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Martell/Vinschgau

Georg for Präsident

von Erwin Bernhart
Der Marteller Bürgermeister Georg Altstätter kommt zu neuen Ehren: Nachdem ihm der Einzug in den Alperia-Verwaltungsrat versagt geblieben ist, ist Altststätter als Präsident des Verwaltungsrates der Edyna designiert.
veröfftl. am 28. Oktober 2026

Große Freunde in der Bezirksgemeinschaft - Franz Prieth und Rafael Alber gratulieren Georg Altstätter anlässlich der Bezirksratssitzung am 22. Oktober 2026 - Zusammenhalt zahlt sich aus jedenfalls aus

Der Grauner BM Franz Prieth hatte Mühe, seine Freude zu verbergen. Unter „Allfälliges“ bei der Sitzung des Bezirksrates am 22. Oktober 2026 konnte Prieth endlich loslegen. Prieth ist im Bezirksausschuss als Bezirksreferent neben der Mobilität und dem Tourismus auch für Fragen der Energie im Vinschgau zuständig. Als solcher ist Prieth auch im Verwaltungsrat der SELfin vertreten. Bei der Bestellung des im Frühjahr auf 10 Mitglieder aufgestockten Verwaltungsrates der Alperia schien sich für die Vinschger ein Fenster geöffnet zu haben, einen eigenen Vertreter in den Verwaltungsrat der Alperia entsenden zu können. Über die SELfin und darin über Franz Prieth wurde der Marteller Bürgermeister Georg Altstätter als Alperia-Kandidat namhaft gemacht. Altstätter verfüge schließlich mit dem Stausee in Martell und mit dem E-Werk in Laas, wo das Marteller Wasser in Strom umgewandelt wird, über genügend Erfahrung im Energiesektor, und er komme aus einem Bezirk, in dem die Alperia „verdammt viel Wasser in Wein“ umwandle, sprich: Viel Stauseewasser wird in den großen E-Werken zu teurem Strom. Aus dem Manöver wurde dann doch nichts, weil sich die Pusterer vorgedrängt haben und letztlich mit Carmen Plaseller eine Frau in den Alperia-Verwaltungsrat zu wählen war (s. Vinschgerwind Nr. 17/2026).
Allerdings habe man in Bozen, so begann Franz Prieth die positive Meldung im Bezirksrat, den Brief nicht vergessen, der damals verfasst worden war. Denn der zuständige Landesrat habe kürzlich den Marteller Bürgermeister Georg Altstätter in den Verwaltungsrat der Edyna berufen, und Altstätter soll dort auch Präsident werden. Franz Prieth: „Das ist Anlass zu großer Freude.“ Es zeige sich, dass sich Geschlossenheit auszahle, sagte die Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch.
Georg Altstätter selbst sagte, dass diese Position für den Vinschgau wichtig sei. Es sei zwar so, dass von Laas aufwärts mit dem VEK und den historischen Genossenschaften Prad und Stilfs andere Netzbetreiber aktiv seien, dass aber der Netzbetreiber Edyna das Stromnetz in Latsch führe und dass Edyna die Seitentäler Martell und Schnals sowie das Tal von Kastelbell bis Naturns einschließlich Partschins bediene. „Das Verhältnis zwischen dem Vinschger Energiekonsortium und Edyna kann als gut bezeichnet werden“, sagte Altstätter und fügte hinzu: „Wenn wir uns im Bezirk einig sind, dann erreichen wir auch etwas.“