Mals - die Schatzkammer des oberen Vinschgaus
Mals ist die Schatzkammer des oberen Vinschgaus. Hier ist die Vielfalt Zuhause. In Mals zeigen sich Wirtschaft und Landwirtschaft, Bildung, Kultur und Soziales in ganz unterschiedlicher Art und Weise und bilden ein buntes Kaleidoskop. Mals ist reich an klugen (Quer)-Köpfen. Hier regieren Herz und Verstand.
Der überwiegende Teil in Mals sind Klein- und Mittelbetriebe, die - und das muss man betonen - tief mit und in Mals verwurzelt sind. Industriebetriebe gibt es kaum, die Tischlerei Telser mit Sitz in Burgeis ist da die
Ausnahme. In Mals zählen demnach keine großen Namen, sondern das, was man tut – und wie man es tut. Hier wird mit Herzblut und mit Hausverstand gearbeitet. Das gilt auch für die Hotellerie. Exzellente und ausgezeichnete Hotels sind in der Gemeinde Mals Zuhause. Der Wirtschaftsraum ist geprägt von der Nähe zur Schweiz und zu Österreich. Viele Malser Betriebe pflegen wirtschaftlich gute Beziehungen. Aufträge aus den Nachbarländern füllen mitunter die Auftragsbücher. Ein Vorteil. Einerseits. Andererseits gehen Fachkräfte verloren, weil sie abwandern.
Nichtsdestotrotz waren laut WIFO, dem Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen mit 31.12.2025 insgesamt 574 Betriebe im Gemeindegebiet von Mals registriert. Das ist eine beeindruckende Zahl.
Die größten Arbeitgeber. DAS GERSTL Alpine Retreat zählt eindeutig zu den Top-Arbeitgebern in der Gemeinde Mals. „Im DAS GERSTL Alpine Retreat sind aktuell 95 Mitarbeiter angestellt. Wobei zwölf Mitarbeiter in bzw. für beide DAS GERSTL Betriebe tätig sind“, heißt es aus der Marketing-Abteilung. Denn die Familie Gerstl hat im vergangenen Jahr DAS GERSTL Family Retreat am Reschensee eröffnet, ein Fünf-Sterne-Haus, das sogar eine Kita beherbergt. DAS GERSTL ist zweifelsohne ein Vorzeigebetrieb.
In die Reihe der größeren Arbeitgeber stellt sich auch derTürenhersteller, die Telser OHG, in Burgeis. Telser Türen zählt nicht nur zu den größten Arbeitgebern in der Gemeinde Mals, sondern ist gleichzeitig auch eines der traditionsreichsten Unternehmen hier. 118 Jahre alt ist die Tischlerei Telser, 1908 wurde in Burgeis mit der Eröffnung einer kleinen Tischlerwerkstatt der Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt.
Die Tischlerei Telser in Burgeis „beschäftigt mit Stand Jänner 2026 rund 87 hochqualifizierte Mitarbeiter“, sagt Ingrid Telser dem Vinschgerwind. Viele davon sind langjährige Mitarbeiter und bilden das Fundament für den Erfolg. Die Telser OHG prägt die Unternehmenslandschaft hier maßgeblich.
Eine wichtige Rolle als Arbeitgeber spielt auch der Garberhof in Mals. „Wir haben zur Zeit 60 Mitarbeiter im Haus, die das ganze Jahr bei uns arbeiten“, sagt Klaus Pobitzer, der Hotelchef. Nicht anders im Hotel Restaurant Weißes Kreuz in Burgeis. „Aktuell arbeiten bei uns 50 Mitarbeiter“, sagt Mara Theiner, die Hotelchefin.
Die EWOS-Group zählt ebenfalls zu den größeren Arbeitgebern in der Gemeinde. Ein junges Team ist bei EWOS am Werk. „Die Mitarbeiterzahl Anfang März 2026 beläuft sich auf 46 MitarbeiterInnen (davon 7 Lehrlinge) plus vier Gesellschafter und einem Durchschnittsalter von knapp 35 Jahren“, sagt Sabine Palfrader dem Vinschgerwind. Im Panoramahotel Watles hingegen sind „aktuell rund 34 Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Zahl je nach Saison leicht nach oben oder unten schwankt.“
Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros Patscheider & Partner verteilen sich auf die Standorte Mals, Bozen, Schwaz in Österreich und Aarau (Schweiz). 67 Mitarbeiter sind es insgesamt. „Am Hauptsitz in Mals sind wir 37 Mitarbeiter“, sagt Monica Valentino. Elektro Mag im Gewerbegebiet in Mals hingegen „beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter“.
Direktor Markus Moriggl von der Raika Obervinschgau erklärt: „Im laufenden Jahr haben wir 24 Mitarbeiter. Dazu kommen noch 7 Verwaltungs- und 3 Aufsichtsräte aus dem Tätigkeitsgebiet, die die Geschicke der Raiffeisenkasse steuern bzw. überwachen.“ 22 Mitarbeiter beschäftigt Eurospar Rungg in Mals, auf 21 Mitarbeiter angewachsen ist hingegen der Hyraulikerbetrieb Bliem, der mit seinem neuen Betriebssitz in der Handwerkerzone Burgeis auch räumlich gewachsen ist. Wichtig – und das sei an dieser Stelle betont – sind alle Unternehmen als Arbeitgeber.
Der öffentliche Sektor. Ähnlich wie in Schlanders ist der Anteil des öffentlichen Sektors in Mals hoch. Das hat natürlich mit dem Schulstandort Mals zu tun. Zu diesem gehören neben dem Schulsprengel Mals, das Oberschulzentrum, kurz OSZ Mals und die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in Burgeis samt angeschlossenem Heim.
Zum Oberschulzentrum Mals zählen das FoWi, die Fachoberschule für Wirtschaft mit den Fachrichtungen Verwaltung, Finanzwesen und Marketing, das SOGYM, das soziale Gymnasium und – einzigartig in Südtirol – die Sportoberschule. „Wir haben derzeit 143 Lehrpersonen, TrainerInnen und Mitarbeiterinnen für Integration, Verwaltungs- und Hilfspersonal“, erklärt Judith Heinisch, die Schulsekretärin. In diesem Schuljahr besuchen 519 SchülerInnen das OSZ Mals: 174 SchülerInnen entfallen auf die FOWI - die Fachoberschule für Wirtschaft, 178 auf das soziale Gymnasium und 167 auf die Sportoberschule.
In der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg in Burgeis beträgt „die Anzahl der Beschäftigten 73, die Anzahl der SchülerInnen 164.“
Hinzu kommt der Schulsprengel Mals: Dieser hat - so heißt es auf Nachfrage aus dem Schulsekretariat - „99 Bedienstete und 467 Schülerinnen und Schüler.“ Diese Zahl schließt alle Lehrpersonen der Grundschule und Mittelschule, das Sekretariatspersonal und die Schulwarte mit ein. Der Schulsprengel Mals hat neun Schulstellen: Die Grundschulen Mals, Tartsch, Burgeis, Matsch, Laatsch, Schleis, Planeil und Schlinig, sowie die Mittelschule Mals.
In die Reihe der wichtigen öffentlichen Arbeitgeber stellt sich natürlich auch das Seniorenwohnheim Martinsheim Mals (siehe Bericht unten)
mit 116 MitarbeiterInnen in verschiedenen Bereichen. Es ist das größte Seniorenwohnheim im Vinschgau und wurde vor drei Jahren qualitativ und quantitativ erweitert. Ein Herzensanliegen ist der Führung des Martinsheimes die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies spiegelt sich unter anderem im Angebot von verschiedenen Teilzeitverhältnissen wieder.
Das Ö.B.P.B. Martinsheim Mals trägt zudem das Zertifikat „audit familieundberuf“, das die Attraktivität als Arbeitgeber unterstreicht. Daneben hat sich das Martinsheim mit einer Reihe von weiteren Benefits auf den Weg gemacht, um auch in Zukunft attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.
Stellungnahme der Direktorin Roswitha Rinner
Mit seinen 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Martinsheim einer der größten Arbeitsgeber in der Gemeinde Mals, die in den 3 Bereichen des Malser Seniorenwohnheimes tätig sind: In der Pflege sind es 76 Mitarbeitende, in der Hauswirtschaft 35 und fünf in der Verwaltung. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist der Führung des Martinsheimes unter der Leitung von Präsidentin Anita Tscholl und Direktorin Roswitha Rinner ein besonderes Anliegen. Man ist stolz, dass das Haus als erstes Heim in diesem Sinne zertifiziert wurde und diese Auszeichnung immer wieder bestätigt wird. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spiegelt sich auch in den Arbeitsverhältnissen der Mitarbeitenden wider: Die meisten von ihnen arbeiten in Teilzeit. Besonderer Wert wird auf die Teamarbeit gelegt, denn nur in einem Zusammenspiel der verschiedenen Berufsbilder ist es möglich, einen reibungslosen Betrieb innerhalb der Mauern des Martinsheimes zu gewährleisten. Es umfasst das Wohnheim für Senioren, das Tagespflegeheim, das Betreute und Begleitete Wohnen, die Mensen und vieles mehr. Der Einsatz der Mitarbeitenden wird über die finanzielle Entlohnung hinaus mit verschiedenen Benefits belohnt wie einem vielfältigen Angebot an Fortbildungen, Mahlzeiten zu eine geringen Kostenbeitrag, Gratisparkplätzen in der Tiefgarage, einer Ladestation für E-Autos und E-Bikes sowie gesicherten Abstellplätzen für E-Bikes und Fahrräder. Das Martinsheim sieht sich als einen attraktiven Arbeitgeber, der trotz der Größe eine familiäre Atmosphäre bietet. Ein großer Pluspunkt ist die Wertschätzung, die die Mitarbeitenden für ihre Arbeit erfahren - die Wertschätzung der Heimbewohner und -bewohnerinnen sowie von deren Angehörigen, aber auch von der Führung. Wer sich für die Tätigkeit in einem der Bereiche des Martinsheimes interessiert, kann sich jederzeit melden. Auch Quereinsteiger sind willkommen. So ist auch berufsbegleitend eine Ausbildung zum Pflegehelfer bzw. zur Pflegehelferin sowie zum Sozialbetreuer bzw. zur Sozialbetreuerin möglich.
Handwerk in Mals. 133 Betriebe im Sektor Handwerk und Dienstleistungen zählt man im ganzen Gemeindegebiet Mals bei der Handelskammer in Bozen mit Stand 31.12.2025. Die meisten Betriebe in Mals verstehen sich als Unternehmen vor Ort und pflegen nicht nur gute Kontakte mit ihren Kunden, sondern bieten den Mitarbeitern Lebensqualität. Das Baugewerbe ist in Mals auffallend stark vertreten. 14 Betriebe
sind im Hochbau Zuhause und verteilen sich auf das gesamte Gemeindegebiet. Geballte Fachkompetenz in der Baubranche zeichnet die Gemeinde Mals samt Fraktionen - vor allem Burgeis und Laatsch - demnach aus. Abseits davon ist ein bunter Branchenmix hier zu finden. Mals ist gewerblich vielfältig, Werkstätten sind da, Tischlereien, Schlosser, ein Einrichtungshaus, Elektriker, Fliesenleger, Heizungsinstallateure, Ofensetzer, Friseure oder zahlreiche Dienstleister. Der Großteil davon sind familiär geprägte und geführte Betriebe, die mit Herzblut, Fleiß und Einsatz aufgebaut wurden und sich heute erfolgreich behaupten. Die Branchenbreite ist in Mals zweifelsohne da und zeigt sich auch in der Handwerkerzone Mals.
Die Handwerkerzone Mals
In kleinen Schritten hat sich die Handwerkerzone Mals entwickelt und ist zu dem geworden, was sie heute ist: ein repräsentativer Querschnitt der Malser Wirtschaft. Auf das Jahr 1974 gehen die Anfänge der Gewerbezone zurück. In diesem Jahr hat man die ersten Grundflächen zugewiesen, später in den 90er Jahren folgte die Erweiterung, Anfang 2000 dann der dritte Schritt: die Ausweisung weiterer Grundflächen. Es sind vor allem kleinere und mittlere Betriebe, die das Gesicht der Handwerkerzone Mals bestimmen. Attraktiv macht sie - wie erwähnt - ein breiter Branchenmix, ein vielfältiges Leistungsspektrum, das vom Tischler, über Dienstleistungsbetriebe bis hin zum Brautmodeatelier reicht. Handwerksbetriebe und Dienstleister gehen Hand in Hand und haben sich über die Ortsgrenzen hinaus einen guten Ruf erworben. Insgesamt haben rund 30 Unternehmen in der Handwerkerzone Mals ihren Sitz, vorwiegend familiengeführte Unternehmen, die sich eine Fläche von rund sechs Hektar teilen.
Zur Handwerkerzone Mals zählt auch der - noch recht junge - Gewerbepark. Unter einem Dach haben sich rund ein halbes Dutzend Betriebe zusammengefunden. Am 20. Oktober 2007 wurde der Gewerbepark offiziell eröffnet und eingeweiht. Im nächsten Jahr wird das 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Betriebe aus ganz unterschiedlichen Sparten haben ihren Sitz dort. Initiator war Paul Peer von der PEWAS Bau KG. Die Ideen dahinter: verschiedene Betriebe unter einem Dach, Einsparung von Gewerbegrund und Synergieeffekte nutzen. Die Idee hat gefruchtet, die Betriebe im Gewerbepark arbeiten sehr erfolgreich.
Landwirtschaft. Die Diversifikation ist in der Gemeinde Mals gegeben. Die Landwirtschaft hier ist so bunt wie nirgends im Vinschgau. Vieh- und Obstbauern, Gemüseproduzenten, innovative Selbstvermarkter, – in
der Gemeinde Mals hat jeder seinen Platz. Die Pestiziddiskussion ist gemeistert. Man ist dabei die Landwirtschaft individuell weiterzuentwickeln. Die Viehwirtschaft spielt hier traditionell eine große Rolle. 31 Bauern liefern ihre Milch an die Sennerei Burgeis. Die Sennerei Burgeis ist ein einzigartiger Betrieb und „hat 2025 insgesamt 3.757.615 Kilogramm Milch verarbeitet“, erklärt Geschäftsführer Stefan Baldauf. 31 Mitglieder liefern ihre Milch zur Sennerei Burgeis. Diese wiederum veredelt die Milch zu 16 verschiedene Produkte. Zudem ist die Sennerei ein wichtiger Arbeitgeber: 17 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.
87 Mitglieder hingegen liefern ihre Milch an die Bergmilch Südtirol. Reinhard Schuster, der Leiter des Mitgliederwesens & Werkskoordination Bruneck liefert auf Nachfrage die Daten. 8.521.633 Kilogramm an Milch wurden 2024 angeliefert - am meisten im Vinschgau.
So bunt wie die Landwirtschaft in Mals ist auch die OVEG, wo ein Großteil an Äpfeln, Gemüse und Stein- und Beerenobst der Malser Produzenten angeliefert und vermarktet werden. OVEG Geschäftsführer Markus
Niederegger zum Vinschgerwind: „In der Gemeinde Mals ist viel möglich, vor allem der Beerenanbau wäre lukrativ. Die Nachfrage in diesem Bereich ist seit Jahren zweistellig. Die Preise, die ausgezahlt werden, sind ausgezeichnete.“ Das Ernteverzeichnis 2025 für das Gemeindegebiet Mals: 3 Tonnen Beerenobst, 35 Tonnen Gemüse, 150 Tonnen Steinobst und 4.000 Tonnen Äpfel. Die Mengen beinhalten sowohl den Anbau der Integrierten Produktion, als auch den BIO-Anbau.
Tourismus. Mals gehört seit dem vergangenen Jahr zur Ferienregion Reschensee. Die ehemaligen Ferienregionen Reschenpass und Obervinschgau und die Bergbahnen Schöneben-Haideralm und Watles bilden gemeinsam die Konsortial GmbH Ferienregion Reschensee. Das Logo: der versunkene Grauner Kirchturm im Reschensee.
Die touristische Jahresstatistik der Gemeinde Mals ist eine beeindruckende: 108 Betriebe gibt es in der Gemeinde Mals im Bereich der Gastronomie und Hotelerie, die zusammen die stolze Anzahl von 2.431 Betten bieten. Auch die Zahlen der Ankünfte und Nächtigungen können sich mehr als sehen lassen und mit touristischen Hochburgen mithalten: 382.456 Nächtigungen und 97.472 Ankünfte verzeichnete man im Jahr 2025. Die Aufenthaltsdauer lag bei 3,9 Tagen. Die Hotellerie in der Gemeinde Mals ist erstklassig und exzellent. Ob am Watles, im Hauptort oder in den Fraktionen wie etwa Burgeis, Laatsch oder Schlinig - überall sind hervorragende Hotels und Gastronomiebetriebe zu finden, die die Gastfreundschaft mit neuen Inhalten und Werten füllen.
Der Erlebnisberg Watles, der Hausberg der Gemeinde Mals, spielt im touristischen Angebot eine besondere Rolle. Im Sommer ist er Wanderparadies und Kindereldorado mit Spielsee. Im Winter familienfreundliches Skigebiet im Dreiländereck mit angeschlossenem Langlauf-Nordic-Center Schlinig.
Ein besonderes Juwel sind auch die Jahresmärkte in Mals und in den Fraktionen, die wie ein Magnet Besucher aus nah und fern anziehen. Im Frühjahr, genau am 23. April findet in Mals der bekannteste Pflanzen- und Blumenmarkt des Tales, der Georgimarkt statt. Am 15. Juni geht es zum St. Veit Markt in Tartsch auf den Tartscher Bühel, am 16. Oktober zum Gollimorkt nach Mals und am 25. Oktober zum Lootscher Markt nach Laatsch.
Das Marktwesen hat in Mals seit Jahrhunderten eine ungebrochene Tradition. Die Geselligkeit steht seit jeher im Mittelpunkt.Ein internationales kulturelles Ereignis ist jedes Jahr die Verleihung des Gabriel-Grüner-Preises im Herbst in Mals. (s. oben)
Der Einzelhandel. Die Malser Kaufleute sind sehr rührige: und organisieren als einzige im Vinschgau jedes Jahr aufs Neue eine Weihnachtsaktion mit vielen tollen Preisen. Über 100 Betriebe aus dem gesamten Gemeindegebiet beteiligen sich jedes Jahr an der Aktion. Das zeigt: Mals lebt Gemeinschaft. Und auch die Vereine gehen mit den Kaufleuten und Wirtschaftstreibenden Hand in Hand. Die Geschäfte hier werden mit Herz geführt. Der Einzelhandel bietet Vielfalt und einen bunten Mix, aufgeteilt auf die Fraktionen. Apropos Fraktionen.
Wohl keine Gemeinde hat so viele Fraktionen wie Mals. Eine jede hat ihre Eigenheit. Matsch ist das erste Bergsteigerdorf Südtirols. Laatsch ist eine Perle, kulturell - und auch wegen der „Lootscher“ selbst. Burgeis steht für sich und ist ein Kleinod, das seinesgleichen sucht. Tartsch mit dem Tartscher Bühel ist genauso wie Planeil etwas ganz Besonderes. Schlinig ist das kleine Paradies der Gemeinde Mals. Schleis hat einen unverwechselbaren Charakter und Plawenn, Ulten, Alsack sind Seelendörfer - hier kennt jeder jeden.
Gabriel Grüner - Stipendium und Schülerpreis vergeben
Das Gabriel-Grüner-Stipendium 2026 erhalten Morgane Bona (Text) und Johanna-Maria Fritz (Fotos). Mit dem Gabriel-Grüner-Schülerpreis für Südtirol werden Annalena Gufler und Fabian Pircher ausgezeichnet, für ihre Reportage „Wann hört Heimat auf?“ (Bild oben) über den ältesten Bauern der Gemeinde Moos im Passeiertal.
Gabriel-Grüner-Stipendium 2026
Das Gabriel-Grüner-Stipendium geht in diesem Jahr an Morgane Bona (Text) und Johanna-Maria Fritz (Fotos). Die beiden Journalistinnen werden eine Reportage über ein Rennen um den Nordpol der anderen Art realisieren. Das Team will ausleuchten, wie in der Arktis eine neue militärische Frontlinie zwischen Russland und den westlichen Staaten entsteht – und welche Auswirkungen dies auf den Alltag der Menschen dort hat.
Das Stipendium erinnert an den aus Mals in Südtirol stammenden Stern-Reporter Gabriel Grüner, der am 13. Juni 1999 während einer Recherche im Kosovo zusammen mit Volker Krämer und Senol Alit ermordet wurde.
Das Gabriel-Grüner-Stipendium, das dieses Jahr zum 27. Mal verliehen wird, ist mit 6000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält das Gewinner-Team ein zweimonatiges Residenzstipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.
In diesem Jahr wurden für das Gabriel-Grüner-Stipendium 33 Bewerbungen eingereicht.
Gabriel-Grüner-Schülerpreis 2026
Der Gabriel-Grüner-Schülerpreis für Südtirol, den Zeitenspiegel Reportagen gemeinsam mit der Pädagogischen Abteilung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, dem Bildungsausschuss der Gemeinde Mals und dem Südtiroler Wochenmagazin ff verleiht, geht dieses Jahr an Annalena Gufler und Fabian Pircher von der Landesberufsschule für Handel und Grafik für ihre Reportage „Wann hört Heimat auf?“. Darin porträtieren sie den ältesten Bauern der Gemeinde Moos im Passeiertal. Seine Geschichte erzählt von einem Leben voller Arbeit. „Wenn er einmal nicht mehr da ist, könnte der Klotz-Hof einer jener 130 Bauernhöfe sein, die in Südtirol jedes Jahr verschwinden“, so die beiden Schüler.
In diesem Jahr wurden für den Gabriel-Grüner-Schülerpreis neun Bewerbungen eingereicht. Er ist mit 1000 Euro dotiert. Das Gewinner-Team absolviert zudem Praktika beim Wochenmagazin ff in Bozen, Südtirol, sowie beim Stern in Hamburg.
Die Verleihung des Gabriel-Grüner-Stipendiums und des Gabriel-Grüner-Schülerpreises findet am 22. Mai 2026 in Mals, Südtirol, statt.
Quelle: www.zeitenspiegel.com