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Schlanders

Mea Culpa - Fall für Rechnungshof

veröfftl. am 03. März 2026

Der Generalsekretär von Schlanders Georg Sagmeister hat im Laufe der letzten 4 Jahre auf eigene Faust Aufträge vergeben, ohne dass diese vom Gemeindeausschuss abgesegnet waren. Insgesamt 121.391 Euro, die in 30 Aufträgen an den Ingenieur Ulrich Rechenmacher gegangen sind. Diese außer-etatmäßigen Verbindlichkeiten sind am 27.02.2026 im Gemeinderat gelandet, um eine alles andere als übliche Praxis zu sanieren. „Mea culpa“, streute Sagmeister Asche auf sein Haupt und gelobte Besserung. Den Sanierungs-Beschluss des Gemeinderates, der erst die Geldmittel zur Ausbezahlung locker mache, werde er samt einer eigenen Stellungahme dem Rechnungshof schicken und dieser möge darüber befinden. Der Revisor Andreas Wenter nahm Sagmeister als „einen Praktiker“ in Schutz und rügte gleichzeitig die außeretatmäßigen Verbindlichkeiten als „Anomalie“, die zu vermeiden seien und die Amtswege seien einzuhalten. Aus den Reihen der Gemeinderäte kam der Aufruf, künftig „sauber und transparent“ zu arbeiten. Die Gelder wurden nicht veruntreut, konterte Sagmeister. Der Nutzen für die Verwaltung sei zwar gegeben, allerdings seien die über 30 formlos vergebenen Aufträge ethisch nicht vertretbar, kündigte Günther Bernhart seine Enthaltung an. Mit 10 Dafürstimmen wurde Sagmeisters Vorgehen saniert. (eb)