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Dienstag, 12 Juni 2018 12:00

Das Leben als Bergbauer am Klopairhof

s22sp23 Ludwig Wilhalm BuchvorstellungSchlanders/Buchvorstellung - In der Schlandersburg hat noch nie ein Bergbauer ein Buch vorgestellt, meinte Ludwig Wilhalm, der bei einer Abendveranstaltung im Innenhof der Schlandersburg sein neues Buch „Mein Leben als Bergbauer auf dem Klopairhof im oberen Vinschgau“ vorstellte und einige Texte vorlas. Ludwig Wilhalm, geboren 1934, ist ein besonderer Bergbauer, der in seinem Leben viel geschrieben hat. Regelmäßig veröffentlicht er im Oberwind, dem Gemeindeblatt von Graun, seine Geschichten und vor Jahrzehnten hat er gelernt mit der Schreibmaschine zu schreiben. Von seinen Kindern wurde er ermuntert, sein Leben und seine Erlebnisse aufzuschreiben und in einem Buch zu veröffentlichen. Aus diesem Vorhaben ist ein umfangreiches Buch mit insgesamt 314 Seiten entstanden. Es enthält viele Schwarz-Weiß-Bilder aus früheren Jahren und viele Farbbilder. Wilhalm erzählt recht lebendig über sein Leben, seine Familie, seinen Hof, die Seestauung, über mehrere Pfarrer von Reschen s22sp4 Ludwig Wilhalmund über die Vereinstätigkeiten. Ausführlich schreibt er über den unvergessenen Pfarrer Alfred Rieper, der sich bei der Seestauung für die Bevölkerung eingesetzt hat. Außerdem berichtet er über Ereignisse und Anekdoten rund um den Reschenpass. Er schreibt über Lawinen, die Vivian Alm von Graun, über Ausflüge und Pilgerreisen, Grenzschikanen und andere Geschichten. Beim Kirchenchor hat er seine Frau Cäcilia Ambach kennengelernt. Er singt noch immer beim Kirchenchor mit und seine Frau leitet diesen bereits seit über 40 Jahren. Neun Kinder haben sie aufgezogen. Ludwig war im Jahre 1951 Gründungsmitglied der Musikkapelle Reschen, 20 Jahre war er Obmann und gespielt hat er insgesamt 65 Jahre lang. Musikalisch umrahmt wurde die Buchvorstellung und Lesung von seinem Enkel Marian Wilhalm auf der Ziehharmonika und von seiner Schwiegertochter, der Pianistin Andrijana Radivojevic. Neben der Lesung gab es auch ein köstliches Buffet, etwas zu trinken und die Möglichkeit mit Ludwig Wilhalm über frühere Zeiten zu reden. (hzg)

 

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Publiziert in Ausgabe 12/2018

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