60 Jahre Lyzeum Schlanders
Am 1. Oktober 2026 wurde 60 Jahre Lyzeum Schlanders gefeiert: mit dabei Absolventen der ersten Maturaklasse, ehemalige Direktoren, Professoren und Absolventen der Schule.
Verena Rinner, die Direktorin des Oberschulzentrums Schlanders, konnte neben Schülern und Professoren, auch viele ehemalige Absolventen der Schule, ehemalige Professoren, Direktoren, Vertreter der Politik und der Gesellschaft begrüßen. Der Schulchor und die Schulband spielten auf. In ihren Ansprachen erinnerten sowohl Gustav Tschenett als auch Gottfried Tappeiner an die schwierige Anfangsphase, die fehlenden Infrastrukturen, die Suche nach Lehrpersonen, aber auch an den Mut der Politiker, das Engagement der Lehrpersonen bei der Begleitung und Erziehung der Jugendlichen. Das Lyzeum war anfangs eine Außenstelle von Brixen. 36 Schüler:innen besuchten im ersten Schuljahr die erste Klasse. Josef Feichtinger war der Schulleiter und zusammen mit den anderen Lehrpersonen musste viel improvisiert und koordiniert werden. Gottfried Tappeiner, ehemaliger Absolvent der Schule, sprach vom Geist des Aufbruchs in Zeiten des Geburtenüberschusses und der großen Abwanderung. Er sprach vom Weitblick der damaligen Schulpolitiker, die den Wert der Bildung erkannten und für Buben und Mädchen eine Oberschule errichteten, um ihnen den Zugang zur Universität zu ermöglichen. Tappeiner erinnerte an Persönlichkeiten der Schule, die nicht nur Schulstoff vermittelten und abfragten, sondern kritische Geister förderten und Theaterprojekte ermöglichten. Heute werden von der Schule viele Projekte durchgeführt. Tappeiner betonte die Wichtigkeit von Werten, den kritischen Umgang mit neuen Technologien und wünschte den Schülern Optimismus, Empathie, Neugier und Tatendrang. Sophia Pfitscher vom Realgymnasium und Gewinnerin des Südtiroler Jugendredewettbewerbes 2026, sprach vom großen Stress der Schüler, den vielen Terminen zwischen Tests, Hausaufgaben und Projektvorbereitungen. Sie stellte die Frage: Was hilft damit umzugehen? Und gab auch gleich eine klare Antwort: gute Planung, klare Prioritäten setzen, Pausen machen und für ausreichend Schlaf sorgen. Wir sind keine Maschinen, wir müssen nicht perfekt sein, wir müssen Freundschaften pflegen, auf unsere Gesundheit achten und dürfen die Lebensfreude nicht verlieren und vor allem nicht vergessen zu leben, so die Schülerin Sophia Pfitscher. Nach dem offiziellen Teil unterhielten sich die Schüler:innen, die ehemaligen Absolventen und Professoren bei einem Umtrunk noch lange und tauschten Erfahrungen und Erinnerungen aus.