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Snowboard

Von den heimischen Pisten zu Olympia

von Sarah Mitterer
Sie ist Vinschgaus einzige Athletin bei den in Kürze beginnenden Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina 2026: Jasmin Coratti. Für die Snowboarderin aus Langtaufers wird damit ein Lebenstraum wahr. Wenn sie bald die olympische Piste mit ihrem Snowboard heruntersaust, erreicht sie den bislang größten Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere. Zugleich erfüllt sich etwas, wovon wohl jeder Profisportler seit seinen ersten Trainingsstunden träumt: einmal bei Olympischen Spielen dabei zu sein.
veröfftl. am 03. Februar 2026

Jasmin Coratti ist Vinschgaus einzige Sportlerin bei den Olympischen Winterspielen 2026

Jasmin Coratti hat sich mit viel Einsatz, Disziplin und Leidenschaft diesen Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere erarbeitet Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Hinter der Olympia-Teilnahme stehen Jahre voller harter Arbeit, unzählige Trainingseinheiten und ein unglaublich großer Wille. 2022 verpasste die heute 24-jährige Parallel-Snowboarderin das Olympiaticket noch. Doch Coratti ließ sich davon nicht entmutigen und arbeitete konsequent weiter an sich. Der Knoten platzte schließlich in der Saison 2024/2025. Damals machte Coratti die Tür zu den Olympischen Winterspielen ein großes Stück auf. Im Dezember 2024 gewann sie ihr erstes Weltcuprennen und schaffte mehrere Topplatzierungen. Auch bei der WM im März des vergangenen Jahres war sie erfolgreich und gewann im Team-Bewerb die Silbermedaille. In diesem Winter verlief die Saison zwar bisher noch nicht so wie erhofft, umso größer war die Freude über die Nachricht, das Olympiaticket in der Tasche zu haben: „Da ich heuer leider einige Schwierigkeiten hatte, war es lange nicht ganz sicher, dass ich zu den Olympischen Spielen fahren darf. Nun bin ich extrem froh dabei zu sein.“ Für Coratti ist die Teilnahme etwas ganz Besonderes: „Das ist ein Traum für jeden Sportler und das dann auch noch „zu Hause“ zu erleben, ist unbeschreiblich!“ Denn die Snowboardbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 werden in Livigno ausgetragen - nur rund 40 Kilometer Luftlinie von Langtaufers entfernt und somit quasi vor der Haustür der Vinschgerin.
Was ihre Erwartungen bei den Spielen betrifft, zeigt sich die Snowboarderin, die beim Parallel-Riesenslaom am 8. Februar an den Start gehen wird, kämpferisch: „Ich werde versuchen mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Es muss alles passen! Aber ich hoffe am Renntag das zeigen zu können, was ich drauf habe - dann ist nach oben hin sicher alles offen!“
Für Langtaufers und den Vinschgau ist Jasmin Corattis Olympia-Teilnahme ein besonderer Moment – und für die junge Sportlerin selbst die Erfüllung eines Traums, der einst auf den heimischen Pisten begann und sie nun zu den Olympischen Winterspielen, der größten Bühne des Wintersports, geführt hat.