Gurschler bleibt Gesamtführender
Foto: Petr Sulcik - rallycross.cz
Der Südtiroler überzeugt in Greinbach und geht als Spitzenreiter ins Saisonfinale.
GREINBACH – Werner Gurschler bleibt im Kampf um den österreichischen Rallycross-Meistertitel 2026 auf Kurs. Beim internationalen ARBÖ Rallycross Festival im österreichischen Greinbach traf der Südtiroler am vergangenen Wochenende auf ein hochkarätiges Starterfeld, mit insgesamt 120 Starter der verschiedenen Klassen. In der Königsklasse Supercars mit bis zu 600 PS belegte Gurschler mit seinem Ford Fiesta den starken dritten Platz.
Insgesamt gingen zwölf Fahrzeuge in der Supercar-Klasse an den Start. Gurschler behauptete sich dabei gegen einige der stärksten Fahrer der zentralen europäischen Rallycross-Szene. Im Finale überquerte er nach 2:55,792 Minuten als Dritter die Ziellinie und sicherte sich damit einen weiteren Podestplatz. Der Sieg ging an den Polen Zbigniew Staniszewski, Zweiter wurde der Ungar Istvan Antal. Hinter Gurschler folgten der österreichische Rekordstaatsmeister Alois Höller und Gerald Eder.
Für den Laaser war das Wochenende damit ein weiterer Beweis für seine starke Form. Bereits im Mai hatte Gurschler beim österreichischen Meisterschaftslauf in Greinbach für Aufsehen gesorgt und einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Auch damals dominierte der amtierende österreichische Staatsmeister bereits die Vorläufe und setzte sich anschließend im Finale gegen die Konkurrenz durch.
Noch wichtiger als das Ergebnis von Greinbach ist für Gurschler jedoch seine Situation in der österreichischen Meisterschaft. Der Südtiroler liegt weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung.
Die Ausgangslage ist also klar: Gurschler geht als Gesamtführender ins Finale, der Titel ist aber noch keineswegs entschieden. Die Abstände an der Spitze sind klein, und ein gutes oder schlechtes Finale kann die Meisterschaft noch einmal komplett verändern. Jeder Punkt wird am 19. und 20. September im ungarischen Nyirád Racing Center entscheidend sein. Dort findet der letzte Lauf zur österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft statt. Die anspruchsvolle Strecke mit ihrem Mix aus Asphalt und Schotter verlangt den Fahrern sowohl technisch als auch auf den schnellen Passagen alles ab.
Für Werner Gurschler geht es somit um einen weiteren großen Erfolg in seiner bereits erfolgreichen Rallycross-Karriere. Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch erst nach dem Finale in Ungarn wird feststehen, wer den Meistertitel 2026 tatsächlich mit nach Hause nimmt.
Für Südtirol darf man jedenfalls gespannt sein: Werner Gurschler hat den Titelgewinn selbst in der Hand – und die Rallycross-Saison verspricht bis zum letzten Meter Spannung.