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Tscharser erinnern an alte Abmachungen

  • Dachzeile: Kastelbell

Viel Publikum, viele Probleme: Der Gemeinderat von Kastelbell-Tschars hatte am 7. Oktober die von BM Gustav Tappeiner vorgelesene Stellungnahme über die Abweisung des Rekurses vom Jagdrevier Kastelbell nur zur Kenntnis zu nehmen. Tappeiner signalisierte Dialogbereitschaft mit dem Jagdrevier. Keinesfalls will er aber das Verfahren zum Gemeindeentwicklungsplan nochmals öffnen.
Interessant, für die Beteiligten erfreulich, für Außenstehende ewas irritierend war das Verfahren zur Abänderung des Gefahrenzonenplanes. Man hatte den Gefahrenzonenplan mit 9 roten Zonen im Dezember 2025 im Rat genehmigt. Bereits zuvor sind einige Grundbesitzer dagegen Sturm gelaufen. Die Gemeinde hat den Geologen Konrad Messner mit einer Nachuntersuchung beauftragt und dieser hat den Guldhof und die Ferienwohnungen vom Falzrohrhofes aus der Gefahrenzone herausgenommen, ebenso das Felsenhaus von Simon Messner, die Waalerhütte und das Haus vom Tierarzt Forcher. Der Falzrohrhof und der Unterortlhof werden blaue Zone. Diese Abänderungen seien mit dem Amt für Geologie abgesprochen.BM Tappeiner sagte, dass der ursprüngliche Gefahrenzonenplan in Teilen oberflächlich gemacht worden sei. Die Grundbesitzer bzw. Bauern sind erleichtert, dankten der Gemeindeverwaltung und sprachen dem Gemeindesekretär Urban Rinner großes Lob aus, denn mit ihm gehe etwas weiter.
Der Tscharser Gemeinderat Georg Ausserer eröffnete dann das Unbehagen der Tscharser. Seit der Tunneleröffnung haben sich die Lärmproblematik und die Raserei von der Obstgenossenchaft bis zur Sandmühle erheblich verschäft. Er selbst habe einen LKW mit 100 km/h beim Lamprecht vorbeirasen beobachten können, weil er hinterher gefahren ist. „Das kann es nicht sein“. „Wenn der Verkehr nicht steht, wird gerast“, brachte es Manuela Gerstgrasser vom Freien Bündnis auf den Punkt. In diesselbe Kerbe schlugen mehrere Wortmeldungen von Tscharsers und Anwohnern an der SS38. Auch wurde an ein Versprechen erinnert, welches vor Jahren bei einer Versammlung im Josef-Maschler-Haus im Beisein des damaligen Landesrates Florian Mussner gegeben worden sei. Die Tscharser hatten damals der langen Tunnelvariante zugestimmt, wissend, dass damit die bis dahin angedachten zwei Tunnels (einer hinter Kastelbell bis Galsaun und ein zweiter unterhalb Tschars) vom Tisch sind. Im Gegenzug wurde von Kastelbeller Seite versprochen, dass den Tscharsern bei den kommenden Verkehrslösungen mit aller Kraft geholfen werde.
Ein erster Schritt wurde dahin getan, indem die Gemeinde das Ingenieurbüro Pohl mit Untersuchungen auf besagtem Streckenabschnitt beauftragt hat. (eb)

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Gordischer Knoten ist weg

  • Vorspann: Tiefe Trauer und große Wertschätzung waren im Gemeinderat von Partschins am 6. Oktober spürbar: Mit einer Gedenkminute und mit einer brennenden Kerze wurde an den kürzlich verstorbenen Gemeinderat und Gemeindereferenten Ulrich Schweitzer gedacht.
  • Dachzeile: Partschins
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:

Für mich ist der Ulli ein Riesenverlust“, sagte BM Alois Forcher, im Hinblick auf die Freundschaft und auch im Hinblick auf das Geleistete. Es galt, Ulrich Schweitzer als Gemeinderat zu ersetzen, und mit René Mitterhofer nahm der zweitplatzierte Nichtgewählte in den Reihen der Räte Platz, weil die erstplatzierte Nichtgewählte Jasmin Pichler verzichtet hatte.
Auf der Tagesordnung stand auch ein langjähriger Gordischer Knoten, der nun gelöst werden soll, und zwar die Einfahrt auf der Töll zur Siedlung Steidl. Weil in einer Klausursitzung des Gemeinderates die Details bereits besprochen worden waren, gab es kaum Diskussionen bei der Abstimmung zur Grundsatzentscheidung. Aus der derzeit bestehenden kerzengeraden Straße, die zwischen Zollwirt und neuem Kreisverkehr in die SS38 mündet, soll eine geschwungene Straße werden, sodass Gefahrenpunkte entschärft werden. Zudem hat sich die Gemeinde einen kleinen Wendeplatz mit einer Müllsammelstelle gesichert. Die AIMO Immobilien soll die Infrastrukturen und die Straße bauen, die Gemeinde Partschins übernimmt das Asphaltieren. Die Zufahrt direkt hinterm Zollwirt bleibt weiterhin in Gemeindebesitz. Vorausgegangen sind einige Grundtausche, die nun zur Aussage von BM Forcher und Vize-BM Walter Laimer „Mit diesem Kompromiss können wir leben“ geführt haben. Die Grundsatzentscheidung wurde einstimmig beschlossen, ebenso die darauffolgende Änderung des Bauleitplans und Landschaftsplans „Ausweisung einer Gemeindestraße Typ C – Zufahrt Wohnbauzone ‚Steidl‘“. Weil sich diese Änderung außerhalb der Siedlungsgrenze befindet, wird die Landesregierung letztinstanzlich über diesen Beschluss entscheiden.
Bemerkenswertes kam in den Berichten der Referenten zur Sprache. So habe man, sagte BM Forcher, erreicht, dass ab Dezember Naturns, Plaus, Rabland und Partschins im Stundentakt ganzjährig verbunden sein werden. Allerdings wies die Referentin Sabine Zoderer, unter anderem für den Verkehr zuständig, darauf hin, dass damit 34 Busse mehr die Engstelle beim „Mair am Ort“ befahren werden. Da sei etwas zu tun. Es könne allerdings nicht sein, dass Google Maps eine Umleitung durch Partschins anzeige, wenn auf der SS38 Stau sei, sagte Forcher. Gemeinderat Peter Schönweger wies darauf hin, dass es mit einem Brief an Google möglich sein müsse, diese Form der Ausweichstrecke aus Google Maps zu streichen.

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