Zum Hauptinhalt springen

Impressionen von Gianni Bodini 21-2026

  • Dachzeile: Foto
  • Redakteur: Gianni Bodini
  • Redakteur Bild:

Wie ein Denkmal. Am Anfang war..., ja, die Grundlage für die Besiedlung der Bergbauern im Alpenraum war und ist Gras!! Wie ein Wunder verwandelt es sich in Milch, Butter, Käse, Fleisch, Leder, Wolle, Pergament,...
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

special1

  • Aufrufe: 17

Allerheiligen und Allerseelen

  • Vorspann: Zwei Tage, die dem Andenken der Verstorbenen gehören.

Am ersten Sonntag im Oktober wird im Münstertal das Erntedankfest – Festa da la Racolta, gefeiert. Auch dieses Jahr war es wieder ein großes und buntes Fest mit mehreren Tausend Besuchern, einem farbenprächtigen Umzug, rund 70 Marktständen und einem Schwerpunktthema. Die Terra Raetica und die Präsentation eines Strategiepapieres über RaetiaCulTour standen dieses Jahr am 4. Oktober im Mittelpunkt des Festes. Das Erntedankfest begann mit einem ökumenischen Gottesdient unter freiem Himmel. Um 11 Uhr startete der Festzug durch das Dorf mit Kühen, Pferden, Ziegen und Eseln, vielen geschmückten Wagen und Traktoren, mit Musikkapellen, Trachtenvereinen, Schülern, den Jagdhornbläsern, Jägern und drei Gruppen mit Plumpas, den großen Kuhglocken. An den vielen Marktständen wurden regionale Produkte und Spezialitäten aus der Landwirtschaft und dem Handwerk angeboten. Neben Konzerten verschiedener Gruppen, gab es auch eine Schatzsuche, verschiedene kulinarische Angebote und Attraktionen für Einheimische und Gäste. (hzg)

special2

  • Aufrufe: 34

Krautwochen

  • Vorspann: vom 17. Oktober bis zum 1. November 2026 in Laas
  • Dachzeile: Spezial-Krautwochen

Die Kaufleute und Gastwirte bilden in Laas eine Aktionsgemeinschaft mit vielen kreativen Köpfen. Und weil Laas die Heimat vom Kobis ist, organisieren genau diese kreativen Köpfe jedes Jahr die Krautwochen. Zusammen mit der Marille ist das Kraut der kulinarische Schatz hier. „Es gibt viele Kräuter, aber nur ein Kraut, und das ist das Sauerkraut“, so lautet ein bäuerliches Sprichwort. Sauerkraut liefert viel Wertvolles. Es liefert viel Vitamin C, fördert die Bildung positiver Darmbakterien, ist reich am Vitamin B 12, versorgt uns mit Vitamin B 6, mit B 3, mit reichlich Folsäure, mit Zink und Magnesium. In Laas weiß man die kulinarischen Schätze hochleben zu lassen und Flair in das Marmordorf zu zaubern. Während der Krautwochen sind das lustige und vor allem kreative Krautgestalten, die das ganze Dorf zieren.

1. Im Gasthaus Sonneck in Allitz geben die Sonne und die Saison den Ton an. Zum Törggele-Krautmenü beim Hebs zählen die Gerstsuppe und die Kürbiscremesuppe, die Schlachtplatte mit Knödl und Kraut, sowie Keschtn und Krapfen. Nicht zu vergessen sind die Krautklassiker, die Krautrahmsuppe oder die Kraut-schlutzer. Vorbestellung erwünscht.

2. Zu den Krautwochen-Specials im Gasthof Zur Sonne in Laas zählen die saftigen Krautknödel, die leckeren Krauttaschen oder der beliebte Schlemmerteller mit Geräuchertem vom Schwein, Sauerkraut und Knödel - besondere kulinarische Momente, die auf der Zunge zergehen. Tischreservierung erwünscht.

3. In der Pizzeria Odler hat - neben den Klassikern und bewährten Pizzas - während der Krautwochen das Laaser Kraut in leckeren Krautpizzas in verschiedenen Variationen seinen schmackhaften Auftritt - ob mit Dinkel, Kohleteig oder gluten/laktosefrei....Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

4. Im Pub Pizzeria St. Sisinius vereinen sich fein-würziges Kraut, saftige Zutaten und ein besonderer Pizzateig zu einem unwiderstehlichen Geschmackserlebnis. Während der Krautwochen verwöhnt das St.Sisinius-Team die Gäste mit köstlichen Krautpizzas frisch aus dem Holzofen.

 

TIPP
Oktobermarkt am Marktplatz
am Samstag, 24. Oktober von 8 - 14 Uhr.
Kraut-Schauküche am Dorfplatz von 10 - 13 Uhr mit Manfred Ziernhöld.

 

Kulinarisches Kraut-Kuintett
am Donnerstag, 29.10.2026 mit Start am Dorfplatz um 18:30 Uhr.
Aperitiv serviert von der Lottobar mit einem „wilden“ Krauthappen
Krautrahmsuppe serviert vom Gasthaus Sonneck am Dorfplatz
Dreierlei vom Kraut gebettet auf Kürbis in der Pizzeria Odler (um ca. 19.30 Uhr)
Kraut - Schlemmerteller mit Krauttirtlen, Schweinsschopf, Rippelen, Wurst, Laaser Sauerkraut und Kren im Gasthof zur Sonne (ca. 20.30 Uhr)
Schokosoufflè + Keschtneis, Maracujapüree - Waldfrüchte - Epfl in der Pizzeria St. Sisinius (22.00 Uhr)
Die Veranstaltung findet nur bei mindestens 40 Teilnehmern statt!
... von zünftiger Musik begleitet durch das Sarnerecho mit Anton Nussbaumer ziehen wir stets “genüsslich” weiter!

€ 85,- inkl. Wein- und Musikbegleitung Anmeldung in der Lottobar bis Di. 27.10.2026
Tel. 348 8549226

Attraktive Herbstangebote gibt es bei Cafè Greta - Despar Kofler -Hofladen Lechner - Insr Lodn -
Konfektion Stecher - Konsum Laas - Lottobar - Metzgerei Muther - Naturwerk - Schuh Spechtenhauser - Salon Carmen und bei Venustis

 

WORKSHOP
GEMÜSE FERMENTIEREN
mit Luzia Berger

am Mittwoch, 28. Oktober 2026 von 19 - 21:30 Uhr im Josefshaus

Mitzubringen sind:
1 Schneidebrett, 1 Messer,
2 Bügelgläser und 1 große
Schüssel.

Unkostenbeitrag 10 Euro
Anmeldung bis 19.10.2026
unter 340 6728165

special2

  • Aufrufe: 33

200 Jahre Marktrecht in Laatsch

  • Vorspann: Vom kaiserlichen Viehmarkt zum lebendigen Treffpunkt Der diesjährige „Lootscher Morkt“ ist ein ganz besonderer: Laatsch feiert 200 Jahre Marktrecht. Was heute im Herbst Einheimische und Gäste ins Dorf zieht, begann mit einer kaiserlichen Erlaubnis. Vor zwei Jahrhunderten erhielt die Gemeinde Laatsch das Recht, alljährlich einen Viehmarkt abzuhalten. Der 25. Oktober wurde damit zu einem besonderen Tag im Kalender des Dorfes und ist es bis heute geblieben. Die Originalurkunde von 1826 befindet sich heute im Besitz der EBNR Laatsch und wird im ehemaligen Gemeindearchiv in der St. Leonhardskirche aufbewahrt. Für das Jubiläum wurde sie von David Fliri übersetzt und gibt einen unmittelbaren Einblick in die Geschichte des Laatscher Marktrechts.
  • Dachzeile: Spezial-Lootscher Morkt
  • Redakteur: Andreas Paulmichl (Text/Foto) Transkription der Urkunde: David Fliri (Oktober 2026)
  • Weitere Fotos - 1:
  • Weitere Fotos - 2:
  • Weitere Fotos - 3: Nach Seiner k.k. Majestät höchsteigenem Befehle

In der am 29. August 1826 in Wien ausgestellten Urkunde, mit der Kaiser Franz I. von Österreich das Marktrecht für Laatsch erteilte, heißt es:
„Bekennen öffentlich mit diesem Briefe und machen Jedermann kund, daß Uns Unsere liebe getreue Gemeinde Laatsch im Landgerichte Glurns in Unserer gefürsteten Grafschaft Tyrol gebetten hat, ihr aus allerhöchster Gnade die Abhaltung eines Viehmarktes am fünf und zwanzigsten Oktober jeden Jahres … zu gestatten.“
Sollte der Viehmarkt in Prutz auf denselben Tag fallen, durfte der Laatscher Markt um zwei Tage verschoben werden. Eine kleine, aber bemerkenswerte Regelung, die zeigt, wie genau der kaiserliche Marktalltag einst geregelt war. Für Laatsch bedeutete die Genehmigung vor allem eines: Der Viehhandel erhielt einen offiziellen Platz. Bauern konnten Tiere anbieten, kaufen und verkaufen. Der Markttag wurde zu einem wichtigen wirtschaftlichen Termin und zugleich zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Wer nach Laatsch kam, kam nicht nur wegen des Viehs. Man traf Bekannte, tauschte Neuigkeiten aus, handelte und pflegte Kontakte.

Ein Markt, der sich verändert hat

Wie vieles im bäuerlichen Leben blieb auch der Laatscher Markt nicht unverändert. Mit dem Wandel der Landwirtschaft verlor der Viehhandel zunehmend an Bedeutung. Der ursprüngliche Markt wurde kleiner und verschwand schließlich für einige Zeit aus dem Alltag des Dorfes. Doch die Erinnerung an den „Lootscher Morkt“ blieb.
Mit seiner Wiederbelebung im Jahr 2004 kehrte der Markt in das gesellschaftliche Leben zurück. Dabei ging es nicht darum, die Vergangenheit einfach zu kopieren. Vielmehr entwickelte sich aus der alten Tradition etwas Neues: Aus dem einstigen Viehmarkt wurde ein Herbst- und Begegnungsmarkt, der die Verbindung zur Landwirtschaft weiterhin lebendig hält. Hinzugekommen sind regionale Produkte, traditionelles Handwerk, kulinarische Spezialitäten, Musik und die Stände der örtlichen Vereine.
Auch die jüngere Generation ist längst Teil dieser Markttradition. Jugendgruppen und junge Menschen bringen eigene Ideen ein und tragen dazu bei, dass der „Lootscher Morkt“ immer wieder ein neues Gesicht bekommt.
Und natürlich gehört zum Laatscher Markt seit jeher auch das leibliche Wohl. Wer im Herbst über den Markt schlendert, begegnet nicht nur vielfältigen Erzeugnissen und handwerklichen Arbeiten, sondern auch den Düften der traditionellen Vinschger Küche. Saure Supp, Gulasch mit Knödel, Kraut, Keschtn, Käse, Speck und Wurst gehören zum Markttag.

Mehr als Kaufen und Verkaufen

Ein Markt lebt nicht allein von seinen Waren. Er lebt von den Menschen. Das war schon beim Viehmarkt früherer Zeiten so und ist heute nicht anders. Verändert hat sich, was angeboten wird: Früher standen Tiere im Mittelpunkt, heute sind es regionale Lebensmittel, Handwerk, Kulinarik und die verschiedensten Waren.
200 Jahre Marktrecht in Laatsch – ein Grund zum Feiern! Der diesjährige „Lootscher Morkt“ findet am Samstag, 24. Oktober, statt. Dass der Markt heuer an einem Samstag stattfindet, hat ebenfalls mit der kaiserlichen Urkunde zu tun: Sie legt fest, dass der Markttag weder auf einen gebotenen Feiertag noch auf einen Sonntag fallen darf.
Eine Tradition, die vor zwei Jahrhunderten ihren Anfang nahm, lebt bis heute weiter. Kommt vorbei, schlendert durch die Marktstände und erlebt den „Lootscher Morkt“ – heuer ganz im Zeichen dieses besonderen Jubiläums.

special2

  • Aufrufe: 35