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Schlanders/Vinschgau
Am Freitag, dem 13. März hielt der SVP-Bezirksausschuss im Gamperheim von Schlanders seine Vollversammlung ab. Der SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger und seine Stellvertreterin Irmgard Gamper hatten Ortsobleute, BM, Referenten und Interessierte eingeladen und mit der Senatorin Julia Unterberger und mit der Landesrätin Rosemarie Pamer lieferten zwei Referentinnen Informationen aus Rom und aus dem Sozialbereich. Sepp Noggler, der ebenfalls als Referent vorgesehen war, ließ sich entschuldigen. Plangger betonte in seinem einleitenden Kurzbericht, dass „nicht alles ins Pustertal“ gehe, denn man habe in der Landesregierung die technischen Eigenschaften für die Umfahrung von Rabland beschlossen, die ja schließlich auch den Vinschgau betreffen. Das Gesetz für die Ortspolizei stehe zur Debatte und dafür sei auch der Präsident der entsprechenden Gesetzgebungskommission Sepp Noggler zuständig. Mit dem Landeshauptmann haben die Kontaktgruppe bezüglich Nationalpark Stilfserjoch ausgemacht, dass ein erneute Bestandserhebung und möglicherweise ein neuer Beschluss über die „linee guide“ gemacht werden solle, um im Anschluss daran ein Sonderdekret durch den Umweltminister erwirken zu können. Es seien unbedingt die Baumaßnahmen für die 200 Höfe im Nationalpark und die Schutzhütten, die derzeit in der B-Zone eingetragen seien, zu regeln. Plangger sagte, dass er sich da zurückgezogen habe und nun die Bozner beweisen sollen, dass dieser politische Weg der richtige sei. Plangger sprach auch das Energiethema an und formulierte wiederum den Wunsch, dass es weitere Kraftwerke im Vinschgau geben und dass man Trinkwasserkraftwerke besser ausnutzen könnte. Roland Brenner, der Präsident der Stilfserjoch GmbH, wies darauf hin, dass es am Joch einen Masterplan gebe, der 6-7 Baulose enthalte. Allerdings müsse alles neu ausgeschrieben werden, weil die Architekten aus dem Verfahren ausgeschlossen worden seien. Mit dem Bettenstopp walle man im Vinschgau nichts zu tun haben und auch nicht Energien damit vergeuden. Es sei bedauerlich, dass Latsch nich tin den Ausnahmegemeinden drinnen sei, so Plangger. Denn Latsch sei nicht Gröden.
In ihrem Bericht aus Rom referierte Julia Unterberger über den Fortgang der Debatten und Abstimmungen über die Autonomiereform. Bei der Abstimmung über die Justizreform sprach sich Unterberger für ein Nein aus. Über die Pflegepolitik sprach Rosemarie Pamer. Die Wartezeiten für die Pflegeeinstufung sei ein Dauerproblem (im Vinschgau gibt es mit 11 Monaten die längsten Wartezeiten im Lande) und vor allem auf den Fachkräftemangel zurückzuführen, den man beheben und die Einstufungsteams von 17 auf 26 erhöhen wolle. Das Gesetz für das Ehrenamt sei unterwegs.
Lebhaft wurde s in der Debatte. Der Unterschied zwischen den Wartezeiten im Pustertal (4 MOnate) und dem Vinschgau könne nicht sein, beklagte der Schludernser BM Heiko Hauser. Karl Pfitscher forderte einen sofortigen Ausbau der Latschander. Wenn dort die Straße durch Steinschlag gesperrt sei, sei der Vinschgau völlig abgeschnitten. Kunhilde von Marsoner fragte nach dem aktuellen Stand des geschlossenen 3. Stockes im Krankenhaus. Dieter Pinggeras Rolle solle da weitergehen, sagte Plangger. Abwesend war die Schlanderser BMin Christine Kaaserer. So sagte Pinggera, dass die Stellenpläne am Krankenhaus unbekannt seien. (eb)
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Laas/Jubiläumskonzert
Marian Polin, der junge Kirchenmusiker aus Mals und Alessandro Ditadi, damals Italienischlehrer in Schluderns, waren die Gründer und Initiatoren und suchten motivierte Sänger:innen für die ersten Proben. Polin zog bald darauf zum Studium nach Wien und Martina Wienchol übernahm die musikalische Leitung, die sie bis heute mit Feingefühl und unermüdlichem Einsatz ausübt. Christine Angerer und Roland Brenner waren vom Anfang an dabei. Roland Brenner sorgt für die Organisation und hält den Überblick über die Finanzen. Der Name Suvendes ist der alte rätoromanische Name für Lichtenberg. Der Name steht für ein urbar gemachtes Land. Und genau das will Suvendes: einen Raum schaffen für Klang, Begegnung und eine gemeinsame Entwicklung. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Gruppe am 3. April 2011 in der Kirche zur Hl. Gertrud in Sulden. In den letzten 15 Jahren gab Suvendes rund 40 Konzerte in Kirchen, Konzertsälen und Klöstern im Vinschgau, in Müstair, in Bozen, aber auch in Gmund am Tegernsee in Bayern. Musikalische Auftritte hatte die Gruppe auch im Kloster Marienberg, St. Johann in Müstair und im Kloster Säben. Einen musikalischen Sommerabend ganz im Zeichen des Friedens und des harmonischen Miteinanders gestaltete das Vocalensemble zusammen mit anderen Musiker:innen am 28. Juli 2024 im Bunker 23 in Tartsch. Suvendes trat zu verschiedenen Anlässen auf: es gab Adventskonzerte, ein Konzert zum Welterbetag oder zum Tag der Romanik. Ein Höhepunkt des Vocalensembles war die Reise nach Rom im November 2023 und die musikalische Gestaltung der Messe in der Basilika Santa Maria in Trastevere. Mit Liebesliedern zum Valentinstag überraschte Suvendes 2019 im Kulturhaus Schluderns. Unter dem Titel „Ohrenschmaus & Gaumenfreuden“ gab es neben musikalischen Leckerbissen auch kulinarische Köstlichkeiten. Beim Jubiläumskonzert in Laas präsentierte die Gruppe im ersten Teil geistliche Lieder und im zweiten Teil weltliche Lieder mit heiteren, tragischen und besinnlichen Texten. Das Vocalensemble überraschte am 8. November das Publikum auch mit zwei afrikanischen Liedern, wobei nicht nur gesungen, sondern auch getanzt und geklatscht wurde. (hzg)
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Vinschgau/Burggrafenamt
Treffen WEST“ nennt sich ein Kulturaustausch, bei welchem sich die Bildungsausschüsse des Burggrafenamts und Vinschgaus alternierend treffen. Heuer fand dieser auf Einladung des örtlichen Bildungsausschuss in Laas statt. Viele Ehrenamtliche von Taufers im Münstertal, über Glurns, Schluderns, Laas, Schlanders, Partschins bis nach Riffian-Kuens, St. Martin und St. Leonhard, sowie Freiwillige aus Algund, Marling waren als Botschafter der sogenannten „kleinen Kultur- und Bildungsarbeit in den Dörfern“ dabei. Zuerst konnte man bei der 10. Auflage des Franz Tumler Literaturpreises hautnah miterleben, wie jungen RomanautorInnen ihre Bücher vorstellten und sich kritische wie auch wohlwollende Statements der hochkarätigen Jury stellten. Traditionell gehört ein kurzer Spaziergang zum Treffen. Diesen leitete Susanne Saewert vom Ba Laas an der Apsis der Pfarrkirche vorbei zum Bahnhof. Das zentrale Thema: der Marmorabbau. Bei einer Filmvorführung wurden Fragen beantwortet und reichlich Lust an vertiefendes Kennenlernen der Laaser Marmor Historie geweckt. Bei einer kulinarischen Stärkung in der Marmor Welt wurde der Austausch informell fortgesetzt und abgeschlossen. Ganz Literaturinteressierte ließen es sich nicht nehmen, noch der Preisverleihung des Tumler Preises in der Laaser Markuskirche beizuwohnen. 145 Bildungsausschüsse, begleitet von acht Bezirksservicestellen, sorgen alltäglich, freiwillig, ehrenamtlich, unentgeltlich und mit viel Einsatz und Engagement in ganz Südtirol für lebendige Dörfer und sind mit unzähligen Initiativen und Aktionen zum Wohle der lokalen Gemeinschaft präsent. Für die Motivation, Stärkung, Anerkennung und Wertschätzung dieser unbezahlbaren Arbeit sind die Treffen WEST geplant, welche nun schon seit einigen Jahren alternierend von dessen Betreuern Ludwig Fabi und Markus Breitenberger zusammen mit den jeweiligen Bildungsausschüssen vor Ort organisiert werden. Schön, dass diesmal auch Martin Peer vom Amt für Weiterbildung (den Bildungsbotschafterhafen in Bozen) beim Treffen dabei sein konnte. Zusammenkommen, konstruktive Vernetzung, Motivation und Stärkung, sowie gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung, das bedeutet Treffen WEST. (lu)
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Schlanders/Buchvorstellung
Die beiden Politikwissenschaftler Elisabeth Alber, Leiterin der Forschungsgruppe Partizipation und Innovation an der Eurac und Günther Pallaver, emeritierter Professor für Politikwissenschaft und Medien an der Uni Innsbruck, stellten am 27. Jänner in der Bibliothek Schlandersburg ihr Buch „Demokratie in Südtirol und Trentino“ vor. Im Buch wird recht verständlich der Stand und die Entwicklung der repräsentativen, direkten und der dialogisch-partizipativen Demokratie behandelt. Die Demokratie steht seit einigen Jahren unter Druck bzw. befindet sich in Krise, so Pallaver. Die Wahlbeteiligung sinkt, das Vertrauen in politische Institutionen nimmt ab, antidemokratische Positionen und Parteien nehmen zu. Rund 70 % der Menschen weltweit leben nicht in einer liberalen Demokratie. Drei von vier Personen leben in einem autoritären System ohne Mehrparteienwettbewerb und unter Einschränkung von Grundrechten. Regelmäßige und freie Wahlen sind ein Merkmal der Demokratie, es geht aber auch um die Möglichkeit zur Mitgestaltung, es geht um Menschenrechte, Gewaltenteilung und die Kontrolle der Macht. In Südtirol lag die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 1983 noch bei 92,6 %, 2023 lag sie bei 71,5 %. Vor allem italienischsprachige Wähler:innen sind stark zurückgegangen. Die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 2023 im Trentino lag nur bei 58,4 %. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen könnte man das Wahlalter auf 16 Jahre herabsetzen, die Briefwahl und Onlinevoting einführen. Das Panaschieren wäre eine weitere Möglichkeit. Darunter versteht man die Auswahl von Kandidierenden aus verschiedenen Listen. Wichtig ist der Ausbau der dialogisch-partizipativen Demokratie, d.h. die aktive Mitgestaltung in Bürgerräten und konkreten Entscheidungsprozessen, u. a. bei Bürgerhaushalten. In Südtirol gab es den Klimarat und den Autonomiekonvent als Beispiele einer breiten Bürgerbeteiligung. Wir müssen die Demokratie nicht neu erfinden, aber neu denken und ihre Handlungsfähigkeit verbessern, so die beiden Autoren. (hzg)
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Prad/Stilfs
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In den Gemeinden Prad am Stilfserjoch und Stilfs leben viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ein außergewöhnlich hohes Alter erreicht haben und somit lebende Zeugen einer bewegten Geschichte sind. Sie haben die gesellschaftlichen Veränderungen seit den 1930er-Jahren nicht nur miterlebt, sondern auch aktiv mitgestaltet. Ihre Erinnerungen und Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert für die Dorfgemeinschaft und die kommenden Generationen. Im Rahmen des Projekts „Prader Lebensgeschichten“ hat der Bildungsausschuss Prad bereits 2021 damit begonnen, diese bedeutenden Zeitdokumente zu sammeln und für die Zukunft zu bewahren. In Zusammenarbeit mit dem Historiker Hansjörg Stecher und dem Filmteam der Cinemepic Prad wurden insgesamt 22 Interviews mit älteren Menschen aus Prad, Stilfs, Agums und Lichtenberg aufgezeichnet. Diese Gespräche wurden sowohl in Audio- als auch in Videoform festgehalten. Kürzlich wurde der Dokumentarfilm „Dozumol“ mit den Geschichten von acht dieser Zeitzeugen vorgeführt. Der Saal im Besucherzentrum Aquaprad war restlos besetzt, zahlreiche Interessierte aus den beteiligten Gemeinden folgten der Einladung. Der Abend wurde von Werner Altstätter, dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses Prad, und Waltraud Telser, der Projektverantwortlichen, moderiert. Beide führten einfühlsam durch die berührenden Geschichten der Protagonisten. Die Zeitzeugen selbst waren ebenfalls anwesend und wurden für ihre Bereitschaft, ihre Lebensgeschichten zu teilen, mit kleinen Geschenken geehrt. Der Film sowie das derzeit in Arbeit befindliche Buch aller Lebensgeschichten sind nicht nur ein wertvolles kulturelles Archiv, sondern auch ein bedeutsames Erbe, das die Vergangenheit lebendig hält und eine Brücke zwischen den Generationen schlägt. Diese besondere Projekt des Bildungsausschuss Prad wurde durch das Land Südtirol (Amt für Weiterbildung, Amt für Film und Medien), der Gemeinde Prad, der Fraktion Stilfs und der Raiffeisenkasse Prad/Taufers finanziell unterstützt. (lu)
Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche überall im Vinschgau zu Theater kommen“, das betonte Daniel Trafoier, der künstlerische Leiter, bei der siebten Vollversammlung des Juvi am 19. Februar 2026 in der BASIS in Schlanders. „Zeit für Kreativität“ war das Motto im vergangenen Jahr, das man unter anderem mit 27 Podcast-Folgen zu füllen wusste. „Gschnagglt und gratscht“ folgten im Schnitt zwischen 500 und 1500 Hörer pro Folge.
In der Grundschule Laas standen Kinder beim Theaterprojekt „Die Farbenfänger“ das erste Mal auf der Bühne genauso wie beim theaterpädagogischen Projekt „Stage up“ mit mehreren Gruppen und Nadia Schwienbacher als Leiterin. „Sketch up“ – ein Geburtstagssketch in Vetzan, die Ritterspiele in Schluderns, die Workshoptage auf den Rimpfhöfen oder der Theaterausflug nach Stuttgart standen vor allem für eines: viel Spaß und gemeinsame Erlebnisse.
„Tone - mit Stimme malen“ war ein Projekt mit Ramona Zueck, das auch 2026 weitergeführt wird. Einen der Höhepunkte und gleichzeitig den Abschluss des vergangenen Jahres bildete das Weihnachtstheater „Und die Nacht war still“ von Daniel Trafoier, bei dem man eine Spende von 7.500 Euro an „Südtirol hilft“ übergeben konnte.
Das Juvi in Zahlen: 82 Kinder und Jugendliche, 51 Erwachsene, 41 Aufführungen, 48 Stunden Fortbildungen, 5 Spielorte und 380 Stunden Probezeit, 372 Mails, 2.570 Zuschauer, 476 Whats-App-Nachrichten, 77 Tage Vereinstätigkeit.
2026 hat man sich das Jahresmotto „Echt. Live. Juvi“ gegeben. „Stage up“ soll im ganzen Vinschgau flächendeckend angeboten werden: von Naturns bis Reschen und in vielseitiger Form. Der Podcast „Gschnagglt und gratscht“ geht weiter und feiert 1 Jahr. Deshalb wird es am 20. März 2026 um 19 Uhr eine Live-Ausgabe in der BASIS Vinschgau, zu der alle eingeladen sind, geben.
Zudem wird ein neuer Podcast, Frauenzimmer - von Frauen für alle, ab dem 8. März, dem Tag der Frau, online gehen. Das Tagebuch der Anne Frank wird theaterpädagogisch aufgearbeitet. Dazu gab es bei der Vollversammlung bereits einen kleinen Einblick auf der Bühne. Zu 75 Jahre Südtiroler Theaterverband wird Lara Peer im Mai in Bozen und im Herbst im Graf-Hendl-Saal in Goldrain das Stück „together“ aufgeführen. In „1272 - Die Geschichte der Fürstenburg“ wird Simon Thanei aus Matsch zusammen mit Juvi als Trägerverein die Geschichte der Fürstenburg in seinem Maturaprojekt als 10-Stationen-Theaterstück aufarbeiten. Drei Wochen Theater am Vormittag und Freizeitaktivitäten am Nachmittag gibt es bei der Sommeredition von „Juvi Stage up“. Mitgemacht wird natürlich wieder bei den Ritterspielen, dem Märchenherbst und auch eine Theaterfahrt wird es 2026 geben. (ap)
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Graun
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Die Musikkapelle spielte auf, und es herrschte Freudenstimmung bei der offiziellen Eröffnung des Erlebnisbades Curunes am 29. November 2025. Bürgermeister Franz Prieth begrüßte die zahlreichen Gäste und drückte seine Freude über das gelungene Projekt aus. Dieses bringe in erster Linie einen Mehrwert für die Bevölkerung und sei zugleich eine Aufwertung der Tourismusregion. Das Curunes Bad ist mit einem 25-Meter langen Schwimmbecken ausgestattet, mit einer großen Rutsche, mit Whirlpools, einem Kinderbecken, einer modernen Saunalandschaft und einem großzügigen Gastronomiebereich. BM Prieth blickte auf die Baugeschichte zurück. Ein leichter Weg sei es nicht gewesen. Nachdem vor rund fünf Jahren feststand, dass eine Sanierung des früheren Freibades und Hallenbades am damaligen Standort nicht mehr möglich war (es stand in der roten Zone), beauftragte die neu bestellte Gemeindeverwaltung 2020 die Firma M&H Consulting KG mit der Erstellung eines Konzeptes. Als neuer Standort wurde das rund 6.500 Quadratmeter große Grundstück auf der Grünzone zwischen dem Sitz des Weißen Kreuzes und dem Ufer des Reschensees gewählt. Die Kosten für das Erlebnisbad betragen 14 Millionen Euro. Das Erlebnisbad wurde ausschließlich mit Eigenmitteln finanziert. Ursprünglich sei die Errichtung einer „einfachen Schwimmhalle“ geplant gewesen, so Prieth. Doch dann habe man sich für eine größere Anlage entschieden, um den hohen Ansprüchen der Einheimischen und Gäste gerecht zu werden. Der Start ist geglückt, das Interesse der Wasserratten und Saunagänger ist geweckt. (mds)
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Mals/Riva del Garda
Ein herausragender Erfolg für die Musikkapelle Mals: Wie bereits im Zweijahresrhythmus üblich, stellte sich die Kapelle auch heuer wieder einer internationalen Fachjury – und das mit großem Erfolg. Nach den Teilnahmen in den Jahren 2010, 2014 und 2016 führte der Weg erneut zum renommierten Wettbewerb „Flicorno d’Oro“ in Riva del Garda.
Unter der Leitung von Kapellmeister Hanspeter Rinner trat die Musikkapelle Mals in der 1. Kategorie an und stellte sich dort dem Vergleich mit zehn weiteren hochkarätigen Formationen. Bewertet wurde der Wettbewerb von einer international besetzten Jury, deren Präsident kein Geringerer als der bekannte Komponist Jacob de Haan war.
Nach einem kurzen Einspielstück eröffnete die Kapelle ihren Auftritt mit dem Pflichtstück „Eiffel Tower“ von Otto M. Schwarz. Im Anschluss präsentierten die Musiker mit dem Selbstwahlstück „Victory“ aus der Feder von Rossano Galante ein weiteres anspruchsvolles Werk, das sowohl musikalisches Feingefühl als auch technische Präzision verlangte.
Die intensive Probenarbeit der vergangenen drei Monate machte sich deutlich bemerkbar: Besonders in den Bereichen Intonation und dynamische Gestaltung konnte sich die Kapelle weiterentwickeln. Hochkonzentriert und mit großer Spielfreude gelang es den Musikern, die einstudierten Werke überzeugend auf die Bühne zu bringen. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus. Spannend wurde es im Anschluss an den Auftritt: Anders als bei früheren Teilnahmen wurde das Ergebnis nicht unmittelbar bekanntgegeben. So hieß es für die Musiker zunächst abwarten – was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Gemeinsam mit ihren Begleitpersonen wurde der Abend gebührend gefeiert.
Am Sonntag, den 29. März, folgte schließlich die mit Spannung erwartete Preisverleihung. Im feierlichen Rahmen wurden die Ergebnisse verkündet – mit einem hervorragenden Ausgang für die Musikkapelle Mals: Mit 89,42 Punkten sicherte sich die Kapelle den 3. Platz in der 1. Kategorie. Außerdem wurde der der Sonderpreis für Solo Oboe und 1. Klarinette an die Oboistin Anna Rinner und an die 1. Klarinettistin Myriam Tschenett verliehen.
Nach diesem großen Erfolg richtet sich der Blick nun wieder nach vorne. Die Musikkapelle Mals freut sich auf die kommenden Proben sowie die nächsten Auftritte, unter anderem bei der Florianifeier und der Erstkommunion. Ein Erfolg, der nicht nur die Musiker selbst, sondern die gesamte Bevölkerung stolz macht.
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Schlanders/Vinschgau
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Berufliche Möglichkeiten in der Schule entdecken: Mit der Hausmesse in der Turnhalle der TFO am vergangenen 5. November 2025 konnten sich die Schülerinnen und Schüler einfach und effizient einen Überblick über berufliche Perspektiven verschaffen. Eine Plattform zum direkten Austausch ist die Hausmesse nun schon zum dritten Mal in Folge. 15 Unternehmen präsentierten sich heuer den Schülerinnen und Schülern der TFO und den Schulabgängerinnen und Schulabgängern des gesamten OSZ, des Berufsbildungszentrums Schlanders und zeigten sich überaus engagiert.
Die Hausmesse ist ein Brückenschlag zwischen Schule und Arbeitswelt, ein gebündelter Auftritt von Unternehmen und gleichzeitig ein Türöffner für Praktikas und Arbeitsmöglichkeiten. Es ist ein Schaufenster für die Vielfalt der Unternehmen hier im Vinschgau, die eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten und eines zeigen: Man findet hier – vor Ort – ansprechende und interessante Arbeitsangebote.
Es fand ein wertvoller, reger, direkter und persönlicher Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern und den Vertretern der Unternehmen statt.
Während die ersten Klassen Einblicke gewannen, waren die Schulabgänger konkrete Zielgruppe als Arbeitskräfte. (ap)
Die beteiligten Unternehmen:
1 Marx GmbH
2 Spedition Mayr
3 Zelger GmbH
4 Vimas GmbH
5 Franz Parth & Co
6 Schwienbacher Maschinenbau GmbH
7 Recla AG
8 Pedross- Die Leiste
9 Ivoclar Vivadent
Manufactoring
10 Ilmer Maschinenbau GmbH
11 GEOS
12 Doppelmayr Italia GmbH
13 Frigotherm Ferrari GmbH
14 EWOS
15 Fematec GmbH
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Schloss Goldrain
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Am Sonntag 8. Februar fand im Bildungshaus Schloss Goldrain eine Matinee mit Gianni Bodini und Gertrud Wellenzohn statt. Gianni Bodini versuchte mit seinen photografischen Arbeiten seine Eindrücke wiederzugeben, die er am Vinschger Sonnenberg mit seiner Kamera erlebt hat. Er fing an zu erzählen: “Als meine Frau Claudia und ich in den 70er Jahren von Mailand hierher kamen, sind wir zuerst im Martelltal gelandet. Dort habe ich fast alle Gipfel bestiegen, den Sonnenberg habe ich allerdings nie richtig wahrgenommen. Eines Tages sah ich in der Steiner Bar in Schlanders die Kulturzeitschrift ARUNDA “Der Vinschger Sonnenberg”. Einführend schreibt da Hans Wielander: “Kann eine Landschaft Gedächtnis haben? Der Sonnenberg hat Gedächtnis und also auch Geschichte”. Für mich war das alles schwer verständlich, aber es klang unglaublich poetisch. Mich faszinierten die Erzählungen über die Menschen, die in dieser kargen Landschaft überleben. Das machte mich neugierig. Dann habe ich den Hans persönlich kennengelernt und wir waren viel miteinander in den Bergen unterwegs. Er hat mir die Augen geöffnet für die einzigartige Landschaft des Sonnnebergs”.
Was Gianni Bodini in der Matinee auf Schloss Goldrain zeigte, klang fast wie eine Liebeserklärung an den Vinschger Sonnenberg. “Der Sonnenberg steckt voller Geheimnisse. Er ist für mich jedes Mal eine Entdeckung, eine miniera, eine Grube an Möglichkeiten”, sagt Gianni. Ihn faszinieren die Menschen, die dort arbeiten, die Schafe, die Schalensteine, die Waale, die Höfe und Almen, die Traditionen, die Kultplätze, und er versucht alles mit seiner Kamera festzuhalten. Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Mit seiner originellen, charakeristischen Art des Erzählens ist es Gianni Bodini gelungen, die Besucher in Schloss Goldrain nicht nur zu unterhalten, sondern sie auch in seine Gedankenwelt mitzunehmen. (pt)
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Glurns/Ferienregion Reschensee
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Venosta Festival hat für den Sommer 2025 interessanten Veranstaltungen und Begegnungen vor historischer Kulisse auf die Beine gestellt. Die Venosta Festival Event-Reihe stellt die Kultur in den Fokus. Mit verschiedenen Acts und Performances aus dem Dreiländereck, Südtirol, Österreich und der Schweiz werden die kulturelle Vielfalt und die Verbundenheit der Gebiete gefeiert.
Zu einem der Höhepunkte zählte am Freitag, 8. August das Mountainstory Bergfilmfestival mit prominenten Filmemachern und Persönlichkeiten aus der alpinen Szene. Die Gäste sahen die faszinierende Welt der Berge durch die Linse talentierter Filmemacher. Die Film-Highlights waren „Meru – The Ascent of the Goldfish“ von Daniel Hug (@terragraphy) mit den Alpinisten @simongietl_alpinist, @rogerschaeli_alpinist und @mathieumaynadier – ein epischer Einblick in die Welt des Alpinismus und der Expeditionen Blue Sky Thinking“ von @andrecosta.co mit @martin_sieberer und Hannes Hohenwarter (@fu_zi) – ein energiegeladener Mix aus Biken, Paragliding und Klettern.„Dropping Molly“ von Cedar Wright und Molly Mitchell – der Kampf mit der Tradroute Crank it 5.13 c und Mollys inneren Konflikten „Dare to trust“ von Janina Weig und David Ferk (Drohne Mario Kaeppeli) – ein atemberaubender Einblick in die Bikepacking- und Skitour von Garmisch-Partenkirchen zum Piz Bernina. Dazu kamen zwei Produktionen aus dem Vinschgau „Schattenjäger“ von @philipp_egger_photography – beeindruckende Natur- und Wildlife-Aufnahmen. „Nando – Lebensgeist im Eis“ von Michael Tscholl (@joe_fahlz) und @claraschoenthaler – ein bewegendes Porträt des Eiskletterers und Alpinisten. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Alpinisten Simon Messner.
Das Mountainstory Bergfilm war in Zusammenarbeit mit der „Nacht der Kultur“ organisiert worden. Das Bergfilmfestival regte zum Nachdenken an. Denn die Berge sind in Bedrängnis. Den Raum, der einst nur der Natur vorbehalten war, beansprucht der Mensch immer mehr für sich: Für neue Schigebiete, mehr Tourismus und mehr Strom durch Wasserkraft.
Ziel des Bergfestivals war es auch, eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Initiativen zum sorgsamen Umgang mit der Natur zu schaffen. Es ging auch um die Förderung von lokalen Filmemachern. Für das leibliche Wohl sorgten die Vereine des Laubenkomitees von Glurns mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die Fäden der Veranstaltung liefen in den Tourismusbüros der Ferienregion Reschensee zusammen. (mds)
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Schlanders/Vinschgau
Mit dem ersten Netzwerktreffen des Anti-Gewalt-Netzwerks ViA! – Vinschgau in Aktion wurde ein wichtiger Schritt für eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich Gewaltprävention und Opferschutz im Vinschgau gesetzt. Vertreter:innen aus Sozialdiensten, Gesundheitswesen, Bildung, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich zu vernetzen, bestehende Strukturen zu bündeln und gemeinsame Handlungsansätze zu entwickeln.
Grundlage für die Arbeit bildet das Landesgesetz Nr. 13/2021, das Gewalt gegen Frauen klar als Menschenrechtsverletzung definiert und umfassende Maßnahmen zur Prävention, Sensibilisierung und Unterstützung vorsieht. Zentral ist dabei die enge Zusammenarbeit verschiedener Institutionen. Im Vinschgau übernimmt die Bezirksgemeinschaft eine zentrale Koordinierungsfunktion und fungiert als Schnittstelle zwischen den beteiligten Akteur:innen. Das Netzwerk ViA! hat sich in den vergangenen Jahren schrittweise entwickelt und versteht sich als Plattform für Austausch, Koordination und Weiterentwicklung. Es basiert auf einer interdisziplinären Arbeitsgruppe sowie regelmäßigen Netzwerktreffen, in denen Informationen gebündelt und gemeinsame Strategien erarbeitet werden. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.
Im Rahmen des Treffens wurde die Arbeitsgruppe ViA! vorgestellt, die sich als Plattform für Austausch, Koordination und Weiterentwicklung versteht. Das Netzwerk ist aus der Umsetzung des Landesgesetzes hervorgegangen und wurde in den vergangenen Jahren schrittweise aufgebaut. Seit 2022 wurden Koordinierungsstrukturen geschaffen, Arbeitsgruppen gegründet und erste gemeinsame Aktivitäten initiiert. Dazu zählen Weiterbildungen, Fachveranstaltungen und Sensibilisierungsmaßnahmen zu unterschiedlichen Aspekten geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Struktur des Netzwerks basiert auf einer Koordinierungsgruppe, betreut von Lena Ortenzi und Nadin Zöschg, Sara Bagozzi und Claudia Pichler, sowie thematischen Projektgruppen, ergänzt durch regelmäßige Netzwerktreffen. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, Informationen zu bündeln und konkrete Maßnahmen für die Region zu erarbeiten. Gleichzeitig versteht sich die Arbeitsgruppe als Ansprechpartnerin für Netzwerkpartner:innen und als Schnittstelle, um Themen und Bedarfe weiterzutragen.
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Schlanders/Kulturhaus
Kein Neujahrskonzert ohne Johann Strauss, dem Walzerkönig, das meinte Matteo Bodini, Cellist im „Orchestra Bartolomeo Bruni APS“ und Moderator des Neujahrskonzertes am 4. Jänner in Schlanders. Daniel Clemente, seit 1. Jänner der neue Präsident im Kulturhauses Karl Schönherr Schlanders, konnte im Sparkassensaal nicht nur die 35 Musiker:innen des Sinfonieorchesters aus Cuneo begrüßen, sondern auch Vertreter der Kirche und der Gemeinde und viele musikalisch interessierte Bürger aus dem ganzen Vinschgau. Die Bürgermeisterin Christine Kaaserer wünschte beim traditionellen Neujahrskonzert allen ein glückliches und erfülltes Jahr und den Mut, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Das rund 2-stündige Konzert wurde mit der schwungvollen Ouvertüre zur Oper Carmen von Georges Bizet eröffnet. Neben vier Werken von Johann Strauss Sohn, den Walzerkönig, wurden auch drei bekannte Werke von Giuseppe Verdi aus den Opern Rigoletto und La Traviata aufgeführt. Großen Anklang fanden dabei besonders die Arie „La donna é mobile“ aus der Oper Rigoletto und die weltberühmte Tritsch Tratsch Polka von J. Strauss. Aufgeführt wurde auch die Arie „Madamina, il catalogo è questo“ aus Mozarts Oper Don Giovanni und das Duett „Là ci darem la mano“, ebenfalls aus Mozarts Don Giovanni. Aus Giacomo Puccinis Oper Turandot wurde „Nessun dorma“, eine der berühmtesten Tenor‑Arien der Operngeschichte präsentiert und von Gaetano Donizetti das Duett „Barcarola a due voci“ aus L’elisir d’amore. Zum Abschluss des offiziellen Programms erklang der Donauwalzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn), die inoffizielle Hymne Wiens und heimliche Nationalhymne Österreichs und „Brindisi“ aus La Traviata, ein berühmtes, schwungvolles Duett von Giuseppe Verdi. Als Zugabe gab es noch Klänge voller Harmonie und Lebensfreude, ein Mix aus bekannten Weihnachtsliedern und den Radetzky-Marsch, einen der berühmtesten Märsche der Welt, komponiert 1848 von Johann Strauss (Vater). Dazu gab es großen und langanhaltenden Applaus. (hzg)
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Glurns/Bozen/Innsbruck
Jedes Jahr wird zu Herbstbeginn eine junge Künstlerin bzw. ein junger Künstler aus Nord- oder Südtirol mit dem Paul-Flora-Preis ausgezeichnet. Die Preisverleihung und die Übergabe des Preisgeldes von 10.000 Euro findet abwechselnd in Innsbruck oder in Glurns, dem Geburtsort von Paul Flora, statt. Ermittelt werden die Preisträger:innen durch eine Jury, bestehend aus drei Personen: Nina Tabassomi für Tirol, die Südtiroler Kuratorin Sabine Gamper, sowie Andreas Flora als Vertreter der Familie Flora. Am 27. August konnte der Glurnser Bürgermeister Erich Wallnöfer im Innenhof des Schallerhauses neben dem Landesrat Philipp Achammer auch die diesjährige Preisträgerin Margarethe Drexel, sowie kunstinteressierte Personen aus Nord- und Südtirol begrüßen. Die multidisziplinäre Künstlerin, geboren 1982 im Tiroler Außerfern, lebt und arbeitet heute zwischen Steeg im Bezirk Reutte, Innsbruck und Los Angeles. Sie studierte Performance, Digitale Kunst und Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Universität der Künste in Saarbrücken, sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Innsbruck. In Los Angeles absolvierte Drexel den MFA-Studiengang in Public Practice am Otis College for Art and Design. Sowohl LR Achammer als auch die Laudatorin Nina Tabassomi betonten in den Ansprachen, dass sich die Künstlerin in ihren Installationen, Textilarbeiten und Skulpturen mit den Ambivalenzen des Lebens und mit den großen Fragen der Zeit beschäftigt. Es geht um die Mechanismen von Herrschen und Unterwerfen, um Traditionen, Bräuche und Rituale, um Heimat und Heimatverlust, um das Entstehen und Wachsen, Trauer und Verluste, die Erinnerungskultur, Angst und Hoffnung, den Umgang mit Ohnmacht und Schmerzen und den positiven Blick in die Zukunft. Der Festakt und der Umtrunk bei der Preisverleihung in Glurns wurde von der Bürgergenossenschaft Obervinschgau und der Südtiroler Kulturabteilung organisiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Quartett Flouraschworz mit den bekannten Korrnrliadrn. (hzg)
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Mals/Vinschgau
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Leukämie und andere schwere Blutkrankheiten können jede:n treffen – Kinder ebenso wie Erwachsene. Für viele Betroffene ist eine Stammzell- oder Knochenmarkspende die einzige Hoffnung auf Heilung. Doch dafür braucht es passende Spender:innen. Und das ist gar nicht mal so einfach: Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Menschen genetisch zueinander passen, liegt bei nur 1 zu 500.000. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen typisieren lassen.
Am 20. September, beim Tag der offenen Tür im Zivilschutzzentrum Mals, bestand die Möglichkeit, sich mit einem einfachen Wangenabstrich typisieren zu lassen. Gemeinsam mit dem Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ hat das ELKI Obervinschgau die Aktion organisiert. Wer gesund, zwischen 16 und 45 Jahre alt und über 50 Kilogramm schwer ist, kann sich registrieren lassen. Die genetischen Merkmale werden anonymisiert in das internationale Spenderregister aufgenommen. Die Aktion war sehr erfolgreich:
Es wurden über hundert Typisierungen vorgenommen, also über hundert potentielle Spender:innen gefunden.
Oft herrscht Unsicherheit, was es bedeutet, wenn man als Spender:in nun tatsächlich infrage kommt. In den meisten Fällen werden die Stammzellen direkt aus dem Blut gewonnen – ein Verfahren ähnlich wie bei der Dialyse. Nur in seltenen Fällen, etwa bei Kindern oder akuten Leukämien, wird eine Knochenmarkspende durchgeführt. Um hierbei einem weit verbreiteten Missverständnis vorzubeugen: Das Rückenmark bleibt bei der Spende unberührt; die Blutstammzellen werden dem Knochenmark im Becken entnommen.
Wer am 20. September nicht nach Mals kommen konnte, hat weitere Möglichkeiten: Man kann sich ein Testkit bestellen, den Abstrich zu Hause machen und es per Post verschicken. Informationen dazu gibt es direkt beim ELKI Obervinschgau unter +39 340 104 5466 (Natalie Telser). Zudem sind in Zukunft weitere Typisierungsaktionen bei Festen, Märkten und in Unternehmen geplant. Wer sich selbst nicht als Spender:in registrieren lassen möchte, der kann die entsprechenden Vereine auch mittels einer Geldspende unterstützen, da jede Typisierung um die 40,00€ kostet.
Stammzell- und Knochenmarkspende – das Wichtigste auf einen Blick
Wer kann Spender:in werden?
Alter zwischen 16 und 45 Jahren,
Körpergewicht über 50 kg,
keine schweren oder
chronischen Erkrankungen.
Wie läuft die Typisierung ab?
Einfacher Wangenabstrich mit Wattestäbchen.
Daten werden anonymisiert ins internationale Register aufgenommen.
Spender:innen bleiben bis zum
61. Geburtstag gespeichert.
Wo kann ich mich typisieren lassen?
Ein Testkit für zu Hause
anfordern unter +39 340 104 5466
(Natalie Telser)
Bei zukünftigen Typisierungsaktionen bei Festen, Märkten und Events.
Wie läuft die Spende ab?
90% über die Stammzellspende, bei der die gesunden Stammzellen aus der Blutbahn durch eine Blutwäsche, ähnlich der Dialyse, gewonnen werden.
10% über die Knochenmarkspende, bei der die gesunden Stammzellen unter Narkose mit einer Punktionsnadel direkt aus dem Knochenmark am Beckenkamm entnommen werden. Am nächsten Tag wird der:die Spender:in aus der Klinik entlassen. Das Knochenmark regeneriert sich innerhalb von zwei Wochen vollständig.
Wo finde ich weitere Infos?
Verein Geben für Leben –
Leukämiehilfe Österreich,
ADMO Südtirol
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Naturns/Tag der Romanik
Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik, so nennt sich das Projekt, das 2005 auf Initiative von Maria Theresia Kreidl gegründet wurde. Damals schlossen sich mehrere Institutionen im Vinschgau zusammen, um gemeinsam auf die Schätze der Romanik aufmerksam zu machen und am 2. Wochenende im Oktober, dem Tag der Romanik, Führungen und Vorträge anzubieten. Nun gibt es 33 Kulturstätten von Burgeis bis Neumarkt und Innichen, welche gemeinsam auf die Kunstschätze, Kirchen, Burgen und Kapellen aus der Romanik aufmerksam machen. Erstmals fand in diesem Jahr der Tag der Romanik sogar an zwei Tagen statt, am Samstag, den 11. und am Sonntag, den 12. Oktober. Angeboten wurden Führungen im Kloster Marienberg, im Kloster St. Johann in Müstair, in der St. Benediktskirche in Mals, Schloss Kastelbell, St. Prokulus in Naturns, im Schloss Tirol, im Kloster Neustift und in der Stiftskirche in Innichen, um nur einige zu nennen. Im Museum St. Prokulus in Naturns konnte Tanja Flarer, die Museumsleiterin, am 11. Oktober die Archäologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Klosters St. Johann in Müstair, Marion Veith zu einem Vortrag begrüßen. Veith sprach zum Thema „Unsichere Zeiten im Mittelalter: Archäologische Einblicke in Spannungsfelder in Müstair unter Berücksichtigung von St. Prokulus in Naturns.“ Sie sprach über die Klostergründung im Jahre 775 durch Karl den Großen, wie eine Legende erzählt. Große Unruhen gab es vor der Jahrtausendwende durch Einfälle der Sarazenen und Magyaren und vor allem beim Engadiner Krieg im Jahre 1499. Veith berichtete über die umfangreichen Ausgrabungen in und um der Klosteranlage seit 1969. Es gab Münzfunde und Pfeilspitzen aus Bronze und Silex, Schwerter und Gürtelgarnituren. Die Funde belegen, dass das Münstertal durch den Ofenpass und Umbrailpass immer schon ein wichtiger Handelsweg nach Norden und Süden war, genauso wie der Vinschgau durch den Reschenpass. Durch den Handel wurden nicht nur Waren, sondern auch neue Ideen importiert. Am 12. Oktober hielt Marion Veith den Vortrag in der Chasa Selm in Müstair. (hzg)
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Obervinschgau
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Streuobstwiesen gehören zu den ältesten und artenreichsten Kulturlandschaften Europas. Die hochstämmigen Obstbäume, locker verteilt in Wiesen, sind Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten – von Insekten über Vögel bis hin zu Kleinsäugern. Gleichzeitig prägen sie seit Jahrhunderten das Landschaftsbild und liefern Früchte, die zu regionalen Spezialitäten weiterverarbeitet werden können. Auch im Obervinschgau hat diese Tradition tiefe Wurzeln. Alte Sorten wie die Palabirne, die Vinschger Marille oder der Gravensteiner Apfel erzählen von der Vielfalt, die in der Region gepflegt wurde. Heute gehen viele Bestände durch fehlende Nachpflanzungen zurück. Hier möchte die Bürger*genossenschaft Obervinschgau (BGO) gegensteuern – mit einem Projekt, das Genuss und Naturschutz miteinander verbindet. Es werden Geschenkboxen zusammengestellt, gefüllt mit handverlesenen, biologischen Produkten aus der Region – hergestellt von der BGO selbst und ihren Mitgliederhöfen. Betriebe können die Box als Mitarbeiter:innen- oder Kund:innengeschenk nutzen, beispielsweise zu Weihnachten.
Für jede hundertste verkaufte Geschenkbox wird ein neuer Streuobstbaum gepflanzt. Jeder dieser Bäume erhält ein Namensschild mit den Personen und Betrieben, die das Projekt durch den Kauf einer Geschenkbox unterstützt haben. Bis Ende 2026 sollen so hundert neue Bäume in die Erde kommen.
„Ein Streuobstbaum ist ein Generationengeschenk“, so die BGO. Denn er braucht rund 15 Jahre, bis er erstmals Früchte trägt, kann dafür aber bis zu 200 Jahre alt werden. Die Namen der Unterstützer:innen sollen über diesen Zeitraum hinweg an den Bäumen ersichtlich sein und so eine Brücke über die Generationen schaffen.
Mit dieser Aktion will die Genossenschaft nicht nur das Bewusstsein für die Bedeutung von Streuobst schärfen, sondern auch einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Kulturlandschaft leisten. „Unsere Streuobstwiesen müssen wieder mehr geschätzt und geschützt werden“, betont die BGO.
Katja Telser
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Schluderns/Wien
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Der Tiroler Ball unter dem Motto „Tirol im Herzen“ am Samstag, 10. Jänner 2026 war ein einzigartiges Fest, das den vielen Trachtengruppen aus dem Vinschgau noch lange in Erinnerung bleiben wird. Vinschger Gruppen waren heuer ausgewählt worden, Tirol in Wien zu vertreten. Die Organisation lag in den Händen der Vinschger Schützen um Bezirksmajor Hansjörg Eberhöfer und seinem Stellvertreter Gottfried Lechthaler. Neben Vinschger Schützenabordnungen fuhren auch die Malser Volkstanzgruppe, die Prader Goaßlschnöller, die Schlanderser Jagdhornbläser und die Musikantinnen und Musikanten der Musikkapelle Schluderns in die österreichische Landeshauptstadt. Imposant und von tausenden Schaulustigen bejubelt war der Einzug der Gruppen am Samstag Morgen. Beginnend an der Wiener Staatsoper führte der Trachtenzug begleitet von Musikkapelle und Goaßlschnöller über die Kärntnerstraße zum Stephansdom. Dort zelebrierte der Dompfarrer Toni Faber den Gottesdienst. Die Musikkapelle Schluderns sorgte für die musikalische Umrahmung. Anschließend feuerten die Schützen Salutschüsse ab und legten einen Kranz an der Andreas Hofer Gedenkstätte am Südtiroler Platz nieder.
Beim Ballabend - es war der erste der kommenden Wiener Ballsaison - gaben im imposanten Ambiente des Wiener Rathauses erneut Tirol und der Vinschgau mit Volkstanz und Blasmusik den Takt vor. Wie schon im Dom sorgte vor allem die junge Kapellmeisterin der Schludernser Musikkapelle Ruth Längerer für besondere Aufmerksamkeit. Mit ihren erst 18 Jahren führte sie gekonnt den Taktstock. Sie hat die musikalische Leitung der Schludernser Musikkapelle erst im vergangenen November übernommen. Diese Kapelle hat das große Pensum an Auftritten in Wien mit Bravour gemeistert, genauso wie alle anderen Gruppen. Der Ball war Schauplatz für eine Nacht voller Tiroler Charme, lebendiger Traditionen und festlichem Brauchtum. Veranstaltet wurde der Tirolerball vom Tirolerbund in Wien, der seit über 160 Jahren die Förderung von Kontaktpflege und Geselligkeit unter Tirolerinnen und Tirolern in der Bundeshauptstadt unterstützt. Zu den Ehrengästen zählten der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, Gaudenz Graf Trapp, Landeshauptmann Stellvertreterin Rosmarie Pamer, die Bürgermeisterinnen Verena Tröger aus Laas, Roselinde Gunsch Koch aus Taufers i. M. und Bürgermeister Heiko Hauser von Schluderns. (mds)