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Hörstoff aus dem Tal

  • Vorspann: Noch ein Podcast aus dem Vinschgau! Nachgefragt bei den Macher:innen vom Optionen Podcast, der in der BASIS produziert wird. Darin spüren sie zusammen mit ihren Gästen den großen und kleinen Fragen des Lebens nach, besprechen Wege und Wagnisse, um zu hinterfragen und zu unterhalten. Was nie fehlt: gesellschaftskritische Kante, das Freilegen der politischen Dimension im Alltäglichen und der Blick für neue Perspektiven.
  • Dachzeile: Teil 2
  • Redakteur: Maria Raffeiner
  • Weitere Fotos - 1:  In der laufenden 2. Staffel unterhalten sich die Moderatoren u.a. mit Thomas Hochkofler, Südtirols bekanntestem Schauspieler.

Vinschgerwind: Wer sind die Köpfe, Stimmen und Herzen hinter eurem Podcast?
Dominik Pazeller: Brigitta Villaronga und Damian Eberhöfer führen als Hosts durch die Gespräche. Brigitta ist Moderatorin, Coach und Bergbäuerin. Nachdem sie sich als Managerin einige Jahre die Welt angeschaut hat, wurde der Vinschgau ihre neue Basis. Damian stammt aus Martell und ist über Eyrs und Laas nach Wien gekommen. Heute arbeitet er dort als Ingenieur für nachhaltige Technologien und Wärmerückgewinnung. Zu seinen Passionen zählen neben Umweltschutz das Lebensmittelretten, Kajakfahren und Werkeln. Um Technik, Aufnahme, Schnitt und visuelle Umsetzung kümmert sich Marco Telfser aus Kastelbell. Er hat sein Hobby des Fotografierens und Filme Machens zum Beruf gemacht, außerdem spielt er in der Band „The Flatmates“ und ist gerne in den Bergen. Ich bin verantwortlich für Konzept, Vorbereitung, Öffentlichkeitsarbeit und Regie: Dominik Pazeller aus Schnals, mehrere Jahre im Ausland gearbeitet und studiert. Bin heute in der BASIS wieder angekommen und arbeite dort im Bereich Kommunikation, Marketing und PR. Robin Diana (Robin’s Huat) unterstützt uns beim Audio-Mastering und mit seiner Musik.

Vinschgerwind: Wie kam euch die Idee zum Podcast?
Als wir in der BASIS-Community immer wieder über Abwanderung, Lebensentscheidungen und die Herausforderungen der heutigen Zeit gesprochen haben. Uns wurde klar: Viele stehen vor ähnlichen Fragen – aber es fehlen Raum und Zeit für ehrliche Gespräche.

Vinschgerwind: Was möchtet ihr vermitteln?
Mut. Perspektiven. Offenheit. Orientierung. Wir wollen zeigen, dass Lebenswege selten geradlinig sind, dass Zweifel dazugehören und dass niemand mit seinen Fragen allein ist.

Vinschgerwind: Was macht euch am meisten Spaß?
Wenn Gäste sich öffnen. Wenn Gespräche unerwartet tief werden. Wenn es lustig oder emotional wird. Und wenn wir merken: Diese Geschichte berührt, weil man sich entweder wiedererkennt oder neue Perspektiven für sich entdeckt.

Vinschgerwind:Was soll der Titel des Podcasts ausdrücken?
Optionen Podcast soll daran erinnern, dass es immer mehrere Wege gibt. Optionen stehen für Möglichkeiten – und für die Freiheit, sich immer wieder neu zu entscheiden (oder auch nicht).

Vinschgerwind: Wie ist der Optionen Podcast aufgebaut?
Eine Stunde Gespräch. Ein Gast im Mittelpunkt. Wir gehen weniger in die Breite, dafür stärker in die Tiefe – mit Fokus auf zwei bis drei Kernthemen pro Folge.

Vinschgerwind: Wie viele Folgen habt ihr bisher produziert und welche ist die meist gehörte?
Seit dem Start im April 2025 wurden 18 Folgen veröffentlicht. Die meistgehörte Folge ist jene mit Patrick Strobl, vor allem wegen seiner unglaublichen Offenheit und Ehrlichkeit.

Vinschgerwind: Diesen Gast wünschen wir uns:
Menschen, die besonders sind – egal ob bekannt oder „Local Hero“. Wir freuen uns immer über Vorschläge!

Vinschgerwind: Die technische Seite.
Wir arbeiten mit professionellem Audio-Equipment, nehmen in Studioqualität auf und setzen seit 2026 ergänzend auf Video-Reels für Social Media – bewusst authentisch und ohne große Inszenierung, um die intime Qualität der Gespräche zu erhalten. Unser Aufnahmeort ist die BASIS Vinschgau in Schlanders – ein Ort für Kultur, Austausch und neue Ideen. Ohne BASIS kein Optionen Podcast.

Vinschgerwind: Wer steht hinter euch?
Die BASIS Vinschgau Venosta als Raumgeber und Unterstützer sowie eine wachsende Community an Hörer:innen, die uns regelmäßig Feedback gibt.

Vinschgerwind: Wo ist der Optionen Podcast hörbar?
Auf Spotify und YouTube sowie mit Videoausschnitten auf Instagram. Neue Folgen erscheinen alle drei Wochen: jeden dritten Donnerstag um 18:00 Uhr.

Vinschgerwind: Was plant ihr derzeit?
Freut euch auf die kommenden Folgen mit Gästen aus Psychologie, Naturfotografie, Gastronomie, Comedy und einem Gast, der über 5.000 Jahre alt ist. Die nächsten Aufnahmen für das zweite Halbjahr 2026 mit vielen weiteren Gäste-Highlights starten im April.

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Ehrung zum 50-jährigen Mesner-Jubiläum

  • Dachzeile: Glurns

Oskar Asper ist seit 50 Jahren Mesner in der Glurnser Frauenkirche und in der Pfarrkirche. (siehe Portrait im Vinschgerwind Nr. 4 vom 19.02.2026). Bei speziellen Anlässen beziehungsweise Feierlichkeiten sind seine Dienste auch in der St. Martinskirche und in der Kapelle bei Söles gefragt.
Die erste Überraschung erlebte der Mesner Oskar am Sonntag, den 22. März 2026, in der Früh auf dem Weg in die Pfarrkirche, als er sein Foto in Großformat zuerst im Schaukasten der Frauenkirche erblickte und dann auch noch auf dem Pfeiler des Fußgängerstegs, der über die Etsch zur Kirche führt. Beim Sonntagsgottesdienst zu Ehren des Hl. Josef, den der Männerchor traditionell feierlich mitgestaltet, erlebte Oskar die zweite Überraschung. Pfarrer Werner Mair dankte ihm vom Altar aus für seinen unermüdlichen Einsatz und gratulierte ihm gleichzeitig zu seinem 75. Geburtstag, den er am 17. März gefeiert hatte. Pfarrer Werner Mair ist der dritte Pfarrer dem Oskar zur Seite steht. Vor ihm waren es Pfarrer Norbert Wilhalm und Paul Schwienbacher. Die dritte Überraschung erlebte der Mesner nach dem Schlusssegen. Der Männerchor verließ die Empore, stellte sich im Altarraum auf und stimmte ein Ständchen für den Jubilar an. Chorleiter Martin Moriggl bedankte sich im Namen der Sänger bei Oskar für seinen wertvollen Dienst in der Kirche mit folgenden Worten: „Seit 50 Jahren bist du mit viel Freude, Einsatz und Verantwortungsbewusstsein als Mesner tätig. Du bereitest jeden Gottesdienst vor - an Werktagen, an Sonn- und Festtagen. Über alle Rituale weißt du bestens Bescheid. 50 Jahren lang warst du immer für die Pfarrgemeinde da. Möge Gott dir diesen Dienst im Himmel lohnen. Wir wünschen dir das Allerbeste mit Gottes Segen.“ Als Geschenk überreichte Moriggl dem Jubilar eine Foto-Collage. Die Gläubigen dankten dem Mesner abschließend mit einem kräftigen Applaus. Der Pfarrgemeinderat wird den Mesner zu einem späteren Zeitpunkt bei einer offiziellen Feier hochleben lassen. Denn, wenn es nach Oskar geht, darf in der Fastenzeit nicht groß gefeiert werden. (mds)

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„Gegen das Vergessen – für Frieden, Erinnerung und Menschlichkeit

  • Dachzeile: Dauerausstellung in der Raiffeisenkasse Obervinschgau
  • Weitere Fotos - 1:

Am Donnerstag, 12. März 2026 fand im Hauptsitz der Raiffeisenkasse Obervinschgau gemeinsam mit dem Ortler Sammelverein die feierliche Eröffnung der Dauerausstellung „Gegen das Vergessen – für Frieden, Erinnerung und Menschlichkeit“ statt und dabei wurde ein Stück Geschichte eindrucksvoll lebendig. Die Präsidentin des Ortler Sammelverein - 1. Weltkrieg Melanie Platzer und ihr Stellvertreter Gerald Holzer gaben spannende Einblicke in die Ausstellung – mit bewegenden Exponaten, beeindruckenden Kunstwerken von Willi Trenkwalder, Max Holzer, Matthias Thöni sowie eindringlichen Fotografien von Manni Köhle. Im Mittelpunkt stand die Sinnlosigkeit des Krieges im Allgemeinen. Es wurden spannende Einblicke in die Stellungen an der Ortlerfront gewährt. Dabei wurden auch überraschende Verbindungen zur damaligen Finanzwelt aufgezeigt Ungleichheiten zwischen Offizieren und einfachen Soldaten Kriegsanleihen und ihre Folgen Inflation und wirtschaftliche Belastungen. Der Direktor Markus Moriggl spannte den Bogen in die Gegenwart und beleuchtete aktuelle Entwicklungen rund um den Ukrainekrieg sowie die Konflikte im Iran – ergänzt durch Einschätzungen von Union Investment. Zudem betonte er, dass mit dieser Initiative die Raiffeisenkasse Obervinschgau, passend zu ihrem Jahresthema Frieden, einen sichtbaren Beitrag vor Ort leistet. Ein Abend voller Eindrücke, der zeigt: Erinnerung ist nicht Vergangenheit – sie ist Auftrag für die Zukunft.
Die feierliche Eröffnung endete mit einem kleinen Umtrunk in der Schalterhalle.
Die Daueraustellung bleibt noch eine längere Zeit für die interessierten Besucher, Gruppen und auch Schulen während der Schalteröffnungszeiten oder nach Voranmeldung zugänglich.

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Passionssingen am Kalvarienberg

  • Dachzeile: Schluderns/Vinschgau

Das Passionssingen auf den Kalvarienberg bei Schluderns verbunden mit der Wanderung zu den Ölbergkapellen bis zu den drei Kreuzen war am Sonntag, den 22. März 2026 mit rund 40 Gläubigen wieder recht gut besucht. Die Andacht schaffte somit einen festlichen Rahmen zur Einstimmung auf die Karwoche. Nach einer kurzen Einstimmung in der Pfarrkirche durch Ernst Thoma ging`s den Ölbergkapellen hinauf, wo an jeder Kapelle Halt gemacht wurde. An den einzelnen Stationen verlasen Ortspfarrer Werner Mair, die Vorbeterin Irmgard Sapelza und der Vorbeter Gerold Hauser besinnliche Texte, passend zum Leidensweg Christi. Thoma stimmte dazu Passionslieder an, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sangen mit. Stimmungsvoll begleitet wurde das Singen von Passionsbläsern Kurt Moriggl, Karlheinz Stecher, Günther Platzer Christian Horrer, Peter Peer, Hannes Moriggl und Luis Dietl. Seit dem Jahre 2005 organisiert der Südtiroler Volksmusikverein Bezirk Vinschgau den Kreuzgang zu den drei Kreuzen. Dazu wurde ein eigenes Liederheft mit alpenländischen Passionsliedern herausgegeben, die auch in der Publikation „Passionslieder - offenes Passionssingen am Kalvarienberg bei Schluderns“ festgehalten sind. Der Kalvarienberg, angelegt Ende des 18. Jahrhunderts, hatte lange Zeit ein Schattendasein geführt, bis 2007 auf Initiative der Schützenkompanie das „Kuratorium Kalvarienberg Schluderns“ gegründet und die Sanierung der Kapellen und Kreuze in Angriff genommen wurde. 2009 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Schützen kümmern sich seither um die Kalvarienberg Anlage. Und sie errichten in der Karwoche auch das hl. Grab in der Pfarrkirche. Auch diese Ostertradition haben sie vor einigen Jahren wiederbelebt. (mds)

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