Gordischer Knoten ist weg
v. l.: die Gemeindereferentinnen Jasmin Ramoser (SVP) und Sabine Zoderer (Freie Wähler) - Bild und Kerze für den verstorbenen Ulli Schweitzer - und der neue Gemeinderat René Mitterhofer
Für mich ist der Ulli ein Riesenverlust“, sagte BM Alois Forcher, im Hinblick auf die Freundschaft und auch im Hinblick auf das Geleistete. Es galt, Ulrich Schweitzer als Gemeinderat zu ersetzen, und mit René Mitterhofer nahm der zweitplatzierte Nichtgewählte in den Reihen der Räte Platz, weil die erstplatzierte Nichtgewählte Jasmin Pichler verzichtet hatte.
Auf der Tagesordnung stand auch ein langjähriger Gordischer Knoten, der nun gelöst werden soll, und zwar die Einfahrt auf der Töll zur Siedlung Steidl. Weil in einer Klausursitzung des Gemeinderates die Details bereits besprochen worden waren, gab es kaum Diskussionen bei der Abstimmung zur Grundsatzentscheidung. Aus der derzeit bestehenden kerzengeraden Straße, die zwischen Zollwirt und neuem Kreisverkehr in die SS38 mündet, soll eine geschwungene Straße werden, sodass Gefahrenpunkte entschärft werden. Zudem hat sich die Gemeinde einen kleinen Wendeplatz mit einer Müllsammelstelle gesichert. Die AIMO Immobilien soll die Infrastrukturen und die Straße bauen, die Gemeinde Partschins übernimmt das Asphaltieren. Die Zufahrt direkt hinterm Zollwirt bleibt weiterhin in Gemeindebesitz. Vorausgegangen sind einige Grundtausche, die nun zur Aussage von BM Forcher und Vize-BM Walter Laimer „Mit diesem Kompromiss können wir leben“ geführt haben. Die Grundsatzentscheidung wurde einstimmig beschlossen, ebenso die darauffolgende Änderung des Bauleitplans und Landschaftsplans „Ausweisung einer Gemeindestraße Typ C – Zufahrt Wohnbauzone ‚Steidl‘“. Weil sich diese Änderung außerhalb der Siedlungsgrenze befindet, wird die Landesregierung letztinstanzlich über diesen Beschluss entscheiden.
Bemerkenswertes kam in den Berichten der Referenten zur Sprache. So habe man, sagte BM Forcher, erreicht, dass ab Dezember Naturns, Plaus, Rabland und Partschins im Stundentakt ganzjährig verbunden sein werden. Allerdings wies die Referentin Sabine Zoderer, unter anderem für den Verkehr zuständig, darauf hin, dass damit 34 Busse mehr die Engstelle beim „Mair am Ort“ befahren werden. Da sei etwas zu tun. Es könne allerdings nicht sein, dass Google Maps eine Umleitung durch Partschins anzeige, wenn auf der SS38 Stau sei, sagte Forcher. Gemeinderat Peter Schönweger wies darauf hin, dass es mit einem Brief an Google möglich sein müsse, diese Form der Ausweichstrecke aus Google Maps zu streichen.