Vorerst Stundentakt
Der für die Umbauten an der Vinschgerbahn Verantwortliche Michael Prader und der Direktor der STA Joachim Dejaco: Wir arbeiten auf Hochtouren
An der Bahnlinie Meran-Mals wird auf Hochdruck gearbeitet. Lautstark auch, teilweise auch nachts. „Das Schienensystem und das Signalsystem stehen für den Betrieb bereit“, sagt der Direktor der Südtiroler Transportstrukturen AG Joachim Dejaco auf Nachfrage vom Vinschgerwind. Für Dejaco ist klar, dass der Betrieb auf der Bahnstrecke mit 29. März, so wie es im Laufe des vergangenen Jahres mehrfach kommuniziert worden ist, wieder aufgenommen werde. Ein Vollbetrieb wird es nicht sein, ein Fahren aller Züge den ganzen Tag über wird es nicht geben. Es wird ein Hybridbetrieb werden, das heißt, es werden einige Züge eingesetzt und der Großteil des Transportbetriebes wird weiterhin über den Schienenersatzverkehr abgewickelt werden müssen. Bis es wieder einen ausschließlichen Zugbetrieb geben wird, wird noch einige Zeit dauern. Denn der Betrieb wird mit den derzeitigen Dieselzügen bestritten werden. Das war von vornherein klar und es wurde auch so gesagt, denn die neuen Zuggarnituren werden erst allmählich geliefert. Jeder einzelne Dieselzug muss allerdings auf das neue Signalsystem umgerüstet werden. Zum Stichdatum Anfang April werden 6 Züge umgerüstet sein, sagt Dejaco. Ein siebter, der im Pustertal während Olympia als Reserve vorgehalten worden ist, kommt hinzu. Zudem müssen die Lokführer ebenfalls auf das neue Signalsystem ein- und umgeschult werden.
Die Arbeiten im Hintergrund seien sehr schwierig, aufwändig und zeitraubend verlaufen, sagt Dejaco. Mit der Fertigstellung der Bahnsteigverlängerungen auf einigen Bahnhöfen könne man sich noch etwas Zeit lassen. Die Dieselgarnituren benötigen im Fahrbetrieb ohnehin nur die bisherigen Bahnsteiglängen. Dasselbe sei auch mit den Oberleitungen bzw. mit allem, was die Elektrifizierung betreffe. Auch diese werde nicht dringend gebraucht, zumal man mit den Dieselfahrzeugen den Fahrbetrieb beginne.
Am heutigen Donnerstag, den 19. März, werde es eine große Versammlung mit den Bürgermeister:innen des Tales geben. Dann werden alle die Bahn betreffenden Informationen gegeben und der neue Fahrplan offiziell mitgeteilt werden. Wie der ausschauen wird, skizziert Dejaco im Vorfeld dem Vinschgerwind auf Nachfrage so, dass es vorerst einen Stundentakt mit den Zügen geben werde und nach einigen Wochen werde auf den Halbstundentakt umgestellt. Der Schienenersatzverkehr bleibe vorerst noch aufrecht.