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E-CarSharing vorgestellt

  • Dachzeile: Schluderns

Der vollelektrische VW ID3 des Südtiroler CarSharing Anbieters AlpsGo zog kürzlich auf dem Rathausplatz viele Blicke auf sich. Interessierte konnten sich über CarSharing informieren. BM Heiko Hauser und seine Stellvertreterin Sonja Abart (unten im Bild) zählten zu den ersten, die sich probeweise ans Steuer des Autos setzten. Das E-Auto wird von der Gemeinde betrieblich genutzt und steht für alle Bürgerinnen und Bürger bereit. Damit das E-Auto genutzt werden kann, ist eine Anmeldung über die AlpsGo-Internetseite erforderlich. Über das digitale Buchungssystem wird registriert und reserviert. Das Auto kann dann an der E-Tankstelle bei der Feuerwehrhalle abgeholt, genutzt und wieder dorthin zurückgebracht werden. Die Registrierung ist entweder flexibel ohne Fixkosten oder im Abo-Modell möglich. Mit dem Abo fallen etwa 3 Euro pro Stunde und 0,28 Euro pro gefahrenem Kilometer an. Die einmalige Anmeldegebühr von 19 Euro wird Kundinnen und Kunden von Alperia zur Hälfte als Fahrtguthaben angerechnet. Die Nutzerinnen und Nutzer können den Ladezustand jederzeit online prüfen, die Verfügbarkeit einsehen oder eine Kostenschätzung für ihre Fahrt erhalten.
Das Projekt E-CarSharing führt zu weniger Emissionen und geringeren Kosten. Ein Zweit- oder Drittwagen in der Familie könnte sich erübrigen. Zum Kennenlernen des Angebots gab es einen Gutschein für eine Gratisstunde als Ansporn. (mds)

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Vinschger Bahn soll wieder verlässlicher werden

  • Dachzeile: Bozen/Vinschgau

Am 30. September sind in Schlanders Südtirols Mobilitätsverantwortliche mit Vertreterinnen und Vertretern der Vinschger Gemeinden und des Tourismus zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Störungen im Zusammenhang mit dem neuen Betriebskonzept der Vinschger Bahn.
Neben den Zügen werden auch die Stromversorgung sowie die Systeme zur Steuerung und Sicherung des Bahnverkehrs erneuert. Die Vinschger Bahn ist die erste Regionalbahnstrecke Italiens, auf der das europäische Zugsicherungssystem ETCS Level 2 eingesetzt wird. Derzeit funktioniert das Zusammenspiel dieser neuen Systeme noch nicht durchgehend wie vorgesehen. Betroffen sind insbesondere die automatische Betriebssteuerung und einzelne technische Komponenten der neuen Züge. Die Folge sind Unregelmäßigkeiten im Betrieb und Verspätungen. Die neuen Züge werden im Vinschgau getestet und schrittweise in Betrieb genommen. Deshalb sind die Auswirkungen der Anlaufphase dort besonders spürbar. Michael Prader (STA) erklärte, dass ein Großteil der festgestellten Probleme bereits behoben werden konnte. Ein Team des Herstellers Alstom arbeitet vor Ort an den noch offenen Punkten.
Die neuen Elektrozüge dürfen derzeit noch nicht bis nach Meran fahren. Es fehlen noch die erforderlichen Genehmigungen vom italienischen Schienenetzbetreiber RFI, der Europäischen Eisenbahnagentur ERA und der staatlichen Sicherheitsagentur ANSFISA (Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen sowie Straßen- und Autobahninfrastrukturen) für die Einfahrt in das dortige Bahnnetz. Deshalb verkehren aktuell Elektrozüge zwischen Mals und Latsch sowie Dieselzüge zwischen Laas und Meran. Die Dieselzüge bleiben wie geplant bis 2030 im Einsatz. Die Genehmigungen werden Anfang 2027 erwartet.
Für den Umstieg in Latsch wurde ein Zeitpuffer von rund 30 Minuten vorgesehen. Dadurch sollen Anschlüsse auch bei Verspätungen erreicht werden. Für die Fahrgäste bedeutet dies allerdings längere Reisezeiten. Zusätzlich verkehren die Ersatzbusse der Linie B250 weiterhin im Halbstundentakt zwischen Mals und Meran.
„Ein verlässlicher Betrieb im Vinschgau ist die Grundlage dafür, das Angebot auszubauen und die Anbindung bis nach Meran zu verbessern. Die Investitionen in neue Züge und eine moderne Infrastruktur sind notwendig, damit die Menschen auch künftig auf die Bahn zählen können“, unterstrich Mobilitätslandesrat Alfreider.
Für den weiteren Ausbau des Angebots kann derzeit laut STA noch kein verbindlicher Termin genannt werden.

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Unterwegs in Jordanien

Unterwegs in Jordanien - Reisebilder von Gottlieb Kaserer; Dienstag, 20. Oktober um 19:30 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg. Das Königreich Jordanien ist ein junger Staat mit einer alten Geschichte. Gottlieb Kaserer war zwischen Ende Februar und Anfang März dieses Jahres in Jordanien unterwegs und berichtet in seinem Vortrag mit Reisebildern über seine Eindrücke und Erfahrungen

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RaetiaCulTour – Ein Strategiepapier

  • Dachzeile: Valchava/Interreg Italien-Schweiz

Beim Erntedankfest in Valchava im Münstertal wurde am 4. Oktober in der Chasa Jaura auch ein Strategiepapier über touristische Ideen für einen grenzüberschreitenden Sprach- und Erlebnisraum vorgestellt. Es geht um die stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung beim Kulturtourismus in der Terra Raetica bzw. zwischen dem Obervinschgau, dem Unterengadin und dem Münstertal und die Förderung über INTERREG VI-A Kleinprojekte. Im Auftrag der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) erarbeitete die Marketing- und Kommunikationsagentur Visual2 SNC von Ellis Kasslatter & Simon Kostner, zusammen mit Teilnehmern aus dem Obervinschgau und dem Engadin das Strategiepapier. 10 Experteninterviews und drei Workshops wurden durchgeführt. Projektpartner sind neben der GWR, der Regiun Engiadina Bassa / Val Müstair auch die Abt. 18 der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung. Ellis Kasslatter und Gabriella Binkert Becchetti, die Gemeindepräsidentin von Müstair, erläuterten das Strategiepapier. Es gibt zwar die Staats- und die Sprachgrenze, aber das rätoromanische Erbe, die gemeinsame Kultur dieser Region ist älter. Deshalb sind wir mehr als Nachbarn. Wir haben gemeinsame Traditionen und jahrhundertealte wirtschaftliche Beziehungen, so Binkert. Die Stärke der Region liegt nicht in einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern in der gemeinsamen kulturellen Identität, so ein Ergebnis der Workshops. Es gibt bereits grenzüberschreitende Interreg-Projekte. Diese sollen ausgebaut und neue Projekte entwickelt werden. Konkret wurden vier Produktwelten genannt: Kulinarik, Handwerk, Sprache und Geschichte und zwei Querschnittsthemen: Musik und Natur. Nach dem Erstellen des Strategiepapiers geht es nun um die konkrete Umsetzung der Ideen und die Erarbeitung von konkreten Projekten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Gesangsquartett „De cater“ aus St. Ulrich in Gröden. Die vier Frauen überraschten das bunt gemischte Publikum mit Liedern in Ladinisch, Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. (hzg)

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