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Leserbriefe

Leserbriefe 13-2026

veröfftl. am 24. Juni 2026

Zurück in die Werkstatt


In dem von der Südtiroler Landesregierung vorgelegten Omnibus-Sammelgesetz fahre ein Artikel mit, der es nicht allein aus Umweltgründen in sich habe, meint der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber. So soll die Landesregierung nicht nur ermächtigt werden, ohne Zustimmung der Umweltämter und der betroffenen Gemeinden Schottergruben zu genehmigen, auch die Begrenzung der Laufzeiten für Steinbrüche soll gänzlich gestrichen werden. Der Entwurf hat im 3. Gesetzgebungsausschuss seine erste Hürde genommen – trotz Kritik und Gegenstimmen der Opposition.
Mit der Begründung, dass kaum eine Gemeinde eine Schottergrube haben möchte, aber die lokale Bauwirtschaft dringend das Material benötige, wolle sich die Landesregierung sowohl über die Umweltverträglichkeitsprüfung als auch über mögliche Widerstände vor Ort hinwegsetzen können.
„Bei künftigen Ermächtigungen zum Abbau von Schotter, Porphyr, Marmor und anderen mineralischen Rohstoffen war bisher ein positives Gutachten des für Umweltprüfungen zuständigen Landesamtes vorgesehen, künftig muss ein solches Gutachten lediglich eingeholt werden, aber es muss nicht mehr positiv ausfallen, um einen Abbau zu genehmigen zu können“, kritisiert Leiter Reber. „Zur Deckung des territorialen Bedarfs oder aus sozialer und wirtschaftlicher Notwendigkeit kann die Landesregierung den Abbau in jedem Fall genehmigen“, heißt es im Gesetzesentwurf. „Damit können nicht nur die für die Bauwirtschaft notwendigen Schotterguben unabhängig von Umwelt Anrainern und Gemeinden errichtet werden, auch die Abbauermächtigungen für die lukrativen Marmorexporte können allein durch die Landesregierung vergeben und verlängert werden“, so Leiter Reber.
„Zugleich will die Landesregierung auch die maximale Laufzeit von 20 Jahren für Steinbrüche und jene von 25 Jahren für den Untertagebau streichen. Die Laufzeiten für den Abbau sollen künftig unter Berücksichtigung des verwertbaren Rohstoffvorkommens festgelegt werden, was beispielsweise im Falle des Vinschger Marmors einem Totalausverkauf für die nächsten 100 Jahre gleichkommt, handelt es sich ja um eines der größten Marmorvorkommen Europas“, warnt der Freie Abgeordnete.
Leiter Reber appelliert an die Landesregierung, den Gesetzesentwurf zurück in die Werkstatt zu schicken und aus dem aktuellen Omnibusgesetz zu streichen: „In ihrem Zusammenspiel öffnen diese Gesetzesänderungen eigenwilligen Ermächtigungen Tür und Tor und riskieren den Ausverkauf unserer Bodenschätze.

LA Andreas Leiter Reber, Freie Fraktion

 

Wirtschaft begrüßt Parkplätze


Die Wirtschaftsverbände lvh, hds, Unternehmerverband Südtirol (UV), HGV sowie der Tourismusverein Schlanders begrüßen die Entscheidung der Gemeinde Schlanders, die Möglichkeiten für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze durch ein spezialisiertes Fachbüro prüfen zu lassen. Darin sehen die Verbände einen wichtigen Schritt, um die Erreichbarkeit und Attraktivität des Ortszentrums langfristig zu sichern.
Wie bekannt wurde, hat der Gemeindeausschuss das Studio Ing. Theil mit der Bewertung möglicher Standorte und der Ausarbeitung entsprechender Vorschläge beauftragt. Das Ingenieurbüro verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich und soll nun verschiedene Lösungsansätze fachlich fundiert prüfen.
Aus Sicht der Wirtschaftsverbände von Schlanders ist es von großer Bedeutung, die in den vergangenen Jahren verloren gegangenen Parkplätze zu ersetzen. Eine ausreichende Anzahl an zentrumsnahen Stellplätzen sei eine wichtige Voraussetzung, um die Attraktivität des Ortskerns für Kunden, Gäste und Besucher zu erhalten und weiter zu stärken. Gleichzeitig gelte es, den Bedürfnissen vieler Anrainer Rechnung zu tragen, die auf Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe angewiesen sind.
Die Verbände verweisen dabei auch auf die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms. Diese habe gezeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze ausspricht.
Die Obleute der Wirtschaftsverbände und des Tourismusvereins − Norbert Ratschiller (lvh), Karin Gluderer (hds), Franz Marx (UV), Manfred Pinzger (HGV) und Karl Pfitscher (Tourismusverein) begrüßen daher die eingeleitete Prüfung und vertrauen auf eine sachliche und objektive Bewertung durch das beauftragte Fachbüro. Gleichzeitig erklären sie ihre Bereitschaft, den weiteren Prozess konstruktiv zu begleiten und gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen für die Entwicklung des Ortszentrums von Schlanders mitzuwirken.

lvh, hds, UV, TV Schlanders

 

S´nuie Tunell


Am 6. Juni hot man gfeiert in gonz Kastelbell.
Selm hobn sie endla eröffnet des nuie Tunell.
Über zwoa Kilometer isch es long, des Loch
Der Bau hot gebrocht woll toul an Tschoch.
Die erschte Firma hot baut und sich vertoun,
noch a Weil isch kemmen die zweite droun.
Über a Johr hot man längr wortn miasn,
des hat uan kennt foscht verdriaßn.
Obr, wos long dauert, weard a galing guat.
Hoffn mr, dass er Kastelbell entloschtn tuat.
Die meischtn sein froah, dass er iaz in Betrieb geaht
und dass man nimmer sou oft im Stau steaht.
Die Kastelbeller derfn ihr Dorf wiedr für sich nemmen
Ins Autofohrer winsch i olm a guat´s Ounkemmen.

Norbert Kofler, Prad

 

HAIKU – Gedicht
Haiku-Kreis der Deutsch-Jap. Gesellschaft München, 2025

Sommermondnacht – sein Zeigefinger malt mir den großen Wagen nach.

© Helga Maria Gorfer

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Ausflug von Gleichgesinnten ins Martelltal

Kooperator Matthias Kuppelwieser bietet in der Seelsorgeeinheit Graun jeweils am Dienstag verschiedene Treffen an: Anbetungsstunde, Bibelteilen oder Friedensrosenkranz mit Beichtgelegenheit. Daraus ergab sich der Wunsch nach einem Ausflug unter Gleichgesinnten.
Am 2. Juni 2026 wurde somit eine Marienwallfahrt ins Martelltal zu „Unsere liebe Frau im Walde – St. Maria in der Schmelz“ unternommen. Nach einer kurzen Marienandacht in der stimmungsvollen Kapelle feierten wir mit Matthias eine hl. Messe; in der Predigt erläuterte er die Geschichte von Tobit und dessen Erblindung und lenkte den Blick auf den Sinn des Glaubens.
Danach ließen wir uns im Hotel Waldheim kulinarisch verwöhnen. Da das Wetter regnerisch war, blieben wir länger sitzen und redeten über Gott und die Welt.

Isabella Erhard