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Willkommen an der Grenze

Das Val Müstair

veröfftl. am 05. August 2026

Das Val Müstair vereint kulturelles Welterbe, alpine Wildnis und eine über Jahrhunderte bewahrte rätoromanische Identität in einem der abgelegensten Winkel der Schweiz.
Das prägendste Merkmal des Tals ist das Kloster St. Johann in Müstair, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Es wurde der Überlieferung nach von Karl dem Großen gegründet und beherbergt den weltweit umfangreichsten Bestand karolingischer Wandmalereien – ein einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Kunstgeschichte.
Die Dörfer – Müstair, Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava und Santa Maria – haben ihren traditionellen Charakter mit charakteristischen Engadiner Häusern, Sgraffito-Fassaden und dörflicher Struktur weitgehend bewahrt. Landwirtschaft, insbesondere Milchwirtschaft und Bio-Landbau, prägt die Wirtschaft bis heute stark.
Touristisch gilt das Tal als ruhiges Gegenstück zu den bekannteren, stärker erschlossenen Engadiner Orten wie St. Moritz. Es zieht Wanderer, Biker und Wintersportler an, die Ursprünglichkeit und Abgeschiedenheit schätzen.
Soweit die ersten Eindrücke. Allerdings bewegt sich das Val Müstair nolens volens auf die Moderne zu. Gegen die Abwanderung der Jugend ist noch nicht wirklich ein Rezept gefunden worden. Attraktive Arbeitsplätze, ein kulturelles Leben, welches neben den traditionellen Gepflogenheiten auch Kunst und Kultur miteinbezieht, werden Schritt für Schritt eingeführt.
Derweil bleibt das Val Müstair auch Durchzugstal im Wechsel zwischen Ofenpass und dem nahen und preislich viel günstigeren Südtirol, zwischen dem Umbrail und dem Stilfserjoch als attraktive Radtouren.