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Zeugnis und Erinnerung: 80 Jahre Ende der NS-Herrschaft - Im Jahr 2025 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Europa zum 80. Mal – ein Anlass, der uns besonders dazu aufruft, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die Diktatur unter Adolf Hitler führte von 1933 bis 1945 zu unermesslichem Leid, millionenfacher Verfolgung, Entrechtung und Ermordung. Eine ständige Erinnerung an diese Zeit ist wichtig, um das Bewusstsein für die Gefahren solcher Ideologien aufrechtzuerhalten.
Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus fordert uns heraus, über die Verantwortung jedes Einzelnen für das Wohl der Gesellschaft nachzudenken und uns die verheerenden Folgen von Hass und Fanatismus immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Besonders wichtig ist es, auch den Widerstand von Einzelnen und Gruppen zu würdigen, die sich mutig gegen das Regime stellten. Ihre Biografien sind nicht nur Zeugnisse des Mutes, sondern auch ein Appell an uns alle, wachsam zu bleiben und uns aktiv gegen Ungerechtigkeit einzusetzen.
In der Gemeinde Mals richtet sich der Blick auf zwei Mitbürger, die sich entschlossen dem Terror s29 kulturdes Dritten Reiches widersetzten und tragischerweise ihr Leben für ihren Widerstand opferten. Das ehrende Gedenken dieser beiden Männer stellt nicht nur ihre Hingabe in den Vordergrund, sondern sendet auch ein klares Signal gegen jede Form der Unterdrückung. Sie verdeutlichen eindrucksvoll die Bedeutung von Widerstand und Zivilcourage in Zeiten, in denen Freiheit und Menschenrechte bedroht sind. Um ihre Taten nachhaltig zu ehren, sollte im Heimatort dieser beiden Opfer ein sichtbares Zeichen errichtet werden, das als ständige Erinnerung an ihren Mut und ihre Entschlossenheit dient.

Entschlossen gegen das Unrecht des NS-Regimes

Walter Caldonazzi
Walter Caldonazzi wurde im Juni 1916 in Mals geboren. Unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zog die Familie nach Kramsach in Nordtirol. Bereits in seiner Jugend zeigte Caldonazzi großes politisches Engagement und ein starkes Verantwortungsgefühl. Während seiner Gymnasialzeit in Kufstein trat er der katholischen Mittelschulverbindung Cimbria bei und engagierte sich später in der katholischen Hochschulverbindung Amelungia. Vor 1938 war er außerdem Mitglied der Heimwehr. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 begann Caldonazzi, sich verstärkt gegen das nationalsozialistische Regime zu stellen. Er war von klein auf ein praktizierender Christ und lehnte die Besetzung Österreichs, sowie die Unterdrückung religiöser Gemeinschaften durch das Hitler-Regime, entschieden ab.
Am 25. Februar 1944 wurde Caldonazzi von der Gestapo verhaftet. In einem Prozess vor dem Volksgerichtshof wurde er wegen Hochverrats, Spionage und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. Am 9. Januar 1945 starb er unter dem Fallbeil, dabei rief er: „Es lebe Christus, der König.“ Sein Leichnam wurde nach zweimaliger Umbettung schließlich auf dem Pradler Friedhof in Innsbruck beigesetzt. In Österreich wird sein mutiges Engagement an verschiedenen Gedenkstätten geehrt. So wurde 2008 ein Gedenkstein mit einer Inschrift am nach ihm benannten Walter-Caldonazzi-Platz in Wien enthüllt. In seiner Heimatgemeinde Mals gibt es aber bisher keine Erinnerung an ihn.

Nikolaus und Ernst Federspiel
Nikolaus Federspiel wurde am 27. Oktober 1888 als Sohn von Franz und Maria Anna Pitsch in Laatsch geboren, wuchs dort mit weiteren drei Geschwistern auf und zog dann nach Innsbruck. Schon in den 1920er Jahren engagierte er sich politisch, trat 1919 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei und wechselte 1921 zur Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ). Sein unermüdlicher Einsatz für die Arbeiterbewegung brachte ihn in Konflikt mit der austrofaschistischen Regierung, die nach 1934 die KPÖ verbot.
Bereits vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten war die Familie Federspiel immer wieder Ziel von Repressionen. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 geriet die Familie erneut unter Druck. 1942 wurden Nikolaus, seine Frau Elisabeth und ihre Kinder aufgrund des Verdachts kommunistischer Tätigkeiten verhaftet. Trotz dieser Maßnahmen blieb Federspiel unbeirrt und setzte sich weiterhin für die Werte von Freiheit und Gerechtigkeit ein. Auch nach seiner Haftentlassung ließ er sich nicht entmutigen und leistete weiterhin Widerstand. Im Januar 1944 wurde Nikolaus Federspiel erneut verhaftet, diesmal aufgrund seiner Unterstützung für seinen Sohn Ernst, der als Fahnenflüchtiger in die Schweiz entkommen war. Auch für ihn fehlt in seiner Heimatgemeinde eine angemessene Gedenkstätte.
Am 24. Januar 1944 verurteilte das Sondergericht Innsbruck Nikolaus Federspiel zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus. Am 10. März 1945 starb er nach schwerer Misshandlung im Gefängnis Bruchsal (Baden-Württemberg). Der tragische Verlust der Familie setzte sich mit dem Schicksal von Nikolaus’ Sohn Ernst fort. Ernst, geboren 1924, wuchs in einer von Widerstand und Gerechtigkeit geprägten Familie auf, die ihn früh zum Kampf gegen das NS-Regime motivierte. Nach der Verhaftung seiner Eltern wurde er zur Wehrmacht eingezogen, desertierte jedoch aus Überzeugung. Seine wiederholten Fluchtversuche und Verhaftungen führten schließlich zu seiner Hinrichtung. Am 21. April 1945, nur wenige Tage vor Kriegsende, wurde Ernst im Steinbruch am Paschberg in Innsbruck erschossen.

Fehlendes Gedenken in Mals
Nikolaus und Ernst Federspiel, sowie Walter Caldonazzi, werden am Befreiungsdenkmal „Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen“ am Landhausplatz/Eduard-Wallnöfer-Platz in Innsbruck geehrt. 80 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft, die ihnen das Leben kostete, sollte ihr Widerstand nicht nur als Erinnerung an die dunklen Kapitel der Geschichte verstanden werden, sondern als lebendige Aufforderung, sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen. Es wäre an der Zeit, dass auch Mals ein sichtbares Zeichen setzt und das Erbe dieser entschlossenen Männer bewahrt – als bleibende Erinnerung daran, dass Widerstand gegen Unrecht stets eine Frage von Mut und Verantwortung für die Gesellschaft ist.

Andreas Paulmichl, Laatsch
Urgroßneffe von Nikolaus Federspiel

Am Samstagnachmittag, 22. Februar war der Jugendclub Taifun Martell ganz in den Händen von elf Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren. Im Rahmen des Jugendkulturprogramms vom Amt für Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem „netz“ und der “AGJD“ konnten wir mit Renate Senoner, Kosmetikerin und Beauty Coach, den „Wohlfühl-Workshop“ für alle Beteiligten kostenlos anbieten.
In drei Stunden, die zur Verfügung standen, widmeten sich die Mädchen intensiv ihrer Gesichts- und Handpflege. Sie erfuhren, wie man das Gesicht richtig reinigte, wie oft man ein Peeling oder eine Maske machen sollte und was man gegen Hautunreinheiten tun konnte. Außerdem sprachen sie darüber, welche Hauttypen es gab – viele entdeckten etwas Neues über ihre eigene Haut!
Aber das war noch nicht alles: Die Teilnehmer*innen lernten auch, wie man die Nägel richtig schnitt oder feilte und welche Nagellacke es so gab. Auch durften sie gleich selbst verschiedene “Nagelverschönerungen” ausprobieren.
Die Zeit verging viel zu schnell, so dass auf die Stil- und Farbberatung nur kurz eingegangen werden konnte. Trotzdem war es ein gelungener Nachmittag, der darauf abzielte, den Teilnehmer*innen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch praktische Fähigkeiten zu entwickeln, die sie in ihrem Alltag anwenden konnten.

Taufers, Endlich ist es soweit! Seit November 2024 ist der offene Jugentreff „Revoluzer“ wieder geöffnet und lädt alle Jugendlichen ein, gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen.
Der Jugendtreff Revoluzer ist nicht nur ein Ort zum Chillen und Quatschen, sondern auch ein kreativer Raum für Workshops, Spiele und spannende Aktionen. Hier können die Jugendlichen ihre Ideen einbringen und selbst aktiv werden. Ob Musik, Kunst oder einfach nur ein gemütlicher Abend mit Freunden – im Treff ist für jeden etwas dabei.
Es sind alle Jugendliche ab 11 Jahren/ 1. Mittelschule eingeladen vorbeizukommen.
Unsere Öffnungszeiten: Immer samstags von 16:00 – 22:00 Uhr
I frei mi auf enk,
Jugendarbeiterin Mariana
Kontakt: Tel.: +39 389 519 5833
Mail: revoluzer@jugendtreff.bz

Dienstag, 04 März 2025 07:32

Lou - der mit Adler und Wolf spricht

Glurns - Mit dem Erscheinen seines Buches „Lou - Philosoph der Tiere (und auch Menschen)“ ist für Lorenz Blaas ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Möglich gemacht hatte es die Autorin Christine Losso. „Sie ist zu meiner Feder geworden“, sagt Lou, wie Lorenz genannt wird. Er wirkte bei der Buchvorstellung im Cafe` Salina in Glurns als Moderator. Zum Lektor hatte Lou seinen Freund Michael Schaller gewählt. Dieser las einige Kapitel vor und flankierte diese dann zusammen mit seiner Frau Monika Gruber mit einigen dazu passenden Liedern, so von Reinhard May, Arik Brauer, aus dem alpenländischen Repertoire und sogar aus der Wiener Musicalwelt mit dem Lied „Wenn der Hergott nit will, nutzt des gor nix“. Im Buch wird die Lebensgeschichte von Lorenz Lou Blaas erzählt, die von vielen Verletzungen in der Kindheit geprägt war. Diese Geschichte ist immer auch verbunden mit Tieren, speziell mit Hunden und den Tieren auf der Fürstenalm, wo er seit Jahrzehnten die Sommermonate verbringt. Er spricht mit „seinem Adler“, dessen Feder er als ständige Erinnerung am Hut trägt. Und er spricht mit dem Wolf aus dem Calanda Rudel, mit dem er erfolgreich vereinbart hat, sich gegenseitig in Ruhe zu lassen. Bisher sind Lous Tiere verschont geblieben. Mit Selbstreflektion, Liebe zur Schöpfung und zum Universum gelang es Lou, die Traumata und Verletzungen zu überwinden und seine eigenen philosophischen Erkenntnisse zu erarbeiten, an denen er die Menschen nun teilhaben lässt. Diese Erkenntnisse bilden auch die Grundlage für sein Buch. Mit seinen tiefsinnigen Lebensweisheiten vermittelt er positive Energien. Davon profitieren Tiere und Menschen. Das Buch ist die Biografie eines „Lebenskünstlers“, der mit seiner Sicht auf das Leben den Menschen und Tieren hilfreich zur Seite stehen kann. Das Buch ist im Eigenverlag erschienen. (mds)

Schlanders - Am 26. Februar feierte Gianni Bodini beim Rosenwirt in Schlanders seinen 77sten Geburtstag und gleichzeitig den 50sten Hochzeitstag. „Allora“, fing er bei seiner Begrüßungsrede an, „Gonz kurz! La prima cosa è la domanda, perchè siamo quà? Come tutti sanno, oggi è il mio compleanno. Ma la festa è più che altro per la Claudia, perchè, e non riesco ancora oggi a capire, come mai, è 50 anni che mi sopporta“.
Vor etwas mehr als 50 Jahren hatten Claudia und Gianni sich in Schlanders kennengelernt. Am 26. Februar 1975 hatten sie sich in der Gemeinde Cormano bei Mailand das Ja-Wort gegeben. Ihre Hochzeitsreise führte sie wieder nach Schlanders. Damals hatten sie noch wenige Freunde hier, unter ihnen Manfred Sommavilla, „una compagnia un pò sbandati“, so Gianni. Trotz allem oder vielleicht gerade deswegen sind sie bis heute geblieben.
Es war ein geselliger Abend unter Freunden und Freundinnen im Keller beim Rosenwirt in Schlanders. Alle haben es sichtlich genossen. Gianni unterhielt unter anderem mit lustigen Anekdoten von den ersten Jahren im Martelltal. Das Ensemble Wohnzimmer spielte Barockmusik und Sohn Matteo widmete seinen Eltern die Cellosuite Nr. 1 G-Dur, BWV 1007 – 1. Prèlude von Johann Sebastian Bach.
Gianni Bodini ist aus den Vinschgau nicht mehr wegzudenken. Mit seinen Impressionen im Vinschgerwind auf Seite 13 setzt er alle 14 Tage einen besonderen Akzent. Viele Leser des Vinschgerwinds suchen als erstes immer das Gianni Bild. Seine Bilder haben neben dem ästhetischen Wert auch eine besondere künstlerische Qualität. Mitte April erscheint Giannis 500ste Impression im Vinschgerwind. Wir können gespannt darauf sein. (pt)

Dienstag, 04 März 2025 07:29

Dritte Ausstellung historischer Fenster

Schlanders/Schlandersburg - Fenster geben dem Haus ein Gesicht, sie spiegeln die bauliche Entwicklungsgeschichte wieder. Dies betonte Claudia Plaikner, die Obfrau des Heimatpflegeverbandes bei der Ausstellungseröffnung „Zeit Fenster. Ein Blick auf 500 Jahre Handwerk und Baugeschichte“ am 25. Februar in der Bibliothek Schlandersburg. Bereits zum dritten Mal wird die Wanderausstellung mit historischen Fenstern aus der Sammlung von Josef Spechtenhauser aus Schlanders gezeigt. Josef (Pepi) Spechtenhauser ist Glasermeister in der dritten Generation. In seinem langen Arbeitsleben hat er Kirchenfenster in rund 80 – 90 Kirchen und in vielen Privathäusern im ganzen Land restauriert. Einige wertvolle Fenster hat er regelrecht aus dem Bauschutt gerettet und so im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Sammlung angelegt. Auf Initiative des Heimatpflegeverbandes hat der ehemalige Landeskonservator Helmut Stampfer als Kurator eine Wanderausstellung zusammengestellt und die Texte zur Ausstellung verfasst. Franz Fliri, der Vinschger Bezirksobmann der Heimatpfleger meinte, dass historische Fenster wichtige Zeugnisse der Baukultur, der Baukunst und des Handwerks sind. Wenn diese Handwerkskunst nicht gepflegt wird, geht altes Wissen und damit auch wertvolles Kulturgut verloren. Mit der Ausstellung soll die Sensibilität für die historische Bausubstanz geweckt werden. In der Ausstellung werden vor allem historische Fenster aus dem Vinschgau gezeigt. Ausgestellt ist u.a. ein Fensterstock vom Schlipfhof aus Kortsch aus dem 17. Jh., ein einflügeliges Schiebefenster aus Taufers im Münstertal aus dem Jahre 1500 und zweiflügelige Barockfenster aus dem Kloster Marienberg aus dem Jahre 1800. Zu bestaunen ist auch ein zweiflügeliges Winterfenster mit Mittelsprossen des Alten Spitals von Schlanders aus den 19. Jahrhundert, einen Kreuzstock mit Butzenscheiben vom Lorenzihof aus dem 16. Jh. aus Kortsch und ein Schiebefensterflügel mit quadratischen Glasscheiben eines Bauernhauses aus dem Vinschgau vom 19. Jahrhundert. Es sind wertvolle Beispiele alter Baukultur und verschiedener Handwerkstechniken: von Tischlern, Glasern und Schmieden. (hzg)

Dienstag, 04 März 2025 07:28

Heitere Alt-Laaser Wirtshausg´schichten

Laas/Josefshaus - Der Bildungsausschuss Laas lud am 21. Februar zu einer humorvollen Lesung mit musikalischer Begleitung ins Josefshaus. Dabei wurde der Versammlungssaal in ein Dorfgasthaus mit Tischen umfunktioniert und das zahlreiche Publikum konnte sich an den lebendigen Gasthausgeschichten herzlich amüsieren. Das Laaser Multitalent Armin Schönthaler schildert in den Wirtshausg´schichten das bunte Treiben in den Gaststuben. In seiner Lesung nahm er das Publikum mit auf eine Zickzacktour durch Laas, von Gasthaus zu Gasthaus und erzählte dabei Dorfgeschichten, garniert mit Lebensgeschichten und Lebensweisheiten. Entstanden ist eine unterhaltsame Dorfchronik, wobei bekannte Personen aus Laas wieder lebendig wurden. Die Gasthaustour beginnt bei der Tankstellenbar am Dorfeingang. Es geht weiter zur Krone, zum Hirschen, der Sonne, vorbei beim Schwarzen Adler bis zur Post. Dann geht es zur Maxen Thres und weiter zum Goldenen Kreuz bis zum Muther Friedl, der Bar neben dem Bahnhof. In den Gasthäusern wird nicht nur getrunken und gegessen, es wird vor allem politisiert, gefeiert, gekartet und gezankt. Schönthaler beschreibt ein Kartenspiel mit dem Tanaser Pfarrer, er erzählt von der Laaser Musi, die zu einer Feier nach Amerika eingeladen wurde, vom Bahnhofsvorsteher, der vergas die Schranken zu öffnen, von den Gasthausauftritten der Palästina Buabn und der Laaser Böhmischen, die bis fünf Uhr in der Früh aufspielte. Er erinnerte an Franz Waldner, berichtete von Gasthausweibern und Kaffeetanten und von Hinterzimmern für frisch Verliebte. Abwechselnd zu den Geschichten, spielte Nadine Theis wunderbar auf der Ziehharmonika. Insgesamt war es ein sehr gelungener und entspannter Abend, der gerne wiederholt und mit weiteren Dorfgeschichten ergänzt werden kann. (hzg)

Der Andrang war riesig beim heurigen Zusslrennen am Unsinnigen Pfinsta in Prad. Bei Traumwetter starteten die Zussln am „Ganderegg“, um auf dem Dorfplatz mit Schimmel, Fuhrmann, Sämann, Bauer und Bäuerin, Knecht und Dirn, sowie „Zoch und Pfott“ den Frühling aufzuwecken. Faschingswagen flankierten das Treiben und sorgten für Stimmung. (ap)

 

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Dienstag, 04 März 2025 07:25

Fasching: Viva Latsch Vegas

In Latsch wusste man den Fasching heuer zu zelebrieren: Aufwändig gestaltete Wagen, 17 Faschingsgruppen an der Zahl, mit tollen Ideen begeisterten die Menschenmenge. Das Wetter spielte mit, das Publikum ebenso: Es wurde gefeiert, gelacht und getanzt am Faschingssamstag, den 1. März in Latsch. Kurzum: Viva Latsch Vegas! (ap)

 

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Dienstag, 04 März 2025 07:24

Pensionierte Ärzte bieten offenes Ohr

Vinschgau - Während unseres Gesprächs erhält der ehemalige Gemeindearzt von Prad Wunibald Wallnöfer den Anruf einer Frau, die ihn bittet, ihr einen Befund zu erklären. Denn sie sei in großer Sorge und sie könne mit dem Hausarzt nicht reden, weil diesem die Zeit fehle. So wie eben werde er oft um Hilfe gebeten, erklärt Wallnöfer. Kürzlich sei eine andere Frau weinend zu ihm gekommen, weil sie anhand des Befundes geglaubt hatte, schwer krank zu sein. Lachend habe sie sich dann von ihm verabschiedet. Als die Krebshilfe Vinschgau, deren Vorstandsmitglied Wallnöfer ist, das Angebot „Das offene Ohr“ gestartet hatte, erklärte er sich sofort bereit, Patientinnen und Patienten in ihrer Verunsicherung aufzufangen, ihnen zuzuhören, ihnen Befunde zu erklären und einiges mehr. Ihm schlossen sich der ehemalige Primar der Medizin in Schlanders, Dr. Hermann Zingerle, an und auch die ehemaligen Gemeindeärzte von Glurns Dr. Helmuth Rauner und von Kastebell Dr. Erich Doná.
Alle drei bieten ihr „offenes Ohr“ ehrenamtlich an. Tatsache ist, trotz fachärztlicher und hausärztlicher Betreuung bleiben bei Patientinnen und Patienten immer öfters Fragen offen. Da die Zahlen der erkrankten Menschen in der alternden Gesellschaft steigen und auch die Bürokratie von Jahr zu Jahr zunimmt, fehlt den Ärzten schlichtweg die Zeit, sich den Patientinnen und Patienten eingehend zu widmen, und das obwohl die Ärzte eigentlich in der Pflicht stünden. „Wir stehen bei Bedarf bereit, wir wollen die Ärzte keinesfalls ersetzen und stellen auch keine Diagnosen“, betont Wallnöfer. „In einem persönlichen Gespräch unterstützen wir die Menschen mit unserem Fachwissen. Wir hören ihnen zu, erklären und beraten und gehen ohne Zeitdruck auf Fragen und Anliegen ein.“ Die Gespräche sind jedoch kein Ersatz für Facharztvisiten. Das Projekt „Das offene Ohr“ ist ein kostenloses Angebot der Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Vinschgau und steht allen Menschen offen. Eine Voranmeldung ist erforderlich, damit die Zeit entsprechend geplant werden kann. (mds)

 

Wunibald Wallnöfer Infos: Tel. 0473 621721 oder mobil 345 9278129. 


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