Stilz, seine Schof und die Leit

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Im Film von Peter Grutsch (zweiter von rechts): „Stilz, seine Schof und die Leit, friar und heint“ wird klar, dass die Schafe zu Stilfs gehören, genauso wie der Ortler, das Pfluagziachn und andere Bräuche. Im Film von Peter Grutsch (zweiter von rechts): „Stilz, seine Schof und die Leit, friar und heint“ wird klar, dass die Schafe zu Stilfs gehören, genauso wie der Ortler, das Pfluagziachn und andere Bräuche.

Stilfs/Filmpremiere - Der Bildungsausschuss Stilfs und die Filmfreunde Prad & Stilfs luden am 7. Oktober zu einer besonderen Filmpremiere. Wie Karl Bernhart von den Filmfreunden ausführte, war es in der 10-jährigen Tätigkeit der Filmfreunde bereits der 31. Filmabend, davon der erste in Stilfs. Der Festsaal im Haus der Dorfgemeinschaft war bis auf den letzten Platz besetzt, als Roland Angerer vom Bildungsschuss die über 150 Besucher:innen auf einen hochemotionalen Filmabend einstimmte. Der neue Film von Peter Grutsch ist eine Collage von Filmaufnahmen der letzten 30 Jahre. Viele Stunden Filmmaterial musste er auf eine Stunde zusammenschneiden und mit passender Musik unterlegen. Der Film besteht aus beeindruckenden Landschaftsaufnahmen der Stilfser Bergwelt zu verschiedenen Jahreszeiten. Der Auftrieb der rund 700 Schafe im Frühjahr und der Abtrieb im Herbst wechseln mit stimmungsvollen Nahaufnahmen von Schafen und jungen Lämmern, dem Salzen, Scheren, Baden und Markieren der Schafe und von Festen und Feiern, an denen nicht nur die Schafbauern, sondern das halbe Dorf beteiligt ist. Der Bergmeister erzählt über seine Aufgaben, die Hirten berichten über Ereignisse in den Sommermonaten. Gezeigt wird im Film auch, wie Verena Wopfner durch Filzen aus der Schafwolle einen Sonntagshut für einen stolzen Stilfser herstellt. Bei den Filmaufnahmen der letzten Jahre wurden auch Drohnen eingesetzt und schöne Luftaufnahmen gemacht. Angesprochen wird im Film auch die aktuelle Wolfsproblematik. Gezeigt werden gerissene Tiere und die bissig deprimierenden Kommentare der Schafsbauern. Berichtet wird auch über die Erfahrungen mit Elektrozäunen und Herdenschutzhunden, mit denen die erste Schäferin, eine ausgebildete Agrarökologin aus Spanien, in diesem Sommer gearbeitet und dabei recht positive Erfahrungen gesammelt hat. Am Ende der Filmvorführung rief Roland Angerer dazu auf, dieses Kulturerbe zu erhalten und gemeinsam die neuen Herausforderungen anzugehen. Zum Schluss gab es ein feines Schaffleischgericht, zubereitet von Florian Platzer und seinem Team. (hzg)

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