Open Day bei der Marx GmbH
Open Days nennt sich die Initiative des Unternehmerverbandes Südtirol bei der Unternehmen ihre Türen vor allem für Jugendliche der 2. und 3. Klasse Mittelschule öffnen. An zwei Nachmittagen, heuer am 16. und am 23. Oktober 2026, wurden Einblicke in Berufe, Arbeitsalltag und Technik gegeben. Einer der Betriebe, der sich am 16. Oktober 2026 über die Schulter schauen ließ, war die Marx GmbH in der Industriezone Vetzan, die zu den größten Arbeitgebern im Vinschgau zählt. Über 250.000 Tonnen Material werden dort jährlich verarbeitet und über 50.000 Kubikmeter Fertigbeton produziert.
Nicht nur zuschauen und zuhören durften die Jugendlichen, sondern auch selbst Hand anlegen. Erste Station des Rundgangs war das Recyclingwerk. Dort beeindruckte natürlich der Brecher mit Förderband, der 60 Tonnen wiegt und mit einer Leistung von 350-400 Tonnen pro Stunde, das Herzstück dort ist. Mirko erklärte: „Alles, was hier hereinkommt, kommt wieder in den Kreislauf hinein.“ Dafür sorgt auch die Siebmaschine. 0,063 mm ist übrigens die kleinste Siebgröße im Schotterwerk. Dort wurde Aushubmaterial aufgemahlen. Heraus kamen am Ende zwei Produkte: Schotter und Sand. Und bei der Betonproduktion, die hautnah miterlebt wurde, zeigte sich, wie wichtig das richtige Mischverhältnis ist. Denn: „Beton ist nicht gleich Beton“, erklärte Roland. Und dann hieß es selber probieren und ran an die Bagger. Begeistert von den Maschinen baggerten die Jugendlichen - und auch die Väter - drauf los. Hinter den Tätigkeiten von Marx stecken viele Menschen und viele Berufe. Lukas Ohrwalder, der Verwaltungsleiter, erklärte: „Ob im Tiefbau, an den Produktionsanlagen, hinter dem Steuer eines Lkw oder Baggers, in der Werkstatt oder in der Projektleitung – bei uns gibt es viele berufliche Möglichkeiten. Dazu kommen die Aufgaben in der Verwaltung.“ Ohrwalder: „Wir bilden gleichzeitig auch Lehrlinge im Bereich Tiefbau, aber auch als Baumaschinen-Mechaniker aus. Das Spannende bei uns ist, dass man verschiedene Bereiche kennenlernt und sich dann auf das spezialisieren kann, was einen besonders interessiert.“ Den Jugendlichen gefiel‘s. Das zeigten strahlende Gesichter und der Applaus am Ende. (ap)