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Harte Auseinandersetzung

  • Vorspann: Gemeinderatssitzungen in Partschins sind oft geprägt von harten Auseinandersetzung gegensätzlicher Meinungen. Das ist der Zusammensetzung des Rates geschuldet: 12 SVP-Mitglieder stehen 6 Vertreter:innen der neuen Bürgerliste Partschins Rabland Töll gegenüber.
  • Dachzeile: Partschins
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:

Im Vinschgau gibt es in der Zusammensetzung und in der Dikussionskultur keinen ähnlich gelagerten Gemeinderat, wie er in der Gemeinde Partschins vorkommt. Die 6 Bürgerlistler halten die 12-köpfige SVP-Mehrheit auf Trab und trotzen sich und den anderen Gemeinderatsmitgliedern geistige Wendigkeit ab. Das ist anstrengend, aber für die Bürger:innen fruchtbar. Denn es werden Dinge hartnäckig angesprochen, die ansonsten durch die Lappen gehen.
Bei der Ratssitzung am 28. Juli stand ein Beschlussantrag auf der Tagesordnung, in dem die Bürgerliste den Rat beschließen lassen wollte, eine jährliche Müllsammelaktion auf dem gesamten Gemeindegebiet zu organisieren. Über dieses Thema entbrannte eine kontroverse Diskussion. Während die Vertreter der Bürgerliste eine Müllsammelaktion, die von der Gemeinde koordiniert wird, mit den Argumenten befürworteten, dass dadurch eine Aufwertung für diese Aktion entstehen könnte, dass die Außenwirkung die Leute mitziehen könnte, sprachen sich viele SVP-Ratsmitglieder gegen den Beschlussantrag und gegen eine Koordinierung durch die Gemeinde aus. Der Fischerverein und der Alpenverein würden solche Aktionen bereits veranstalten und man würde solche Eigeninitiativen schwächen, wenn die Gemeindeverwaltung die Koordination übernehme. Wenn schon solle man eine solche Müllsammelaktion ohne jeglichen Beschluss machen. Der Antrag wurde dann 10:6 versenkt.
Zu Wortgefechten kam es auch bei der 6. Haushaltsänderung. Stein des Ansoßes war, dass 4000 Euro aus dem Repräsentationsfond für die Einweihung des neuen Kunstrasens beim Sportplatz vorgesehen sind. Stefan Ganterer von der Bürgerliste sagte, dass das „Großtun mit öffentlichen Geldern keine gute Außenwirkung“ habe. Ganterer erinnerte daran, dass er nichts gegen das Feiern habe, das sei auch damals bei der Einweihung des Sportzentrums gemacht worden, aber nicht auf Kosten der Gemeinde. Sabine Zoderer, Sportreferentin und gleichzeitig Sportvereinspräsidentin sagte, dass die große Investiotion der Gemeinde mit einem Fest für die gesamte Bevölkerung enden solle.
Ganterer reichte ad hoc einen Abänderungsantag ein, der zum Ziel hatte, die 4000 Euro aus der Hauhaltsänderung zu streichen. Druchgedrungen ist er damit nicht, denn der Abänderunganstrag wurde mit den 10 SVP-Stimmen (entschuldigt abwesend waren Walter Laimer und Ulli Schweitzer) abgelehnt und dann die Haushaltsänderung mit genauso vielen Stimmen genehmigt.

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Jugendkriminalität im Fokus

  • Dachzeile: Bericht aus Rom 16.07.2025

Wie im übrigen Italien sind Jugendbanden auch in Südtirol ein Sicherheitsproblem. Das bestätigt auch die jüngste Polizeiaktion gegen Jugendkriminalität, die in der Provinz Bozen zu 41 Anzeigen, drei Festnahmen und sieben Durchsuchungen wegen Straftaten gegen Personen, Eigentum sowie im Zusammenhang mit Drogen geführt hat. Im vergangenen Frühjahr machten sich in Meran Gruppen von Jugendlichen durch wiederholte Angriffe auf Gleichaltrige, Erwachsene und Touristen bemerkbar. Dies verstärkt das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung und rückt erneut die Frage nach geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung des Phänomens in den Mittelpunkt.
Vor diesem Hintergrund hat die Regierung im Juli einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Regeln zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ändern soll.
Derzeit muss das Gericht prüfen, ob die jugendliche Person zum Zeitpunkt der Tat in der Lage war, die Bedeutung des eigenen Handelns zu verstehen. Mit der neuen Regelung wird dieser Grundsatz umgekehrt: die Strafmündigkeit wird bis auf Gegenbeweis vorausgesetzt; eine fehlende Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit müsste von der Verteidigung nachgewiesen werden.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem bereits durch das sogenannte Caivano-Dekret eingeschlagenen Kurs und wird von der Regierung mit einer Zunahme schwerwiegender Straftaten durch sehr junge TäterInnen sowie mit Nachahmungseffekten und der Verbreitung und Inszenierung von Gewalt, insbesondere in sozialen Netzwerken, begründet.
Die Verschärfung kann die Reaktionsfähigkeit des Staates stärken, wird das Problem allein jedoch kaum lösen. Jugendkriminalität entsteht nicht im luftleeren Raum: Es braucht präsente Familien, eine funktionierende Schule, Sozialdienste, Integration und eine starke Präsenz staatlicher Institutionen im öffentlichen Raum. Repression und Prävention sind keine Gegensätze – um das Phänomen nachhaltig einzudämmen, müssen sie Hand in Hand gehen.
Senatorin Julia Unterberger

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Frischer Wind und feiner Wein

  • Dachzeile: Mals

Julia und Stefan Wallnöfer von der Weinmanufaktur „VinVentum“ bauen in Mals Wein an. Um sich weiterzuentwickeln, möchten sie mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.com eine größere Weinpresse finanzieren. Auf die Unterstützer warten besondere Dankeschön-Pakete!
Mit der neuen Weinpresse möchten Julia und Stefan Wallnöfer nun den nächsten wichtigen Schritt in der Entwicklung ihres Familienbetriebs gehen. Wer die Crowdfunding-Kampagne von „VinVentum“ für die Finanzierung einer größeren Weinpresse unterstützen möchte, kann dies noch bis zum 14. August tun. Mehr Informationen und die Auswahl der Dankeschön-Pakete findet man unter www.startnext.com/vinventum. Julia und Stefan Wallnöfer sind schon gespannt, ihre Unterstützer persönlich kennenzulernen.

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Wurzeln, die verbinden

  • Vorspann: Südtiroler in der Welt treffen sich beim 39. Sommertreffen in Schlanders: Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt sind der Einladung der Vereinigung „Südtiroler in der Welt“ zu ihrem traditionellen Sommertreffen gefolgt und nach Schlanders gereist.
  • Dachzeile: Schlanders

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Heimatverbundenheit, Freundschaft und die gemeinsamen Wurzeln – für viele ausgewanderte Südtirolerinnen und Südtiroler eine willkommene Gelegenheit, alte Bekannte wiederzutreffen und sich auszutauschen.
Werner Atz, Vorsitzender der „Südtiroler in der Welt“, begrüßte gemeinsam mit Cheforganisator Hannes Weithaler die Gäste, die vor allem aus Deutschland, Österreich und der benachbarten Schweiz angereist waren. „Die Wurzeln bleiben hier, auch wenn man eine neue Heimat irgendwo anders gefunden hat. Umso mehr freut es uns, dass wir heute schon die 39. Ausgabe des Sommertreffens der „Südtiroler in der Welt“ gemeinsam feiern können“, so Atz in seiner Begrüßung. Im Hintergrund zog Hannes Weithaler, Vizevorsitzender der Ortsgruppe Schlanders, gemeinsam mit seinem über 30-köpfigen ehrenamtlichen Team gekonnt die Fäden.
Auch der stellvertretende Bezirksvorsitzende des KVW Vinschgau, Josef Bernhart, sowie der Dekan von Schlanders Jolly Joseph Chakkalakkal zeigten sich erfreut über den Besuch. Die Landtagsabgeordnete Waltraud Deeg und der Tourismusvereinspräsident Karl Pfitscher richteten Grußworte an die Gäste. Martin Depian, Vorsitzender der Vereine in Deutschland und Helmuth Angermann im Namen des Gesamtverbands der Südtiroler in Österreich, bedankten sich im Namen der angereisten Gäste.
Bürgermeisterin Christine Kaaserer stellte den Anwesenden ihre lebendige Gemeinde Schlanders vor. Schlanders ist der Hauptort des Vinschgaus und hat erst vor kurzem den Preis für die europäische Hauptstadt des Einzelhandels in der Kategorie „5.000 bis 50.000 Einwohner” erhalten.

Musik, Tanz und gute Stimmung
Musikalisch umrahmt wurde die würdevolle Feier und die eigens vom Dekan zelebrierte Messe in der Pfarrkirche von der Storchn Musi Vinschgau. Am Vormittag spielte die Bürgerkapelle Schlanders zur Begrüßung auf, während die Volkstanzgruppe Schlanders am Nachmittag für Unterhaltung sorgte.
Am Nachmittag konnten die Gäste aus einem breiten Angebot wählen: eine Führung durch Schlanders, ein Besuch des Marmorwerks in Göflan, das Nationalparkhaus Vogelwelten Avimundus, die Schlandersburg, das Innovationszentrum BASIS, die Honigwelt oder der Schlanderser Kirchturm – der höchste ganz Tirols.
Bei Kaffee und Kuchen klang das Treffen schließlich in geselliger Runde aus. Der Wunsch vieler Teilnehmer war eindeutig: Auch im kommenden Jahr soll diese besondere Begegnung wieder stattfinden.
Ein besonderer Dank gilt der KVW-Ortsgruppe Schlanders mit ihrem Vorsitzenden Heini Fliri, seinem Stellvertreter Hannes Weithaler und dem engagierten Team für die hervorragende Organisation.
Die „Südtiroler in der Welt“ sind ein eigenständiger Verein im KVW und zugleich Dachorganisation für die Verbände und Vereine der Südtirolerinnen und Südtiroler im Ausland. Der Verein vertritt die Interessen der Heimatfernen und ist eine viel genutzte Verbindungsstelle zu Behörden und Institutionen.

 

Südtiroler in der Welt Tel. 0471 309176
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www.suedtirolerinderwelt.org

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