Bozen/Vinschgau - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz schreibt für das Jahr 2025 ein Praktikum in Gedenken an Prof. Florin Florineth aus. Der aus Mals im Vinschgau stammende Florin Florineth war nicht nur Mitbegründer und Vorsitzender des Dachverbandes, sondern auch ein international geschätzter Pionier der Ingenieurbiologie.
Das Praktikum beinhaltet eine Vergütung, die je nach Aufgabenumfang und Zeitaufwand bis zu fünf Monaten entrichtet wird. Das Praktikum kann auch Teil einer Bachelor- oder Masterarbeit sein. Das Praktikumsangebot richtet sich an Studierende, welche das Thema Entsiegelung von Siedlungs- und Gewerbegebieten vertiefen möchten.
Thema: Ermittlung des Entsiegelungspotentials in einem Südtiroler Siedlungs- oder Gewerbegebiet. Ziel: In Zusammenarbeit mit der Projektgemeinde sollen Sensibilisierungsarbeit geleistet, potenzielle Entsiegelungsflächen ermittelt und nach Möglichkeit eine konkrete Entsiegelungsfläche ausgewählt werden. Aufgabenbeschreibung: Die Praktikumsarbeit beinhaltet die Recherche der rechtlichen Rahmenbedingungen, Interviews mit politisch Verantwortlichen, Gespräche mit Fachpersonen der Gemeinde- und Landesämter. Es folgt die planerische Erhebung des Projektgebietes und eine einfache zeichnerische Darstellung des Entsiegelungspotentials und die Ausarbeitung eines Nutzungskonzeptes für eine konkrete Fläche.
Sollte optional eine Masterarbeit angestrebt werden, ist die eigenständige Erarbeitung von Forschungsfragen und Hypothesen notwendig. Bewerbung: Sollte Interesse am Florin Florineth-Praktikum 2025 bestehen, ersuchen wir um Zusendung des Lebenslaufes und eines Motivationsschreiben. Einsendeschluss: Montag, 26. Mai 2025. Mailadresse:
research@umwelt.bz.it
Anreise unserer Gäste im Zug, ist das möglich?
Laut verfügbaren Zahlen aus Tourismus und Landesämtern reisen momentan nur etwa 7% der Touristen im Zug an. Das heißt, 93% kommen mit dem Auto, mit Bussen oder mit dem Flugzeug. Allerdings leidet Südtirol seit Jahren unter dem starken Autoverkehr. Vor allem der Individual-PKW verursacht Staus, die von der einheimischen Bevölkerung immer stärker als Einschränkung der Lebensqualität gefühlt werden. Der Ausweg muss also darin liegen, das Auto vermeiden zu können. 2017 hat der Landtag eine direkte Railjet-Verbindung von Bozen nach Wien unterstützt und schon 2019 gab es diese perfekte und bequeme Verbindung. Und genauso könnte es mit relativ geringem Aufwand möglich sein, tägliche, direkte Verbindungen von München nach Meran und von Verona nach Innichen herzustellen. München und Verona sind „Hubs“, wo ein Umstieg aus anderen Richtungen leicht möglich ist. Wenn man bedenkt, dass es schon vor 40 Jahren direkte „Kurswagen“ aus Deutschland nach Meran gegeben hat, ist dieser heutige Zustand wahrlich ein beschämender Rückschritt. Von Innsbruck nach Meran benötigt man mit den Bummelzügen und dem obligatorischen langen Halt an der Grenze fast 3 Stunden. (...)
Die Autonomie Südtirols muss endlich genutzt werden, um die Gleisanlagen in Südtirol selbst zu verwalten. Das ist eine politische Frage. Aber was haben wir denn nicht schon alles „heimgeholt“. Der nächste Schritt ist die Zweigleisigkeit der Strecke Meran – Bozen. Sie wird jetzt schon von Pendlern und Touristen genutzt, vielleicht sogar einmal auch von Güterzügen. Natürlich brauchen wir dann auch Pendlerparkplätze oder günstige Zubringerdienste von den Dörfern zu den oft abgelegenen Bahnhöfen. Die Tourismuswirtschaft kann Abholdienste zu den Hotels organisieren. (...)
Zusammengefasst lautet die Devise: Keine Maßnahmen mehr setzen, die den Autoverkehr begünstigen, sondern nur mehr in Systeme investieren, die eine autofreie Mobilität ermöglichen und fördern! Der Zug kann eine verlockende Alternative bieten. Er muss nur gut gemacht sein. Und dafür braucht es den Willen von der Bevölkerung und den politischen Willen von den Abgeordneten im Landtag und im Parlament.
Umweltschutzgruppe Vinschgau
Dankeschön für den großartigen Einsatz!
Am 12. März 2025 kam es am Steghof in Naturns zu einem Dachstuhlbrand. (Die Dolomiten hat am 14. März 2025 berichtet.) Dank des schnellen, professionellen und unermüdlichen Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren aus Naturns, Tschirland, Tabland, Staben, Plaus und Meran (ein besonderer Dank für die zweite Drehleiter) konnte der Schaden auf das Dach beschränkt werden.
Ein ebenso großes Dankeschön gilt dem Weißen Kreuz und den Carabinieri, die vor Ort waren, um Sicherheit und Unterstützung zu gewährleisten. Besonders beeindruckt hat uns, mit welcher Sorgfalt die Feuerwehrleute nicht nur die denkmalgeschützten Stuben erhalten, sondern auch die Wohneinheiten vor Löschwasser geschützt haben.
Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig und wertvoll das ehrenamtliche Engagement unserer Einsatzkräfte ist. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Helferinnen und Helfer für ihren großartigen Einsatz!
Fam. Agnelli Wolf und Fam. Erlacher Wolf
Wälder sterben - Wüsten wachsen (Teil 2)
Auch Windwurf und Schneedruck haben wenig mit Witterungsextremen, sondern mehr mit Dünngründigkeit des Bodens zu tun. Für die Reduzierung von Abgasen verlagert der Mensch das Problem, für die Regeneration der Böden tut er nichts. Energie verbraucht, vergeudet er mutwillig bis total unverschämt immer mehr. Gönnen wir unseren Kindern keine Zukunft? Auf dünnschichtigen und folglich trockenen und wärmeren Böden ist auch für die Fichte die Endzeit gekommen. Fichten verschwinden zu 80% in den nächsten 15 Jahren in Mitteleuropa und Oberitalien bis hinauf 1.500 m.u.M. Nur auf relativ feuchten und kühlen Böden überleben sie. Werden dann auch Laubbäume massenweise vom Borkenkäfer oder anderen Parasiten befallen? Alle Bäume, die auf solchen Böden heute noch leben, sind in ihrem Abwehrsystem sehr geschwächt, und an „Nützlingen“ fehlt es noch mehr! Aus Mangel an Lebenssäften, unter diesen könnte man sowohl die Nährsalzlösungen, als auch die Wachstumssäfte verstehen, können vorallem Fichten zu wenig Harz erzeugen, um die Borkenkäfer zu ertränken. Die Nährsalzlösungen kommen aus dem Boden zu den Blättern, werden dort durch die Photosythese in Wachstumssäfte umgewandelt und fließen im Bast, dem Bindegewebe zwischen Borke und Holz, zu allen Wachstumszellen und auch zum Pilzgeflecht, das mit der der Pflanze Symbiose betreibt. Das Pilzgeflecht erhält von der Pflanze den kohlenhydratreichen Wachstumssaft, dafür mineralisiert es organische abgestorbene Substanz zu Nährsalzlösungen.
Paul Gruber, Weyer (A), Mals
HAIKU - GEDICHT
Prämiertes Werk zum Kreativ-Wettbewerb anlässlich des 80. Todestags von Josef Mayr-Nusser
Sein Gebet verhallt
am Winterhimmel – etwas
von ihm bleibt …
©Helga Maria Gorfer
Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an: helga.gorfer58@gmail.com
Ein Frühlingsgruß. Die nächste Vinschgerwind-Impression wird meine 500ste sein, und bis auf 1000 komme ich sicher nicht. Ich freue mich über die Rückmeldungen, weil mit einer Kleinigkeit kann ich andere überraschen und glückliche Augenblicke schenken. Vielleicht wäre es schön, die besten Impressionen in einem Katalog zu sammeln. Wenn der eine oder andere Gönner sich melden würde, könnte die Idee bis Weihnachten umgesetzt werden.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Gesundheit
So langsam werden unsere Vorsätze von Neujahr auf die harte Probe gestellt.
Angenommen, du hast Dir tägliche Übungen für Deinen Rücken vorgenommen oder einen täglichen Spaziergang oder weniger Alkohol oder was auch immer…und Du hast es nun schon 5 Tage oder 5 Wochen durchgehalten. Nun passiert das Drama: es kommt der bekannte Durchhänger…plötzlich ist das Wetter Schuld, die Verführung von Freunden, der leichte Schnupfen…irgendetwas findet der innere Schweinehund schon, damit er uns zu Fall bringt. Die Frage ist, wie wir drauf reagieren? Mit Selbstvorwurf, mit Ärger, mit Resignation, mit „Vorhaben gescheitert“ oder gestehst Du Dir zu, dass das passieren kann, dass das zum Erfolg dazugehört und jedem Menschen auf seinem Weg zu einem großen Ziel schon einmal passiert ist?
Kurz einmal hinzufallen ist Teil jeder Veränderung.
Laut Studien erreichen jene Menschen ihr Ziel, die einen Rückschlag miteinkalkulieren. Alles andere ist unmenschlich, hart und gleicht eher einer maschinellen Einstellung als einer humanen Entwicklung. Wenn wir unser Hinfallen also sehen, wahrnehmen und annehmen, dann krallen wir uns emotional nicht daran fest, sondern bleiben auf unser Ziel ausgerichtet.
Hinfallen.
Aufstehen.
Krone richten.
Weitergehen.
Petra Gamper
GesundSein
Seminare - Coaching - Training
www.petra-gamper.com
Industrie trifft Schule und umgekehrt. Seit 14 Jahren findet ein Austauschtreffen zwischen dem Unternehmerverband Südtirol und den SchülerInnen der 4. und 5. Klassen der Berufs- und Oberschulen des Vinschgaus statt. Gemeinsam Zukunft gestalten – unter diesem Leitmotiv stand die Veranstaltung heuer. Der Grundtenor am 20. März 2025 lautete: Die Zukunft heißt KI.
von Angelika Ploner
Die Schülerinnen der 5B des SG Schlanders Anna Hofer, Maria Parth und Lena Theiner präsentierten die Ergebnisse einer Umfrage unter Schülern zu KI, Philip Hölbling von der 5A des SG hingegen jene zum Thema: Vinschger Betriebe und KI. Bei Auto Telser in Schlanders „arbeitet man noch selber.“ Bei der Firma Mair Josef & Co. KG in Prad sind „selbstfahrende Bagger kein Thema, im Verwaltungsbereich dagegen wird KI eingesetzt.“ Bei Sockelleisten Pedross in Latsch kommt „Deepl oft und ChatGPT hin und wieder zum Einsatz.“ Im Produktionsbereich nutze man KI für die Erkennung von Fehlern z.B. von Ästen. Bei Interfama in Prad werden seit 3-4 Jahren Schweißroboter eingesetzt. Das Ergebnis: Roboter werden nicht müde, haben keinen schlechten Tag und sind präziser. ChatGPT erhält dort etwa den Auftrag, eine E-Mail freundlicher oder sachlicher zu gestalten. Auch Übersetzungen werden mit KI gemacht. Bei Systems „verwenden wir KI im Marketing und Verwaltungsbereich, für Analysen und in der Softwareentwicklung“, sagte Geschäftsführer Gustav Rechenmacher vor vollen Stühlen im Kulturhaus Schlanders. Doch: Auch oder gerade KI brauche die Kontrolle von Menschen. Deshalb gelte es immer den Kopf einzuschalten.
Die Schülerumfrage mit 258 Antworten zeigte: Immerhin 56 Prozent der Befragten überprüfen die über KI abgefragte Informationen bevor sie diese gebrauchen. Grundsätzlich wird KI als hilfreich eingeschätzt. Das Resümee der Maturantinnen: „KI ist nur so nützlich, wie wir sie machen.“
Große Aufmerksamkeit erhielt Lenard Linser, Jungunternehmer der Firma Baumänner in Kastelbell für seinen Beitrag. „Eine Riesengeneration geht vom Arbeitsmarkt, das bedeutet eine Riesenauswahl an Arbeitsmöglichkeiten.“ Ein Durchhaltevermögen von mindestens einem Jahr, mahnte er an. Und: „Verwechselt netto nicht mit brutto und schaut bei lukrativen Angeboten aus der Schweiz genau hin.“ Grundsätzlich gilt: Lernen, sich selbst zu helfen und Netzwerke aufbauen. Dem schloss sich auch Elke Wagmeister von der Polyfaser AG in Prad an.
Enrico Zuliani, der Bezirksvertreter des Unternehmerverbandes meinte: „Das Leitmotiv „Gemeinsam Zukunft gestalten“ haben wir gewählt, weil es den Einsatz aller braucht, um die Herausforderungen zu meistern.“ Diese analysierten die SchülerInnen der 4. Klasse des SG Mals Fynn Schwarz, Michaela Mall, Tobias Platzgummer, Julia Brunner und Laura Lampacher. Die 3 Ds - Dekarbonisierung, Demografie und Digitalisierung - sind ebenjene Herausforderungen der Zukunft und eng miteinander verknüpft. Die Digitalisierung betrifft alle Lebens- und Arbeitsbereiche, die Demografie hat Auswirkungen auf alle Branchen, die Dekarbonisierung betrifft vor allem den Immobilienbereich.“
In der abschließenden Diskussion gab es etwa folgende Frage: „Wie gehen die neuen Herausforderungen mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem zusammen?“ Gustav Rechenmacher fand klare Worte: „Wir sind in keinem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Wir sind sozial. Wir leben seit Corona in einem Schlaraffenland. Es wird nicht bedacht wo das Geld herkommt. Das Geld fällt nicht vom Himmel. Work-Life-Balance, 4-Tage-Woche und gleichzeitig viel Gehalt können wir uns nicht leisten.“
Verena Rinner, Direktorin des OSZ Schlanders eröffnete die Veranstaltung, Moderatorin Irene Kusstatscher vom Unternehmerverband beendete diese mit den Worten: „Es gibt viele komplexe Themen und keine einfachen Antworten.“
Prämierung der Destillata 2025 - Am Freitag, den 14. März 2025, fand im malerischen Schloss Maretsch in Bozen die Prämierung der Destillata statt, einem renommierten internationalen Wettbewerb für Destillate und Spirituosen. Rund zehn Südtiroler Hofbrennereien nahmen an diesem prestigeträchtigen Event teil und konnten dabei herausragende Ergebnisse erzielen.
Drei dieser Brennereien stammen aus dem Vinschgau:
• Biobrennerei Steiner - Mals: Nationensieger Italien, 4 Goldmedaillen (Vogelbeere, Heidelbeere, Kirsche, Grappa) und weitere 16 Auszeichnungen (7x Grappa, 3x Apfel, 2x Williams, Palabirne, Marille, Zwetschge, Holunder).
• Marinushof - Kastelbell: 1 Goldmedaille (Marille) und 4 Auszeichnungen (Marille, Williams, Apfel, Grappa).
• Ausserloretzhof - Laas: 11 Auszeichnungen (2x Marille, 2x Williams, 2x Apfel, 2x Traube, Kirsche, Enzian, und Zwetschge).
Die Brennerszene der Südtiroler/Vinschger Hofbrennereien hat sich erneut als eine der besten in der internationalen Spirituosenlandschaft etabliert. Die lokal erzeugten Destillate gewinnen im internationalen Vergleich zunehmend an Anerkennung und zeigen, dass in der Region handwerklich hochwertige Schätze im Obstbrand-, Grappa- und Spirituosenbereich hergestellt werden.
Weitere Südtiroler Kleinbrennereien stellten sich der internationalen Jury und erzielten grandiose Ergebnisse:
• Schwarz-Brennerei - Mölten
• Reichneggerhof - Lana
• Gassenhof - Ratschings
• Haidnerhof - Brixen
• Brennerei Wezl - Riffian
• Brennerei Knöspele – Brixen
Diese Erfolge unterstreichen nicht nur die Qualität der Produkte, sondern auch das Engagement der Brenner in Südtirol, die Tradition und Innovation in der Spirituosenherstellung vereinen.
Es lohnt sich, die Welt der handwerklich hergestellten Destillate zu erkunden und die Vielfalt und Tiefe der Geschmäcker zu entdecken. Ein Schluck eines solchen Destillats kann nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch ein Gefühl von Verbundenheit mit der Natur und den Menschen, die diese Kunst beherrschen, vermitteln.
Die 3 Vinschger Hofbrennereien laden alle heimischen Genießer und Gäste ein, die Vielfalt und Exzellenz ihrer Produkte zu entdecken. (r)
Partschins - Gleich zwei Premieren gab es inhaltlich bei der Gemeinderatssitzung in Partschins am 18. März. Zwei Umwidmungsanträge standen auf der Tagesordnung. Die Besitzer einer Frühstückspension hat den Antrag auf Umwidmung von Gastgewerbe in Wohnen gestellt. Man wolle, familiär bedingt, den Gastbetrieb auflassen und die Gästezimmer zu Wohnungen umbauen, war die Erklärung, die BM Luis Forcher den Gemeinderäten mitteilte. Ein solcher Fall sei das erste Mal im Partschinser Gemeinderat zu behandeln. In der Dikussion kam einige Verwirrung auf. Denn Sabine Zoderer von den Freien Wählern mutmaßte von einer Möglichkeit, die Kubatur verschieben zu können. Und es gab viele Fragen. Wie gehe man mit der Wertsteigerung um? Was passiere denn mit den Betten? BM Forcher sagte, dass von den entstehenden Wohnungen 60% konventioniert und 40 % frei seien, dass der Bauherr den Mehrwert für die Kubatur an die Gemeinde bezahlen müsse. Tourismusreferent Ulrich Schweitzer betonte, dass er davon ausgehe, dass die frei werdenden Privatzimmervermietungs-Betten in das Gemeindekontingent übergehen werden. Benjamin Schupfer von der Bürgerliste forderte eine Grundsatzhaltung der Gemeindeverwalter, denn solche Umwidmungsfälle können wiederkommen. Letztlich sprachen sich alle Gemeinderäte für die Umwidmung aus, zumal die Gemeindekommission für Raum und Landschaft im Hintergrund bereits grünes Licht gegeben hatte. Ähnlich und doch anders gelagert war der zweite Umwidmungsfall und zwar von einer Zone Handwerk in eine Zone Wohnen. Auch dort werde die Kubatur überschritten, wies Schupfer auf die Wertsteigerung hin und man solle bei den Umbauarbeiten auf die Einhaltung des Ensembleschutzplanes achten.
Zoderer wollte in der Fragestunde wissen, ob man sich über eine schwerverkehrsfreie Lahnstraße Gedanken mache. Da müsse man sich tatsächlich etwas überlegen, denn sonst habe man bei der Errichtung des Feldweges einen Fehler gemacht, gab VizeBM Walter Laimer zur Antwort. Der Feldweg werde im Übrigen Ende Mai fertiggestellt sein. (eb)
Der Gleichwertigkeit in der Ausbildung einen Schritt näher – der lvh zeigt sich sehr erfreut über den gelungenen Meilenstein.
Ein bedeutender Schritt für die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Ausbildung: Der Meisterbrief sowie der Titel der Handelsfachwirte wurden in Südtirol offiziell dem Niveau 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) und somit dem Bachelorabschluss gleichgestellt. Die Südtiroler Landesregierung hatte diese Zuordnung bereits mit Beschluss Nr. 833 vom 28.08.2018 auf den Weg gebracht. Nun wurde sie am 4. März 2025 von der zuständigen Abteilung des italienischen Arbeitsministeriums bestätigt.
„Wir freuen uns sehr, dass in Südtirol nun der Meister dem Bachelor entspricht“, freut sich Hannes Mussak, Vizepräsident des lvh Wirtschaftsverbands Handwerk und Dienstleister. „Das ist nicht nur eine große Aufwertung für all jene, die bereits den Meistertitel tragen, sondern auch ein starker Anreiz für junge Handwerkerinnen und Handwerker, diesen Weg einzuschlagen.“
Die Gleichstellung markiert einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zu einer echten Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Ziel ist es, beide Ausbildungswege als gleichwertig anzuerkennen – mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber gleicher Wertigkeit.
Auch lvh-Präsident Martin Haller unterstreicht die Bedeutung dieser Entscheidung: „Die Anerkennung des Meistertitels auf Bachelor-Niveau ist ein starkes Signal – an unsere Betriebe, an die Gesellschaft und an die jungen Menschen im Land. Berufliche Bildung ist kein Plan B, sondern ein Weg mit Zukunft. Diese Entscheidung gibt dem Handwerk die Wertschätzung, die es verdient.“
Ein besonderer Dank gilt Bildungslandesrat Philipp Achammer, der sich seit Jahren unermüdlich für die Gleichwertigkeit der Ausbildungswege eingesetzt hat. „Er hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Berufsbildung und hat entscheidend dazu beigetragen, diese historische Anerkennung auf den Weg zu bringen“, so Haller.
Mit dieser Aufwertung wird nicht nur das Image des Handwerks gestärkt, sondern es eröffnen sich auch neue Perspektiven für berufliche Laufbahnen – mit klaren Entwicklungsmöglichkeiten und wachsender gesellschaftlicher Anerkennung.
Monatsrückblick des Landeswetterdienstes in der Agentur für Bevölkerungsschutz: März war "in ganz Südtirol zu mild mit Temperaturen bis zu eineinhalb Grad über langjährigen Vergleichswert"
BOZEN (LPA). "Der Monat März 2025 war in ganz Südtirol zu mild, die Temperaturen lagen meist ein bis eineinhalb Grad Celsius über dem langjährigen Vergleichswert der Jahre 1991 bis 2020", fasst Meteorologe Dieter Peterlin vom Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz zusammen.
Die höchste Temperatur des Monats wurde am 27. März an der Wetterstation Gargazon mit 22,6 Grad Celsius gemessen. Am kältesten war es laut Aufzeichnungen des Landeswetterdienstes am Morgen des 2. März in Sextenmit minus 12,5 Grad Celsius.
Nach einem relativ schneearmen Winter waren die Niederschlagsmengen im März wieder überdurchschnittlich, vor allem aufgrund einer sehr nassen Woche Mitte des Monats, berichtet Meteorologe Peterlin. Am meisten geregnet hat es landesweit in Platt in Passeier mit 120 Litern pro Quadratmeter, am wenigsten in Schlanders mit 25 Litern pro Quadratmeter.
Der April zieht mit Sonne und Wind ein. Am 2. April geht es mit einer Mischung aus Sonne und Wolken weiter, der Nordwind lässt nach. Am Donnerstag, 3. April, wird es überwiegend sonnig mit ein paar harmlosen Wolken. Viel Sonnenschein gibt es auch am Freitag, 4. April, die Temperaturen erreichen frühlingshafte Höchstwerte bis 22 Grad Celsius.
Das Messnetz der Wetterstationen in Südtirol umfasst 95 automatische Messstationen, davon stehen 58 Wetterstationen im Siedlungsraum und 37 auf den Bergen. Die Daten der einzelnen Wetterstationen können in Echtzeit abgelesen werden: von den Wetterstationen im Tal und den Wetterstationen am Berg.
Mit dem Niederschlagsradar werden die Niederschläge erfasst.
Die Angaben zu den Temperaturen und den Niederschlagsmengen für Bozen, Auer, Meran, Schlanders, Brixen, Sterzing, Bruneck und Toblach können den Klimadiagrammen entnommen werden: Diese Klimadiagramme werden auf der Internetseite des Landes täglich aktualisiert und vergleichen die Daten mit dem langjährigen Durchschnitt.
Informationen über die Wetterlage und die weitere Entwicklung gibt es laufend aktualisiert im Onlineportal Wetter Südtirol auf der Internetseite des Landes Südtirol.
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Antrittsbesuch von Landeshauptmann Arno Kompatscher bei Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger
WIEN (LPA). Landeshauptmann Arno Kompatscher hat in Wien Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger einen Antrittsbesuch abgestattet. Beate Meinl-Reisinger bekleidet seit 3. März 2025 das Amt der Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen AutonomieverhandlungenSüdtirols mit Rom. Landeshauptmann Arno Kompatscher berichtete Bundesministerin Meinl-Reisinger von der Entwicklung und dem aktuellen Stand der Verhandlungen. "Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die Wiederherstellung der Autonomiestandards zugesagt, die 1992 zur Streitbeendigungserklärung vor den Vereinten Nationen geführt haben", erklärte der Südtiroler Landeshauptmann. Aktuell würden die Verhandlungen dazu laufen. Eine gemeinsame technische Arbeitsgruppe hatte Mitte Dezember dem Ministerratspräsidium einen Entwurf zur weiteren Bearbeitung übermittelt. Der Entwurf enthielt zahlreiche Fortschritte. Jedoch blieben laut Kompatscher einige Themen offen und würden nun politische Entscheidungen erfordern, die derzeit diskutiert werden.
Beate Meinl-Reisinger erklärte, dass Österreich seine Schutzfunktion für Südtirol im Sinne der gemeinsamen Verantwortung Österreichs und Italiens wahrnehme und die Entwicklung der Autonomie Südtirols unterstütze.
Zudem sprachen die österreichische Außenministerin und Südtirols Landeshauptmann über das geplante Minderheitenzentrum in Bozen und die angestrebte Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sowie über die aktuelle Situation in Europa im Lichte der geopolitischen Veränderungen.
pio