Partschins - Gleich zwei Premieren gab es inhaltlich bei der Gemeinderatssitzung in Partschins am 18. März. Zwei Umwidmungsanträge standen auf der Tagesordnung. Die Besitzer einer Frühstückspension hat den Antrag auf Umwidmung von Gastgewerbe in Wohnen gestellt. Man wolle, familiär bedingt, den Gastbetrieb auflassen und die Gästezimmer zu Wohnungen umbauen, war die Erklärung, die BM Luis Forcher den Gemeinderäten mitteilte. Ein solcher Fall sei das erste Mal im Partschinser Gemeinderat zu behandeln. In der Dikussion kam einige Verwirrung auf. Denn Sabine Zoderer von den Freien Wählern mutmaßte von einer Möglichkeit, die Kubatur verschieben zu können. Und es gab viele Fragen. Wie gehe man mit der Wertsteigerung um? Was passiere denn mit den Betten? BM Forcher sagte, dass von den entstehenden Wohnungen 60% konventioniert und 40 % frei seien, dass der Bauherr den Mehrwert für die Kubatur an die Gemeinde bezahlen müsse. Tourismusreferent Ulrich Schweitzer betonte, dass er davon ausgehe, dass die frei werdenden Privatzimmervermietungs-Betten in das Gemeindekontingent übergehen werden. Benjamin Schupfer von der Bürgerliste forderte eine Grundsatzhaltung der Gemeindeverwalter, denn solche Umwidmungsfälle können wiederkommen. Letztlich sprachen sich alle Gemeinderäte für die Umwidmung aus, zumal die Gemeindekommission für Raum und Landschaft im Hintergrund bereits grünes Licht gegeben hatte. Ähnlich und doch anders gelagert war der zweite Umwidmungsfall und zwar von einer Zone Handwerk in eine Zone Wohnen. Auch dort werde die Kubatur überschritten, wies Schupfer auf die Wertsteigerung hin und man solle bei den Umbauarbeiten auf die Einhaltung des Ensembleschutzplanes achten.
Zoderer wollte in der Fragestunde wissen, ob man sich über eine schwerverkehrsfreie Lahnstraße Gedanken mache. Da müsse man sich tatsächlich etwas überlegen, denn sonst habe man bei der Errichtung des Feldweges einen Fehler gemacht, gab VizeBM Walter Laimer zur Antwort. Der Feldweg werde im Übrigen Ende Mai fertiggestellt sein. (eb)