Beitragssätze für Private und Unternehmen werden erhöht – Qualitätskriterium: Lärmbelästigung geringhalten – Einreichfrist 31. Juli 2025
BOZEN (LPA). Neben dem Verkehr (47 Prozent) ist der Heizsektor mit 25 Prozent der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen in Südtirol. Das Land Südtirol hat sich mit dem Klimaplan Südtirol 2040 zum Ziel gesetzt, den Verbrauch von Öl und Gas für Heizzwecke bis 2030 um 60 Prozent und bis 2037 um 85 Prozent zu reduzieren. Gelingen soll dies einerseits durch die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebestand und andererseits durch die Förderung klimaneutraler Energieträger für die Heizung.
In der Sitzung vom 1. April hat sich die Landesregierung daher auf Vorschlag des Landesrates für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz Peter Brunner für eine Wärmepumpen-Offensive ausgesprochen. „Durch die Erhöhung der Förderungen für Wärmepumpen wollen wir den Umstieg auf umweltfreundliche Technologien erleichtern und den Einsatz fossiler Brennstoffe, insbesondere Gas, im Heizungssektor verringern“, erklärt Brunner. „Damit helfen wir der Bevölkerung, Energiekosten langfristig zu senken, und rücken gleichzeitig dem Ziel der Netto-Klimaneutralität ein Stück näher.“
Konkret hat die Landesregierung die bereits im Dezember 2024 genehmigten Richtlinien für die Förderung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energiequelle – sowohl für natürliche Personen, öffentliche Verwaltungen und gemeinnützige Körperschaften, als auch für Unternehmen – angepasst. Zudem hat sie für die Anträge um Förderung von Wärmepumpen die bisherige Einreichfrist um zwei Monate verlängert: Beitragsgesuche für Wärmepumpen können demnach noch bis 31. Juli 2025 beim Landesamt für Energie und Klimaschutz eingereicht werden.
Neu ist die Erhöhung der Förderung für den Einbau von Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen. In diesem Bereich wird der Beitragssatz für natürliche Personen, öffentliche Verwaltungen und gemeinnützige Körperschaften für den Dreijahreszeitraum 2025-2027 von 40 auf 60 Prozent der anerkannten Kosten angehoben. Für Mehrfamilienhäuser mit mindestens fünf Baueinheiten wird der Beitragssatz sogar auf 80 Prozent angehoben.
Auch Unternehmen werden Anreize für den Einbau von Wärmepumpen geboten: Im Dreijahreszeitraum 2025-2027 wird der Beitragssatz für kleine Unternehmen von 40 auf 60 Prozent angehoben; für mittlere Unternehmen wird der Beitragssatz von 30 auf 50 Prozent und für große Unternehmen von 20 auf 40 Prozent erhöht.
In den neuen Richtlinien wurde ein Qualitätskriterium eingebaut: „Da bei Luftwärmepumpen bei gleicher Wärmeleistung Unterschiede in der Lärmentwicklungzu verzeichnen sind, haben wir einen maximalen Schallleistungspegel des Außengeräts festgelegt“, erklärt Petra Seppi, Direktorin des Landesamtes für Energie und Klimaschutz. „Damit soll erreicht werden, dass den leiseren Geräten der Vorzug gegeben und die Lärmbelästigung so gering wie möglich gehalten wird.“
Die neuen Richtlinien gelten für alle neuen Beitragsanträge sowie für alle ab 1. Januar 2025 eingereichten Anträge für Wärmepumpen mit Photovoltaik, wenn die Kriterien für den geringeren Lärmpegel eingehalten werden.
mpi
Verzeichnis der freien Stellen für Ärztinnen und Ärzte des einzigen Stellenplans der Allgemeinmedizin für das Jahr 2025 veröffentlicht - Antrag auf Zuteilung eines Auftrags innerhalb von 20 Tagen
BOZEN (LPA). Am 2. April wird im Amtsblatt der Region Trentino-Südtirol das Verzeichnis der freien Stellen für Ärztinnen und Ärzte des einzigen Stellenplans der Allgemeinmedizin für das Jahr 2025 veröffentlicht.
Innerhalb von 20 Tagen nach der Veröffentlichung des Dekrets können interessierte Ärztinnen und Ärzte ihren Antrag auf Zuteilung eines Auftrags über PEC (zertifizierte E-Mail) einreichen: gesundheitsbetreuung.assistenzasanitaria@pec.prov.bz.it)
Gemäß dem gesamtstaatlichen Kollektivvertrag haben die Möglichkeit, sich für einen unbefristeten Auftrag zu bewerben: Ärztinnen und Ärzte, die in der aktuellen Landesrangordnung 2025 geführt sind, sowie Ärztinnen und Ärzte, die alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.
Ärztinnen und Ärzte, die sich derzeit in der Ausbildung in Südtirol befinden, können beziehungsweise müssen bis spätestens 22. April 2025 einen Antrag auf einen befristeten Auftrag stellen.
Laut gesamtstaatlichem Kollektivvertrag wird im Jahr 2025 nur eine ordentliche Zuteilung der Aufträge erfolgen.
Alle Informationen sowie das Antragsformular sind auf dieser Website abrufbar:
gesundheit.provinz.bz.it/de/verfahren-zuweisung-unbefristeten-auftrage-aerztinnen-aerzte-allgemeinmedizin
Für telefonische Auskünfte stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheitsbetreuung unter den Telefonnummern 0471 418070 und 0471 418083 zur Verfügung.
red/mac
Arbeitsmarkt-News befasst sich mit Arbeitsmarkt-Zielwerten im Zeitraum 2020-24 – Landesrätin Amhof: "Aufholbedarf bei Erwerbstätigenquote von Frauen und Jugendlichen"
BOZEN (LPA). Im Jahr 2020 hatten sich die Landesregierung und Sozialpartner Südtirols sechs ambitionierte arbeitsmarktpolitische Ziele gesetzt. "Die Analyse zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist, aber es gibt noch Handlungsbedarf. Insbesondere gibt es noch Hürden bei der weiblichen Beschäftigung", bewertet Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof die Ergebnisse.
"Die gesetzten Zielmarken waren gewagt", streicht Stefan Luther, Direktor des Arbeitsmarktservice, hervor. "Allerdings muss Arbeitsmarktpolitik bewertbar sein und es ist für uns unerlässlich zu wissen, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen“.
Zwei Zielmarken wurden zur Gänze erreicht: Die Erwerbstätigenquote der Älteren (55- bis 64-Jährige) liegt mit 70,2 Prozent über der Zielmarke von 70 Prozent. Auch die amtliche Arbeitslosenquote, die angesichts der Corona-Krise unter 6 Prozent sein sollte, konnte mit 2 Prozent mehr als erfüllt werden.
Die allgemeine Erwerbstätigkeitsquote der 20- bis 64-Jährigen verfehlte mit 79,9 Prozent die Zielmarke von 80 Prozent denkbar knapp.
Die Erwerbstätigkeitsquote der Frauen liegt zwar auf dem italienischen Spitzenwert von 74 Prozent, aber unter dem Zielwert von 77 Prozent. "Ein Signal, dass die Vereinbarkeit nach wie vor schwer fällt", sagt die Landesrätin.
Die Erwerbstätigenquote der Jugendlichen (15- bis 24-Jährige) ist gegenüber 2019 um fast 5 Prozentpunkte auf 33,3 Prozent gesunken und weit von der Zielmarke 42 Prozent entfernt. "Eine mögliche Ursache ist der spätere Einstieg in den Beruf. In Österreich sind etwa 50 Prozent aller Jugendlichen dieser Altersklasse beschäftigt, vermutlich aufgrund der stärkeren Verbreitung des dualen Systems", erklärt Direktor Luther.
Deutlich verbessert hat sich die Betreuungsrelation in den Arbeitsvermittlungszentren, die von mehr als 1500 auf 830 Arbeitslose pro Vermittler oder Vermittlerin gesunken ist. "Um den angepeilten Zielwert von 250 zu erreichen, müssen wir die Arbeitsvermittlungszentren konsequent weiter stärken", betont Landesrätin Amhof.
Derzeit wird die neue Strategie für den Südtiroler Arbeitsmarkt mit dem Zeithorizont 2030 ausgearbeitet.
Die aktuelle Arbeitsmarkt-News 4/2025 "Arbeitsmarktpolitische Zielwerte 2020 2024: Stand 2024" ist online abrufbar: https://arbeit.provinz.bz.it/de/arbeitsmarkt-news.
red
Verbraucherzentrale zieht Bilanz und präsentiert Schwerpunkte für 2025 – 2024 über 7000 Beratungsfälle bearbeitet und über 48.000 Kontakte verzeichnet
BOZEN (LPA). Ein Jahr nach der Einsetzung des Landesbeirates für Verbraucherschutz hat Landeshauptmann Arno Kompatscher als Vorsitzender des Gremiums am 2. April den Jahresbericht der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) entgegengenommen. Geschäftsführerin Gunde Bauhofer zog eine Bilanz über die Arbeit und stellte die Schwerpunkte 2025 vor.
"Der Verbraucherschutz ist eine zentrale Aufgabe, um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu unterstützen. Die Verbraucherzentrale hat im vergangenen Jahr wertvolle Arbeit geleistet und unzählige Menschen beraten und begleitet", betonte Landeshauptmann Kompatscher. Er würdigte die Tätigkeit der VZS, die 2024 über 7000 Beratungsfälle bearbeitet, mehr als 48.000 Kontakte verzeichnet und über 1,2 Millionen Euro für die Verbraucherinnen und Verbraucher rückerstritten hat.
Gunde Bauhofer berichtete über die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres. Besondere Herausforderungen waren unter anderem die Problematik fehlerhafter Takata-Airbags. Der Automobilhersteller Citroen hatte über 164.000 Fahrzeuge per Brief "stillgelegt". Versicherungsunsicherheit hatte es rund um die Gesellschaft FWU gegeben, weil deren Vermögen vorerst eingefroren worden war. Die massiven Preiserhöhungen des Energieanbieters Enel stellte zudem zahlreiche Südtiroler Haushalte vor große finanzielle Belastungen. Die Verbraucherzentrale konnte in diesen Fällen entscheidende Unterstützung leisten, unter anderem durch eine Sammelklage gegen Enel.
Auch das Thema künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf den Verbraucherschutz war ein zentrales Anliegen. „Die Digitalisierung verändert das Konsumverhalten tiefgreifend. Wir setzen uns dafür ein, dass Konsumentinnen und Konsumenten auch im digitalen Raum gut geschützt sind“, erklärte Bauhofer.
"2025 wollen wir mit zahlreichen Maßnahmen den Verbraucherinnen und Verbrauchern weiterhin konkrete Hilfestellungen bieten und den Verbraucherschutz in Südtirol weiter stärken", betonte Bauhofer. Es werden Projekte wie "Grünes Licht! Facciamo luce!“ und Onlineschlichter.it sowie zur Eindämmung der Lebensmittelverschwendung umgesetzt. Bei Grünes Licht! Facciamo luce! handelt es sich um eine Informationsoffensive zum Ende des geschützten Strommarktes und zur Wahl des Stromanbieters. Unter Onlineschlichter.it findet sich ein kostenloses Online-Streitbeilegungssystem für E-Commerce-Kunden in Südtirol.
BOZEN (LPA). Der Landesbeirat für Verbraucherschutz, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften sowie der Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer zusammensetzt, bleibt noch vier Jahre im Amt. Er trifft sich mindestens einmal im Jahr, um die Entwicklungen im Verbraucherschutz zu begleiten und neue Maßnahmen zu erörtern. Vorsitzender ist Landeshauptmann Arno Kompatscher.
pio
Die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team K) fordert in einem neuen Vorstoß die Überprüfung und Einführung eines Berufsverzeichnisses für Hauspflegekräfte sowie eine gezielte Förderung von Weiterbildungsangeboten für Pflegende in Südtirol. Ziel ist es, pflegende Angehörige besser zu unterstützen und gleichzeitig für mehr Qualität und Transparenz im Bereich der privaten Hauspflege zu sorgen.
„Die Einführung eines Berufsverzeichnisses für Hauspflegekräfte ist sicherlich nur ein erster, kleiner Schritt – aber ein notwendiger innerhalb eines umfassenden Reformprozesses, den die Pflege dringend braucht“, so Maria Elisabeth Rieder, “es geht um mehr Unterstützung, Qualität und Transparenz in der täglichen Pflegearbeit.“ Immer mehr Familien greifen auf sogenannte Badanti – Hauspflegekräfte aus dem In- und Ausland – zurück, um die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger zu Hause zu organisieren. Doch häufig herrscht Unklarheit über deren Qualifikationen und den rechtlichen Status. „Viele Angehörige stehen vor einer enormen Herausforderung. Ein offizielles Register würde ihnen helfen, qualifizierte und verlässliche Pflegekräfte leichter zu finden. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen und Auswahlprozesse zu erleichtern,” erklärt die Team K Abgeordnete.
Maria Elisabeth Rieder verweist außerdem auf den Landessozialplan 2030, in dem der Bereich der privaten Hauskrankenpflege bereits ausführlich behandelt wird. Vorgesehen sind dort Maßnahmen wie die Aufwertung des Berufsbildes durch ein öffentliches Register sowie die Förderung von Aus- und Weiterbildung. Deshalb setzt sie sich neben der Einführung eines Berufsregisters auch für den Ausbau und die Finanzierung von Weiterbildungsangeboten für Pflegende und Hauspflegekräfte ein: „Gute Pflege braucht Fachwissen. Wir müssen sicherstellen, dass Menschen, die andere betreuen – ob professionell oder privat – Zugang zu fundierten Weiterbildungsangeboten haben.“
Langfristig sieht Maria Elisabeth Rieder weiteren Handlungsbedarf: „Wenn – wie von der zuständigen Soziallandesrätin betont – der Fokus künftig auf der häuslichen Pflege liegt, dann muss auch die Pflegearbeit von Angehörigen endlich stärker gesellschaftlich und finanziell anerkannt werden. Konkret bedeutet das: Pflegezeiten müssen für die Rente angerechnet werden. Alles andere ist nicht gerecht.“ Mit ihrem Antrag will Maria Elisabeth Rieder in der kommenden Woche einen weiteren Schritt setzen und die Landesregierung in die Pflicht nehmen, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Denn, so die Team K Abgeordnete: „Es ist höchste Zeit, dass wir pflegende Angehörige nicht nur mit schönen Worten würdigen, sondern ihnen auch wirklich unter die Arme greifen.“
SWREA- Präsident Sandro Pellegrini: „investieren, um Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen zu stärken“
Bozen, 2. April 2025 – Als einen falschen Ansatz bezeichnen alle Südtiroler Wirtschaftsverbände, die im SWREA zusammengeschlossen sind, die Bereitschaft der Landesregierung über eine Reduzierung der Arbeitszeit der Mitarbeiter:innen in der öffentlichen Verwaltung im Dreijahreszeitraum 2025/2027 zu reden. Dies soll im neuen bereichsübergreifenden Vertrag für die Landesangestellten verankert werden.
„In einer Zeit, in der der demografische Wandel in allen Bereichen immer stärker zu spüren ist – in 10 Jahren müssen wir mit 30% weniger Personal auskommen – ist eine Arbeitszeitverkürzung der falsche Weg. Dadurch ist die Qualität unserer strategischen Dienste in Gefahr und infolgedessen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und unserer Unternehmen. Nur wenn es uns gelingt, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, werden wir aber unseren Wohlstand und die Wohlfahrt, also unsere Sozialleistungen, sichern können“, betont der Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings – Economia Alto Adige, Sandro Pellegrini.
„Uns muss bewusst sein, dass wir in zehn Jahren mit 30% weniger verfügbaren Arbeitskräften eine ähnliche Wirtschaftsleistung schaffen müssen, um die Wohlfahrt zu erhalten. Das gilt auch für die öffentliche Verwaltung: mit 30% weniger Personal ist die gleiche Verwaltungsleistung zu schaffen – kürzere Arbeitszeiten würden hier weitere Probleme schaffen. Um attraktive Arbeitsplätze zu bieten, gilt es vielmehr, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen zu stärken, indem in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in Flexibilität sowie in steuerliche Entlastungen von freiwilligen Zusatzleistungen, wie z.B. Überstunden, investiert wird“, so Pellegrini abschließend.
Sa, 12.04.2025,
18:00 Uhr
archeoParc Schnalstal
Info: www.archeoparc.it
Eröffnung der Ausstellung und Umtrunk mit den
Künstlerinnen Jessie Pitt (Melbourne/Längenfeld)
und Daniela Brugger (Karthaus).
Landesregierung genehmigt Modell des Netzwerks der Schmerztherapie auf Landesebene – Ziel ist kontinuierliche Betreuung von der Erstuntersuchung bis zur Nachsorge zu Hause
BOZEN (LPA). Die Versorgung von Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen soll verbessert werden: Mit einem neuen, strukturierten Betreuungspfad wird sichergestellt, dass Patientinnen und Patienten die richtige Behandlung zur richtigen Zeit erhalten. In ihrer Sitzung vom 1. April hat die Landesregierung auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner das Modell des Netzwerks der Schmerztherapie auf Landesebene gutgeheißen.
Ein klar definierter Prozess beschreibt, wie Betroffene innerhalb des Netzwerks versorgt werden. Das Netzwerk, das auch von der staatlichen Gesetzgebung vorgesehen ist, baut auf die Verbindung zwischen Krankenhausdiensten, den Diensten der wohnortnahen Versorgung, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegeeinrichtungen. Die Organisation folgt dem Prinzip des "Hub- und Spoke-Modells", die Begriffe bedeuten "Nabe" und "Speiche": Das Hub-Spoke-Modell heißt demnach, dass Einrichtungen vor Ort (Spokes) die Grundversorgung übernehmen und Patienten und Patientinnen bei Bedarf an ein zentrales Hauptzentrum (Hub) weiterleiten, das spezialisierte Leistungen anbietet.
Der Zugang zur Schmerztherapie erfolgt in der Regel über die Hausärztin oder den Hausarzt, eine Fachärztin oder einen Facharzt im Krankenhaus oder die Notaufnahme beziehungsweise die Notrufzentrale 112. "Unser Ziel ist es, Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Südtirol eine durchgehende und bestmögliche Versorgung zu bieten – von der ersten Diagnose bis zur langfristigen Betreuung", betont Gesundheitslandesrat Messner.
Nach einer gründlichen Untersuchung und Ersteinschätzung kann entweder direkt eine Therapie begonnen oder – falls nötig – eine Überweisung an ein spezialisiertes Schmerzambulatorium erfolgen. In Südtirol gibt es in jedem Gesundheitsbezirk ein solches Schmerzambulatorium: Dort übernehmen erfahrene Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten die weitere Behandlung. Das Schmerztherapiezentrum am Landeskrankenhaus Bozen kann hier das breitgefächertste Angebot an Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten aufweisen.
Das neue Schmerztherapie-Netzwerk stellt sicher, dass Betroffene nicht alleine gelassen werden und jederzeit Zugang zu einer individuell abgestimmten Behandlung haben.
red/mac
Im Gesetz zum Wohnen gibt es einige blinde Passagiere. Zum Beispiel einen Artikel zu den landschaftsrechtlichen Genehmigungen. Es ist ein erneuter Versuch dieser Landesregierung den Landschaftsschutz zu schwächen.
Die Landesregierung aus SVP und Rechtsparteien hat für den Landschaftsschutz nichts übrig. Im Gegenteil: „Sie nutzen jede Gelegenheit diesen zu schwächen, wie das Gesetz zum Wohnen“, so Madeleine Rohrer in Hinblick auf die Behandlung des Wohngesetzes diesen Freitag im Gesetzgebungsausschuss. Nur dank eines Änderungsantrags der Grünen und des lauten Protests von Seiten der Umweltverbände musste die Landesregierung erst im November ihr Ansinnen zurücknehmen, dass Umweltgutachten keine Einstimmigkeit mehr erfordern. Jetzt folgt ein weiterer Vorstoß: Momentan hat das Amt für Natur, Landschaft und Raumentwicklung keine zeitliche Begrenzung, um eine landschaftsrechtliche Genehmigung auszustellen bzw. zu verwehren. Ein neuer Artikel im Wohngesetz sieht nun hingegen die Einführung einer Frist von 60 Tagen vor. Ist diese Frist verstrichen, soll zukünftig die Gemeinde entscheiden.
Eine landschaftsrechtliche Genehmigung braucht es unter anderem für komplexe Projekte wie die Erweiterung des Flughafens, die Erschließung von Almen, aber eben auch für den Bau von Speicherbecken mit mehr als 500 Kubikmeter Fassungsvermögen. In Südtirol wird zurzeit gleich über mehrere Projekte für Speicherbecken hitzig diskutiert. Das im Montiggler Wald geplante Becken soll 95.000 Kubikmeter fassen. Zwei weitere Becken sollen im beliebten Wander- und Naherholungsgebiet Rastenbach/Altenburger Wald entstehen, mit einem Fassungsvermögen von 135.000 bzw. 85.000 m³.
„Bekanntlich tut sich auch das Land schwer genügend Personal zu finden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass solche Projekte in den Sommerferien oder über den Weihnachten innerhalb von nur zwei Monaten bewertet werden können“, so die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler. Sie befürchten, dass die Landesregierung zukünftig heikle Vorhaben einfach aussitzen könnte. Bei Untätigkeit würde die heiße Kartoffel, wie beispielsweise Speicherbecken im Wald, an die Gemeinde weitergegeben. Das Nachsehen hätten dabei Bürger*innen und Zivilgesellschaft, in den meisten Fällen gar nicht mehr wüssten, ob nun Land oder Gemeinde ein Projekt bewerten und wie sie sich einbringen könnten.
Die Grünen kündigen an, erneut einen Antrag zur Streichung dieses Artikels einzubringen. „Südtirol ist auch wegen seiner einzigartigen Landschaft und Natur so besonders. Die Natur ist aber nicht unendlich – und auch nicht unendlich belastbar“, so Rohrer.
Bozen, 01.04.2025
Landtagsabgeordnete
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Kompatscher contro la tutela del paesaggio
Nella legge sull’abitare si nasconde un articolo sulle autorizzazioni paesaggistiche. Un altro tentativo di questa Giunta provinciale di indebolire la tutela del paesaggio.
La Giunta provinciale, composta da SVP e partiti di destra, non ha alcun riguardo per la tutela del paesaggio, anzi. “Sfruttano ogni occasione per indebolirla e lo dimostra la legge sull’abitare”, afferma Madeleine Rohrer in vista dell’esame della legge questo venerdì in commissione legislativa. Solo grazie a un emendamento dei Verdi e alla forte protesta delle associazioni ambientaliste, la Giunta provinciale a novembre ha dovuto ritirare la sua proposta di eliminare il requisito dell’unanimità per le valutazioni ambientali. Ora arriva un nuovo attacco: al momento, la Ripartizione Natura, paesaggio e sviluppo del territorio non ha scadenze per concedere o negare un'autorizzazione paesaggistica; un articolo della legge sull’abitare, invece, prevede in futuro una scadenza di soli 60 giorni. Al termine di questa scadenza, la decisione passerà al comune.
Un’autorizzazione paesaggistica è necessaria, tra le altre cose, per progetti complessi come l’ampliamento dell’aeroporto, la realizzazione di strade per le malghe e la costruzione di bacini di accumulo con una capacità superiore ai 500 metri cubi. Attualmente, in Alto Adige, sono in corso accesi dibattiti su diversi progetti di bacini di accumulo. Quello previsto nella foresta di Monticolo dovrebbe contenere 95.000 m³ d’acqua. Altri due bacini dovrebbero essere realizzati nella popolare area escursionistica e di svago di Rastenbach/Bosco di Castelvecchio, con una capacità rispettivamente di 135.000 e 85.000 m³.
“Sappiamo tutti ormai che la Provincia fatica a trovare personale a sufficienza. È lecito pensare male e sospettare se progetti del genere potranno in futuro essere valutati in piena estate o durante le vacanze di Natale entro soli due mesi”, dichiarano i consiglieri provinciali verdi Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa e Zeno Oberkofler. Temono che la Giunta provinciale in futuro possa semplicemente ignorare i progetti più delicati. Se l’ufficio competente non agisse entro il termine, la “patata bollente”, come nel caso dei bacini di accumulo nei boschi, passerebbe ai comuni. A rimetterci sarebbero i cittadini e la società civile, che nella maggior parte dei casi non saprebbero nemmeno più chi – la Provincia o il Comune – sia responsabile della valutazione di un progetto e come partecipare al processo decisionale.
I Verdi presenteranno nuovamente un emendamento per eliminare questo articolo. “L’Alto Adige è speciale anche grazie al suo paesaggio e alla sua natura unici. Ma la natura non è infinita – e nemmeno infinitamente sfruttabile”, conclude Rohrer.
Bolzano, 01/04/2025
Cons. prov.
Madeleine Rohrer
Brigitte Foppa
Zeno Oberkofler
Vinschgau/Burggrafenamt/Südtirol - Alpoma nennt sich der Zusammenschluss zwischen VIP, VOG und VOG Products. Am vergangenen 27. März erfolgte der „Start in eine neue Zukunft“, sagte VOG- und Alpoma-Obmann Kössler in Terlan.
von Angelika Ploner
VIP-Direktor Martin Pinzger kündigte das Ganze im Vinschgerwind-Interview im Oktober bereits an: Die Gründung einer VEO, einer Vereinigung von Erzeugerorganisationen. Seit zwei Jahren laufen Gespräche zwischen VIP, VOG und VOG Products. „Es war eine lange und keine leichte Diskussion“, sagte Georg Kössler im Haus des Apfels in Terlan. Aus gutem Grund. Vor 35 Jahren, 1990, traten zehn Vinschger Genossenschaften aus dem VOG aus, weil man sich nicht ausreichend berücksichtigt gefühlt hat und gründeten die VIP. Vor diesem Hintergrund war das auch die wesentliche Bedingung der Vinschger bei den Verhandlungen: Dass man sich auf Augenhöhe begegnet, wenngleich die Mengenverhältnisse verschieden sind. Gleichberechtigte Partner stehen nun am Ende der Verhandlungen und am Beginn von Alpoma.
Landesrat Luis Walcher: „Es war ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Apfelanbaus. Wenn man sich einigt, dann zeigt man Größe. Die Obstwirtschaft ist ein wesentlicher Bereich in der Wirtschaft. Mit Alpoma haben wir auch den besseren Stand, wenn es um‘s Kraut geht. Damit haben wir eine Garantie für die Zukunft der vielen Obstbauern.“
Apropos Kraut: Die EU-Marktordnung für Obst und Gemüse fördert Erzeugerorganisationen, die sich zu einer VEO zusammenschließen und „gewähren damit für sieben Jahre eine Planungssicherheit“, so Kössler.
Wichtig für die Vinschger Obstbauern ist zu wissen, dass die Eigenständigkeit der Organisationen, sprich Genossenschaften bleibt. Mit anderen Worten: Für die Bauern ändert sich nichts. Die Alpoma wird sich mit Synergiethemen beschäftigen. Diese sind: Sorteninnovationen und gemeinsames Forschen und Entwickeln. Thomas Oberhofer, Obmann der VIP: „Unsere Bauern stehen vor großen Herausforderungen, weil der Druck durch Schädlinge und Krankheiten zunimmt.“ Die Apfelblutlaus bereite Kopfzerbrechen, mit der Laimburg wolle man nach Lösungen suchen.
Johannes Runggaldier, Obmann von VOG Products: „Die VEO ist auch bei Umweltmaßnahmen von Nutzen.“ Der Name Alpoma steht für „alp“, also die Alpen als Herkunftsregion und „Poma“, was lateinisch Äpfel heißt. Kössler abschließend: „Wir haben heute einen Apfelbaum gepflanzt. Es liegt an uns, dass er gedeiht und süße Früchte trägt.“