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Feierliche Fahnenweihe und Musifest

  • Dachzeile: Eyrs
  • Weitere Fotos - 1: Die Musikkappelle aus der Nordtiroler Partnergemeinde Mieming begleitete die Festmesse
  • Weitere Fotos - 2: Stefan Biedermann und die von im angefertigte Musifahne der MK Eyrs.

Am vergangenen Pfingstsonntag, dem 24. Mai wurde in Eyrs, im Rahmen einer Feldmesse mit Einmarsch und einem anschließenden Musifest in der Sportzone, die von Manfred Zangerle gespendete und vom Eyrser Künstler Thomas Biedermann gestaltete Musifahne eingeweiht und gefeiert. Zangerle war einer der ersten Covid-Patienten in Südtirol und musste intubiert werden und war „heilfroh nach der Corona-Zeit wieder in die Dorfgemeinschaft zurückkehren zu dürfen.“ Nicht „nur“ deswegen, sondern auch als Dank an die Musikanten- und Dorfgemeinschaft gab Manfred Zangerle, der einst fast als Senator für den Vinschgau nach Rom gezogen wäre und viel für das Dorf Eyrs geleistet hatte, die Fahne in Auftrag. Thomas Biedermann, der nach der Messe das Design der Fahne erklärte, verwendete dafür eigene Farbtechniken. Obwohl die Fahne nicht gestickt, sondern bemalt wurde, könne diese einige Jahrhunderte überdauern. Die Festmesse wurde von der Musikkapelle der Eyrser Partnergemeinde Mieming musikalisch begleitet. Pfarrer HW. Jolly nutzte die Gelegenheit, um drauf hinzuweisen, dass der Pfingstsonntag nicht nur der Tag des Heiligen Geistes, sondern auch der Geburtstag der Kirche ist. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Zangerle mit der Ehrenmitgliedschaft bei der Musikkapelle und mit einer Ehrenurkunde für seine 35-jährige Mitgliedschaft geehrt. Sebastian Prieth, Obmann der Musikverbandes Vinschgau hob hervor, dass die Festlichkeit etwas Besonderes sei, denn allzu viele Fahnenweihen gäbe es letzthin nicht mehr. Die Fahnenpatenschaft hat Bettina Kobler übernommen. Nach der Festmesse zogen die Musikkapellen aus Laas, Eyrs, Tschenlgs und Mieming zum Festgelände, wo noch bis spät in die Nacht gefeiert wurde. (uno)

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1000 km Rad-Staffel bis an die Adria

  • Dachzeile: Via Claudia Augusta
  • Weitere Fotos - 1:  Übergabe von den Schlandersern zu den Partschinsern

Jedes Jahr im Mai erwacht die Via Claudia Augusta mit einer 1000 km langen Radstaffel zu neuem Leben. Radlergruppen aus 150 Gemeinden entlang der historischen Straße nehmen jeweils in ihrer Gemeinde von der Vorgemeinde einen Staffel-Stab entgegen und radeln ihn in die nächste Gemeinde usw. So tragen sie gemeinsam, in einer verbindenden Aktion, den Staffelstab über die Alpen bis nach Altino bei Venedig bzw. Ostiglia am Po.
Die Aktion ist aber nicht nur eine wiederbelebende, sondern auch eine verbindende. Wie die Via Claudia Augusta schon vor den Römern, in der Römerzeit, im Mittelalter und in der Neuzeit bis heute den Norden und den Süden Europas verband, die Menschen, die entlang der historischen Straße lebten und ihre Kulturen, so verbindet auch jedes Jahr die Rad-Staffel (italienisch Staffetta in Bici) die Menschen, ihre Kulturen und das heutige Europa. Am vergangenen Wochenende tourte die Radstaffel über den Reschenpass, durch das Vinschgau, das Burggrafenamt, Bozen, den Süden Südtirols und die Piana Rotalian bis Trento, wo der Teilabschnitt am Domplatz endete, wo es nächstes Wochenende weitergeht.

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Großer Erfolg für das Frühjahrskonzert des MGV Schlanders

  • Dachzeile: Schlanders

Auf großes Interesse stieß am Samstag, den 09.05.26 das traditionelle Frühjahrskonzert des Männergesangsvereins (MGV) Schlanders im Kulturhaus: Der Theatersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und dies unterstrich einmal mehr den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung im kulturellen Leben von Schlanders.
Unter der Leitung von Sibylle Pichler präsentierte der Chor ein vielseitiges und sorgfältig gestaltetes Programm, das beim Publikum auf durchwegs positive Resonanz traf. Souverän und informativ führte Martin Trafoier als Konzertsprecher durch den Abend und gab dabei interessante Einblicke in die einzelnen Werke.
Der MGV Schlanders überzeugte mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Liedern, die von traditionellen Stücken bis hin zu bekannten Klassikern und modernen Arrangements reichte. Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das Werk „Unz Wåttr isch winti“ ein, das von Ernst Thoma eigens für dieses Frühjahrskonzert als Männerchorstück gesetzt wurde und an diesem Abend seine Premiere feierte. Die gelungene Uraufführung wurde vom Publikum mit besonderem Applaus gewürdigt.
Weitere Titel wie „Azzurro“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ oder „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ sorgten für Wiedererkennungswert und begeisterte Reaktionen im Saal.
Eine besondere Bereicherung stellte der Auftritt des Gastchores MGV Loreley Engelhelms 1923 e.V. dar, der unter der Leitung von Gregor Botzet ebenfalls sein Können unter Beweis stellte. Mit eigenen Beiträgen sowie im gemeinsamen Auftritt mit dem MGV Schlanders entstand ein stimmiger und abwechslungsreicher Konzertabend. Der gemeinsame Vortrag von „Tage wie diese“ zählte dabei zu den Höhepunkten.
Auch die instrumentale Begleitung trug wesentlich zum Gelingen des Konzerts bei: Andrijana Radivojevic und Thea Gurschler am Klavier sowie Michael Strobl an der Gitarre sorgten für zusätzliche Klangfülle und rundeten das musikalische Gesamtbild harmonisch ab.
Ein besonderer Moment des Abends war zudem die Begrüßung zweier neuer Sänger: Lukas Theiner (2. Tenor) und Lukas Grasser (1. Bass) standen erstmals beim Frühjahrskonzert mit dem MGV Schlanders auf der Bühne und wurden von Obmann Daniel Staffler herzlich im Chor willkommen geheißen.
Neben unterhaltsamen Stücken fanden auch anspruchsvollere Werke ihren Platz im Programm. So beeindruckte der MGV Schlanders unter anderem mit dem Gefangenenchor aus Beethovens Oper „Fidelio“ sowie mit „Gute Nacht, Freunde“, das den Konzertabend stimmungsvoll abrundete.
Der langanhaltende Applaus am Ende spiegelte die Begeisterung des Publikums wider und bestätigte den großen Erfolg des Konzerts. Beim anschließenden Umtrunk nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

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Der Kampf um die Talente

  • Dachzeile: 53. Grenzpendlertagung in Schluderns
  • Weitere Fotos - 1: Referent Thomas Moriggl

Zum 53. Mal stand Schluderns im Zeichen der Grenzpendlertagung. Viele Arbeitnehmer:innen, die in der Schweiz tätig sind, nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Neuerungen zu informieren und persönliche Erfahrungen auszutauschen.
Die Sprecherin der Grenzpendlergruppe Gerlinde Warger und Rosemarie Mayer für die „Südtiroler in der Welt“, begrüßten zahlreiche Ehrengäste, darunter den Landtagsabgeordneten Sepp Noggler, die Kammerabgeordnete Renate Gebhard und den ehemaligen Parlamentarier Albrecht Plangger. Ebenfalls anwesend waren mehrere Bürgermeister des Obervinschgaus, sowie Günther Platter, Vertreter der Raiffeisenkasse. Karl Kerer, Vorstandsmitglied des KVW, begrüßte die Teilnehmer:innen und berichtete kurz über die Wipptaler Grenzpendlertagung, die dieses Jahr im Frühjahr erstmals ins Sterzing stattgefunden hatte.
Die römische Kammerabgeordnete Renate Gebhard berichtete, dass es aktuell wenig Neues aus dem Süden gebe und dass das in diesem Kontext eine gute Nachricht sei. Sie ging insbesondere auf die aktuellen Bestimmungen zur Telearbeit ein. Bis zu 25 Prozent der Arbeitszeit könnten im Homeoffice geleistet werden, ohne den Status als echte Grenzpendler zu verlieren. Dies ist jetzt Gesetz und es muss deshalb nicht mehr jährlich um Genehmigung angesucht werden. Die Situation hat sich verändert und Fachkräfte werden auch bei uns händeringend gesucht.
Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille: demgemäß wurden diesmal zur Grenzpendlertagung auch Maurus Blumenthal, Direktor des Bündner Gewerbeverbands eingeladen, um die Bedeutung der 1.200 Grenzgänger:innen aus dem Obervinschgau für die Bündner Wirtschaft zu unterstreichen. Südtirol und Graubünden sind 2 starke Alpenregionen mit ähnlicher Wirtschaftsstruktur, beide exportorientiert und die Schweizer zusätzlich mit einer starken Währung ausgestattet. Allerdings spüren auch die Graubündner den demographischen Wandel, die massive Abwanderung und sie leiden unter der schwierigen Erreichbarkeit des Kantons. Der Fachkräftemangel wird durch die Grenzpendler:innen, die vor allem aus Südtirol und Sondrio kommen, etwas ausgeglichen, allerdings sind auch die Lohnansprüche der Grenzpendler:innen gestiegen.
Dies ist deshalb so, weil die Wirtschaft auch auf Südtiroler Seite floriert und die Unternehmen attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Thomas Moriggl, der selbst einige Zeit in die Schweiz zum Arbeiten pendelte, sprach im Namen des Unternehmerverbands und als Unternehmer zu den Anwesenden. „Wir im Vinschgau sind ständig auf der Suche nach Fachkräften und seit dem Inkrafttreten des neuen Doppelbesteuerungsabkommens (01.01.2024) ist eine leichte Trendumkehr spürbar. Es gibt bereits einige Rückkehrer:innen und das ist gut so, weil Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt zunehmend verändern, aber wir noch nicht genau einschätzen können in welchem Maße,“ so Moriggl. Laut ihm brennt allerdings das Thema „leistbarer Wohnraum“ allen unter den Nägeln, genauso wie klimatische und geopolitische Veränderungen. Bei letzteren sei allerdings der Einfluss der lokalen Politik gering. Die Südtiroler Arbeitgeber:innen punkten mit einem sicheren Arbeitsplatz, kürzeren Arbeitswegen, zusätzlichen Benefits (z.B. Gesundheitsfonds), der Abfertigung als zusätzlichem Lohnelement, interessanten Rahmenbedingungen (mehr Urlaub und Kinderschutz als in der Schweiz), …Der Staat hilft über den so genannten „rientro dei cervelli“, der aber den Fokus nicht nur auf Akademiker:innen, sondern auch auf spezialisierte und technische Arbeitskräfte legen sollte. Der Kampf um Talente wird diesseits und jenseits der Grenze ausgetragen.
Die Vorteile hingegen der Grenzpendelei schilderte der Prader Bürgermeister Rafael Alber. Die finanziellen Ausgleichszahlungen aus Rom gehen anteilsmäßig zur Pendelzahl der jeweiligen Gemeinde an die Obervinschger Gemeinden Mals, Graun, Schluderns, Taufers, Prad, Glurns und Schlanders. Die Beiträge werden dann wieder für die lokale Bevölkerung reinvestiert: beispielsweise in Trinkwasserleitungen in Glurns, die Erweiterung und die energetische Sanierung der Grundschule in Prad, Straßenlaternen in Graun und noch einiges mehr.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Vinschgaus ist gut und auch die Bündner Wirtschaft wächst: ob jemand aber dann hier oder dort arbeitet, ist immer eine persönliche Entscheidung und beides hat Vor- und Nachteile. Nach einer kurzen Diskussionsrunde beendete Gerlinde Warger die spannende Tagung mit der Einladung an die Anwesenden auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Das Grenzpendlerbüro in Mals ist wochentags zu Bürozeiten telefonisch und per E-Mail erreichbar. Für eine persönliche Beratung ist eine Terminabsprache sowie eine Mitgliedschaft im Verein „Südtiroler in der Welt“ erforderlich. Der KVW und der Verein „Südtiroler in der Welt“ werden sich auch weiterhin für die Grenzpendlerthemen einsetzen.

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