente der schnellen Identifikation zwischen „Freund und Feind“ und wurde vor allem auf Schildern angebracht. Auch heute noch sind „militärische Flugzeuge und Panzer gekennzeichnet“, so Lochmann.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden Wappen persönlicher, sie kennzeichneten Familien und wurden erblich. Auch Gasthöfe entnahmen Elemente aus der Heraldik und Wirtshausschilder waren vor allem früher üblich. Ein Beispiel ist das Gasthaus „zum Roten Adler“ in Latsch, wo am Ende des Tragearms ein Tiroler Adler in einem herzförmigen Blätterkranz mit einer roten Schleife abgebildet ist.
Ein besonders häufiges vogelartiges Fabelwesen in Wappen ist der Greif. Er hat „den Kopf, die Flügel und die Krallen eines Adlers, während sein Körper, seine Beine und sein Schwanz die eines Löwen sind“, erklärt der Historiker. Durch die Kombination aus beiden Tieren steht er als Symbol für Macht und Tapferkeit. Auch der Phönix ist ein bekannter Vogel und wurde bereits in der ägyptischen und griechischen Mythologie verwendet. Macht Wiedergeburt und Unsterblichkeit sind seine Bedeutungen. Im Gegensatz dazu ist der Basilisk ein mystisches Fabelwesen und symbolisiert negative Eigenschaften, wie Tod oder Verderben.
Info: Michael Lochmann wies zusätzlich auf die Internetseite „Fischnaler Wappenkartei“ hin.
In der Onlinedatenbank findet man über 30.000 Karteikarten von Skizzen von Familienwappen. Man kann also seinen Familiennamen eingeben und sehen, ob es ein Familienwappen gibt und welches das ist.
Theresa Hickmann

Digitale Medien im Kindesalter

  • Dachzeile: Vinschgau

Immer früher kommen Kinder mit digitalen Medien in Berührung. Umso wichtiger ist es, Eltern von Anfang an für einen bewussten Umgang zu sensibilisieren und ihnen konkrete Orientierung zu bieten.
Das Forum Prävention hat in Zusammenarbeit mit dem Projekt DigiKids Vinschgau und dem landesweiten Netzwerk Eltern-medienfit die Informationsflyer „Kinder und digitale Medien“ entwickelt. Die Materialien richten sich an Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren sowie von 3 bis 6 Jahren und wurden von der Familienagentur finanziert. Die Flyer geben klare Empfehlungen für die ersten Lebensjahre: Für Kinder von 0 bis 3 Jahren wird empfohlen, möglichst vollständig auf digitale Medien zu verzichten. Im Alter von 3 bis 6 Jahren sollen Bildschirmmedien nur sehr sparsam und gezielt eingesetzt werden.
Bewegung, das Entdecken der Welt mit allen Sinnen, soziale Kontakte und ausreichend Schlaf bilden die Grundlage für eine gesunde Entwicklung in der frühen Kindheit. Zu viel Bildschirmzeit kann hingegen wertvolle Erfahrungen verdrängen, die für das Aufwachsen von Kindern zentral sind.
„Wir möchten Eltern dabei unterstützen, den Umgang mit digitalen Geräten von Beginn an verantwortungsvoll und altersgerecht zu gestalten“, betont Manuela Lechner vom Forum Prävention. Die Flyer enthalten zudem praktische Tipps für einen gelungenen Einstieg in die Mediennutzung, Hinweise auf altersgerechte Inhalte sowie Empfehlungen für klare Regeln im Familienalltag. Auch die Bedeutung medienfreier Zeiten und die Vorbildrolle der Eltern werden hervorgehoben.
„Mit den neuen Informationsmaterialien wollen wir Eltern von Kleinkindern konkrete Hilfestellung im Umgang mit digitalen Medien im Alltag bieten“, sagt Rosmarie Pamer, Landesrätin für Familie. Sylvia Baumgartner, Direktorin des deutschen Kindergartensprengels Schlanders ergänzt: „Wir freuen uns, dass im Rahmen des Projekts DigiKids ein Flyer entstanden ist, das Eltern nun landesweit zur Verfügung steht.“
In den kommenden Wochen werden die Flyer über die Kindergärten landesweit an alle Eltern verteilt. Interessierte können die Flyer auf der Website www.eltern-medienfit.bz herunterladen.

Ein Dankeschön mit harmonischem Klange

  • Dachzeile: Naturns

Vor kurzem fand im großen Saal des Bürger- und Rathauses von Naturns das vorweihnachtliche Wintersymphoniekonzert des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient statt. Geleitet wurde dieses von Nicolò Umberto Foron am Dirigentenpult, als Solistin beeindruckte Mira Marie Foron mit ihrer Violine. Präsentiert wurden zwei der beliebtesten Werke der klassischen Repertoire-Literatur: Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur op. 35 und Beethovens 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, die Eroica.
Der Einladung von BM Zeno Christanell und Kulturreferent Michael Ganthaler folgten über 200 Musikfreunde, darunter unter anderem Landtagspräsident Arnold Schuler und Landeshauptmann a.D. Luis Durnwalder. Das Publikum wurde zu Beginn von Kulturreferent Ganthaler im Namen der Gemeinde Naturns begrüßt. Er betonte die enge Verbundenheit von Musik, Ehrenamt und Dorfgemeinschaft. „Der Abend würdigt als besonderes Zeichen der Wertschätzung das Engagement der Vereine. Ein ausdrücklicher Dank gilt all jenen, die sich das ganz Jahr ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft einsetzen“, unterstrich Ganthaler.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Konzertteil richtete sich Dirigent Foron direkt an das Publikum und schuf so eine Brücke zwischen den beiden Programmabschnitten. Er betonte, dass es das letzte Konzert dieser Tournee und somit ein Höhepunkt für das ganz Orchester sei. „Zudem ist Weihnachten das Fest der Familie, weshalb ich mich umso mehr freue, heute hier gemeinsam mit meiner Schwester auf der Bühne zu stehen“, erklärte Foron.
Ein überraschender Moment, der die Live-Atmosphäre betonte, war als Mira Marie Foron kurzerhand zu einer Violine eines anderen Orchestermitglieds griff, da eine Saite ihres eigenen Instruments durch das intensive Spiel und die „kuschelige Temperatur“ (O-Ton Nicolò Umberto Foron) verstimmt wurde.
Nach Tschaikowskys Violinkonzert mit den spektakulären Soloauftritten von Mira Marie Foron folgte die Eroica von Beethoven. In dessen dritten Satz wollte der Dirigent die Andeutung eines Trunkliedes erkennen, passend dazu überreichte Michael Ganthaler ihm nach dem leidenschaftlichen Schlussstück noch eine Flasche Wein mit den Worten: „Als Dankeschön ein edler Tropfen zum Trunklied.“ Abschließend lud die Musikkapelle Naturns zum gemütlichen Ausklang ein und sammelte dabei Einnahmen für die anstehende Sanierung ihres Probelokals.

Einblicke in die WFO

  • Dachzeile: VINSCHGAU/SCHLANDERS
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An der WFO Schlanders gestalten wir unseren Lernweg gemeinsam: Wir sind aktiv. Wir sind vielfältig. Wir sind stark. Wir sind WFO. So präsentierte sich die Wirtschaftliche Fachoberschule am Tag der offenen Tür am 29. November 2025 jenen, die gekommen waren, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Tourismus und Sport sind die zwei Schwerpunkte aus denen die Mittelschul-Abgängerinnen und Abgänger wählen dürfen. Musik ein weiterer Schwerpunkt am OSZ, dem Oberschulzentrum, auf den die Schulband mit coolen Songs aufmerksam machte. Aushängeschild an der WFO ist und bleibt die ÜFA, die Übungsfirma, wo Betriebsabläufe praxisnah, geübt werden. Überhaupt wird der Austausch mit Unternehmen gesucht und in Betriebspraktika oder Bewerbungstrainings vertieft. Das Interesse an der WFO war da. Schülerinnen und Schüler und deren Eltern nahmen die Führungen der Oberschülerinnen und -schüler gerne an. (ap)

Eine Welt aus Blech

  • Dachzeile: Partschins
  • Weitere Fotos - 1: Bürgermeister Alois Forcher bei seiner Begrüßung im Sportzentrum, wo die Tauschbörse und die Vorträge stattfanden
  • Weitere Fotos - 2: Julia Praxmarer mit ihrer Diplomarbeit vor dem Malling Hansen Modell im Museum sowie während ihres Vortrages

Pfingsten war in Partschins heuer wieder Sammlertreffen-Zeit, und zwar bereits zum 14. Mal: Kulturreferentin Jasmin Ramoser begrüßte am Freitagabend, 22. Mai zur eigens zum Treffen eröffneten Sonderausstellung über Kinderschreibmaschinen und historischem Blechspielzeug zahlreiche Sammler aus Nah und Fern. Großen Andrang fand nicht nur die Ausstellung, sondern auch die Tauschbörse am nächsten Tag, zu der Bürgermeister Alois Forcher eigens erschien, um die Sammlergemeinde zu begrüßen. Neben der Tauschbörse gab es diesmal gleich mehrere spannende Fachvorträge, die alle als große Bereicherung empfanden. Dabei stach ganz besonders jener von Museumspraktikantin Julia Praxmarer aus Bozen hervor, die ihre Bachelorarbeit über die dänische Schreibkugel Malling Hansen (die bereits Friedrich Nietzsche verwendete), die sie im Herbst nach ihrem Sommerpraktikum im Museum verfasst hat, vorstellte. Auch das Rahmenprogramm wurde wieder mit Begeisterung angenommen, darunter ein Besuch im K.u.K. Museum Bad Egart mit anschließendem Abendessen im dortigen Restaurant, sowie als Abschluss die gemeinsame Wanderung am Meraner Höhenweg, die dank des perfekten Wetters zu einem schönen Erlebnis wurde. Die Sonderausstellung „Typing Toys – Kinderschreibmaschinen und anderes Blechspielzeug aus vergangenen Zeiten“ ist noch bis 31.10. zu sehen.

Elektrisch und staufrei nach Innsbruck

  • Dachzeile: Terlan/Vinschgau
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Bei der 25. Jahresversammlung des Vereins Freunde der Eisenbahn waren „Elektrisch und staufrei nach Innsbruck“ die zwei Schwerpunkte
Präsident Walter Weiss konnte bei vollem Saal in Terlan die 25. Jahresversammlung des Vereins Freunde der Eisenbahn eröffnen und viele Ehrengäste begrüßen.
Darauf trug er den Tätigkeitsbericht vor: Bahnhoffeier in Mals, Eisenbahnfahrt mit der Vaca Nonesa, Aussprachen mit Landesrat Alfreider und STA Dir. Dejaco, sowie 20 Jahrfeier Erlebnisbahnhof. Er bedankte sich besonders bei den freiwilligen Helfern. Koordinator wird nun Ferdinand Tavernini an Stelle von Walter Pixner und Sieghard Gamper wird neuer Lokführer.
Amtsdirektor Alexander Alber an Stelle des aus Gesundheitsgründen verhinderten Landesrates Daniel Alfreider informierte über die Neuigkeiten zu folgenden Projekten: Riggertalschleife, Virgeltunnel und Haltestelle St. Jakob. Die Elektrifizierung der Vinschger Bahn gehe in die Endphase. Die neuen Züge werde bereits zwischen Mals und Eyrs getestet. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die neuen Züge von Mals nach Innsbruck mit dem
Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 erfolgen. Vizepräsident Arthur Scheidle gab den Sieger des 14. Wettbewerbes Bahnhof des Jahres bekannt. Die Wahl fiel auf Welsberg. Begründung der Jury: Obwohl der Bahnhof etwas außerhalb des Dorfes liegt, hat er sich zu einer Mobilitätsdrehscheibe entwickelt. Alt – und Neubauten haben ein gutes Zusammenspiel. Leo Lanthaler zeigte den Film: „Iatz fohrmr mitn Zug - Freunde der Eisenbahn“. Klaus Demar stellte seine Vision von einer Zahnradbahn von Bozen auf den Ritten vor und rief zur Unterstützung auf. Jonas Werth stellte die Bahnreise für Mitglieder in das Baltikum (26.4. – 6.5. 2026)vor. Mitfahren noch möglich, Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Hans Zelger ging zum Schluss in seinen Grußworten auch auf die zwei Gleise Bozen – Meran ein. Er betonte, auch Terlan sehe die Notwendigkeit. Es soll aber der Bahnhof in Dorfnähe bleiben.

ELKI Obervinschgau startet nach Sommerpause mit buntem Programm

  • Dachzeile: Obervinschgau
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Mit frischem Schwung öffnet das Eltern-Kind-Zentrum Obervinschgau im Herbst wieder seine Türen – und bietet Spielgruppen, kreative Angebote und Workshops für Klein und Groß.
Ein Herzstück sind die offenen Treffs, die Eltern, Bezugspersonen und Kindern von 0 bis 6 Jahren einen Raum zum Spielen, Austauschen und Entdecken bieten. In Mals finden sie montags von 15:00 bis 17:00 Uhr und mittwochs von 09:30 bis 11:30 Uhr statt. In Taufers öffnet das ELKI mittwochs, in Graun donnerstags jeweils von 15:00 bis 17:00 Uhr. Damit die Begegnungsräume noch einladender werden, hat das Eltern-Kind-Zentrum in neue Spielsachen und eine gemütliche Raumgestaltung investiert.
Darüber hinaus warten zahlreiche Veranstaltungen und Workshops in allen sieben Obervinschger Gemeinden von Graun bis Stilfs – von Jahrgangsbäumchen setzen über Babymassage und Kids-Yoga bis hin zu spannenden Experimenten bei „Kleine Wissenschaftler:innen: Wir entdecken die Welt“. Für Erwachsene gibt es praxisnahe Weiterbildungen, etwa zu Stillvorbereitung, Erste Hilfe bei Kindern oder Stressbewältigung im Familienalltag. Alle Termine sind auf elki-obervinschgau.it zu finden. Manche Veranstaltungen sind auch ohne Mitgliedschaft zugänglich und entsprechend gekennzeichnet.
Im Mittelpunkt steht weiterhin das Jahresthema „Vorlesen ist eine Superkraft“. Neben Workshops wie „Wie schreibe ich ein eigenes Kinderbuch?“ sorgt vor allem der beliebte ELKI-Bücherwagen in Zusammenarbeiten mit den Bibliotheken für Begeisterung: Mit großem Teddybären im Gepäck bringt er die Freude am Erzählen in die Kindergärten. Ab Ende September macht er Halt in den restlichen Gemeinden.
Ein Blick nach vorn verspricht schon jetzt ein besonderes Highlight: 2026 findet in Mals die zweite Vinschger Familientagung statt, die zahlreiche Impulse und Begegnungen für Familien bringen wird. Das Team des ELKI Obervinschgau freut sich, nach der Sommerpause wieder viele Familien und Interessierte in den Gemeinden willkommen zu heißen.
Katja Telser

Elki: wertvoller Teil eines Netzwerkes

  • Dachzeile: Schnals

Zehn Jahre feierte das Elki Schlanders im Jahr 2025. Das Jubiläum war einer der Höhepunkte im abgelaufenen Tätigkeitsjahr des Eltern-Kind-Zentrums. Bei der Vollversammlung am 16. März 2026 im Landhotel Anna wurde auf die Tätigkeiten zurück- und vorausgeblickt. Präsidentin Kunhilde von Marsoner war sichtlich stolz auf Geleistetes und stolz auf ihre Ausschussmitglieder.
Mit dem s‘ Elki Ladele, das heuer im Jänner eröffnet wurde, hat man ein „Herzensprojekt realisiert“, sagte Ausschussmitglied Melanie Unterholzner. Im s‘ Elki Ladele finden Elki-Mitglieder Second-Hand-Ware für Kinder und Familien. Das Projekt ist getragen vom Nachhaltigkeitsgedanken: Gebrauchtes in neue Hände zu geben oder zu kaufen.
Die Zahlen sind beeindruckende: 245 Mitgliedsfamilien zählt das Elki Schlanders. 25 Mitarbeiterinnen (davon 9 Vorstandsmitglieder) arbeiten ehrenamtlich mit. Vier Mitarbeiterinnen sind angestellt, zwei freie Mitarbeiterinnen helfen das große Programm auf die Beine zu stellen. 71 Öffnungstage und 625 BesucherInnen verzeichnete man 2025. Die offenen Treffs und die Spielplatztreffen waren beliebte Gelegenheiten zum Kennenlernen und Austausch. Die Spielgruppen – Krabbelgruppe, Zwergengruppe, Waldspielgruppe und Spielgruppe Hand in Hand – orientieren sich an Alter und Bedürfnissen von Kindern und Eltern und bieten Raum für wertvolle soziale Kontakte. Entspannungsangebote wie Mama-Baby-Yoga oder Babymassage, ergänzen sich mit Bewegungsangeboten wie das Eltern-Kind-Turnen, „einer unserer beliebtesten Kurse.“ Kreatives gab‘s mit Krempempl, der Kreativ- und Malwerkstatt. Eine ganze Vortragsreihe fand im vergangenen Jahr statt: Von Beikost über Natürliche Kinderapotheke bis hin zu Zivilschutznachmittagen. Die 49 Kurse wurden von 640 Teilnehmerinnen besucht. Zudem hat man verschiedene Veranstaltungen im Dorfleben bereichert. 1.304 Ehrenamtsstunden wurden geleistet. Der größte Anteil der ehrenamtlichen Stunden entfällt mit 638 Stunden auf das Projekt Family Support. Es ist dies ein Projekt für Familien von Kastelbell bis Reschen, das Unterstützung im Alltag durch Freiwillige bietet, um Mütter zu entlasten. Von 15 Freiwilligen und der neuen Koordinatorin Michaela Schupfer wird das Projekt getragen. 2026 wird das bereits angelaufene Programm weitergeführt und ausgebaut. (ap)

Erfolgreiches Glurns Marketing

  • Dachzeile: Glurns

Der Unternehmer und ehemalige VizeBM von Glurns, Armin Windegger, ist auf der politischen Bühne zurück. So hat Windegger, de facto seit Dezember 2025 Präsident von Glurns Marketing, bei der Gemeinderatssitzung am 24. April 2026 im Rathaus von Glurns den Gemeinderäten die Abschlussrechnung bzw. die Bilanz 2025 von Glurns Marketing vorgestellt. Zwar seien rückläufige Besucherzahlen bei den Museen und Ausstellungen am Schludernser Tor und im Paul-Flora-Museum zu verzeichnen und es stünden bei den Museen 29.000 Euro Einnahmen 42.000 Euro an Ausgaben gegenüber, dafür verzeichne der von Glurns Marketing verwaltete Campingplatz bei 19.000 Nächtigungen und einen Umsatz von rund 271.000 Euro einen Gewinn von rund 100.000 Euro. In Summe verzeichne Glurns Marketing mit 1000 Euro ein Bilanzplus. Der Camping Glurns finanziere, so konstatierte es Windegger, die Verwaltung und das Personal von Glurns Marketing, welche mit einem Aufwand von rund 83.000 Euro zu Buche schlagen. Der Camping sei somit die wichtigste Einnahmequelle für Glurns Marketing. Die Stadt selbst erfreue sich höchster Beliebtheit. Das zeige sich auch daran, dass im Jahr 2025 rund 3.500 Leute an den professionell durchgeführten Stadtführungen teilgenommen haben. Sehr vielfältig und bunt sind die Veranstaltungen, die Glurns Marketing veranstaltet oder mitorganisiert, von den Märkten in den Lauben bis zu den Großveranstaltungen beim Venosta Festival gemeinsam mit der Ferienregion Obervinschgau.
Winegger dankte seinem Vorgänger und langjährigen Glunrs Marketing-Präsidenten Elmar Prieth ausdrücklich für seinen von Herzblut für die Stadt getragenen Einsatz. Vor allem habe Prieth dafür gesorgt, dass die Stadt Glurns im Kreis der „Borghi piú belli d’Italia“ aufgenommen worden und in dieser illustren Runde geblieben sei. Denn das sei kein Selbstläufer. Es gebe laufend Kontrollbesuche, der letzte war im November 2025, bei denen ein Verbleib im Kreis der Borghi festgestellt werde. In der Kategorie „Borgo innovativo“ hat Glurns sogar den 2. Platz erringen können. Auch dafür dankte Windegger Elmar Prieth.
BM Erich Wallnöfer präzisierte, dass ohne das Zutun der Bevölkerung und der Stadtverwaltung eine Aufnahme in die „Borghi piú belli d’Italia“ nicht möglich gewesen wäre. Jedenfalls erhielt Windegger für seine präzisen Ausführungen und wohl für das Tun von Glurns Markeiting im Allgemeinen großen Applaus von den Gemeinderäten. (eb)

Es grünt und blüht

  • Dachzeile: Georgimorkt
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Am 23. April 2026 strömten Besucherinnen und Besucher aus allen Teilen des Vinschgaus zum Georgimarkt, um sich mit Samen, Pflanzen, Sträuchern, Blumen und Jungbäumen einzudecken. Herausfordernd war für viele die Parkplatzsuche. Sehr oft war an den Ständen auch Rätoromanisch zu hören. Das unterstrich, dass das Interesse am Markt bei den Bewohnern im Schweizer Münstertal groß ist. Neben Pflanzen wurden Junghühner, Kunsthandwerkliches, Gestricktes, Gewebtes, Kulinarisches und anderes angeboten. Einen Verkaufstand mit Kuchen betrieb z. B .der Vinzenzverein und sammelte für den guten Zweck. Und ein Informationsstand sensibilisierte zum Thema Missbrauch (siehe Seite 15). Die Mitarbeiterinnen der Ferienregion Reschensee Franziska Frank und Katharina Fritz (rechts im Bild) stellten den Naturgartenwettbewerb vor, bei dem sich Gartenbesitzer von Nutzgärten, Balkonen, Parkanlagen usw. beteiligen können. (mds)

 

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 0039 0473 831190

Es wird nie langweilig

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Wie schaut ein Tag bei euch aus?
Melanie: Jeder Tag ist individuell, je nachdem, was gerade zu erledigen ist. Mein Aufgabenfeld ist sehr groß. Ich mache Angebote, zeichne Elektroinstallationspläne, mache Bestellungen, Kundenbetreuung (z.B. Schaltermodelle, Beleuchtung usw. aussuchen) und sehr viele Büroarbeiten, die sonst noch anfallen.
Mirko: Der Tag beginnt mit einer kleinen Lagebesprechung, wo besprochen wird, wie es mit den momentanen Arbeiten voran geht und welche zukünftigen Arbeiten anstehen. Anschließend fahren wir alle auf die Baustelle, wo wir dann Rohre verlegen, Kabel einziehen, einen Verteilerschrank verdrahten, Beleuchtung montieren, Photovoltaikanlagen installieren...

Elektro-Technik ist euer Tätigkeitsfeld. Was steckt konkret dahinter?
Melanie: Unser Tätigkeitsfeld ist sehr groß. Wir erledigen normale Elektroinstallationen, KNX-Bussysteme zur intelligenten Hausvernetzung, Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen für Elektroautos, Industrieanlagen, Straßenbeleuchtung, Glasfaserverkabelung, uvm.
Mirko: Elektrotechnik ist vielseitig, sei es die Elektroinstallation in Wohnungen bis hin zu den Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und man steht immer vor neuen Herausforderungen.

Wieviel muss man Elektriker, wieviel Techniker sein?
Früher sicherlich mehr Elektriker, heute mehr Techniker, da sich in der letzten Zeit alles schnell weiterentwickelt hat. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Inbetriebnahme einer E-Ladestation für Elektroautos oder ein Bewegungsmelder für KNX-Installationen. Man braucht immer ein Mobiltelefon mit Internetverbindung und die passende APP, um dies in Betrieb zu nehmen.

Was muss man sonst noch für den Beruf des Elektrotechnikers mitbringen?
Melanie: Interesse, Genauigkeit und Teamfähigkeit - meiner Meinung ist das am wichtigsten. Der Beruf Elektrotechniker ist recht komplex und man sollte schon interessiert an Technik und Elektronik sein. Genauigkeit und sauberes Arbeiten hat in unserem Beruf für die Sicherheit oberste Priorität. Wir arbeiten meistens in Teams und daher ist es wichtig gerne mit anderen zusammen zu arbeiten.
Mirko: Flexibilität ist in unserem Beruf sehr wichtig, weil man oft vor unerwarteten Problemen steht, die man schnell und kreativ lösen muss. Man muss auch immer einen guten Überblick behalten, gerade wenn man an mehreren Aufgaben gleichzeitig arbeitet.

Das Schöne am Beruf ist?
Melanie: Abwechslung. Es wird nie langweilig, es gibt immer etwas zu tun und es ist nie dasselbe, jedes Projekt ist individuell und somit ist der Alltag immer abwechslungsreich.
Mirko: Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und es gibt immer etwas Spannendes zu entdecken und am Ende des Tages sieht man, was man alles geschaffen hat.

 

 

 

Melanie Zerz
Mirko Zerz

zerz

Die Zerz GmbH wurde 1971 gegründet und beschäftigt mittlerweile 10 Mitarbeiter.

Melanie Zerz, Jg. 1999, arbeitet in der Verwaltung, Planung und Kundenbetreuung, Mirko Zerz, Jg. 2002, als Elektriker auf der Baustelle.

Seit 2018 ist Melanie im Betrieb, Mirko seit zwei Jahren, seit 2023.
Melanie absolvierte die Wirtschaftsfachoberschule in Meran, Mirko hat den Abschluss als Einzelhandelskaufmann in Handel und Verwaltung.

 

Evensong soll die Herzen ansprechen

  • Dachzeile: Laas/Vinschgau
  • Weitere Fotos - 1: Martin Moriggl dankte allen Mitwirkenden an der stimmgewaltigen, berührenden Andacht

Evensong, die ursprünglich in der anglikanischen Kirche beheimatete und von Laien getragene Andachtsform soll nun auch die Südtiroler Kirchen neu beleben. Im Vinschgau wurde diese neue Form am Sonntag, 12. Oktober 2025 in Pfarrkirche von Laas vorgestellt. „Evensong“, die gesungene Form des „Evening Prayer“, hat großes Potenzial, mit einer vom Gesang getragene Abendandacht Menschen aller Altersgruppen zu erreichen. Alle, die möchten, können sich daran beteiligen. „Die Kirche tut sich im Moment schwer, Menschen anzusprechen“, sagt der Diözesankirchenreferent der Kirchenmusik Südtirol (VKM) Dominik Bernhard in einem Interview im Katholischen Sonntagsblatt. „Unsere Intention ist es, mit Chormusik dem entgegenzuwirken und eine neue Liturgie vorzustellen, die zuallererst das Herz anspricht und auch von Laien getragen und gefeiert werden kann.“ Im Zentrum stehen die Chormusik und das gemeinsame Singen. Die mitfeiernde Gemeinde ist immer mit einbezogen.
Im Dialog mit der Gemeinde und dem Chor werden die Gottesloblieder und Chorstücke vorgetragen. Die Andachtsform ist indirekt auch eine Möglichkeit, dem wachsenden Priestermangel Rechnung zu tragen. Mit Evensong könnte es gelingen, die immer leerer werdenden Kirchen wieder als Orte der spirituellen Gemeinschaft zu beleben.
Im Herbst 2025 werden erstmals im ganzen Land Evensongs gefeiert. Für Chorleiterinnen und Chorleiter, Priester, Diakone sowie Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern und Andachten gibt es begleitende Einführungen. Ziel ist es, möglichst vielen die Möglichkeit zu geben, in Zukunft selbst Evensongs zu gestalten. Dominik Bernhard hat dafür gemeinsam mit dem Liturgiereferat der Diözese Bozen-Brixen einen festen Ablauf erarbeitet. Dazu ist das Begleitheft „Südtiroler Evensong: Wissenswertes, Aufbau, Gestaltungsvorschläge“ erschienen, das bei den Veranstaltungen und beim Verband der Kirchenmusik erhältlich ist.
Im Vinschgau wird das von Verband der Kirchenmusik in Südtirol VKM gestartete Projekt „Evensong“ von den Chorleitern Gernot Niederfriniger (Mals), Ernst Thoma (Mals) Martin Moriggl (Glurns), Lukas Punter (Taufers i. M.) und Daniel Götsch (Naturns) mitgetragen.
Die liturgische Leitung übernahm Frau Irmgard Platter.
Alle Kirchenchöre von Reschen bis Partschins (ca. 150) beteiligten sich an diesem erstmaligen Projekt. Es wurden folgende Lieder gesungen: Der Kanonpsalm “Lobe den Herrn, Groß ist der Herr von PH. E. Bach, ein neues geistliches Lied, ein lateinisches Magnificat von L- da Viadana, das Vater unser von N. Rimskij Korsakov und das Abendlied von W. H. Monk. Vor Ort wurden die Lieder von den einzelnen ChorleiterInnen einstudiert. Gemeinsam geprobt wurde bereits am Freitag abends und am Sonntag nachmittags. Es war für alle ein schönes Erlebnis in einem so großen Chor mitzusingen. (mds)

Fabi-Treffen in Burgeis

  • Dachzeile: Burgeis
  • Weitere Fotos - 1: Das OK-Team v. l.: Luis Fabi, Andreas Fabi, Ludwig Fabi, Elmar Fabi und Stefan Fabi

1892 übersiedelte Josef Fabi und Katharina Rainer mit 11 Kindern von Tanas/Oberfrinig auf den Oberplanöf-Hof oberhalb von Burgeis. Daher wird der Hof von den Ortsansässigen auch „Fabi-Hof“ genannt, weil mit Ignaz Josef Fabi ein direkter Nachkomme von Josef Fabi den Hof immer noch in Pacht bewirtschaftet. (Besitzer ist das Kloster Marienberg). Aus der Großfamilie Fabi Josef gibt es nun in sechster Generation über 500 Nachkommen, die in allen Landesteilen Südtirols, im restlichen Italien, in Tirol, Burgenland, Bayern, Raum Stuttgart, Raum München, Regensburg und sogar in den Niederlanden leben. Von diesen weit verstreut lebenden und aufgespürten Fabi-Verwandten sind über 150 der Einladung zum 3. Fabi-Treffen nach Burgeis gefolgt. Auf dem Programm standen Führungen in der Fürstenburg, in der neuen Bibliothek im Kloster Marienburg und eine Dorfführung. Lebhaft wurden bei einem ausgezeichneten Mittagessen Erinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht, da das letzte Fabi-Treffen vor dreißig Jahren stattfand. Von großem Interesse war der Stammbaum (1 m hoch, 5 m lang), welcher auf der Bühne angebracht war. Er wurden von den Anwesenden genauestens studiert und mit weiteren Daten ergänzt. Viele Erinnerungs- und Familienfotos wurden bei einer Fotobox gemacht und als tragendes Andenken konnte jeder Anwesende eine Stofftasche mitnehmen, welche von der Künstlerfamilie Stefan und Josef Fabi gestaltet wurde. Der nun Großteils vollständige Stammbaum soll die kommenden Fabi-Generationen dazu animieren, weiterhin Fabi-Treffen zu organisieren. (lu)

Familienwallfahrt

  • Dachzeile: St. Martin im Kofel

Die heurige Wallfahrt nach St. Martin findet am Samstag den 13. September statt. Treffpunkt ist der Dorfplatz (obere Parkplatz) in Tschars um 6 Uhr morgens. Von dort gehen wir zu Fuß über den Kirchsteig nach Trumsberg und weiter nach St. Martin. (Insges. ca. 1.150 Höhenmeter) Auf Niedermoar/Trumsberg kann, wer will, eine kurze Frühstückspause machen. Wer es lieber weniger anstrengend hat, kann mit dem Auto bis zum Parkplatz nach Trumsberg fahren. Um 9 Uhr treffen dann alle Teilnehmer bei der nahen Josefskapelle zusammen. Weiter führt der Steig über Greit und Platztair nach St. Martin. Dort versammeln sich die Gläubigen zur feierlichen Abschlussmesse um 11 Uhr.
Neben den persönlichen Anliegen beinhaltet die heurige Wallfahrt auch die Schwerpunkte Glaube, Hoffnung, Liebe.
Die Veranstalter freuen sich auf deine Teilnahme und wünschen allen einen schönen und erfüllenden Tag!

Feierliche Fahnenweihe und Musifest

  • Dachzeile: Eyrs
  • Weitere Fotos - 1: Die Musikkappelle aus der Nordtiroler Partnergemeinde Mieming begleitete die Festmesse
  • Weitere Fotos - 2: Stefan Biedermann und die von im angefertigte Musifahne der MK Eyrs.

Am vergangenen Pfingstsonntag, dem 24. Mai wurde in Eyrs, im Rahmen einer Feldmesse mit Einmarsch und einem anschließenden Musifest in der Sportzone, die von Manfred Zangerle gespendete und vom Eyrser Künstler Thomas Biedermann gestaltete Musifahne eingeweiht und gefeiert. Zangerle war einer der ersten Covid-Patienten in Südtirol und musste intubiert werden und war „heilfroh nach der Corona-Zeit wieder in die Dorfgemeinschaft zurückkehren zu dürfen.“ Nicht „nur“ deswegen, sondern auch als Dank an die Musikanten- und Dorfgemeinschaft gab Manfred Zangerle, der einst fast als Senator für den Vinschgau nach Rom gezogen wäre und viel für das Dorf Eyrs geleistet hatte, die Fahne in Auftrag. Thomas Biedermann, der nach der Messe das Design der Fahne erklärte, verwendete dafür eigene Farbtechniken. Obwohl die Fahne nicht gestickt, sondern bemalt wurde, könne diese einige Jahrhunderte überdauern. Die Festmesse wurde von der Musikkapelle der Eyrser Partnergemeinde Mieming musikalisch begleitet. Pfarrer HW. Jolly nutzte die Gelegenheit, um drauf hinzuweisen, dass der Pfingstsonntag nicht nur der Tag des Heiligen Geistes, sondern auch der Geburtstag der Kirche ist. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Zangerle mit der Ehrenmitgliedschaft bei der Musikkapelle und mit einer Ehrenurkunde für seine 35-jährige Mitgliedschaft geehrt. Sebastian Prieth, Obmann der Musikverbandes Vinschgau hob hervor, dass die Festlichkeit etwas Besonderes sei, denn allzu viele Fahnenweihen gäbe es letzthin nicht mehr. Die Fahnenpatenschaft hat Bettina Kobler übernommen. Nach der Festmesse zogen die Musikkapellen aus Laas, Eyrs, Tschenlgs und Mieming zum Festgelände, wo noch bis spät in die Nacht gefeiert wurde. (uno)

Festival suido – 2026 - a viecherei

  • Dachzeile: Mals/Tartscher Bichl

In der letzten Septemberwoche, vom 21. bis 26. September, veranstaltet die Bürgergenossenschaft Obervinschgau (BGO) ein ganz besonderes Festival in Schluderns und den umliegenden Ortschaften. Unter dem Titel „suido – a viecherei“ d.h. Sui do (di Obervinschger), ladet die BGO alle ein, miteinander zu feiern, nachzudenken und sich kreativ mit der Region Obervinschgau auseinanderzusetzen. Eine Viehausstellung wird das Herzstück, drumherum gibt es Musik und geführte Wanderungen. Bei einem Pressegespräch am 28. Mai wurde die Initiative auf dem Tartscher Bichl vorgestellt. Michael Hofer von der BGO erinnerte daran, dass vor 10 Jahren, am 29. Februar 2016 die Bürgergenossenschaft gegründet wurde mit dem Ziel, gemeinsam an einer ökologischen und nachhaltig ökonomischen Entwicklung des Oberen Vinschgaus zu arbeiten. Seit 2019 führt die BGO die Bio-Dorfsennerei in Prad und seit 2022 das Kulturcafé Salina in Glurns. Wie Konrad Meßner, der Kurator dieser neuen Initiative erklärte, ist das SUIDO-Festival der Auftakt eines 12-jährigen Kulturprogramms der BGO. 2026 steht das Festival unter dem Thema „a viecherei“ und meint damit weit mehr als Landwirtschaft. Und es wird nicht nur angeboten, sondern zum Mitmachen animiert. In Musikwerkstätten werden Stücke erlernt, die am Abend in Wirtshäusern, Altenheimen, Schulen und im Dorf, lebendig und nicht immer vorhersehbar, dargeboten werden. Angeboten werden geführte Wanderungen rund um Schluderns und im Obervinschgau. Raphael und Alexander Agethle vom Englhof in Schleis berichteten, dass in einem dreitägigen Symposium Fachleute aus Landwirtschaft, Architektur, Klimaforschung und Veterinärmedizin über den Stallbau der Zukunft diskutieren werden. Am letzten Festivaltag gibt es eine besondere Viehschau. Bäuerinnen und Bauern bringen ihre schönsten Tiere nach Schluderns. Bewertet wird nicht nach bestehenden Richtlinien, sondern nach dem Triple-A-System, einem Modell, das langlebige und ausgeglichene Tiere in den Vordergrund stellt. Adrian Gamper ist der Koordinator des Festivals. (hzg)

 

Nähere Infos:
https://www.suido.bz/

Filmteam dreht im Vinschgau zum „Akt 75“

  • Dachzeile: Vinschgau/Bozen

Der Südtiroler Theaterverband wurde vor 75. Jahren aus der Taufe gehoben. Seither unterstützt der STV als Dachorganisation die vielen Theaterbühnen in Südtirol auf vielfältige Weise. Theater-Literatur wird angeboten, für Autorenrechte gesorgt, steuerrechtliche Fragen auch im Zusammenhang mit den Vorgaben rund um den 3. Sektor werden geklärt und vieles mehr.
Am Samstag, 16. und Sonntag, 17. Mai 2026 wird das 75. Jubiläum in der „Messe Bozen“ mit dem Theaterfestival „Akt 75“ groß gefeiert. Dabei präsentieren über 40 Theatergruppen rund um die Uhr ihre kreativen Produktionen verteilt auf vier Bühnen. Das Repertoire umspannt Erwachsenentheater, Kindertheater, Seniorentheater, inklusives Theater und sogar Puppentheater. Die Mitwirkenden aus dem Vinschgau sind die Theaterwerkstatt der IVHS Vinschgau, Jugendtheater JUVI Schlanders, die Theatergruppe Kortsch, die Heimatbühne Langtaufers und die Volksbühne Laas. Der Festakt am Sonntag wird von den Musikgruppen „The Snoopps“ und „Titla“ umrahmt. Zum 75. Jubiläum gestaltete die Theaterwissenschaftlerin, Buchautorin und Filmemacherin Astrid Kofler einen Filmbeitrag für RAI Südtirol. Zusammen mit dem Kameramann Helmut Lechthaler besuchte sie im vergangenen Februar Vertreterinnen und Vertreter mehrere Bühnen in Südtirol. Zu Gast war das Filömteam auch bei Vinschger Theater Akteure der Theatergruppe Kortsch und der Theaterbühne Schluderns, wo sie Interviews führte.
In der „Theaterküche“ in Schluderns erzählte beispielsweise die langjährige Regisseurin Christl Stocker Perkmann von ihrer Theatertätigkeit. Sie war vor über 50 Jahre als Spielerin, dann als Souffleuse ins Theatergeschehen eingestiegen. Viel zu erzählen hatten auch Heini Riedl und Erna Gander Rauch, die beide jahrzehntelang auf der Bühne standen, genauso wie die Regieassistentin Magdalena Dietl Sapelza, die die Geschicke hinter der Bühne über Jahre koordiniert hat. (mds)

Infos:
Der Film ist am 15. Mai 2026 in RAI Südtirol zu sehen

Formulare Formulare Puttega

  • Dachzeile: Schlanders/Theaterverein
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Ein ganz normaler Tag beginnt mit Yogaübungen und gesundem Frühstück. Aber dann wird es kompliziert. Der alte Vater soll ins Altersheim angemeldet, das kranke Knie muss behandelt, ein Paket aufgegeben und das Enkelkind im Kindergarten angemeldet werden. Zu Mittag gibt es eine saftige Wurst beim Würstelstand. Auf der Bank müssen unklare Abbuchungen gestoppt und eine neue Biotonne muss auch angefordert werden. Alles einfach zu erledigen, wenn es nicht die Bürokratie, die Digitalisierung, die festgelegten Zuständigkeiten und die vorgeschriebenen Behördenwege gäbe. So wird alles zum Hindernislauf, zur Geduldprobe, wenn es immer wieder heißt: da sind wir nicht zuständig, bitte anmelden, Formulare ausfüllen und warten. Zum Glück ist es nur eine Parodie, gespielt vom Theatervereins Schlanders. Zum Glück ist alles gar nicht so schlimm und die Beamten nicht so unfreundlich, eben alles nur Theater, damit die Leute etwas zum Lachen haben. (hzg)

Frühlingsmarkt - Pflanzen, Blumen und Geselligkeit

  • Dachzeile: Schluderns
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Zum Frühlingsmarkt am 9. Mai 2026 hatten sich so viele Markttreiber angemeldet wie selten zuvor. Das Wetter war angenehm warm und der Bedarf an Pflanzen aller Art, und Blumen für den anstehenden Muttertag war groß. Auch Stände mit Obst und Gemüse waren Anziehungspunkte genauso wie die Versorgungsstände. Viele Marktbesucherinnen und Besucher waren aus dem Dreiländereck angereist, was die unterschiedlichen Dialekte vom Tirolerischen bis hin zum Rätoromanischen verrieten. Der Rathausplatz war den Verkaufsständen mit den regionalen Produkten vorbehalten. Die andere Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten, die von Kleidern, Schuhen, Süßigkeiten, Spielzeug, Kosmetik- und Reinigungsprodukten bis hin zu Geschirr und Pfannen reichten, verteilten sich auf den umliegenden Dorfstraßen. Ein Wermutstropfen: Ein Großteil der bäuerlichen Bevölkerung fehlte. Denn zeitgleich fand neben der Schludernser Sportzone die Jungzüchter-Braunviehschau statt. (mds)

Für Gesundheit und gegen die Einsamkeit

  • Dachzeile: Taufers i. M.
  • Weitere Fotos - 1: Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer beim Vortrag im KVW-Raum

Die KVW-Verantwortlichen von Taufers i. M. um die Vorsitzende Margit Geiser bieten ein buntes Programm für Jung und Alt. „Alle Altersgruppen sind bei den Veranstaltungen willkommen“, betont Geiser. Gut besucht war zu Jahresbeginn der Vortrag mit dem ehemaligen Primar der Geriatrie in Meran, Christian Wenter im KVW-Raum zum Thema „Gesund und fit bis ins hohe Alter“. Seine Botschaft: Es gelte sich abwechslungsreich zu ernähren, ausreichend zu trinken und sich zu bewegen. Ausgewogene Ernährung bestehe aus viel Obst, aus Gemüse, Getreideprodukte, aus wenig Fleisch und noch weniger Süßes. Er sprach auch über die Einsamkeit und regte an, über einen Mittagstisch für Alleinstehende nachzudenken. Zur Gesundheitsprävention zählen auch die Tätigkeiten der drei KVW Turngruppen vom Herbst bis zum Frühjahr, deren Abschluss am 26. April 2026 im KVW Raum gefeiert wird. Interessierte sind herzlich eingeladen. „Vielleicht bekommt dann jemand Lust, im Herbst mitzumachen“, so Geiser.Von Oktober bis Mai werden an jedem zweiten Freitag im Monat im KVW-Raum alte Filme aus dem Vinschgau gezeigt, darunter auch Streifen der Tauferer Amateurfilmer Roman Wiesler und Andreas Wiesler. Am 12. April 2026 fand im Seniorenraum erstmals ein Preiswatten in Zusammenarbeit mit den BB-Senioren statt. Das Interesse daran hat überrascht und ermutigt zur Wiederholung. Bisher gabs in Taufers nur Jassturniere. Der Erlös des Preiswattens wird der Krebshilfe Vinschgau gespendet. (mds)

Für Urlaub auf dem Bauernhof gerüstet

  • Dachzeile: Kortsch/Vinschgau

Insgesamt neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten den diesjährigen Grundlehrgang „Urlaub auf dem Bauernhof“ an der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch. Am vergangenen 20. März 2026 erhielten sie bei einem kleinen Festakt ihr Diplom.
8 Stunden absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: drei Männer und sechs Frauen. Der Inhalt, den es zu stemmen galt, verteilte sich auf drei Blöcke. Der erste Block mit 42 Stunden widmete sich der Produktentwicklung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten einen Businessplan zu erstellen, Kosten und Preise zu kalkulieren und beschäftigten sich auch mit den rechtlichen Bestimmungen.
Im zweiten Block mit 39 Stunden standen Hauswirtschaft und Management im Fokus. Neben der Planung und der Organisation von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten informierten die verschiedenen Referenten über den Verkauf von hofeigenen Produkten. „Im dritten Block mit 17 Stunden ging es um die Kommunikation“, erklärte Schulleiter Andreas Paulmichl, „unter anderem auch wie man die KI nutzt und sich nicht zum Knecht machen lässt.“ Traditionell beendet wurde die Diplomverleihung genüsslich: Mit Köstlichkeiten aus der Küche der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung. (ap)

Gesamttiroler Maitanz in Schlanders

  • Dachzeile: Schlanders

Der Gesamttiroler Maitanz am 16. Mai 2026 im Schlanderser Kulturhaus wird zweifelsohne einer der Höhepunkte der Volkstanzgruppe Schlanders im Vereinsjahr 2026“, so der Obmann der Gruppe Manfred Ratschiller bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar beim Schupferwirt in Anwesenheit der neuen Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner. Den Schlandersern, die für den Maitanz von der Raiffeisenkasse Schlanders unterstütz werden, wird diese Ehre des abwechselnd in Nord- und in Südtirol stattfindenden Tanzfestes bereits zum vierten Mal in der 60jährigen Vereinsgeschichte zuteil. Erwartet werden rund 250 Tänzerinnen und Tänzer aus Nord- und Südtirol und entsprechend laufen die Vorbereitungen bei der Gruppe auf Hochtouren. An dieser Stelle seien alle Vinschger*innen herzlich dazu eingeladen; besonders freuen würde sich die Volkstanzgruppe Schlanders auch ehemalige Mitglieder begrüßen zu dürfen. Zahlreich angekündigt hat sich bereits die jüngste Freundschaft der Schlanderser Volkstanzgruppe, eine Gruppe aus Kirchbach in der Steiermark, welche im Juni letzten Jahres besucht wurde.
Auch abseits des Maitanzes werden die Mitglieder der Volkstanzgruppe im heurigen Jahr wieder sehr aktiv sein, ob bei den Mittwochs-Auftritten im Sommer im Schlanderser Musikpavillon, beim Erntedankfest in der Schlanderser Pfarrkirche oder bei Auftritten im Seniorenheim. Das Gesellige wird zwischen Winterwanderung, Sonnenaufgangstour, Grillfest und Törggelewanderung ebenfalls wieder nicht zu kurz kommen. „Im Jubiläumsjahr 2025 konnten wir fünf neue junge Mitglieder begrüßen, die für frischen Wind in unserer Gruppe sorgen. Es wäre toll, wenn wir auch 2026 Zuwachs bekommen würden“, so der Obmann Manfred Ratschiller.

Für Fragen zur Teilnahme am Maitanz oder einer wöchentlichen Probe Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. / Mobil 333 6176751

Gesamttiroler Maitanz in Schlanders

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Der Gesamttiroler Maitanz ist neben dem Kathreintanz einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Nord-, Ost- und Südtirol. Seit mittlerweile fast 30 Jahren wird dieses Frühjahrstanzfest abwechselnd in Nord- und Südtirol veranstaltet. Nachdem es 2025 im Nordtiroler Kirchbichl stattfand, war 2026 wiederum Südtirol an der Reihe. Die Wahl des Austragungsortes fiel auf Schlanders, wo es am 16. Mai 2026 im Kulturhaus Karl Schönherr veranstaltet wurde. Die Organisation wurde der Volkstanzgruppe Schlanders anvertraut. „Für unsere Volkstanzgruppe war es eine besondere Ehre, den Maitanz mittlerweile bereits zum vierten Mal in unserer 60-jährigen Vereinsgeschichte veranstalten zu dürfen. Viele unserer Mitglieder waren bei der Organisation der letzten Maitanzfeste in Schlanders bereits mit dabei “, so Manfred Ratschiller, der Obmann der Volkstanzgruppe Schlanders. „Zudem war es für uns auch eine Gelegenheit, nochmal unser 60-Jahr-Jubiläum in einem größeren und feierlichen Rahmen zu feiern“, freut sich der Obmann. Gekommen waren zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer aus allen Teilen Tirols, Ehrengast und Kulturreferentin der Gemeinde Schlanders, Kunhilde von Marsoner, sowie die jüngste Freundschaft der Schlanderser Volkstanzgruppe, eine Gruppe aus Kirchbach in der Steiermark, welche im Juni letzten Jahres von den Schlandersern besucht wurde.
Maitanz-Premiere hatte auch die „Readlmusi“, eine junge siebenköpfige Vinschger Tanzlmusik, die gekonnt durch den Abend begleitete.
Letztlich war der Maitanz auch eine Gelegenheit des Austausches der beiden Arbeitsgemeinschaften, vertreten durch die beiden Obfrauen Helga Hetzenauer (ARGE Volkstanz in Tirol) und Monika Rottensteiner Rosatti (ARGE Volkstanz in Südtirol), welche sich gemeinsam der Pflege des Tiroler Volkstanzes und Brauchtums verschrieben haben und sich sehr über das gelungene Maitanzfest freuten und der Volkstanzgruppe Schlanders ihren Dank und Komplimente für die Organisation aussprachen.

Gotteshausleute und Herrschaftsleute

  • Dachzeile: Mals/Laatsch

Eine sehr gut besuchte Veranstaltung beim „Malettes-Bildungsherbst“ fand am Samstag, den 11. Oktober im Gasthaus Lamm in Laatsch statt. Unter dem Thema „Laatsch im Wandel der Zeit“ in memoriam Lucius Stocker, organisierte der Bildungsausschuss Mals einen Filmabend und einen Vortrag. Die Malser Historikerin Mercedes Blaas referierte zum Thema: Die Calvenschlacht. Wer sind die Gotteshausleute? Franz Josef Paulmichl zeigte in einem Kurzfilm die baulichen Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg und Andreas Paulmichl gab interessante Erläuterungen zur Häusergeschichte. Heute gibt es zwischen dem Vinschgau und dem Münstertal bzw. Engadin eine Staatsgrenze, eine Sprachgrenze und eine Religionsgrenze, so Blaas. Doch über 1.000 Jahre bis 1816 gehörte der Vinschgau kirchlich zum Bistum Chur. Auch politisch gehörte der Vinschgau, besonders der Obervinschgau über 500 Jahre bis 1665 zu den Bündnern. Die Untertanen des Fürstbischofs von Chur, der auch die weltliche Macht besaß, wurden Gotteshausleute genannt. Sie mussten dem Bischof Steuern zahlen und für ihn Kriegsdienste leisten. Im 12. Jahrhundert bauten die Tiroler ihren Einfluss im Vinschgau aus. Viele Jahrhunderte lebten Gotteshausleute neben Herrschaftsleuten, den Untertanen der Tiroler bzw. der Habsburger friedlich nebeneinander. In einigen Obervinschgauer Dörfern, wie z.B. in Mals, wo die Gotteshausleute besonders zahlreich waren, gab es zwei Dorfmeister, einen Herrschafts- und einen Gotteshausmann. Je mehr es allerdings im späten Mittelalter den Grafen von Tirol gelang, auch im Vinschgau ihre landesherrlichen Rechte durchzusetzen, umso schwieriger wurde die Situation für die Gotteshausleute. In der Calvenschlacht 1499 mussten die Vinschgauer Gotteshausleute an der Seite der maximilianischen Truppen gegen die Bündner kämpfen. Nach der Calvenschlacht kam der Wendepunkt. Die Bündner hatten zwar die Schlacht an der Calven gewonnen, aber die Gotteshausleute im Vinschgau verloren. (hzg)

Handwerk mit Seltenheitswert

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Du hast das Bodenleger-Handwerk im Familienbetrieb Kofler in Schluderns von der Pike auf gelernt. Mit dem Gesellenbrief in der Hand zählst du heute zu den wenigen ausgebildeten Bodenlegern im Vinschgau, die berechtigt sind, Lehrlinge auszubilden. Würdest du Lehrlinge aufnehmen?

Kurt Kofler: Ja, wir würden uns über einen fleißigen Lehrling sehr freuen. Der Beruf des Bodenlegers ist mangels Lehrlinge mittlerweile zu einem seltenen Beruf geworden und droht langsam auszusterben. Die Unternehmen, die in diesem Bereich entstehen und sich als Bodenleger- Betriebe ausweisen, beschäftigen meist keine gelernten Gesellen. Es gibt derzeit vielleicht noch eine Hand voll aktive Gesellen im Vinschgau. Und diese Betriebe bilden auch keine Lehrlinge mehr aus.

Die Firma Kofler hat sich als zuverlässige Firma längst einen Namen gemacht. Was ist das Schöne am Beruf Bodenleger?
Kurt: Das Schöne ist die Abwechslung der Materialien, die verschieden bearbeitet werden müssen. Diese erfordern in unterschiedlichen Aufgabenbereichen großes Handwerksgeschick. Wir lieben die Herausforderung und lösen auch die schwierigsten Aufgaben. Das ist unser Anspruch.

2018 hast du gemeinsam mit deinem Vater die Gesellschaft Kofler Innenausstattung GmbH gegründet. Mittlerweile bist du alleiniger Gesellschafter. Was zeichnet dein Unternehmen aus?
Kurt: Im Bereich Böden sind wir sehr stark und bieten eine Vielzahl von verschiedenen Produkten, Materialien und Dienstleistungen. Wir schöpfen aus jahrzehntelanger Erfahrung, setzten auf höchste Qualität und Zuverlässigkeit. Mit einer spezifischen Beratung können wir das Richtige für die unterschiedlichsten Ansprüche bieten. Das gilt auch für die Bereiche Sonnenschutz, Markisen und Plissee. Wir lieben die Herausforderung und bemühen uns, selbst die schwierigsten Aufgaben zu lösen.

Welche Arbeit war für dich bisher die herausforderndste bzw. auf welche bist du besonders stolz?
Kurt: Da gibt es einige Arbeiten im Laufe der Jahre, die ich aufzählen könnte. Am aktuellsten ist die Arbeit in der vergangenen Woche. Da durfte ich im Haus eines privaten Kunstsammlers in der Schweiz einen Parkettboden sanieren. Der Raum ist speziell für ein Gemälde von unschätzbarem Wert geschaffen worden, das die wohl bekanntesten Engel der Welt zeigt. Diese lenkten uns schon ein bisschen von unserer Arbeit ab. In den vergangenen 20 Jahren hatte ich bereits öfter das Privileg, in anderen Räumen dieses herrschaftlichen Hauses zu arbeiten. Dass ich nun vor der Kulisse des einzigartigen Werkes den Boden bearbeiten durfte, ist für mich etwas ganz Besonderes.

 

s39 koflerKurt Kofler
Jg. 1989

Kofler Innenausstattung – Bodenbeläge Schluderns
Alleiniger Gesellschafter seit 2024
Mitarbeiter 2
Ausbildung:
Landesberufsschule Schlanders
Gesellenbrief erworben 2007
Auszeichnungen:
2006 GOLD beim Lehrlings-wettbewerb in Innsbruck
2006 SILBER bei den Landes-meisterschaften in Bozen
2008/09 GOLD bei der Europa-meisterschaft in Hannover

 

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Heilpflanzen mit allen Sinnen erleben - in Theorie und Praxis

  • Dachzeile: Schlanders

Von April bis September des heurigen Jahres fand zum vierten Mal - aufgeteilt auf drei Module zu je fünf Tagen - die Phytotherapie-Ausbildung mit der namhaften Apothekerin, Buchautorin und Dozentin Cornelia Stern in der Basis Vinschgau in Schlanders statt.
Die Leiterin der Heilpflanzenschule in Südtirol, Juliane Stricker, Organisatorin und Kursbegleiterin der Ausbildung, war erfreut über die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Südtirol, Deutschland und der Schweiz. Wissenschaftlich fundiertes Wissen über die Wirkungen der Heilpflanzen und deren Anwendungen bei vielerlei Beschwerden wurden besprochen.
Die Inhaltsstoffe in den Heilpflanzen waren ein wichtiger Teil davon, sowie die korrekte Herstellung von Tinkturen, Salben und Tees. Zwischen Theorie, Praxiseinheiten und ein täglicher Gartenrundgang konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Besonderheiten der Heilpflanzen kennenlernen.
Im Basisgarten wurde ein kleiner Heilpflanzengarten angelegt, um den Teilnehmern und Besuchern die Vielfalt der wirksamen Pflanzen näher zu bringen.
Für Schlanders und ganz Südtirol ist die Heilpflanzenschule ein besonderer Ort der Begegnung für interessierte Menschen geworden.
Für alle, die sich im Bereich Natur, Gesundheit und Selbstversorgung weiterbilden möchten, bietet die Heilpflanzenschule verschiedene Ausbildungen und Seminare an.

Infos unter www.heilpflanzenschule.it

Heiß, heißer, Klimashow

  • Dachzeile: Kortsch
  • Weitere Fotos - 1: Franziska Blaas, oew und Maya Sophie Goepfert vom Sogym in Brixen zeigten die Klimashow anlässlich des Welternährungstages
  • Weitere Fotos - 2: Schulstellenleiter Andreas Paulmichl eröffnete das Buffet, das unter dem Titel „Zurück zu den Wurzeln“ zubereitet wurde

Kein leeres Bla-bla, sondern Konkretes kündigten die zwei Referentinnen Franziska Blaas und Maya Sophie Goepfert vor versammelter Schulgemeinschaft der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch an. Der Welternährungstag (16. Oktober), naturgemäß ein Fixtermin im Schulkalender, weil mit der Schulausrichtung eng verbunden, wurde heuer am 21. Oktober 2025 inhaltlich mit einer Klimashow gefüllt.
Der Klimawandel ist menschengemacht, die Folgen des Klimawandels sind längst spürbar. Fakten wurden vorausgeschickt, um dann konkret Veränderungen anzustoßen. „Wir shoppen was das Zeug hält“, sagt Blaas von der Oew, der Organisation für eine solidarische Welt. Mindestens ein neues Kleidungsstück wird in Europa durchschnittlich pro Mensch und Woche gekauft. Das macht in Summe 60 Kleidungsstücke pro Jahr. „Rund 40 Prozent tragen wir fast nie. Was können wir konkret in der Modebranche tun, um den Klimawandel aufzuhalten?“ Weniger Kleidung kaufen, auf Second-Hand Kleidung zurückgreifen oder Kleidertauschpartys organisieren. Nicht weniger Auswirkungen haben technische Geräte aufs Klima. Ein Laptop zum Beispiel braucht 20.000 Liter Wasser für die Produktion. Zwei Prozent der Gesamtemissionen fallen auf das Internet zurück. Goepfert, Schülerin am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Brixen: „Nutzt euer Handy solange es geht, lasst es reparieren, schont die Akkus und kauft Second-Hand ein.“
16.000 Mahlzeiten hat ein Mensch bis zur ersten Klasse Oberschule zu sich genommen. Lange und teilweise irrsinnige Transportwege liegen hinter den Produkten. Verpackungsmüll sprich Plastik inklusive. Während in manchen Ländern ein Drittel der Lebensmittel im Müll landen, leiden 735 Millionen an Unterernährung. „Lebensmittel lokal und saisonal einkaufen, unverpackt und auf keinen Fall wegschmeißen“, gaben die zwei Referentinnen den SchülerInnen mit auf den Weg. Und: Mit Bus und Bahn fahren, denn „in Südtirol haben wir mehr zugelassene Autos wie Menschen. Südtirol ist Spitzenreiter in Europa.“
„Zurück zu den Wurzeln“ – so nannte sich der kulinarische Abschluss der Veranstaltung, einerseits um die Aufmerksamkeit auf regionale und saisonale Lebensmittel zu lenken. Zum anderen, um dem Wurzelgemüse Pastinake, Karotte, Sellerieknolle und Rote Beete einen gebührenden Auftritt zu geben.
Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch und die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Burgeis beteiligen sich übrigens nicht an den Protestmaßnahmen der Lehrpersonen. Alle außerschulischen Tätigkeiten werden durchgeführt. (ap)

Herbstgedichte und Musik

  • Dachzeile: Schloss Goldrain/Matinee

Zu einer literarisch-musikalischen Matinee unter dem Titel „Befiehl den letzten Früchten voll zu sein“, lud das Bildungshaus Schloss Goldrain am Sonntag, den 12. Oktober ins Schloss. Die Direktorin Gertrud Wellenzohn bemüht sich, zusammen mit den beiden Bildungsreferentinnen Andrea Hanni und Maria Raffeiner, neben Seminaren und Workshops über Ernährung, Gesundheit und Natur, zur beruflichen und persönlichen Fortbildung, auch ein vielfältiges kulturelles Programm auf die Beine zu stellen. Angeboten werden Konzerte, Theateraufführungen, Kabaretts, Lesungen und Diskussionen. Am 12. Oktober, einem schönen Herbsttag, überraschten der Autor und Kabarettist Horst Saller aus Schlanders mit bekannten und unbekannten Herbstgedichten und der Pianist Nico Platter aus Naturns mit seinen malerischen Improvisationen. Zu hören waren Herbst-, Oktober- und Novembergedichte von Theodor Storm, Rainer Maria Rilke, Theodor Fontane, Heinrich Heine und H.C. Artmann. Eindrucksvoll beschrieben wird die Ernte, die reifen Früchte, die letzten Sommertage, der frische Wind, die fortziehenden Schwalben, die Wolken und das Nebelspiel im November. Vorgelesen wurde auch ein Gedicht von Norbert C. Kaser über den Stegener Markt. Überrascht hat Saller auch mit zwei Herbstliedern von Konstantin Wecker und Heintje, dem Kinderstar aus den 60er Jahren. Lustig war das Herbstgedicht von Joachim Ringelnatz, interessant das Wörtergedicht von Carl Zuckmayer und nachdenklich das Liebesgedicht von Hermann von Gilm. Saller begann die Lesung mit dem Gedicht „Der Herbst, der war mir lieber“ von Sidonie Grünwald-Zerkowitz und beendete sie mit dem Gedicht „Welkes Blatt“ von Mascha Kaléko. Ganz spontan antwortete Nico Platter nach jedem Gedicht mit einer musikalischen Improvisation, einmal leise, harmonisch und meditativ, dann wieder sprunghaft, laut und kontrastreich. Nach der Lesung gab es zur Mittagszeit eine warme Kürbiskremsuppe und gebratene Kastanien. (hzg)

Heute. Hier. Jetzt

  • Dachzeile: Schlanders
  • Redakteur: Angelika Ploner (Interview)
  • Redakteur Bild:

Es ist mittlerweile lieb gewordene Tradition, dass eine Delegation des Südtiroler Kulturinstituts, des Kulturhauses und der Gemeinde Schlanders pünktlich zum Start der Theatersaison des Südtiroler Kulturinstituts in Schlanders zu Besuch in die Vinschgerwind-Redaktion kommt. Heuer trudelten Peter Silbernagl, der Direktor des Südtiroler Kulturinstituts, Martin Trafoier, Verwaltungsratsmitglied des Südtiroler Kulturinstituts, Monika Holzner Wunderer, Präsidentin des Kulturhauses Schlanders und Kunhilde von Marsoner, Kulturreferentin der Gemeinde Schlanders am 19. September ein und überbrachten Programmhefte und viel Information dazu. Es ist genauso lieb gewordene Tradition der Kulturdelegation einige Fragen zu stellen. Persönliche und unpersönliche – immer mit Bezug zu Stücken und Programm.

Vinschgerwind: Herr Silbernagl: Wären Sie gerne ein Milliardär?
Peter SilbernaglPeter Silbernagl: Da halte ich es mit Seneca: „Nicht auf die Größe des Vermögens, sondern auf die des Geistes kommt es an.“ Und an der Größe des Geistes zu arbeiten ist eine schöne Lebensaufgabe.

Vinschgerwind: Der Auftakt im Strafprozess gegen Renè Benko erfolgt am 14. und 15. Oktober 2025 in Innsbruck. Zeigleich, am 15. Oktober, wird der „Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“ in Schlanders gezeigt. Warum sollte man sich Benko in Schlanders und nicht in Innsbruck ansehen?
Peter Silbernagl: Ich weiß nicht, wie lange ein Strafprozess in Österreich dauert. Aber er bietet wohl kaum in 90 spannenden Minuten das Ergebnis jener investigativen Recherche, welche die Redaktion von DOSSIER gemacht hat und Basis des Stückes ist. Wenn Calle Fuhr als Schauspieler selbst auf der Bühne steht, wird das Signa-Wunderland garantiert unterhaltsam und wohl auch verständlicher beleuchtet als vor Gericht. In Innsbruck bekommt man vielleicht Benko selbst zu Gesicht, in Schlanders lernt man das System verstehen, das einen Benko ermöglichte.

Vinschgerwind: Frau Von Marsoner, Sie sind die neue Kulturreferentin der Marktgemeinde Schlanders. „Oleanna – ein Machtspiel“ wird das St. Pauli Theater Hamburg am 25. November 2025 in Schlanders auf die Bühne bringen. Ist Politik nicht auch ein Machtspiel?
Kunhilde von MarsonerKunhilde Von Marsoner: Ja, tatsächlich dreht es sich in der Politik um Macht, nämlich wer Entscheidungen trifft, welche Interessen sich durchsetzen, wie Ressourcen verteilt werden. Dieses Ringen um Einfluss mag wie ein Spiel wirken, da es auch oft Gewinner und Verlierer gibt. Aber Politik umfasst mehr als Macht: Sie ist auch Aushandlung, Gestaltung gemeinsamer Regeln und das Ringen um Werte und Gerechtigkeit. Sie ist auch eine Suche nach Lösungen, die für möglichst viele tragbar sind.
Vinschgerwind: „Starkes Schauspiel“ ließ die Hamburger Morgenpost wissen. Warum werden Sie sich das Stück ansehen?
Kunhilde Von Marsoner: Das Stück behandelt Macht, Sprache, Missverständnisse und Geschlechterrollen – Themen, die heute in Zeiten von #MeToo, Debatten um Machtmissbrauch und Gleichstellung aktueller sind denn je.

Vinschgerwind: Herr Trafoier: Sie waren 39 Jahre lang Oberschullehrer. Wieviel Humor braucht Schule?
Martin TrafoierMartin Trafoier: Ein humorvoller Unterricht schafft ein entspanntes Lernklima, weckt Aufmerksamkeit und Interesse und tut der Schüler-Lehrer-Beziehung gut. Ich habe zum Beispiel im Grammatikunterricht gerne skurril-verrückte Beispielsätze verwendet, in der Hoffnung, dass dadurch der Unterricht aufgelockert wird und sich grammatikalische Strukturen leichter einprägen lassen. Ein Beispiel für’s Passiv? ”The butcher is being followed by a green cow with a Trump tattoo.” (Der Metzger wird von einer grünen Kuh mit einem Trump-Tattoo verfolgt.)

Vinschgerwind: Das Stück „Post von Karlheinz“, das am 21. Jänner 2026 vom Metropol-theater München im Kulturhaus Schlanders gezeigt wird, verspricht messerscharfen Humor gegen Hass und Hetze. Was versprechen Sie sich von diesem Stück?
Martin Trafoier: In Online-Kommentaren lassen manche Internet-Nutzer ihrer Wut und ihrem Hass freien Lauf. Mit einer Vielzahl von gehässigen, rassistischen und beleidigenden Kommentaren wurde auch der Autor des Stücks Hasnain Kazim überhäuft, ein in Oldenburg geborener Journalist mit indisch-pakistanischen Wurzeln. Geistreich und mit spitzer Zunge hat er den „richtigen Deutschen“ wie „Maria gegen Scharia“ oder „Siegfried Drachentöter“ geantwortet und mit ihnen gechattet, „denn wenn wir schweigen, beginnen wir, den Hass zu akzeptieren.“ Diese Chats wurden 2018 als Buch veröffentlicht, und Jochen Schölch hat daraus eine Sprechoper für vier Personen komponiert. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Vinschgerwind: Frau Wunderer, wann dachten Sie das letzte Mal „Oh mein Gott?“
Monika WundererMonika Wunderer: Spontan denke oder sage ich das oft, vor allem, wenn ich positiv oder negativ überrascht werde. Das letzte Mal dachte ich es mir wohl, als ich meine neugeborene Enkelin im Arm hielt: “Oh mein Gott, wie schön! Danke!“

Vinschgerwind: Und was erwarten Sie sich vom Stück von Anat Gov, das am 24. Februar 2026 auf die Bühne in Schlanders kommt?
Monika Wunderer: „Ich erwarte mir ein zeitgenössisches Stück, das einen kritischen Blick auf aktuelle Themen unserer Zeit wirft. Ich erwarte mir spannende Dialoge, gewürzt mit einer großen Portion Humor, und Antworten auf meine Fragen: Verzweifelt selbst der Schöpfer an seiner Schöpfung? Wie gelingt es der Psychologin Ela in nur einer Stunde seine Pläne zu ändern und die Welt zu retten?
Ich bin neugierig und freue mich darauf überrascht und berührt zu werden, zum Nachdenken gebracht zu werden, aber auch zu lachen und das alles gemeinsam mit dem Publikum zu teilen.

Vinschgerwind: Herr von Hohenbühel, gendern Sie gerne?
Hans-Christoph HohenbühelHans-Christoph Hohenbühel: Das Wort „gendern“ spaltet die Gemüter. Aber wenn es um die Gleichberechtigung der Geschlechter geht, sind wir uns wohl alle einig. Und das ist für mich das Entscheidende.

Vinschgerwind: „Kalter Weisser Mann“ wird die Theatersaison des Kulturinstituts in Schlanders am 14. April 2026 abschließen. Das Gastspiel des Renaissance-Theaters Berlin macht die letzte Ruhe zur Unruhe. Setzt das Südtiroler Kulturinstitut einen Höhepunkt als Schlusspunkt?
Hans-Christoph Hohenbühel: Es ist ein Stück über eine Trauerfeier, bei der einem die Tränen höchstens vor lauter Lachen kommen, versprochen! Hier werden sämtliche Reizthemen unseres modernen Social-Media-Zeitalters auf die Spitze getrieben. Ein Schlusspunkt voller Humor und Tiefgang.

 

Historische Fotos sind Anziehungsmagnete

  • Dachzeile: Schluderns/VUSEUM

Der Zustrom der Besucherinnen und Besucher am „Internationalen Museums Tag“ am Sonntag, den 17. Mai 2026 im Vintschger Museum/VUSEUM war sehr groß. Und das freute das Chronistenteam mit Alexander Lutt, Gerold Hauser und Severin Walter. Die historisch interessierte Dreiergruppe, die sich vor zwei Jahren zusammengefunden und 2025 als Dorfchronisten die Betreuung des Schludernser Gemeindearchivs übernommen hatten, präsentierte eine besondere Ausstellung. Im Zusammenhang mit ihrer Archivarbeit waren sie auf ein große Passfotosammlung gestoßen - teils mit Namen versehen. Am „Internationalen Museumstag“ zeigeten sie diese mit anderen historischen Fotos, alten Schriften und Dokumenten der Öffentlichkeit. Auch Filme von Franz Lutt wurden gezeigt. Die drei Chronisten gaben gute Einblicke in ihre wertvolle Arbeit. Diese ermöglicht den Blick in die Vergangenheit und dokumentiert die Gegenwart. Die Chronisten beschäftigen sich mit Bild- und Schriftdokumenten mit Familienforschung mit Höfegeschichten und auch mit den Schludernser Ehrenbürgern. Allgemein bekannt waren den meisten Schludernserinnen und Schludernsern bisher nur die vier Persönlichkeiten Friedrich Hoppe (ernannt 1970), Klotz Franz (1982), Eduard Wallnöfer (1987) und Josef Frank (1990). Die Recherchen der Chronisten brachten noch weitere Ehrenbürger aus längst vergangenen Zeiten zutage. Es sind dies die vier einstigen Ortspfarrer Alois Rainalter, Johann Kuntner, Karl Pali und Johann Georg Dietl sowie der Ingenieur Joachim Stern, der sich um die Verbauung des Saldurbaches im Matschertal gekümmert hatte.
Beim Internationalen Museumstag kam auch das spannende Familien Quiz „Actionbound“ gut an, gestaltet von der VUSEUM Mitarbeiterin Anna Tschenett. Dabei lässt sich über das Handy die Dorf- und Museumsgeschichte erleben. (mds)

History of Rock mit Geigen und Celli

  • Dachzeile: Schlanders/Kulturhaus
  • Weitere Fotos - 1: v. l.: Claudio Cavallin (Kontrabass) und Philipp Götsch aus Naturns (Posaune)

Zu einem ungewöhnlichen Konzert mit Songs bekannter Rock- und Popgrößen aus den 70er, 80er und 90er Jahren lud am 27. September das Kulturhaus Schlanders in Zusammenarbeit mit dem Konzertverein Musica viva Vinschgau ein. Im Sparkassensaal des Kulturhauses präsentierte das 9-köpfige Kammermusik Ensemble Athesis ein Medley der Rolling Stones und der Beatles, außerdem „Smoke on the water“ von Deep Purple, „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin, „Bohemian Rhapsody“ der legendären britische Rockband Queen, „Wish you were here“ von Pink Floyd, „Highway to Hell“ der australischen Hard-Rock-Band AC/DC und „The sound of silence“ von Simon and Garfunkel. Die bekannten Bands gaben ihre Musik in erster Linie mit Gitarren und Schlagzeug zum Besten, die Profimusiker spielten diese bekannten Lieder auf Geigen (Elena Sofia Ferrante, Francesca Vanoncini, Adamo Rossi), Celli (Maria Chiara Gaddi und Matteo Bodini aus Schlanders), Bratsche (Francesco Zecchi, Carolina Paolini) und Kontrabass (Claudio Cavallin). Philipp Götsch aus Naturns begleitete das Ensemble mit seiner Posaune. Während die Gesellschaft sich immer stärker aufspaltet, findet in der Musikwelt genau das Gegenteil statt. Die verschiedenen Musikrichtungen inspirieren sich gegenseitig, vermischen sich und entwickeln sich so weiter. So kann man in der Volksmusik musikalische Elemente aus der Klassik und vom Jazz hören, während bekannte Orchester auch moderne Songs aus der Rock- und Popmusik spielen. Beim gut besuchten Konzert im Sparkassensaal wurde auch nicht nur am Ende der Stücke geklatscht, sondern, wie bei einem Rockkonzert auch bei besonderen Stellen die Musiker durch heftigen Applaus noch angefeuert und bejubelt. Und wie der Schlussapplaus gezeigt hat, hat es dem Publikum und den Musikern gefallen. (hzg)