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Von der Idee zum marktfähigen Produkt

  • Dachzeile: Vinschgau/Basis

Zwei praxisnahe Workshop-Tage in der Culinary Craft Academy der BASIS Vinschgau Venosta zeigten am 18. und 19. November, wie aus überschüssigem Obst und Gemüse hochwertige und marktfähige Produkte entstehen können. Unter dem Titel „Frucht im Fokus“ und „Gemüse im Fokus“ drehte sich alles um nachhaltige Lebensmittelverarbeitung mit dem multifunktionalen System roboqbo.
In enger Zusammenarbeit mit Expert:innen des NOI Techpark erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in moderne Verarbeitungstechnologien und erfuhren, wie Rezepturen effizient entwickelt, getestet und für unterschiedliche Produktionsmengen skaliert werden können. Die Workshops zeigten auch, welches Potenzial in der Partnerschaft zwischen BASIS und NOI Techpark steckt: Gemeinsam eröffnen sie lokalen Landwirt:innen, Direktvermarkter:innen und Gastbetrieben neue Wege, überschüssige oder nicht perfekt aussehende Rohstoffe wertschöpfend zu verarbeiten – und so nachhaltige, kreative Produkte zu entwickeln.
Für die Nutzung der Anlage können Unternehmen – einschließlich landwirtschaftlicher Betriebe – Fördermittel der Provinz in Anspruch nehmen. Der Lab Bonus ist ein schnelles und unbürokratisches Instrument, das den Zugang zu qualifizierten Forschungseinrichtungen wie der Culinary Craft Academy (CCA) und der roboqbo-Anlage in der BASIS erleichtert. Mit dieser Förderung lassen sich sowohl die Nutzungskosten als auch F&E-Leistungen wie Analysen und Produkttests um bis zu 65 % (max. 30.000 €) reduzieren, um Innovationsprojekte effizient weiterzuentwickeln.
Die Veranstaltungen fanden im Rahmen des EFRE-Impact-Projekts statt und unterstrichen, wie technische Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung in der Vinschger Lebensmittelwirtschaft zusammenspielen können.

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Am Reschensee

  • Vorspann: Im Rahmen einer minutiös durchgestylten und wunderbaren Feier hat die Familie Lukas und Marion Gerstl „Das Gerstl Family Retreat“ am Reschensee kirchlich einweihen und weltlich begießen lassen.
  • Dachzeile: Reschen
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:
  • Weitere Fotos - 1: Blick in die Runde
  • Weitere Fotos - 2: doppelstöckige Premium-Suite

Nach einer erfolgreichen Sommersaison haben Lukas und Marion Gerstl am 3. Dezember 2025 zur offiziellen Einweihung des Hotelkomplexes am Reschensee eingeladen. Freunde, Bekannte, Planer, Handwerker, politische Funktionäre, Banker:innn, die Nachbarn aus Reschen, Hoteliers, Funktionäre der Ordnungskräfte, Bauern, die Das Gerstl beliefern, und viele mehr sind der Einladung gern gefolgt. In Kleingruppen wurden die Geladenen durch die Räumlichkeiten des Hotels geführt und kamen wegen der Vielfalt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die 66 Suiten mit Kinder- und Elternbetten sind aufgrund der Einteilung und der gewählten Baumaterialien von unwiderstehlichem Charme. Die Kinderbetreuung reicht von den Kleinkindern in der Kita bis zu den großzügigen Freizeiträumen mit Tischtennissen, Kletterwänden, Fußball, Kino. Sauna, Schwimmbäder für Groß und Klein, Ruheräume mit „Heuboden“, die Energie-Versorgungsanlage über das Fernheizwerk Reschen, die hausinterne Wäscherei, die Mitarbeiterzimmer, die Empfangshalle ...und vieles mehr. Die Türen sind im neuen Gerstl am Reschensee zum Hineinschnuppern für einen Kaffee immer offen.
Marion und Lukas Gerstl ließen in ihren Begrüßungs- und Dankesworten die vergangenen Jahre Revue passieren. Aus dem ursprünglichen Ansinnen, ein Hotel am Gardasee zu errichten, ist das „Das Gerstl Family Retreat“ am Reschensee geworden. „Am Gardasee hab’ ich mich nie wohlgefühlt, da bin ich nicht zuhause“, sagte Lukas Gerstl und Marion Gerstl hat das atemberaubende Ambiente am Reschensee so ins Herz geschlossen: „Es erinnert mich an meine Herkunft vom Kalterersee, allerdings etwas höher und um einige Grad kälter.“ Groß und weit gestreut waren die Dankesworte und auch die Kinder Gioia Marie und Stella trugen mit ihren Einlagen zu den Ansprachen bei. David Frank und die Musikkapelle Reschen haben die Feier musikalisch umrahmt. Nach den Ansprachen der Ehrengäste kredenzte das Team des „Vinschger Michelangelo des Caterings“ Karlheinz Steiner ein dem Ort und dem Anlass entsprechend optisch und kulinarisch geniales Buffet.

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Schwarmintelligenz

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Viele einzelne Tiere arbeiten als Schwarm perfekt zusammen, um einem größeren Zweck zu dienen. In der Natur ist die sogenannte Schwarmintelligenz alltäglich und kommt bei verschiedenen Tierarten, z.B. bei Vögeln und Biene, bei Fischen und Ameisen vor. In der Natur bringt die Schwarmintelligenz Vorteile, wenn es um die Beschaffung von Nahrung oder den Schutz der Gruppe vor Fressfeinden und anderen Gefahren geht. Jedes Tier scheint seine Aufgabe zu kennen und zu wissen, was zu tun ist. Diese Schwarmintelligenz oder Gruppenintelligenz ist eine Form des kollektiven Lernens. Können Menschen davon lernen? Die Internetenzyklopädie Wikipedia kann als Beispiel der Schwarmintelligenz gesehen werden. Doch es ist nicht immer so, dass der Schwarm intelligenter ist als die einzelnen Teilnehmer. Forscher der ETH Zürich haben gezeigt, wie schnell der Schwarm verdummen kann. Wenn man die Intelligenz von vielen Menschen in der Praxis nutzen will, ist es wichtig, möglichst viele einzelne Meinungen zu sammeln. Dort, wo Teams sehr divers sind, entstehen die besten Innovationen. Wenn die Schwarmintelligenz zu einer Art Herdentrieb wird, kann das gravierende Folgen haben. Manche Forscher sehen die Übertragung des Begriffs Schwarmintelligenz aus der Tierwelt auf den Menschen kritisch. Sie meinen, dass sich Menschen niemals so verhalten wie Vogel- oder Fischschwärme. Menschen verfallen beim Gruppenverhalten oft dem Herdentrieb.
Die Masse trifft nur dann schlaue Entscheidungen, wenn alle unabhängig voneinander Einzelmeinungen abgeben können und so unterschiedliche Meinungen gefördert werden. (hzg)

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Erste Musikkonferenz Südtirols

  • Dachzeile: Schlanders/Basis

Zum ersten Mal in dieser Form, zum ersten Mal mit diesem Anspruch und zum ersten Mal mit einer derart breiten Resonanz: Mit „Brenner:o in Stere:o“ ist am 29. November in der BASIS Südtirols erste Musikkonferenz erfolgreich über die Bühne gegangen. Rund 80 Akteurinnen und Akteure aus Musik, Veranstaltungswesen, Management, Verlage, Agenturen und Institutionen nutzten die Gelegenheit sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Es wurde klar, die Musikbranche im Land ist keine Liebhaberei, sondern ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. Ein kreativer Motor und ein gesellschaftlicher Impulsgeber. Entsprechend dicht war das Programm, das von Förderinstrumenten über internationale Erfahrungsberichte bis hin zu kritischen Themen wie Machtstrukturen und Gendergerechtigkeit reichte. Vorgestellt wurde unter anderem der South Tyrol Music Fund. Internationale Gäste berichteten von ihren Arbeitsmodellen und Karrierewegen, Südtiroler Akteurinnen und Akteure gewährten Einblick in ihre Praxis zwischen Bühne, Management und Verlag. Auch neue Festivalformate aus dem benachbarten Ausland wurden präsentiert – samt ehrlichen Erzählungen über Aufbauarbeit, Ehrenamt und die Rolle der Szene selbst. Anklang fand die sogenannte „Human Library“: Hier kamen Besucherinnen und Besucher direkt mit den Referent:innen ins Gespräch – offen, persönlich, ohne Distanz. Am Abend sorgte ein Clubbing für einen musikalischen Ausklang, der den Konferenztag stilgerecht abrundete.
Der Kurator der Veranstaltung Hans Zoderer zeigte sich mit der Premiere durchaus zufrieden. Die starke Beteiligung, das hohe fachliche Niveau und die intensive Atmosphäre hätten die Erwartungen übertroffen, hieß es am Rande der Konferenz. Klar sei auch: „Brenner:o in Stere:o“ soll keine einmalige Sache bleiben. Das Projekt soll weitergeführt und – wenn möglich – jährlich organisiert werden. Gefördert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Tra Poli“ durch die Region Trentino–Südtirol und die IDM. Für die Südtiroler Musikszene war diese erste Musikkonferenz vielleicht mehr als nur ein Treffen, sondern ein Aufbruch. (uno)

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Etschbrücke in Laas ist komplizierte Baustelle

  • Dachzeile: Laas
  • Weitere Fotos - 1: Bildmitte Vize-BM Johann Thurner

Die Etschbrücke in Laas ist eine komplizierte Baustelle. Weil die Brücke einer Kollaudierung nicht mehr standgehalten hätte, wird sie derzeit neu gebaut. Für den Neubau wird jenes Zeitfenster genutzt, in dem die Arbeiten zur Elektrifizierung gemacht werden und der Zug nicht fährt. „Es ist eine schwierige Baustelle. Das Wichtigste ist, dass nichts passiert“, sagte Bürgermeisterin Verena Tröger bei der Ratssitzung am 26. November 2025. Nachdem es von zwei Grundbesitzern keine schriftliche Zusage für eine alternative Fußgängerbrücke auf ihrem Grund gegeben habe, ist nun ein Shuttledienst über die Marmorbrücke angelaufen.
„Dieser wird gut angenommen“, sagte Referent Dietmar Spechtenhauser. Zudem hat die STA Nein zu einer Nutzung der alternativen Fußgängerbrücke nach der Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn gesagt. Auch das habe für die Alternative eines Shuttledienstes gesprochen. 310 Euro an Tagespauschale kostet der Dienst. „Die Arbeiten sind genau im Zeitplan“, sagte Spechtenhauser. Das habe ihm Ingenieur Michael Hofer bestätigt. Obwohl fast jeden Tag unvorhergesehene Dinge zu lösen sind. Spechtenhauser: „Jeder, der einmal gebaut hat, weiß, dass ständig Unvorhergesehenes auftritt.“ Heikel ist das Abtragen auch, weil bei der alten Etschbrücke sämtliche Leitungen, wie Fernwärme, Strom usw. angebracht sind. Die Brücke werde in den nächsten Tagen herausgelupft. Zweispurig wird die neue Brücke gebaut - mit einer Hebevorrichtung im Falle von Hochwasser. Thema war die Etschbrücke bei der Gemeinderatssitzung, weil die Bürgerliste dazu eine Anfrage gestellt hat.
Eyrs war dann gleich zweimal Thema bei der Ratsitzung. Das Infrastruktur-Projekt der Feuerwehrhalle Eyrs ist um rund 400.000 € teurer geworden. Die Halle selbst werde nur 40.000 Euro mehr kosten. Die Mehrkosten für das Infrastruktur-Projekt sind durch das Anheben und Aufschütten und die Grenzmauern in Richtung Pronto und Siller entstanden. Die Einrichtung sei günstiger geworden. Das Bauende ist für März 2026 vorgesehen.
Und: Oberhalb der Tuchbleiche-Siedlung wurde einem Antrag stattgegeben, Landwirtschaftsgebiet in eine Mischzone auszuweisen. 90.000 € bekommt die Gemeinde dafür. Die Erschließung, das wurde beschlossen, dürfe nicht über den schmalen Tuchbleicheweg erfolgen. (ap)

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