Schlanders/Bibliothek/Buchvorstellung - Am 15. Dezember konnten Raimund Rechenmacher, der Leiter der Bibliothek Schlandersburg und Karl Werner, der stellvertretende Landesvorsitzende von „adlatus“, dem Verein für Menschen mit Beeinträchtigung, in der Bibliothek Schlandersburg viele Senioren und Seniorinnen aus dem Mittelvinschgau zu einer besonderen Buchvorstellung begrüßen. Präsentiert wurde das Ergebnis der Erzähl- und Schreibwerkstatt, welche unter der Moderation von Lena Adami aus Meran im Herbst 2017 gestartet wurde. Menschen mit 60plus, ohne und mit Beeinträchtigungen, trafen sich, um aus ihrem Leben zu erzählen. Diese Geschichten wurden auf Tonband aufgenommen, transkribiert und in einem schön gestalteten Buch zusammengefasst. „Berg und Tool kemmen net zomm… ober mir“, so lautet der Titel des Buches. Es sind die Lebensgeschichten von Senioren, persönliche Geschichten darüber, wie es früher war. Erzählt wird vom Heiraten, über Liebe, Freud und Leid, über die eigene Kindheit, vom Kaffeetrinken und vom Glück. Lena Adami berichtete über die Entstehung des Buches und nachher erzählten einige Autor:innen über ihre Lebensgeschichte und lasen Texte aus dem Buch vor. Folgende Personen haben ihre Lebensgeschichten aufgeschrieben: Annemarie Kofler (Moos in Passeier), Elisabeth Prantner (Meran), Hermine Thaler (Eyrs), Ingeborg Knappmann (Bielefeld), Josefine Egger (Mölten), Linde Gögele (Lichtenberg), Oskar Weiß (Lana), Peter Egger (Meran), Peter Schöpf (Meran), Resi Zischg Schöpf (Stilfs), Rita Steinegger (Eppan) und Sieglind Giuliani (Eppan). Musikalisch umrahmt wurde die Buchvorstellung von Daniel Werner mit der Querflöte. Daniel Werner ist Profimusiker beim Konzerthausorchester in Berlin und spielt dort Piccolo Flöte. Herausgegeben wurde das Buch vom Verein adlatus. Das Titelbild und weitere Bilder im Buch stammen von Resi Zischg Schöpf. (hzg)
Schlanders/Neujahrskonzert - Beim traditionellen Neujahrskonzert am Dreikönigstag gab es im Kulturhaus von Schlanders nicht nur Melodien aus weltberühmten Opern und Operetten zu hören. Am Dirigentenpult standen abwechselnd gleich zwei Frauen. Neben Inga Hilsberg, der Chefdirigentin der Kölner Symphoniker, dirigierte auch eine junge Dirigentin das Orchester. Monika Holzner Wunderer, die Präsidentin des Kulturhauses, konnte zum Neujahrskonzert nicht nur die beiden Dirigentinnen, 18 Musiker der Kölner Symphoniker und 7 Sänger:innen in einem voll besetzten Saal begrüßen, sondern mit Stolz auch auf das 25-jährige Jubiläum des Kulturhauses Karl Schönherr hinweisen. BM Dieter Pinggera dankte in seinem Kurzstatement den bisherigen Präsidenten des Kulturhauses Erwin Dilitz, Konrad Rechenmacher, Martin Trafoier und Monika Wunderer. Vor 25 Jahren bestand noch eine große Unsicherheit darüber, ob man imstande sein würde das große Haus mit Leben zu füllen. Diese Zweifel gibt es nicht mehr, meinte der Bürgermeister. Das Kulturhaus ist heute Mittelpunkt und kulturelles Zentrum nicht nur für Schlanders, sondern für den ganzen Vinschgau und ist fast das ganze Jahr über belegt, an manchen Tagen sogar 2- und 3-fach. Beim Neujahrskonzert präsentierten die Kölner Symphoniker weltbekannte Melodien aus der Oper „Die Fledermaus“ von Johann Strauss und aus der Operette „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“ von Ralph Benatzky. Die Solisten der Kammeroper Köln erzählten bei ihrem Gesang über die Liebe, vom Heiraten und von Seitensprüngen und sangen die unvergesslichen Verse „ Glücklich wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ und „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist, was kann der Sigismund dafür, dass man ihn liebt“. Beim „Frühlingsstimmenwalzer“ wurde nicht nur gespielt und gesungen, sondern auch noch getanzt. Beeindruckend und berührend war „Csárdás“ von Vittorio Monti, die Rhapsodie für Violine. Abgeschlossen wurde das 2 ½ stündige Konzert mit den bekannten Werken „O sole mio“ und dem „Radetzky-Marsch“. (hzg)
Der Verlust der Artenvielfalt, der Biodiversität, ist neben der Klimaerwärmung eine der größten ökologischen Herausforderungen. Knapp ein Drittel aller weltweit untersuchten Tiere und Pflanzen sind auf der aktuellen Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet eingestuft. Neben dem Verlust der biologischen Vielfalt, gibt es durch die Globalisierung und Industrialisierung auch einen Verlust der kulturellen Vielfalt. Sprachen von kleinen Sprachgemeinschaften gehen verloren, Arbeitstechniken, Bräuche und vielfältige Formen des Wirtschaftens und Arbeitens in extremen Situationen werden vernachlässigt und vergessen. Die Moderne verdrängt jahrhundertealte Techniken und Überlebensstrategien. Gegenwärtig ist die Welternährung zur Hälfte von nur noch drei Nutzpflanzen abhängig: Weizen, Mais und Reis. Und damit nicht genug. Die Standardisierung, Homogenisierung und Ertragsoptimierung hat dazu beigetragen, dass auch die unbeschreiblich große Vielfalt an traditionellen Weizen-, Mais- und Reissorten im Anbau verloren gegangen ist. So langsam gibt es eine Trendumkehr. Immer klarer wird, dass eine nachhaltige Landwirtschaft nach Nutzpflanzen verlangt, die den jeweiligen natürlichen Bedingungen entsprechen, die etwa an das lokale Klima und an die lokalen Böden und die Wasserverfügbarkeit angepasst sind. So langsam wird klar, wie gefährlich es ist, globalen Trends zu folgen, sich von ausländischen Importen abhängig zu machen und nur auf das billigste Produkt zu setzen. Nicht nur in der Kleidung und Ernährung, sondern auch in der Produktion und Verarbeitungsweise setzt man wieder auf alte Traditionen, auf die Vielfalt der Produkte und Arbeitstechniken. Bereits im Jahre 1986 hat der Volkskundler Hans Haid eine Dokumentation über verschiedene Arbeitsformen im Alpenbereich unter dem Titel „Vom alten Leben“ herausgegeben. 2014 hat Siegfried de Rachewiltz die 300 Seiten umfassende Sammlung „Flickwerk“ innerhalb der Schriftenreihe des Landwirtschaftsmuseums Brunnenburg, sowie als Arunda 88 herausgegeben. In dieser umfangreichen Schrift wird dokumentiert, dass Flicken, Reparieren und Wiederverwerten zum Überleben im historischen Tirol lebenswichtig war.
Damit altes Wissen und alte Sorten nicht verschwinden
In Museen wird heute gesammelt, in Dorf- und Fachbüchern wird zusammengetragen und dokumentiert. Damit altes Wissen und alte Sorten nicht verschwinden, werden Samenbanken aufgebaut, Bräuche, Lebensweisen und Arbeitstechniken werden geschützt und lebendig erhalten, indem sie zu immateriellen Weltkulturerbe der Menschheit erklärt werden. Die traditionelle Hirtenpraxis der Wanderweidewirtschaft (international als Transhumanz bekannt) wurde 2019 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Durch das Interreg-Programm „AlpFoodway“ soll die Alpine Esskultur immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe werden. Auch das alte Wissen und die Praxis um die traditionelle Bewässerung in der Landwirtschaft durch Waale soll in die UNESCO Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen werden. Österreich, Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande und die Schweiz stellen einen gemeinsamen Antrag. In Südtirol gibt es den „Sortengarten Südtirol“, ein gemeinnütziger Verein, der sich das Ziel gesetzt hat, die Sortenvielfalt der Kulturpflanzen sowie den Artenreichtum der Nutztiere aufzuzeigen und für die Zukunft zu sichern. Durch das Interreg-Projekt „Living Intangible Cultural Heritage“ wurde 2021 und 2022 durch die Projektleiterin Ricarda Schmidt das lebendige Kulturerbe im Vinschgau, Unterengadin und Val Müstair untersucht und dokumentiert.
Schatzkammer der Welt: der Saatguttresor von Spitzbergen
Man nennt das Projekt „Arche Noah der Pflanzen“ oder „Schatztruhe biologischer Vielfalt“. Das „Svalbard Global Seed Vault“, d.h. Weltweiter Saatgut-Tresor auf Svalbard, ist ein Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt zur langfristigen Einlagerung von Saatgut zum Erhalt und dem Schutz der Arten- und Varietäten-Diversität von Nutzpflanzen. Es befindet sich in der Nähe der norwegischen Stadt Longyearbyen auf der zur Inselgruppe Svalbard gehörenden Insel Spitzbergen. Seit der Eröffnung am 26. Februar 2008 wurden nach 10 Jahren über eine Million Saatgutproben eingelagert. Wo früher Braun- und Steinkohle abgebaut wurde, lagern heute in einem eisigen Berg Samenproben verschiedener Nutzpflanzen. Die Samenbank lagert Saatgutproben, die im ewigen Eis zwischen dem Festland Norwegens und dem Nordpol für die Zukunft sicher verwahrt werden sollen. Insgesamt eine Million Saatgutproben von über 5000 Pflanzenarten befinden sich tief im Berg liegenden Bunker und werden dort bei Minus 18 Grad gelagert. Norwegen hat den Saatgutbunker gebaut. Voll ist der Bunker noch lange nicht: Er hat Kapazitäten für 4,5 Millionen verschiedene Saatgutmuster. Dieser Saatgutspeicher ist der größte von weltweit 1.400 Aufbewahrungsanlagen für Saatgut. Seine wichtigste Aufgabe ist die Lagerung einer Mindestanzahl von Saatkörnern der zur Ernährung wichtigen Lebensmittel wie Reis, Mais, Weizen, Kartoffeln, Früchte, Nüsse und Wurzelgemüse, die in einem Katastrophenfall ausgeliefert und nachgezüchtet werden können.
Hüter der Vielfalt – ein Interreg-Projekt Italien/Schweiz
Beim Interreg-Projekt „Living Intangible Cultural Heritage“ wurde von der Projektleiterin Ricarda Schmidt das lebendige Kulturerbe im Vinschgau, Unterengadin und Val Müstair untersucht. Es wurden Gespräche mit Menschen geführt, die sich um das lebendige Kulturerbe verdient machen. Die Gespräche mit den Hüterinnen und Hütern der Vielfalt fanden von Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2022 statt. Unter der Leitung von Ricarda Schmidt von Eurac Research wurde eine Wanderausstellung organisiert und über einen Blog die Arbeit dokumentiert. Ein Buch mit der Gesamtdokumentation soll erscheinen. Die Abschlussveranstaltung mit allen Projektpartnern fand am 25.11.22 in Glurns statt. Projektpartner waren die Region Lombardei, die Region Aosta und Polo Poschiavo.
Die Wanderausstellung wurde an folgenden Orten gezeigt:
15.–31. Juli 2022:
Karthaus, Kreuzgang der Kartause Allerengelberg
06.-07. August 2022:
auf dem Festival „Marmor und Marillen“ in Laas
03.–18. September 2022:
auf den Palabiratagen in Glurns
02.–14. Oktober 2022:
auf dem Erntedankfest und in der Chasa Jaura in Valchava
Heinrich Zoderer
Internetseiten:
http://www.sortengarten-suedtirol.it/
https://www.eurac.edu/de/press/lebendiges-kulturerbe-inspiration-fur-eine-zukunftsfahige-lebensweise
https://www.eurac.edu/de/blogs/tags/hueter-der-vielfalt
https://www.alpfoodway.eu/paper/german
Beispiele des lebendigen Kulturerbes im Vinschgau, Val Müstair und Unterengadin, die bei der Wanderausstellung gezeigt und beschrieben werden. Nähere Informationen auch im Blog der EURAC über Hüter der Vielfalt.
1. Kräuterwissen: Sammeln, Anbau und Verarbeitung von Wildkräutern: Martha Stieger, Martell
2. Zucht und Ausbildung von Hütehunden: Erna Grüner, Katharinaberg-Schnals
3. Stilzer Pfluagziachn, Klosn und andere Brauchtümer: Roland Angerer, Stilfs
4. Handwerkliches Bierbrauen: Reto Rauch, Martina
5. Filzen: Gaby Famos, Vnà
6. Getreideanbau: Karl Perfler, Tschengls
7. Anbau und Verarbeitung der Edelkastanie: Franz Winkler, Kortsch
8. Anbau und Verarbeitung der Vinschger Marille: Karl Luggin, Laas
9. Bildhauerei und Steinmetzkunst: Elias Wallnöfer, Laas
10. Produktion von Obstbränden: Friedrich Steiner, Mals
11. Anbau und Verarbeitung der Palabirne: Elmar Prieth & Petra Windegger, Glurns
12. Wissen zum traditionellen Samenbau und Saatgutvermehrung: Edith und Robert Bernhard, Burgeis
13. Schrockn: Paul Schwienbacher, Karthaus
14. Sgraffito: Josin Neuhäusler, Susch
15. Streuobstanbau: Elisabeth Prugger & Simon Platter, Tschengls & Eyrs
16. Traditionelle Bewässerung auf der Malser Haide: Roland Peer, Heimatpflegeverein Mals
17. Handweberei: Maya Repele, Santa Maria Val Müstair
18. Weidenflechterei: Irmgard Gurschler-Klotz, Galsaun
Jugendtreff „fResch“ Reschen - Alissa und Daria Folie, zwei der fResch Sprecherinnen und Schwestern aus Reschen, beenden ihre fast 6- jährige Tätigkeit als unerlässliche, engagierte und verantwortungsbewusste Mitglieder des fResch Teams. Auch als treue Besucherinnen haben sie in den letzten Jahren einen enormen Beitrag im Treff geleistet und das Treffgeschehen maßgeblich beeinflusst und mitgestaltet. Es bleiben viele kleine als auch große Momente und Erlebnisse im Gedächtnis: Kochabende, Dinner, Europaparkfahrt, Eislaufen, Übernachtungen, Filmabende, Gespräche und und und…
Wir bedanken uns für die tollen Jahre und sind davon überzeugt, dass auch die Zukunft der Beiden neue und spannende Erfahrungen mit sich bringen wird. Danke für alles! Euer fResch & fResch Team
Der Jugendraum Time Out in Schnals hat seit November wieder seine Tore geöffnet. Nach langer Pause darf nun ich Lisa Marie Tappeiner die Jugendlichen im Tal als Jugendarbeiterin begleiten. Ich war 2008 Mitbegründerin des Jugendtreffs Time Out und seitdem als Präsidentin im Vorstand tätig. Nach meinem Sozialpädagogikstudium war ich als Heimerzieherin für Grund- und MittelschülerInnen tätig, hierbei habe ich auch die Ausbildung zum Lerncoach gemacht. Nach einiger Zeit zu Hause bei den Kids und meiner Ausbildung zur Tagesmutter ist es für mich wieder Zeit für mein Herzensthema, die offene Jugendarbeit. Ich freue mich auf coole Aktionen, viel Spaß und eine gute Zeit.
Wenn im JuMa- Jugendzentrum Mals weihnachtliche Musik läuft und einem der Duft von frisch gebackenen Lebkuchen entgegenkommt dann sind wieder fleißige Bäcker*innen am Werk. An einem Samstag im Dezember wurde unsere Theke kurzerhand zur Backstube umfunktioniert und bewaffnet mit Mehl, Nudelholz und Ausstechern stürzten wir uns auf den Teig. Nach dem Ausrollen, Ausstechen, Backen und Abkühlen ging es endlich ans kleben und verzieren. Hier waren etwas Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt, aber die Jugendlichen haben auch das super gemeistert und heraus kamen 12 tolle Lebkuchenhäuser und viele schön verzierte Lebkuchen in allen Formen und Farben. Natürlich wurde dann noch aufgeräumt und geputzt und nach getaner Arbeit konnten wir den Abend noch gemeinsam bei ein paar Runden „Stadt, Land, Vollpfosten“ genießen.
Was schenkt man seinen Eltern, Geschwistern, Großeltern… zu Weihnachten? Das haben sich die Jugendlichen im Jugendtreff Burgeis auch gefragt. Es sollte etwas sein, das den Beschenkten Freude bringt, nicht sinnlos sein und zeigen, dass es von Herzen kommt. Und so haben wir entschieden, die Geschenke selbst zu machen. Zur Auswahl stand dann eine Duftkerze gießen und Pralinen oder gebrannte Mandeln zu machen. So konnte sich jeder das Passende für seine Liebsten aussuchen und so ging es dann ans Schmelzen, Rühren, Rollen, Verzieren und Verpacken. Das Ergebnis waren tolle, selbstgemachte Geschenke die mit viel Geduld und Liebe gemacht wurden. Wir hoffen, alle Beschenkten haben eine Freude damit.
Bozen/Laas/St. Valentin/Reschen - Nach einer dreijährigen Pause durch die Pandemie, konnte Margot Pizzini vom Südtiroler Landesarchiv am 18. November rund 100 Chronist:innen aus dem ganzen Land, sowie aus Nord- und Osttirol im Pressesaal vom Landhaus 1 begrüßen. Im Mittelpunkt der 23. Jahresversammlung der Chronistinnen und Chronisten in Bozen stand die Teamarbeit der Chronisten. Nach den Grußworten der Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer und der Landeskonservatorin Karin Dalla Torre, sowie der Landeschronistin Rita Thaler Wieser, referierte Bernhard Mertelseder vom Tiroler Bildungsforum über Perspektiven der Weiterentwicklung im Chronikwesen durch eine effiziente Teamarbeit. Chronistenteams aus dem ganzen Lande berichteten über ihre Tätigkeiten und Arbeitsweisen. Aus dem Vinschgau wurde über die Arbeit der Chronistengruppen in Latsch und Schlanders berichtet. Zum Abschluss der Jahrestagung wurden acht verdiente Chronistinnen und Chronisten für ihre langjährige Chronikarbeit geehrt. Unter den Geehrten waren auch drei Personen aus dem Vinschgau: Monika Prohaska aus Laas, Othmar Pider aus St. Valentin und Ludwig Wilhalm aus Reschen. Othmar Pider, der in Bozen nicht anwesend war, sammelt seit vielen Jahren mit großem Fleiß und Leidenschaft alle Zeitungsartikel. Viel Zeit verwendet er für Recherchen in verschiedenen Archiven. In Büchern und Kalendern hat er die Ergebnisse seiner Arbeiten veröffentlicht. Derzeit arbeitet er an einem Buchprojekt über die Priester im Obervinschgau. Seit rund 20 Jahren sammelt Monika Prohaska aus Laas Geschichten über die Dorfgemeinschaft und Lebensgeschichten von Menschen, damit das nicht verloren geht. Ludwig Wilhalm vom Klopairhof am Reschen hat nicht nur eine 300 Seiten umfassende Familien- und Hofgeschichte in Buchform verfasst, sondern schreibt auch regelmäßig für die Gemeindezeitung. Mit einem Besuch des Museums Eccel Kreuzer unter den Bozner Lauben endete am Nachmittag der 23. Tag der Chronistinnen und Chronisten. (hzg)
Schlanders - Die Weihnachtsfeier an der italienischen Grundschule wurde auch 2022 traditionell kurz vor den Weihnachtsferien abgehalten. Lieder und Gedichte, die in den Wochen zuvor genauestens einstudiert worden waren, stimmten auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Die italienische Grundschule Schlanders ist eine Schule mit dreisprachiger Ausrichtung: Das spiegelte sich auch in den dargebrachten weihnachtlichen und verschiedensprachigen Liedern und Gedichten wider. Die Unterrichtssprachen sind neben Italienisch, auch Deutsch und Englisch. Die Mehrsprachigkeit, überhaupt die Förderung der sprachlichen Kompetenz, zählt zu den Zielen und Stärken der „Dreisprachigen Grundschule“. Bei der Weihnachtsfeier hießen die Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen Eltern und Geschwister, die zahlreich erschienen waren, herzlich willkommen. Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank. (ap)
Vinschgau/Bozen - Die beachtliche Zahl von 600 Rassekaninchen in einer ansehnlichen Rassen- und Farbenvielfalt galt es bei der 54. Landeskaninchenschau in der Messehalle in Bozen zu bestaunen. Neben den Kaninchen flankierten heuer auch verschiedene Vögel des Ornithologischen Vereins Südtirol und Meerschweinchen die Ausstellung. 30 Rassen wurden insgesamt ausgestellt und von der kritischen Jury beäugt. „Ausstellungen wie diese Landesverbandsschau sind ein Schaufenster der Rassekaninchenzucht. Es wird die Vielfalt und Schönheit der Rassen und Farben gezeigt und die Qualität der Tiere im äußeren Erscheinungsbild dargestellt“, erklärte Roland Giovanazzi, der Ausstellungsleiter in seinen Grußworten. Und weiter: „Die Züchterschaft des Landesverbandes stellt unter Beweis, dass die Freude und Leidenschaft generationsübergreifend präsent ist.“ Dazu trugen auch die Vinschger Jungzüchter Valentina und Benjamin Telser bei. Valentina Telser holte dann auch den Sieg in der Rasse Zwergwidder gelb. Mit einem einzigen und einzigartigen Exemplar in der Rasse Farbenzwerg hawanna konnte hingegen Benjamin Telser aufwarten. Gleich mehrere Vinschger Aussteller bereicherten die Landeskaninchenschau und waren erfolreich: Adolf Kaserer aus Naturns, Josef Ilmer und Martin Mair aus Kastelbell und Michaela Malloth und Walter Telser aus Eyrs.
Zwei Rassesiege holte Michaela Malloth: einmal in der Rasse Hasen Loh schwarz, zum Zweiten in der Rasse Zwergwidder blau. Den Landesmeister und den Rassesieger stellte Josef Ilmer in der Rasse Perlfeh klassisch. Zudem holte Ilmer den Rassesieg mit seinem Zwergwidder blau. Adolf Kaserer erhielt in der Rasse Graue Wiener die hohe Punktezahl von 97 von 100 möglichen Punkten und damit den Sieg. Martin Mair lag hingegen in der Rasse Kleinsilber braun ganz vorne. (ap)