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s8 Raffeiner BenjaminBei der Jahresversammlung der Ortsgruppe Schnals des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), standen kürzlich die Neuwahlen der Ortsgremien im Mittelpunkt. Benjamin Raffeiner vom Hotel „Oberraindlhof“ in Unserfrau wurde in seinem Amt als HGV-Ortobmann bestätigt. Im Ortsausschuss werden ihm Matthias Gamper, Hotel „Adlernest“, Andreas Götsch, Hotel-Restaurant „Tonzhaus“, Caroline Gurschler, Piccolo Hotel „Gurschler“, Lisa Platzgummer, Top Residence „Kurz“, und Dietmar Weithaler, „Tyrol“, zur Seite stehen.

Montag, 07 Juni 2021 12:10

MMM Juval

MMM Juval öffnet am 20. Juni und wird erstmals durchgängig erlebbar sein. Neu ist, dass man Messners Privatburg alleine begehen kann und wer möchte, kann sich vom Schlossherrn in drei Sprachen führen lassen – mit eine Museums-Guide-App.

Montag, 07 Juni 2021 12:09

Rom Info ins Tal

von Albrecht Plangger - Alles dreht sich um den sogenannten Recovery Fund. Er wird konkret !! Im Juli sollen schon die ersten Gelder aus Europa fliessen. Auch die sogenannte “cabina di regia“ nimmt Gestalt an. In ihr werden auch die Regionen und Provinzen eine gewichtige Rolle spielen. Dafür mussten sie echt kämpfen. Man wollte sie den Umweltverbänden gleichstellen und sie nur anhören. Die überbürokratisierten Verfahren werden „flurbereinigt“ und zeitlich gekürzt. Der Vergabekodex soll vereinfacht und effizienter gestaltet werden. All diese Reformen sollen bis zur Sommerpause umgesetzt werden. Uns Parlamentarier wird es freuen, wenn wir weniger ratifizieren müssen, sondern wieder mehr mitentscheiden dürfen. Mit Spannung wird von uns auch der neuerliche Besuch des österreichischen Bundespräsidenten Van der Bellen in Rom erwartet. Beim ersten Besuch - kurz nach seiner Wahl- wurde er in der Abgeordnetenkammer sogar mit einem „Standing Ovation“ begrüsst. Eine solche Begrüssung habe ich danach nie mehr beobachtet. Das Treffen wird auch für Südtirol sicherlich etwas bringen. Die Regierung schuldet in einigen Autonomiefragen schon lange eine Antwort. Darüber wird der Bundespräsident sicher mit Staatspräsident Mattarella reden. Auch wir Parlamentarier werden den Präsidenten treffen und werden ihm unsere Prioritäten nennen dürfen. Darauf freue ich mich.

Das Südtirol Jazzfestival 2021 findet statt und durchstreift mit seinem programmatischen Herzstück das geographische Einzugsgebiet der Donau. In diesem interkulturellen Raum, der von Deutschland über Länder wie Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien bis in die Ukraine reicht, erkundet das Festival eine junge Szene, die sich nicht treiben lässt, sondern – souverän experimentierend – stromaufwärts schwimmt.

 

Mit seinem Länderschwerpunkt setzt das Festival die Entdeckungsreisen durch Europa fort. In den vergangenen Jahren stellten sich in Südtirol Bands aus Großbritannien, Italien, Frankreich, Österreich, den nordischen Ländern und den Benelux-Staaten sowie aus Spanien und Portugal vor. Damit positionierte sich das Festival als buntes Schaufenster für innovative und stilistische entgrenzte Musik. 

 

Die Flüsse Drau und Save verbinden auch Slowenien mit der Donau. Das Land an der Südseite der Alpen steht im Mittelpunkt des ersten Festivaltags. Am 25. Juni eröffnen das slowenische Percussion Project SToP und der slowenische Cellist und Schlagzeuger Kristijan Krajnčan den Konzertmarathon. Im zweiten Teil des Opening-Abends stellt Krajnčan dann sein neues Chorus-Dance-Projekt vor, das Gegenwartsjazz und zeitgenössischen Tanz zu einer attraktiven und einzigartigen Melange kombiniert.

 

Damit bricht das Südtirol Jazzfestival – wieder einmal – mit standardisierten Veranstaltungsformaten. Mainstream? Nein danke! Neues Hören – mit Fernsicht: In Südtirol sucht man das Unbekannte und Unerwartete – und ist den aktuellen Trends damit eine Taktlänge voraus. Bis zum 4. Juli bietet der Konzertkalender 50 Musikevents an. Viele Bands wurden im vergangenen Jahr eingeladen und können ihre Gastspiele, nach der erzwungenen Absage des Festivals im COVID-Sommer 2020, jetzt nachholen.

In den Städten Bozen, Bruneck und Brixen konzentriert sich das Festival in diesem Jahr auf einen zentralen Standort – und der Kapuzinerpark in der Bozner Stadtmitte avanciert zum ersten Mal zur wichtigsten Jazzlocation. Dort finden 22 Konzerte statt, die das ganze Spektrum des musikalischen Angebots abdecken – von Zsolt Kaltenecker (Keyboards) und Markó Ádám (Schlagzeug) aus Ungarn, die Rock, Hip-Hop und Jazz zu dichten Klangteppichen verweben, über das deutsche Quartett „A Word Is A Swallow“, das sich an der „klassischen“ Moderne orientiert, bis zum aus rumänischen Gitarristen und Bratschisten George Dumitriu, der die Musik von Thelonious Monks improvisierend fortschreibt. 

In Bozen stellt das Festival – in einem italienischen Schwerpunkt – sechs Bands der „Nuova Generazione Jazz“ vor. Im Kapuzinergarten findet auch ein – vom Südtirol Jazzfestival initiiertes – Gipfeltreffen unterschiedlicher Genres statt, wenn das Hip-Hop-Duo „Kill the Vultures“ aus Minneapolis und das Sextett „Ghost Horse“ aus der italienischen Underground-Szene zum ersten Mal zusammenspielen.

Trotz dieser Bündelung des Konzertangebots in den Städten bespielt das Südtirol Jazzfestival das ganze Land und hat viele bewährte Spielorte erneut in seinen Spielplan aufgenommen. Jazzkonzerte finden vor dem vigilius mountain resort in Lana, auf dem Thermenplatz in Meran, im Kloster Neustift, im Parkhotel Laurin in Bozen sowie vor der Feltuner Hütte, im Parkhotel Holzner auf dem Ritten und an vielen weiteren Orten statt. 

Sonntags reist das Festival in die Berge: Am 27. Juni gibt die Swingband „Fatima Spar & The Freedom Fries“ drei Hüttenkonzerte am Speikboden im Ahrntal und am 4. Juli laden die vom ungarischen Drummer András Dés angeführten „Rangers“ zu einer Almwanderung auf das Würzjoch. Für seine CD „einschließlich“ zog das Quartett in einen Wald um und spielte Jazz im Unterholz. Wie wird diese Musik wohl in einer Berglandschaft klingen? Die Antwort wird man in Südtirol auf 2.000 Höhenmetern hören. 

Durch das Bausparen wird sehr vielen Südtirolern Bürgern die Möglichkeit geboten, den Bau, die Wiedergewinnung und den Kauf der Eigentumswohnung zu finanzieren. Allerdings könnten bei den Höchstgrenzen für das Bauspardarlehen bald Reduzierungen vorgenommen werden, zumindest wird dies im derzeit im Landtag zu behandelndem Omnibusgesetz vorgesehen. „Solche Kürzungen können nicht akzeptiert werden, denn sie gehen wieder einmal zu Lasten des Mittelstands“, sagt der Landtagsabgeordnete und Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler, der darüber nachdenkt, bei der anstehenden Debatte im Landtag einen entsprechenden Änderungsantrag einzubringen.

Das Bausparen schafft Anreize zum Privatsparen für die Finanzierung der eigenen vier Wände, wobei den Sparern so der Zugang zum Eigenheim erleichtert werden soll. Anspruchsberechtigt sind Personen, die seit mindestens fünf Jahren den Wohnsitz in Südtirol haben und maximal 65 Jahre alt sind. Sie müssen außerdem als Bedingung in einem Rentenzusatzfonds eingeschrieben sein und dies seit mindestens 8 Jahren. Dabei muss der angereifte und angesparte Betrag der persönlichen Zusatzrentenposition, frei von Lasten, Verbindlichkeiten, Bindungen und Auflagen sein und sich auf mindestens 15.000 Euro belaufen. Weiters muss sich die zu kaufende oder zu sanierende Erstwohnung in Südtirol befinden.

„Beim Bauspardarlehen handelt sich nicht um ein geschenktes Geld, sondern um ein Darlehen, welches auch wieder zurückgezahlt werden muss. Mit einem Fixzinssatz von 1,00% ist der jährliche Nominalzins durchaus sehr attraktiv und erfüllt somit seinen Zweck, nämlich die Antragsteller auch wirklich finanziell zu unterstützen“, erläutert Renzler.

Das Bausparen ermöglicht es der Südtiroler Bevölkerung zu einem, auch mit längerfristigen Darlehen, halbwegs erschwinglichen Eigenheim zu kommen. „Wenn man sich die aktuellen Immobilienpreise ansieht, dann ist eine solche Unterstützung auch unbedingt notwendig“, betont der Abgeordnete.

Höchstgrenzen sind unantastbar

Im Moment ist für Einzelpersonen ein Höchstbetrag für ein Bauspardarlehen von 200.000 Euro und für Eheleute sowie für eheähnliche Beziehungen ein Höchstbetrag von 300.000 Euro vorgesehen. Diese Höchstgrenzen könnten demnächst, geht es nach dem Willen einzelner Landesräte, nach unten korrigiert werden und dies mit allen Nachteilen, die sich arbeitende und für ein Eigenheim sparende Südtiroler Bevölkerung ergeben.

„Die momentan gültigen Höchstgrenzen für die beanspruchbaren Darlehen sind beizubehalten und dürfen nicht verringert werden, da dadurch für Bausparer keine verbindliche Planungssicherheit in Zukunft mehr gegeben ist, denn wenn man bei jeder Krisensituation die Beitragsobergrenzen reduziert, um damit andere Leistungen zu finanzieren, das Bausparen uninteressant wird, da kein Verlass mehr auf die zustehende Darlehenshöhe gegeben ist. Es kann nicht toleriert werden, dass wieder Entscheidungen, welche vor allem zum Nachteil der Mittelschicht der lohnabhängigen Arbeitnehmer erfolgen, ernsthaft von politischen Verantwortungsträgern in Betracht gezogen werden, wobei man auch berücksichtigen muss, dass dieses kostengünstige Darlehen kein geschenktes Geld ist, sondern wieder zurückgezahlt werden muss und wird“, fasst der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler zusammen.

Die Impfkampagne in Südtirol macht Fortschritte. Im Laufe des heutigen Tages (Freitag 04. Juni 2021) wird die 100.000er Marke bei den verabreichten Zweitdosen überschritten. Mit Stand gestern (03. Juni 2021) haben 233.823 Personen, also beinahe 44% der Bevölkerung Südtirols, ihren ersten Stich erhalten.

An der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie wird weiterhin mit Hochdruck gearbeitet, indem möglichst viel geimpft wird. Denn das Virus kann nur besiegt werden, wenn möglichst viele Menschen allen Alters eine Immunität dagegen erlangt haben. Mittlerweile beträgt die Gesamtzahl der verabreichten Impfdosen 333.052. Im Vergleich zur vorigen Woche kamen 32.126 Impfungen dazu. Damit sind 17.081 Personen mehr vollständig geimpft und die Gesamtzahl jener, die einen vollen Impfschutz erlangt haben, beträgt mittlerweile etwa 115.000. Von den 233.823 verimpften Erstdosen wurden 120.471 an Frauen und 113.352 an Männer verabreicht. Bei den insgesamt 99.229 zweiten Dosen wurden 56.334 Frauen und 42.895 Männer geimpft.

Bei den Über-80-Jährigen haben nun schon 82,2% einen Schutz gegen das Coronavirus erlangt– zählt man zu den Geimpften noch jene dazu, die in den letzten 3 Monaten positiv getestet wurden und jene, die sich zu einem Impftermin vorgemerkt haben. Bei den 70-79-Jährigen hat die Impfkampagne mittlerweile 80,3% erreicht, bei den 60-69-Jährigen sind es 73,7%, bei den 50-59-Jährigen 64,9% und bei den 40-49-Jährigen gibt es mit 56,7% noch Luft nach oben.

Bis Stand gestern (03. Juni 2021) haben immerhin 18.801 Menschen zwischen 30 und 39 Jahren die erste Impfdosis erhalten, bei den 20-29-Jährigen waren es 15.832 und bei den 16-19-Jährigen 2.668.

Landesrat Thomas Widmann betont, dass es für Menschen aller Altersgruppen wichtig ist, sich zu einem Impftermin anzumelden. „Auch wenn die Infektionszahlen derzeit erfreulich niedrig sind, ist die Pandemie noch nicht zu Ende. Nur mit Hilfe der Impfung können wir einen entspannten Sommer erleben und dem Herbst mit Zuversicht entgegenblicken.“

Generaldirektor Florian Zerzer erinnert insbesondere die jüngeren Jahrgänge daran, das Virus nach wie vor ernst zu nehmen: „Eine Infektion mit dem Coronavirus kann auch bei jungen Menschen unerwartete Symptome und langwierige Folgeschäden haben. Durch die Impfung hingegen wird kontrolliert ein Schutz vor dem Virus aufgebaut. Und nur wenn die breite Bevölkerung immunisiert ist, können wir einen weitgehend normalen Sommer, möglichst ohne Clusterbildungen, erleben.“

Seit gestern Mittag (03. Juni 2021) sind Impftermine für alle ab 16 Jahren offen, wobei für Minderjährige nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen worden ist. Seitdem haben sich mit Stand heute 14.00 Uhr 623 Teenager einen Impftermin gesichert, davon 418 in Bozen, 98 in Bruneck, 54 in Meran und 53 in Brixen. 88% der Vormerkungen wurden online getätigt.

Der aktuelle Impfreport - die wichtigsten Daten in Kürze Nachfolgend werden die wichtigsten Zahlen (Stand: 03.06.2021) zu den bereits durchgeführten Impfungen in Südtirol dargestellt.

Impfungen insgesamt (im Vergleich zu letzter Woche) Verabreichte Impfdosen: 333.052 (+ 32.126) 
Erstdosis: 233.823 (+19.434) 
Zweitdosis: 99.229 (+12.692) 
vollständig geimpfte Personen: 114.186 (+17.081)

Impfungen nach Gruppen 
Personen über 80 Jahre 
Diese Personengruppe umfasst: 33.732 Personen 
Erstdosis: 27.109 
Zweitdosis: 24.623 
Vormerkungen: 77

Personen über 70 Jahre 
Diese Personengruppe umfasst: 46.417 Personen 
Erstdosis: 35.414 
Zweitdosis: 13.605 
Vormerkungen: 220

Personen über 60 Jahre 
Diese Personengruppe umfasst: 58.927 Personen 
Erstdosis: 41.982 
Zweitdosis: 19.121 
Vormerkungen: 384

Personen über 50 Jahre 
Diese Personengruppe umfasst: 84.804 Personen 
Erstdosis: 52.395 
Zweitdosis: 15.807 
Vormerkungen: 808

Personen über 40 Jahre 
Diese Personengruppe umfasst: 74.448 Personen 
Erstdosis: 38.618 
Zweitdosis: 12.173 
Vormerkungen: 1.662

Personen über 30 Jahre 
Erstdosis: 18.801 
Zweitdosis: 7.666

Personen über 20 Jahre 
Erstdosis: 15.832 
Zweitdosis: 5.630

Personen von 16-18 Jahren 
Erstdosis: 2.668 
Zweitdosis: 603

Besonders gefährdete Personen und Caregiver 
Diese Personengruppe umfasst ca.: 19.600 Personen Erstdosis: 18.124 
Zweitdosis: 11.079

Chronisch kranke Personen 
Diese Personengruppe umfasst ca.: 52.042 Personen Erstdosis: 9.315 
Zweitdosis: 1.899

Impfungen nach Impfstoff 
Pfizer BioNTech 
Erstdosis: 144.679 
Zweitdosis: 79.404 
abgeschlossene Impfzyklen: 54,9% 
Moderna 
Erstdosis: 25.284 
Zweitdosis: 5.834 
abgeschlossene Impfzyklen: 23,1% 
Vaxzevria (ex AstraZeneca) 
Erstdosis: 59.569 
Zweitdosis: 13.991 
abgeschlossene Impfzyklen: 23,5% 
Johnson & Johnson 
Erstdosis: 4.291

Erwartete Lieferungen (07.06. – 21.06.2021) 
Pfizer BioNTech: 74.880 Dosen 
Moderna: 10.120 Dosen 
Vaxzevria (ex AstraZeneca): 11.660 Dosen 
Johnson & Johnson: 6.250 Dosen 
Insgesamt: 102.910 Dosen

Online-Anmeldungen: rund um die Uhr, unter https://sanibook.sabes.it oder https://www.sabes.it/vormerken
Telefonisch: Montag bis Freitag, 8:00 – 16:00 Uhr, unter 0471 100999 oder 0472 973850.

Informationen zur Impfkampagne und Vormerkung: www.coronaschutzimpfung.it

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb

(VS)

Leitungswasser aufwerten und Abfall vermeiden: LRin Kuenzer, LR Vettorato und Hansi Pichler (IDM) haben das Projekt "Achtsam am Berg" heute (3. Juni) in Kastelruth vorgestellt.

Bewusstsein zu schaffen für ein verantwortungsvolles Handeln am Berg, aber auch im Alltag – und dies ausgehend von den Themen Trinkwasser und Abfallvermeidung: Das ist das Kernanliegen des Projekts "Achtsam am Berg", das heute (3. Juni) im Rahmen einer Pressekonferenz in Kastelruth vorgestellt wurde. Ziel ist es, Besucher und Touristiker im Dolomiten UNESCO Welterbegebiet für ein umweltfreundliches Verhalten zu sensibilisieren.

Seinen Ausgang genommen hat das Projekt, das eine Kooperation von Land Südtirol und IDM Südtirol darstellt, am Arbeitstisch der Tourismusvereine zum Dolomiten UNESCO Welterbe. "Dort entstand 2019 die Idee für ein Projekt 'plastikfreie Dolomiten'. Schnell wurde klar, dass es weitere Umweltthemen umfassen musste", erklärte die Landesrätin für Raumordnung, Landschaft und Denkmalschutz Maria Hochgruber Kuenzer. "Denn unsere Berglandschaft – und vor allem jene des Welterbegebiets - ist ein sensibler Lebensraum, in dem es besonders wichtig ist, keinen Abfall zu hinterlassen und sorgsam mit unserem hochwertigen Trinkwasser umzugehen." "Achtsam am Berg" sei somit ein wichtiger und notwendiger Schritt für die Erhaltung der Natur und richtet sich an die Eigenverantwortung von Einheimischen, Gästen und Touristikern.

Fokus auf Leitungswasser und Abfallvermeidung

Das Projekt sensibilisiert für die Verwendung von Leitungswasser als Trinkwasser und einen sorgsamen Umgang damit. "Das Leitungswasser in Südtirol ist hochwertiges Trinkwasser, nicht alle wissen das", unterstrich Umweltlandesrat Giuliano Vettorato. "Wer seine mitgebrachte Trinkflasche auffüllt oder in der Gastronomie Leitungswasser in ansprechenden Glaskaraffen anbietet, vermeidet Einwegflaschen und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz." Auch werden im Rahmen des Projekts "Achtsam am Berg" Brunnen, die ans öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen sind, erhoben und mit einer Plakette gekennzeichnet, sodass sie von Einheimischen und Gästen gleichermaßen genutzt werden können.

Pilotgebiet des Projekts "Achtsam am Berg" ist die Gemeinde Kastelruth mit den Tourismusvereinen Seis, Seiser Alm und Kastelruth. Nach Workshops mit den Interessensvertretern und der Erarbeitung von Maßnahmen im Jahr 2020 werden diese hier auf ihre Praxistauglichkeit überprüft und auch mit Hilfe von Pilotbetrieben verwirklicht. Für den Themenbereich Abfallvermeidung bedeutet das etwa, dass eine Wanderbox für den Rucksack entwickelt wurde, um Verpackungsabfall zu vermeiden. Entlang bestimmter Wege läuft ein "Müll-Monitoring", um Abfallmenge und Abfallart zu erheben. Informationstafeln zu den Abbauzeiten in der Natur unterstützen zudem die Sensibilisierung und sollen verhindern, dass Abfälle achtlos in der Natur zurückgelassen werden. Das gilt neben Papiertaschentüchern vor allem für Hundekotsäckchen, die zum am häufigsten vorkommenden Müll in der Natur zählen, der zudem auch nur langsam verrottet.

Grundlage für funktionierenden Tourismus

Für IDM Südtirol-Präsident Hansi Pichler ist eine intakte Landschaft und ein respektvoller Umgang damit die Basis für einen funktionierenden Tourismus: "Genau darin liegt auch die große Bedeutung des Projekts 'Achtsam am Berg'", hob Pichler hervor. "Es muss uns gelingen, für die Themen Abfall und Leitungswasser die Urlaubsgäste ebenso wie die lokale Bevölkerung zu gewinnen, um auf breiter Ebene Wirkung zu erzielen. Das Projekt 'Achtsam am Berg' versteht sich als Anstoß für weitere Initiativen zum Schutz der Umwelt, damit unsere Natur auch für künftige Generationen erhalten bleibt."

Tafeln, Karaffen, Plaketten und vieles mehr: Margareth Egger, Büroleiterin des Tourismusvereins Seis und Vertreterin des Pilotgebiets, stellte die Produkte des Projekts für Besucher und Touristiker im Detail vor. Sie betonte: "'Achtsam am Berg' hat in unserer Ferienregion eine Entwicklung angestoßen, die durch die Coronakrise noch aktueller ist: Es wurden erste konkrete Schritte für einen weitsichtigen Tourismus gesetzt, viele konnten für die Themen Trinkwasser und Abfallvermeidung begeistert werden. Herausforderung für uns ist, diese dauerhaft zu verankern, und den Samen, der mit 'Achtsam am Berg' gesät wurde, zu einer zarten Pflanze und schließlich zu einem tief verwurzelten Baum heranwachsen zu lassen."

Ausdehnung auf gesamtes Welterbegebiet

Träger des Projekts "Achtsam am Berg" sind die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, IDM Südtirol und die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. Die Umsetzung erfolgt mit Hilfe des Ökoinstitutes Südtirol-Alto Adige. Neben der Erarbeitung von verschiedenen Produkten ist auch die Erstellung eines Leitfadens mit den wichtigsten Maßnahmen zur breiten Umsetzung vorgesehen.

Das Projekt könne, so waren sich die Anwesenden heute einig, auf das Dolomiten UNESCO Welterbe Gebiet in Südtirol und in einem zweiten Moment auch auf ganz Südtirol bzw. auf die anderen Teile des Dolomiten UNESCO Welterbes ausgedehnt werden.

mpi

Mit einem Positionspapier an die politischen Vertreter in der Europäischen Kommission will man sich nun für die Stärkung der Klimaschutzziele durch die Verwendung des Baustoffes Holz einsetzen.

Ein Positionspapier zur Sensibilisierung für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Nahversorgung und die Stärkung der Klimaschutzziele durch die Verwendung des Baustoffes Holz wurde von Timber Construction Europe (TCE) an ausgewählte Personen des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses der EU geschickt – auch Südtirols Anliegen werden darin dargelegt.

Timber Construction Europe (TCE) ist der europäische Dachverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes. Zurzeit werden 22.000 Mitgliedsbetriebe durch ihre Mitgliedsverbände in Italien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz und Österreich vertreten. Auch der Wirtschaftsverband für Handwerker und Dienstleister (lvh) und IDM Südtirol sind als Vertreter Italiens Mitglied. Mit Hubert Gruber, Ausschussmitglied des Berufsbeirats der Zimmerer im lvh, sitzt auch ein Südtiroler direkt im Präsidium des TCE.

Für nachhaltige und ressourceneffiziente Nahversorgung

Mit einem Positionspapier an die politischen Vertreter in der Europäischen Kommission sowie an ausgewählte politische Vertreter in den EU-Mitgliedsstaaten will man sich nun zur Sensibilisierung für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Nahversorgung in Europa sowie die Stärkung der Klimaschutzziele durch die Verwendung des Baustoffes Holz einsetzen.

"Der Wald bedeckt in Südtirol die Hälfte des Landes", so Land- und Forstwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. In den letzten Jahren hatten jedoch mehrere Unwetter Südtirols Wälder hart getroffen. Das Sturmtief Vaia betraf Ende Oktober 2018 eine Fläche von rund 6000 Hektar. Ein Jahr nach Vaia hat es für Südtirols Wälder eine weitere Million Vorratsfestmeter Holz an Schneedruckschäden gegeben. Im November 2020 schließlich kam es zu einem weiteren Schadensereignis mit Schneedruckschäden in einem Ausmaß von ungefähr 500.000 Vorratsfestmetern Holz. "Bei den Aufräumarbeiten, die großteils beendet sind, ist hervorragende Arbeit geleistet worden. Nun ist es aber wichtig, dass die nachhaltige Verarbeitung dieses Holzes auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene unterstützt und gefördert wird. Ich befürworte die Sensibilisierung seitens des TCE sehr und hoffe, dass auch Südtirol davon profitieren kann", so Landesrat Schuler.

Unterschiedliche Lösungsvorschläge

Über den TCE hatten Südtirols lokale Vertreter die Möglichkeit, ihre Anliegen in ein Positionspapier einfließen zu lassen. Dabei wurde auch die Arbeitsgruppe ProRamus, die von IDMkoordiniert wird, mit ihren Mitgliedsverbänden Landesverband der Handwerker (lvh.apa), Südtiroler Bauernbund (SBB), Südtiroler Energieverband (SEV), UnternehmerverbandSüdtirol (UVS) und Abteilung Forstwirtschaft des Landes mit eingebunden. Zum Klimaschutz kann der Bausektor und insbesondere der Holzbau einen wichtigen Beitrag leisten. Unterschiedliche Lösungsvorschläge wurden von Südtirol daher unterbreitet, darunter die ressourceneffiziente Nutzung des Rohstoffes Holz und eine Förderung von nachhaltigen Nahversorgungsnetzwerken.

"Für einen effizienten Klimaschutzbeitrag ist eine direkte und regionale Rohstoffversorgung von großer Bedeutung. Eine stringente Wertschöpfungskette vom Wald über die Sägewerke zu den holzverarbeitenden Unternehmen mit kurzen Lieferketten ist in hohem Maße ökologisch. Dadurch wird der bestmögliche Klimaschutzeffekt erzielt, da lange Transportwege und somit CO2-Ausstoß vermieden werden", erklärt Vera Leonardelli, Abteilungsdirektorin Business Development von IDM. Die Nachfrage nach einer nachhaltigen und klimaschonenden Bauweise hat in den letzten Jahren zwar zugenommen und die Potentiale der ressourceneffizienten und flexiblen Holzbauweise wurden von Politik und Gesellschaft erkannt, doch trotz eines ausreichenden Ressourcenbestandes verschärfte sich die globale Versorgungslage durch klimabedingte Waldschäden und pandemiebedingten Marktschwankungen. Hubert Gruber, Ausschussmitglied des Berufsbeirats der Zimmerer im lvh, meint dazu: "Auch überbetriebliche Initiativen sollten bei der Nutzung von Holz unterstützt werden. Gerade in Südtirol ist die kleinflächige Betriebssituation eine nicht zu unterschätzende Hürde. Eine Unterstützung von Gemeinschaftsinitiativen könnte auf EU-Ebene hilfreich sein."

np

Die langjährige Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Dr. Eva Klotz, feiert am 4. Juni ihren 70. Geburtstag. Die Bewegung gratuliert der Kämpferin für das Selbstbestimmungsrecht herzlich zu ihrem Ehrentag!

Eva Klotz ist am 4. Juni 1951 als erstes der sechs Kinder der Lehrerin Rosa Pöll und des Schmiedes und Freiheitskämpfers Georg Klotz in Walten geboren. Zeit ihres Lebens setzt sich die promovierte Historikerin Eva Klotz für die Selbstbestimmung bzw. für die Unabhängigkeit Süd-Tirols von Italien ein. Nach dem Tod ihres Vaters im Jänner 1976 wurde sie im Heimatbund tätig. Im Mai 1980 gelang ihr als unabhängige Kandidatin auf der Liste der SVP der Sprung in den Bozner Gemeinderat, in dem sie bis zu ihrer Wahl in den Landtag im November 1983 tätig war. Dem Hohen Haus gehörte Klotz 31 Jahre lang an. 2014 trat sie aus dem Landtag zurück, um sich um ihren kranken Mann zu kümmern.

Bis heute ist Eva Klotz Ansprechpartnerin für politische Parteien und Bewegungen in Italien und Europa, weil sie von jeher das Selbstbestimmungs- und Freiheitsanliegen aller Völker unterstützt und bewirbt. Für ihre offene und respektvolle Art, aber auch für ihren geradlinigen und unermüdlichen Einsatz wird sie von Freund und Feind geschätzt.

Die gesamte Bewegung Süd-Tiroler Freiheit wünscht Eva noch viele gesunde Jahre im Kreis ihrer Familie und ihrer Freunde und noch reichlich Kraft und Ausdauer für den Kampf um die Unabhängigkeit Süd-Tirols!

Die Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.

Da stehen sie: am Waldrand, in Wiesenhainen oder auf den Parkplätzen mitten im Dorf – die Camper, das Urlaubsheim auf vier Rädern. Grundsätzlich sind sie willkommen, doch nicht an jedem Ort und zu jeder Zeit. SVP-Fraktionsvorsitzender Gert Lanz und sein Stellvertreter Helmut Tauber wünschen sich einen geregelteren Campingtourismus und legen dem Südtiroler Landtag nach Absprache mit Vertretern der Campingplatzbetreiber einen Beschlussantrag vor.

Das „freie Campen“ ist in Europa ganz unterschiedlich geregelt. So ist es beispielsweise in Kroatien, Griechenland oder Portugal ausnahmslos verboten. Auch in Italien ist „wildes Campen“ nicht erlaubt. Allerdings darf der Camper laut geltender Verkehrsordnung 24 Stunden lang parken. „Und genau das ist das Schlupfloch, das zum Wildcampen verführt und das auch in Südtirol vermehrt betrieben wird“, macht Gert Lanz aufmerksam. „Durch diese Regelung werden die Kontrollen schwierig. Camper können nicht einfach so des Platzes verwiesen werden – sie ‚parken‘ ja nur. Obwohl Südtirol über attraktive Campinginfrastrukturen verfügt, ziehen viele das ‚Wilde Campen‘ vor: Es kostet nichts und kann eben überall praktiziert werden“, sagt Lanz. Er gibt zu bedenken, dass so auch die vielen „Hot Spots“ des Landes mit dem eigenen Fahrzeug angefahren werden. Öffentliche Verkehrsmittel werden weniger genutzt und die Umwelt werde zusätzlich belastet. 

Helmut Tauber verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass jeder „normale“ Gast durch die Tourismusabgabe einen Beitrag an den allgemeinen Spesen entrichtet und dieser Beitrag beim freien Camper eben entfällt. Doch auch dieser bediene sich der öffentlichen Infrastrukturen, die er vielleicht auch aufgrund seiner freiheitsliebenden Einstellung stärker nutzt als ein anderer Gast dies tut. Zudem gestalte sich der Aufenthalt der Wildcamper sehr autark und trage damit wenig zur Wertschöpfung im Lande bei. Tauber betont: „Südtirol ist ein Paradies für bewusstes und entschleunigtes Reisen und gerade deshalb haben Land und Gemeinden in den vergangenen Jahren sehr viel in Campinginfrastrukturen investiert. „Unser Ziel muss es sein, dass bestehende Strukturen genutzt werden, Verkehr reduziert und das Verbot des ‚Wilden Campens‘ konsequent umgesetzt wird. So können wir Qualitätstourismus weiterhin garantieren“, ist Tauber überzeugt. 

Lanz und Tauber fordern deshalb eine stärkere Bewerbung legaler Campingmöglichkeiten und schärfere Kontrollen und Konsequenzen bei illegalem Campen. Um einen qualitativen Campingtourismus zu gewährleisten, müssen Gemeinden und Campingplatzbetreiber gut zusammenarbeiten. Zudem soll überprüft werden, ob ein einheitliches Verkehrsleitsystem auf digitaler Basis für Camper in Südtirol eingeführt werden könnte und welche weiteren Maßnahmen es mittel- und langfristig zu einer verbesserten Reglementierung des Campingtourismus braucht.


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