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Kampf Nesträubern

  • Dachzeile: Bericht aus Rom

Die Jagd auf Singvögel hat in den 1970er-Jahren den Anstoß für die EU-Vogelschutzrichtlinie gegeben. Damals wurden Zugvögel zu Millionen mit Netzen, Fallen und automatischen Waffen gejagt.
Seit der Verabschiedung der Richtlinie ist die Verwendung von Vogelfallen jeder Art in der EU verboten. Ebenso untersagt ist die Jagd während der Brutzeiten, sowie das Beschädigen von Nestern und das Sammeln von Eiern. Alle wildlebenden Vogelarten erfahren einen besonderen Schutz.
Italien wurde bereits mehrmals von der EU einem Vertragsverletzungsverfahren unterzogen, weil es die Vogelschutzrichtlinie verletzt hat. Besonders problematisch ist, dass in Italien – im Gegensatz zu Südtirol – die Jagd mit lebenden Lockvögeln erlaubt ist. Das führt dazu, dass im Mai und Juni Nesträuber aus Oberitalien durch die Obstwiesen streifen, um die Nester, von Singvögeln, zu plündern.
Besonders die Singdrosseln eignen sich gut als Lockvögel. Wenn sie den Transport überleben, werden sie in dunklen Räumen gehalten, damit sie, sobald sie wieder ans Licht kommen, besonders laute Schmerzschreie von sich geben. Um dieses Ergebnis zu erzielen, werden auch noch grausamere Methoden angewandt, zum Beispiel das Ausstechen der Augen.
Mit Hilfe dieser Lockvögel werden dann ganze Schwärme von Drosseln gefangen, die in Oberitalien als Delikatesse gelten.
Eigentlich dürften nur gezüchtete Vögel als Lockvögel verwendet werden. Doch diese schreien den Jägern zu wenig.
Es wäre also höchst an der Zeit die Jagd mit Lockvögeln zu verbieten. Doch was macht der italienische Gesetzgeber? Mit dem neuen Jagdgesetz, das kürzlich im Senat verabschiedet wurde und nun an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet wird, werden die Regeln in Bezug auf Lockvögel sogar gelockert. Meine Abänderungsanträge, die von nahezu der gesamten Opposition mitunterzeichnet wurden und darauf abzielten, die Jagd mit Lockvögeln zu verbieten, wurden allesamt abgelehnt.
von Senatorin Julia Unterberger

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Für die Stärkung der Lokalpolizei

  • Dachzeile: Bozen/Vinschgau

Was im Vinschgau bereits seit Jahren praktiziert und vorexerziert wird, wird nun auf Landesebene im novellierten Ortspolizeigesetz umgesetzt: Gut ausgebildet, zweisprachig und flächendeckend präsent: So soll sich die Ortspolizei in Südtirol künftig präsentieren. Erreicht werden sollen diese und noch weitere Ziele durch das neue Gesetz zur Ordnung der Ortspolizei, dem der Landtag am 11. Juni mehrheitlich zugestimmt hat. Für Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair ist damit der Startschuss zur Aufwertung der Lokalpolizei gefallen.
„Das neue Gesetz ist ein Meilenstein in der Ausgestaltung und Ausrichtung unserer Sicherheitspolitik. Wir nutzen den staatlich vorgegebenen Zuständigkeitsrahmen endlich besser aus und übernehmen als autonomes Land mehr Eigenverantwortung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, betonte Mair nach der entscheidenden Abstimmung im Landtag.
Vorausgegangen war der Genehmigung des Gesetzentwurfs ein intensiver Austausch mit den Südtiroler Gemeinden, die nun auf eine Anreizfinanzierung zurückgreifen können, um die örtlichen Lokalpolizei-Einheiten auf freiwilliger Basis aufzubauen oder zu stärken.
„Mit dem neuen Gesetz soll die Ortspolizei in Südtirol umfassend aufgewertet, personell aufgestockt und vermehrt im Bereich der öffentlichen Sicherheit sowie der Prävention eingesetzt werden. Das heißt konkret unter anderem, dass der Fokus nicht allein auf Temposünder oder Falschparker liegen darf, sondern verstärkt auch auf Problemfelder wie Einbruchsbekämpfung, Wohnungsmissbrauch oder Drogenhandel“, sagt die Sicherheitslandesrätin.

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40 Jahre die Gesellschaft und Kultur bereichert

  • Dachzeile: Schlanders/Bildungsausschuss

Seit dem Jahre 1983 gibt es Bildungsausschüsse in Südtirol und bereits im Jahre 1986 wurde ein Bildungsausschuss in Schlanders gegründet. Um diese 40-jährige Tätigkeit zu feiern, auf verschiedene Veranstaltungen zurückzublicken und den Personen zu danken, die seit 40 Jahren das Dorfleben durch verschiedene Aktionen, Vorträge und Kurse bereichert haben, lud der Bildungsausschuss Schlanders am 5. Juni zu einer Feier in das Kulturhaus von Schlanders ein. Die Präsidentin Gudrun Warger konnte dabei die derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter:innen, Mitglieder verschiedener Vereine aus Schlanders und Vertreterinnen anderer Bildungsausschüsse, der Gemeinde und des Amtes für Weiterbildung begrüßen. Günther Vanzo, seit über 30 Jahren Vorstandsmitglied im Bildungsausschuss, hat ein umfangreiches Fotobuch mit Plakaten von verschiedenen Veranstaltungen und Auszügen aus den Tätigkeitsberichten zusammengestellt und bei der Feier präsentiert. Dabei wurde sichtbar, wie vielfältig, vielschichtig und umfangreich die Tätigkeiten der letzten vier Jahrzehnte waren. Es gab neben Vorträgen und Lesungen auch Bildungswochen, Fotowettbewerbe, Lehrfahrten, die Ausstellungen der Hobbykünstler, Offene Stammtische, eine Zukunftswerkstatt, Gesundheitswochen, Kräuterwanderungen, die Literaturrunde, den Pflanzentauschmarkt, das Sprachencafé, Konzerte und vieles mehr. Viele Veranstaltungen wurden und werden in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen durchgeführt. Bei der Veranstaltung bedankten sich die BMin Christine Kaserer und die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner für das ehrenamtliche Engagement. Ulrike Sparer vom Amt für Weiterbildung und Ludwig Fabi, der Leiter der Bezirksservicestelle, berichteten über die gute Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Schlanders und lobten die vielfältigen Tätigkeiten. Anschließend wurde ein Pub-Quiz mit 22 kniffligen Fragen durchgeführt. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Buffet und gemütliche Gespräche. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Musiker und Komponisten Marco Diana. (hzg)

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Umweltminister gab wichtige Zusage

  • Dachzeile: Bozen/Rom/Vinschgau

Im Rahmen der Generalversammlung der Confcommercio trafen der ehemalige HGV-Präsident und aktuelle Präsident von Confturismo, Manfred Pinzger, sowie HGV-Präsident Klaus Berger den italienischen Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die weiterhin ausstehende Durchführungsverordnung zum Nationalpark Stilfserjoch.
Pinzger und Berger unterstrichen gegenüber dem Minister die Bedeutung einer raschen Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Betriebe in den Nationalparkgemeinden. Viele Unternehmen, darunter auch zahlreiche Gastbetriebe, benötigten Planungssicherheit hinsichtlich künftiger Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig müsse es gelingen, die bestehenden bürokratischen Auflagen für die im Nationalpark tätigen Betriebe zu vereinfachen.
„Die Betriebe brauchen Klarheit darüber, welche Investitionen und Entwicklungen künftig möglich sind. Zudem ist es wichtig, die teils sehr komplexen bürokratischen Vorgaben zu entschärfen“, betonten Pinzger und Berger im Gespräch mit dem Minister.
Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin zeigte Verständnis für die Anliegen und sagte zu, sich der Thematik anzunehmen. Konkret kündigte er an, die Regionen Lombardei, Trentino und Südtirol an einen Tisch zu holen, um die Arbeiten an der Durchführungsverordnung für den Nationalpark Stilfserjoch voranzutreiben.
Der HGV begrüßt diese Zusage als wichtiges Signal für die Betriebe in den betroffenen Gemeinden und hofft nun auf konkrete Fortschritte bei einem Thema, das seit Jahren auf eine Lösung wartet.

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