Dienstag, 29 November 2016 09:26

Sabine Gruber und Daldossi

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

s26 Sabine GruberPrad/Bildungstage - Sabine Gruber hat wieder einen Roman geschrieben. Nach dem großen Erfolg ihres letzten Romans „Stillbach oder die Sehnsucht“, hat die derzeit bekannteste Südtiroler Autorin aus Lana, die in Wien lebt, dieses Jahr ihren fünften Roman vorgelegt. „Daldossi oder das Leben des Augenblicks“ ist die fiktive Geschichte von Bruno Daldossi. Er ist Fotograf eines deutschen Magazins und bereist verschiedene Kriegsgebiete. Die Grausamkeiten des Krieges, die Zerstörung der Landschaften hält er in seinen Bildern fest. Als seine Lebensgefährtin ihn verlässt, verliert er seinen Halt und später auch noch seinen Job. Die Kriegsbilder, die er gemacht hat, verfolgen ihn und führen zu Alpträumen. Er beginnt zu zweifeln und zu trinken. Der Krieg geht in seinem Kopf weiter und er fragt sich, wie viel Wahrheit halten wir aus? Seit vielen Jahren beschäftigt der Krieg Sabine Gruber. 1999 ist Gabriel Grüner, der Stern-Journalist aus Mals mit 35 Jahren im Kosovo erschossen worden, genauso wie der Fotograf und der Übersetzer, die ihn begleiteten. Sie wollten über das Kriegsende im Kosovo berichten. Sabine Gruber war mit Gabriel Grüner befreundet. Ihr neuer Roman ist nicht die Geschichte über Gabriel Grüner, sondern ein Denkmal für all die Kriegsfotografen, die sich in Lebensgefahr begeben, um der Welt vom Schrecken des Krieges zu berichten. Sabine Grüber erzählte bei der Lesung in Prad, dass sie sich intensiv mit verschiedenen Kriegsfotografen und Bildern über den Krieg auseinandergesetzt hat. Ihr Buch ist ein politisches Buch, weil sie auch über die aktuelle Flüchtlingsthematik schreibt und auch dem Leser die Frage stellt, wie er mit den vielen Kriegs- und Flüchtlingsbildern umgeht, die wir täglich konsumieren. Die Macht und Ohnmacht der Bilder, das beschäftigt nicht nur die Kriegsfotografen, sondern auch uns Leser und Fernsehzuschauer. (hzg)

{jcomments on}


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00fb819/vinschgerwind.it/templates/purity_iii/html/com_k2/templates/default/item.php on line 248
Gelesen 2273 mal
Mehr in dieser Kategorie: « Elektrisierend Und dann kam Mirna »

Schreibe einen Kommentar

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.

Ausgaben zum Blättern

titel 19 24

titel Vinschgerwind 18-24

titel vinschgerwind 17-24

 sommerwind 2024

 

WINDMAGAZINE

  • Jörg Lederer war ein Holzschnitzer aus Füssen und aus Kaufbeuren. Die Lederer-Werkstatt hat viele Aufträge im Vinschgau umgesetzt. Wer will, kann eine Vinschgautour entlang der Lederer-Werke machen. Beginnend in Partschins.…
    weiterlesen...
  • Die Burgruine Obermontani bei Morter am Eingang ins Martelltal wurde für einen Tag aus ihrem "Dornröschenschlaf" wachgeküsst. von Peter Tscholl Die Akademie Meran, die Gemeinde Latsch und die Bildungsausschüsse Latsch…
    weiterlesen...
  • Vinschger Radgeschichten - Im Vinschgau sitzen alle fest im Sattel: Vom ultraleichten Carbon-Rennrad bis hin zum E-Bike mit Fahrradanhänger, Klapprad, Tandem oder Reisefahrrad. Eine Spurensuche am Vinschger Radweg. von Maria…
    weiterlesen...
  • Kürzlich wurde von den Verantwortlichen im Vintschger Museum in Schluderns das Kooperationsprojekt Obervinschger Museen MU.SUI gestartet. Es handelt sich um den gemeinsamen Auftritt der Museen in Schluderns VUSEUM/Ganglegg, Mals, Taufers…
    weiterlesen...
  • Blau, dunkelgrün, schneeweiß schäumend, türkis oder azur - Wasserwege im Vinschgau von Karin Thöni Wasser ist Quell des Lebens und unser kostbarstes Gut. Aber es wird knapper. Der „Wasserfußabdruck“ jedes…
    weiterlesen...
  • Martin Ohrwalders Liebe zu den Pferden muss ihm wohl in die Wiege gelegt worden sein. Bereits im Alter von drei Jahren schlug er seiner Mutter vor, die Garage in einen…
    weiterlesen...
  • Manfred Haringer ist Sammler, Modellbauer und Heimatforscher. Im letzten Jahr konnte er seinen alten Traum verwirklichen. In seinem Elternhaus in Morter, wo bis Ende des Zweiten Weltkrieges die Dorfschule untergebracht…
    weiterlesen...
  • Die historische Bedeutung von Schlossruinen und ihre Geschichte faszinieren die Menschen. Mit mehreren Revitalisierungsmaßnahmen erwacht derzeit die Ruine Lichtenberg in der Gemeinde Prad am Stilfserjoch zu neuem Leben. von Ludwig…
    weiterlesen...
  • Il grano della Val Venosta era conosciuto e apprezzato in tutto l' impero Austroungalico. Testo e Foto: Gianni Bodini Oggi sono i monotoni ed estesi meleti punteggiati da pali in…
    weiterlesen...
  • Questa importante strada romana attraversava tutta la Val Venosta. Testo e Foto: Gianni Bodini Iniziata da Druso nel 15 a.C., venne completata dall’imperatore Claudio Cesare Augusto. Questa importante via transalpina…
    weiterlesen...
  • von Annelise Albertin Das Val Müstair mit seiner intakten Naturlandschaft und den kulturellen Besonderheiten ist das östlichste Tal der Schweiz. Es liegt eingebettet zwischen dem einzigen Schweizerischen Nationalpark, den „Parc…
    weiterlesen...
  • Eine Symbiose zwischen der Geschichte und dem Lebensraum rund um das kunsthistorische Hotel „Chasa Chalavaina“ im benachbarten Val Müstair von Christine Weithaler Das Hotel Chasa Chalavaina wurde am 13. November…
    weiterlesen...

Sommerwind 2024

zum Blättern

Sommer Magazin - Sommerwind 2024 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Wandern, Menschen, Urlaub, Berge, Landschaft, Radfahren, Museen, Wasser, Waale, Unesco, Tourismus

wanderfueher 2024 cover

zum Blättern

Wanderführer 2024 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Traumhafte Touren Bergtouren Wanderungen Höhenwege

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.