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WACHS DUMM. Die kapitalistischste Show aller Zeiten

  • Dachzeile: Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Leistungsgesellschaft, Konsumwahn, Patriarchat und Kapitalismus im Rausch der Ablenkung - jetzt als Show!
WACHS DUMM ist das ultimative Varieté für alle, die den Kapitalismus lieben - ob sie nun wollen oder nicht. In dieser satirischen Pralinenschachtel gefüllt mit schrillen Performances, schrägem Humor und hemmungsloser Gesellschaftskritik werfen die Performerinnen Julia Makoschitz, Nelly Platzer und Lilli Schütter einen tiefen Blick in die Leere einer Welt, die sich nur noch durch Konsum, Konkurrenz, Ausbeutung und das Streben nach immer mehr definiert. Die Handlung bietet sich dar in einem wilden Reigen aus Theater, Wrestling, Musicaleinlagen, Luft- und Partnerakrobatik und drangsaliert das Publikum mit einem atemberaubenden Spannungsbogen auf thematischer und visueller Ebene.
Eine Kooperation mit Basis Vinschgau Venosta im Rahmen des denk.Mal Festivals vom 14. bis 16. Mai.

Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse erhältlich.
Reservierung: online unter www.kulturhaus.it,
T 0473 737777 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur und der Raiffeisenkasse Schlanders.

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Theater: Petticoat und Rock`n Roll begeistert

  • Dachzeile: Heimatbühne Prad
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Mit der Komödie „Petticoat und Rock’n Roll - Die Blusenmädchen von Prad“ feierte die Heimatbühne Prad ihr 40-jähriges Jubiläum. Das Stück entführt das Publikum in die Zeit der 1960er Jahre, als in der ehemaligen Textilfabrik „Bohne & Co“ in Prad Blusen genäht wurden und Hosen für Frauen noch tabu waren. Die Darstellerinnen und Darsteller Lea Gander, Vivien Gander, Claudia Gruber, Valeria Kofler, Norbert Kofler, Nadin Ortler, Alfons Paulmichl, Alois Paulmichl, Dominik Paulmichl, Lisa Rungg, Anja Tumler und Max Wegmann spielten beherzt auf. Mit frischem Spielwitz und Tanz zu bekannten Evergreens sorgten sie für beste Unterhaltung. Spektakulär war der bunte Schlussteil mit Mitgliedern der Volkstanzgruppe. Regie führte Nadia Schwienbacher. Die Choreografie gestaltete Vera Holzer. Anders als im Falle der einstigen Fabrik in Prad, die 1981 geschlossen wurde, kann sich die Fabrik im Theater mit einer Modeschule und innovativen Ideen in die Zukunft retten. (mds)

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„Wenn Helfer zu Opfern werden“

  • Vorspann: Sophia Pfitscher, Schülerin des Realgymnasiums Schlanders, hat am 15. April 2026 den Südtiroler Redewettbewerb in der Kategorie „Klassische Rede“ Rede gewonnen. Neben dem Preisgeld von 300€ wird sie nun Südtirol beim österreichischen Bundes-Jugendredewettbewerb (01. bis 03.06.2026) in Wien vertreten.
  • Dachzeile: Sophia Pfitscher im Interview
  • Redakteur: Nicole Kuppelwieser (Interview)

Warum hast du dich entschieden, am Redewettbewerb teilzunehmen?
Sophia Pfitscher: Als wir im vergangenen Jahr in der Schule die klassische Rede behandelt haben, hat mich meine Deutschlehrerin, Frau Götsch, gefragt, ob ich nicht am Redewettbewerb teilnehmen möchte. Ich habe mir daraufhin Ausschnitte des letztjährigen Wettbewerbs im Internet angesehen und beschlossen, heuer selbst daran teilzunehmen. Ich stelle mich gern neuen Herausforderungen.

Wie bist du auf dein Redethema gekommen?
Ich bin Mitglied der Jugendgruppe des Weißen Kreuzes und interessiere mich sehr für Themen, die mit dieser Organisation, aber auch mit anderen Hilfsorganisationen zusammenhängen. Deshalb habe ich mich für ein Thema entschieden, das momentan sehr aktuell ist.

Worum geht es in deiner Rede - und warum ist dir dieses Thema wichtig?
Der Titel meiner Rede lautet „Wenn Helfer zu Opfern werden“. Es geht um Gewalt gegen Rettungskräfte. Dieses Thema ist mir wichtig, weil Rettungskräfte täglich für andere da sind und dafür Respekt und Schutz verdienen.

Wie lange hast du dich auf deine Rede vorbereitet?
Nachdem ich mich für das Thema entschieden hatte, musste ich zunächst Fakten recherchieren und anschließend den Text schreiben. Das hat einige Stunden in Anspruch genommen. Danach habe ich die Rede gelernt und sie in meiner Klasse meinen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie meiner Lehrerin vorgetragen. Ihre Rückmeldungen waren für mich sehr wertvoll, da das für mich eine Art Generalprobe war. In den zwei Tagen vor dem Redewettbewerb habe ich die Rede zu Hause noch einmal meiner Familie präsentiert.

Was war die größte Herausforderung beim Schreiben deiner Rede?
Die größte Herausforderung war für mich, die Zuhörerinnen und Zuhörer anzusprechen und das Thema durchgehend spannend zu gestalten, sodass sie bis zum Schluss aufmerksam bleiben. Außerdem wollte ich bestimmte Stilmittel, die wir in der Schule gelernt haben, bewusst einsetzen. Gleichzeitig war es mir wichtig, meine Meinung klar und verständlich zu formulieren und die richtigen Worte zu finden, um das Thema sensibel und respektvoll darzustellen.

Was sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer aus deiner Rede mitnehmen?
Sie sollen darüber informiert werden, dass es dieses Problem gibt, und verstehen, wie wichtig ein respektvoller und angemessener Umgang mit Helfenden ist.

Warst du vor deinem Auftritt nervös?
Auf der Fahrt nach Bozen war ich schon nervös, aber zwei Freundinnen haben mich begleitet und mich gut abgelenkt. Seltsamerweise war ich dann kurz vor und während der Rede gar nicht mehr nervös, was mir beim Sprechen sehr geholfen hat.

Hast du einen Trick, um ruhig und überzeugend zu sprechen?
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass das, was ich sage, für mich eine Bedeutung hat und ich wirklich dahinterstehe. Dann ist es auch einfacher, es überzeugend zu vermitteln. Sehr wichtig ist außerdem eine gute Vorbereitung, weil sie mir Sicherheit gibt. Ich durfte eine Stichwortkarte dabeihaben, die ich aber nicht gebraucht habe. Allein das Wissen, im Notfall nachsehen zu können, hat mir Sicherheit gegeben.

Welche Rolle spielt deiner Meinung nach Rhetorik in der heutigen Gesellschaft?
Ich denke, Rhetorik spielt in der heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle, weil Menschen eher zuhören und überzeugt werden, wenn etwas gut und verständlich präsentiert wird. Wer sich klar ausdrücken kann, wird oft ernster genommen. In sozialen Netzwerken fällt mir allerdings auf, dass nicht immer die Art, wie etwas gesagt wird, im Vordergrund steht, sondern eher der Inhalt oder wie schnell etwas verbreitet wird.

Glaubst du, dass junge Menschen genug Gehör bekommen?
Durch solche Redewettbewerbe haben junge Menschen die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen und über Themen zu sprechen, die ihnen am Herzen liegen.
Auch in sozialen Medien gibt es viele Möglichkeiten, seine Meinung zu äußern – manchmal vielleicht sogar fast zu viele.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob jungen Menschen wirklich zugehört wird und ob ihre Meinungen auch ernst genommen werden, selbst wenn sie gehört werden. Ich denke, es ist wichtig, dass Erwachsene und verschiedene Plattformen Jugendliche dabei unterstützen, wenn sie ihre Meinung öffentlich äußern möchten.

Welche Tipps würdest du zukünftigen Teilnehmerinnen geben?
Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, am Redewettbewerb teilzunehmen, kann ich ihn nur ermutigen. Es ist eine wertvolle Erfahrung, bei der man viel über sich selbst lernt.
Wichtig ist, früh genug mit der Vorbereitung zu beginnen und sich gut mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem hilft es, die Rede mehrmals laut zu üben, am besten vor der Familie oder vor Freunden. Dadurch wird man sicherer und das Feedback hilft einem, den Text zu verbessern und kleine Unsicherheiten zu erkennen. Und man sollte sich nicht zu sehr unter Druck setzen, sondern versuchen, die Rede als Chance zu sehen.

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Pilgern ist Medizin

  • Dachzeile: Latsch/Weltladen

Richard Theiner vom Weltladen Latsch lud am 20. April den Vorsitzenden der Pilgergemeinschaft Südtirol, Heiner Nicolussi-Leck, zu einem Vortrag ein, um über seine Pilgererfahrung und vor allem über das Pilgern im Heiligen Land zu erzählen. Nicolussi-Leck, geboren 1944, ist Rechtsanwalt, er war Obmann des Raiffeisenverbandes, Vizebürgermeister und Feuerwehrkommandant von Bruneck und Präsident von mehreren Sozialgenossenschaften. Schon immer zeigte er Interesse für die monotheistischen Religionen und die Kunstgeschichte. Vor rund 30 Jahren entdeckte er für sich das Pilgern und seitdem wanderte er auf vielen Jakobs- und Pilgerwegen. Zu seinem 50. Geburtstag bereiste Nicolussi-Leck das erste Mal Israel. Seitdem war er oft als Pilger und Pilgerbegleiter im Heiligen Land. Dabei hat er eine andere Welt entdeckt und sich nicht nur auf die Spuren von Jesus begeben, sondern auch die verschiedenen Völker, Religionsgemeinschaften, Architektur, Wirtschafts- und Lebensweise von Israel und den umliegenden Ländern kennen gelernt. Er hat den Hass zwischen Juden und Palästinensern erlebt und im Vortrag über die unterschiedliche Lebensweise von Juden und Muslimen erzählt. Dabei gibt es bei den Juden die traditionellen und die ultra-orthodoxen Juden. Auch bei den Christen, die nur eine kleine Minderheit in Israel darstellen, gibt es verschiedene Konfessionen. Auf den Spuren Jesu durchs Heilige Land kann man zwischen mehreren Wegen wählen, die man als Fuß- oder Buspilger erwandern, bzw. abfahren kann. Dabei erlebt man die Landschaft, trifft auf Klöster und Synagogen und auf Orte bzw. Städte wie Nazareth, Jericho, Betlehem und Jerusalem, den See Genezareth, den Berg der Seligpreisungen, Berg der Versuchung, Berg Tabor und das Jordantal. Nicolussi-Leck berichtete von Begegnungen mit Menschen in einem Kibbuz, in einem jüdischen und einem muslimischen Haus und einem Gottesdienst in arabischer Sprache. Am Ende seiner Ausführungen meinte er: geht pilgern, nicht zu schnell, aber oft, denn Pilgern ist eine Medizin, die uns anregt, über die wichtigen Lebensfragen nachzudenken. (hzg)

 

Weitere Infos: www.pilgern.it

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