Graun schreibt Touristikern Termine vor
Es geht, wenn man’s ernst nimmt. BM Franz Prieth und Gemeinderat Ferdinand Sprenger
Bei der Ratssitzung am 14. September hat der Gemeinderat von Graun auf Vorschlag des Gemeindeausschusses und vor allem auf Vorschlag von BM Franz Prieth bauwilligen Touristikern die Tourismuszonen um 5 Jahre verlängert. Im Beschluss sind stringente und als „conditiones sine qua non“ (also unabdingbare und einzuhaltende Daten und Fristen) formulierte Bedingungen dafür aufgelistet, die im Vorfeld mit den Bauwilligen abgesprochen worden sind. Damit soll das Herumgewarte und das Hinausschieben von möglichen Verbauungen ein Ende haben. Schließlich habe man diese Schonfrist vom amtierenden Landesrat Luis Walcher als unterentwickelte und als Gemeinde mit weniger als 500.000 Nächtigungen erhalten. Das will man in Graun offensichtlich nicht vergeigen. Die 5-Jahresfrist, für die die Verlängerung gilt, wird in der Gemeinde Graun in Phasen gestaffelt. Bis innerhalb 2027 sollen die Bauwilligen alle rechtlichen Voraussetzungen schaffen, die für die Realisierung eines Bauvorhabens auf Basis der noch möglichen unverbauten Kubatur notwendig sind. Innerhalb 2028 soll dann die Ausstellung einer Baugenehmigung erfolgen. Bis innerhalb 2029 und zwar nicht später als ein Jahr nach Ausstellung der Baugenehmigung ist die Baubeginnsmeldung zu machen. Der Gemeinderat war einstimmig mit diesen Vorschriften einverstanden, die eine tatsächliche Perspektive für Verbauungen wiederspiegeln soll.
Bis 31. Juli sind in der Gemeinde Graun 9 Anträge auf mögliche Verbauungen eingegangen. „Es geht größtenteils um Restkubaturen für bereits bestehende Tourismusbetriebe“, erläuterte BM Franz Prieth. Eine Verbauung sei durchaus realistisch, wenn man die Sache ernst nehme. Und genau das wolle man mit den Bestimmungen im Beschluss anschieben. Es seien rund 500 Betten in den Anträgen und das würde der Gemeinde Graun gut zupasskommen, denn dann käme man in der Gemeinde auf rund 4000 Gästebetten. Das passe ins Gesamtkonzept der in Graun vorhandenen Infrastrukturen zwischen Seilbahnen, Schwimmbad und Campingplätze.
Unter den Antragstellern befinden sich die „Skihaus Schöneben GmbH“, die „Alpines Lake and Mountain Residence“, die „Dorfalm KG“, die Mafo KG“, die Theiner Roman vGmbH, die „ZumSee GmbH“, das Camping Thöni und Camping Piz.
Die verbaubaren Kubaturen seien zwischen 1500 und 4500 Kubikmetern. (eb)