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Ein starker Abend für Männer

  • Dachzeile: Eyrs

Am Gedenktag des heiligen Josef, dem 19. März, luden die Pfarrei zum Hl. Remigius und die Bauernsenioren heuer auch wieder zu einem besonderen Akzent in der Fastenzeit ein: Unter dem Motto „Werkstolz & Gottvertrauen“ versammelten sich Männer zu einer Wort-Gottes-Feier, die durch ihre Bodenständigkeit und ehrliche Spiritualität beeindruckte. Die Kirchenbänke in Eyrs, füllten sich mit gestandenen Mannsbildern um ihren Patron, den heiligen Josef, zu ehren. Dass der „Josefitag“ mehr ist als nur ein Datum im Kalender, wurde bereits beim Einzug spürbar. Die Männersinggruppe unter der Leitung von Peter Trafoier verlieh der Feier mit kraftvollen und passenden Liedern einen würdigen, männlichen Charakter. In der Wort-Gottes-Feier wurde Josef von Nazareth nicht als ferne Heiligenfigur, sondern als „zupackender Schaffer“ gezeichnet. In der Predigt wurde betont, dass von Josef kein einziges Wort in der Bibel überliefert ist – er sprach durch seine Taten. „Josef zeigt uns: Glaube ist kein Reden, sondern Tun“, hieß es treffend. Besonders die Verbindung zwischen Handwerk, Landwirtschaft und Gottvertrauen stand im Fokus. Die Lesung aus dem Buch Sirach verdeutlichte, wie wichtig die Arbeit derer ist, die „den Pflug halten“ oder „am Amboss sitzen“, denn ohne sie wird keine Stadt besiedelt. Ein zentraler Gedanke des Abends war das Bild des „Engels im Traum“. Während in der heutigen Leistungsgesellschaft Träumer oft belächelt werden, wurde Josef als Vorbild für das Innehalten präsentiert. Er nahm sich die Zeit, auf seine innere Stimme zu hören, um dann mit Mut und Konsequenz die richtigen Entscheidungen für seine Familie zu treffen. Die Fürbitten griffen die konkreten Sorgen der hiesigen Männer auf: Es wurde um Schutz für die Höfe vor Unwettern gebetet, um Sicherheit an den Arbeitsplätzen der Handwerker und um Kraft für die junge Generation bei der Hofübernahme. Auch der Verstorbenen und der Väter wurde am landesweiten Vatertag besonders gedacht.
Nach dem feierlichen Segen fand der Abend seine Fortsetzung in der Feuerwehrhalle. Die Bauernsenioren hatten eingeladen, und bei einem „Fastensüppl“, einer herzhaften Gerstsuppe, wurde die Gemeinschaft gepflegt. Hier zeigte sich, was den Abend ausmachte: Ein starkes Miteinander, bei dem der Austausch zwischen Jung und Alt genauso Platz hatte wie das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit.

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Sprachencafé ist erfolgreich zu Ende gegangen

  • Dachzeile: Schlanders

Auch in diesem Jahr ist das Sprachencafé, das im Auftrag des Bildungsausschusses von Schlanders organisiert wird und jeweils am Samstagvormittag in der Bibliothek Schlandersburg stattfindet, erfolgreich zu Ende gegangen. Bei den zehn Treffen konnten die Teilnehmer, die sich durchwegs zufrieden zeigten, zwischen fünf Sprachen wählen: Italienisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und den lokalen Dialekt.
Gianluigi, einer der Moderatoren für die italienische Sprache, fasst seine Erfahrungen wie folgt zusammen: Das Sprachencafé ist auch für uns Moderatoren eine Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. Meistens bildet sich eine feste Gruppe von Teilnehmern und dann gibt es einige Personen, die gelegentlich dazukommen. Jedes Treffen wird zu einer Gelegenheit, sich über die unterschiedlichsten Themen auszutauschen, und es ist schön zu sehen, dass die Gruppe sich von Mal zu Mal ein bisschen besser kennenlernt. Es war überraschend zu sehen, wie die Teilnehmer im Laufe der Treffen immer mehr Mut und Sicherheit gewannen, sich auf Italienisch auch zu komplexen Themen zu äußern. Das Sprachencafé trägt sicherlich auch dazu bei, Vorurteile unter den Sprachgruppen abzubauen.
Auch Mahynn, Moderatorin für die englische Sprache, betont, dass es beim Sprachencafé nicht nur darum geht, eine Sprache zu üben, sondern auch darum, Beziehungen aufzubauen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Nach und nach verwandelt sich jede Gruppe in eine Gemeinschaft.
Als neues Angebot wurde heuer neben Spanisch auch der lokale Dialekt angeboten. Viele, die die deutsche Sprache gut erlernt haben, können mit diesen Kenntnissen im Alltag oft wenig anfangen, weil sie die einheimische Bevölkerung nicht verstehen, da der Dialekt in vielen Bereichen sehr stark von der Hochsprache abweicht. Den Dialekt aktiv zu sprechen ist nicht notwendig, aber für eine gelingende Integration ist es sehr wichtig, den Dialekt zu verstehen und diesem Anliegen wird mit dem neuen Angebot Rechnung getragen.
Nach der Sommerpause wird diese interessante Aktivität mit neuer Energie und neuen Ideen hoffentlich wieder aufgenommen.

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Digitale Medien im Kindesalter

  • Dachzeile: Vinschgau

Immer früher kommen Kinder mit digitalen Medien in Berührung. Umso wichtiger ist es, Eltern von Anfang an für einen bewussten Umgang zu sensibilisieren und ihnen konkrete Orientierung zu bieten.
Das Forum Prävention hat in Zusammenarbeit mit dem Projekt DigiKids Vinschgau und dem landesweiten Netzwerk Eltern-medienfit die Informationsflyer „Kinder und digitale Medien“ entwickelt. Die Materialien richten sich an Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren sowie von 3 bis 6 Jahren und wurden von der Familienagentur finanziert. Die Flyer geben klare Empfehlungen für die ersten Lebensjahre: Für Kinder von 0 bis 3 Jahren wird empfohlen, möglichst vollständig auf digitale Medien zu verzichten. Im Alter von 3 bis 6 Jahren sollen Bildschirmmedien nur sehr sparsam und gezielt eingesetzt werden.
Bewegung, das Entdecken der Welt mit allen Sinnen, soziale Kontakte und ausreichend Schlaf bilden die Grundlage für eine gesunde Entwicklung in der frühen Kindheit. Zu viel Bildschirmzeit kann hingegen wertvolle Erfahrungen verdrängen, die für das Aufwachsen von Kindern zentral sind.
„Wir möchten Eltern dabei unterstützen, den Umgang mit digitalen Geräten von Beginn an verantwortungsvoll und altersgerecht zu gestalten“, betont Manuela Lechner vom Forum Prävention. Die Flyer enthalten zudem praktische Tipps für einen gelungenen Einstieg in die Mediennutzung, Hinweise auf altersgerechte Inhalte sowie Empfehlungen für klare Regeln im Familienalltag. Auch die Bedeutung medienfreier Zeiten und die Vorbildrolle der Eltern werden hervorgehoben.
„Mit den neuen Informationsmaterialien wollen wir Eltern von Kleinkindern konkrete Hilfestellung im Umgang mit digitalen Medien im Alltag bieten“, sagt Rosmarie Pamer, Landesrätin für Familie. Sylvia Baumgartner, Direktorin des deutschen Kindergartensprengels Schlanders ergänzt: „Wir freuen uns, dass im Rahmen des Projekts DigiKids ein Flyer entstanden ist, das Eltern nun landesweit zur Verfügung steht.“
In den kommenden Wochen werden die Flyer über die Kindergärten landesweit an alle Eltern verteilt. Interessierte können die Flyer auf der Website www.eltern-medienfit.bz herunterladen.

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Unternehmer treffen Schüler:innen

  • Vorspann: Zusammenarbeit Industrie & Schule - Industry, performance, future, unter diesem Motto fand am Donnerstag, den 23. April 2026 im Oberschulzentrum „Claudia von Medici“ eine Veranstaltung für Berufs- und Oberschüler und Oberschülerinnen aus Mals, Schlanders und aus der Fürstenburg Burgeis statt. Die teils zweisprachig gehaltenen Referate gaben Einblick in die Welt der Unternehmer.
  • Dachzeile: Oberschulzentrum Mals
  • Redakteur: Magdalena Dietl Sapelza
  • Redakteur Bild:
  • Weitere Fotos - 1: Enrico Zuliani (HOPPE)
  • Weitere Fotos - 2: David Tappeiner (Berges Mechanics)

Die Treffen im Rahmen des Projekts „Zusammenarbeit Industrie & Schule“ finden seit Jahren statt. Sie bringen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Schülerinnen und Schüler zusammen. Aufgezeigt wird dabei die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten, die in der Industrie geboten werden. Und die Treffen geben Orientierungshilfen bei der Berufswahl. Ein aktuelles Thema ist derzeit die künstliche Intelligenz KI. Diese sprach Direktor Werner Oberthaler in seiner Begrüßungsrede an und plädierte für einen sinnvollen Umgang. Und die KI war auch Thema des lebendig vorgetragenen „Pro & Contra“ über den Einsatz neuer Technologien auf Hof und Feld durch eine Schülergruppe aus der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg. Der Vinschger Bezirksvertreter im Unternehmerverband und Personalchef der Firma HOPPE, Enrico Zuliani, unterstrich die Bedeutsamkeit, mit den Jugendlichen in Kontakt zu treten, denn die Industrie brauche junge, gut ausgebildete Kräfte. Er beschrieb die Industrie als wichtiger Motor und als attraktiven Arbeitgeber. „Die Industrie hält das Land am Laufen in wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht. Sie beschäftigt 42.250 Menschen, das sind 24,2 Prozent aller Arbeitnehmer“, so Zuliani. Und „Made in Südtirol“ ist eine international geschätzte Marke. „In jedem dritten Auto auf der Welt steckt ein Bauteil aus Südtirol“, sagt Zuliani. Der Jungunternehmer David Tappeiner von Berges Mechanics GmbH fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem mutigen Schritt vom Arbeitnehmer zum Unternehmer. Er und sein Bruder Manuel erhielten 2017 die Möglichkeit, die Firma Berges in Naturns zu kaufen, in der ihr Vater 40 Jahre lang gearbeitet hatte. Das Unternehmen ist spezialisiert in Antriebstechnik. Der Inhaber aus Deutschland suchte damals Betriebsnachfolger. Schließlich gelang 2018 der Kauf. Es sei eine Riesenentscheidung gewesen, finanziell herausfordernd und riskant, so Tappeiner. Doch es sei die richtige Entscheidung gewesen. 2021 übernahmen die Brüder auch den Hauptsitz in Deutschland. Die Schritte zum Unternehmer haben Mut erfordert und die Bereitschaft, Verantwortung für das Mitarbeiterteam zu übernehmen. Es gelte, innovativ zu bleiben, auch mit Hilfe von KI, um das Unternehmen gut in die Zukunft führen zu können. Anschließend folgte ein moderiertes Gespräch mit Tappeiner (Berges Mechanics), Zuliani (HOPPE AG), Jasmin Mair (Mair Josef & Co KG) und Gustav Rechenmacher (Systems GmbH), bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen konnten.

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