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Beliebter Citybus

  • Dachzeile: Naturns

Der Citybus Naturns (264) wurde im Dezember 2024 eingeführt und ersetzt seitdem die Buslinie 261 Schnals – Naturns – Tabland – Staben die nach Meran verlängert wurde. Seitdem verkehrt er werktags von 06:30 bis 20:00 Uhr und sonntags von 08:00 bis 18:00 Uhr mit Mittagspause auf der Strecke Staben Bhf – Tabland – Tschirland – Naturns Bhf – Naturns Rathaus – Staben Kochenmoos – Staben Bhf. Im ersten Betriebsjahr 2025 gab es bereits über 40.000 Entwertungen, was mehr als 100 Nutzer pro Tag entspricht. „Bisher war die Anzahl an Fahrten pro Richtung aber sehr ungleich, damit vor allem die Schülerinnen und Schüler direkt nach Schulende bedient werden konnten. Mit dem Fahrplanwechsel gibt es dafür aber einen zusätzlichen neuen Schülerbus 264S, sodass die Taktung für den Citybus kundenfreundlicher wird“, kündigt Umweltreferent Florian Gruber an. Die neuen Fahrpläne sind bereits auf der Seite der Südtiroler Transportstrukturen AG www.suedtirolmobil.info einsehbar. Für die Zukunft ist auch ein Ausbau der Citybus-Linie bis nach Plaus und Rabland möglich. Dazu finden mit den Nachbargemeinden bald entsprechende Treffen statt.
Ebenso gibt es auf der Überlandlinie 261 eine Verbesserung: Im Dezember 2025 wurden ein zusätzlicher Stundentakt Naturns – Meran von Montag bis Freitag sowie morgens zusätzliche Schulfahrten eingeführt. Das ergibt an Wochentagen also einen Halbstundentakt Naturns – Meran. Aufgrund der internen Mobilitätsteuerung in Meran werden die Haltestellen Rennweg und Altes Krankenhaus nur mehr zeitweise bedient.

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Dominik Plangger + Claudia Fenzl und Robin’s Huat begeistern

  • Dachzeile: Kasino LIVE

Ein voller KASINO Kulturclub und ein begeistertes Publikum: Das Konzert von Dominik Plangger & Claudia Fenzl am Samstag, 14. März 2026 im KASINO Kulturclub der BASIS Vinschgau Venosta wurde zu einem besonderen Heimspiel für den aus Stilfs stammenden Liedermacher.
Gemeinsam mit der Geigerin Claudia Fenzl präsentierte Dominik Plangger einen intensiven Konzertabend zwischen gesellschaftskritischen Liedern, eingängigen Melodien und persönlichen Geschichten aus seinem Leben als Musiker zwischen Südtirol und Wien. Der Liedermacher, der aktuell auf Tour durch den gesamten deutschsprachigen Raum ist, zeigte dabei einmal mehr seine besondere Fähigkeit, Musik, Humor und Anekdoten zu einem nahbaren und lebendigen Konzerterlebnis zu verbinden.
Für einen besonderen Moment sorgte auch der Support-Act Robin’s Huat: Der junge Singer-Songwriter aus Schlanders kehrte für mehrere Stücke gemeinsam mit Dominik Plangger und Claudia Fenzl auf die Bühne zurück. Zusammen interpretierten sie unter anderem Vinschger Korrnrliader wie „Mail Maadele, mai Tschurale“ und sorgten damit für große Begeisterung im Publikum.
Der Abend endete mit langanhaltendem Applaus und bestätigte einmal mehr, wie stark die Verbindung zwischen Dominik Plangger und seiner Heimat geblieben ist.

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Elektrifizierung geht in die abschließende Phase

  • Dachzeile: Vinschgau

Die Elektrifizierung der Vinschger Bahn befindet sich in der abschließenden Phase. In Schlanders fand am 19. März ein Treffen mit der Bezirksgemeinschaft und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Vinschgaus statt, um über den Stand der Arbeiten und die nächsten Schritte zu informieren.
Seit ihrer Wiedereröffnung im Jahr 2005 verzeichnet die Vinschger Bahn rund zwei Millionen Fahrgäste pro Jahr. „Die Vinschger Bahn ist ein unverzichtbares Verkehrsmittel für Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler. Die Elektrifizierung stellt einen zentralen Schritt dar, um die Bahn als Rückgrat einer leistungsfähigen Mobilität weiter zu stärken“, betonte der Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider. „Es handelt sich um eines der anspruchsvollsten Infrastrukturprojekte für die öffentliche Mobilität in Südtirol.“ Das Projekt umfasst zahlreiche Maßnahmen entlang der gesamten Strecke: verlängerte Bahnsteige, neue Unterführungen und Haltestellen, Anpassungen an den Bahnhöfen, ein neues Umspannwerk, rund 1.500 Oberleitungsmasten sowie die vollständige Erneuerung der Signalanlage mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS Level 2 und dem Kommunikationssystem GSM R. „Es wurde ein umfassendes neues System aufgebaut, wodurch das Projekt deutlich komplexer als vergleichbare Vorhaben wie jenes im Pustertal ist“, erklärte Alfreider.
Mit der Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System) sowie des Kommunikationssystems GSM-R ist die Vinschger Bahn nicht nur vollständig in das europäische Eisenbahnnetz integriert, sondern erreicht auch ein deutlich höheres Sicherheitsniveau. „Die hochmodernen Systeme ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung und Steuerung des Zugverkehrs in Echtzeit und tragen maßgeblich zur Erhöhung der Betriebssicherheit bei“, so Alfreider. Künftig können Züge mit bis zu 130 Stundenkilometern verkehren und sowohl auf dem italienischen als auch auf dem österreichischen Streckennetz eingesetzt werden.
„Wir stehen vor Abschluss eines wirklich komplexen Eingriffs, der weit über eine reine Erneuerung hinausgeht. Im Vinschgau bauen wir ein gesamtes System neu auf. Genau deshalb gehen wir schrittweise vor und stellen gleichzeitig sicher, dass die Verbindungen für die Bevölkerung jederzeit gewährleistet sind, auch durch Ersatzverkehre mit Bussen“, betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Alfreider.
Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs erfolgt schrittweise. In einer ersten Phase bleibt der Schienenersatzverkehr mit Bussen auf der Linie B250 aufrecht, parallel dazu wird der Zugbetrieb auf Teilstrecken schrittweise wieder aufgenommen, bis der reguläre Betrieb vollständig hergestellt ist. Die Gesamtinvestition beträgt rund 85 Millionen Euro.

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Leserbriefe 7-2026

Verschandelung neuer Vinschger Zug

Mit Unverständnis habe ich die Sprühaktion am neuen Vinschger Zug am Spondiniger Bahnhof festgestellt. Ein öffentlich finanziertes Infrastrukturprojekt, das vielen Menschen zugutekommt und einen wichtigen s4 zugBeitrag zur nachhaltigen Mobilität leistet, mutwillig zu beschädigen, ist weder ein Kavaliersdelikt noch eine Form von Kunst. Solche Aktionen verursachen nicht nur erhebliche Kosten für die Allgemeinheit, sondern zeugen auch von mangelndem Respekt gegenüber gemeinschaftlichem Eigentum. An der nahegelegenen Betonfassade des Straßenviadukts wäre noch genug Platz, sich auf diese Weise zu betätigen, ohne einen solchen Schaden anzurichten. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Rudi Maurer - Prad am Stilfserjoch

 

Drususkaserne: “Ich bin enttäuscht und verärgert“


Leserbrief zur Gemeinderatsitzung in Schlanders am 26.03.2026
Der Abbruch der Drususkasernen wurde beschlossen
Am 5. Oktober 2022 um 5 Uhr in der Früh fuhren im Kaserenareal in Schlanders die Bagger auf und begannen mit Abbrucharbeiten bei der „Palazzina Comando“ und an der Ostflanke der „Palazzina Misurata“. Damals gab es einen Aufschrei über diese nächtliche Aktion und der Abbruch wurde gestoppt. Am 26. März 2026 hat der Gemeinderat von Schlanders mit 15 Ja Stimmen, 2 Enthaltungen und 1 Gegenstimme beschlossen, die drei Baulose Palazzina Misurata, Palazzina Comando und die Villa Wielander abzureißen. Damit führt die neue Gemeindeverwaltung die Politik der alten Gemeindeverwaltung fort: alles demokratisch, alles transparent, alles ok. Wirklich? Als Bürger von Schlanders bin ich enttäuscht und verärgert. Das Projekt Drususkaserne ist für die zukünftige Entwicklung von Schlanders das größte Projekt. Weder der Gemeindeausschuss noch der Gemeinderat haben sich die Zeit genommen, Alternativen zum Abbruch zu diskutieren. Eine außerplanmäßige Gemeinderatsitzung wurde einberufen mit der Begründung, dass ein Drittel der Misurata für den Bau der Tiefbauhalle des angrenzenden Berufsbildungszentrums abgerissen werden muss. Dabei wurde gleich beschlossen, nicht nur das notwendige Drittel des ersten Bauloses, sondern auch das zweite und dritte Baulos abzureißen. Dies, obwohl bei der Gemeinderatsitzung nicht klar wurde, was auf den leeren Flächen gemacht werden sollte. Zwei Beschlussanträge zu dem Thema, wenige Tage zuvor von der Bürgerliste eingereicht, wurden nicht zugelassen. Eine Diskussion über eine langfristige Ansiedlung des Oberschulzentrums im Kasernenareal, über Bauen am Bestand, den Bau von Mietwohnungen, die Erhaltung des ganzen Ensembles gab es nicht. Dabei sieht das neue Wohnbaureformgesetz Nr. 6/2025 u.a. diese Möglichkeiten vor. Schlanders hat auf dem Kasernengelände mit der Basis Vinschgau ein Vorzeigeprojekt erstellt, indem nicht abgerissen und teuer neu gebaut wurde, sondern indem behutsam und intelligent saniert und adaptiert wurde. Dafür bekam Schlanders einen Sonderpreis von der Architekturstiftung Südtirol. Anstatt diesen Weg weiterzugehen und die bestehenden Gebäude für kostengünstige Mietwohnungen zu sanieren, werden nun die alten Kasernen abgebrochen und der Bauschutt muss teuer entsorgt werden. Das dafür notwendige Geld wird für andere wichtige Investitionen fehlen.
Heinrich Zoderer, Schlanders

 

 

Nachruf auf Vigil „Gilli“ Klammsteiner


Geb. am 11. Jänner 1936; gest. am 17. Februar 2026, über 40 Jahre Pfarrer in Trafoi, Rebell
im Priestergewand und „Dachdecker Gottes“.

Geboren wurde Gilli als eines von neun Kindern auf dem Greithof, einem Bauernhof oberhalb der Fragsburg bei Meran. Er studierte acht Jahre am Johanneum in Dorf Tirol, anschließend Theologie und Philosophie in Trient und Brixen, wo er 1966 zum Priester geweiht wurde. Vorher leistete er noch seinen Militärdienst, und zwar bei den Skifahrern. Zum Sport hatte er eine besondere Beziehung. Mit 40 Jahren absolvierte er noch ein Sportstudium an der Uni Innsbruck, das er 1982 abschloss. „Ohne Sport wäre ich entweder Alkoholiker oder nervenkrank geworden“, sagte er zu Markus Larcher, dem Redakteur der ff, der ihn 2009 interviewte.
Sein Lieblingsort waren die Drei Brunnen, ein magisches Plätzchen im Talschluss hinter Trafoi. In der dortigen Wallfahrtskirche hat er nicht nur die Skilegende Gustav Thöni und seine Frau Ingrid, sondern ebenso deren Kinder getauft und getraut. Auch viele „Auswärtige“ nahmen Gillis geistliche Dienste in diesem Kirchlein gerne in Anspruch. Dessen Schindeldach hat er eigenhändig erneuert, was ihm den liebevollen Spitznamen „Dachdecker Gottes“ (Larcher) einbrachte.
Gillis Amtsführung schwankte zwischen sportlich und unkonventionell. An einer Amtshandlung hatte ich Gelegenheit, persönlich mitzuwirken. Bei einer Skitourenwoche auf Korsika im Jahr 2009 hatten sich Karin Thöni aus Langtaufers und Edwin Heinisch aus Matsch kennen und lieben gelernt. Im Jahr darauf wollten sie heiraten. Da sie sich nicht auf den Ort der Eheschließung einigen konnten, verständigten sie sich auf einen Kompromiss: Die Trauung sollte sozusagen auf Halbweg zwischen den beiden Tälern stattfinden, nämlich auf dem Bärenbartjoch. Es galt nur, einen Kleriker zu finden, der willens und fähig war, am 24. April auf den auf über 3.000 Metern hoch gelegenen Übergang hinaufzusteigen. Der Gilli erklärte sich bereit, allerdings unter einer Bedingung: „Ich brauche dabei einen Ministranten, der auch Latein kann!“ „Wo sollen wir so einen hernehmen, ohne zu stehlen?“ „Ich kenne einen, der ist auch noch mein Vetter, hat acht Jahre Latein in der Schule gelernt und später sogar Kirchenrecht studiert.“ So konnte ich dem Gilli bei seiner Zeremonie unter dem Bärenbart assistieren.
Zu Gillis Begräbnis in der Kirche von Untermais hatte sich vom Bischof abwärts so ziemlich alles eingefunden, was beim Klerus Rang und Namen hat. Nur bei der Abfassung der Todesanzeige, welche bei Priestern der Amtskirche vorbehalten ist, schien mir etwas schief gelaufen zu sein. Kleriker werden in der Regel mit „Hochwürden“ verabschiedet. Im Partezettel der Kurie wurde Gilli zum „P.“, also zum Pater degradiert! Meine Anfrage beim persönlichen Sekretär des Bischofs und Schlanderser Landsmann Michael Horrer brachte zwar Entwarnung: Alles sei aus Versehen passiert, eine gar hinterhältige Absicht habe nicht vorgelegen- Und dem Gilli dürfte es egal sein, ob er nun als Pater oder als Hochwürden auf einer Wolke schwebt!
Peter Tappeiner

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