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Bauplatz

Alt und neu unter einem Dach

von Angelika Ploner
Die Erweiterung und energetische Sanierung der Grundschule Prad samt Musikschule, Bibliothek und Jugendraum wurde in zwei Etappen über die Sommermonate hinweg realisiert. Der Schulbetrieb konnte ohne Einschränkungen weiterlaufen und die Arbeiten vor kurzem, pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres, abgeschlossen werden.
veröfftl. am 16. September 2026

Die Schulcontainer vor dem Schulgebäude in Prad gehören der Vergangenheit an. Pünktlich zum Schulbeginn ist die sanierte und erweiterte Grundschule in Prad fertig gestellt worden. Zweifelsohne ein besonderer Tag für die Schülerinnen und Schüler und die gesamte Lehrerschaft. Nur wenig scheint sich auf den ersten Blick verändert zu haben. Das täuscht. Das architektonische Erscheinungsbild blieb zwar erhalten, doch dahinter stehen eine Vielzahl an Maßnahmen.

Dreißig Jahre hat das Gebäude, das zum einen die Grundschule, zum anderen die Musikschule, die Bibliothek, das Probelokal der MK Prad und den Jugendraum beherbergt auf dem Buckel. Doch nicht nur das: Die Schülerzahlen sind in der Gemeinde Prad im Steigen begriffen und „auch die Geburtenrate war in den vergangenen Jahren hoch“, sagt Bürgermeister Rafael Alber zum Vinschgerwind. Der Schulsprengel Prad meldete deshalb seit Jahren Raumbedarf an. Die Gemeinde Prad beauftragte die Architekten Daniele und Paolo Capra von der Architekturgemeinschaft 15 in Schlanders mit der Erweiterung und energetischen Sanierung des Gebäudes.
Das Tempo war hoch, die Bauzeit sportlich. Das gesamte Projekt musste in zwei Etappen jeweils über die Sommermonate über die Bühne gehen. Das verlangte organisatorisch einen perfekt getakteten Zeitplan und fleißige Firmen, die Hand in Hand arbeiten. „Wir hatten wirklich eine gute Zusammenarbeit auf der Baustelle“, sagt Alber. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine maßgeschneiderte Aufstockung und ein energetischer Quantensprung zeichnen das sanierte und erweiterte Gebäude aus.
Die energetische Sanierung umfasste den Fensteraustausch und technische Adaptierungsarbeiten. „Weil Radon immer wieder ein Thema ist, wurden auch zwei große Lüftungsanlagen eingebaut“, sagt Alber.

Für die Erweiterung hingegen fiel die Wahl auf eine Aufstockung.„Es stand keine Fläche zur Verfügung“, erklären Daniele und Paolo Capra, „damit erschien eine Aufstockung des Bestandsgebäudes als die sinnvollste und praktikabelste Lösung in vielerlei Hinsicht.“ Einmal wurde wertvolle Bauzeit gespart. Zum anderen konnte Dank der gewählten Holzbauweise nachhaltig und einfach das bestehende Schulgebäude erweitert werden. Der neue Teil trägt demnach ein Holzkleid, fügt sich kohärent in den Bestand ein und bildet mit diesem eine architektonische Einheit. Gelbe Farbfelder zieren die Fensterbänder, bestimmen auch beim neuen Teil die Optik maßgeblich und sorgen für einen freundlichen, einladenden und sonnigen Akzent.
Die Klassen der Grundschule verteilen sich nun auf drei Geschosse. Die ersten beiden Geschosse, der Bestand, wurde nur geringfügig räumlich umstrukturiert. Das neue Dachgeschoss bietet auf 546 Quadratmeter Platz für fünf Klassen. Viel Wert wurde auf ein gutes Raum- und Lernklima gelegt. Hell und luftig ist der Aufbau konzipiert, mit dem Anspruch viel natürliches Tageslicht ins Innere zu holen und eine optimale Akustik zu schaffen. Holz tragen Boden, Decke und Wände. Ein grüner Farbtupfer an der Wandablage der Klassenräume und in den Sanitäranlagen setzt einen naturnahen Akzent.
Die abgeschlossene Erweiterung und energetische Sanierung bildet nun den optimalen Rahmen für die rund 200 Schülerinnen und Schüler der GS Prad. Und auch für die Zukunft, für die geburtenstarken Jahrgänge, die in den kommenden Jahren einschulen, ist man gerüstet.

Akustikabsorber an Decke und an den Wänden schlucken den Schall und sorgen für eine optimale - auch wertschätzende – Lernatmosphäre und ein angenehmes Raumklima.

Akustikabsorber an Decke und an den Wänden schlucken den Schall und sorgen für eine optimale - auch wertschätzende – Lernatmosphäre und ein angenehmes Raumklima.

Akustikabsorber an Decke und an den Wänden schlucken den Schall und sorgen für eine optimale - auch wertschätzende – Lernatmosphäre und ein angenehmes Raumklima.

Akustikabsorber an Decke und an den Wänden schlucken den Schall und sorgen für eine optimale - auch wertschätzende – Lernatmosphäre und ein angenehmes Raumklima.