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Avimundus mit aktueller Fotoausstellung

  • Dachzeile: Schlanders/Vinschgau
  • Weitere Fotos - 1: Tannenhäher; (Foto: Christian Kofler)
  • Weitere Fotos - 2: Kernbeißer (Foto: Aldo Comincioli)

Etwas versteckt und unauffällig liegt der Eingang des Besucherzentrums „avimundus“ in der Fußgängerzone von Schlanders, doch wer das Nationalparkhaus dennoch besucht, wird von der gebotenen Vielfalt überrascht sein.
Aufgeteilt über drei Etagen können 500 qualitativ hochwertige Vogelpräparate, vorwiegend einheimischer Vögel, vom großen Steinadler bis hin zum kleinen Rotkehlchen, aus der privaten Sammlung von Götsch Hansjörg, bewundert werden. Zusätzlich erhalten die Besucher, auch mittels moderner Computeranimation, umfassende Informationen zum Nationalpark Stilfserjoch, darüber hinaus zu Brut und Aufzucht, Stimme und Gesang der Vögel. Dabei ist das avimundus aber nicht nur ein Museum, sondern durch regelmäßig angebotene Fachvorträge, ornithologische Exkursionen und geführte Wanderungen ein aktives Erlebnis- und Bildungszentrum. „Außerdem ist das Nationalparkhaus Ansprechpartner rund um aktuelle Vogelsichtungen. Es dokumentiert die Beobachtungen von Einheimischen und Urlaubern, wie z.B. das Vorkommen seltener Vogelarten und erteilt diesbezüglich auch Auskunft.
Vom 12. Jänner bis zum 28. Februar findet im Besucherzentrum, in Kollaboration mit der Bibliothek Schlandersburg, eine Fotoausstellung statt, in welcher heimische Vogelarten in ihrem Habitat gezeigt werden. Die Bilder der beiden südtiroler Fotografen Christian Kofler und Aldo Comincioli ergänzen auf wertvolle Art die 500 Vogelpräparate, da sie Aspekte vermitteln können, wie nur Momentaufnahmen dies können: Flug, Verhaltensmuster, Fressgewohnheiten und soziale Interaktion wurden fotografisch festgehalten und vermitteln somit eine realistische Darstellung der Lebensweise einheimischer Vogelarten. „Mit meinen Aufnahmen versuche ich, die Schönheit von Tieren, Landschaften und natürlichen Details einzufangen und so authentische Geschichten und einzigartige Momente festzuhalten“, so Aldo Comincioli über seine Werke.
Zudem ist die aktuelle Fotoausstellung eine Möglichkeit, die Tätigkeit von Privatpersonen, welche sich für Natur und Umwelt einsetzen, für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und deren wertvolles Wissen und Erfahrung an die Bevölkerung weiterzugeben.
Anna Pfitscher

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Theater: Wenn der Regenwurm orakelt

  • Dachzeile: Theaterbühne Matsch
  • Weitere Fotos - 1:
  • Weitere Fotos - 2:

Mit der Komödie, dem Dreiakter „Regenwurmorakl“ von Ralph Wallner bringt die Theaterbühne Matsch unter der bewährten Regie von Anna Seidl und unter der Gesamtleitung von Jonathan Stecher Unterhaltung pur auf die Bühne im Kulturhaus von Matsch. Mit den erfahrenen Schauspielern Petra Gunsch (Lotti), Hubert Salutt (Lumpi) und Iris Habicher (Mumien-Resi) als Zugpferde können sich die jungen Schauspieler:innen prächtig entwickeln.
Die Geschichte entwickelt sich soweit, dass die Dorfleute von Schilfdorf gern und viel für das Lesen der Zukunft aus der Bewegung von Regenwürmern bezahlen. Die Regeln für das Orakel sind klar: Bezahlt wird trotzdem, auch wenn der Heilige Wurm in seiner Antwort nicht eindeutig ist. Mittelpunkt ist der junge Hans (Jonathan Stecher) auf der Suche nach seinem vermeintlichen Vater. Schauspieler und Publikum hatten bei der Premiere am vergangenen Samstag, den 31. Jänner eine große Hetz. Der Saal war ausverkauft, die Schauspieler in Spiellaune, das Bühnenbild schaurig schön, alle freiwilligen Helfer auf ihren Posten. Bemerkenswert: Das Publikum war im Schnitt jung und das war wohl vor allem den jungen Schauspieler:innen zu verdanken, die der Theaterbühne Matsch eine gute Zukunft versprechen. (eb)

 

Weitere Aufführungen
Fr., 06. Februar 2026, 20 Uhr
So., 08. Februar 2026, 15 Uhr
Mi., 11. Februar 2026, 20 Uhr
Sa., 14. Februar 2026, 20 Uhr
So., 15. Februar 2026, 15 Uhr
Reservierung: 349 8119474
(ab 17 Uhr) oder über WhatsApp

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Demokratie unter Druck

  • Dachzeile: Schlanders/Buchvorstellung

Die beiden Politikwissenschaftler Elisabeth Alber, Leiterin der Forschungsgruppe Partizipation und Innovation an der Eurac und Günther Pallaver, emeritierter Professor für Politikwissenschaft und Medien an der Uni Innsbruck, stellten am 27. Jänner in der Bibliothek Schlandersburg ihr Buch „Demokratie in Südtirol und Trentino“ vor. Im Buch wird recht verständlich der Stand und die Entwicklung der repräsentativen, direkten und der dialogisch-partizipativen Demokratie behandelt. Die Demokratie steht seit einigen Jahren unter Druck bzw. befindet sich in Krise, so Pallaver. Die Wahlbeteiligung sinkt, das Vertrauen in politische Institutionen nimmt ab, antidemokratische Positionen und Parteien nehmen zu. Rund 70 % der Menschen weltweit leben nicht in einer liberalen Demokratie. Drei von vier Personen leben in einem autoritären System ohne Mehrparteienwettbewerb und unter Einschränkung von Grundrechten. Regelmäßige und freie Wahlen sind ein Merkmal der Demokratie, es geht aber auch um die Möglichkeit zur Mitgestaltung, es geht um Menschenrechte, Gewaltenteilung und die Kontrolle der Macht. In Südtirol lag die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 1983 noch bei 92,6 %, 2023 lag sie bei 71,5 %. Vor allem italienischsprachige Wähler:innen sind stark zurückgegangen. Die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen 2023 im Trentino lag nur bei 58,4 %. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen könnte man das Wahlalter auf 16 Jahre herabsetzen, die Briefwahl und Onlinevoting einführen. Das Panaschieren wäre eine weitere Möglichkeit. Darunter versteht man die Auswahl von Kandidierenden aus verschiedenen Listen. Wichtig ist der Ausbau der dialogisch-partizipativen Demokratie, d.h. die aktive Mitgestaltung in Bürgerräten und konkreten Entscheidungsprozessen, u. a. bei Bürgerhaushalten. In Südtirol gab es den Klimarat und den Autonomiekonvent als Beispiele einer breiten Bürgerbeteiligung. Wir müssen die Demokratie nicht neu erfinden, aber neu denken und ihre Handlungsfähigkeit verbessern, so die beiden Autoren. (hzg)

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Jugend: Alltag im Jugendtreff Chillhouse

  • Dachzeile: Stilfs

Der Jugendtreff Chillhouse Stilz ist für viele Jugendliche im Dorf ein fester Bestandteil ihres Alltags. Nach der Schule kommen sie hier zusammen, um abzuschalten, Freunde zu treffen und ihre Freizeit nach ihren Bedürnissen zu gestalten. Das Chillhouse bietet einen geschützten Raum, in dem junge Menschen sie selbst sein können – ohne Leistungsdruck und mit viel Platz für eigene Ideen.
Ein typischer Nachmittag beginnt entspannt. Einige Jugendliche sitzen auf den Sofas, hören Musik oder tauschen sich über ihren Tag aus, während andere Calcetto spielen. Auch der obere Raum wo sich Fernseher und Konsole befinden ist sehr beliebt. Wer es ruhiger mag, zieht sich in eine gemütliche Ecke oder auch auf die großzügige Terrasse zurück.
Neben dem offenen Betrieb finden regelmäßig besondere Aktionen und Veranstaltungen statt. Am 19.11.25 nahmen einige Jugendliche an einem Jugendstammtisch zusammen mit Vertretern der Gemeinde Stilfs und des Projekts „Stilfs – Resilienz erzählen” teil. Dabei hatten sie die Möglichkeit, ihre Meinungen und Anliegen einzubringen und aktiv an jugendrelevanten Themen mitzuwirken. In der Klosn-Zeit war der Treff wieder ein willkommener Rückzugsort um sich zu erholen und aufzuwärmen. Am 20.12.25 gab es einen relativ spontanen Ausflug nach Meran, um dort die Weihnachtszeit ein wenig zu genießen. Am 10.01.26 fand zudem ein Spaß-Calcettoturnier im Chillhouse statt, bei dem Teamgeist, Fairness und Spaß im Mittelpunkt standen. Mittels Losverfahren wurden jede Runde neue Teams und verschiedene Schwierigkeitsgrade zugewiesen. Am Samstag 11.04.26 findet wieder die alljährliche Gardalandfahrt mit Jugendlichen aus weiteren Treffs statt.
Der Jugendtreff Chillhouse Stilz ist somit weit mehr als nur ein Aufenthaltsort. Er ist ein Ort der Begegnung, der Unterstützung und der Gemeinschaft, an dem Jugendliche Freundschaften knüpfen, Verantwortung übernehmen und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg sammeln können.

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