Zum Hauptinhalt springen

Gute Nachrichten

  • Dachzeile: Vinschgau

Am 10. Februar hat sich die Vinschger SVP mit dem Landesrat Philipp Achammer in Schlanders getroffen. Der Landesrat brachte „gute Nachrichten“ für Schulen und Kultur in den Vinschgau. Die Umsetzung des Projekts „Ausbau der Landesberufsschule in Schlanders“ – Tiefbauhalle (ca. 4 Mio. Euro) geht gut voran. Die urbanistische Konformität ist da und 2026 könne das Vergabeverfahren und von Seiten der Gemeinde die notwenigen Abbrucharbeiten durchgeführt werden. Beim Schülerheim in Mals (ca. 30 Mio. Euro) werden heuer die erforderlichen boden- und umwelttechnischen Maßnahmen ergriffen. Baubeginn kann wie vereinbart 2027 sein. Zwischenzeitlich wurde das Schülerheim „Molles“ als Überbrückung baulich adaptiert. Nachdem in den letzten Jahren das Interesse an Biathlon in der Sportoberschule Mals konstant zugenommen habe, solle für die Sportoberschule eine bescheidene Biathlon-Trainingsanlage in Schlinig für kurzzeitige Trainings-Einheiten angedacht werden. Auch eine Führungskostenbeteiligung der Schule an den Strukturen in Martell und Mals soll in einer Vereinbarung zwischen der Schule und den Biathlon-Standorten verankert werden. Der Landesrat verkündet sein Interesse und seine Mithilfe auch im Westen Südtirols eine Jugendherberge zu errichten. Das „Gruber-Färber-Haus“ in Mals (ehem. Altersheim) soll mit Kostenaufwand von über 10 Millionen Euro in eine Jugendherberge mit 99 Schlafplätzen umgewandelt und baulich adaptiert werden. Bezüglich „Schloss Goldrain“ werde sich Landesrat Achammer um eine Sonderfinanzierung bemühen, um gewisse Standortnachteile auszugleichen.
In Langtaufers wird das Land die Gemeinde mit einem Beitrag für den Ankauf des „Gruber-Hauses“ für die Erlebnisschule unterstützen. In Laas werde das Land ebenso mit dem bestmöglichen Beitrag die Gemeinde unterstützen, um das sog. „Lechner Areal“ für ein lebendiges Marmorzentrum, temporäre Künstlerateliers usw. zu erwerben.

lay3_lokales_unten

  • Aufrufe: 14

Leserbriefe 5-2026

Appell für ein lebenswertes Schlanders


Schlanders hat den ersten Preis als „Vanguard City – Europäische Hauptstadt des kleinen Einzelhandels 2026“ gewonnen und damit ein europaweit beachtetes Signal gesetzt: Ein Dorf, in dem alles in 7 Minuten zu Fuß erreichbar ist, das konsequent auf ökologische Haltung, E‑Mobilität, sichere Radwege, ein lebendiges Zentrum und Gemeinschaft stärkende Ideen setzt, wurde in Brüssel ausgezeichnet. Dieser Anerkennung liegt eine klare Vision zugrunde: Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen Vorrang haben – nicht Autos.
Gerade deshalb würde der Bau einer Tiefgarage im historisch bedeutsamen, grünen und sensiblen Kapuzineranger im direkten Widerspruch zu den Prinzipien stehen, für die Schlanders ausgezeichnet wurde. Der Kapuzineranger ist mehr als eine Fläche: Er ist ein Ort der Ruhe und Erholung, ein Gemeinschaftsgarten, ein Stück Geschichte, ein Symbol für das, was ein Dorf lebenswert macht.
Wer „Vanguard City“ in Europa sein will, darf nicht gleichzeitig seinen wertvollsten Grünraum versiegeln. Wer für nachhaltige Mobilität geehrt wird, kann nicht im Herzen des Dorfes ein Projekt vorantreiben, das genau diese Idee untergräbt. Und wer ein 7‑Minuten‑Dorf sein will, ein lebendiges, fußgängerfreundliches Zentrum anstrebt, braucht dezentrale Parklösungen – nicht eine Tiefgarage im empfindlichsten Teil des Ortskerns.
Schlanders braucht jetzt den gemeinsamen Willen, seine Auszeichnung ernst zu nehmen und das zu bewahren, was unser Dorf einzigartig und lebenswert macht.
Der Kapuzineranger muss als unversiegelter, kühlender Grünraum im Herzen von Schlanders geschützt bleiben – für uns und für kommende Generationen.

Freitag, 20.02.2026
Unterschrieben von 19 Schlanderser
Bürgerinnen und Bürgern
(Namen der Reaktion bekannt)

 


Wenn Gluten zur Ausgrenzung führt


Ich habe die Nase voll. Wirklich! Meine Tochter ist 10 Jahre alt. Sie hat Diabetes Typ 1 und Zöliakie, beides unheilbare Autoimmunkrankheiten. Sie ist klug, fröhlich, neugierig, und sie möchte einfach nur das tun, was für andere Kinder selbstverständlich ist.
Doch genau das ist häufig nicht möglich. Ganz konkret betrifft uns das öfters, so vor Jahren bei der Sommerbetreuung in Schluderns, als die Verpflegung aus dem Altersheim kam und selbst gewährleistet werden musste, und derzeit bei der Gitarrenwoche im Schloss Goldrain. Beides sind Angebote, die jedes Kind ohne Weiteres besuchen kann. Meine Tochter jedoch nicht. Der Grund ist immer derselbe: Es fehlt glutenfreies Essen für Menschen mit Zöliakie.
Im Bildungshaus Schloss Goldrain wurde mir freundlich erklärt, dass zwar glutenfrei gekocht werde, allerdings nur für Glutenunverträglichkeit, nicht für Zöliakie. Das hilft uns leider gar nicht. Für Menschen mit Zöliakie reicht „ein bisschen glutenfrei“ nicht aus. Schon kleinste Spuren haben gesundheitliche Folgen. Das bedeutet für meine Tochter den Ausschluss.
Wir leben im Jahr 2026. Zöliakie ist keine Modeerscheinung, sondern eine anerkannte Autoimmunerkrankung. Glutenfrei zu kochen ist kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit.
Was macht der Ausschluss mit einem Kind? Es lernt: Du passt da nicht dazu. Deine Anforderungen an das Essen sind lästig. Inklusion endet offenbar dort, wo sie unbequem wird.
Das alles ist sehr frustrierend und ärgerlich für uns, besonders, wenn man bedenkt, dass die Bildungseinrichtungen großzügig von der öffentlichen Hand mitfinanziert werden, wir also im Grunde mitbezahlen. Dabei sind Vielfalt und Beteiligung zentrale Grundwerte im Leitbild der Südtiroler Weiterbildung. Auch das Grundrecht aller auf Weiterbildung ist in diesem verankert. Schöne Worte, die Realität ist für Menschen mit Zöliakie jedoch nicht selten eine andere. Glück hatte wir mit dem GWR und im Bildungshaus Lichtenstern am Ritten. Daher unser Appell an Sie, Herr Landesrat Achammer und an alle Bildungsorganisationen im Westen: Unterstützt uns bitte, damit Menschen, die es ohnehin schon schwerer haben als andere, nicht auf noch mehr verzichten müssen.
Meine Frage bleibt: Wie kann es sein, dass Bildungsträger keine sicheren glutenfreien Alternativen einplanen und das Angebot von glutenfreier Ernährung z.T. vom guten Willen einzelner Köche abhängt? Wie viele Kinder müssen noch ausgeschlossen werden, bis verstanden wird, dass Teilhabe kein Extra ist, sondern ein Recht?
Meine Tochter will keinen Sonderstatus. Sie will einfach dazugehören. Ist das wirklich zu viel verlangt?

Martina Marseiler, Tartsch

 


Privatisierung Reinigungsdienste Krankenhaus Schlanders


Sorge und Enttäuschung, als wir Eltern Behinderter von dieser Auslagerung erfahren haben. Für viele Menschen mit Behinderung oder Menschen mit psychischen Problemen sind diese Arbeitsplätze oft die einzige Möglichkeit, um in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen.
Durch die Privatisierung fehlen diese Arbeitsplätze in Zukunft für diese Menschen völlig, und für jene, die aktuell einen solchen Arbeitsplatz haben, wird es enorm schwierig werden, wenn die Arbeitskollegen, die ihnen oft eine notwendige Stütze sind, wegfallen. Wo sollen in Zukunft Arbeitsplätze gefunden werden, wenn man diese Entwicklung weiter vorantreibt, bei einer rasant steigenden Zahl von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, wie es in der Samstagsausgabe der Dolomiten zu lesen war?
AEB-Vinschgau, Zerzer Claudia Moser

 


Wichtige Recherche


Aus den verschiedenen Zeitungen liest man, dass der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber im Rahmen der Recherche herausgefunden hat, dass der Name Südtirol in der italienischen Verfassung, als auch im Sonderstatut für die Region nicht vorkommt. Nur als autonome Provinz Bozen wird unser Land vom Italienischen Provincia autonoma di Bolzano übersetzt und bezeichnet.Ist unsere Autonomie wirklich so gut wie ihr nachgesagt wird? Wenn nicht einmal der uralte, vom Schloss Tirol ausgehende Name für unser Land in der Verfassung als auch im Sonderstatut für die Region eingetragen ist? Großen Dank an den Abgeordneten Andreas Leiter Reber für seine wichtige Recherche. Denn der Name Tirol bzw. Südtirol macht erst unsere besondere Identität in Europa und auf der Welt aus!Auch die geschichtsbewußten und verständnisvollen Italiener könnten den, von den Faschisten eingeführten Namen Alto Adige durch den Namen Sud Tirolo ersetzen.
Ernst Gögele, Plaus

 

HAIKU – Gedicht in Dialekt

Die Polmkatzlen bliahn schun, obwohl no viele Tog Winter isch.

©Helga Maria Gorfer

Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 



lay3_lokales_unten

  • Aufrufe: 15

Aufgelöst

Der 1985 aus der Taufe gehobene Jugenddienst Naturns ist als Verein rechtlich aufgelöst und seit Jänner 2026 Teil des Jugenddienstes Meran. Die Arbeit bleibt vor Ort fest verankert.

lay3_lokales_unten

  • Aufrufe: 11

Aschermittwoch der Bauern

  • Vorspann: Der Landwirtschaft geht es im Vinschgau gut. Wohl auch deshalb waren die Stühle im Kulturhaus Schlanders bei der BB-Bezirksvollversammlung schütter besetzt.
  • Dachzeile: Schlanders/Vinschgau
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:
  • Weitere Fotos - 1:
  • Weitere Fotos - 2:

Digitales, Soziale Absicherung und Innovation waren Schwerpunkthemen bei der Bauernbund-Bezirksvollversammlung am Aschermittwoch, den 18. Februar im Kulturhaus von Schlanders. Über die „Diggy-Treffs“, den Anlaufstellen fürs Digitale, referierte Werner Messner, über die Soziale Absicherung Max Thurner, der eindrücklich vor allem die Jungen aufforderte, in die Rentenkassen einzuzahlen und über Trends und Innovationen referierte Matthias Bertagnolli. In seiner Zusammenfassung des bäuerlichen Jahres 2025 blickte der BB-Bezirksobmann Joachim Weiss mit einer bestimmten Zufriedenheit zurück. Denn im Obstbau konnte eine zufriedenstellende Ernte eingefahren werden, ebenso war die Futterqualität gut und von den Almen kamen hervorragende Produkte. Die von der Gesellschaft viel beachtete Marillenernte war gut und eine Vereinbarung zwischen VIP und Melinda im Bezug auf die Vermarktung von Kirschen laufe gut an. Sowohl der Weinanbau als auch die Vermarktung blieben eine Herausforderung. Kurzum, 2025 waren vom Anbau und vom Wetter her positiv, dafür sei, so Weiss, dem Herrgott zu danken. Sicher sei, dass der Pflanzenschutz auf EU-Ebene Thema bleiben werde.
Beim Pflanzenschutz tue sich etwas, sagte BB-Obmann Daniel Gasser. Denn es sei ein Unding, dass man 8 Jahre für die Zulassung eines neuen Wirkstoffes benötige. Zudem müsse, wenn ein Wirkstoff nicht mehr zugelassen werde, eine Alternative bereitstehen. Gasser wies daruaf hin, dass es beim Goßraubwild „ganz mühsam“ sei, etwas voranzubringen. „Wir wünschen uns nicht die Zustände vom Appenin, wo längst keine Weidewirtschaft mehr betrieben werde. Landesrat Luis Walcher lobte die genossenschaftliche Organsisation als sehr innovativ, brachte als Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus das Eggental und wies auf die gute Zusammenarbeit mit Sepp Noggler und Franz Locher hin. Es war dann der Locher Franz, der im Vinschgau aus seiner Sicht die drei wichtigsten Säulen in der Landwirtschaft aufzählte: die Produkte, die Beiträge und den Nebenerwerb. Über den Nationalpark und über das Wasser soll der Sepp reden., sagte der Franz. Der Sepp sagte aber kein Wort und Joachim Weiss: „Der Sepp wird von den Grußworten verschont.“
Das Tierwohl und eine mögliche Geflügelmast im oberen Vinschgau (in Mals steht der dortige Schlachthof bereit) wurde bei den Fragen aus dem Publikum angerissen. Auf die Frage vom ehemaligen BB-Bezirksobmann Raimund Prugger, wann mit der Nachbesetzung der Stellen von Markus Joos und Martin Pazeller zu rechnen sei, sagte Walcher, dass er hoffe, die Joos-Stelle (Bezirksleiter für Landwirtschaft) mit Ende des Jahres nachbesetzen zu können. Martin Pazellers Amt (Direktor Abt. Landwirtschaft) sei derart groß, dass nur die Hoffnung bestehe, einen Guten finden zu können.

lay3_feature_lokales

  • Aufrufe: 11