Riesenliste
Auf Hochtouren und zur Zfriedenheit der Latscherinnen und Latscher arbeitet der Gemeindeausschuss von Latsch v. l.: BM Mauro Dalla Barba, Vize-BM Christian Stricker, Maria Kuppelwieser, Manuel Platzgummer, Irmgard Gamper und Gerda Gunsch
Die Bevölkerung in der Gemeinde Latsch wächst und am Tag der Bürgerversammlung am 4. Mai 2026 waren es 5.296 Bürgerinnen und Bürger, die in Latsch ihr Quartier aufgeschlagen haben. Der BM Mauro Dalla Barba beginnt sein mehr als einstündiges Referat mit Bevölkerungsstatistik. Von den Einwohnern sind 402 im Vorschulalter (also von 0 bis 6 Jahre), 434 sind schulpflichtig (7 - 14 Jahre), 837 sind im „arbeitsfähigen Alter“ ( so der statistische Ausdruck, 15 - 29 Jahre), 2.687 sind Erwachsene (30 - 65 Jahre) und 945 sind Senioren über 65 Jahre. Mit 430 landwirtschaftlichen Betrieben bleibe Latsch das „Apfeldorf“ im Vinschgau, 124 Betriebe gibt es im Hotel und Gastgewerbe, 121 Handwerksbetriebe und 101 Freiberufler hat Latsch, im Handel sind 66 Betriebe und in der Industrie 12 aktiv. Dann beginnt Dalla Barba mit einer unglaublich langen und damit beeindruckenden Liste von Bauten, die bereits verwirklicht worden sind - von der Sanierung des Vereinshauses Goldrain über den Bau der Kläranlage in St. Martin bis zur Sanierung des Schießstandes in Latsch bis zur Neugestaltung des Kirchplatzes in Tarsch. Man ist in allen Fraktionen aktiv. Und dann folgte eine ebenso lange Liste von Bauvorhaben für die nächsten Jahre von der Verbauung des Quartiers Mühlrain über diverse Asfaltierungsarbeiten, Trinkwassererneurungen, Errichtung von PV-Anlagen....
In der Diskussion machte Dalla Barba dann auf die Frage nach dem Haushalt der Gemeinde Latsch eine interessante Rechnung: Rund 6 Millionen Euro stünden der Gemeinde für Investitionen pro Jahr zur Verfügung, rund 30 Millionen seien das für die Legislaturperiode von 5 Jahren. Hinzu kämen Landesbeiträge, die man sich hartnäckig sichern müsse und hinzu kämen noch andere nationale oder europäische Fördertöpfe, so dass die Investitionssumme für 5 Jahre durchaus um die 70 Millionen Euro betragen könne. Einen „Sauhaufen Geld“ gebe man für Versicherungen aus und wenn es so weitergehe, könne die Gemeinde Latsch in 10 Jahren schuldenfrei sein. Bei den gemeindeeigenen Gebäuden sei man quasi klimaneutral.
In der Diskussion wurde das Schnellfahren der Autos der Post beklagt, worauf Dalla Barba sagte, dass der Standort der Post in der Bahnhofsstraße, also mitten im Zentrum, eigentlich untragbar sei. Die Plima-Brücke werde zeitgerecht fertig sein, die Brückenproblematik in Laas habe dazu geführt, dass bei der Plima-Brücke nachgerechnet werde.