Dunkle Wolken statt Fußballsonne
Schlanders (weiß blau) ist unter Druck
Es war einmal die 2. Amateurliga – eine Liga, gespickt mit zahlreichen Mannschaften aus dem Vinschgau. Die Teams aus dem westlichsten Teil Südtirols waren in dieser Liga einst eine echte Vormachtstellung im Vergleich zu den anderen Bezirken und prägten das Liga-Geschehen – sowohl an der Spitze als auch im Abstiegskampf -entscheidend mit. Die Derbys hatten ihren ganz eigenen Reiz, die Konkurrenz war groß und die Vinschger Vereine auf den Fußballplätzen des Landes kaum zu übersehen. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. In der laufenden Saison halten gerade einmal zwei Mannschaften die Fahne des Vinschgaus in der 2. Amateurliga hoch: Schlanders und Kastelbell-Tschars. Doch auch für die beiden verbliebenen Vertreter ist der Klassenerhalt derzeit alles andere als gesichert.
Ein Blick auf die Tabelle nach acht Spieltagen verdeutlicht die schwierige Ausgangslage. Schlanders findet sich mit lediglich zwei Punkten am Tabellenende wieder. Nach zwei Unentschieden zum Saisonauftakt blieb die Mannschaft in den darauffolgenden sechs Begegnungen ohne Erfolg. Umso wichtiger wird es nun sein, die Negativserie zu durchbrechen, neues Selbstvertrauen zu tanken und in den kommenden Spielen wieder zu punkten. Auch Kastelbell-Tschars befindet sich in einer schwierigen Lage. Mit drei Punkten mehr liegt die Mannschaft nur einen Platz vor Schlanders. Immerhin gelang am achten Spieltag gegen Haslach der erste Saisonsieg. Zwei Unentschieden ergänzen die bisherige Bilanz. Dennoch ist klar: Weitere Erfolgserlebnisse müssen her, damit der Anschluss an die Konkurrenz nicht verloren geht.
Besonders wichtig war das direkte Aufeinandertreffen der beiden Teams am vergangenen Wochenende. Im einzigen Vinschger Derby der 2. Amateurliga ging es für beide Mannschaften um wichtige Punkte und die Chance, im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen. Ein solches Duell kann neue Kräfte freisetzen und zum Wendepunkt werden.
Für Schlanders und Kastelbell-Tschars gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten und in den kommenden Begegnungen alles zu geben. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich das Blatt für die beiden letzten Vinschger Vertreter noch wendet. Eines steht jedenfalls fest: Damit es ein Happy End gibt, müssen jetzt dringend Punkte her – allen voran Siege.